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RENS1374d

Information - Help 
ID = 123
       
Country:
Germany
Brand: Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Tube type:  Vacuum Pentode   Power/Output 
Identical to RENS1374d = E453 = L4150D = AV1031 = APP4100 = 1374d = P440N
Similar Tubes
Normally replaceable-slightly different:
  TM-C3G-BF ; СО-122
Heater different:
  RENS1823d
Other base:
  E453_B5+1 ; RENS1374_B5+1
First year 1932 Tube leaflet collection E.Erb Analysis by original leaflets
First Source (s)
Apr.1932 : Funk Bastler 1932, Heft 20
Predecessor Tubes RES364  

Base Europe 5-Pin (O5A, B5) (Codex=Fdo) Sidecontact
Filament Vf 4 Volts / If 1.1 Ampere / Indirect / Parallel, (AC/DC) /
Description This is the 4 volts AC version of the former B2043 / RENS1823d DC-mains tube. Simultaneously it was the first indirectly heated output tube for AC- mains operation in continental Europe. It was available in 2 base versions. 
Text in other languages (may differ)
Tube prices 16 Tube prices (visible for members only)
Literature Taschenbuch zum Röhren-Codex 1948/49   

  rens1374d_beispiel_sch.png
  RENS1374d: RMorg_AEG_Geadux_Reinhard Bittner
Klaus Neumann
 
rens1374d_telefunken_1.jpg
RENS1374d: My tubes
Anonymous 413 Collector

 
rens1374d.png
RENS1374d: JK Prüfkarte Röhrenprüfgerät W 18N
Jörg Kulbe

 
rens1374d_spec.png
RENS1374d: RVF-Röhrenbuch-M1,1947
Anonymous 15 Collector


Usage in Models 9= 1932? ; 33= 1932 ; 4= 1933?? ; 14= 1933? ; 128= 1933 ; 1= 1934?? ; 5= 1934? ; 60= 1934 ; 2= 1935?? ; 1= 1935? ; 16= 1935 ; 2= 1936? ; 3= 1936 ; 1= 9999

Quantity of Models at Radiomuseum.org with this tube (valve, valves, valvola, valvole, válvula, lampe):279


Forum contributions about this tube
RENS1374d
Threads: 4 | Posts: 4
Hits: 1430     Replies: 0
RENS1374d (RENS1374d): Röhrenfehler
Dietmar Rudolph
03.Jul.14
  1

Die RENS1374d wurde als Ersatz für eine RES374 in einem Staßfurt5W als Lautsprecherröhre vorgesehen. Es wurde (vorsichtshalber) ein passender Ausgangsübertrager mit 16kΩ:5Ω eingebaut, damit der Anodenstrom bei der Entfernung des Lautsprechers nicht unterbrochen wird. Andernfalls ginge der gesamte Emissionsstrom zum Schrimgitter, welches dadurch überlastet würde. Das könnte die Lautsprecherröhre zerstören.

Da mehrere Exemplare der RENS1374d verfügbar waren, wurde eine frühe Bauform mit dem großen Telefunken-Stern gewählt. (Sollte ja vom Stil her halbwegs passen.)

Zunächst erschien dieser Umbau erfolgreich zu sein. Nach einiger Betriebszeit stellten sich jedoch folgende Fehler ein.

  1. Der Ton wurde rauh.
  2. Das Audiosignal verstummte nach heftigem Knacken im Lautsprecher.
  3. Der Apparat entwickelte einen "Heulton", unabhängig davon ob MW, LW oder Tonabnehmer eingestellt war.

Der erste Fehler ist eine Folge von schlechtem Vakuum der Röhre, das sich mit zunehmender Erwärmung verschlechterte.

Der zweite Fehler konnte als (thermisch bedingte) Unterbrechung der Zuleitung zum Schirmgitter innerhalb der Röhre identifiziert werden. Am Anschluß des Schirmgitters (Seitenschraube) konnte bei jeder dieser Unterbrechungen ein Anstieg der Spannung beobachtet werden. Wenn aber das Schimgitter nicht mehr mit Spannung versorgt wird, fließt auch kein Anodenstrom mehr und die im Ausgangsübertrager gespeicherte Energie führt zu einem Induktionsstoß (Lentz'sche Regel), der sich in heftigem Knacken im Lautsprecher bemerkbar macht. Nach einiger Zeit setzte das Audiosignal wieder ein.

