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Röhren einfach kopieren .-)

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Werner Braun
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30.Jan.06 23:32

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Hallo,

keine DigiCam? Probleme mit Reflektionen beim Photographieren von Röhren?

Ein Zufallsprodukt:
Die AZ11 liegt auf dem Scanner, abgedeckt mit einer Seite DIN A4 Papier.

Scanner: Agfa Snapscan
Flusenfrei muß man arbeiten.
Das Original ist besser als die 20kB Größenbegrenzung im Thread es zeigen lassen.

Viel Spaß beim Experimentieren, Werner

Werner Braun
Werner Braun
 
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30.Jan.06 23:51

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Wer hat eine Idee wie man die Emission der Kopie besser hinbekommt?

Gerhard Heigl
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31.Jan.06 09:55

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Hallo Herr Braun,
leider ist das Scannen von Gegenständen nicht mit allen Scannern möglich. Mit älteren Geräten vermutlich sehr wohl. Neuere Scanner arbeiten mit einem Verfahren das keine Tiefenschärfe mehr zulässt. Mit meinem alten Scanner, als mir noch keine Digitalkamera zur Verfügung stand, habe ich alle möglichen und unmöglichen Gegenstände "fotografiert", mit dem neuen (Canon Lide 80) ist dies nicht mehr möglich, siehe Bild. Durch die extrem geringe Tiefenschärfe ist es auch schwierig aus Büchern zu scannen. Wenn die Seiten nicht plan aufliegen, entstehen sofort Unschärfen, das war bei den alten Geräten nicht der Fall.
Fazit: Nicht alle Neuerungen bringen Vorteile.
Martin Renz
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31.Jan.06 22:23

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Hallo Herr Braun,

ich habe probehalber beim Scan eine 11W Leuchtstoffröhre über das Papier gehalten, dadurch wirkt der Hintergrund einiges freundlicher. Ich hatte jedoch nur eine mit "Warmton" zur Hand, so dass das Ergebniss ziemlich ins Orangefarbige abdriftet. Mit einer reinweissen Lichtfarbe lässt sich das Ergebniss sicher noch verbessern. Auch eine Batterie blauweisser LEDs oder eine helle Fotoleuchte wäre denkbar. Eine Glühbirne ergab eine rote Sonnenuntergangsstimmung!

Scanner: Agfa Snapscan 1236
 
Das linke Bild wurde mit der Autocolor Korrektur vom Photoshop in der Farbigkeit korrigiert.
Leider lassen sich die Reflektionen nicht vermeiden. Das Ergebniss ist dennoch ansprechender als manche Aufnahme mit einfachen Digicams.

Der Trend zu den flachen Scannern mit minimaler Tiefenschärfe lässt diese Methode für die Zukunft jedoch leider aussterben, wie Gerhard richtig ausführte. 

This article was edited 31.Jan.06 22:23 by Martin Renz .

Georg Richter
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01.Feb.06 00:27

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5 Hallo zusammen,

das "Alter" eines Scanners ist nebensächlich, inzwischen
auch die Bauhöhe. Eher eine Preisfrage.

Es gibt auch heute noch Scanner mit Kaltkathoden-Lampe welche
während des Scans leuchtet (wobei auch hier schon immer die
Schärfentiefe unterschiedlich war), erkennbar daran
dass vor einem Scan die Traktor-Gedenkminute "Lampe wird
aufgewärmt" die Geduld auf die Probe stellt.
(Hinweis: weil die Temperatur der lampe NICHT gemessen wird dauert
das aufwärmen immer die gleiche Zeit, egal ob fünf Sekunden
vorher schonmal gescannt wurde)

Zu meiden sind die relativ billigen LED-Scanner, welche den Vorteil
der sofortigen Betriebsbereitschaft durch NULL Schärfentiefe erkaufen.
Erkennbar am bunten blinzeln der LED-Zeile, ohne dass das
Objekt der Begierde BELEUCHTET wird.

Fazit: Augen auf beim Scannerkauf!

Freundliche Grüsse,
GR
Konrad Birkner † 12.08.2014
Konrad Birkner † 12.08.2014
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01.Feb.06 11:06

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Zum Vergleich: Ich kaufte mir vor 2 Jahren einen billigen Scanner, den Plustek OpticPro 1248U.

