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Äußere Beschichtung von Röhren / Fernsehröhren

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Dietmar Rudolph
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12.Jan.11 11:47

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Zu diesem Themengebiet erreichte mich eine Anfrage einer Studentin, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum in München einen Fernsehempfänger der Lorenz A.G. vom Typ "Modell 36" restaurieren soll.

Ich gebe die Anfrage hier in der Hoffnung weiter, daß jemand von den Röhren-Spezialisten hierzu Genauers weiß, speziell die Fernsehröhre betreffend.

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rudolph,

mein Name ist Rebekka Schwarz, ich studiere Restaurierung an der TU München und schreibe momentan in Kooperation mit dem Deutschen Museum meine Diplomarbeit über die Beschichtungen der Röhren eines Fernsehempfängers Modell 36 der Lorenz A.G.
Ihre email Adresse habe ich von einem Nutzer des wumpus-gollum-forum, wo ich meine Frage/Problemstellung zu diesem Thema online gestellt hatte.

Die genauere Aufgabenstellung meiner Arbeit sind die sich ablösenden bzw. bereits zu großen Teilen verlorernen Beschichtungen der Elektronenröhren und der Bildröhre.

Die Bildröhre von Ardenne ist nämlich, ganz untypisch für dieses Modell, bzw. generell untypisch, außen schwarz beschichtet und nicht, wie meist, innen. Es handelt sich um ein Gerät, das nie in Betrieb war, sondern als Anschauungsobjekt ohne Gehäuse 1937 direkt ab Werk ins Deutsche Museum München kam und so wohl eine Sonderstellung hat, da bei anderen Geräten dieser Reihe die Röhren nämlich innen beschichtet sind.

Nun meine Fragen: Kenne Sie außen beschichtete Röhren aus ungefähr dieser Zeit?
Außerdem: Haben Sie eine Erklärung warum gerade bei dieser Röhre die Beschichtung außen ist, wenn sie sonst innen ist? Was könnte der Grund/Zweck sein?

Es handelt sich übrigens um eine Zinkbeschichtung (wurde analysiert), Bindemittel dieser Beschichtung ist noch unklar. Auch da tappe ich relativ im Dunkeln, da es zum Thema Beschichtungen (also zu den Materialien die verwendet wurden, oder zur Aufbringung) kaum Literatur gibt (meines Wissens) und ich gerne erfahren würde was es für Möglichkeiten gab diese Beschichtungen aufzutragen. Und warum wurde zur Metallisierung Zink verwendet?
Vielleicht haben Sie Antworten auf eine oder sogar mehrer meiner Fragen. Ich würde mich über eine Antwort auf jeden Fall sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Rebekka Schwarz

MfG DR

Cet article a été édité 12.Jan.11 16:58 par Dietmar Rudolph .

Dietmar Rudolph
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12.Jan.11 17:48

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Da im Deutschen Museum München nur das Chassis eines Modells 36 vorhanden ist, bleibt noch zu klären, wie die außen schwarze Bildröhre dazu passt. Gemäß dem "Handbuch der Funktechnik - Fortschritte der Funktechnik" gibt es sowohl außen weiße (1936) als auch schwarze (1938) Bildröhren bei diesen Geräten.

 
Günther,H. et. al.: Fortschritte der Funktechnik Bd. 2, Frankh, 1937

Sehr viel Mühe hat die C. Lorenz AG. auf die elektrische und konstruktive Ausgestaltung des Heimempfängers verwendet. Elektrisch ist bemerkenswert, daß Ton und Bild mit einem einzigen Knopf abgestimmt werden können. Die Firma benützt einen Superhet mit gemeinsamem Oszillator und gemeinsamer Mischröhre. Da der Unterschied zwischen Ton- und Bildwelle stets gleich bleibt, läßt sich das Verfahren der gemeinsamen Abstimmung ohne Schwierigkeit durchführen. Die Fernsehröhre wurde von M. v. Ardenne entwickelt; wahrscheinlich gilt das auch für gewisse Einzelheiten des Kippgeräts. Bedeutsam ist, daß Lorenz im Kippteil keine Thyratrons verwendet,sondern mit unselbständigen Kippschaltungen arbeitet, und daher mit normalen Hochvakuumröhren auskommt - bedeutsam deswegen, weil das Auswechseln einer alten Röhre gegen eine neue bei Hochvakuumröhren entschieden weniger Schwierigkeiten bereitet als bei Spezial-Gasröhren. Außerdem kommen die Synchronisierschwierigkeiten in Fortfall, da der Kippteil erst durch die Synchronisierimpulse zum Arbeiten angeregt wird.
Für die früher oder später zu erwartende Umstellung des Fernsehbetriebs auf höhere Zeilenzahlen ist bereits Vorsorge getroffen; das ist bei der erwähnten Kippschaltung ziemlich einfach. Ebenso kann das Gerät bei senderseitiger Umstellung auf das Zeilensprungverfahren nach einigen unwesentlichen Änderungen weiterbenutzt werden.
Konstruktiv sind die Lorenz-Geräte gleichfalls in vieler Hinsicht bemerkenswert. Zunächst fallen die kleinen Abmessungen auf.


