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Messung von Röhren mit Gleich- und Wechselstromheizung

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Jacob Roschy
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11.Nov.06 22:05

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Helmut Weigl hat einen interressanten Beitrag verfasst, in welchem das jeweilige Verhalten direkt geheizter Röhren sowohl mit Wechsel- wie auch Gleichspannung untersucht wird.
(sh. Anlage)

Als Fazit lässt sich daraus schließen:

Eine Anzahl direkt geheizter Röhren sind zur Heizung mit Wechselspannung vorgesehen.
Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Endpentoden und -Trioden (RES964 / AL1, AD1) sowie um Gleichrichterröhren (RGN1064, AZ1)

Wird eine solche Röhre nun abweichend ihrer Zweckbestimmung mit Gleichspannung geheizt, so ist bei der Festlegung der Gittervorspannung immer von der Fadenmitte aus zu gehen.

Wird z. B. die RES964 / AL1 mit Wechselspannung geheizt, so liegen die -15 V Gittervorspannung auf der Fadenmitte, an den Fadenenden überlagert sich dazu eine Wechselspannung von jeweils 2 Veff, die sich abwechselnd (größtenteils) gegenseitig kompensieren.

Wird die RES964 / AL1 nun mit Gleichspannung geheizt, so müssen auf der Fadenmitte immer noch die -15 V Gittervorspannung liegen. An den Fadenenden sind dazu nun permanent nach einer Seite +2 V und nach der anderen Seite-2 V überlagert, die sich gegenseitig kompensieren.

An den Fadenenden gemessen, hat man dann auf einer Seite -13V, auf der anderen -17 V als Gittervorspannung.

Es ist in diesem Fall natürlich sinnvoller, am positiven Ende -13V anzulegen, wobei sich die Fadenspannung hinzuaddiert, als am negativen Ende -17 V anzulegen und sich die Fadenspannung davon subtrahiert.

Insgesamt ist es für die Funktion gleichgültig, ob von Fadenmitte zu den Fadenenden hin eine permanent gleiche Potentialverschiebung besteht, oder ob sich diese ständig umkehrt.

 

Für ein Röhrenmessgerät empfielt sich, für die Gleichspannungsheizung einen Polumkehrschalter vorzusehen, denn es können sich leichte Unterschiede in der Kennlinie ergeben in Abhängigkeit von der Polarität der Heizspannung.

Diese sind teilweise bedingt durch Toleranzen in der Konstruktion, bei Pentoden wie RES964 oder AL1 kommt hinzu, das die Anzapfung für das G3 nicht symmetrisch in der Heizfadenmitte, sondern bei 1/3 angebracht ist und durch seine Steuerwirkung den Anodenstrom beeinflusst.

 

MfG JR

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Cet article a été édité 12.Nov.06 18:27 par Jacob Roschy .

Hans-Thomas Schmidt
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11.Nov.06 22:59

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Hallo Herr Weigl,

vielen Dank für diesen vorbildlich guten und lehrreichen Bericht.

Weiter so!

Gruß,  H.-T. Schmidt
Helmut Weigl
 
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Nachstehend ein ergänzendes Dokument zu meinem vorstehenden Bericht

 

 

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