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Senderreichweite analog - digital

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Forum » Radio- and technical History » Technical history: 1920 and later » Senderreichweite analog - digital
           
Dietmar Rudolph
Dietmar Rudolph
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05.Jul.11 15:39
 
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Anläßlich des geplanten Neustarts von DAB, diesmal als DAB+, soll die Reichweite des Sendernetzes betrachtet werden. (Der wievielte "Neustart" von DAB ist das eigentlich seit Mitte der '90er Jahre?)

In diesem Zusammenhang ist ein Vergleich mit der Reichweite analoger Sender deshalb von Interesse, weil die auftretenden Störungen, insbesondere an der Grenze des Versorgungsbereichs, völlig unterschiedlich sind zwischen analogen und digitalen Übertragungsverfahren.

Von DRadio wird die folgende Karte der Reichweite für ihre Programme mit DAB+ im Programmheft Juli 2011 angegeben.

Im "Handbuch der Funk-Technik, Bd. 3, Frankh, 1936" wird die damalige Reichweite des Mittelwellen-Sendernetz gezeigt.

Auf dieser Karte lassen sich zwar leider keine Namen mehr lesen, aber man erkennt deutlich, daß auch zur damaligen Zeit die Flächenversorgung höchst lückenhaft war. Das hatte der Begeisterung für das neue Medium Rundfunk damals jedoch keinen Abbruch getan. Und der Rundfunk hat sich durchgesetzt - trotz anfänglicher Versorgungslücken.

Kann man deshalb davon ausgehen, daß DAB+ heute ebenfalls zu einer Erfolgsgeschichte werden wird? So ganz selbstverständlich scheint das nicht zu sein, wie es von den Befürwortern der (vollständigen) Digitalisierung des Hörrundfunks gerne propagiert wird. Dazu sind die Unterschiede zwischen den Situationen von damals und heute zu groß.

Im Jahre 1934 gab es keine Alternative zur Rundfunkversorgung mit AM Sendern. Man konnte somit nicht auswählen. Die Empfangsanlagen waren fast ausschließlich stationär. Man empfing vor allem den Orts- oder Bezirks-Sender, hatte also i.w. ein Programm zur Verfügung. In den schlecht versorgten Bereichen (außerhalb der markierten Versorgungsbereichen) war es mit erhöhtem Antennenaufwand (Langdrahtantenne 30m - 50m) trotzdem möglich, auch tagsüber Sender zu empfangen und abends sowieso, weil da der Fernempfang einsetzte.

Heute besteht keine derart "alternativlose" Situation.

  • Für stationären und mobilen Empfang gibt es ein gut ausgebautes UKW Sendernetz mit einer hochwertigen Übertragungsqualität und zusätzlicher Datenübertragung mit RDS. 
  • Die (noch nicht abgeschalteten) Sender im Mttelwellen- und Langwellen-Bereich sind ebenfalls statioär und mobil empfangbar.
  • Für stationären Empfang gibt es zudem den Empfang von Satelliten (z.B. Astra & Hot Bird). Hier hat man die Auswahl zwischen mehreren hundert TV und Radio-Programmen.
  • Ebenfalls stationär kann mit einem Kabelanschluß aus Dutzenden TV und Radioprogrammen gewählt werden.
  • I.w. stationär und eingeschränkt mobil kann im Internet ebenfalls aus vielen hundert TV und Radioprogrammen gewählt werden.
  • Mit DAB+ wird (zunächst) in ausgewählten Gebieten (s. Karte "Digitalradio") stationär und mobil eine Radioversorgung ähnlich wie über UKW angeboten werden.

Bei Betrachtung der stationären Empfangsmöglichkeiten für Rundfunkprogramme, kann man schon den Eindruck gewinnen, daß DAB+ vielleicht "nice to have", aber nicht notwendig ist.

