Jubilate W459A

Horny (Hornyphon); Wien

  • Jahr
  • 1949/1950
  • Kategorie
  • Rundfunkempfänger (Radio - oder Tuner nach WW2)
  • Radiomuseum.org ID
  • 8837
    • Marke: Hornyphon

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 Technische Daten

  • Anzahl Röhren
  • 6
  • Hauptprinzip
  • Superhet allgemein; ZF/IF 452 kHz
  • Anzahl Kreise
  • 6 Kreis(e) AM
  • Wellenbereiche
  • Langwelle, Mittelwelle und zwei mal Kurzwelle.
  • Betriebsart / Volt
  • Wechselstromspeisung / 90; 110; 125; 150; 190; 220; 240 Volt
  • Lautsprecher
  • Dynamischer LS, keine Erregerspule (permanentdynamisch)
  • Material
  • Gerät mit Holzgehäuse
  • von Radiomuseum.org
  • Modell: Jubilate W459A - Horny Hornyphon; Wien
  • Form
  • Tischgerät-gross, - Querformat (breiter als hoch oder quadratisch).
  • Abmessungen (BHT)
  • 420 x 300 x 210 mm / 16.5 x 11.8 x 8.3 inch
  • Nettogewicht
  • 8.5 kg / 18 lb 11.6 oz (18.722 lb)
  • Originalpreis
  • 1,260.00 ATS
  • Datenherkunft extern
  • E. Erb 3-907007-36-0
  • Datenherkunft
  • Radiokatalog Band 2, Ernst Erb
  • Schaltungsnachweis
  • Die «Thali Schemasammlung» führt das Modell.
  • Literatur/Schema (1)
  • -- Original-techn. papers.
  • Bildnachweis
  • Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.

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Das Modell Jubilate befindet sich in den Sammlungen folgender Mitglieder.

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Forumsbeiträge zum Modell: Horny Hornyphon;: Jubilate W459A

Threads: 2 | Posts: 2

Wie schon Herr Schaida berrichtet habe auch Ich die liebe Not mit  dem gleichen Gerät--einfach Netzbrumm der einfach nicht in den Griff zu kriegen ist. habe einige Kondensatoren auf kapazität nachgemessen-waren zum Teil weit über den Wert-ausgetauscht aber das eigentliche problem war noch da.habe 3 Schaltunterlagen aus je unterschiedlichen Qellen verglichen-auch keine Auffälligkeiten-1 Röhre war falsch in den Heizkreis eingebunden-leichte Besserung.

Als ich die Schaltung näher untersuchte fiel mir auf daß eine zentrale  Nullung überhaupt fehlt-offenbar um zu sparen wurde einfach jede Nullung eines Röhensystem einfach getrennt auf Masse gelegt und nicht zentral auf einen Punkt zusammengeführt-kann jedenfalls eine Möglichkeit sein zudem habe ich noch nie ein so abgegriffenes Originalschaltbild in Händen gehabt wie Dieses -was auch auf größeren Problemen mit dem Gerät hindeuten kann.--Zudem war der MW Empfang der damaligen Zeit nur in Sendernähe,sehr gut und in der Provinz am Abend überhaupt nicht Störungsfrei und der Brumm fiel  Mancherorts erst gar nicht so richtig auf (bin selbst in einer Gegent aufgewachsen in der es bis 1970 noch kein UKW gab und glaube zu wissen wovon ich rede),Bin jedoch für jeden Hinweis dankbar.

Mit freundlichen Grüßen  josef kleindienst

Josef Kleindienst, 24.Feb.15

Weitere Posts (1) zu diesem Thema.

Ein Reparaturbericht und etwas mehr zum Hornyphon Jubilate W459A baugleich dem Philips Adagio BA491A (Wien am 22.1.2009)

 
Stichwörter: Starker Netzbrumm, Pfeifen und Einschwingen beim Sendereinstellen
 
 
Wer es abkürzen möchte:
In medias res wie wir alten Lateiner zu sagen pflegen geht es bei der Überschrift: Reparaturbericht: Fakten:
 
 
Dieses Gerät mit der Seriennummer 00425 erhielt ich vor rund 25 Jahren noch als Schüler vom damaligen 2. Mann meiner Großmutter gewissermaßen „aufgezwungen“.
 
