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Eigenbau 10-Trioden-Super mit HF-Vorstufe

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Ralf Keil
 
 
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31.Dec.17 11:37
 
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Basis des Gerätes ist der Spulensatz des Lacault Ulradyne L2 (um 1924/25). Diesen konnte ich komplett aus den USA erwerben. Es waren die Teile, die fehlten um einen Superhet zu bauen.

Das Besondere an diesem Gerät ist eine HF-Vorstufe und vor Allem die ZF-Filter mit einer ZF-Frequenz von 115kHz, was für die damalige Zeit, in der fast alle Super mit einer ZF zwischen 30-75kHz arbeiteten, schon sehr hoch war.

Es sind fest abgestimmte Filter, sie wurden noch einmal kontrolliert und nur einer musste mit 12pF parallel zum 250pF-Original-Kondensator angeglichen werden.

Die Schaltung des Lacault L2 wurde in der ZF und Detektorstufe übernommen. Im Anodenkreis der Modulatorröhre fiel die Rückkopplung weg. HF-Vorstufe, 2. und 3. NF-Verstärkung sind von mir ergänzt worden.

Das ursprünglich für die Gegenkopplung gedachte Variometer dient als Antennenkoppler, hier kann je nach Senderstärke zwischen lose und fest gekoppelt werden. Der eigentliche Antennenkoppler dient als HF-Übertrager zwischen Vorstufe und Modulator. Durch sein Übersetzungsverhältnis von etwa 1:4 wird damit noch zusätzliche Verstärkung erreicht.

Mit dem Potentiometer an der HF-Vorstufe kann die Verstärkung bzw. Arbeitspunkt, ähnlich wie mit dem ZF-Potentiometer eingestellt werden. Eine Art Hand-Fading gewissermaßen. So oder ähnlich findet man es an sehr wenigen US-Superhets aus der Zeit.

Die Widerstandsverstärkung der letzen NF-Sufen ist zwar ungewöhnlich aber durchaus praktiziert worden. Der Hintergrund bei mir war der Mangel an Übertragern und Klinkensteckern mit Umschaltern. Im Nachhinein hat sich diese Schaltung sehr bewährt. Die Verzerrungen sind geringer als mit den frühen Übertragern. Der einzige 1:5 Seibt-Übertrager an der Detektorstufe hat einen erstaunlich guten Frequenzgang und ist mit einem Abschlußwiderstand von 300 kOhm versehen. Das wurde in der Zeit sehr selten gemacht, es wurde ins "Blaue" transformiert, Hauptsache laut.

Die 2. und 3. NF-Stufe können je nach gewünschter Endlautstärke abgeschaltet werden.

Das erste Messgerät dient der Kontrolle der Heizbatteriespannung und der einzelnen Heizspannungen jeder Stufe. Mit den zweiten können die beiden Anodenspannungen kontrolliert werden. Einige französische und US-Super hatten bis zu vier Messgeräte !

Bis auf die Heizwiderstände ( Preh, 50er Jahre) sind alles Original-Teile verbaut worden. Die Röhrenfassungen sind Repliken eines Deutschen mit Wohnsitz in Tokyo. Sie entsprechen bis ins Detail frühen Originalen. Selbst die Schrauben sind in ihrer Form perfekte Nachbildungen. Alle Metallteile incl. Schrauben vernickelt, die Isolier/Befestigungsplatte aus Ebonit gefertigt.

Auch Montage-und Frontplatte sind zeitgenössisch aus Ebonit. Sie stammen ebenso wie das Material der Röhrensockel von Nikko-Ebonite in Tokyo , die wohl letzte Manufaktur die noch so etwas herstellt.

Verdrahtet wurde mit versilbertem 1mm Kupferdraht . Die rote Isolierung ist aus Seidenschlauch.

Heizleitungen und Leitungen zum Messgerät schön gebogen, alles andere Punkt zu Punkt und möglichst kurz.

Ich habe komplett mit Lötkabelschuhen gearbeitet. Damals vor allem in USA praktiziert, in Deutschland eher noch unbekannt gewesen. Wesentliche Arbeitserleichterung.