Abb. 150 gestattet einen Größenvergleich zwischen den Modellen 35 und 36. Das Gehäuse des Modells 36 ist nur 56 cm hoch, während die Grundfläche 38*65 cm mißt. Das Bildfenster ist im Vergleich dazu recht groß, denn die Seitenlänge beträgt 18,5*22 cm. Abb. 150 zeigt weiterhin, daß das neue Gerät nur noch zwei Bedienungsknöpfe aufweist. Der linke Knopf dient zur Abstimmung der Fernschwelle, der rechte regelt die Grundhelligkeit. Bei der verwendeten Kippanordnung erscheint es eher möglich, mit diesen beiden Bedienungsgriffen auszukommen. Allerdings haben die beiden Knöpfe auch noch andere Aufgaben, da sie als Doppelgriffe ausgebildet sind. Man kann damit zugleich den Ton und die Gesamtverstärkung regeln, sowie das Gerät ein- und ausschalten. Der Lautsprecher ist mit eingebaut; das Einstellen der Fernsehsender wird durch eine Skala erleichtert, die zwar vorderhand hauptsächlich leere Flächen aufweist, trotzdem aber für den hohen konstruktiven Entwicklungsstand der Geräte bezeichnend ist. Den gleichen Eindruck gewinnt man durch einen Blick in das Innere des Empfängers; die Abb. 151 und 152 geben entsprechende Aufnahmen wieder.


Sämtliche Teile, also der eigentliche Empfänger, das Ablenkgerät, der Tonempfänger und der Netzteil, ja sogar der Lautsprecher, sind in einem gemeinsamen Metallchassis untergebracht. Trotz des sehr gedrängten Zusammenbaus stören die einzelnen Teile einander nicht. Das Gerät besitzt insgesamt 15 Röhren für den Empfang und den Ablenkteil, sowie 4 Gleichrichterröhren. Auch hierin liegt ein wesentlicher Fortschritt gegenüber früher.

 
Günther,H. et. al.: Fortschritte der Funktechnik Bd. 3, Frankh, 1938

Die C. Lorenz AG. hat ihren Vorjahrsempfänger auf die neue Zeilenzahl und das Zeilensprungverfahren umgestellt. Die Bilder sind außerordentlich scharf, was wohl zur Hauptsache auf die Verwendung einer neuen Kathodenstrahlröhre zurückzuführen ist, die die Güte des feinen Rasters ganz besonders zur Geltung bringt. Auch die Bildhelligkeit befriedigt sehr! Abb. 157 zeigt die Innenansicht des Geräts.


 
Günther,H. et. al.: Fortschritte der Funktechnik Bd. 4, Frankh, 1939

Die C. Lorenz A. G. hat 1938 u. a. den in Abb. 173 geöffnet gezeigten Klein-Empfänger herausgebracht, dessen Gehäuse 35*54*49cm mißt, während das Bild 23*20 cm groß ist.


Die Bedienung erfolgt durch zwei Doppelknöpfe. Außerdem ist ein Schalter vorgesehen, der den ganzen Bildteil auszuschalten gestattet, worauf man nur UKW-Tonempfang hat. Eine sehr nette Einrichtung ist eine Lampe, die von selbst hell aufleuchtet, wenn der Bildsender aufhört zu arbeiten, um dadurch daran zu erinnern, daß man den Fernsehteil jetzt abschalten kann. Die einmaligen Einstellungen befinden sich unter einer Zierleiste an der Vorderseite des Empfängers, wo sie unsichtbar und trotzdem im Bedarfsfall für ein Nachstellen leicht zugänglich sind. Im Kippteil arbeitet Lorenz mit Thyratrons, im Gegensatz zu den anderen Firmen, die jetzt fast ausschließlich Röhrenkippschaltungen benützen. Die Bildgüte der Lorenz-Empfänger ist aber trotzdem sehr zufriedenstellend.

