• Year
  • 1929–1932
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 15086
    • alternative name: Ges. für Funkentelegraphie mbH
    • Brand: Signalbau Huth

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 Technical Specifications

  • Number of Tubes
  • 3
  • Main principle
  • TRF with regeneration; 1 AF stage(s)
  • Tuned circuits
  • 1 AM circuit(s)
  • Wave bands
  • Broadcast (MW) and Long Wave.
  • Power type and voltage
  • Alternating Current supply (AC) / 110; 220 Volt
  • Loudspeaker
  • - This model requires external speaker(s).
  • Material
  • Metal case
  • from Radiomuseum.org
  • Model: E82W - Huth, Signalbau AG, Dr. Erich
  • Dimensions (WHD)
  • 250 x 160 x 175 mm / 9.8 x 6.3 x 6.9 inch
  • Notes
  • Trafokopplung [569]
  • Net weight (2.2 lb = 1 kg)
  • 3.2 kg / 7 lb 0.8 oz (7.048 lb)
  • Price in first year of sale
  • 90.00 RM !
  • External source of data
  • E. Erb 3-907007-36-0
  • Mentioned in
  • A. Stark, Preisliste 1929
  • Picture reference
  • Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.

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 Forum

Forum contributions about this model: Huth, Signalbau AG,: E82W

Threads: 2 | Posts: 5

Gekauft am 4.4.2012 für 90€  Restaurationszeit: ca. 3 Wochen
zusätzlicher Materialkostenaufwand ca. 35€ für taugliche REN804, RE134 und Kondensatoren

Allgemeinzustand: Blechgehäuse in ordentlichem Zustand, durch den Versand sind die Röhren aus den Stiften gefallen und haben den Versand bis auf die RGN354 nicht überstanden. Ausstopfen des Radio im Innern mit Zeitungspapierknäueln sind für den Radiotransport das Richtige. Bestückt war RGN354, REN804 und REN1004. Die Schrift auf der hinteren Liste unleserlich, Originalknöpfe unbeschädigt, Der Knopf für die Senderwahl lässt sich nicht abziehen, Schraube festgefressen, schwarze Frontplatte mit goldfarbig erscheinender Schrift bis auf 2 auffallende hell erscheinende Tropfbahnen.

Analyse: 1. Block-C´s hatten schlechte Isolationswerte --> Becher öffnen, neue Bauteile einsetzen
 2. Röhrenprüfung --> nach Ersatz umschauen --> gute REN804 und RE134
 3. Beschriftung hinten nacharbeiten
 4. Röhrenplatz 1 und 2 sind bereits für eine 5 Pin Röhre vorbereitet
Alle Angaben beziehen sich auf den neu editierten Schaltplan in der Anlage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 1 Ansicht von hinten offenes Chassis mit gezogenen Röhren, in der Mitte das Block-C
Im Block-C wurden mit der Glimmlampe mit 250V Prüfspannung mit dem NOVATEST getestet.

 Die Glimmlampe glimmt etwas auf. Das  beduete
bedeutet, dass der Isolationswiderstand nachgelassen hat. Bei guten Konden-
satoren bleibt die Glimmlampe dunkel.
Im Block befinden sich C1 mit 2µF, C2, C3 und C4 mit je 1µF. Eingebaut wurden MKS Kondensatoren mit einer Nennspannung von 400V DC. Der Block wurde anschließend mit Paraffin ausgegossen. Am Masseanschluss in der Mitte oben hängt am Erdungsdraht eine "Spule", das ist der R1 mit 2kOhm.
Der Längswiderstand, quer zum Block zwischen C1 und C4 ist der R3.
Der C5 mit 300cm wurde wegen schlechtem Isolationswiderstand getauscht.
Damit das Radio wieder mit Originaltypenröhren bestückt werden konnte, wurde der Röhrensatz entspechend getauscht. Von den "alten" Röhren wurde nur die RGN354 wieder verwendet.
RGN 354 8(25) RE134 18(50) und REN804 12,5(25) wurden eingebaut. Das sind keine besonders gute Röhren. Das wird Kompromisse bei der Empfangsleistung fordern. Unverbrauchte Röhren kosten zwischen 20€ und 40€/Stück. Zum Test habe ich neue Röhren eingesetzt. 
Die RGN 354 ist grenzwertig. Für dieses Radio ist diese Gleichrichterleistung noch ausreichend.
 

