• Year
  • 1933/1934
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 123

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 Technical Specifications

  • Number of Tubes
  • 3
  • Main principle
  • Superheterodyne (common); ZF/IF 232/500 kHz
  • Tuned circuits
  • 4 AM circuit(s)
  • Wave bands
  • Broadcast, Long Wave and Short Wave.
  • Power type and voltage
  • Direct Current supply (DC) / 110; 150; 220 Volt
  • Loudspeaker
  • Electro Magnetic Dynamic LS (moving-coil with field excitation coil)
  • Material
  • Wooden case
  • from Radiomuseum.org
  • Model: Super-Geatron 303GLK - AEG Radios Allg.Elektricitäts-
  • Shape
  • Tablemodel, high profile (upright - NOT Cathedral nor decorative).
  • Dimensions (WHD)
  • 336 x 350 x 230 mm / 13.2 x 13.8 x 9.1 inch
  • Price in first year of sale
  • 235.00 RM !
  • Circuit diagram reference
  • Lange+Schenk+FS-Röhrenbestückung
  • Picture reference
  • Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.

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Forum contributions about this model: AEG Radios Allg.: Super-Geatron 303GLK

Threads: 2 | Posts: 2

In diesem Beitrag geht es um die Umschaltung des LO-Bereiches durch Zuschalten einer Parallelkapazität Cp (340pF im 3-Sparren-Schaltplan, 40pF in dem anderen). Laut Herstellerangaben werden folgende Frequenzbereiche bedient:

MW: 200m - 600m  = 500 - 1500 kHz bei ZF = 232 kHz --> LO = 732 - 1732 kHz

LW: 1035m - 1875 m = 160 - 290 kHz bei ZF = 500 kHz --> LO = 660 - 790 kHz

Im Schaltplan ist ersichtlich, dass in Reihe zur LO-Spule noch 1000 pF geschaltet sind. Dies ist kein reiner Abblockkondensator, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern Teil des Resonanzkreises, da die Kapazität nicht sehr viel größer als die max. Kapazität des Drehkos (+ ggfs. Cp) ist. Unter dem LO-Kreis-Schirmbecher sieht man hier auch zwei parallel gelötete, hochkant angeordnete Keramikkondensatoren hoher Güte von je 500 pF. Diese Kapazität muss man natürlich bei den folgenden Berechnungn mit berücksichtigen.

Bezeichnet man mit Cmax die Kapazität bei ganz hereingedrehtem Drehko inklusive der Paralleltrimmerkapazität und mit Cmin entsprechend die Kapazität bei ganz herausgedrehtem Drehko, ferner den bei LW zugeschalteten Parallelkondensator mit Cp (s.o.) und die LO-Spule mit Lx, so gilt es diese 4 Unbekannten zu lösen. Hierzu braucht man 4 unabhängige Bestimmungsgleichungen, die sich leicht über die o.a. 4 LO-Eckfrequenzen ergeben. Da die Unbekannten L und C multiplikativ miteinenader verknüpft sind, ist das leider kein lineares Gleichungssystem. Es gibt symbolische Solver (z.B. bei MathCad), aber auch die schaffen es in diesem Fall nur bis max. 3 Unbekannte. Man kann dann z.B. Cmax vorgeben und so lange optimieren bis Cp = 340 pF resultiert.

Glücklicherweise lassen sich bei Vorgabe von Cmax die Unbekannten auch sukzessive entkoppelt voneinander "manuell" bestimmen, also Lx über die 732 kHz bei MW, dann Cp über die 660 kHz bei LW, dann Cmin über die 1732 kHz bei MW. Damit kann man dann die 790 kHz bei LW abprüfen.

Mit beiden Verfahren stellt man fest, dass mit Cp = 340 pF (40 pF scheidet ohnehin aus, da viel zu klein), die 790 kHz LO-Eckfrequenz für LW nicht erzielbar ist. Man erhält die Werte:

Lx = 113,1 µH, Cmax = 718 pF, Cmin = 80,7 pF und Cp = 340 pF (wie zur Bedingung gemacht).

und statt der 790 dann 870 kHz, was einem LW-Empfangsbereich von 160 - 370 kHz entspräche.

Man kann nun die Iteration auch dahingehend machen, dass man den Wert für Cp variabel lässt aber Cmax derart vorgibt, bis alle 4 LO-Eckfrequenzen getroffen werden. Dies ist der Fall für die Elementewerte:

Lx = 90,09 µH, Cmax = 1104 pF, Cmin = 103,4 pF und Cp = 716,4 pF.