Der dritte Fehler dürfte aus einer Kombination der beiden ersten Fehler bestehen, vermutlich in den Fällen, wo die Unterbrechung des Schirmgitters nicht vollständig erfolgte.

Ein weiteres Exemplar, ebenfalls wie oben mit dem großen Stern,  zeigte zwar keine durch schlechtes Vakuum bedingte Verzerrungen, aber auch hierbei gab es nach kurzer Zeit "Tonausfall", allerdings ohne das scharfe Knacken.

Klopfen gegen das Gehäuse des Radios erbrachte meist ein krachendes Geräusch im Lautsprecher, aber dann auch wieder einwandfreien Ton. Dieser setzte nach ca. 5 Minuten erneut aus - und konnte auch wieder "herbeigeklopft" werden. Ohne Klopfen kam der Ton nach wenigen Minuten von selbst wieder.

Dieser Fehler der Röhre sieht nun sehr danach aus, daß hier eine Schweißstelle bei der Stromzuführung der Kathode fehlerhaft ist und sich (thermisch bedingt) öffnet.

Dieses Exemplar hat eine Banderole von einer früheren Messung auf dem Röhrenprüfer, worauf ihr die "Unbrauchbarkeit" bescheinigt wurde. Bei einer kürzlich vorgenommenen Messung zeigte ein W18 aber "gute" Werte (21mA). Ja, aber so lange dauert eine solche Messung auch nicht, daß sich ein thermisch bedingter Fehler auf dem Röhrenprüfer zeigen würde.
(Eine als "gut" z.B. auf dem W19 "geprüfte" Röhre muß also nicht notwendigerweise auch gut sein.)

Nun wurde ein späteres Exemplar (mit kleinem Stern) der RENS1374d verwendet, welches einwandfrei arbeitet.

Die hier gezeigten Bilder sind der "Galerie" der Thumbnails entnommen und zeigen daher nur die entsprechenden Bauformen an.

MfG DR

 
Hits: 1767     Replies: 0
RENS1374d (RENS1374d)
Jacob Roschy
09.Feb.12
  1

RENS1374d

Endpentode

Anwendung: Endverstärkerröhre (Lautsprecherröhre) mit 6 Watt max. zulässiger Anodenbelastung für Einfach- oder Gegentaktschaltung. Für Wechselstromheizung. (Paralleltype 1823d).

 

Aufbau und Verwendung: Indirekt geheizt, Dreigitter-Verstärkersystem, 5poliger Stiftsockel, Kathode mit Mittelstecker verbunden, Schutzgitter an Seitenklemme geführt. Bremsgitter im Innern der Röhre mit der Kathode verbunden.

Durch indirekte Heizung ist Brummpotentiometer überflüssig. Schutzgitterspannung kann gleich der Anodenspannung sein und max. Ug2 = 250 V betragen. Vielfach arbeitet man mit der max. zulässigen Anodenspannung von Ua = 250 V, muss dann durch Vorwiderstand bzw. Spannungsteiler die Schutzgitterspannung entsprechend dem Spannungsabfall im Lautsprecher bzw. Übertrager herabsetzen. Bei Verwendung eines dynamischen Lautsprechers ist die Zwischenschaltung eines Übertragers mit entsprechendem Übersetzungsverhältnis notwendig. In kleineren Empfängern ist als Vorstufe Gittergleichrichter zu empfehlen. Bei Triode (REN904, -914 bzw. AC2) ist Widerstandskopplung wegen Übersteuerung des Gleichrichters nicht möglich. In Verbindung mit einer Pentode als Gittergleichrichter (RENS1284 bzw. AF7) kann Widerstandskopplung verwendet werden. Im Netzteil kann die Gleichrichterröhre RGN354 nicht verwendet werden, weil die RENS1374d normal 24 mA Anodenstrom und etwa 10 mA Schutzgitterstrom benötigt.