Eine vollkommene Neuentwicklung ist der Lorenz-Fernseh-Rundfunkempfänger in Truhenform mit einer Röhre von 50 cm Durchmesser, den wir in Abb. 174 sehen.


Das Gerät liefert ein 37,5*32 cm großes Bild. Die Truhe enthält neben dem Bildempfänger einen Lorenz-Super 200, der normalen Rundfunkempfang liefert und außerdem den Begleitton der UKW-Bildsendung wiedergibt.
 
Aus den Bildern ist zu erkennen, daß eine außen schwarz beschichtete Bildröhre erst bei den 1938ern Modellen von Lorenz vorkommt, während 1936 (37 ?) die Bildröhre außen hell beschichtet ist.
 
MfG DR

Dietmar Rudolph
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13.Jan.11 11:40

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Im Reprint "Ardenne, M.v.: Fernsehempfang, Bau und Betrieb einer Anlage zur Aufnahme des Ultrakurzwellen-Fernsehrundfunks mit Braunscher Röhre, 2.A (Reprint), Weidmann, 1992" gibt es im Zusammenhang mit der Diskussion über die Ablenkspulen ein Bild von der Ardenne'schen Fernsehbildröhre.

Hier ist deutlich die helle Beschichtung der Röhre erkennbar. Aufgrund der im streifenden Licht zu sehenden Unebenheiten liegt die Vermutung nahe, daß die Beschichtung von Hand aufgebracht wurde.

Das ist hier deutlicher zu sehen als im Bild 152 des vorigen Posts.

Im Bild 157 des vorigen Posts, das ohne die Bildröhre gezeigt ist, sieht man dafür sehr gut die verwendeten Ablenkspulen, die von ähnlicher Art sind wie die hier in Figur 16.


Frau Schwarz hat bestätigt, daß das Chassis im DTMM dem Bild 152 des vorigen Posts entspricht:

Der Apparat den ich bearbeite entspricht der Abbildung 152 ihres Beitrags, nur eben schwarz beschichtet.

MfG DR

 

Cet article a été édité 13.Jan.11 11:46 par Dietmar Rudolph .

Rüdiger Walz
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15.Jan.11 16:22

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Sie haben leider keine Kontaktadresse von Frau Schwarz angegeben, daher antworte ich hier.

Ich habe einige Literatiurstellen herausgesucht, die ich am Ènde angehängt habe.

Verstärkerröhren wurden mit Zaponlack oder Schellack lackiert und anschließend mit flüssigem Zink bespritzt. Anschließend kam später noch eine Schicht Aluminiumfarbe als Korrosionsschicht darüber. Diese letzte Schicht war je nach Hersteller und Produktionsjahr Kupferfarben, Rot (Philips), Gold (Valvo, Philips), Schwarz (Loewe) oder Silber, Gold (Telefunken). Diese Farben/Herstellerkombinationen waren die bevorzugten Kombinationen, es gibt aber auch andere Beispiele.

Bildröhren wurden Innen zum Schutz gegen Störungen und Sekundärelektronen mit einer Graphitschicht überzogen.Zur Abschirmung und Lichtschutz können sie aber auch außen mit einem leitfähigen Lack überzogen sein. Frau Schwarz erwähnt Ardenne als Hersteller der Bildröhre, also ist der typische schwarze Lack, den auch Loewe benutzte denkbar, auch wenn Ardenne zu dieser Zeit nicht mehr eng mit Loewe zusammenarbeitete.

Die weiße Beschichtung auf den Abbildungen kann einfach eine frische Zinkbeschichtung sein, die auf dem Schwarz/Weiß Foto weis aussieht.

Eine Restaurationsmethode wird hier angegeben.

Literatur:
Fritz Schröter (Hrsg.), Fernsehen, Julius Springer, Berlin 1937
W. Espe, M. Knoll, Werkstoffkunde der Hochvakuumtechnik, Julius Springer, Berlin 1936
W. Espe, Werkstoffkunde der Hochvakuumtechnik, Band II, VEB Verlag der Wissenschaften, Berlin 1960

 

 

Pièces jointes:

Cet article a été édité 15.Jan.11 16:28 par Rüdiger Walz .