Inbetriebnahme: Oszillatortest wurde schon während der Verdrahtung durchgeführt. Alles Andere nach Fertigstellung des Chassis. Zuerst sehr leise und stark verzerrt. Ursache: Detektor. Schlechte RE084, obwohl vorher geprüft. Gegen neue RE084k getauscht. Danach besser, aber nicht gut. RE034 im HF-Verstärker gegen A411 getauscht. Jetzt akzeptabel aber immer noch nicht optimal. Alufolie unter Montageplatte gelegt und mit Minus verbunden. Nun richtig gut. Die nicht immer vermeidbaren langen Leitungen können starke Störungen einfangen. Hier war klar das das Gehäuse innen mit Kupferblech, 0,5mm ausgelegt wird.

Saubere Oszillator-Schwingung:

Mahagoni-Gehäuse ist von einer Tischlerei gefertigt. Löcher in der Rückwand mit Zierringen versehen. Die hat unser Schlosser gedreht.  Große oben als Tragehilfe (sehr praktisch) unten Kleine als Kabeldurchführung Antenne/Spannungen. Blech online gekauft, schon zugeschnitten, einseitig mit Schutzfolie. Abgezogen und sofort mit Abdecklack besprüht. Zur Verbindung der Bleche selbstklebende Kupferfolie Kreuzweise eingebracht. Flächiger, sicherer Kontakt. Die nervigste Arbeit waren die winzigen Messingschräubchen mit denen die Bleche befestigt wurden.

Da der Spulensatz nur MW erlaubt und auch keine Anzapfungen vorgesehen sind ist es logischerweise ein  MW-Super, wie die meisten Super dieser Zeit auch. Empfangbar sind Frequenzen von etwa 600-1540kHz. Auf Rahmenantenne wurde verzichtet, wäre aber nachrüstbar mit Umschalter innen. Das Gerät ist sehr selektiv, einen halben Skalenstrich am Oszillator daneben merkt man schon deutlich. Feintrieb-Drehko unbedingt erforderlich.

Empfangsleistung Wurfantenne ca. 7m, nachts: Absolute Radio, ca.650km , GB, mit Schwund aber teilweise sehr gut, Ungarn, mit Interferenz, Rumänien, ca.1500km, Schwund, teilweise gut. Es gab noch etwas mehr aber ich habe dann nicht weiter probiert. Es ist ohnehin nur Heimempfang vorgesehen. Sender SS-Tran AMT3000/5000.

Das Gerät arbeitet mit Heimsender ohne Pfeiftöne o. dgl. die man korrigieren müsste und hat, wohl durch die relativ hohe ZF und dem guten Sender einen sehr guten Klang mit Arcophon 8. Dies übrigens ein hervorragender Freischwinger, fast wie ein dynamischer LS.

Insgesamt bin ich von den technischen Eigenschaften überrascht. Ich hätte nicht mit einem so guten Ergebnis gerechnet, man weiß ja vorher nie was letztendlich herauskommt.

Hier Bilder vom Gerät:

vor der Verdrahtung

 

fast alle Heizleitungen und einige Messleitungen verlegt

 

 

fertig

 

 

 

 

 

Ich wünsche allen ein gutes Jahr 2018 !

Ralf Keil

                     

 

 

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This article was edited 31.Dec.17 13:10 by Ralf Keil .

Andreas Steinmetz
 
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31.Dec.17 13:28

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Vor dieser Selbstbauleistung kann ich nur den Hut ziehen!

Habe mir den Schaltplan nur kurz ansehen können. Dabei ist sogleich eine Frage aufgetaucht: Erhält der Mischer V2 wirklich keine Anodenspannung? Lt. Schaltplan liegt an der Anode nur die Gitterspannung des Oszillators. Diese ist bezogen auf das negative Heizfadenende sogar gleichspannungsfrei (also nicht negativ), da ja kein Gitterkondensator vorgesehen ist.

Ralf Keil
 
 
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31.Dec.17 14:10

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Hallo Herr Steinmetz,

Danke für das Lob.

Diese Schaltung wurde von Robert Emile Lacault in den frühen 1920er entwickelt.
 

In der Tat wird die Anode der Mischröhre nur durch den Oszillator versorgt. Die Spule L6 im Anodenkreis des Oszillators macht eine hohe Amplitude der Schwingung möglich, L5 und L6 sind ja dicht beieinander, das muß auch so sein sonst funktioniert es nicht, (siehe die stehenden Kreuz-Spulen auf einem Wickelkörper). Das kann je nach Frequenz und Heizungseinstellung schon bis 20, 25Vss am Gitter V3 gehen. Das genügt um die RE034 -Mischröhre zu versorgen.

