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Gut fotografieren; besser fotografieren, Fotos mit System

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Papers » Documentation to collections » Gut fotografieren; besser fotografieren, Fotos mit System
           
Ernst Erb
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17.Apr.03 19:07
 
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«Gut fotografieren, besser fotografieren, fotografieren mit System» stammt aus dem Buch «Radios von gestern» und ist in der Zeit der Fotografie nicht der digitalen Fotografie geschrieben. Hier ist der Artikel also leicht in Richtung digitale Fotografie geändert. Er stammt auch aus den Jahren, als ich mehr Zeit hatte. Jetzt nimmt mich www.radiomuseum.org gefangen ... Die Technik des Fotografierens bleibt sich jedoch gleich für die digitalen Aufnahmen. Übrigens: Für die Veröffentlichung im Web reicht sogar eine 1-Magapixel-Kamera, wenn Sie wirklich formatfüllend aufnehmen. Um perspektivische Verzerrungen zu vermeiden, benötigen Sie aber einen Zoom. Da viele Benutzer sich von den Megapixeln blenden lassen, gibt es immer wieder Gelegenheiten, eine solche Kamera zum besser fotografieren ganz billig zu erstehen - unter 100 Euro. Besser fotografieren ist also nicht eine Sache des Geldes, sondern des Vorgehens mit System, darum der Zusatz: Fotos mit System.

Für den Sammler ist es empfehlenswert, von seinen Geräten gute Fotos zur Verfügung zu haben. So hat man zwecks Diskussion oder Tausch seine Apparate immer präsent und kann sich meist besser an Details erinnern als nur beim Markennamen z.B. des Radios. Mir selbst hat die Dokumentation oft am Zoll geholfen. Zumindest konnte ich damit zeigen, dass ich kein Händler, sondern Radiosammler bin - vielleicht entstand da sogar etwas Sympathie für das ausgefallene Hobby. Erst beim näheren Betrachten einer Sammlung - oder auf Grund von guten Fotos derselben - begreift womöglich ein Aussenstehender, warum sich Personen mit alten Radios beschäftigen. Interessant sind gute Fotos vor und nach der Restauration. Zusätzliche schriftliche Aufzeichnungen dokumentieren zumindest den Preis, technische Daten des Gerätes und die ausgeführten Reparaturen.

Wenn ich ein Gerät repariere, dann schiesse ich zuerst ein Digitalfoto mit dem Inhalt des Chassis im Originalzustand, drucke mir das Bild auf Format A4 aus und bezeichne bestimmte Bauteile mit kleinen weissen Nummernklebern, um mir bei komplizierten Superhets einen Überblick zu verschaffen. Natürlich sind das wenn möglich die Nummern auf dem Schaltplan. Da reicht eine gute Pultlampe zur Beleuchtung des relativ kleinen Gebietes. Manchmal schiesse ich ein zweites Bild mit ganz anderem Winkel oder mit einem wichtigen Ausschnitt.

Leider sieht man von Sammlern selten gut aufgenommene Fotos. Aber: Für gute Bilder benötigen Sie keine teure Fachkamera für Gross- oder Mittelformat (Arca, Sinar oder Linhoff) mit Zusatzbalg für die Korrektur der Perspektive (Shift). Auch mit einer preiswerten Kleinbildkamera oder Digitalkamera lässt sich gut fotografieren; Sie haben aber ein paar Regeln zu berücksichtigen. Hier kommen die wichtigsten Punkte zum besser fotografieren zur Sprache. Ein Fotokurs ist das nicht, denn dafür gibt es entsprechende Bücher. Durch diesen Text soll immerhin das Auge des Lesers die Unterschiede bei verschiedenen Einstellungen erkennen lernen. Beachten Sie die Unterschiede je nach Aufnahmewinkel und -distanz! Im guten Fachgeschäft gibt es weitere Hilfe, wenn man sein Problem erklärt.

Filmmaterial
Für eine bessere Schärfentiefe (Tiefenschärfe) sollten Sie eine kleine Blende wählen (hohe Zahl). Dazu gibt es «schnelle» Filme mit feinem Korn. Dennoch wählen Sie besser längere Belichtungszeit plus Stativ und gehen nicht über 200 ASA hinaus.

Zu fotografierendes Objekt
Die zu fotografierenden Objekte sollten Sie zumindest abstauben oder vorsichtig mit einem angefeuchteten Tuch reinigen. Besser: keine Person mit auf das Bild. Wenn man Grössenverhältnisse zeigen will, legt man besser einen bekannten Gegenstand (z.B. Zündholzschachtel, Kugelschreiber etc.) neben das Modell. Für besondere Dokumentationen eignet sich ein Holzstab, der pro cm abwechselnd - wie eine Messlatte - mit Farbe versehen ist. Der Stab soll in einem gewissen (aber kleinen) Abstand zum Objekt liegen und es nicht überdecken. So können Sie durch Wegschneiden des Stabs den Gegenstand ohne diesen zeigen, wenn er stört. Neben das Gerät gestellte Zettel mit Modellbezeichnung etc. sind weitere Hilfsmittel zur späteren Identifikation. Will man bei Farbfotos die perfekte Stimmung erreichen, fotografiert man den Apparat eingeschaltet, um die Skalenbeleuchtung und evtl. das «magische Auge» aufleuchten zu lassen.

