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telefunken: SK10; Sperrkreis wie arbeitet er wirklich?

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Hans M. Knoll
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In meiner Sammlung befindet dieser Sperrkreis als Siemens Ausfuehrung.

Dieses Geraet ist ein Trenn- oder Selektions- Kreis der auch als Sperrkreis verwendet werden kann. Der technische Aufwand ist fuer einen Sperrkreis viel zu hoch.

Mit seiner Hilfe, kann aus einem Einkreiser ein Zweikreiser was die Selektion angeht gemacht werden.  Ich habe deshalb eine Beschreibung  erstellt, zwei Schaltungen dazu gezeichnet und ein Innenphoto beigelegt.

Die Funktion ist sehr interessant auch fuer den damaligen HF-Drahtfunk  wurde der Einsatz dieses Geraetes  empfohlen.

mfg Knoll

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This article was edited 06.Aug.04 22:41 by Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
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28.Feb.13 21:36

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Hallo Leser.


Ein freundlicher Kollege hat (heute 28. 02.13)  zu einer Frage im Forum auf obigen Text verwiesen.
Weil aber dieser Text speziell auf den Siemens/ TELFUNKEN Siebkreis angelegt ist, der zweierlei Funktionen ausuebt, werden wie ich meine, nicht alle Fragen damit beantwortet.
Ich habe daher zwei Schaltungen angefertigt aus denen die grundsätzliche  Funktion eines Sperrkreises in der Antennenzuleitung ersichtlich ist.

#1 RVF- Heinzelmann mit einem MW- Sperrkreis. Der hat 3 Buchsen  mit 1, 2,und 3 bezeichnet. Wird die Antenne an Pkt 3 gesteckt, ist der Sperkreis ohne Wirkung.
Bei 2, wirkt er mit 50%,  bei 1 mit 100% seiner Sperrwirkung

#2  MENDE 198WL  mit je einem MW und LW Sperrkreis.
Der obere ist bei  MW, der untere bei LW wirksam. Jeder kann separat  mit Schalthebeln in seiner Wirkung variiert werden. Die 100% wirken wie das Schaltbild es zeigt. Wird der Hebel nach unten verlegt, kommt man zu ca. 50% Wirkung und weiter zu „aus“

 

 

Hans M. Knoll

This article was edited 28.Feb.13 21:47 by Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
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01.Mar.13 10:25

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Herr Rudolph hat mich informiert,. dass der Ausdruck der beiden PDF- Schaltungen im Post #1am Rand beschnitten ist. Ich  kann das im Moment nicht aendern.

Der Fehler ist aber nicht schon immer da meint: Hans M. Knoll

This article was edited 01.Mar.13 11:12 by Hans M. Knoll .

Dietmar Rudolph
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01.Mar.13 11:37

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Der Sperrkreis

Ein Sperrkreis ist ein Parallel-Schwingkreis, der in die Antennenzuleitung geschaltet wird. Man stimmt den Sperrkreis auf den zu unterdrückenden Sender ab. Dies ist bzw. war meist der Ortssender.
Ein Parallelkreis hat im Resonanzfall einen ziemlich hohen Widerstand (abhängig von seiner Güte). Damit liegt für die zu unterdrückende Frequenz ein hoher Widerstand in der Antennenleitung, weshalb dieser Sender dann schwächer am Empfänger ankommt, was ja gewünscht wird. Für Sender mit Frequenzen weiter ab von der Resonanzstelle des Sperrkreises ist dessen Widerstand gering, wodurch diese praktisch ungeschwächt zum Empfänger gelangen können. 
Nachteilig ist allerdings, daß (gewünschte) Sender, die frequenzmäßig in der Nähe der eingestellten Sperr-Frequenz liegen, ebenfalls nur geschwächt ankommen.

In den Grafiken aus "Pitsch, H.: Lehrbuch der Funkempfangstechnik, 1.A., VAG, 1948" ist in Abb.294  ein Sperrkreis für MW in der Antennenleitung gezeichnet, während Abb.295 eine umschaltbaren LW/MW Sperrkreis-Schaltung zeigt.

Der Trennkreis

Der Trennkreis ist ein auch Parallel-Kreis, der aber so an den Empfänger angeschlossen wird, daß er zusammen mit dem Eingangskreis des Empfängers ein Bandfilter bildet.

Da der Trennkreis ohne Eingriff in die Schaltung des Empfängers an die Antennen- und Erdbuchse angeschlossen wird, kommt nur ein kapazitiv gekoppeltes Bandfilter in Betracht.
Die kapazitiven Kopplungsmöglichkeiten für ein Bandfilter sind in den Abb. 200 - 202 dargestellt.

Die Kopplungsmöglichkeit Abb.200 scheidet aus, weil das einen Eingriff in die Schaltung des Empfängers machen würde; schließlich liegt der Stator des Drehkos im Empfänger ja auf Masse.

Es bleiben folglich nur die Möglichkeiten Abb.201 & 202.

Die Kopplung Abb.202 entspricht der Schaltung des Trennkreises von Siemens/Telefunken in Post #1. Es wird also bei der Schaltung "Trennkreis" das obere Ende des Schwingkreises über ein kleines Koppel-C mit dem Antennen-Eingang des Empfängers verbunden, während das untere Ende mit der Erdbuchse zu verbinden ist.
Im Unterschied dazu war in der Schaltung "Sperrkreis" auschließlich nur das untere Ende des Schwingkreises mit der Antennebuchse zu verbinden.

Aber auch die Kopplung Abb.201 ist als Sperrkreis/Trennkreis-Schaltung brauchbar, wie Abb. 304 zeigt.

Der Kopplungs-Kondensator Ck ist hier 5nF.
Der Schalter S1 dient der Umschaltung zwischen LW und MW, gezeichnet ist Stellung LW.
Der Schalter S2 schaltet um zwischen Trennkreis und Sperrkreis, gezeichnet ist Trennkreis. Ist S2 offen, liegt der Parallelkreis in der Antennenzuleitung. Die 5nF wirken in diesem Fall wie ein Kurzschluß und haben auf die Sperrwirkung praktisch keinen Einfluß.

Ein Sperrkreis/Trennkreis, der nach dieser Schaltung Abb.304 arbeitet, ist der Philector 4180.

Das Bandfilter, das man sich mit dem Trennkreis geschaffen hat, besitzt die Unbequemlichkeit, daß beide Schwingkreise getrennt abgestimmt werden müssen. Es ist also zuerst der Empfänger abzustimmen und dann der Trennkreis. Vorteilhaft an diesem Verfahren ist allerdings, daß durch geschickte (und vorsichtige) Abstimmung des Trennkreises der unerwünschte Sender sehr gut unterdrückt werden kann, ohne daß gleichzeitig der in der Nähe liegende gewünschte Sender allzu sehr geschwächt wird, wodurch sich eine deutliche Verbesserung des Empfangs ergibt.
Durch den Trennkreis hat man einen Einkreiser zu einem Zweikreiser "aufgerüstet".

Ein weiterer Link zum Sperrkreis ist hier.

Dank an Hans Knoll für die Anregung zu diesem Beitrag.

MfG DR

This article was edited 01.Mar.13 16:54 by Dietmar Rudolph .

  
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