Und das Prinzip funktioniert wirklich gut. Es wurde damals ja viel versucht um mit Eingitterröhren zu mischen.

R.K.

This article was edited 01.Jan.18 13:26 by Ralf Keil .

Ernst Erb
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Grüezi Herr Keil
Sie haben uns zum Abschluss des Jahres eine besondere Freude bereitet - mit einem Selbstbau dieses 10-Röhren-Superhets mit Vorstufe und fünf abgestimmten ZF-Kreisen. Der Name erinnerte mich an den legendären Mercury Super Ten (Super 10) der Kanadier von Kipp in Toronto. Dieser arbeitet ja mit den "Miniaturröhren" bzw. "Peanut-Tube" R215A, einer "wohl baugleichen Variante" der WECO bzw. Western Electric in USA,  215A von 1919 (gemäss Tyne). Das war eine ausserordentliche Röhre, die auch praktisch zehn Jahre zur Benutzung kam.

Was mich freute ist die quasi eigene Kombination zwischen einem Originalbau aus der Zeit mit eigenen substantiellen Verbesserungen wie ZF_Kreise statt nur ZF-Transformatoren und der besonderen NF-Verstärkung. Dazu kommt die Ausgezeichnete Ausführung, die verblüffend wirkt. Eine eigene Kreation mit starkem Fuss auf die Technik der damaligen Zeit. Selten hat man Mitte der 20er Jahre auch höhere ZF-Frequenzen verwendet wie z.B. 247 kHz des Super Ten.

Da mussten einfach 5 Sterne hin! :-)

Ihre Antwort zum V2 wird auch mich interessieren. Vor allem wäre ich dankbar, wenn Sie ein Detailbild des Antriebs Ihres Arcophon 8 hochladen könnten, denn bis jetzt war ich der Meinung, dass es 1931 noch keinen Freischwinger in Deutschland gab. Unterschiede finden Sie in "Radios von gestern" - auch als Abbildungen. Ich könnte etwas lernen. Ich hatte geschrieben, dass der Freischwinger 1932 in Deutschland erstmals auf den Markt kam.

Ihnen wünsche ich ein gutes 2018 und weiterhin viel Freude an solchen Unternehmungen, denn so etwas ist schwieriger als man gemeinhin annimmt.

Dietmar Rudolph
Dietmar Rudolph
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31.Dec.17 15:50

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Daß der Arcophon 8 ein 4-poliges Antriebssystem hat und kein "Freischwinger" ist, schmälert nicht die Leistung bei diesem Eigenbau! Soviel vorneweg.

In der Beschreibung beim Modell des Arcophon 8 steht, daß er ein 4-poliges Antriebssystem hat.

       

Der Unterschied zu einem Freischwinger wird im Post "Technik der Lautsprecher" erklärt. In dem dort gleich zu Anfang gezeigten Bild ist der Unterschied deutlich zu erkennen.

Links ist ein Vierpoliges System und rechts, das ist ein "Freischwinger". Das Typische am Freischwinger ist, daß die "Zunge" (a) frei vor den Magnetpolen schwingen kann und deshalb dort auch nicht anstoßen kann, was zu unagenehmen Klirrverzerrungen führen würde.

Sowohl das 4-polige System, als auch der Freischwinger, sind "magnetische Lautsprecher".

Diese Korrektur bitte nicht als "Besserwisserei" auffassen. Im RM.org gilt der Grundsatz, daß Irrtümer und Fehler nicht unkorrigiert bleiben sollen, weil das RM.org eine "Wissens-Basis" darstellen soll.

MfG DR

Ralf Keil
 
 
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31.Dec.17 15:42

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Hallo Herr Erb !

Vielen Dank ! Auch Ihnen ein gutes, gesundes Jahr 2018.

Ich hoffe das die Frage der Anodenversorgung V2 mit Post #3 beantwortet ist. Diese Schaltung ist in jedem "Ultradyne" enthalten und funktioniert, zumindest bei meinen Uraltsupern (z.B. Tropadyne ) am Besten. Der WE 4004 hat noch ein anderes Mischprinzip. Tropadyne und der WE sind allerdings schwierig zu bedienen.

