Model: Revox A76 (A 76)






Antique radios, Old Time Radios

Revox A76 (A 76)
Country:
Switzerland
Manufacturer/Brand:
Studer-Revox; Schweiz
Year: 1969 – 1978
Type:
Radio or TunerBroadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.
Mod.-ID = 27749
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Schematics etc.: 3 (for
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Principle
Super-Heterodyne (Super in general); IF-Freq. 10700 kHzSuperhet - normally without a preamplification stage (as far as known). Please use «To add informations to model» if you know more! Thanks.
Récepteur TSF superhétérodyne. Normalement sans préamplification de HF.
Superhet ohne Vorstufe.
Nicht immer war bei der Erfassung klar, ob der Empfänger eine Vorstufe aufweist oder nicht. Im Zweifelsfall kam das Gerät in diese Kategorie.
Tuned circuits
12 FM-circuit(s)
Wave bands
VHF only (not necessary in FM)UKW-Gerät ohne weitere Wellenbereiche - muss nicht FM sein!.
Power type and voltage
Alternating Current supply (AC) / 110; 130; 150; 220; 240 VoltAC set plus voltage range.
/ = 2 different voltages
- = voltage from-to
* = «Special»
Apparareil à courant alternatif. Tensions mentionnées.
/ = 2 Spannungswahlen
- = von-bis
* = Fabrikwahl/«Spezial»
Normalerweise sind diese Geräte mit einem Trafo mit Primär- und Sekundärwicklungen versehen. Dadurch führt das Chassis kein gefährliches Potential.
Loudspeaker/pwr.out
- This set has no built-in loudspeaker (separate or not necessary).This set has no built-in loudspeaker. It requires a separate loudspeaker or headset - or the set has no speaker output (not a radio).
Cet appareil n`a pas d`haut-parleur.
Das Gerät verfügt nicht über einen eingebauten Lautsprecher - entweder weil er nicht nötig ist (Gerät hat keine Tonwiedergabe) oder weil er separat zu stellen ist - bzw. das Gerät ist für Kopfhörerbetrieb.
www.radiomuseum.org
Model: Revox A76 (A 76)
Material
Wooden caseWooden case. Most radios have a wooden cabinet until the WW2. Caisse en bois.
Die meisten Heim-Rundfunkempfänger führen von Beginn an bis etwa Ende 60er Jahre Holz als Gehäuse. Auch frühe Reiseempfänger zeigen Holz (speziell in den 20er Jahren) oder Holz mit Stoffüberzug etc.
Shape
Book-shelf unit
Dimensions (WHD)
415 x 160 x 245 mm / 16.3 x 6.3 x 9.6 inch
Transistors
43:
Notes
27 Dioden; ab 1970 = 29 Dioden.
Net weight
7.8 kg / 275.1 oz
Price in first year of sale
1340
DM
External source of data
erb
Source of data
Handbuch VDRG 1969Das Gerät ist zu finden im Handbuch des Rundfunk- und Fernsehgrosshandels VDRG von 1969.
/ Radiokatalog Band 2, Ernst Erb
By courtesy of Lauritz.com
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Further information on
Revox A76 (A 76) (Studer-Revox; Schweiz)
In gebirgiger Landschaft leidet der UKW Empfang unter Störungen durch Mehrwege-Empfang . Insbesondere Stereo-Sendungen sind davon stark betroffen, während der Empfang bei Monosendungen noch erträglich sein kann. Hier wird insbesondere eine Richtantenne empfohlen, weil sich damit Störungen teilweise ausblenden lassen. Bleibt die Frage, wie man erkennt, ob die Richtung der Antenne günstig ist.
Beim Revox A76 gibt es dafür 2 Indikatoren. Da ist zunächst eine (näherungsweise logarithmische) Feldstärkeanzeige und zum zweiten ein "Multipath-Indikator" in Form einer (kleinen) roten Lampe. Die blitzt oder flackert immer dann, wenn das Empfangssignal über mehrere ungefähr gleich starke Wege empfangen wird, also, wenn starke Echos vorhanden sind.
In einem solchen Fall ergeben sich im demodulierten Signal starke nadelförmige Störimpulse, die sich wegen ihrer Form stärker auf das "höherfrequente" Differenz-Signal auswirken als auf das Summen-Signal, welches letztere das Mono-Signal darstellt.
Ein (vereinfachtes) Beispiel für die Sörung einer mit einer Cosinus-Schwingung modulierter FM durch einen unmodulierten ähnlich starken Träger ist in der Anlage zu sehen. Dies ist ein Fall von Co-Channel-Interferenz.
Der "Multipath-Indikator" empfängt diese Nadelstörungen über einen Hochpaß und steuert damit ein Monoflop an, welches die Lampe treibt.
Mir ist kein Empfänger von einer anderen Firma bekannt, der ebenfalls einen Multipath-Indikator hätte.
MfG DR
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Im Jahre 1969 erschien im Heft 16 der Funkschau (S. 533 - S. 536) eine Beschreibung des ReVox Tuners A76 unter dem Titel "FM-Stereo-Tuner mit ungewöhnlicher Schaltung", s. Anlagen. Autoren waren Marcel Siegenthaler und Ernst Mathys, beide Mitarbeiter der Firma Willi Studer in Regensdorf/Schweiz.
Bei diesem Tuner wurden alle physikalischen Kenntnisse zur FM-Empfangstechnik kompromißlos umgesetzt. Was es zur Frequenzmodulation alles zu beachten galt, konnte man z.B. dem 1965 erschienenen Buch "P.F. Panter: Modulation, Noise, and Spectral Analysis" (McGraw Hill 1965) entnehmen. Im ReVox A76 fand sich dann die Realisierung z.B. eines ZF-Filters mit Gauß-förmiger Durchlaßkurve und ebener Laufzeit (Bilder 2, 3 und 4) , eines mehrstufugen Begrenzerverstärkers (Bild 2), eines extrem breitbandigen (und damit verzerrungsfreien) Diskriminators mit Leitungen (DL 301, DL 302 in der Schaltung Bild 6), eines Phasen-Regelkreises (PLL) zur Hilfsträgerregeneration.
Kein anderes UKW Radio hatte zur damaligen Zeit ähnliche Features aufzuweisen, wie ein Rundgang auf der IFA '69 bestätigte. Der ReVox A76 mußte her, auch wenn dies damals mehr als ein Monatsgehalt eines Dipl.-Ing. kostete. Die Anschaffung habe ich nie bereut. Der A76 dient noch heute brav dem UKW Empfang, auch dem UKW Fernempfang: NDR vom Harz, was von Berlin aus jenseits des Radio-Horizontes liegt.