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Nauen 331WLK (T331WLK)

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Telefunken: Nauen 331WLK [Radio] ID = 36518 602x700
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For model Nauen 331WLK (T331WLK), Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH:
Gewicht:11Kg BXTXH 340x250x360
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Year: 1933/1934 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 4: RENS1284 RENS1284 RENS1374d RGN1064
Main principle Superheterodyne (common); ZF/IF 313,5 or 490 kHz; Super, reaction, but not adjustable
Tuned circuits 4 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave and Short Wave.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110, 125, 150, 220, 240 Volt
Loudspeaker Electro Magnetic Dynamic LS (moving-coil with field excitation coil)
Power out
from Radiomuseum.org Model: Nauen 331WLK - Telefunken Deutschland TFK,
Material Wooden case
Shape Tablemodel, high profile (upright - NOT Cathedral nor decorative).
Dimensions (WHD) 345 x 360 x 260 mm / 13.6 x 14.2 x 10.2 inch
Notes

ZF: MW= 313,5 kHz;
ZF: LW= 490 kHz.
Bei KW nur 1 Kreis-Audion mit kapazitiver Rückkopplung,
RK-Kondensator mit Lautstärkeregler kombiniert.

Net weight (2.2 lb = 1 kg) 11.2 kg / 24 lb 10.7 oz (24.67 lb)
Source of data Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Circuit diagram reference Lange + Schenk
Mentioned in Funkgeschichte der GFGF (8120)


All listed radios etc. from Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Here you find 3449 models, 3033 with images and 2023 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Telefunken: Nauen 331WLK
Threads: 1 | Posts: 11
Hits: 2754     Replies: 10
Telefunken Nauen 331
Andreas Peukert
29.Jan.11
  1

Hallo ins Forum,

ich habe einen völlig verfallenen und total verrosteten Telefunken Nauen 331 im Holzgehäuse erhalten. Da die anfallenden, vorbereitenenden Arbeiten, wie entrosten, mechan. gangbar machen usw. bekannt sind, möchte ich dazu nicht noch mehr beitragen. Es fiel auf, dass an dem Gerät repariert wurde, dies wohl zu früherer DDR-Zeit. Nach dem Ersatz der sämtlichen Kondensatoren und einiger Widerstände kam nun die Testphase. Das Gerät besitzt die zu der Zeit bereits etwas neueren RENS1284 HF-Röhren. Im Telefunken-Handbuch steht, dass man bei der ZF-Bestückung nur spezielle RENS 1284 verwenden soll. Aus meinem Fundus haben alle RENS gekoppelt, egal, wie man die Kopplung an der Chassis-Rückseite auch eingestellt hat. Ich habe eine russische 4J1L umgesockelt. Die Kopplungsprobleme sind behoben. Ich vermute, dass dies durch die bessere Abschirmung bedingt ist. Der Oszillator war ohne Funktion. Hier waren neuere Kondensatoren (aus DDR-Produktion) montiert. Allerdings war keine Schwingung im Oszillator (Kofferradio zum Einschwingen) feststellbar. Ich habe nun den Oszillator wieder so bestückt, wie das die Schaltung vorsieht. Der Oszillator schwingt auch wieder annähernd genau. (Empfangsfrequenz zzgl. entsprechende ZF-Frequenz!) Allerdings bekomme ich nur einigermassen Empfang hin, wenn ich den im Steuergitterkreis der 1. RENS1284 befindlichen 4 PF-Kondensator durch einen mit 1 NF ersetze. Beim Berühren der Antennenbuchse hört man dann ein kräftiges Knacken im Bereich MW, wie LW. Während beim 4 pf Kondensator kein Empfang möglich ist. Nun komme ich auch zu meiner Frage: Mir ist die Erzeugung der Oszillator-Schwingung nicht eindeutig klar. Als Erzeugung der Rückkopplung würde ich die beiden Spulen im Gitterkreis und im Kathodenkreis der 1. RENS1284 vermuten. Nun befinden sich diese Spulen aber im Blechkästchen mit der Anodenwicklung in enger Kopplung. Die Anodenwicklung ist ja nun auch wohl an der Erzeugung der Rückkopplungsschwingung beteiligt. Hier wird ja dann auch die jeweilige ZF ausgefiltert. Ich würde mich freuen, wenn mir hier etwas Licht ins Dunkel gebracht würde. Vielleicht kann ich das Gerät dann noch etwas im technischen Rahmen verbessern. Viele Grüße und vielen Dank schonmal fürs antworten

Andreas Peukert  

Bitte zukünftig vom Modell aus posten, ich habe dorthin verschoben. Danke.