Ihre Frage zum Arcophon ist berechtigt. Kann es sein das dieses Antriebsprinzip anders genannt wird. Was gab es da noch ?

Es ist jedenfalls ein Hufeisenmagnet mit Antrieb zur Membran eingebaut. So wie z.B. beim DKE.

Ich werde es mal in der nächsten Zeit fotografieren.

Ralf Keil

This article was edited 31.Dec.17 15:44 by Ralf Keil .

Ralf Keil
 
 
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31.Dec.17 16:22

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Hallo Herr Rudolph,

Vielen Dank für die Erklärung und das Lob.

Das wusste ich bisher noch nicht. So wird der Unterschied der beiden LS-Systeme sehr anschaulich !

 

Auch Ihnen ein gutes 2018 !

Ralf Keil

 

 

This article was edited 01.Jan.18 13:27 by Ralf Keil .

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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31.Dec.17 16:34

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Hallo Herr Keil

Auch von mir alle Hochachtung für das gelungene Projekt "Ultradyne". Was für ein Aufwand und wieviel Zeit investiert wurde.....

In der Vergangenheit habe ich ebenfalls ein Ultradyne gebaut (besser gesagt: mehr gebastelt), mit 5 Röhren RE084 und so. Aber längst nicht so professionell, wie Ihr Vorzeigestück....

Bei meinen Recherchen stellte sich heraus, dass das Mischprinzip schon 1920 von TELEFUNKEN in Deutschland zum Patent angemeldet wurde.

MfG

 

This article was edited 31.Dec.17 16:45 by Wolfgang Holtmann .

Ralf Keil
 
 
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31.Dec.17 17:06

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Hallo Herr Holtmann,

vielen Dank !

Es gibt aber Unterschiede zum Telefunken-Oszillator.

Beim Lacault haben die Oszillator-Spulen keine direkte Verbindung und der Drehko liegt im Gitterkreis.
In der Telefunken-Schaltung liegt er zwischen Gitter und Anode.

Das zeigt einmal mehr wieviel damals experimentiert wurde. Auch deshalb sind die 1920er Jahre Radios so interessant !

Gutes und gesundes 2018 !

Ralf Keil

 

Dietmar Rudolph
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01.Jan.18 11:14

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In der Bücherreihe "Die Hochfrequenztechnik, Hrsg. Carl Lübben" wird im Band 7 "Singelmann, M.: Störbefreiung in der drahtlosen Nachrichtentechnik, Meusser,1926" eine Ultradyne-Schaltung vorgestellt.

Die Ultradyne-Schaltung war also auch in "Radio-Bastler-Kreisen" bekannt.

MfG DR

Andreas Steinmetz
 
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01.Jan.18 22:19

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Da ich mit den ganz frühen Schaltungen nicht allzu vertraut bin, kannte ich die Ultradyne-Schaltung tatsächlich nicht. Wenn ich mehr Zeit zum Recherchieren gehabt hätte, dann wäre ich sicher irgendwann selbst darauf gestoßen, aber dann wäre mir die Speisung des Mischers aus der Oszillator-Schwingspannung ohne zusätzliche positive Anodenspannung auch nicht besonders aufgefallen. Möglicherweise wäre die Ultradyne-Schaltung dann gar nicht beachtet bzw. mit Hilfe historischen Materials sogar dargestellt worden.

Vielen Dank also an alle für die sehr interessanten Informationen!

Ralf Keil
 
 
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02.Jan.18 16:26

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Ich habe hier noch 2 Oszillogramme aufgenommen. Leider verfälschen die Kapazitäten des Tastkopfes und der Eingangswiderstand /Kapazität des Oszilloskops die Frequenz. Sie müsste bei einer verwendeten Sendefrequenz von 1494kHz  1609kHz betragen.

Es geht hier aber nur darum zu zeigen welche beachtliche Amplitude die Schwingung hat. Die Betriebsspannung ist 55Volt.

Tastkopf 10:1 also 2,92x10Volt= 29,2Vss, f=1500kHz

Tastkopf 1:1  28Vss,  f=1220kHz,  es fällt hier auch die größere Verformung des Signals auf da der 1:1 die Quelle mehr belastet als der 10:1

 

 

This article was edited 02.Jan.18 16:46 by Ralf Keil .