Den richtigen Winkel nehmen
Betrachten Sie z.B. Kataloge oder alte Prospekte: Die Geräte sind mit einem Winkel von ca. 15 Grad hingestellt, die Aufnahme erfolgt leicht schräg von oben, mit einem Winkel von 6-9 Grad. Dem Betrachter zeigt sich die gleiche Seite, ausser der Apparat enthält ein wichtiges Detail (z.B. Bedienungsknopf) nur auf der anderen Seite. Diese Position ist empfehlenswert für die Hauptaufnahme der meisten Radio-Geräte. Besonders wenn beim Präsentieren mehrere Fotos miteinander sichtbar sind, sollte man den Winkel gut einhalten. Um das zu erreichen, spannen Sie besser eine Schnur im entsprechenden Winkel quer über den Tisch und entfernen sie jeweils vor der Aufnahme. Oder Sie schneiden sich einen grossen, schräg geschnittenen Karton. Um den Winkel von 15 Grad zu erhalten, versetzt man die Schnur bei einer Breite von 120 cm um 32 cm. Mit dem Fotoapparat entfernen Sie sich im rechten Winkel zum Tisch von der näheren Kante des Objektes weg. Das Objektiv der Kamera steht pro 75 cm Entfernung 10 cm höher als die obere, vordere Ecke des Objekts.
 
Mit stärkeren Vergrösserungen nimmt auch die Gefahr zu, dass man das Korn des Films (Digitalkamera = Bildrauschen) auf der Abbildung sieht. Um starke Vergrösserungen zu vermeiden, nimmt man besser formatfüllend auf; doch ist ein schmaler Rand aussen freizuhalten.

Perspektivisch gut aufnehmen
Beim Gebrauch von Kleinbildkameras nehmen Sie möglichst keine Brennweite unter 50 mm. Vor allem «Pocketkameras» verwenden eine zu kleine Brennweite von 35 mm. Gut wäre eine Brennweite von 80-135 mm, damit die senkrechten Linien eines Apparates auf dem Foto relativ senkrecht bleiben bzw. keine perspektivischen Verzerrungen (stürzende Linien) auftreten.

Man nimmt einen möglichst grossen Abstand zum Motiv bei nahezu formatfüllender Aufnahme ein. In seltenen Fällen will man die Perspektive betonen, verwendet das Standard-Objektiv und geht näher an das Objekt. Mit anderen Worten: Je grösser die Brennweite, desto weniger Perspektive zeigt das aufgenommene Objekt auf dem Bild. Brennweiten von mehr als 135 mm können einen «verdichteten» Eindruck ergeben, d.h. die perspektivischen Linien zu schwach darstellen. Bei Gegenständen, die viel Perspektive verlangen, ist das Standard-Objektiv von 50 mm Brennweite (etwa dem des menschlichen Auges entsprechend) richtig. Die Brennweite ist bei Digitalkameras um 1,6 fach grösser als bei konventionellen Ojektiven angegeben.

Steht nur ein Weitwinkel-Objektiv zur Verfügung und ist Obersicht gewünscht, gibt es einen Trick, um Verzerrungen zu verringern: Man geht so weit vom Objekt weg, bis bei (nahezu) parallel zum Objekt stehender Kamera (also nicht geneigt, sondern im Lot) das Objekt ganz auf dem (unteren) Bildausschnitt erscheint. Die Seitensicht ergibt sich sinngemäss. Der Gegenstand ist nun nicht formatfüllend auf dem Film - dafür aber unverzerrt. Zur Vergrösserung gelangt nur der Ausschnitt mit dem Objekt; man verlangt eine Ausschnitt-Vergrösserung. Wegen des Korns lässt sich der Trick nicht weit treiben.

Hintergrund freistellen
Es stört ausserordentlich, wenn sich ein Gerät gegen einen kontrast- und abwechslungsreichen Hintergrund zu behaupten hat, der möglicherweise innerhalb der Schärfentiefe liegt. Gut: Gegenstand auf einem hellen (weissen) Tisch vor eine weissgetünchte Wand stellen. Besser hängen Sie einen genügend breiten, biegsamen, weissen oder hellgrauen Halbkarton an die Wand, der mit einer grossen Rundung hinten auch den etwas von der Wand entfernten Tisch bedeckt. Man nennt diesen Halbkarton Hintergrundpapier. Spezielles Hintergrundpapier gibt es in der Standardbreite von 275 mm von der Rolle zu kaufen. Gewisse Firmen führen auch die halbe Breite - z.B. in Rollen zu 11 m Länge. Der Karton soll zwischen Wand und Tisch eine möglichst sanfte Krümmung (Hohlkehle) bilden, also keinen Knick.
Eine billige Lösung bildet für kleine Geräte eine unifarbene Tapetenrolle. Neben der Standardbreite von 53 cm gibt es diese bis 80 cm Breite. Verwenden Sie Halbkartons mit angenehmen Kontrastfarben oder hängen Sie einen entsprechenden, faltenlosen Stoff über den Karton, den Sie zum Versorgen auf eine Rolle wickeln. Sogenannte Stofftapeten sind in der Breite von 100 cm erhältlich und beinhalten einen Papierträger. Ein mir bekannter Sammler verwendet eine feine Wolldecke, die er über zwei Stühle hängt - die Struktur des Stoffes ist jedoch zu gut sichtbar.

Der Gegenstand soll etwas zurückversetzt stehen, damit der Karton die Vorderseite aufhellen kann. Bei spiegelnden Flächen besteht jedoch die Gefahr, dass sich damit die Fläche im unteren Teil des Apparates abbildet, was durch eine sichtbare und begrenzte Aufhellung auffällt. Das Fotoobjekt soll nicht nahe der Hohlkehle stehen, damit man diese, wo nötig, durch fehlende Schärfentiefe «aussoften» kann. Mit diesen einfachen Hilfsmitteln arbeitet auch der professionelle Fotograf. Bei richtiger Beleuchtung sieht man nur das Gerät! Allerdings ist dieses vorher auf der Unterseite zu reinigen, damit der Karton nicht Flecken annimmt.