Dietmar Rudolph
29.Jan.11
  2

Es handelt sich um einen Katoden-Mischer. Diese Art war zu Anfang der '30er Jahre eine übliche Mischer-Schaltung.

MfG DR

Andreas Peukert
31.Jan.11
  3

Hallo Herr Professor Rudolph,

vielen dank für Ihre wirklich erschöpfende Abhandlung über den Kathoden-Mischer. Hier bleibt wirklich keine Frage offen. Eine Instandsetzung eines solchen Gerätes ist ja viel reizvoller, wenn man auch die technischen Details kennt.  Auch nach Kenntnis der technischen Lage  werde ich am Gitter der Röhre den 1 nF-Kondensator belassen, weil so ein relativ  guter Empfang zu erzielen ist. Im Schaltbild des 331 sind die Spulenanordnungen etwas verworren gezeichnet. Wer sich die Abhandlung nochmals vor Augen führen will, kann sich auch das Schaltbild des Nauen 330 ansehen. Hier ist die Spulenanordnung eindeutiger eingezeichnet. Unser Mitglied, Herr Willnow, hat übrigens für mich noch ein besser erhaltenes Nauen-Gehäuse, auf das ich natürlich gerne zurückgreifen werde. Herr Renz, bitte entschuldigen sie, dass ich vergessen habe vom Modell aus meine Frage zu stellen, zumal ich sicher bin, dass dieser Beitrag über die Nauen-Geräte sicherlich auch für einige andere Sammler- kollegen interessant sein dürfte. 

Viele Grüße und danke nochmal

  Andreas Peukert 

Andreas Peukert
05.Feb.11
  4

Hallo,

nachdem mir Herr Prof. Rudolph die Wirkungsweise des Kathodenmischers erklärt hat, habe ich mich nochmals mit dem Oszillator des Nauen beschäftigt. Der Hauptgrund dafür ist, dass der Oszillator sich nur (Hauptsächlich im MW-Bereich) beim Suchvorgang um einige wenige hundert Kilohertz bewegt. Das habe ich an meinem Probeempfänger nachweisen können.  Das hat natürlich zur Folge, dass das Gerät nicht über die gesamte Mittelwellenskala empfängt. Die im Schaltbild angegebenen Kondensatoren im Oszillatorbandfilter habe ich ersetzt. Auch sind die vorhandenen Widerstände in Ordnung. Mir ist auch zufällig aufgefallen, dass wenn man den im Steuergitter befindlichen Schwingkreis, der hier mit 4 pf angekoppelt ist, entfernt, die Oszillatorschwingung aussetzt. Der Drehkondensator und auch der dazugehörige Trimmer arbeiten übrigens einwandfrei. Vielleicht könnte mir hier jemand nochmals einen Tip geben. 

Vielen Dank schonmal im Voraus.

Mit freundlichem Gruß

  Andreas Peukert   

Dietmar Rudolph
05.Feb.11
  5

Der Kondensator 31a = 4pF ist der Neutrokondensator N entsprechend zu Bild 323. Wird der durch  1nF ersetzt, ist die Brückenschaltung nicht mehr abgegelichen. Zusätzlich ergibt sich eine starke Verkopplung mit dem Eingangskreis. Praktisch werden die Induktivitäten 25 und 13/14 dadurch parallel geschaltet, wodurch die Resonanzfrequenzen nicht mehr stimmen.

Also, den Kondensatorwert erhöhen ist nur "kurieren am Symptom", nicht aber Beseitigung der Ursache.

Bitte folgendes überprüfen:

  • Die Katode der ersten RENS1284 liegt "hoch". Wie sieht es mit der Isolation zwischen Katode und Heizung aus? Wird der Isolationswiderstand zu klein, wird der Oszillator dadurch gedämpft und die Schwingung kann aussetzen.
  • Arbeitet der Oszillator (mit Kondensator 31a = 4pF) mit einem anderen Exemplar der RENS1284?