Dietmar Rudolph
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16.Jan.11 20:19

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In dem populärwissenschaftlichen Buch "Büscher G.; Möller, W.; Richter, H.: Das große Fernsehbuch, Hrsg. Hanns Günther (W. De Haas), Frankh, 1938" gibt es ein weiteres Bild der Ardenne'schen Fernsehröhre, die derjenigen in der Figur 16 des Posts #3 sehr ähnlich ist. Auch hierbei sieht die äußere Beschichtung hell aus und könnte gemäß Post #4 daher eine Zinkbeschichtung sein.

Links (sitzend) ist Manfred von Ardenne.

Auffällig ist auch hier an dieser Bildröhre

  1. der am Hals zu sehende Pumpstutzen
  2. daß alle Spannungen der Röhre über den Sockel zugeführt werden.

In der Abb. 152 von Post #2 ist zwar kein Pumpstutzen erkennbar, aber aus Abb. 157 kann gefolgert werden, daß auch bei dem Modell 36 alle Spannungen der Bildröhre über deren Sockel zugeführt werden.

Wenn sich das bestätigen läßt, kann daraus geschlossen werden, daß die maximale Spannung dieser Röhre nicht über 3kV liegen dürfte.

MfG DR

17.01.2011 - Frau Schwarz bestätigt:

Ich kann bestätigen, dass auch die Röhre mit der ich mich beschäftige die Spannung nur über den Sockel zugeführt wird. Auch der nach oben stehende Pumpstutzen ist vorhanden (wenn auch nicht mehr intakt. Ich denke das DM hat das vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen gemacht um eine Implosion zu verhindern).

Cet article a été édité 17.Jan.11 12:03 par Dietmar Rudolph .

Dietmar Rudolph
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18.Jan.11 13:23

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Nach Auskunft von Frau Schwarz hat das DM keine technischen Unterlagen oder Fotos aus früherer Zeit von besagtem Gerät.

Da es sich bei der Röhre aber ganz offensichtlich um die von Ardenne entwickelte handelt, soll hier eine für damalge Geräte typische Schaltung des Hochspannungs-Netzteils wiedergegeben werden, wie sie im Buch „Ardenne, M.v.: Fernsehempfang - Bau und Betrieb einer Anlage zur Aufnahme des Ultrakurzwellen-Fernsehrundfunks mit Braunscher Röhre, 2.A. Weidemann, 1992, S. 53 - 55“ enthalten ist.

 
 
III. Der Netzanschluß

Das Fernsehrohr erfordert zu seinem Betriebe eine Anodenspannung von etwa 3000 bis 4000 Volt. Für ganz besonders helle Bilder kommen gelegentlich auch Anodenspannungen von 5000 bis 6000 Volt zur Anwendung. Weiterhin ist, wie schon im vorhergehenden Kapitel ausgeführt, eine positive Teilspannung für die Linsenelektrode der Röhre erforderlich, die einen bestimmten, genau einregelbaren Betrag aufweisen muß, damit beste Fleckschärfe gegeben ist. Der Regelbereich für diese Spannung soll so dimensioniert sein, daß die Werte zwischen etwa 1/5 und 1/3 der Anodenspannung mit Sicherheit einstellbar sind. Ebenfalls eine stetige Spannungsregulierung ist bei der negativen Vorspannung für die Lichtsteuerelektrode erforderlich. Dieser Teil der Spannungsquelle ist so zu dimensionieren, daß negative Spannungen von maximal 100 bis 150 Volt noch erreicht werden können. Außerdem ist für die Heizung eine Stromquelle notwendig, die Ströme von 0,5 bis 0,6 Ampere bei einer Spannung am Heizfaden von maximal 4 Volt zu liefern in der Lage ist. Falls nicht von vornherein eine genaue Anpassung der Stromquellenspannung an der Heizspannung des Braunschen Rohres vorgenommen wird, ist es zweckmäßig, die Stromquellenspannung auf etwa 4,8 Volt zu bemessen und durch einen Regelwiderstand den vorgeschriebenen und mit einem einfachen Amperemeter kontrollierten Heizstrom einzustellen.

 
A. Die Schaltung

Für den Fernsehempfang kommt praktisch nur die Entnahme der verschiedenen erwähnten Spannungen und Ströme aus einem Wechselstrom-Netzanschlußgerät in Frage. Die Frage des Gleichstromanschlusses kann hierbei völlig außer acht gelassen werden, da auch bei den übrigen Geräten der Anlage das Vorhandensein eines Wechselstromlichtnetzes Voraussetzung ist.