Beim mobilen Empfang, speziell in hügeligen oder bergigen Gegenden, hatte DAB gewisse Vorteile, weil Echos (bis zu einer durch das System festgelegten maximalen Verzögerung)  keine Rolle spielen. Bei DAB+, das ein stärker komprimierendes Audiocodierverfahren verwendet, wird sich noch erweisen müssen, wie weit die Aussage da noch gilt.

Aber die Reichweitenkarte für DAB+ zeigt gerade, daß Mobilempfang entlang der Autobahnen in weiten Bereichen nicht möglich ist.

Der wirtschaftlich denkende Radiohörer wird sich also gegen ein Autoradio mit DAB+ entscheiden. Hier versucht offenbar die Politik gegen zu steuern, indem von neuen Geräten verlangt wird, daß diese auch DAB+ empfangen können. Bloß ist das im Sinne der Radio Hörer?

Betrachtet man den Energieverbrauch, so ist digitales Radio auf der Senderseite preiswerter, da mit geringerer Sendeleistung gearbeitet werden kann. Auf der Empfangsseite ist digitales Radio dagegen vom Energieverbrauch her ungünstiger, denn es wird schnelle Digitaltechnik erforderlich, die schon aufgrund der damit verbundenen schnellen (Speicher-)Umladungen einen erhöhten Stromverbrauch hat. Hinzu kommt, daß infolge der bei DAB+ angewendeten COFDM Mehrträgertechnik  im Empfänger stets alle im jeweiligen Bundle empfangenen Programme verarbeitet und decodiert werden müssen und erst ganz zum Schluß das gewünschte Programm ausgewählt werden kann, während alle anderen (ebenfalls vorhandenen) dann verworfen werden. Auch das führt im Empfänger zu erhöhten Strombedarf.

Bei einer digitalen Übertragung wird somit nur auf der Sendeseite Energie gespart, während auf der Empfangsseite ein erhöhter Bedarf entsteht. Wenn die geschätzten 300 Millionen UKW-Empfänger in D durch DAB+ Empfänger ersetzt würden, ergäbe das einen gewaltigen Mehrverbrauch von elektrischer Energie, den nun aber die Hörer bezahlen müssten.

Das Verhalten von analogen und digitalem Empfang an der Grenze des Versorgungsbereichs ist völlig unterschiedlich - und gewöhnungsbedürftig.

  • Analogempfang: Die Grenze ist definiert durch den für notwendig erachteten Störabstand. Hinter der Versorgungsgrenze nehmen die Störungen und das Rauschen/Geräusch  (merklich) zu. Es ist jedoch im Ermessen jedes einzelnen Hörers, ob die Sendung noch als "genießbar" empfunden wird oder nicht.
  • Digitalempfang: Die Grenze ist definiert durch das Signal-/Geräusch-Verhältnis bis zu dem eine sytemspezifische Fehlerrate  nicht überschritten wird. Da bei höheren Fehlerraten nicht mehr decodiert werden kann, schaltet der Empfänger auf "stumm" (muting). Es wird also hier immer wieder Unterbrechungen in der Wiedergabe geben.
    Digitalempfang ist digital: entweder einwandfrei oder aber gar nichts!

Man darf gespannt sein, wie viele digitale Empfänger in Folge dessen als "defekt" reklamiert werden.

Da die Produktion von Empfängern mittlerweile fast ausschließlich im asiatischen Raum statt findet, ist eine Digitalisierung des Hörrundfunks auch gleichzeitig ein Konjunkturprogramm dort und nicht in Europa, bringt also hierzulande auch keine neuen Arbeitsplätze - außer vielleicht bei der Müll-Entsorgung der UKW-Radios.

MfG DR

 
Rüdiger Walz
Rüdiger Walz
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05.Jul.11 20:24

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Hallo Herr Rudolph,

vielen Dank für die Erläuterungen zu DAB und DAB+, die Karten sind sehr interessant. Interessant ist auch, dass man anhand der Karte aus dem Jahr 1934 erkennen kann, dass wir erst ab Ende des ersten Jahrzehnts im zweiten Jahrtausend die Senderdichte MW-AM Sender von 1934 unterschreiten.