Besonders bei sehr dunklen Geräten achten Sie darauf, dass die Oberseite des Objektes vom hellen Hintergrund nicht zuviel Licht erhält. Manchmal ist ein dunklerer Farbton des Hintergrundpapiers in diesem Fall besser, wie auch beim beigen oder weissen Gerät. Der Kontrast zum Hintergrund darf weder zu klein noch zu gross sein! Besonders bei der automatischen Entwicklung des Filmmaterials entstehen bei zu grossem Kontrast und nicht formatfüllender Aufnahme falsche Entwicklungen.

Den Kontrast von Geräteteilen und Hintergrund mit Beleuchtungsmitteln optimal zu gestalten, ist schwieriger als mit den besprochenen Massnahmen. Seitlich aufgestellte Tafeln helfen gut bei schwierigen Aufnahmen. Schatten unter den Konsolen sind mit ein bis zwei versteckten Lampen (z.B. Taschenlampen) vermeidbar. Besser löst man das Problem mit einem grossen Stück opalisiertem, biegsamen und farblosen Plexiglas, das wie Hintergrundpapier an Wand und Tischgestell ohne Tischplatte zu befestigen und von unten leicht zu beleuchten ist. Schwere Apparate sind dann von unten abzustützen.

Richtige Beleuchtung wählen
Es gibt keine bessere Beleuchtung für unsere Zwecke als leicht bedeckte oder bewölkte Tage, und die haben wir zur Genüge! Eine gewisse Helligkeit ist vonnöten, da sonst ein trister Eindruck entsteht. Die Objekte sind also möglichst im Freien aufzunehmen!

Die Arbeit mit künstlichem Licht wirft viele Probleme auf, die man mit verschiedenen Techniken zu lösen versucht: Mindestens drei Lampen zu 500 Watt (z.B. Halogen-Baustellenlampen), richtig aufgestellt und indirekt beleuchtend. Bewusst setzt man ein Hauptlicht und zwei «Schattenheller». Auch kommen Decke, Seitenwände, Schirme, Spiegel, halbtransparente Materialien vor dem Licht etc. als Reflektoren (Bouncer) oder als Diffusor (Diffuser) in Betracht.

Etwas seitlich einfallendes Licht ist besser, um die Strukturen der Bedienungselemente etc. plastisch hervorzuheben. Der professionelle Bouncer-Schirm lässt sich mit einem Regen- oder Sonnenschirm nachbilden, indem man Haushalts-Alufolie zwischen Schirm und Speichen steckt. Als Diffusor (Weichzeichner) kommen halbtransparente Flächen wie sandgestrahltes Glas, "Butterbrotpapier", halbtransparente Kunstofffolien oder Plexiglas etc. in Frage. Wichtig ist, dass das Material farbneutral ist uhd genügend Abstand von der Lichtquelle (Wärme) hat.

Bei «Multilicht-Techniken» schiesst der Fotograf viele Blitze (ein Dutzend oder mehr) von verschiedenen Seiten. Es dienen auch viele im Kreis aufgestellte, bewegte Lichter oder eine Lampe, mit der man den Gegenstand quasi umkreist. Diese Techniken benötigen eine lange Belichtungszeit und sehr schwaches Licht für den Fotografen. Bei Farbaufnahmen funktioniert das bekannte Rotlicht (für den Fotografen) nicht, da die heutigen Filme sehr empfindlich darauf reagieren. Die Konstanz der Beleuchtung ist bei den Multilicht-Techniken schwierig zu erreichen. Einfacher ist das Blitzen gegen eine grosse Leinwand, weisse Wand etc., so dass der Gegenstand nur indirektes Licht erhält. Professionelle Studios setzen einen Tisch aus Plexiglas oder einen Plexiglaskonus ein, um Reflexionen und Schatten auszuschliessen - bis hin zu polarisiertem Licht.

Kein Mischlicht verwenden
Die wohl wichtigsten Beleuchtungstypen sind Tageslicht (5500 K), die Glühlampe (2600 (40W) bis 3400 K (Halogen, Fotolampe) für Kunstlichtfilme von 3200 K). Nimmt man Lumineszenzstrahler, also Leuchtstoffröhren (Neonlampen mit bis zu 9000 K), Elektronenblitze oder Gasentladungslampen und mischt das Licht mit Tageslicht oder Glühlampen etc., dann sind Farbabweichungen vorprogrammiert. Das gilt auch für Sparlampen ausser es seien spezielle Foto-Leuchtstofflampen. Sparlampen und Leuchtstofflampen, Neonlampen haben zudem keinen nachleuchtenden Faden, flackern also eigenltich. Das kann bei ganz kurzen Verschlusszeiten Probleme bilden. 

Ein mit Glühlampen beleuchtetes weisses Blatt Papier erscheint für einen Film rötlich; unter einer Fluoreszenslampe (Leuchtstoffröhre) erhält es einen unnatürlichen grünlichen Farbstich. Bei der Digitalfotografie erfolgt mit dem Weissabgleich eine Abstimmung der Digitalkamera auf die Farbcharakteristik des Lichts. Dies wird bei Mischlichtsituationen problematisch.
 
Wichtig ist ein verstellbarer Polarisationsfilter
Man stellt ihn meistens so ein, dass die Oberseite des Gerätes den dunkelsten Eindruck erweckt. Bei vielen Fotos von Radios sehen Sie zu helle oder gar keine Oberseiten der Geräte - das vermeiden Sie mit diesem einfachen Mittel!

Besonders bei dunklen Geräten fehlt meistens Licht von vorne. Bei bedecktem Himmel lässt sich der Apparat etwas nach hinten kippen, dafür arbeiten Sie mit keinem oder einem niedrigen Tisch, um die Winkel einzuhalten. Röhren spiegeln die ganze Umgebung, was mit einem Dach oder Zelt aus halbtransparentem Papier (Plankopieranstalt) auszuschalten ist. Den Kontrast erhält man mit einem dunkelgrauen Hintergrundpapier.