Da schon mit anderen ähnlichen Geräten in den Augen des Vaters übersättigt, war eigentlich kein Platz mehr für solche zusätzlichen „Schätze“ vorhanden.
Der fehlende UKW Teil, und der Umstand das wieder einmal kein Geradeausempfänger, der etwas besonderes dargestellt hätte dabei war, ließen eher ein Desinteresse aufkommen. Der dezente Hinweis aber, dass die Geräte aus dem Zimmer in dem sie gelagert waren endlich weg müssten was mitunter auch ein Entsorgen bedeutet hätte ließ dann doch so etwas wie Mitleid aufkommen und da eine Transportgelegenheit vorhanden war wechselte das Gerät so in meinem Besitz.
 
Zu einem späteren Zeitpunkt analysierte ich das auf diese Weise erhaltene „Findelkind“ und vermisste den Lautsprecher sowie die AZ1 als Gleichrichterröhre. Es dürfte auch das Netzkabel abgetrennt gewesen sein, ebenso waren 2 Röhren in der Bestückung vertauscht sowie der Netzschalter einpolig defekt gewesen sein.
 
Die Sache mit dem Netzkabel wurde mit einem bis heute andauernden eher hässlichen nicht nostalgischen Provisorium ersetzt, für den Lautsprecher fand sich ein jüngeren Datums versehener mechanisch und elektrisch passender Lautsprecher aus einem anderen Ausschlachtgerät aus dem Hause Philips, und das man Röhrengleichrichter mit Halbleiterdioden wie der 1N4007 ersetzen kann war bereits bekannt. Und über die vertauschten Röhren und dem Netzschalter muss man sich hier nicht weiter auslassen.
 
Mit dem Resultat dass das Gerät von nun an spielte.
 
Zu jener Zeit betätigte ich mich mit meinen beiden beim Sperrmüll gefundenen bzw. geschenkt bekommenen Minerva Minola Geräten als SWL – Short Wave Listener wobei mir die deutschsprachigen Programme von Radio Moskau wie auch der „Sender Friede und Fortschritt“ aus Tirana Albanien mit seinem ersten wie auch zweiten Programm mit der selbstverherrlichenden damals noch kommunistischen Propaganda offensichtlich in deutlicher Erinnerung geblieben sind.
 
So nebenbei: Obwohl ich 2 baugleiche Minerva Minola hatte kam irgendwie nie ein mit der Telefunken Concertino HiFi Wohnzimmer Anlage vergleichbarer Stereoeffekt selbst bei gleichen Programm auf......... Oh Wunder wie man später erfuhr.............
 
Wiewohl der Horny W459A für meinen damaligen Geschmack mit den beiden großen 50 mm Einstellknöpfen und der braun/schwarzen Bakelitfront eher klobig und unförmig wirkte so haben es mir die große Skala mit 2 Kurzwellenbereichen, sowie der, bedingt durch die großen Knöpfe feine Einstelltrieb der Abstimmung angetan.
 
Daher löste das Gerät von nun an die Minerva’s ab, ein Standard Ingelen Radio mit UKW hatte ich ohnehin und wurde so im „Radio Shack“ zum „Gerät der Wahl“.
 
Angeschlossen war eine außen an der Fassade im 8. Wohnstock von Fenster zu Fenster gespannte ca. 15 m „Langdraht Antenne“.
Allfällige Diskussionen über Störabstände und korrekte Anpassungen über Baluns etc. lassen wir sicherheitshalber gleich außen vor. Soweit es meine damaligen Ansprüche betraf war das ganze eine interessante und wenn man vom starken Drift und Netzbrumm absah eine relativ befriedigende Angelegenheit bis man mit einem gebrauchten Yaesu FRG-7 „etwas“ ausgefeilter an die Sache herangehen konnte.
 
Spaß aber hatte ich mit dem Ohr am Horny W459A sicher mehr als später beim FRG-7 der so nebenbei an der gleichen Antenne betrieben wurde, da sich die Interessen dann doch „ein wenig“ verlagert haben.       
 
Eine Gerätenotiz vom 1.1.1994! belegt, das ich wohl einige Zeit zuvor eine AZ 1 käuflich erwarb und leider mit bescheidenen Erfolg im Gerät eingesetzt hatte.
7 mA Strom bei 25 V Anodenspannung waren doch etwas schwach bemessen und das Gerät kam für viele Jahre in das Regal. Zwischenzeitlich hat es natürlich schon seinen festen Platz in der Sammlung und das klobige Aussehen bekam nun eher seinen Reiz. Später bezog ich beim damals noch vorhandenen Wiener Radiomuseum in der Eisvogelgasse eine brauchbare AZ1 mit der das Gerät noch heute betrieben wird.
 