Die in Figur 33 abgebildete verhältnismäßig einfache Schaltung liefert alle für den Betrieb des Braunschen Rohres erforderlichen Ströme und Spannungen. Bei der angegebenen Dimensionierung ist eine vorzügliche Beruhigung aller Gleichspannungen gegeben.

 
 


Die Kathode, die in den beschriebenen Röhren zur Anwendung kommt, ist indirekt geheizt und so ausgeführt, daß das Magnetfeld der Heizspirale keinen Einfluß auf die von der Kathode ausgehenden Elektronen haben kann. Das geringe Feld der Zuleitungen zur Kathodewird im Innern des Rohres durch eine besonders geführte Schleife kompensiert. Störungen bei Wechselstromheizung sind daher nicht zu beobachten. Nur ist darauf zu achten, daß die in Figur 33 mit "K" bezeichnete Heizklemme mit dem Steckerstift des Röhrensockels verbunden wird, der unmittelbar zur Äquipotentialfläche führt. Die bei falschem Anschluß der Heizstecker eintretende Störung des Rasters ist in Figur 34 photographiert worden.

Von großem Einfluß auf die Schärfe der erhaltenen Fernsehbilder ist die Einstellung der richtigen Linsenspannung. Die Unschärfe von Bildraster und Bildinhalt bei falsch gewählter Linsenspannung läßt die Photographie Figur 35 erkennen. Die Herbeiführung bester Fleckschärfe erfolgt zweckmäßig nicht während einer Bildwiedergabe, sondern am Raster. Hierbei ist der Ruhewert so einzustellen, daß das Bildraster verhältnismäßig dunkel ist. Sind die Verhältnisse bei der Ablenkung einwandfrei, so läßt sich eine bis zum Rande gleichbleibend gute Schärfe herbeiführen. Ist, wie bei der unten beschriebenen Apparatur, eine Trägerfrequenz gegeben, so kann als gutes Kriterium für gute Schärfe des Rasters gelten, wenn die durch die Zwischenfrequenz gegebenen Rasterpunkte noch voneinander getrennt erscheinen.

Für die Gleichrichtung der hohen Spannungen kommen nur Spezialröhren in Frage, bei denen Kathode und Anode auf getrennten Seiten ausgeführt sind. Außerdem muß das Gleichrichterrohr einen relativ großen Anodenabstand und eine stabile Kathode besitzen, damit keine Zerstörung der Kathode durch die starken elektrostatischen Anziehungskräfte eintritt. Da der Strahlstrom des Braunschen Rohres im Betrieb stets klein bleibt gegenüber dem Querstrom der gezeichneten Spannungsteileranordnung von etwa 1 Milliampere, genügt es, Transformator, Gleichrichterrohr und Beruhigung so zu dimensionieren, daß Ströme von nur wenig mehr als 1 Milliampere zulässig sind. Es empfiehlt sich nicht, die Ergiebigkeit des Gleichrichterteiles sowie die Güte der Beruhigung wesentlich gegenüber dem Gerät Figur 33 zu steigern, da hierdurch die Gefährlichkeit der hohen Spannungen unnötig gesteigert wird. So ist beispielsweise der Widerstand in der Leitung zur Anodenspannungsklemme nur vorgesehen, um den Strom bei unvorsichtigen Berührungen hochspannungführender Teile zu begrenzen.
 
Im Unterschied zu der Hochspannungserzeugung bei späteren (moderneren) Fernsehgeräten wird hier die Hochspannung über eine Netzgleichrichtung gewonnen.
Im Zusammenhang mit der Beschichtung der Bildröhre ist zu beachten, daß die "Anodenspannung" auf Nullpotential liegt. Dafür liegt die Heizung und die Kathode der Bildröhre auf ca. - 3kV!
 
Wenn aber das Anodenpotential auf 0V liegt, liegen demzufolge auch der innere (falls vorhanden) und der äußere Belag der Bildröhre auf Nullpotential. Um die elektrostatischen Störfelder abzuschirmen genügt daher einer dieser Beläge und der zweite ist nicht notwendigerweise erforderlich.
 
Im Unterschied dazu haben moderne Bildröhren einen Innenbelag, der auf ca. 16kV (S/W) bzw. ca. 25kV (Farbe) liegt, während der Außenbelag auf Nullpotential liegt. Die beiden Beschichtungen bilden zusammen mit dem Glas der Röhre einen Kondensator (Größenordnung 100 - 300pF) mit dem die Hochspannung geglättet wird.
 
