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gerufon: 62W; Ultra-Stereo Asymmetrie Gegentakübertrager

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Sebastian Göbel
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07.Sep.09 21:44

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Hallo,

nachdem mich unser Mitglied Herr Rennebarth gebeten hat den Gegentakübertrager meines Gerufon 62W einmal nachzumessen bin ich über die Werte der beiden Primärwicklungen etwas erstaunt. Sie sind nicht etwa gleich, sondern die eine weisst etwa 160 Ohm, die andere jedoch 200 Ohm auf. Diese Abweichung konnte auch Herr Rennebarth bestätigen, so dass ein Kurzschluss unwahrscheinlich erscheint.

Die beiden Hochton-Azusgangsübertrager tragen im Schaltbild die gleiche Typbezeichnung und weisen mit Meßwerten von 80 bzw. 85 Ohm nur einen geringen Unterschied auf.

 

Hat jemand eine denkbare Erklärung für den asymmetrischen Aufbau des mittleren Übertragers?

 

Schönen Gruß,

S. Göbel

 

 

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This article was edited 08.Sep.09 13:26 by Sebastian Göbel .

Dietmar Rudolph † 6.1.22
Dietmar Rudolph † 6.1.22
 
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08.Sep.09 14:33
 
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Bei einfachen Gegentakt-Übertragern (im Unterschied zu solchen mit verschachtelten Wicklungen) liegen die beiden Teile der Primärwicklung räumlich über einander. Nun ist außen der Umfang eben größer als innen. Bei gleicher Widungszahl beider Hälften ergeben sich somit unterschiedliche Widerstände der Teil-Wicklungen.

Die Frage ist ja, ob das viel ausmacht.

  • Nun das Übersetzungsverhältnis beider Teile zur Sekundärspule ist gleich und hängt nicht vom Widerstand der Wicklung ab.
  • Die Endpentoden können in der Ersatzschaltung als Stromquellen angenommen werden. Bei symmetrischer Ansteuerung der Endröhren (Sinus angenommen) fließen somit Ströme gleichen Betrages durch die Teilwicklungen.
  • Der Übertrager übersetzt die gleichen primären Ströme der Teilwicklungen in gleiche Ströme der Sekundärwicklung.

Folglich ist ein (leicht) unterschiedliches Verhältnis der primären Wicklungswiderstände hier ohne negativen Auswirkungen. Das läßt sich überprüfen, indem die entsprechenden Spannungen oszilloskopiert werden.

Unterschiedliche Widerstandswerte für die primären Teilwicklungen ist bei Radios mit Gegentakt-Endstufen nicht unüblich und oft sind auch die Kernquerschnitte eher gering. Beispielsweise auch bei EIA Excellent.

Auf den Frequenzgang des Übertragers, d.h. bei höheren Audio-Frequenzen, wirkt sich diese einfache Bauform ungünstig aus, weil die Streuungen der Primärwicklungen unterschiedlich ausfallen. Für HiFi Übertrager werden deshalb die Primärwicklungen und die Sekundärwicklungen  verschachtelt gewickelt und es wird auf mechanische und elektrische Symmetrie geachtet.

MFG DR

Sebastian Göbel
Sebastian Göbel
 
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08.Sep.09 22:06

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Hallo Herr Rudolph,

vielen Dank, das leuchtet ein und erklärt den kleinen Unterschied. Man sollte sich ja stets zuerst Gedanken darum machen was man misst, bevor man misst, denn sonst wird es Mist. In diesem Sinne...

 

Schönen Gruß,

S. Göbel

  
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