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History of the manufacturer  

Gerufon-Radio Walter Velten KG, Radiogerätefabrik Quedlinburg; Quedlinburg/Harz (Ostd.)

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Name: Gerufon-Radio Walter Velten KG, Radiogerätefabrik Quedlinburg; Quedlinburg/Harz (Ostd.)    (D)  
Abbreviation: gerufon
Products: Model types
Summary:

Gerufon-Radio Walter Velten KG Quedlinburg/Harz [639389-81] wurde 1932 von Walter Velten in der Ballstraße 51 als Akkumulatorenstation gegründet. Erweiterung zum Radioverkauf und Werkstatt, Umzug und Vergrößerung zum Ladengeschäft Radio-Velten mit Werkstatt und Außendienst in der Pölkenstraße 38.

Nach 1945 Neuanfang und Profilierung zur Eigenentwicklung und Herstellung von Empfängern, Spulen und Spulensätzen nach Eintritt von Kurt Geneis in das Geschäft. GERUFON als Firmenname (Geneis-Rundfunk-Fon). 1958 Schließung des Ladengeschäftes.

Entwicklung und Bau leistungsfähiger Empfänger mit UKW (Zusatz Ultra-...); ab 1955 typisch die Duo-Super mit getrennten AM- und FM-Teilen.

1958 mit staatlicher Beteiligung, 1961 Walter Velten verlässt die DDR, 1963 VEB Elektroakustik Quedlinburg, nur noch Zulieferer. Ab 1969 nicht mehr juristisch selbstständig, als VEB Stern-Radio Berlin, Betriebsteil IV Quedlinburg Hersteller von Radiomodellen des Berliner Betriebes.

1990 Abwicklung und Gründung der Sensotron GmbH, 1992 liquidiert.

Founded: 1932
Closed: 1968
History:

Walter Velten eröffnete bereits als junger Mann im Jahr 1932 in der Ballstraße 51 in Quedlinburg/Harz eine Akkumulatorladestation und erweiterte diese zu einer Verkaufsfirma für Rundfunkgeräte mit Ladengeschäft und Werkstatt sowie Ausleihstation für Akkus. 1933 vergrößerte er seine Firma durch Umzug in die Ballstraße 10. 1935 nannte sich die Firma Radio-Velten, zog mit seinen inzwischen 5 Mitarbeitern in die Pölkenstraße 38 und wurde so Ende der dreißiger Jahre "Erstes Haus am Platze". Velten war in erster Linie Händler und führte nur kleinere Reparaturen durch.

Nach dem Krieg gab es jedoch nicht viel zu verkaufen, und die Reparaturen rückten in den Vordergrund. Mit Trafobau versuchte Velten 1945 einen Neubeginn, aber auch die Werkstatt für Radios und Plattenspieler sowie der Antennenbau waren gefragt.

Mit dem Eintritt des Schwagers von Velten, Kurt Geneis, in das Unternehmen, wurde 1946 die Firma Gerufon Radio Quedlinburg gegründet (Geneis-Rundfunk-Fon). Geneis war als Entwickler und Techniker und Walter Velten als Kaufmann und Chef tätig. Immer mehr verlagerte sich die Geschäftstätigkeit auf Eigenentwicklung und Herstellung von Empfängern, Spulen, Filtern und kompletten Spulensätzen, sodass am 1. Febr. 1958 das Ladengeschäft geschlossen wurde.

Bereits 1946 entstand der erste Rundfunkempfänger, ein Einkreis-Geradeaus-Empfänger und 1948 der erste Superhetempfänger mit 4 Kreisen.

In der Folgezeit konzentrierte man sich bei GERUFON auf die Entwicklung höherwertiger Empfänger, z. B. 8-Kreis-Super, verwendete das typische Firmenlogo auf der Rückwand und ab 1951 waren das Typenschild mit Seriennummer am Chassis sowie ein Firmenlogo auf der Front typisch, ab 1954 auf der Skala. Nach Kundenwunsch wurden auch Musikschränke gebaut.

Ab 1954 entstanden dann auch Empfänger mit UKW, die den Namenzusatz „Ultra-„ bekamen. Ab 1955 waren dann die sogenannten Duo-Super ein typisches Konstruktionsmerkmal: AM- und FM- Empfänger waren elektrisch völlig getrennt voneinander, nur NF- und Netzteil wurden gemeinsam genutzt.