 
Reparaturbericht: Fakten:
 
Fehlerprofil Geräteanalyse im Jänner 2009:     
 
Nach dem Einschalten ist sofort ein starker Netzbrumm hörbar, der mit der Aufheizphase der Röhren nur leicht abnimmt. Im Lautsprecher „schießt“ und kracht es, das Gerät beruhigt sich aber nach ein paar Sekunden. Zusätzlich „kracht“ der Lautstärkeregler. Das Brummen ist auch am LS Membran greifbar.
 
Ein Hörtest an einer provisorischen Kurzdrahtantenne ergab folgendes:
 
Starkes krachen bei der Bandumschaltung, Durchdrehen des Abstimmknopfes am Bandanfang & Ende, UM 4 Anzeigeröhre schwach, der Transformator wird schon nach wenigen Minuten heiß an der Grenze des greifbaren.
 
LW: Kein Empfang,
MW: Kein Empfang
KW1: Kein Empfang
KW2: Kein Empfang
Phono: Rückkopplung, starkes Brummen,
   
Literatur:
(A) Service Blatt 21“ aus Heft 6, Juni 1949 der Zeitschrift Radio-Elektro Handel und Export
 
Messmittel:
Trenntransformator:
Digitalmultimeter:
 
 
Mechanische Demontage:
 
Hier ist noch der RadioMECHANIKER gefragt, wiewohl für jeden technisch interessierten der Ablauf auch selbst erkennbar sein kann.
 
Das Gerät ist im wesentlichen auf einem durch eine Sperrholzplatte verstärkten Bakelitrahmen aufgebaut an dem unten das Chassis verschraubt ist. Die Skala samt Seilzugantrieb ist ebenfalls über den Bakelitrahmen geführt was ein Trennen des Chassis nicht empfehlen lässt. 
Es genügt daher für die meisten Fälle wenn man am ganzen Radio arbeiten möchte lediglich die vollständige Einheit herauszuschieben. (Für Röhrentausch und einfache Reparaturen ist das Gerät sowohl von hinten wie auch durch die bodenseitig vorhandene Serviceabdeckung gut zugänglich.)
 
Dies funktioniert folgendermaßen:  
 
Nach Abnahme der Rückwand sind die beiden seitlichen Drehregler für die Tonblende und der Bandumschaltung zu entfernen.
 
 
Bild 1
 
Hierfür sind wahlweise je eine innenliegende Schraube der Achsverlängerung oder aber je die äußeren Schrauben der Achsverlängerung zu lösen. Das lösen der Knöpfe selbst ist nicht optimal zielführend, da die seitlich wegstehenden Achsen beim Herausziehen hängen bleiben könnten.
 
Nun werden von hinten gesehen links oben und rechts unten je 2 Schrauben an der innenliegenden! Seite das heißt vom Sperrholz gelöst. (Bild1)
 
 
Bild 2
 
So lässt sich nun die gesamte Einheit nach vorne herausziehen (Auf die Netzzuleitung nicht vergessen). Ein Lösen der Sperrholzverschraubung ist nicht von Nöten!
Vorsicht: Die rückseitige Skalenabdeckung ist nur aus dünnem Karton und kann leicht reißen!
 
Für den Betrieb während der Reparatur sind die seitlichen Bedienknöpfe wieder anzuschrauben will man nicht unprofessionell mit der Zange herumfummeln.
 
Exkurs:
Beim Betrachten des zwar ausreichend stabilen aber eben nur zweckmäßigen Chassis aus gebogenem und punktgeschweißtem verzinktem Stahlblech mit jeder Menge „Luft“ erinnere ich mich an die sinngemäße Aussage des geschätzten Berufschullehrers Herrn Ing. Martin Stiny wonach Philips mit „billigen“ („Klumpert“) Geräten seinen Erfolg bestritt und am Markt überleben konnte während andere wie Minerva mit hochwertigen dicken Aluchassis sich offensichtlich mit zu hoher Qualität und den damit verbundenen Kosten verkalkuliert haben. Vergleiche mit GFGF Funkgeschichte FG 185 (2009) Seite 75 ( Ein Schicksal das der Autor mit seiner Einstellung zu hochwertigen Arbeiten vorläufig leider teilen musste).
Oder wie es ein anderer zu Ruhm gekommener großer Österreicher zu sagen wusste: „Im Seichten kann man nicht untergehen.....“ ([C]: † Franz Antel – Filmemacher).
 
