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grundig: 2.ZF Oszillator schwingt nicht

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Klaus Menningen
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30.Mar.20 15:33
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Hallo, Ich habe ein Problem mit der 2.ZF Mischstufe. Der Oszillator mit T6 der mit einer Festfrequenz von 2,31MHz bei KW2-9 schwingen soll will nicht.

Alle Bauteile auf der kleinen Platine der ZF-Zwischenbox sind geprüft, ich habe keine Fehler feststellen können. Die Spannung an der Diode (2322 574 90002) für die Basisspannungen beträgt 1,2V. T5 habe ich mit einer hfe von 115 und T6 mit einer hfe von 85 gemessen.

Laut Schaltplan sollen T5 und T6 Transistoren BF184 grün sein. Was bedeutet das „grün“. Ist damit evt. das Beta hfe gemeint ? Welche Transistoren (Ersatz) mit welchem min. hfe wird hier benötigt ?

Ich speise zum Test mit einem Grundig AS5 am Eingang der Zwischenbox mit 1,85 MHz ein, an der Basis von T5 liegt das Signal mit ca.30mV an. Strom durch T5 und T6 ist keiner vorhanden, da die Spannung über R252 bzw.R254 null Volt betragen.

Ich bin in der Sache momentan ratlos und für jeden Hinweis dankbar.

Grüße vom Westerwald, Klaus Menningen

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Klaus Menningen
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05.Apr.20 08:48
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Die gute Nachricht, der Satellit spielt wieder auf allen Baendern.

Nachdem ich kein defektes Bauteil in der ZF Box finden konnte habe ich die Versorgungsspannung mal mit dem Oszi angeschaut. Dort waren jede Menge Spikes zu sehen.

Daraufhin habe ich das Netzteil TN12 auseinander gebaut. Als ich die Zenerdiode anfasste fiel die auch schon auseinander.

Da ich keine passende hatte habe ich eine 7,5Volt mit 2x 1N4148 zusammen genommen. Die Ausgangsspannung des TN12 liegt damit bei 9,1Volt ohne Last.

Ausserdem habe ich dann auch noch die beiden Elkos erneuert und die Umschaltkontakte sowie die 3 Sicherungshalter gruendlich gereinigt.

Auf der NF-ZF Platte habe ich dann auch noch die beiden 1000µF Siebelkos getauscht.

Auf der Tuner Kontaktplatte habe ich auch noch die 3 Tantalelkos gewechselt.

Beim erneuten Test funktionierte jetzt der 2,31MHz Oszillator wieder. Die Versorgungsspannung war jetzt ca.1Volt (8V anstatt 7V) hoeher wie vorher.

                 1,85 MHz                                                           2,31 MHz

In zusammengebauten Zustand kann man beide Frequenzen auch von aussen messen.

Dann habe ich noch die Tastenschieber ausgebaut und gereinigt.

Zunächst sollte man alle Tastenschieber mit einem Stueck Draht sichern, so dass sie nicht beim Entriegeln alle auf einmal herausspringen.

Dazu muss man die Tasten etwas eindruecken bis hinten ein Sackloch sichtbar wird. Dort hinein steckt man ein Drahtstueck und laesst die entsprechende Taste wieder los.

Nun biegt man die Lasche zwischen den Tasten soweit zurueck, dass man die daneben liegende Sperrschiene nach links druecken kann.

Nun kann man ein Stueck Draht in das Loch zwischen den Tasten stecken und somit sind die Tastenschieber entriegelt und koennen nach Entfernen des hinteren Sicherungsdrahtes einzeln herausgezogen werden.

Die Kontaktflaechen im inneren reinige ich mit einer Rundbuerste die ich vorher mit Teslanol benetzt habe.

Danach funktionieren alle Wellenbereiche wieder zufriedenstellend.

Zum Schluss wechselte ich noch die verbeulte Chromleiste aus. Das Spendergehaeuse hatte ich schon seit laengerem mal besorgt.

Hierzu muss man von innen die 6 verschweissten Kunststoffkappen mit einem alten Schraubendreher und einen kleinen Hammer abschlagen.

Dann lassen sich die Seitenblenden und der Chromrahmen entfernen.

Beim Zusammenbau habe ich in die Loecher für die 6 Plastikstifte Silikon eingegeben und von innen verteilt. Das haelt die Seitenplatte fest genug.

Bedanken moechte ich mich noch bei Herrn Boris Witke der mir den Hinweis gab das er beim Satellit 1000 ebenfalls einen Ausfall des 2,31MHz Oszillator hatte. Allerdings war bei mir ja kein Transistor defekt, aber ich habe beim Zusammenbau explizit darauf geachtet, dass kein Transistorgehaeuse mit der Alu-Abdeckhaube Verbinddung hat.

Gruesse vom Westerwald,

Klaus Menningen

  
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