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RE11SS

Information - Help 
ID = 33818
       
Country:
Germany
Brand: Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Tube type:  Triode, vacuum 
Identical to RE11SS

Filament If 0.58 Ampere / Direct

re11a.png RE11SS: Manufacturer's Literature
Emilio Ciardiello

Collection of

 
re11ssr3.jpg

 

Forum contributions about this tube
RE11SS
Threads: 2 | Posts: 7
Hits: 2131     Replies: 5
RE11SS (RE11SS)
Armin Eppinger
16.Dec.08
  1

Ist die Röhre L.E.A.229 von HUTH eine "Neue"Röhre oder eine Variante der RE11ss ?

In einer alten Schachtel fand ich eine Röhre mit der Bezeichnung

Telefunken R.E. 11 ss

D R P ?

und gegenüberHuth

L.E.A. 229

42633

unten befindet sich eine banderole von RTV mit Prüfstrom 0,56 und Prüferzeichen  und der  handschriftlichen Seriennummer 42633.

Die  freudige Nikolausüberraschung war gelungen.

Rüdiger Walz
17.Dec.08
  2

Die LEA 229 ist eine eigene Röhre.

Telefunken hat bis 1939 selbst keine Röhren produziert. Am Anfang produzierte AEG, dann kam der größte Teil von Osram. Zudem in der 20er Jahren bis 1935 ca 15 % von Philips, später sogar noch ein höherer Prozentsatz. 

Im Rahmen von Patentauseinandersetzungen wurden von einzelnen Firmen Röhrenkontingente im kartellisierten von telefunken beherrschten deutschen Markt erstritten. Telefunken wollte nicht, dass diese Röhren frei verkauft werden, sondern über Telefunken vertrieben werden. Daher wurden z.B. die Philipsröhren mit Telefunkenstempel versehen und sind allenfalls am Aufbau als Philipsröhren erkennbar.

Warum auf der RE 11 SS sowohl Lorenz, als auch in Ihrem Fall Huth aufgestempelt ist ist mir leider unbekannt. Möglicherweise waren die Regeln im schnell wachsenden Markt um 1923/24 noch nicht so klar.

Das "S" hinter der Bezeichnung RE11 bedeutet normalerweise "Serie". Diese Röhren haben um den Sockel einen Widerstandsdraht parallel zum Heizfaden gewickelt und sind auf 580 mA eingestellt. Sie konnten ohne Eisenwasserstoffvorwiderstand betrieben werden. Dies ist auch auf der Banderole vermerkt.

Die RE 11 w hatte keinen Widerstand um den Sockel herum und wurde in den Geräten mit Eisenwasserstoffvorwiderstand betrieben.

Warum die RE11 SS zwei "S" trägt ist mir leider unbekannt.

Rüdiger Walz

Wolfgang Scharschmidt
17.Dec.08
  3

 

Ein Kommentar zur Aussage, Telefunken hätte erst ab 1939 eigenständig Röhren gefertigt!
 
Hallo,
ich sehe mich zu der Aussage, Telefunken hätte selbst erst ab 1939 Röhren gefertigt, veranlasst, etwas beizutragen, denn so kann es eigentlich nicht stehen bleiben.
Bereits ab 1917 hatte Telefunken in der Friedrichstr. 235 mit Laboratorien, Fabrikation und Prüffeld angefangen eigenständig Röhren zu fertigen. Da der Mitarbeiterstamm innerhalb
von 4 Jahren bis auf etwa 1000 Mitarbeiter angewachsen war, sah man sich dann 1920, allerdings auch aus Rationalisierungsgründen dazu gezwungen, in die Sickingenstr. 71 ins AEG-Osram-Werk A, dem späteren Telefunken-Röhrenwerk, umzuziehen.
So viel bis dahin!
Doch nun etwas zu den Hintergründen und firmeninternen Regelungen, die das Verständnis zu der Aussage verständlicher machen wird.
 
Um nicht alles neu zu schreiben, habe ich dazu aus meiner Dokumentation über Telefunken und seine Röhren  -Band II der Röhrenhistorie- einige Passagen des dort verfassten Textes entnommen.
 