Röhren lassen sich damit fotografieren. Die Tiefenschärfe (eigentlich Schärfentiefe) ist ausreichend, wie die Bilder zeigen. In 60 mm Abstand geht natürlich einiges an Schärfe und Helligkeit verloren, ist aber tragbar. Prinzipiell ließe sich damit sogar die Zimmerdecke fotografieren.

Die sogenannte "Aufwärmphase" passt sich an. Sie wird im Gebrauch immer kürzer und fällt beim dritten oder vierten hintereinander gemachten Bild schon weg. Sie kann aber auch total übersprungen werden durch "Escape". An den Bildern ist absolut kein Unterschied erkennbar ob angewärmt oder kalt gescannt wurde.

Mir wurde erklärt, dass die Einrichtung einer Aufwärmphase verhindern soll, den Scanner als Kopierer (schnell) zu benutzen. Die bestehenden Vorschriften ließen es dadurch zu, die "Kopierergebühr" zu umgehen. Die Umgehung der Phase war dabei wohl nicht vorgesehen.

Der Unterschied in der Tiefenschärfe liegt am Prinzip:
- Fokussierte Abtastung, wie sie im Prinzip auch beim Thermokopierer (Xerox, etc.) meist durch eine Optik erfolgt, stellt nur auf die Abtastebene scharf.
- Parallelstrahl (gebündelt, wie beim Laser) tastet mit nur geringer Streuung ab, wobei die Streuung nicht gleichmäßig kreisförmig sein muss. Sie wird in der Praxis meist mehr oder weniger elliptisch sein. Beim Punkt auf der Abtastebene stört das nicht, bei größerem Abstand gibt das eine leichte Verzerrung der Proportionen.

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This article was edited 01.Feb.06 11:14 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

Werner Braun
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01.Feb.06 23:25

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   7 Hallo,

ich habe auch noch gespielt.
Eine EBF80 habe ich eingestellt, dort steht sie schön neben einigen Fotos.
http://www.radiomuseum.org/dsp_more_tubepix.cfm?tube_pk=720&type=T

Der Scanner schneidet garnicht so schlecht ab.

z.Zt. steht sie unten rechts.
Mit Aufdruck 'Bundeseigentum' das ist die, die ich meine.

Danke für das Interesse.
Werner

This article was edited 01.Feb.06 23:45 by Werner Braun .

Martin Renz
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02.Feb.06 14:39

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   8 Ich habe auch noch ein bischen weiter probiert und mir 2 Kaltkathodenröhren besorgt, wie sie auch im Scanner selbst Verwendung finden (Stück 10 EUR mit Vorschaltgerät für 12V im örtlichen Elektronikladen (Tekktronik)).
folgender improvisierter Aufbau wurde verwendet:

Agfa Snapscan 1236, 2000 TOM-Cartoons in 4 Bänden (nicht zwingend ;-))
als Abstandshalter
Scanneraufbau1

Darüber eine Milchglasplatte aus einem selbstgebauten Diasortierkasten:
Milchglas
Die Röhren liegen mit etwas Abstand darauf, standesgemäß auf Röhrenschachteln ;-)
Direkt auf dem Glas wären die Röhren als Lichtstreifen zu erkennen.

Das Ganze wird nun noch mit Alufolie abgedeckt:
Alufolie drauf

Hier das Ergebniss auf 96 dpi reduziert. Das "Foto" wurde mit 600 dpi eingescannt und im Photoshop heruntergerechnet. Farblich wurde nichts verändert.Ein direkter Scan mit 100 dpi ergäbe das gleiche Ergebniss:
AZ12_Snapscan

Zur Beurteilung der Tiefenschärfe noch ein Ausschnitt aus dem 600dpi Bild:
Ausschnitt 600dpi

nicht perfekt, aber gar nicht sooo schlecht.

Die Anordnung könnte durch feste Montage der Leuchten natürlich noch verbessert werden, und ein Mittel zur Verhinderung des Wegrollens der Röhre, welches nicht sichtbar ist, fehlt auch noch.
Werner Braun
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02.Feb.06 20:35

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   9

Aber schon recht "perfekt" !


Mich stört noch die erkennbare Krümmung in (scanner)glasnähe.

Am Sockel eher zu erkennen.

Die Sockel müsste schweben, 0,5 bis 1cm über dem Glas?


Toll gemacht.

 

Gruß Werner

This article was edited 02.Feb.06 20:38 by Werner Braun .