Blendenöffnung und Schärfentiefe
Blende 8-11 bis maximal 16 bei längerer Brennweite ergibt gute Bilder. Grössere Blenden (kleinere Zahl!) ergeben meist ungenügende Schärfentiefe, kleinere können aus zwei Gründen zu Unschärfe führen: Das Licht beugt sich am Blendenrand und bei üblichen Kameras schliessen die Lamellen nicht exakt. Man lässt die Kamera fix stehen und wählt den Draht- oder Selbstauslöser, wenn die Belichtungszeit länger als eine 1/125 Sekunde beträgt. Mit einem guten Stativ geht das besser. Gut ist auch ein kleiner, mit Trockenerbsen (leichter als z.B. Reis) gefüllter Sack (ca. 25 x 35 cm mit Reissverschluss); hier liegt der Apparat mit Objektiv ruhig in einer vibrationsarmen Mulde. Freihändig fotografieren Sie sicher, wenn Sie den Wert der Brennweite im Vergleich zur Verschlusszeit nicht wesentlich unterschreiten, also 1/60 bei 50 oder 1/125 Sekunden bei 135 mm Brennweite einstellen.

Wie würde man (mit Budget für Kleinbildkamera) ideal vorgehen?
Eine Digitalkamera oder Spiegelreflex-Kamera mit Zoom bis 135 mm (z.B. auf 90 mm eingestellt) auf einem guten Stativ oder auf dem berühmten Säckchen mit Trockenerbsen nehmen und aus immer der gleichen Position fotografieren. Das Objekt steht frei vor/auf hellem Halbkarton (Hintergrundpapier) mit Hohlkehle, die Vorderseite durch weissen, davorliegenden Karton aufgehellt. Beleuchtung: Draussen bei bedecktem, aber lichtem Himmel; Polarisationsfilter vorsehen. Hochglänzende Teile mit schwarzen Tafeln links und rechts hervorheben. Die Tafeln rufen in den verchromten oder polierten Teilen Reflexe hervor. Wichtig ist, dass Sie Ihr Auge auf Reflexe im Objekt, z.B. auf der Skala oder auf Flächen trainieren. Manchmal lassen sich Reflexe durch ein Verschieben der Kamera schon zum Verschwinden bringen, besser fotografieren heisst, fotografieren mit System. Gut fotografieren oder besser fotografieren heisst also auf Details achten. Gut fotografieren oder besser fotografieren heisst also nicht unbedingt mehr Geld ausgeben.

Über das Buch «Radios von gestern» gibt es interessante (und prominente) Kommentare bei www.amazon.de zu sehen. Die dritte Auflage ist aber schon länger ausverkauft. Nun gibt es aber eine günstige (etwas einfachere) Neuauflage (Auflage 4) zu 40 Euro. Bestellen kann man direkt bei

Funk Verlag Bernhard Hein e.K.
Elisabethstr. 16 b
06847 Dessau-Roßlau
Tel. 0340-5412210
Fax 0340-5412217

Nachtrag zu "gut fotografieren" vom 2. Juli 2007: (Der Beitrag hat nun in Europa Platz 1 von 12,5 Mio Begriffen).

Es gibt einen Thread von Mitgliedern des www.radiomuseum.org :
http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=22084 zum Thema "gut fotografieren" - in den auch dieser Link vorkommt, der zeigt, wie man das zu fotografierende Objekt so hinstellt, dass es plastisch wird und wie man das Zurückspiegeln von Licht wirkungsvoll verhindert - allerdings sollte das Papier etwa die Farbe des Objektes aufweisen, weil sonst unschöne Farbveränderungen entstehen. Den Polfilter kann man dann für eine andere Spiegelebene verwenden, im Beispiel z.B. für die rechte Seite.

This article was edited 11.Oct.09 10:08 by Ernst Erb .

Martin Renz
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Mit ein paar wenigen Tricks lassen sich gut aussehende Fotos auch ohne teure Kameras oder raffinierte Bildbearbeitung erstellen. Im folgenden habe ich dokumentiert, wie das Foto eines Prüfsenders entsteht. Ich möchte hier ergänzend zu obigem Artikel darstellen, wie mit minimalem Aufwand brauchbare Fotos entstehen können.

Der Aufbau
Wünschenswert ist bei Sachaufnahmen dieser Geräte, dass sie vor einem weissen Hintergrund "freigestellt" erscheinen. Dies lässt sich mit einem weissen, biegsamen Untergrund leicht erreichen. Vielfach wird weisser Karton genommen, der allerdings den Nachteil hat, leicht zu verschmutzen und der auch leicht beschädigt wird. Ich bevorzuge eine 0,8mm starke Platte aus Melaminharz-Laminat, besser bekannt als "Resopal". Diese werden von vielen Tischlern verarbeitet, die von mir verwendete Platte wird als "Gegenzug-Laminat" für die nicht sichtbare Seite von zu beschichtenden Holzplatten verwendet und verhindert im Normalfall ein Verziehen von ansonsten nur einseitig beschichteten Platten. Aus diesem Grund ist sie relativ preiswert und bei den meisten Tischlern, die mit Laminaten umgehen, auch in Reststücken erhältlich. Man muss mit Unkosten von etwa 5-8 EUR pro m² rechnen. Eine Platte von 100 x 120-150 cm sollte für die meisten Fälle ausreichen und lässt sich bei Nichtgebrauch leicht hinter dem Schlafzimmerschrank o.ä. verstauen. Sie ist flexibel genug, um durch das Eigengewicht der Geräte zu einer erwünschten Rundung verformt zu werden und hat eine matte, leicht mit Glasreiniger sauberzuhaltende Fläche. Weisse Leintücher oder ähnliches sind dagegen nicht geeignet, da die Falten unerwünschte Schatten werfen.