 
Elektrischer Aufbau:
 
Das Netzteil:
 
Bild 3 Schaltungsauszug Netzteil/Endstufe
 
Schon vor rund 25 Jahren fragte ich mich was U Röhren in einem reinen Wechselstromgerät mit Transformator zu suchen hätten – Eine Antwort wird wohl 1949 die Verfügbarkeit der Rimlock Serie in U Ausführung gewesen sein, über Details schweigt sich das “Service Blatt 21“ aus Heft 6, Juni 1949 der Zeitschrift Radio-Elektro Handel und Export aus.
Auch dürfte sich die echte Allstromausführung Hornyphon „Jubilate W459U“ und das baugleiche Philips Gerät „Adagio BA491U“ lediglich im Netzteil mit einer UY1N und zwei Heißleitern (Temcopil) anstelle der AZ1 unterscheiden. Weiters wird auf eine Sondervariante für Netzspannungen unter 110 V mit der Trafo Nummer "1235/II" verwiesen was einen Betrieb ab 90 V ermöglichen soll.
Weitere Details dazu entziehen sich meiner Kenntnis und können vielleicht echte Röhrenspezialisten des RM.org’s zu einem willkommenen Gastkommentar veranlassen.
Was ich erst jetzt mit dem Schaltplan erkennen konnte (denn früher vermutete ich eine Spartrafo Lösung), ist die Heizung der U Röhren zwar in Serie, aber tatsächlich ebenfalls an der Sekundärseite des Transformators angeschlossen. Also ein „Vollblut“ Wechselstromgerät mit Netztrennung. 
 
Da mein seinerzeit selbst gebauter Reparaturtrenntrafo an die 240 V sekundär abgibt wurde der Spannungswahlschalter für die Dauer der Reparatur von 220 V sicherheitshalber gleich auf 240 umgestellt.
Für Bezieher der Zeitschrift „Radiobote“ sei auf die jüngst erschienene aktuelle Beitragsserie zum Thema Betrieb von 220 V Geräten am 230 V Stromnetz für die eingehendere Auseinandersetzung mit dem Thema verwiesen.
 
Bild 4: Mit der Skalenrückwand muß man vorsichtig umgehen!
 
Zuerst interessiert mich das starke Netzbrummen. Dazu ziehe ich eine Röhre um den Heizkreis zu unterbrechen und siehe da – Der Brumm, wenn auch nicht so stark bleibt!
Beim Entfernen der AZ1 ist ebenfalls ein Restbrumm vorhanden wenn auch schon sehr leise.
PS: Das Entfernen der AZ1 Außenkontaktsockelröhre bringt wieder meine Abneigung zu dieser Röhrentype in Erinnerung da sie stets das Risiko des Abreißens des Röhrensockels in sich birgt.
 
Am Elko C 50 messen wir eine unsymmetrische Restwelligkeit von 10 Vss bei 197 VDC.
Am Elko C 50 messen wir eine unsymmetrische Restwelligkeit von 150 mVss bei 328 VDC bei unterbrochenem Heizkreis (gezogener Röhre)
Fliegende Masse am Becher des Siebelkos -9,25 VDC 
 
Am Widerstand W23 nach dem Siebelko C49 messen wir 9 Vss bei 201 VDC.
34 V Spannungsabfall am W23.= 28 mA Strom
Eine testweise Vergrößerung des Ladeelkos um weitere 100µF brachte ein noch lauteres Brummen bei nicht messbarer Welligkeit!
Ein parallel angeschlossener Lautsprecher war deutlich leiser im Brumm,
 
Eine denkbare außergewöhnliche magnetische Kopplung über den Trafo schied durch empirischen Test ebenfalls aus.
 
UL41: Vg1: -8,35 Soll –9.9
Va 188 soll 183
Vg2: 171 soll 161
 
Eine originalverpackte Telefunken UL41 anstelle der originalen Philips Miniwatt brachte auch keine Besserung.
 
BAUSTELLE...................
 
Sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen.
 
 
 

Wolfgang Scheida, 01.May.09

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