Joe Sousa
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04.Jan.18 23:47

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Hallo Herr Keil,

ich gratuliere Ihnen für die ausgezeichnete Arbeit!

Vielen Dank für die Bilder der Schwingungen. Man kann ein bisschen Verzerrung auf den Wellen erkennen. Die Schwingungen sehen ein bisschen dreieckig aus. Wenn diese Verzerrung direkt auf dem Schwingkreis anwesend ist, kommt die Frequenzstabilität in Frage. Die Verzerrung hängt wahrscheinlich auf den Versorgungsspannungen ab. Wenn die Heizungsspannung oder die Anodespannung geändert wird, dann soll auch die relative Verzerrung sich andern. Gleichzeitig solte auch die Schwingungsfrequenz abweichen. Wenn diese Frequenzabweichung genug klein ist, bleibt die Abstimmung fest. 1kHz totale Frequenzabweichung soll vernachlässigbar sein.

Versorgung von Batterien oder Akkus ist nicht stabil. Ich vermute, dass Sie moderne Netzteile verwendet haben. Könnten Sie bitte die Versorgungsspannungen durchlaufen, um die Frequenzstabilität zu bestimmen?

Ich bin seit langer Zeit mit der Mischschaltung des Ultradyns vertraut und wollte wissen, wie stabil die Frequenz ist.

MfG

Joe

Ralf Keil
 
 
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05.Jan.18 10:08

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Hallo Herr Sousa,

das kann ich alles betätigen.

Mit den beiden letzen Oszillogrammen wollte ich nur zeigen wie stark der Oszillator schwingen kann.

Am besten funktioniert das Gerät wenn der OSC nicht so stark schwingt. 8V-12Vss reichen schon aus. Betrachtet man das Oszillogramm von Post #1 ist der Sinus sauberer. Er ist hier bei 8Vss aufgenommen.

Man muss immer ein gutes Verhältnis von Sendersignalstärke und Oszillatoramplitude zum Mischen finden. Das hängt weitgehend von Betriebsspannung und Heizspannung des OSC ab. Die OSC-Röhre ist am wenigsten beheizt, etwa nur 3,2-3,5Volt, mit einer RE084k. Das funktioniert mit meinen mittlerweile 3 Ultradyne-Empfängern so am Besten. Ist die Amplitude der Schwingung zu hoch kommt es zu starkem Rauschen und auch zu NF-Verzerrungen.

Dennoch verhält sich das Radio sehr gutmütig, einmal eingestellt funktioniert es auch stabil, obwohl alles mit Batterien und einem Heizakku gespeist wird. Ich habe zwar einen Batterieeliminator, allerdings hat man mit Batterien keine Brummeinstreuungen über das Stromnetz und alles arbeitet störungsfreier.

Die Batterien halten recht lange und so ist es auch authentisch Mitte 1920er Jahre.

Man muss dabei auch nicht laufend irgend etwas Nachstellen. Die Blockkondensatoren machen die Spannungsquelle bei schwächer werdenden Batterien etwas niederohmiger.

 

R.K.

This article was edited 06.Jan.18 08:36 by Ralf Keil .

Ralf Keil
 
 
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30.Dec.19 10:43

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Nachdem ich noch eine schöne DeTeWe Duplo Rahmenantenne erwerben konnte sollte der Apparat nun auch für Rahmenempfang tauglich sein.

Hierzu wurden ohne das Chassis auszubauen 2 Buchsen und ein "DRGM" Wippschalter von Kabi nachgerüstet und etwas umverdrahtet. Im Anhang der geänderte Schaltplan.

Links der Umschalter in Stellung Rahmen:

 

Oben die Rahmenbuchsen unten für Drahtantenne:

 

Stegleitung für geringere Verluste:

Gesamtansicht, den Herren gefällt es, den Damen meist weniger:

 

RK

 

 

 

 

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This article was edited 30.Dec.19 10:58 by Ralf Keil .

Egon Penker
Egon Penker
 
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Hervorragende Arbeit! Ich gratuliere!

Alleine schon das Zusammentragen der einzelnen Bauteile ist schwierig. Dann die mechanischen Arbeiten und die selbstständige Erweiterung der Schaltung. Einfach großartig. Findet man heut zu Tage  wirklich selten!

E.P.

  
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