In der Schaltung des Netzgerätes Figur 33 ist hierfür der Kondensator 1μF/6000V vorgesehen, während die Kapazität zwischen innerem und äußerem Belag der Bildröhre hier keine Rolle spielt, da beide Beläge gleiches Potential haben.

Aus der Beschreibung geht auch sehr deutlich hervor, wie schwierig es zur damaligen Zeit war, das Empfangsgerät so einzustellen, daß ein gutes Fernsehbild entstand. Das Modell36 hatte dafür (verdeckt) 8 Einstellknöpfe, Bilder 152 und 157 im Post #3, die ggf. nachzujustieren waren. Zusätzlich gab es noch die beiden (nicht verdeckten) Einstellmöglichkeiten für die Frequenz und die Grundhelligkeit.

Wie beim Radio-Empfang auch war man noch viel näher an der Physik und Technik "dran" als das heute der Fall ist.

MfG DR

Dietmar Rudolph
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19.Jan.11 12:57

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Nach den bisherigen Aussagen, ist das im Deutschen Museum München (DMM) vorhandene Lorenz Chassis ein Modell 36.

Aufgrund der zwischenzeitlich zusammen getragenen Fakten könnte es sich jedoch auch um ein Modell 37 handeln.

Die ursprüngliche Fragestellung lautet:

Die Bildröhre von Ardenne ist nämlich, ganz untypisch für dieses Modell, bzw. generell untypisch, außen schwarz beschichtet und nicht, wie meist, innen. Es handelt sich um ein Gerät, das nie in Betrieb war, sondern als Anschauungsobjekt ohne Gehäuse 1937 direkt ab Werk ins Deutsche Museum München kam und so wohl eine Sonderstellung hat, da bei anderen Geräten dieser Reihe die Röhren nämlich innen beschichtet sind.

Nun meine Fragen: Kennen sie außen beschichtete Röhren aus ungefähr dieser Zeit?

Nach der Beschreibung des Modells 37 in den "Lorenz-Berichten" unterscheiden sich die Modelle 36 und 37 in der Form des Gehäuses und des Chassis praktisch nicht. Die Unterschiede bestehen in der angewendeten Fernseh-Norm.

  • Modell 36: 180 Zeilen ohne Zeilensprungverfahren
  • Modell 37: 441 Zeilen mit Zeilensprungverfahren

Das Bild vom Chassis des Modells 37 (Abb. 2) erweckt den Eindruck, daß sogar Lorenz dafür das Bild des Modells 36 (Abb 152) verwendet hat. Die Unterschiede zwischen den beiden Chassis-Typen können daher nur mariginal sein und sind vermutlich nur an der Unterseite erkennbar.

Allerdings bedingte eine erhöhte Zeilenzahl eine neu entwickelte Bildröhre, die beim Modell 37 nun auch eine schwarze äußere Beschichtung hat, wie Abb. 13 zeigt.

Der Pumpstutzen ist auf diesem Foto nicht zu sehen. Er liegt vermutlich auf der dem "Lorenz" Emblem gegenüber liegenden Seite. Die 1937er Bildröhre hat offensichtlich die gleichen Maße wie die Vorgänger-Röhre von 1935/36, denn sie paßt in das äußerlich unveränderte Chassis.

Die schwarz beschichtete Bildröhre spricht also für ein Modell 37, ebenso die Tatsache, daß daß das Chassis 1937 ab Werk direkt ins Museum gelangte.

Die Konkurrenz (Telefunken) wendete beim Zeilensprungverfahren zur Erzeugung der Hochspannung das Zeilen-Rücksprung-Verfahren an, was damals neu war und wohl erst anläßlich der Funkausstellung 1937 der Konkurrenz bekannt wurde. Da das Modell 37 auf dem "bewährten" Modell 36 aufbaute und auch nichts über eine neue Art der Hochspannungs-Gewinnung im Lorenz-Bericht steht, kann davon ausgegangen werden, daß auch das Modell 37 die von Ardenne vorgegebene Art der Hochspannungserzeugung anwendete.

Eine weitere Information zur Bildröhre lautete:

Ich kann bestätigen, dass auch die Röhre mit der ich mich beschäftige die Spannung nur über den Sockel zugeführt wird. Auch der nach oben stehende Pumpstutzen ist vorhanden (wenn auch nicht mehr intakt. Ich denke das DM hat das vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen gemacht um eine Implosion zu verhindern).