Und das 60 Jahre nach Einführung des UKW Rundfunks mit allen seinen Qualitätsvorteilen und das mit einem Standard, der fast 100 Jahre alt ist. DAB und DAB+ haben da offensichtlich noch etwas aufzuholen, vor allem da der Vorteil für den Hörer nicht feststellbar ist, sondern eher der Nachteil. Wann kommt DAB++ oder +++ ?

Bis vor kurzem konnte man also tagsüber das Empfangsgefühl von 1934 nachvollziehen. (Hier in Frankfurt mit dem AFN noch heute)

Deutsche MW-AM Sender verschwinden leider immer mehr, aber nachts ist LW, MW und KW glücklicherweise immer noch voll besetzt.

Rüdiger Walz

This article was edited 05.Jul.11 20:25 by Rüdiger Walz .

Jacob Roschy
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06.Jul.11 21:22

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Interessant wäre eine Gegenüberstellung von Energieverbrauch, Herstellungskosten und ggf. Platzbedarf der Elektronik, jeweils von der Antenne bis zum NF-Signal, von UKW-FM- Empfängern gegenüber DAB+ Empfängern.

Das IC TDA7021T welches alle aktiven Bauteile vom HF-Eingang bis zum NF-Signal enthält, hat einen Stromverbrauch von 6,3 mA @ 3 V, entsprechend = 18,9 mW ! Abmessungen dieses SMD-ICs sind 10 * 6 mm, einschl. Pins. 

Mit diesem IC, bzw. Klone davon, sind praktisch alle sogenannten FM Scan-Radios bestückt, wovon das komplette Radio einschl. Ohrhörer und Taschenlampen-Birnchen einen Stückpreis von 0.49 US-$ ab Werk in China hat. Das IC selbst kann dann nur wenige Cent kosten !

Nun müsste man noch die Daten und Kosten der HF- Bauteile höherwertiger UKW-FM- Empfängern und von DAB+ Empfängern kennen !

Es ist aber so schon abzusehen, dass im Billig-Empfänger- Segment DAB auf gar keinen Fall mithalten kann.

Wer will schon einen batteriefressenden DAB-Portable- Empfänger, wer zahlt schon einen drastisch höheren Preis für ein DAB- Küchen-, Nachttisch- oder Badezimmer- Radio ?

Sollte wirklich einmal UKW-FM abgeschafft werden, dann werden die ganzen Anwendungen von Billig- Empfängern entfallen. Diese Leute werden dann einfach kein Radio mehr hören und auf andere Unterhaltungsmittel zurückgreifen, zumal Radio bei der jüngeren Generation auch so schon kaum noch beachtet wird. Mit der Abschaffung von UKW-FM würde die Rundfunkbranche ihren wohlverdienten Untergang erheblich beschleunigen, es sei ihnen gegönnt.

Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ich mir jemals einen DAB- Empfänger anschaffen werde.

M. f. G. J. R.

 

This article was edited 06.Jul.11 21:23 by Jacob Roschy .

Martin Bösch
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06.Jul.11 22:31

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Lieber Herr Roschy, als begeisterter Kurzwellen- und UKW - DXer habe ich lange von den digitalen Betriebsarten nicht viel gehalten, inzwischen steht bei uns auch ein DAB+ - Radio, wenigstens werden die nun vom analogen TV freigewordenen Frequenzen wieder genutzt. Im DAB+  - Angebot sind mehr Stationen zu empfangen, als auf dem analogen UKW. Die Programme Swiss Classic, Swiss Jazz und Swiss Pop und das lange Zeit über Mittelwelle ausgestrahlte Volksmusikprogramm DRS Musikwelle sind nun nur noch über DAB+ zu hören.
Die Programmpalette war ein weiser Schachzug der Schweizer Radiogenossenschaft SRG die älteren Hörer an sich zu binden, die mit den Telephonrundspruchprogrammen Classic, Jazz und Pop  und dem früher stärker volksmusiklastigen Radio Beromünster grossgeworden sind und nun als erste den Schwenker zu DAB mitgemacht haben.
Auch das noch jugendlichere Jugendradio Virus, das eine jüngere Hörerschaft anspricht als DRS3, wird auf DAB+ ausgestrahlt, da will man die junge Hörerschaft erwischen, die das Programm nicht immer am Internet hören, und für zum Mittelalter zählende Hörer wie mich gibt's den ebenfalls auf UKW nicht zu empfangenden Infokanal DRS4 News.