MfG DR

Andreas Peukert
07.Feb.11
  6

Hallo Herr Prof. Rudolph,

vielen Dank zunächst mal, dass Sie sich meinem Problem mit dem Nauen noch weiter widmen. Ich war Samstag und Sonntag auch nicht untätig und habe nochmal nach Ihren Empfehlungen am Gerät geprüft. Ich habe die Isolation der Röhre zwischen Kathode und Heizung geprüft. Bei gezogener Röhre ist sie unendlich. In der Fassung befindlich messe ich einen Widerstand von 2 Kiloohm. Dies ist der Widerstand Kathode an Masse. Ich Heizung ist ja mittig an Masse gelegt. Ich habe jetzt einen Kondensator von 4 pf auf das Gitter gegeben, anschließend nochmals mit unterschiedlichen RENS 1284 Röhren getestet. Nachdem sich nun nichts geändert hatte, bin ich nochmals dazu übergegangen, eingehend die Oszillator Spulenanschlüsse zu testen. Hier bin ich auf einen Anschlußfehler in der Spule 27 a gestoßen, den nicht ich verursacht habe, sondern der auf dem vorhergehenden Reparaturversuch basiert hat. Ich habe nun eine stabile Oszillatorschwingung über den gesamten LW-Bereich. Die Schwingung arbeitet ca. 500 KHZ über der Langwellensenderfrequenz. Allerdings wurde keine Schwingung im MW-Bereich festgestellt. Hier werde ich jetzt nochmal eingehend die Spulen 27 und 27a prüfen. Auch werde ich nochmal den Wellenschalter für den Oszillator eingehend prüfen. Ganz komische Erscheinung im MW-Bereich: Bei ganz ausgedrehtem Drehko setzt plötzlich der Oszillator ein. Er schwingt bei 1000 KHZ. Dreht man den Drehko ein, erhöht sich geringfügig die Oszillatorschwingung und setzt dann wieder aus. Ein Empfangsversuch im LW-Bereich verlief übrigens negativ. Hier gehe ich dann weiter, wenn der MW-Oszillator auch wieder schwingt.

Viele Grüße

Andreas Peukert

 

Andreas Peukert
07.Feb.11
  7

Hallo ins Forum, sehr verehrter Prof. Rudolph,

auch heute habe ich noch etwas Zeit mit dem Telefunken Nauen 331 verbracht. Wie gesagt, es geht darum, den MW- Oszillator instand zu setzen. Nachdem ich nun wirklich alle Spulen im Oszillator-Gehäuse geprüft hatte, leider ohne Befund, fiel mir nichts anderes ein, als die Kappe vom ZF-Teil probeweise zu entfernen. Jetzt habe ich eine Beobachtung gemacht, die mir etwas zu denken gibt. Ich habe am Trimmer der 1. ZF-Mittelwellenspule gedreht. Plötzlich ist der Oszillator im Kontrollradio angeschlagen. Von der Feldstärke etwa genauso, wie im LW-Bereich. Allerdings schwingt der Oszillator zu hoch. Wenn man den Trimmer herunter dreht, bekommt man gut und gerne die Oszillator-Frequenz um 150 KHZ herunter. Dann setzt sie plötzlich gänzlich aus. Meine Frage wäre jetzt: Da der Kathoden-Oszillator ja seine Kopplung zwischen Anode und Kathode vornimmt, müßte ja nun der 1 ZF-MW-Kreis in gewissem Rahmen die Frequenz des Oszillators verändern. Ich wollte jetzt probeweise einen anderen Trimmer statt des vorhandenen einlöten. Ein Festkondensator wurde von meinem Vorgänger bereits parallel zum Trimmer gelötet.  Ich bin mir sicher, dass man die Oszillator-Frequenz niedriger machen kann. Es wäre ja auch die Möglichkeit an das Steuergitter der Oszillatorröhre über 4 pf und einen 200 Ohm-Widerstand einen Meßsender anzuschließen (Eingangskreis ablöten!). Man könnte dann zunächst mal die beiden ZF-Stufen für MW und LW entsprechend der beiden ZF-Frequenzen abgleichen, aber wie verhält sich dann der Oszillator? Vielleicht könnten Sie mir hier nochmal raten, wie ich weiter vorgehen soll. Ich habe ja nun mit der Oszillator-Reparatur viel Erfahrung, aber der Kathodenmischer ist mir nun gänzliches Neuland. Ich tappe hier einigermaßen im Dunkeln und könnte verzweifeln. 

