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siemens: 36aWLK Varianten?

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Wolfram Zylka
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05.Apr.10 10:47

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Varianten vom Siemens 36aWLK?
Gab es vom 36a WLK  mehrere Varianten? Mir liegt ein Exemplar vor, welches abweichend mit den Röhren RENS 1284 statt der RENS 1264 bestückt ist. Die anderen Röhren RGN 1064 und RENS 1374 sind gleich dem angelegten Modell. Die Röhrenbestückung ist original, da sie auf der Rückwand aufgedruckt und in den Fassungen eingeschlagen ist. Ist der Schaltplan dann auch verschieden, oder wurden nur andere Röhren verwendet? Eine Parallele scheint mir die Telefunkenbaureihe  T 330 WL alternativ T 331WL zu sein. Die beiden Geräte sind auch weitestgehend baugleich, jedoch sind auch hier einmal die RENS 1264 und im anderen Fall die RENS 1284 verbaut. Welcher Siemens Spezialist kann hier weiterhelfen? Vielen Dank und herzliche Grüße zum Osterfest      Wolfram Zylka
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Hans M. Knoll
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Hallo Herr Zylka.

Dies ist zwar ein alter Post, wenn man aber zu den Modellen etwas sucht, stolpert man ueber ihn.
Sie sollten ihn zumachen!


Er ist naehmlich unzutreffend. Sowohl der SIE 36aWLK und der T331WLK hat ab Start,  2x RENS1284.
Die Modellblatter sind (mittlerweile ? ) richtig. Das Tel. Werkstattbuch 1927-1936 sagt das auch zum T331WLK und eine SIEMENS Haendlerzeitschrift # 5 vom März 1934 ebenfalls.

Gruss Knoll              

Wolfram Zylka
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14.Feb.13 10:56

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Grüße Sie Herr Knoll,

Danke dass Sie mit ihrem fundierten Wissen den Vorgang aufgegriffen haben.

Anlass zu meiner Frage war der Siemens 36a WLK die beiden Telefunken standen ja nur Pate als Beispiel.

Hintergrund: Der Schaltplan vom 17.12.2002 welcher beim Modell hinterlegt ist, ist demnach nicht richtig.

Im  Band VIII Empfänger Schaltungen der Radio Industrie aus dem fv Leipzig von 1954 ist auf Seite 160 für die Typen Siemens 36 WLK und 36a WLK ebenfalls die falsche Röhrenbestückung angegeben.

Ich selber verfüge leider nicht über einen richtigen Schaltplan.

Fazit: Der beim Modell hinterlegte Schaltplan sollte entsprechend dem Hinweis von Herrn Knoll geändert werden.

Nochmals Danke für die Klärung.

Gruß Wolfram Zylka

verschoben von Board »* TALK, talk, talk - nur für Mitglieder sichtbar« am 14.Feb.13 11:35 von Hans M. Knoll 
Hans M. Knoll
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14.Feb.13 12:06

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Hallo Herr Zylka.

Schoen dass es noch Leute gibt (hier) die eine Recherche werten.

Leider  ist auch der Abgleichplan unvollstaendig. Im Kopf steht zwar der SIE 36aWLK,

aber seine Abgleichwerte sind nicht vorhanden. Die sind ganz sicher falsch die dort (in dem Blatt) stehen.

Ich schreibe fuer RMorg einen Text, zu dem mir dann, mit diesem  Blatt, jemand beweisen kann, dass ich Quatsch schreibe,.

Gruss Knoll

 

This article was edited 14.Feb.13 13:38 by Hans M. Knoll .

Heribert Jung
 
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Ich habe 2 weitere Schaltungen zum Modell geladen. Beide zeigen noch die RENS1264. Da das Gerät von Herrn Zylka und auch die hochgeladenen Bilder der Rückwände die RENS1284 zeigen, vermute ich, das das Gerät mit der älteren RENS1264 geplant wurde und mit der neuern RENS1284 ausgeliefert wurde.

Offensichtlich sind die 3 Schaltungen aus den verschiedenen Schaltungssammlungen von der gleichen Quelle übernommen worden. Leider liegt uns noch keine Schaltung vom Hersteller vor.

Herr Zylka, Sie schreiben: "Der Schaltplan vom 17.12.2002 welcher beim Modell hinterlegt ist, ist demnach nicht richtig."  Das stimmt hinsichtlich der Bestückung. Ob es aber ansonsten Schaltungsänderungen gibt, können Sie am besten selber überprüfen. Sie haben das Gerät und nun die Schaltung in 3 unterschiedlichen Zeichnungen. Sie habe nun die Möglichkeit, das Gerät mit den Schaltplänen zu vergleichen.

Ich halte die Röhren für austauschbar. Ob es aber Änderungen gab, oder hätte geben müssen, kann ich nicht beurteilen. Da sind die Kenntnisse von Herrn Knoll nötig.

Gruß,

Heribert Jung

 

Konrad Birkner † 12.08.2014
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1) die Röhren sind austauschbar. Somit kaum wesentlicher Einfliuss auf das Geräteverhalten.

2) richtig und falsch sind Wertungen, die unangebracht sind, denn sowohl die Tetrode ist aus mehreren Schaltungen belegbar als auch die Pentode von der Originalbestückung der Geräte her. Nichts darf ignoriert werden.

3) wichtig ist, dass diese Fakten erfasst und erklärt werden, z.B. indem in den Bemerkungen  festgehalten wird "Geräte sind laut Rückwandbeschriftung mit RENS1284 bestückt, während Schaltbilder die RENS1264 zeigen, was nur für das Vorläufermodell 36WLK zutrifft".

4) Der Grund für die Verwirrung könnte darin liegen, dass die Schaltungen beide Modelle zeigen sollen: den 36WLK, für den die RENS1264 stimmt und für den 36WLKa, der die RENS1284 bekam.

Dietmar Rudolph
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Herr Knoll recherchiert z.Z. (auch mit meiner Unterstützung) über die Gründe für die Wahl der Größe der Zwischenfrequenz. Dies auf Anregung von Joe Sousa.

In diesem Zusammenhang stößt man fast zwangsläufig auf den "Nauen" bzw. den Paralleltyp SH_36WLK bzw. SH_36aWLK (welchen ich auch habe).

Nun ergab die Recherche, daß zur damaligen Zeit sich der Luxemburger LW-Sender nicht an die Frequenzfestlegungen des CCITT (heute ITU) gehalten hat und die Frequenz 230kHz verwendete.
Telefunken und mit ihm die damals parallel produzierenden Firmen AEG und Siemens wurden dabei "kalt erwischt", weil der Luxemburger Langwellensender direkt in die gewählte ZF durchschlug. Wohlgemerkt, nach internationaler Festlegung hätte diese "frei" sein müssen.

"Kannst Du pfeifen Johanna" - oder wie sich die von Luxemburg "gekaperte" Sendefrequenz auswirkte.

Es gab daraufhin eine Umbauanleitung für bereits ausgelieferte Geräte und eine Modifikation für die restlichen, nun unter einer neuen Bezeichnung: TFK Nauen 331WLK; Siemens 36aWLK; AEG Super Geatron 303aWLK

Den Plan für den TFK 331W gibt es bei Regelin mit den modifizierten ZF-Frequenzen. Ich habe ihn gescannt und (zusätzlich) mit SH_36aWLK bezeichnet und dann hochladen.

MfG DR

  
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