Ob sich DAB in Deutschland durchsetzen kann, wird wohl davon abhängen, ob zusätzliche Spartenprogramme nur so empfangen werden können, denn dann ist der Hörer motiviert und muss sich wohl oder übel so ein "neumodigs" Radio anschaffen.

Liebe Grüsse Martin Bösch
 

Jacob Roschy
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08.Jul.11 20:52

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Hallo Herr Bösch,

ich habe grundsätzlich nichts dagegen, wenn DAB neben UKW-FM besteht, aber ich bin äußerst dagegen, dass es anstelle von UKW-FM bestehen soll !

UKW-FM muss so lange der Standard-Frequenzbereich bleiben, wie Bedarf dazu besteht !

Erst wenn niemand mehr UKW-FM hört und praktisch alle Hörer auf DAB gewechselt sind - und wenn sowohl die Preise wie auch der Stromverbrauch von DAB- Empfängern sich kaum mehr von UKW- Empfängern aller Preisklassen unterscheiden, dann könnte man UKW ausklingen lassen, so wie es heute mit AM geschieht.

Nur gibt es zwischen FM und DAB keinen derart großen Unterschied in Qualität und Störfreiheit wie zwischen AM und FM, welcher dazu führen könnte, dass die Hörer massenhaft von FM nach DAB wechseln würden.

Und was das Programmangebote betrifft, so bin ich für Deutschland sehr skeptisch. Auf UKW kann ich hier Programme aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz, aus Baden-Würtemberg, aus Hessen und aus Luxemburg sowie Frankreich empfangen. Ich bin mir sehr sicher, eine solche Auswahl bei DAB niemals zu haben.

Da, wo ich wirklich einen Vorteil habe, bin ich schon lange auf Digital umgestiegen. Schon im Jahr 2000 kaufte ich einen der ersten noch sehr teuren DVB-S- Receiver, mit dem ich über 2 LNBs sowohl kontinentaleuropäische Radioprogramme wie auch solche, die für England bestimmt sind, empfangen kann.

M. f. G. J. R.

 

Henning Oelkers
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29.Dec.12 23:58

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Hallo, Forum,

ein kleiner Erfahrungsbericht: Meine Schwiegereltern haben eine neue Stereoanlage bekommen, und natürlich gleich ein Gerät, welches auch DAB+ empfängt. Des Spaß hat ca 500€ gekostet.

Ich habe auf "Digitalradio.de" noch die Verfügbarkeit geprüft, am Standort ( Raum Rinteln/Weser ) ist sowohl mobiler als auch stationärer Empfang möglich. Es wird behauptet, das die Kartendarstellung sehr konservativ ist. 

Das Gerät hat einen einzigen Antenneneingang, und eine Wurfantenne ( Dipol ) die offenbar für DAB+ optimiert ist. 

Es wurden alle mögliche Positionen probiert, aber ein konstanter Empfang ohne Aussetzer war kaum erreichbar, bei Regenwetter schon gar nicht. Das Gebäude ist ein einfaches Wohnhaus, Fachwerk mit Ziegelmauerwerk, die Antenne ca 2 m von der Außenwand entfernt. Keine störenden Geräte in der Nähe des Empfängers.

Soviel zu Werbung und Wirklichkeit. Auf diese Weise wird sich DAB+ nicht durchsetzen!

Positiv ist allein das Verhalten des DAB Recievers von Onkyo bei schwachem Signal zu werten..., die Musik wird langsam  aus- und wieder eingeblendet , statt aprupt auszusetzen......