Hatten die Gründerfirmen gemeinsam das Liebenpatent erworben, daraus brauchbare Verstärkerröhren entwickelt, bestand doch die Absicht, dass Telefunken nach anfänglich gemeinschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit mit Röhrenlaboren der AEG und Siemens den Bereich Röhrenentwicklung und -Fertigung weiterführen würde, andererseits aber man Telefunken nicht auf Dauer als Fabrikations-unternehmen vorgesehen hatte. Da nach Friedensschluss 1918 die Kriegsmaterialproduktion stillgelegt werden musste, galt es zum Weiterbestehen neue Produkte und neue Märkte zu erschließen, was den Konzern zu Rationalisierungsmaßnahmen und zur Einstellung einer Telefunken eigenständigen Röhrenfabrikation zwang. Im Jahre 1919 hatte AEG bereits durch Zusammengehen mit Siemens und Firma Auer das Unternehmen Osram gegründet, das in Berlin Moabit, Sickingenstr.71, dem Werk A, eine Glühlampenfertigung betrieb und hier auch Röhren für den Eigenverwendung fertigte. Dort sollte nun die Röhrenfertigung Telefunkens zusammen mit derer der AEG weitergeführt werden. Siemens, das sich eigene Produktionsmittel für den Röhren-Eigenvertrieb vorbehielt, bekam vom Bedarf Telefunkens einen Anteil reserviert, deren Entwicklung prinzipiell in Siemenslaboren zu erfolgen hatte. Telefunken dagegen sollte mit seiner gut eingearbeiteten Röhrenentwicklungsabteilung die besonderen Anforderungen des Funkwesens erfüllen und wurde in Übereinstimmung mit der AEG in engster Fühlung zur Fabrikation, im AEG-Osram Werk A, vereint. Im Jahre 1924 war das Werk A einschließlich der Entwicklungslaboratorien und der Prüffelder Röhrenhauptfertigungsfabrik geworden, während Telefunken Führung und technische Aufgabenstellung behielt. Siemens hatte sich einer derartigen Fusion entzogen, mit einer eigenständigen Grundlagenforschung nebst Röhrenentwicklung und -Fabrikation für hauptsächlich Post-Weitverkehrs-Röhren, wassergekühlte Senderöhren und Leistungs-röhren für industrielle und medizinische Anwendungen. Aber auch AEG bewahrte sich eine eigen-ständige Grundlagenforschung mit einer Röhrenentwicklungsabteilung, u.a. mit Röhren für industrielle Starkstromanwendungen wie z.B. Gleichrichtern, Stromtoren, aber auch richtungsweisenden Arbeiten für UKW-Röhren. Mit zunehmender Zeit überschnitten sich die Programme der drei Firmen mehr und mehr. Nach der NS-Machtergreifung erfolgte in den 30er-Jahren schließlich eine Neuorganisation, die Telefunken als Leitfirma für die Entwicklung ultrakurzwelliger, sowie militärisch nutzbarer Röhren machte. 1939 schließlich überschrieben die Stammfirmen das Osram-Röhrenwerk in der Sickingenstr.71 an Telefunken, das bis Kriegsende sein Stamm- bzw. Hauptwerk für die Röhrenproduktion blieb.
Armin Eppinger
20.Dec.08
  4

Hallo Rüdiger Walz.

über Ihre Nachricht habe ich mich sehr gefreut , insbesondere auch , weil mich vor vielen Jahren mal Ihre bezaubernden Röhrennachbauten faszinierten .Zu Zeiten von Herrn Pemmerl noch.Dass Sie nun auf meine erste Anfrage antworten , ist einfach schön. Danke.

Leider weiss ich als Newcomer noch nicht , wie man eine neue Röhre meldet.

Vielleicht schaff ich es ja noch bis Weihnachten , und auch das Photo hochzuladen

eine schöne Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Armin Eppinger

Armin Eppinger
20.Dec.08
  5

Hallo Herr Wolfgang Scharschmidt

vielen Dank für Ihre geschätzte Info.Schon bald nach meinem Kontakt zu R.M org  durfte ich die ungeheure  Datenmenge nützen lernen und musste aber auch erkennen , wie W E N I G  ich doch selbst von alten Radios weiß und kann.Ich bin beeindruckt , wie durch qualifizierte Beiträge ein großartiges Gebilde eines Nachschlagewerkes und ein Dokumentationszentrum um unser geliebtes Dampfradio entsteht .

mit freundlichen Weihnachtsgrüssen

Armin Eppinger

Rüdiger Walz
20.Dec.08
  6

Hallo Herr Eppinger,

habe die Röhre mit einigen Daten angelegt. Freue mich schon auf Ihr Foto und Ergänzungen. Ein interessantes Stück.

Grüsse

Rüdiger Walz

 
Hits: 1491     Replies: 0
RE11SS (RE11SS)
Ulrich Wernicke
28.Feb.08
  1

In meiner Sammlung befinden sich 3 Röhren vom Typ RE11SS. Die Röhren tragen folgenden Aufdruck:

 

 

Röhre 1

Röhre 2

Röhre 3

Beschriftung
Vorderseite

Telefunken
RE11SS
DRPe

AEG

RE11SS

DRPe

AEG

RE11SS

DRPe

Beschriftung
Rückseite

C. Lorenz

Typ T.R.A

Nr. 186673

Telefunken

Typ T.R.A

Nr. 254499

Telefunken
Typ T.R.A

Nr. 188634

Banderole
(handschriftliche Einträge)

Prüfer: (unlesbar)
10.1.23
0,580 A

Prüfer: Lauterbach

13.5.24
0,580 A

Prüfer: (unlesbar)
22.5.24
0,580 A

 
RE11SS
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