19 kHz Quarz von Telefunken

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19 kHz Quarz von Telefunken 
01.Jun.17 15:08
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Dietmar Rudolph † 6.1.22 (D)
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Dietmar Rudolph † 6.1.22

Der Quarz vom Typ QM7-B wird in einer Telefunken Informationschrift von 1960 vorgestellt.

1960 gab es allerding noch kein UKW Stereo. Auch war noch nicht entschieden, welches der zahlreichen Stereo-Systeme sich schließlich durchsetzen würde. Wozu wurde damals ein 19 kHz Quarz benötigt?

Die UKW Sendungen waren alle in Mono. Das auf den Sender modulierte Spektrum reichte von 30 Hz bis 15 kHz. Es gab folglich noch kein "Multiplex-Signal" wie später dann für Stereo.

Oberhalb von 15 kHz gab es somit nichts, was in einem damaligen UKW Empfänger hätte ausgewertet werden müssen.

Aber es gab einige Rundfunk-Anstalten, die auf MW ein Gleichwellen-Netz betrieben. Gleichwellen-Netze müssen aber synchronisiert werden, wenn sie funktionieren sollen und es nicht zu Störungen kommen soll. Zur Zuführung der Synchronisations-Frequenz konnte man spezielle Leitungen der Post mieten. Aber das waren ja dann extra Kosten. Und die haben diese Rundfunk-Anstalten dadurch gespart, daß sie in UKW Sendern, die am Ort der MW Gleichwellen-Sender empfangbar waren, einen 19 kHz Piloten übertrugen. Mit Hilfe des Piloten konnten dann die Gleichwellen-Sender synchroisiert werden. 

An diese Anwendung hat mich Hans Knoll erinnert - vielen Dank! Ebenfalls gilt mein Dank meinem Freund Jürgen Zeis, der Messungen und eine Beschreibung angefertigt hat.

Offiziell wurden die QM7-B Quarze als 2 polig oder als 3 polig angeboten. Bei dem hier vorgestellten Exemplar wurden aber die entsprechenden inneren Verbindungen nicht realisiert, sondern alle Elektroden an Pins geführt, so daß die freie Wahl besteht zwischen 2 poligem und 3 poligem Betrieb.

Die im Bericht angesprochene "starke Abhängigkeit" der Quarzfrequenz von der Betriebsspannung bezieht sich allerdings erst auf die 5. Stelle hinter dem Komma. Bei einem Frequenzzähler von HP fällt das dann auf.

MfG DR

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