Der Aufbau
Das Foto zeigt den von mir verwendeten Aufbau auf der Terrasse auf einem Gartentisch. Ein Gartenstuhl auf dem Tisch ersetzt die hier fehlende Wand zum Anlehnen der weissen Platte.
Der Fotoapparat steht auf einem Stativ vor dem Tisch. Eine relativ einfache Digitalkamera genügt bei den zu erzielenden Auflösungen von max. 933 x 700 Pixel im RM. Fotohandys erzeugen bisher meist noch zu unscharfe Aufnahmen um für diesen Zweck geeignet zu sein.

Die Beleuchtung
Nun bedarf es noch der richtigen Beleuchtung. Diese ist in unseren Breiten recht häufig vorhanden: Ein Tag mit Haufenwolken oder leichter Bedeckung ist ideal.

Himmel
Nicht geeignet ist direktes Sonnenlicht, wegen der sich dann bildenden unschönen und harten Schatten (siehe folgendes Beispiel)

Man könnte zwar an Sonnentagen in den Schatten ausweichen, dies zieht aber mehr oder weniger grosse Probleme mit der dort bläulichen Lichtfarbe nach sich. Ein Ausweg kann der "manuelle Weissabgleich"sein, der von einigen Kameras angeboten wird. Am besten wird er durchgeführt, bevor das Gerät auf dem weissen Hintergrund plaziert wird.

Besser ist es, wenn die Sonne gerade hinter einer Haufenwolke steht, die Schatten sind dann nur schwach zu sehen, das Bild wirkt dennoch plastisch. Bei starker Bewölkung ist der Kontrast oft so gering, dass das Bild "flau" wirkt. Dies kann und sollte dann anschliessend in einem Bildbearbeitungsprogramm ausgeglichen werden. Praktisch alle Programme bieten eine Bearbeitung des Kontrastes und der Helligkeit, bessere Programme erlauben feinfühlige Veränderungen der Gradationskurven oder bieten automatisch Kontrastverbesserungen, die oft brauchbare Ergebnisse liefern.

Spiegelungen
Der weisse, freistellende Hintergrund hat einen Nachteil: er spiegelt sich in der oberen und der seitlichen Fläche des Gerätes. Insbesondere Radiogehäuse, mit ihren oft polierten und dunklen Holzflächen sehen dann aus, als ob das Gehäuse weiss wäre und von der schönen Holzfläche ist nichts mehr zu sehen.

noch zuviele Spiegelungen
Abhilfe schaffen sogenannte "(schwarze) flags", damit sind im Fachjargon dunkle Flächen gemeint, die diese Spiegelung verhindern. In meinem Aufbau sind sie durch eine dunkle Wolldecke und einen schwarzen Hintergrundkarton improvisiert. Die richtige Anordnung sollte direkt aus der Position der Kameralinse beurteilt werden. Schwarz ist selten falsch, unter Umständen ergeben jedoch braune Flächen eine noch schönere Farbe des Holzes. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, die schwarze Fläche ins Bild ragen zu lassen. Sofern zwischen Gerät und "flag" noch eine weisse Fläche verbleibt, lässt sich diese später leicht in einer Bildverarbeitung wegretuschieren.

Das Ergebnis

Ergebniss
Das Ergebnis ist nun schon ein recht brauchbares Foto, welches sich von den Schnappschüssen in der Werkstatt, Wohnung oder Garage positiv unterscheidet, ohne viel Aufwand und Kosten verursacht zu haben. Für Perfektionisten fängt nun natürlich der Feinschliff im Photoshop oder ähnlichen Programmen an, dies ist aber in vielen Fällen nicht mehr unbedingt notwendig. Lediglich die Auflösung muss auf max. 933 x 700 Pixel für die Modellbilder bzw. max. 500 Pixel Breite für Forumsbeiträge heruntergerechnet werden. Der zuständige Menüpunkt in den Bildbearbeitungen ist dafür meist unter "Bild" - "Bildgrösse"/"Grösse ändern"/"Resize" etc. zu finden. Alternativ lässt sich die Bildgrösse in vielen Kameras auch von vorne herein auf 800 x 600 reduzieren. Dann muss aber gut formatfüllend fotografiert werden, eine Chance zum Einstellen des optimalen Ausschnittes besteht dann nicht mehr.

This article was edited 22.Feb.15 01:18 by Martin Renz .

Ernst Erb
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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Natürlich können wir mit jedem Röhrenfoto leben, das einem Interessenten/Sammler eine Röhre vorstellt - unter dem Motto lieber ein schlechtes Foto als keines - wir können ja später immer wieder bessere nach vorne stellen ...

Aber wenn schon, lohnt es sich doch, sich ein paar Gedanken über dieses Spezialgebiet zu machen: Sie sind eigentlich mit drei Röhrentypen konfrontiert:

1 Röhren mit einem Metall-oder Stahlkolben oder mit einer gefärbten Oberfläche
2 Transparente Glasröhren (sind nicht nur sehr frühe Typen)
3 teilweise oder ganz verspiegelte Röhren (Gettermaterial)


Auf dem untenstehenden Bild sehen Sie alle drei Typen: Diskusröhre aus der Schweiz (Zug, Zoug), Philips E-Röhre und Philips 367. Da habe ich die wichtigsten Utensilien zusammengestellt, abgesehen vom Licht und dem Stativ/Kamera.




