• Year
  • 1930–1932
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 48

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 Technical Specifications

  • Number of Tubes
  • 5
  • Main principle
  • TRF with regeneration; 1 Special; 2 AF stage(s)
  • Tuned circuits
  • 2 AM circuit(s)
  • Wave bands
  • Broadcast (MW) and Long Wave.
  • Power type and voltage
  • Alternating Current supply (AC) / 110; 220 Volt
  • Loudspeaker
  • - This model requires external speaker(s).
  • Material
  • Bakelite case
  • from Radiomuseum.org
  • Model: Geadem 33aw - AEG Radios Allg.Elektricitäts-
  • Shape
  • Tablemodel, slant panel.
  • Notes
  • Pult [501, 569] REN904 + REN904 ist spätere Ersatzbestückung nach FS-Bestückungstabellen. Gehäuse Tenacit.
  • Price in first year of sale
  • 305.00 RM +

 Collections | Museums | Literature

Literature

The model Geadem is documented in the following literature.

 Forum

Forum contributions about this model: AEG Radios Allg.: Geadem 33aw

Threads: 1 | Posts: 2

Die Thermosicherung wird in den AEG-Mitteilungen Heft 8 vom August 1930 auf Seite 505 als ein Neuerung vorgestellt, die erstmals beim Geadem 33w angewendet wird.

Ich möchte den Text dazu allen daran Interessierten nicht vorenthalten, deshalb folgt hier ein OCR-Scan des Textes (2-Spalten-Formatierung aufgelöst).

 


 

Eine wichtige, erstmalig beim Geadem 33w angewendete Neuerung stellt die Thermosicherung für den Netztransformator dar. Umfangreiche Versuche wurden vorgenommen, um eine geeignete Sicherung für den Netztransformator zu finden, die ihn mit Sicherheit vor Beschädigung schützt, wenn ein Schaden an der Gleichrichterröhre eintritt. Der Aufbau der Hochvakuum-Gleichrichterröhre läßt zu, daß ein gerissener oder stark durchgebogener Heizfaden sich gegen die Anode legt und damit Schluß oder Kurzschluß auf der Sekundärseite des Netz-transformators hervorruft. Im Geatron 33w dient als Gleich-richterröhre eine AEG-Raytheon-Röhre (G 132) ohne Heizfaden; daher war die Aufgabe beim Geatron 33w von geringerer Be-deutung. Alle Bemühungen, einen Schutz durch kleine Schmelz-sicherungen oder Glühlämpchen zu erreichen, waren zur Erfolg-losigkeit verurteilt. Wenn man diese Sicherungen notwendiger-weise so empfindlich bemißt, daß sie schon bei einem Schluß ansprechen, der langsame Überhitzung des Netztransformators zur Folge hat, so setzen sie auch unbeabsichtigt das Gerät außer Betrieb, wenn beim Einschalten oder bei harmlosen Spannungs-schwankungen eine vorübergehende Erwärmung auftritt; bemißt man die Sicherungen aber so reichlich, daß sie diesen gelegent-lichen Überlastungsspitzen standhalten, so brennen sie wiederum nicht durch, wenn es darauf ankommt, Zerstörung des Transformators durch dauernde Überlastung zu verhindern.

Die von der AEG entwickelte Thermosicherung löst diese Schwierigkeiten. Sie besteht, wie Bild 3 in schematischer Darstellung zeigt, aus zwei Metallstreifen, die an einem Ende mit leicht schmelzendem Sonderlot zusammengelötet sind und in eine im Innern der Transformatorwicklung zwischen Primär- und Sekundärwicklung eingebettete Hülse eingesteckt werden. Die nach außen vorstehenden Enden der zusammengelöteten Streifen sind so ausgebildet, daß sie zwei Kontaktfedern zusammen-drücken, durch die der Primärstrom des Netztransformators fließt. Erreicht nun die Wicklung eine Temperatur, die ihr gefährlich werden kann, so kommt das Sonderlot zum Schmelzen, und die beiden Streifen werden durch den Federdruck der Kontaktfedern auseinandergezogen. Durch das Nachgeben der Streifen öffnet sich der Kontakt zwischen beiden Federn, und der Primärstrom wird sicher unterbrochen. Sobald die Ursache der Überlastung behoben ist, kann nach Zusammendrücken der Kontaktfedern ein neues Streifenpaar eingesetzt werden. Bild 4 zeigt, wie die Thermosicherung am Netztransformator angebracht und wie leicht sie nach Abheben der Isolierstoffhaube zum Einsetzen eines neuen Streifens zugänglich ist.
Die Thermosicherung schützt den Netztransformator nicht nur gegen Beschädigungen durch Schäden an der Gleichrichterröhre, sondern auch gegen alle anderen Einwirkungen, die eine Überlastung mit schädlicher Temperaturerhöhung hervorrufen, wie z.B. Überspannung des Lichtnetzes, irrtümlichen Anschluß an eine zu hohe Netzspannung oder des Wechselstromgerätes an ein Gleichstromnetz oder Kurzschlüsse im Gerät, etwa infolge Durchschlagens von Kondensatoren.
Die Vorschriften des VDE für Rundfunk-Netzempfänger sind am 1. Juli d. J. endgültig in Kraft getreten. Das Siegel darauf, ob ein Netzempfänger den Verbandsvorschriften Genüge leistet, ist das von der Prüfstelle zu erteilende VDE-Zeichen. Von manchen Erzeugnissen liest man die etwas subjektiv gehaltene Erklärung, daß sie nach den Vorschriften des VDE konstruiert seien. Es ist selbstverständlich, daß die AEG sich damit nicht begnügt, sondern für alle Netzempfänger das VDE-Zeichen beantragt und erhalten hat.

Ich hoffe, dass es einige Interessenten für diese Ausführungen gibt.
Wolfgang Eckardt

Wolfgang Eckardt, 26.Oct.07

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