Nach der Reinigung des Radio, blieb das schlechte Schriftbild an der Rückwand übrig. Weiße Schrift herstellen, erfordert das Arbeiten mit Transferfolien, die weissen Abreibebuchstaben gibt es im Handel nicht mehr. Bei der Reinigung habe ich entdeckt, dass die Schrift heißt eingeprägt ist. In die Vertiefung von ca. 0,1mm habe ich weisse Nitrofarbe eingebracht. Sofort abwischen, sonst gibt es unschöne Ränder, sehen aus wie ein Spinnennetz.Hier das Ergebnis nach der Auffrischung. 

Die Nummern sind im Schaltplan eingetragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 2 Ansicht der hinteren Anschlussplatte nach der Restaurierung
Nach dem Einbau des Block-C wurde zunächst die Gleichrichtung überprüft. Mit dieser Prüfung wird zugleich der Transformator getestet. Das erste Einschalten ist immer kritisch. Sind die Werte unauffällig, kann man die restlichen Röhren ohne Gefahr bestücken.
Alles war okay, die Spannungswerte im grünen Bereich,so wie sie im RMorg Modell hinterlegt sind.
Somit müsste ein Radioempfang möglich sein. Ich verfüge nicht über eine dazu wünschenswerte Hochantenne. Ich benutze ein 10 Drahtwindungen ähnlich einer Rahmenantenne, die ich auf der Balkonjalousie befestigt habe. Radioempfang teste ich abends oder in Nachtstunden, da fahre ich die Jalousie aus und das stört keinen.

Als externer Lautsprecher (Anschluss 11) empfiehlt sich ein VL34, der hat mehrere Anzapfungen und eine mit 2kOhm für den E82W passende.


Auf LW habe ich DLF empfangen können. Sollte doch MW auch klappen? Leider nicht, eigentlich würde ich eher umgekehrt Problem erwarten. 


Also muss man den Spulensatz und den Wellenschalter näher untersuchen. Dabei habe ich die Werte für die Widerstände mit dem Fluke 75 und die Induktivitäten mit LARU gemessen. Aufgrund der niedrigen Widerstände sind die gemessenen Werte nicht ganz exakt. Trotzdem helfen diese Angaben bei einer Fehlersuche und vor allem bei abgebrochenem Spulensatz.



 

 

 

Erlaubt sei, hier mal eine einfache für viele selbstverständliche Erklärung:
Geringe und kleine Indukvitätswerte erlauben den Enpfang einer höheren Frequenz, siehe das Beispiel für den Langwellenteil L1+L2 und für die MW L3+L4. 
Für MW muss also die Langwellenspule L2 kurzgeschlossen werden. Das macht der Schalter des Wellenschalters. Die Umschaltungen vorne im Schaltbild dienen zur Antennenanpassung je nachdem ob man im hohen oder niedrigen Teil des Wellenbandes sich befindet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 3 Spulensatz und Wellenschalter mit Bezeichnung und Buchsennummern

Alle Anschlüsse nachlöten, die Kontakte abkratzen und mit Cramolin reinigen und dann sollte es doch klappen. Die Widerstandsmessung gegen Masse hat gezeigt, dass das Kurzschliessen der L2 nicht sicher funktionierte - zu hochohmig- Ohne komplettes Zerlegen des Wellenschalters wäre die Reparatur nicht möglich gewesen. Aber die Platten sind vernietet! Vom Schaltkontakt läuft eine Metallbahn zur Schalterbefestigung - kann man nicht zerlegen. Die Schrauben beim E82W sind mit Lack gesichert, Vorsicht beim Aufschrauben, da ist Abrutschen vorprogrammiert, zuerst die Mutter lösen.