Eigentlich sehen Sie einen billigen, leichten Klapptisch 80 x 60 cm, darauf eine dünne, weisse Platte aus einem Do-it-yourself-Laden (Baumarkt, Schreiner) von 78 x 100 cm und darüber eine Plexiglasfläche von 79 x 150 cm, so an die Wand gedrückt, dass sich die Plexiglasplatte zu einer leichten Hohlkehle beugt. Sie hat 3 mm Stärke, ist opal. Aufgepasst: Plexiglas kann kalt nur im 300 fachen Radius der Dicke gebogen werden, darüber hinaus bricht sie ohne Vorwarnung. Das ganze halten zwei Schraubzwingen.

Eigentlich benötigen Sie diesen Aufwand gar nicht, sondern es genügt die kleine Hohlkehle aus zwei Sperrholzbrettern, einem Kantholz zur Versteifung in der Hohlkehle mit einer dünnen weisslichen, wenn möglich nicht glänzenden Platte (Schreiner) zur Hohlkehle verleimt. Nun gut, eigentlich reicht auch ein weisser Halbkarton, den man gegen etwas lehnt und mit Klebeband vorne und oben befestigt.

Bei mir war der Grund zu dieser fixen kleinen Hohlkehle von 21 x 22,5 x 32 cm "meine" Haube, die Sie darüber schräg angelehnt sehen - mit dem primitiv ausgesägten Loch für den "Einblick" (Kamera). Sie ist aus halbtransparentem (opal) Plexiglas und heiss verformt. Wenn man mit dieser alleine arbeitet, hat man immer einen Unterbruch zwischen Tisch und Haube. Daneben sehen Sie noch Hilfsmittel aus Plexiglas und rechts schwach erkennbar ein halbtransparentes Blatt, zu einem Rohr verklebt. Damit lassen sich Restspiegelungen durch das Loch vermeiden, indem man es über das Objektiv stülpt und bis an die Aussparung führt.

Jetzt zur Praxis des Fotografierens:
1 Röhren ohne Glas mit seinen Problemen (Metall oder Glas deckend gefärbt)
Die können Sie problemlos aufnehmen wie im ersten und zweiten Post dieses Threads.
 
2 Röhren mit transparentem Glas
Diese zeigen Spiegelungen, die Sie auch mit einem Polfilter nicht weg bringen. Es gibt viele Wege, diese zu fotografieren. Ich zeige Ihnen nur meinen Weg: Ohne Plexifuss oder anderer Befestigung auf die kleine Hohlkehle stellen, Haube darüber, evtl. halbtransparenten Tunnel (Blatt zu einer Röhre geformt) zwischen Öffnung in der Haube und Kamera verwenden - und Sie haben dann relativ gute Bilder, wenn genügend Licht in diese Haube dringen kann. Siehe hier mit nur natürlichem Licht und mittelmässigen Verhältnissen:



Mehr ersehen Sie direkt auf dem Röhrenblatt: OCK (eine Poströhre)
http://www.radiomuseum.org/dsp_tube.cfm?tube_pk=16116

Hier oben sehen Sie in der Mitte eine schwarze Stelle mit etwas Verfärbungen darum herum. Das ist die Abbildung des Einfalles durch das Loch der Haube. Unvermeidlich ist das natürlich immer in der Mitte, doch wie über den Link sichtbar, lässt sich das meistens mit einem guten Bildbearbeitungsprogramm entfernen (Stempel oder besser (evtl. danach) "Reparatur-Pinsel). Die Kamera sollte nicht automatisch auf höhere ISO-Werte gehen sondern die Verschlusszeit verlängern. Das ist bei Selbstauslöser und Stativ kein Problem. Andernfalls erhalten Sie u.U. viel zu viel Bildrauschen.

Das sind relativ "tote" Aufnahmen, die man vor allem dann so vornimmt, wenn man technische Details zeigen will. Spiegelungen würden da stören.

3 teilweise oder ganz verspiegelte Röhren
Das ist so ziemlich das Schlimmste, was man fotografieren kann, besonders bei kugelförmigen Röhren wie das die Philips 367 ist.
Eine schöne österreichische Rören, die LL25 von Kremenezky oder die 367 zeigen sich dann so - obwohl die Kremenezky LL25 bearbeitet ist:



Im besten Fall haben Sie eine matt statt glänzende Röhre (367), die ihren "wahren Charakter" nicht zeigt und im schlechteren Fall das Resultat links (LL25). Auf dem Fototisch erkennen Sie drei (günstige) LED-Lampen, mit denen man Punktlichter erzeugen kann. Ein Versuch im dunklen Raum, Punkte eher hinter der Wölbung haben auch schlechte Resultate geliefert.

Eigentlich gibt es für solche Röhren nur einen Weg: Möglichst eine homogene Umgebung, die Röhre am höchsten Punkt, die Kamera weit weg (klein), Selbstauslöser, verschwinden. Grundsätzlich zeichnet sich alles ab - Sie können es drehen wie Sie wollen. Auf der 367 spiegelt sich sogar die Schrift auf dem Getterbelag, wird also doppelt (siehe z.B. "HIL" bei Philips).

Nur teilweise verspiegelte Röhren lassen sich mit der "Freiluftmethode an gegenüber der Umgebung hoch gelegenem Ort" noch am besten darstellen. Aber zu aufwändig soll die Methode ja nicht sein. Wir sind schon froh, wenn die Einbringer die Röhre gerade einrichten und nicht farbige Hinterlagen nehmen, was natürlich den Eindruck stark verfälscht. Die Stifte sollten sich nicht gegenseitig verdecken.



Im linken Bild sehen Sie die "tote" 367 und rechts eine auf dem gedeckten Balkon aufgenommene. Beide Aufnahmen haben ihre Fehler. Links sind die Stifte gut getrennt aber es ist keine Hohlkehle da, also sieht man einen zu deutlichen Übergang von Stiften zum Sockel. Oben sieht man dann die Unterlage, auf dem die Röhre steht und die Begrenzung der Fläche durch die Haube. In der Mitte das Guckloch, das man aber sehr gut entfernen kann. Rechts zeigt die Röhre den Spiegelcharakter aber der gedeckte Balkon nimmt zu viel Raum ein in diesem Spiegel und ist zudem nicht überall weiss.