Beide Szenarien können nicht stimmen, denn für den Drehko sind 500 pF Maxaimalkapazität angegeben und für den parallen Trimmer 45 pF Maximalkapazität (zumindest beim Antennenkreis, aber die Trimmer dürften wie beide Drehkohälften gleich groß sein). Nun habe ich bei meinem Gerät die LO-Eckfrequenzen (nach Gleichlaufabgleich) einfach mal gemessen. Diese waren:

MW:  LO = 746,6 - 1734 kHz --> Empfangsbereich 514,6 - 1502 kHz

LW:   LO = 641,9 - 803 kHz   --> Empfangsbereich 141,9 - 303 kHz

Unter dem LO-Schirmbecker erkennt man 3 weitere parallel gelötete keramische Kondensatoren mit den Werten 120pF, 120pF und 100 pF, was offenbar dem Cp von 340 pF entspricht. Wenn man nun mit diesen 4 neuen Eckfrequenzen und dem Cp-Wert in das o.g. Gleichungssystem geht, erhält man für die 3 restlichen Unbekannten folgende Werte:

Cmax = 518,5 pF, Cmin = 67,6 pF und Lx = 133,1 µH

Die vierte Bedingung (obere LO-Eckfrequenz für LW) ist nun fix und ergibt sich zu 810,8 kHz, was zu den gemessenen 803 kHz keine so große Abweichung mehr ist. Allein die Nichtberücksichtigung der Röhreneingangskapazität, die parallel zu Lx liegt sowie die Toleranzen der Bauelemente erklären kleinere Abweichungen. Geht man von den max. 500 pF des Drehkos aus, dann wäre der Trimmer auf 18,5 pF justiert und der minimale Drehkowert Cmin - 18,5 pF = 49,1 pF, ein durchaus realistischer Einstellbereich.

Fazit: Die ganz oben angegebenen Empfangsbereiche können so nicht stimmen. An anderer Stelle gibt der Hersteller für den LW-Bereich allerdings nicht 1035 m - 1875 m an sondern 1000 m - 2000 m, was 150 - 300 kHz entspricht. Dies kommt den gemessenen 141,9 - 303 kHz schon wesentlich näher.

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Ralph Oppelt, 13.Jan.16

Weitere Posts (1) zu diesem Thema.

Auf Anregung von Ernst Erb möchte ich einen kleinen Forumsbeitrag zu diesem Gleichstrom-Gerät einbringen, da es im Radiomuseum offenabr noch nicht "in natura" vorhanden war. Mir geht es ein bisschen darum andere Sammler zu ermutigen, dass auch scheinbar hoffnungslose Fälle wieder zum Leben erweckt werden können. In der Anlage ein paar Bilder, die den "Anlieferzustand" des Gerätes dokumentieren sollen. Es stand lange Zeit in einem Kuhstall, entsprechend erfolgreich war die Oxidation an den Metallteilen.

Wie bei alten Häusern musste das Gerät erst etwas entkernt werden, damit man an diverse Teile überhaupt ran kommt. Ein besonderes Problem war die Antennenkreisspule, die offenbar eine Mäusefamilie für sich entdeckt hatte. Es fehlte nämlich leider der Schirmbecher, sonst wären die Tierchen da gar nicht ran gekommen. Diesen hab ich mir mit versilberten Kupferblech so gut ich konnte nachgebaut. Aufgrund der Höhe der Zylinderspule, die oben zur zentrischen Halterung einen Pertinaxstift enthielt, konnte ich rekonstruieren, wie hoch der Becher gewesen sein musste. Die seitlichen Abmaße waren aus dem Alurand am Chassisboden ersichtlich.

Glücklicherweise waren alle vier Spulen (2 x LW und 2 x MW) noch intakt. Ich ermittelte folgende Induktivitätswerte ohne Abschirmbecher:

L1 = 233 µH, dies war die große Zylinderspule als Resonanzspule für MW

L2 = 1,1 mH, dies war die MW-Ankopplung als Kreuzwickelpaket konzentrisch im Pappzylinder

L3 = 1,95 mH, dies war oben quer ein Kreuzwickelpaket als Resonanzspule für LW

L4 = 10,66 mH, dies war neben L3 ein Kreuzwickelpaket als LW-Ankopplung

Hier ließ sich also mit den vorhandenen Schaltplänen zuordnen, welche Spulendrähte wohin gelötet werden mussten.

Interessant ist auch die Schaltung des Gerätes: Die MW/LW-Umschaltung erfolgt im Wesentlichen durch die Umschaltung der ZF. Folgende Daten:

MW: ZF = 232 kHz, Empfangsbereich = 500 – 1500 kHz, LO = 732 – 1732 kHz

LW: ZF = 500 kHz, Empfangsbereich = 160 - 290 kHz, LO = 660 – 790 kHz

Zusätzlich zu den ZF-Bandfiltern wird also auch der LO dahingehend umgeschaltet, dass einfach ein Parallel-C zum LO-Drehkondensator geschaltet wird. Dies bewirkt, dass die dann obere LO-Frequenz deutlich, die untere aber nur geringfügig sinkt und die LO-Bereiche wie oben angegeben resultieren. Dieses Parallel-C wird in den beiden im Radiomuseum vorhandenen Schaltplänen einmal mit 40pF, einmal mit 340 pF angegeben. Was es damit auf sich hat, wird in einem zweiten Beitrag beschrieben.

 

Ralph Oppelt

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Ralph Oppelt, 09.Jan.16

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