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stern-berl: R100; Transistor-Reiseempfänger

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Uwe Müller
Uwe Müller
 
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26.Oct.07 11:33

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Répondre  |  Vous n'êtes pas connecté, mais en mode visiteur   1 Sehr geehrte Sammlerkollegen,


Hier ein `sachdienlicher` Hinweis zur Reparatur des Stern R100.
Das Chassis des R100 sei hier nur stellvertretend genannt, angewendet werden können die Hinweise auch auf die im wesentlichen baugleichen Chassis der Typen T100; T101; T102;T103.
Auch ein ansonsten guterhaltenes oder repariertes Chassis kann immer wieder zu Ärger Anlaß geben, Schuld daran ist ein offenbar der Einfachheit des Gerätes geschuldetes Konstruktionsdetail: der Mischtransistor sitzt auf dem Schaltstreifen des Wellenschalters. Dadurch wirkt sich schon die kleinste Kontaktunsicherheit fatal aus, das Gerät fällt (immer wieder) erbarmungslos aus!
Da nun im Laufe der Jahre und der Benutzung die Kontaktfedern ermüden, ist es bei den meisten Geräten notwendig, sie wieder auf ordentliche Vorspannung zu bringen. Meist bringt hier auch der üppige Gebrauch von Kontaktspray nichts, dabei werden nur die Spulen auf dem Ferritstab ungewollt mit `abgeduscht`!
Was sich auf den ersten Blick banal anhört, gestaltet sich in der Praxis schwierig, da der Schalter nicht ausgebaut werden kann und sich obendrein noch die Ferritantenne davor befindet. Es ist nicht sinnvoll, alle dünnen Litzen der Antennenspulen aus der Platine auslöten zu wollen, dabei wird meist mehr beschädigt. Hier hilft nur das Lösen beider Schrauben der Plast-Halterungen der Antenne sowie das Ablöten der kürzesten Antennen-Litzen (MW-Spule), um wenigstens etwas Bewegungsfreiheit zur Arbeit am Schalter zu erhalten.
Um an die verdeckten Schrauben heranzukommen, sind vorsichtig die Kunststoff-Rändelräder des LS-Potis` und der Senderwahl zu demontieren. Dabei das Skalenseil entfernen (und natürlich den Seil-Lauf merken oder AUFZEICHNEN!)
Da die Kontakte auf der Platine meist oxidiert sind, ist ordentliches Abbürsten mit einem Glasfaserpinsel notwendig. Jetzt sind wir am eigentlichen Tatort, und hier ist Fingerspitzengefühl gefragt: drückt man jetzt einfach nur auf die gebogenen Federn, erreicht man genau das Gegenteil, sie heben sich ab!
Hier bewährt sich ein einfaches altes Hilfsmittel, ein schmaler, abgewinkelter Blechstreifen, 2mm breit, 1,5mm dick, mit einem dünnen Sägeblatt mittig geschlitzt. Diesen kann man wie eine kleine Zange über die Kontakte schieben und diese gezielt nachbiegen. Wenn das nicht reichen sollte, Kontaktfahne abheben und mit einem Uhrmacherschraubenzieher oder einer Stopfnadel vorsichtig andrücken. Es muss sichergestellt werden, dass in jeder Schaltstellung eine einwandfreie Kontaktgabe erfolgt, und zwar an allen Kontaktfahnen!, denn nichts verdirbt die Freude mehr als ein ständig kratzendes, ausfallendes Gerät!
In Ausnahmefällen muß die Platine durch unterlegen von gelochten Papier-Stückchen an ihren Anschraub-Punkten leicht verschränkt werden, um Funktionssicherheit zu gewährleisten.
Die Mühe lohnt und dann erfreut der R 100 (Rundfunkempfänger 100) dank seines größeren Lautsprechers gegenüber den T-Typen (Taschenempfänger) mit einem recht guten Klang.
Anbei noch ein Bild der hilfreichen Blechstreifen und des Wellenschalters.

Viel Freude beim Reparieren! wünscht Uwe Müller

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