Da die meisten Röhren eher nur oben verspiegelt sind oder unterhalb der Kolbenrundung sich zum Sockel zu verjüngen, gibt es eine bessere Methode: Man vermeidet, dass die Umgebung einfällt, indem man die Röhre leicht von unten her aufnimmt. Allerdings funktioniert die Methode leicht schräg durch ein Glas hindurch wegen optischen Problemen und wegen der schnell sichtbaren Glasfarbe nicht, doch kann man Röhren zu diesem Zweck an zwei Fäden aufhängen, die man mit einem Klebstreifen hinter der Röhre Befestigt.

Die Röhre soll sich leicht nach hinten neigen, so dass der bedeckte Himmel spiegelt und nicht Sie, die Kamera und die Umgebung. Ich habe das rasch mit zwei Stativen auf der Terrasse aufgestellt. Natürlich fotografiert man gegen das Haus zu und hat hinter der Röhre ein weisses Papier aufgehängt, u.U. so weit weg, dass es in die Unschärfe "verschwindet". Die Spuren der beiden Fäden (Ich habe Fischerleine verwendet) kann man rasch und leicht entfernen, wie Sie hier erkennen:
http://www.radiomuseum.org/dsp_tube.cfm?tube_pk=16029
Allerdings hat das rasch improvisierte Muster einen viel zu dunklen Hintergrund - es war schon fast 19 Uhr ... Hier noch das Provisorium:



Die Röhre würde weich fallen und nirgends hinrollen ;_) Sie sehen die Fadenspuren im einen Bild und die Klebestreifenaufhängung im anderen. Die Aufnahme ist ein Schnappschuss meines Sohnes (Frank).

Unser Fotobeitrag wurde übrigens bis jetzt 3307 Mal eingesehen. Mit den beiden Worten (auch ohne Gänsefüsschen) "gut fotografieren" erhält man ihn über Google momentan an erster Stelle von 691.000 gleichnamigen Beiträgen ...

This article was edited 14.May.05 20:10 by Ernst Erb .

Ernst Erb
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03.Feb.06 06:59

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Röhren kann man auch mit einer ganz anderen Technik bildlich darstellen statt sie zu fotografieren. Der folgende Beitrag zeigt, wie man mit dem Scanner sehr gute Aufnahmen erarbeiten kann.

http://www.radiomuseum.org/forum/roehren_einfach_kopieren.html

Besonders in Post 8 zeigt Martin Renz mit Bildern, wie man Röhren erfolgreich scannen kann. Das funktioniert auch mit billigen Scannern, z.B. Occasionen. Verschiedene Scanner sind auch erwähnt. Kleinere Gegenstände aller Art lassen sich so scannen statt fotografieren. Dazu finden Sie noch Links zu Beiträgen wo es um die Weiterverarbeitung eines Scans oder von Fotografien geht.
Ernst Erb
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CH  Articles: 5571
Schem.: 13736
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19.Feb.06 09:30

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5 Nach dem Fotografieren ist eine Bildbearbeitung nötig. Dafür gibt es zahlreiche Programme, angefangen von Gratisprogrammen, zu Shareware bis zu teueren Profiprodukten wie PhotoShop. Die Programme sind alle leider auch ganz verschieden zu bedienen, weshalb wir uns auf das beste der Gratisprogramme ausgerichtet haben. Konrad Birkner zeigt: Wie Fotos mit Irfanview bearbeiten.

Übrigens zeigt Franz-Josef Haffner noch das Thema Schaltpläne bearbeiten - mit vielen Bildern, damit man das ganz einfach nachvollziehen kann. Seine Anleitungen sind ebenfalls für Irfanview 3.98. Hier holen Sie das Programm gratis.

This article was edited 19.Feb.06 09:37 by Ernst Erb .

Dirk Becker
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19.Feb.06 21:24

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Wer ein professionelles Programm für seine Bildbearbeitung nutzen will, dem kann ich Gimp sehr empfehlen. Der Funktionsumfang entspricht durchaus dem von Adobe Photoshop, der Preis ist Dank Opensource kostenlos. Die Bedienung ist nicht ganz einfach, aber mit ein wenig Einarbeitungszeit sind sehr gute Resultate zu erzielen.
Aber Vorsicht: Wer Bilder einfach nur verkleinern und komprimieren will, für den ist Irfanview das sicherlich bessere Programm.
Mehr siehe unter The Gimp.

Gruß

Dirk Becker
Ernst Erb
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06.Oct.06 12:13

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Hier verlinke ich weitere Beiträge zum Thema der Sachfotografie, denn Sachaufnahmen sind nicht einfach, wenn man gute Resultate erzielen will.

Georg Richter zeigt eine einfache Methode um Röhren ohne störenden Hintergrund fotografieren zu können. Bei Aufnahmen für das Radiomuseum.org ist auch zu beachten, dass man wirklich grosse Bilder erhält, wenn man auf das Kleinbild klickt. Bei Röhren sind möglichst die 700 Pixel Höhe auszunutzen, und zwar soll die Röhre möglichst wenig Platz in Höhe und Breite frei lassen (Format-füllend zuschneiden, wenn nicht schon so aufgenommen). Das zeigt Georg Richter schön. Horizontal (bei der Breite) haben wir als Maximum 933 Pixel als Ziel.

Ernst Erb
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17.Apr.07 12:22

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Hier noch der Link zum Beitrag "Röhren einfach kopieren". Der Beitrag zeigt wie man z.B. Röhren gut mit einem Scanner "fotografieren" kann. Er zeigt auch auf, dass sich dazu nicht jeder Scanner eignet und wie man fast gratis einen Scanner anschaffen kann.