 

Zeitgemäße Nachfolgetype: Hochleistungs-Endpentode AL4 bzw. EL11 (andere Sockelung, fast 50% höhere Sprechleistung und fast vierfache Verstärkung). Allerdings ist höherer Anoden- und Heizstrom erforderlich. Eine Auswechslung gegen die AL4 erfordert Austausch der Sockelfassung, Änderung des Kathodenwiderstandes, Änderung der Lautsprecheranpassung (Übersetzungsverhältnis des Ausgangs-Transformators) und meist Umbau des Netzteiles. In Empfängern mit verzögerter Schwundregelung würde der kleinere Gitterwechselspannungsbedarf der AL4 / EL11 bei unveränderter Schaltung der Vorstufen eine Herabsetzung der Verzögerungsspannung notwendig machen.

Aus: "Rundfunkröhren Eigenschaften u. Anwendung" v. Ludwig Ratheiser, Berlin 1939.

 
Hits: 2238     Replies: 0
RENS 1374d - Dokumentation einer Zerlegung - Teil 1
Rolf Nickel
01.May.07
  1 Liebe Sammlerkollegen,

heute möchte ich mit der angekündigten fotografischen Dokumentation der Demontage meiner zerbrochenen RENS 1374d beginnen. Meine Erläuterungen hierzu habe ich in dem beigefügten PDF-Dokument zusammengefasst, weil sich dieses Format besser zum Lesen eignet und man Text und Bilder ähnlich wie in einem Lehrbuch zusammenstellen kann.
Den Text habe ich "nach bestem Wissen und Gewissen" verfasst. Ich bin Ihnen für jede Anregung und jeden Korrekturvorschlag dankbar.

Rolf Nickel



Systemabschirmung, Reste des Glaskolbens entfernt             Maschenanode, Systemabschirmung entfernt



Foto 3 : Maschenanode halb geöffnet                                    Foto 4 : wie Foto 3, jedoch 90° gedreht                  

Attachments

 
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RENS1374d, Haarnadel-Kathode
Rolf Nickel
22.Apr.07
  1
Liebe Freunde,

bei der Demontage des Systems meiner zerbrochenen RENS 1374d

Siehe: Papagei + Katastrophe

bin ich auf das so genannte "Magnesia-Röhrchen" gestoßen, siehe Position 2 im Bild unten.



Es hat mindestens drei Aufgaben
  1. Isolation des Heizfadens gegen das Kathodenröhrchen
  2. Aufrechterhaltung eines definierten Isolationsabstandes zwischen den beiden Hälften des "Haarnadel"-Heizfadens Position 1.
  3. gleichmäßige Wärmeabfuhr und -Verteilung, d. h. "möglichst gute wärmemäßige Ankopplung des Heizfadens an die Kathode".

Was mir unklar ist bzw. imponiert hat (Hut ab vor den Konstrukteuren und den Arbeiterinnen !):

Wie hat man dieses Röhrchen mit Außendurchmesser 1,3 mm gefertigt, genauer gesagt, die beiden hauchdünnen "Bohrungen" (eigentlich sind es "Längslöcher") in Längsrichtung erzeugt ?
Oder sind die "Längslöcher" gar nicht gebohrt worden, sondern erst im Laufe der Fertigung durch "Umpressung" des Heizfadens entstanden, wie dieser Artikel
Elektrokeramischer Isolierwerkstoff
vermuten lässt ? Dann müsste der Isolationsabstand jedoch zunächst durch bestimmte "provisorische" Maßnahmen sichergestellt worden sein, aber wie ?

Hier bin ich nicht weitergekommen. Später hat man den Heizfaden verdrillt und den beiden Hälften dadurch mechanische Stabilität verliehen, aber bei diesem "älteren Modell" war man noch nicht so weit. Vielleicht weiss das einer unserer Röhrenspezialisten ?

Bandwurmlinks verkürzt. Wolfgang Bauer

 
RENS1374d
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