Viele Grüße

Andreas Peukert  

 

Dietmar Rudolph
08.Feb.11
  8

Der Abgleich scheint durch den Vorbesitzer "vermukst" worden zu sein. Hier scheint daher nur ein systematischer Neuabgleich zum Ziel zu führen.

Abgleichreihenfolge ist: 1. ZF, 2. Oszillator, 3. Eingangskreis.
Die genaue Abgleichanleitung findet sich als 3. Seite bei den Schaltplänen.

Nun stellt die "pfeifende Johanna" in so weit eine Besonderheit dar, als die ZF Frequenz zwischen LW und MW umgeschaltet wird.

Nach den Angaben auf der Modellseite bzw. im TFK Abgleichbuch gilt für den T331WLK:
ZFMW = 313,5 kHz, ZFLW = 490 kHz
Es ist daher in Schalterstellung MW bzw. LW jeweils ein ZF Abgleich erforderlich.

Wenn die ZF stimmt, kann man an den Abgleich des Oszillators gehen, der jeweils am oberen und am unteren Ende der Skala abzugleichen ist. Nach Abgleichbuch stellt man die Skala auf die vorgegebenen Frequenzen fe ein und stimmt den Oszillator so lange nach, bis das demodulierte Ausgangssignal maximal wird. Wenn ein Frequenzzähler verfügbar ist, kann man auch darüber die Frequenzen einstellen; in diesem Fall fe + fZF. Aber nur die Tastspitze in die Nähe des Oszillators halten, damit die Frequenz nicht durch die Ankopplung verstimmt wird.

Nachdem der Oszillator stimmt, können die MW und LW Vorkreise abgeglichen werden.

Zum Schluß ist der Sperrkreis für 313,5 kHz abzugleichen.

Die Abgleichanleitung schreibt vor, daß für die einzelnen Abgleichschritte gewisse Verbindungen zu trennen (abzulöten) sind. Hiebei muß beachtet werden, daß die Gleichspannungs-Arbeitspunkte beibehalten werden müssen. Es darf also kein Gitter z.B. potentialmäßig "in der Luft" hängen, sondern muß über einen Widerstand von ca. 10 - 100 kΩ mit Masse verbunden sein.

Ohne geeignete Meßmittel wird hier leider nicht viel auszurichten sein.

MfG DR

 
Andreas Peukert
09.Feb.11
  9

Hallo Herr Prof. Rudolph,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich hatte heute zunächst mal den kompletten ZF-Verstärker an der Anode der Mischröhre gebrückt. Nun war ausschließlich der Mischteil mit der Röhre verbunden. Es ließen sich die beiden AM-Bereiche im Monitorradio feststellen. Auch kamen die Frequenzen im MW und LW-Bereich annähernd hin. Nach der Einschaltung des anodenseitigen ZF-Teiles war wieder dasselbe Spiel. Die LW stimmte immer noch, Mittelwelle war nicht vorhanden. Ich hatte nun an das Steuergitter über 200 pf meinen Meßsender angekoppelt und einen Abgleichversuch vorgenommen. Im LW-Bereich konnte ich die 490 KHZ einstellen. Im MW-Bereich habe ich die nachträglich zu den Trimmern gelöteten Kondensatoren abgenommen. Nun war auch hier ein einigermassen Abgleich möglich, allerdings nicht so kräftig wie im LW-Bereich. Ich war dann so dreist und habe an die gleiche Stelle des Meßsenders meine Hochantenne angeschlossen. Auf beiden Bereichen war nun bescheidener Empfang möglich. Die Antennenspule hatte leider keinerlei Wirkung. Hier waren zwei Anschlüsse der Antenneneingangswicklungen abgerissen. Diese hatte ich einigermaßen schnell herausgefunden. Ich hatte nun nach Anweisung nochmals mittels Meßsender den Eingangsbereich der beiden Bereiche abgeglichen. Es ist jetzt auch auf beiden Bereichen Empfang möglich. Natürlich muss man nochmals entsprechend der Abgleichanweisung sämtliche Kreise nachtrimmen. Mit einer guten Antenne ist auch Empfang möglich. Allerdings ist die Leistung des Gerätes eher gering. Übrigens hat meine Kontrolle ergeben, dass nach MW-Abgleich auch der Oszillator mit seiner um 490 KHZ höheren Frequenz im Monitorradio zu orten ist. 