Zu diesem Thread hier:

Heute sind es 4 Jahre seitdem dieser Beitrag mit dem Titel "Gut fotografieren; besser fotografieren, Fotos mit System" erschienen ist. In diesen 4 Jahren ist er 13428 Mal aufgerufen worden. Das sind etwa 10 Aufrufe pro Tag. Auch wenn wir stolz darauf sein können, dass gute Beiträge bei uns im Durchschnitt mehrmals pro Tag gelesen werden, ist das ein ausserordentliches Ergebnis. 

Was macht einen Beitrag attraktiv?
In diesem Fall kam der Beitrag "Gut fotografieren; besser fotografieren, Fotos mit System" mit der Eingabe der beiden Worte: gut fotografieren - bei Google nahezu immer auf den ersten Platz - von jetzt ca. 1,5 Mio Treffern. Das Gleiche passiert natürlich auch einem seltenen Suchbegriff wie "Röhrenchronik" von Jacob Roschy - mit 2 Treffern, die vom 23.10.03 stammt und nun 8869 Mal aufgerufen ist. Offensichtlich wird das Suchwort doch öfters verwendet. 

Der Unterschied ist aber riesig: "gut fotografieren" ist wegen unsererem guten PageRank, der "einigermassen richtigen Länge", Suchbegriff im Titel und im Text genügend wiederholt (aber nicht zu viel), Text mit einem gewissen Umfang - mit anderen Worten auf Grund von Suchmaschinenoptimierung auf den ersten Platz gekommen. Röhrenchronik hingegen weil der Begriff praktisch keine Konkurrenz hat.

Mit anderen Worten:
Eine Suchmaschine kann die Qualität eines Beitrages nicht beurteilen, doch kann ich mir vorstellen, dass auf Grund der grossen Verbreitung der Google Toolbar diese Suchmaschine auf Grund der Verweildauer der Leser das beurteilen kann. Ich kann mir keinen anderen Grund vorstellen, waum andere Suchmaschinen auf solch miserable Resultate kommen wie etwa die Metasuchmaschine Metager. Man kann die Relevanz eigentlich leicht beurteilen - als Mensch ...

Was man nie vergessen darf:
Eine gute Suchmaschine (wie Google) verschleiert ihren Algorithmus, z.B: auch durch völlig andere Gewichtung während einer gewissen Zeit. So ist "gut fotografieren" momentan verschwunden, auch wenn man mit einem Zusatzbegriff auf unsere Site beschränkt. Das erlaubt, (noch) nicht erfolgreichen Inhalten eine Möglichkeit des Durchbruchs zu schaffen, was äusserst fair ist. Es wird mich interessieren, wann "gut fotografieren" wieder "dabei" ist ... ;-) - und an welchen Platz der Beitrag kommt.

Jedenfalls ändert die Gewichtung praktisch jenden Monat auch leicht. Die Anzahl der Parameter ist bei Google sehr gross. Das Spiel "Räuber und Poli" kann weiter gehen.

Ernst Erb
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18.Oct.08 22:54

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Hier kann ich besonders grosse und interessante PDF's hochladen. Im Forum haben wir die Grösse von Anlagen auf 200 KB beschränkt. Das Ziel ist, grössere Dateien andernorts (z.B. im Forum) als Link aufführen zu können, und zwar in einer Weise, dass sie direkt dort ersichtlich sind. Dazu benötigen wir die Speicheradresse (URL) des Dokuments. 

Wir haben die maximale Dateigrösse von 2 auf 6 MB erhöht. Damit ist die Übertragunsdauer u.U. lange und die Bandbreite ist belastet. Diese ist am neuen Ort grösser. Die Speichergrösse ist für die relativ kleine Anzahl von solchen Beiträgen nicht das Problem.

Beschreibung der Anlagen
(bei Neuhochladungen müssen wir die Links anpassen)

Ln21021 RMorg09d
Umfangreicher Restaurationsbeitrag über den Kurzwellenempfänger "Ln 21021 Schwabenland" von Peter Treytl. Mir scheint das eine absolute Spitzenarbeit zu sein, die Herr Treytl auf 33 gut dokumentierten PDF-Seiten zeigt. Im Word betrug der Beitrag ca. 40 MB. Unser erster Versuch, die mehr als 50 Bilder auf 150 DPI zu reduzieren und die Qualität auf 25 % zu setzen brachte wohl 2 MB war aber nicht die Qualität, die wir uns wünschen. Jetzt nehmen wir 250 DPI und Qualität 30% = 3,43 (bzw. 3,523) MB. Das können wir uns als Muster vorstellen. Wir haben beim Modell verlinkt und bei "guten Texten". Übrigens: "gut fotografieren" kann Herr Treytl ;-)

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This article was edited 24.Oct.08 14:37 by Ernst Erb .

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19.Nov.09 17:24

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Der Beitrag, "Gut fotografieren; besser fotografieren, Fotos mit System" ist im Moment bei Google nicht mehr auffindbar. Zumindest im April 2007 war das auch schon Mal für einige Tage der Fall. ist im Post 8 beschrieben. Inzwischen gibt es auch 8,5 Millionen Treffer bei der Eingabe von: gut fotografieren, also eine riesige Anzahl von Beiträgen zum Thema Fotografieren. Da sind sicher auch Leute dabei, die als Fachmann das Thema viel besser beschreiben.

Der Beitrag hat momentan auch PageRank Null oder unbekannt, wie wenn es ihn nicht gäbe ...
Es gibt bei uns noch weitere Beiträge über "Radios gut fotografieren" oder "Röhren fotografieren", die man mit dem SEARCH findet.

  
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