VG Henning Oelkers

Dietmar Rudolph
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30.Dec.12 12:09

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Der Senderausbau für DAB/DAB+ schreitet voran. Leider gibt es noch immer kein 100% flächendeckendes Netz. Aber das ist sicher nicht unabhängig davon, ob die Hörer DAB auch nachfragen, d.h. entsprechende Geräte kaufen und ggf. dann protestieren, falls der Empfang unzureichend ist. 
Daher ist der Erfahrungsbericht in Post #6 sehr zu begrüßen.

Bei Deutschlandradio gibt es eine Karte, auf der der Stand von September 2012 dargestellt ist (.pdf). Mit Hilfe dieser Karte läßt sich besser als mit der aus Post #1 erkennen, wo momentan schon eine gute Versorgung besteht und wo noch Lücken sind.

Die Karte von DRadio hier in verkleinerter Form:

Daß die "inhouse" Versorgung geringer ist, als die "mobile" liegt nur daran, daß eine "inhouse" Antenne meist recht simpel ist und die Dämpfung durch die Wände hinzukommt. Würde für "inhouse" Empfang die (vielleicht noch vorhandene) Fernsehantenne (Band 3) benutzt werden können, ergäbe sich eine günstigere Situation. [DAB/DAB+ verwendet den Frequenzbereich der früheren TV Kanäle 7 - 12/13. Die früheren analogen TV Sender in diesem Band strahlen jetzt DAB/DAB+ aus. Allerdings mußten einige ihre früheren Frequenzen wechseln, so daß dann eine noch vorhandene (schmalbandige) TV-Antenne ggf. doch nichts mehr bringt. Aber einen Versuch sollte es wert sein.]

Wie zu erkennen ist, gibt es bei der Grenze zwischen NRW und Niedersachsen oder Hessen (wie eigentlich entlang aller Landesgrenzen) noch zeimlich große "weiße Flecken", die hoffentlich bald verschwinden werden.

MfG DR

Henning Oelkers
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30.Dec.12 15:22

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Wenn ich die Karten vom vorigen POST mit der Karte von DIGITALRADIO.DE für den betrachteten Standort ( 31737 Rinteln - Volksen ) vergleiche, so ist die Vorhersage von DIGITALRADIO.DE deutlich übertrieben.

Auf der Karte vom Deutschlandfunk ist dieses ein weisser Fleck.

Vielleicht dürfen wir uns auf diese Weise noch länger am analogen UKW Rundfunk erfreuen.....

VG Henning Oelkers

Henning Oelkers
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30.Dec.12 17:53

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Ich habe soeben nachfolgende Nachricht an DIGITALRADIO.DE abgeschickt.

Die Antwort werde ich hier veröffentlichen.

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S.g. Team, nachdem ich mich zuvor von der Empfangsmöglichkeit anhand Ihrer Karte überzeugt hatte, und auch noch gelesen habe, dass diese Karte als eherkonservativ angesehen werden kann, stellt sich nun doch übergroße Enttäuschung ein. Gerätestandort ist 31737 Rinteln-Volksen, Das Gerät eine Onkyo 555DAB Stereoanlage. Das Gebäude ist ein freistehdes Fachwerkhaus, die Antenne ca 2m von der Außenwand entfernt. Es befinden sich keine abschirmenden Bauteile in der Nähe des Empfängers. Ein UKW Kofferradio bring über 20 klar empfangbare Sender, ebenso die OnkyoAnlage auf UKW. DAB Empfang ist nur möglich, wenn niemand im Raum sich aus dem Sessel erhebt, bei Regenwetter ist es noch schlimmer. Das Thema Empfangsprobleme wird leider auf Ihrer "rosaroten" Website völlig ausgespart. Ich kann also offenbar nur feststellen, dass DIGITALRADIO nicht so funktioniert, und ich besser das Geld für die neue Anlage gesparthätte. Vielleicht können Sie mir mit hilfreichen Hinweisen weiterhelfen. Vielen Dank! Henning Oelkers