Martin Renz
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02.Feb.06 23:58

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   10 Der Agfa Snapscan 1236 wurde bei ebay allein vom 20. Januar bis zum 28 Januar 10 mal angeboten und ging dabei 5 mal für 1 EUR bis 4.99 EUR weg. 5 mal kein Gebot! Ich meine, günstiger kann man an keinen Scanner kommen. Ich würde ihn den meisten neuen, preiswerten Scannern vorziehen. Der einzige Nachteil ist die Größe.

Der Betrieb unter Windows XP ist entgegen vieler Gerüchte kein Problem, man muß nur darauf achten, die Scanwise Software vor der ersten Inbetriebnahme zu installieren! Bei Inbetriebnahme können die Treiber dann in der angezeigten Liste der "Installation neuer Hardware" ausgesucht werden. Wird dies nicht beachtet, machen die windowseigenen Treiber einen Betrieb unmöglich.

Die Scansoftware ist etwas gewöhnungsbedürftig, führt aber bei richtiger Einstellung zu sehr guten Ergebnissen.

Eine aktuelle, von mir nicht getestete Version der Software ist hier erhältlich:

Snapscan Treiber
Die von mir inzwischen verwendete Version ist die 2.0.0.9

This article was edited 14.Jul.08 07:42 by Martin Renz .

Ernst Erb
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03.Feb.06 06:50

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   11 Grüezi Herr Renz
Viele Sammler werden es Ihnen danken, dass Sie so einen anschaulichen Beitrag geschrieben haben. Sie haben mit Ihrer Methode gezeigt, dass man mit dem Scannen von Gegenständen statt fotografieren sehr gute Resultate erhalten kann. Deshalb verbinde ich diesen Beitrag mit auch schon geführten Unterhaltungen zum Thema scannen von Röhren, denn so hat Ihr Beitrag auch grössere Chance gesehen zu werden.

Wie photographiere ich Röhren optimal

Ich hatte beim SEARCH einfach "Scanner" eingegeben.
Diesen Beitrag hier stelle ich nun ins FAQ, damit er bei Hilfesuche verfügbar ist.

Da verschiedene Mitglieder im Zusammenhang mit dem Scannen von Schaltbildern Probleme zeigen, hier auch noch weiterführende Links im Zusammenhang mit dem Scanner und der Bearbeitung von Bildern, was die Folgearbeit ist:

Schaltbilder und Schriftstücke scannen und bearbeiten

Auch in "gut fotografieren" hat Martin Renz weiter führende Beiträge geleistet - und Sie finden auch noch etwas über das Thema Röhren gut fotografieren angehängt.

Gut fotografieren, besser fotografieren, Fotos mit System

Übrigens: Ist das Thema Scannen von Funkschau-Heften noch immer am Köcheln?

Links waren in Post 10 und 11 nicht mehr richtig dargestellt (zu lang), Ursache unklar. Martin Renz

This article was edited 17.Jul.08 22:12 by Martin Renz .

Joe Sousa
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11.Oct.09 05:45

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Für eine Übersetzung, können Sie versuchen, Google-Übersetzen, oder eine ähnliche Übersetzer.

Mit Entschuldigungen,

-Joe


I just came across this page as I was looking for RM references about image processing for a post about using images in a thread.

Martin got spectacular results with the back lighting. I will have to remember this next time I do a tube scan.

I have used scanning to get very fine detail in small tubes such as with these examples. My scanner is an Epson Perfection 1200.

This scanner is a few years old and is about 4 inches (10cm) tall. I also have a Canon Lide 25 that has a very short depth of field and is not useable for this work.

This difference in depth of field is not surprising because the internal ilumination and scanning mechanism of the Canon are powered entirely by the USB port, so a wider F-stop is needed at the lens array in front of the CCD sensors to capture a small amount of light. The lighting of the older Epson is much stronger, so that a narrower F stop could be used that greatly increases depth of field.

Regards,

-Joe

Ernst Erb
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27.Dec.18 10:23

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Da dieser Beitrag einige unkonventionelle Arten zur Erstellung eines Bildes von Kleingegenständen - wie Röhren - erklärt, bringe ich ihn nach vielen Jahren wieder nach oben, weil man danach auch die Anzahl Leser erkennen kann (unten rechts). Der Text hat allerdings zu wenig Worte, um gute Chancen des Findens über Google zu bekommen, schätze ich.

  
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