1956 erfolgte die Umbenennung im Handelsregister in Gerufon-Radio, Radiogerätefabrik Quedlinburg, Inh. Walter Velten und 1958 kam es zu Firmierung mit staatlicher Beteiligung: Gerufon-Radio Walter Velten KG, Radiogerätefabrik Quedlinburg.

Im Sommer 1961 verließ Walter Velten die DDR in die BRD. Der bisherige technische Leiter Kurt Geneis wurde kommissarischer Geschäftsführer der Gerufon KG, bis 1962 ein neuer Betriebsleiter eingesetzt wurde, Helmut Zehnfund, der den Betrieb bis 1981 leitete. 1963 erfolgte die vollständige Verstaatlichung mit über 100 Beschäftigten und der Betrieb nannte sich VEB Elektroakustik Quedlinburg. Damit kam auch das Ende als eigenständiger Radio-Hersteller. Baugruppen für Fernmeldeanlagen der Deutschen Post entstanden sowie Teile für das Fernsehgerätewerk Staßfurt. Aber auch Kofferempfänger des VEB Stern-Radio Berlin – zuerst nur einzelne Baugruppen – bestimmten das Produktionsprofil. Ab 1. Jan. 1969 verlor der Betrieb seine juristische Selbständigkeit und wurde dem VEB Stern-Radio Berlin angegliedert. VEB Stern-Radio Berlin, Betriebsteil IV Quedlinburg, war nicht mehr offizieller Hersteller sondern nur Zulieferer, bis 1990 auch dieser Betriebsteil mit 250 Beschäftigten nicht mehr existent war und eine Sensotron GmbH eine Fertigung aufbaute. Juni 1992 wurde auch diese liquidiert.

Quelle: Beitter „Gerufon-Radio Quedlinburg“, Funkverlag Hein e.K, Dessau, 2015.

 


Some models:
Country Year Name 1st Tube Notes
54/55 Ultraklang 55W EF80  Gerufon Ultraklang 55W ist ein 8-Röhren 8/9-Kreis Wechselstromsuper. Der Herst... 
51 48GW UCH11   
47/48 12GW EF12   
52 48 IIW (48 W II) ECH11   
52/53 Phonola 53GW UCH11  variable Bandbreite. 
52/53 Plastik 53GW ECH11  variable Bandbreite. 
52/53 Plastik 53W ECH11  variable Bandbreite. 
50 63GW UCH11  LS sep.?? 
53/54 Harzland 54GW UCH11  variable Bandbreite. 
53/54 Musikus 54GW UCH11  Wandempfänger (für Gaststätten etc.). 
53/54 Plastik 54W ECH11  Ch=53W; variable Bandbreite. 
53/54 Ultraklang 54W EF85  Grosse Empfindlichkeit wegen UKW-Vorröhre. 

[rmxhdet-en]

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Forum contributions about this manufacturer/brand
Gerufon-Radio Walter Velten KG, Radiogerätefabrik Quedlinburg; Quedlinburg/Harz (Ostd.)
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Ein interessantes Buch zur Firma GERUFON
Wolfgang Eckardt
15.Jun.15
  1

Ganz neu ist ein Buch beim Funk Verlag Bernhard Hein e.K., Dessau, erschienen, das sich ausführlich mit der Betriebsgeschichte der Firma GERUFON befasst:

Gerufon-Radio Quedlinburg
von Klaus Beitter,
Band 22 der Schriftenreihe zur Funkgeschichte (GFGF).

Akribisch hat GFGF-Mitglied Klaus Beitter die Geschichte der Firma von der Gründung 1932 durch Walter Velten bis zu ihrer Abwicklung 1990 beschrieben, mit Fakten und Bildern belegt und auch die gebauten Modelle mit Bildern und wichtigsten Daten chronologisch zusammengestellt und so manch "weißen Fleck" in der Betriebschronik beseitigt.

ISBN 978-3-939197-91-1; 188 Seiten; 28,- €, direkt beim Funkverlag zu bestellen.

Im Literaturfinder des RM.org ist das Buch zur GERUFON-Geschichte auch zu finden.

W.E.

 

 

 

 
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