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VG Henning Oelkers

Dietmar Rudolph
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30.Dec.12 19:21

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Die DAB-Versorgung ist aufgrund der Versorgungsprognose speziell im Bereich Rinteln-Volksen ein regelrechter "Flickenteppich". Dazu muß man wissen, daß solche Prognosen aufgrund von (relativ grobmaschigen) Geländeprofilen berechnet werden. Man kann somit nur gewisse Wahrscheinlichkeiten dafür angeben, daß einerseits die Empfangsfeldstärke und andererseits die Empfangsqualität (Die Hügel auf der von Bad Oenhausen abgewandten Seite erzeugen am Empfangsort Rinteln-Volksen Empfangs-Echos.) für einen sauberen DAB-Empfang ausreicht.

Wenn also, wie bei dieser Prognose die Gegend um Rinteln-Volksen (Marke in der Mitte der oberen Bildhälfte), ein relativ klein strukturierter "Flickenteppich" ist, muß man leider davon ausgehen, daß das prognostizierte Versorgungsgebiet für "zuhause" (dunkelblau) vielleicht gerade am gewünschten Empfangsort als zu optimistisch vorausgesagt wird.

Es ist bedauerlich, wenn aufgrund zu optimistischer Prognosen, an DAB/DAB+ interessierte Hörer eine solche Enttäuschung erleben müssen.

Vielleicht bietet sich gerade morgen eine Gelegenheit, die Problematik mit der DAB-Versorgung an geeigneter Stelle vorzutragen.

MfG DR

Henning Oelkers
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03.Jan.13 17:28

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Auf meine Anfrage hin habe ich nachfolgende Antwort erhalten:

-----------------------------------------------------------------

Sehr geehrter Herr Oelkers,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Laut unserer Empfangsprognose auf digitalradio.de/empfang gibt es 
für 31737 noch keinen Indoor-Empfang der WDR-Programme, bisher nur ein 
mobile Versorgung. Daher stimmt die Prognose mit Ihrer 
Empfangssituation überein.

Mit freundlichen Grüßen
Martha Swierkot
Projektbüro Digitalradio

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Offenbar ist man bei DIGITALRADIO.DE der Meinung, nicht auf die eigene Karte schauen zu müssen, und macht es sich dahingehend einfach, dem Verbraucher den schwarzen Peter zuzuschieben.

In der Karte ist eindeutig "In Door Empfang" als verfügbar angegeben.

Ich werde weiter berichten.

Mit freundlichen Grüßen,

Henning Oelkers  

This article was edited 03.Jan.13 17:29 by Henning Oelkers .

Henning Oelkers
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03.Jan.13 17:45

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Ich habe dann nochmal nachgefragt, und werde die Antwort ebenfalls hier einstellen.

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Sehr geehrte Fr. Swierkot,

zunächst danke ich für  Ihre zügige Antwort.

Die genaue Adresse des Empfängerstandortes ist Heringerloh 3, 31737 Rinteln-Friedrichshöhe. Ich bitte Sie, diese Adresse in Google.maps  herauszusuchen, und mit Ihrer eigenen Empfangsprognose zu vergleichen. Das ist übrigens  in Niedersachsen, und nicht, wie sie meinen, in NRW.

Dort ist sehr wohl  mobiler und stationärer  Empfang als verfügbar  angegeben. Und Sie  selbst bezeichnen  Ihre Prognosen als  konservativ, und stellen sogar in  Aussicht, dass auch im Randbereich  zu den Empfangsbereichen  ein DAB Empfang möglich sein  kann. Der Standort liegt jedoch  mitten in einer Empfangszone.

Aus diesen Einlassungen  geht also eindeutig hervor,  dass Ihre Zusagen nach  Empfangsmöglichkeiten nicht eingehalten  sind.

Bitte teilen Sie mir  mit, wann mit einem entsprechenden  Ausbau der Versorgung zu rechnen  ist. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,
Henning Oelkers

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VG Henning Oelkers
 

  
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