Die innere Beschichtung von Bildröhren ist i.a. nur unter Vakuum-Bedingungen stabil. Wird die Röhre belüftet, so kann der Innenbelag oxidieren und abblättern. Es wäre daher zu überprüfen, ob sich Reste dieses Belages in der Bildröhre befinden.

Ein leitender Innenbelag ist für die Funktion wesentlich. Andernfalls können sich Ladungen auf der (inneren) Oberfläche des Glaskolbens ansammeln, die die Bahn der Elektronen und damit die Funktionsweise der Röhre erheblich stören können.

Es sollte also überprüft werden, ob das im DMM vorhandene Chassis zum Modell 36 oder zum Modell 37 gehört. Hierfür ist möglicherweise eine Analyse der Schaltung unumgänglich.

MfG DR

Martin Renz
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20.Jan.11 20:33

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Wir erhielten folgende mail zum Thema:

Sehr geehrte Runde,

ich schreibe hier ein paar Zeilen zu dem Thema "Äußere Beschichtung von Röhren / Fernsehröhren" von Dietmar Rudolph, speziell zum Lorenz-Gerät M36 oder M37.

Vielleicht ist es hilfreich zu wissen, dass das Deutsche Technikmuseum in Berlin ebenfalls einen Original Lorenz M36 im Depot hat. Auch von diesem Gerät ist nur das Innenleben vorhanden und das dazugehörende Holzgehäuse wurde nachträglich angefertigt. In der Datenbank des Technikmuseums wird es als M36 mit Baujahr 1936/37 geführt. Es besitzt die Werknummer 725. Dort könnte man evtl. ansetzen, um eine genauere Bestimmung durchzuführen. Möglicherweise auch im direkten Vergleich.

Viele Grüße
Gerolf Poetschke

 

Cet article a été édité 20.Jan.11 20:35 par Martin Renz .

Dietmar Rudolph
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21.Jan.11 12:24

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Das Chassis im DMM ist sicher ein Modell 36. Zur Klärung trug eine Inspektion der Bildröhre bei.

Aufgrund der verwendeten Fernsehröhre kann man herausbekommen, ob diese zum Modell 36 (180 Zeilen) oder zum Modell 37 (441 Zeilen) gehört, auch wenn die Frage der Beschichtung noch nicht geklärt ist.

  • Die Bildröhre vom Modell 36 hat einen Quetschfuß. Das ist die Art und Weise, wie die Drähte der Elektroden vom Sockel kommend in das Innere der Röhre (Vakuum) geführt sind. Ein Quetschfuß ist, wie der Name sagt, flach gequetschtes Glas, wodurch die Drähte gehalten werden. Alle alten Röhren, deren Bezeichnung z.B. mit REN, RENS oder A beginnt haben (innen) einen solchen Quetschfuß.
  • Die Bildröhre vom Modell 37 hat eine Ringeinschmelzung, wie sie im Bild 12  bei der Beschreibung des Modells 37 im RM.org zu sehen ist.

Der Hals der Röhren in der Nähe des Sockels erwies sich so weit durchsichtig ist, daß das geklärt werden konnte.

Mir liegen nun 3 Fotos des Chassis vom DMM vor, die eindeutig das Modell 36 aufgrund der Konstruktion der Bildröhre bestätigen. Man sieht sehr schön den Quetschfuß der Bildröhre. Weiterhin ist die relativ starke Wölbung des Schirms der 36er Bildröhre (vergleiche hierzu auch Bild 235 im Post #5) gut zu erkennen, während der Kolbenboden der 37er Bildröhre nur "relativ schwach" gewölbt ist. 
(Leider sind die Rechte an den Fotos noch nicht geklärt, so daß sie vorläufig hier nicht eingestellt werden können.)


Im Jahr 1937 hat nach einem Artikel in der Zeitschrift „Fernsehen und Tonfilm, Heft 10, Okt. 1937 “ eine große Fernsehsonderschau im Deutschen Museum in München stattgefunden. Von dieser 1937er Ausstellung gibt es ein (leider sehr unscharfes) Bild, wo je eine hell beschichtete und eine dunkel beschichtete Bildröhre zu sehen ist.

Auf dem Tisch ist vorne links eine hell beschichtete und deneben eine dunkel beschichtete Braunsche Röhre erkennbar.