Fazit: Durch meinen verbissenen Einsatz und die nette Unterstützung durch Herrn Prof. Rudolph, für die  ich mich nochmals ausdrücklich bedanke,  konnte ich mich mal an ein Gerät wagen, das technisch an sich einigermaßen interessant ist. Gerade auch wegen des Kathoden-Mischers, der mir von seiner Funktion noch nicht bekannt war. Vom Aufwand her möchte ich sagen, dass ich auch in fernerer Zukunft nicht nochmal ein solches Gerät bearbeiten werde. Auch nicht für meinen besten Freund!! Bedingt durch die Schaltkompromisse, die in diesem Gerät vorgenommen worden sind, ist eine Reparatur wohl wirklich nur  technisch fortgeschrittenen Sammlern mit entsprechenden Meßmitteln (zumindest Meßsender) zu empfehlen. Ich weiß heute, warum mir von dieser Gerätevariante so viele verbastelte Geräte in die Hände gefallen sind. Nun, ich habe jetzt solch ein Gerät, spielen tut es und in meine Sammlung werde ich es dann auch stellen. Bemerken möchte ich auch noch Folgendes: Ich habe zwischendurch mal unterschiedliche originale RENS 1284 in dem Gerät verwendet. Es ergab ständig Kopplungen. Am Besten haben sich wirklich meine 2 russischen Penthoden bewährt, die ich ja auf 1284 umgesockelt hatte. Ich gehe davon aus, dass die Schirmung der russischen Röhren (Alugehäuse) viel Strahlung unterbindet. 

Herzliche Sammlergrüße

Andreas Peukert   

Dietmar Rudolph
09.Feb.11
  10

Bei einem bereits "verbastelten" Gerät ist eine Ferndiagnose leider sehr schwierig, weil gar nicht voraus zu sehen ist, wo der nächste "Korken" eventuell steckt.

Um so erfreulicher ist es, daß trotz begrenzter Meßmittel nun wenigstens eine bescheidene Funktion auf MW erreicht werden konnte. Das ist doch ein Erfolg! Für gelegentliche Vorführungen könnte das sicher ausreichend sein.

Aber auch bei einem optimal reparierten Gerät kann man (leider) nicht sicher sein, ob es beim gelegentlichen nächsten Test noch richtig spielt.

Ihre zitierten beiden Russischen Penthoden sind vermutlich 4j1l (4Ж1Л) ?

MfG DR

Andreas Peukert
15.Feb.11
  11

Hallo Herr Prof. Rudolph, verehrte Radiofreunde,

jetzt habe ich das Chassis also soweit unter Kontrolle bekommen. Ich habe jetzt die provisorisch eingelöteten Kondensatoren wieder in den Sammelblock gegeben und muss sagen, dass das Chassis auch unterhalb jetzt wieder einen guten Eindruck macht. Die von mir verwendeten russischen Röhren sind  die 4J1L, die ich für Umsockelzwecke bei entsprechenden HF-Röhren nur empfehlen kann. Die sehen zwar nicht so schön aus, aber sie sind allemal gut zu verwenden. Ich hatte mir deshalb seinerzeit mal einen größeren Posten direkt in Russland bestellt. Für die Reparatur war hier sehr hilfreich, dass mir Herr Prof. Rudolph mit der Schilderung des Kathodenmischers weiter geholfen hat. Ganz klare Sache, dass die Herren im Radiomuseum, die sich auf die komplizierteren Sachverhalte verstehen, ein gewisses technisches Verständnis voraussetzen müssen. Man sollte sich wirklich nur an solch technisch verworrene Schaltungen wagen, wenn man im lesen der Schaltunterlagen firm ist. Nur dann kann man auch wirklich Verbastelungen erkennen, die von den Vorgaben abweichen. Natürlich ist es leider eine Tatsache, dass viele Geräte sich nach längerer Zeit ohne Betrieb in unserer Sammlung wieder mehr oder weniger "kaputt stehen". Trotzdem bin ich der Meinung, dass uns die Reparaturen der alten Geräte immer wieder Anreiz sein sollten, neue Kenntnisse, auch uralter Technik zu erwerben. Allerdings darf man es natürlich nicht soweit treiben, dass man eben nach so vielen Jahren ein Gerät nachträglich verbastelt.

Viele Grüße

Andreas Peukert 

 

 
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