Model: 3012






Antique radios, Old Time Radios

3012
Country:
Germany
Manufacturer/Brand:
Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke)
Year: 1952 / 1953
Type:
Radio or TunerBroadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.
Mod.-ID = 1958
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Schematics etc.: 6 (for
members)
Principle
Superhet with RF-stage; IF-Freq. 468/10700Superhet with a preamplification stage.
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Récepteur TSF superhétérodyne avec préamplification de HF.
Superhet mit HF-Vorstufe.
Tuned circuits
8 AM circuit(s);
9 FM-circuit(s)
Wave bands
Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM.AM (long-, medium- and short waves) and FM (VHF). GO, PO, OC et MF (onde ultra-courte, bande FM).
LW, MW, KW und UKW
Wahrscheinlich sind keine Bänder unterteilt. Bei älteren europäischen Geräten ist der UKW-Bereich noch nicht bis auf 108 MHz erweitert (87,5 oder 88 bis 100 oder bis 104).
Power type and voltage
Alternating Current supply (AC) / 110-240 VoltAC set plus voltage range.
/ = 2 different voltages
- = voltage from-to
* = «Special»
Apparareil à courant alternatif. Tensions mentionnées.
/ = 2 Spannungswahlen
- = von-bis
* = Fabrikwahl/«Spezial»
Normalerweise sind diese Geräte mit einem Trafo mit Primär- und Sekundärwicklungen versehen. Dadurch führt das Chassis kein gefährliches Potential.
Loudspeaker/pwr.out
3 LoudspeakersThree built-in loudspeakers of any principle.
Trois haut-parleurs.
Drei Lautsprecher, meist permanentdynamisch. Mischformen sind möglich - z.B. für Hochtöner. Diese Daten finden Sie eventuell in den Bemerkungen zum Gerät.
www.radiomuseum.org
Model: 3012
Material
Wooden caseWooden case. Most radios have a wooden cabinet until the WW2. Caisse en bois.
Die meisten Heim-Rundfunkempfänger führen von Beginn an bis etwa Ende 60er Jahre Holz als Gehäuse. Auch frühe Reiseempfänger zeigen Holz (speziell in den 20er Jahren) oder Holz mit Stoffüberzug etc.
Shape
Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD)
660 x 414 x 275 mm / 26 x 16.3 x 10.8 inch
Valves / Tubes
7:
EF85
(more
for members)
Notes
Fehlerhafte Beschreibung im Katalog, dort sind nur 2 Lautsprecher angegeben.
Price in first year of sale
385
DM
Collectors prices
19 Collector prices (for members)
Source of data
Kat.d.Rundf.GrossH.1952/53Im Katalog des Rundfunk-Grosshandels von 1952/53 aufgeführt (VERG, Curt Rint, Funk-Technik).
/ Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Grundig 3012W nach aufwendiger Gehäuserestauration
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3012 (Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke))
Vorbereitung für eine Politur mit Schellack.
Dieses Grundig 3012W aus dem Jahre 1952/53 fand ich bei einer Elektroschrott-Sammelstelle.
Auf den ersten Blick befand es sich in einem beklagenswerten Zustand, wie dieses Detail zeigt. Völlig zerstörter, zerrissener Lack, verdrecktes Skalenglas, der Zierrahmen fehlte.
Bei näherer Betrachtung war dann doch einiges erstaunlich gut erhalten. Der Stoff war ziemlich sauber und intakt, das Furnier unter dem zerrissenen Lack weitgehend unverletzt, die Rückwand war intakt und das Chassis schien weitgehend original und in gutem Zustand. Leider waren schon Röhrenfledderer am Werk und hatten sich der meisten Röhren bemächtigt.
Als Tischler hat mich der äußere Zustand eines Gerätes noch nie erschreckt, und so beschloss ich, das Gerät mitzunehmen.
Das Chassis wurde ausgebaut, die Front herausgenommen und die Lackreste auf ihre Entfernbarkeit untersucht. Dabei erwies sich der miserable Zustand des Lackes als Glücksfall. Er konnte ohne Mühe mit einem einfachen Spachtel vom Furnier herunter geschoben werden.
So war der Lack innerhalb einer halben Stunde ohne Chemie vollständig herunter, bis auf eine Seite, an der einige Reste etwas hartnäckiger waren. Diese konnten mit Aceton oder „Nitro-Verdünnung“ leicht herunter gewaschen werden. Spiritus löste den Lack übrigens nicht an. Dies deutet darauf hin, das es sich um einen einfachen Nitrocelluloselack gehandelt hat, dessen Qualität nicht darauf ausgelegt war, 50 Jahre zu überdauern. Regengüsse auf dem Schrottplatz taten wohl ihr übriges.
Das Furnier war weitgehend unverletzt, nur auf einer Seite waren einige Kratzer zu sehen. Um diese besser herausschleifen zu können, wurde diese Seite mit dem Bügeleisen gedämpft.
Dazu wird ein nasses Tuch aus weißer Baumwolle oder Leinen aufgelegt und das Bügeleisen auf die höchste Stufe gestellt. Durch die Hitze verdampft das Wasser und der Dampf dringt in das Furnier ein. Dabei wird das Holz geschmeidig und die Zellen blähen sich durch den Dampf und die Hitze auf. So können Druckstellen fast vollständig wieder herausgedämpft werden. Zu beachten ist nur, dass das Tuch niemals ganz trocken wird und das Bügeleisen das Holz nicht direkt berührt. Sonst gibt es schnell Brandflecken!
Anschließend wurde mit feinem Schleifpapier (Körnung 240) die Oberfläche in Furnierrichtung angeschliffen.