Es ist wahrscheinlich, daß die im DMM vorhandenen Fernsehgeräte aus dieser Zeit im Rahmen dieser Sonderausstellung zum DMM gelangt sind.

Frau Schwarz wird in der nächsten Woche im Archiv des DMM die entsprechenden Unterlagen heraussuchen.

Mein besonderer Dank geht auch hierfür an Herrn Eckard Kull, der mir die Unterlagen zur Verfügung stellte.


Daß ein Lorenz Modell 36 auch beim DTMB vorhanden ist, war im DMM bekannt. Trotzdem sind die genauen Daten sehr hilfreich, um einen Inspektions-Termin für dieses Gerät vereinbaren zu können.

Vielen Dank also an Gerolf Poetschke!

MfG DR

Dietmar Rudolph
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11.Feb.11 20:45

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Frau Schwarz gab folgende Rückmeldung:

Die beiden Geräte im Depot, die eine schwarze Innenbeschichtung der Bildröhre aufweisen, haben ebenfalls die Ardenne Bildröhre mit Quetschfuß die für das Modell 36 wohl typisch ist und nicht die Lorenz Bildröhre des Modell 37. Es scheint also tatsächlich so, dass das Modell 36 zu Beginn der Produktion eine außen beschichtete Bildröhre hatte. Diese wurde dann später von Ardenne innenbeschichtet. "Mein" Fernseher hat die Produktionsnummer 63, die im Depot die Nummern 705 und 707 und das Berliner Gerät die Nummer 725. Es liegen also fast 650 Geräte zwischen dem Außenbeschicheteten und den drei mit innenbeschichteter Bildröhre.

Hierzu passend gibt es in dem Buch "Ardenne, M. v.: Entstehen des Fernsehens, Freundlieb, 1996" deutlichere Bilder von der 1937er Ausstellung im DMM.

An dem Pult mit den Oszillographenröhren ist ein Schild mit der Aufschrift "Entwicklung der Braunschen Röhre" zu erkennen. Bei den Nummern 21 bis 23 ist die Beschriftung "Fernsehversuch mit Braunscher Röhre".

Ein Detailbild der Fernsehröhren zeigt, daß es offenbar sowohl innen-beschichtete (links) als auch außen-beschichte (rechts) gab.

Wie mühsam die glasbläserischen Arbeiten bei der Herstellung waren, sieht man in nächsten Bild.

In einem Inserat der "Leybold-Ardenne'schen Elektronenstrahlröhren" sind diese wiederum außen beschichtet.

Auf diesem Prospektblatt ist erkennbar, daß die 30cm Fernsehröhre die Typbezeichnung Af 30/2 hat.

MfG DR

Cet article a été édité 11.Feb.11 20:50 par Dietmar Rudolph .

Dietmar Rudolph
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20.Oct.11 15:27
 
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Die in der von der TU München mit sehr gut bewerteten Diplomarbeit von Frau Rebekka Schwarz verwendeten Abbildungen des im Deutschen Museum München (DMM) vorhandenen Modells 36 dürfen nun im Radiomuseum.org veröffentlicht werden. Es handelt sich um insgesamt 15 Abbildungen.

  • Alle farbigen Bilder wurden von Herrn Hubertus Czech vom DMM anläßlich der Diplomarbeit angefertigt.
  • Alle s/w Bilder wurden von Herrn Ernst Ellinger vom DMM im Jahre 1990 angefertigt.

Frau Rebekka Schwarz und dem Deutschen Museum sei hiermit herzlich gedankt, daß es dadurch möglich ist, die Technik dieses sehr seltenen Gerätes aus der Anfangszeit des elektronischen Fernsehens im Radiomuseum zu dokumentieren.

 

Aus dem Vergleich der früheren schwarz/weißen mit den späteren farbigen Aufnahmen sieht man auch deutlich, wie der Zahn der Zeit an dem kostbaren Exponat genagt hat.

MfG DR

Mark Hippenstiel
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02.Jun.21 15:58
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Die Diplomarbeit selber ist schon eine geraume Zeit unter diesem Link einzusehen und enthält neben den hier gezeigten Bildern auch einige Informationen über durchgeführten Experimente zur Erhaltung und Konservierung von Röhren-Beschichtungen.

Es lässt sich sicherlich auch zumindest ein Teil der Röhrenbestückung des Gerätes ableiten.

Gruss
Mark Hippenstiel

  
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