So kam der Gedanke, hier mit einer Drahtbrücke nachzuhelfen. Das sieht dann so aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 4 Die zusätzliche Massseverbindung zum Schalter für die L2

Erfolg: Nun ging der MW-Empfang. Bei der Ausprobe kommt der Umstand hinzu, dass die fast alle MW-Sender in der Umgebung abgeschaltet wurden, bleibt noch der DLF und die ausländischen Sender im Fernempfang. Die Röhren sind auch schwach. Blieb also, nur starke Sender können empfangen werden. Tauscht man die REN804 und die RE134 mit neuwertigen Röhren, so ist der Empfang laut und zufriedenstellend. Verwendet man neue Röhren, so muss auch die RGN getauscht werden, weil die alte Röhre sonst den höheren Strom nicht liefern könnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 5 Ansicht mit bestückten Röhren

Die neuen Röhren wurden wieder gegen die hier beschriebenen umgetauscht. Nach dem Einsetzen des Chassis ins Blechgehäuse war die Restauration erfolgreich abgeschlossen.

Will man die RE134 gegen eine 5 Pin Röhre tauschen, z.B. RES164, so weise ich auf die Ausführungen von Herrn Holtmann hier im Modell hin. Dann wäre die Leistung noch besser.


Den Sinn der Anschlüsse 8 und 9 habe ich nicht entdeckt.

Noch ein Hinweis zur Spannungsumschaltung von 220V auf 110V. Das erfolgt mit der Madenschraube, die hier im Platz für 220V eingesetzt ist. Das kann man leicht übersehen und dann ist das Radio nach dem ersten Einschalten kaputt, Sicherung gibt es keine beim E82W.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 6 Spannungsumschalter für 220V bzw. 110V

Und zum Abschluss die Frontansicht, der E82W ist nun parat für den Ruheplatz in der Ausstellung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 7 Frontansicht mit retuschierter Frontplatte - Die Flecken sind mit klarem Nitrolack überstrichen.
Die Dreckflecken hatten den Lack oberflächlich abgestumpft. Jetzt sind diese Stellen fast nicht mehr zu erkennen. Ich hoffe, dieser Bericht hilft, wenn Restaurationen anstehen.
 

 

 

 

 

 

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Friedrich Weber † 12.09.2014, 14.Apr.12

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Hallo Sammlerkollegen,

Ja, das Christkind war da und ich fand u.a. einen E82 W von Huth auf meinem Gabentisch.
Nun weiss ich nicht so recht wie ich ihn am besten Restauriere, ich beschreibe ihn mal:

1. Gerät spielt, aber der Blockkondensator ist abgelötet und durch konventionelle ersetzt, klarer Fall, hier räume ich den noch vorhandenen Blockkondensator aus und baue neue Elkos da ein.
2. die Re134 scheint etwas schwach zu sein, ist es richtig dass ich eine RES164 benutzen kann wenn ich G2 mit 100 k an Plus lege? (der Sockel hat das 5. Loch und auch den Lötanschluss)
3. Die Lackierung - ....da möchte ich mal einige Meinungen hören....also sie ist überall rissig, und die Grundierung scheint stellenweise durch. Dennoch ist sie noch besser wie auf dem Modellfoto hier im RM. Ich hätte die Möglichkeit, das Gehäuse mit Polyesterlack pulverbeschichten zu lassen, habe aber so meine Bedenken 1. weil sich das Gehäuse beim einbrennen verziehen könnte und 2. weil ich das Gerät nicht überrestaurieren möchte....was meint Ihr dazu? Auf jeden Fall versuche ich es erstmal mit polieren.

Gruss,Michael Kraemer

Michael Krämer, 25.Dec.04

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