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Edda GL

Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 89833) Radio
 
Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 89834) Radio
 
Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 90073) Radio
 
Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 90203) Radio
 
Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 90206) Radio
 
Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 1074209) Radio
Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 112898) Radio Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 112901) Radio
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Edda GL; Loewe-Opta; (ID = 112898) Radio
Loewe-Opta;: Edda GL [Radio] ID = 112898 640x480
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For model Edda GL, Loewe-(Opta); Deutschland
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Loewe-(Opta); Deutschland
alternative name
 
Löwe Radio
Year: 1933/1934 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 2: WG33 24NG
Main principle TRF with regeneration; 2 AF stage(s)
Tuned circuits 1 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave and Short Wave.
Details
Power type and voltage AC/DC-set / 110; 127; 150; 170; 220; 240 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil)
Power out
from Radiomuseum.org Model: Edda GL - Loewe-Opta; Deutschland
Material Wooden case
Shape Tablemodel, high profile (upright - NOT Cathedral nor decorative).
Dimensions (WHD) 385 x 400 x 200 mm / 15.2 x 15.7 x 7.9 inch
Notes Bei ~ :WG33 u.24NG oder Hilfschassis(CF7, CL4) u.CY2; Bei = :WG33 oder Hilfschassis(CF7, CL4); Bei 110V~: Spannungsverdopplung!
Price in first year of sale 158.00 RM !
Collectors' prices  
Source of data Radio-Zentrale Prohaska 1933/34 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Circuit diagram reference Lange + Schenk
Mentioned in alle Schaltungen mit Fehlern, siehe Anmerkungen dort!
Picture reference Das Gerät ist im Doppelband "Historische Radios" von Günther Abele abgebildet.


All listed radios etc. from Loewe-(Opta); Deutschland
Here you find 1565 models, 1293 with images and 1146 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Loewe-Opta;: Edda GL
Threads: 3 | Posts: 14
Hits: 3975     Replies: 0
loewe-opta: Loewe Edda GL - Ein Reparaturbericht
Gerhard Eisenbarth
01.Mar.09
  1

 

Ein Loewe-Radio Typ „Edda GL“ wechselt den Sammler
 
Es handelt sich um einen Allstromempfänger aus der " Nordland-Serie" der D.S. Loewe AG aus dem Jahre 1933 mit der Dreifach-Röhre " WG 33". 
Das Gerät habe ich erworben von einem Sammler, der altershalber den „Edda GL“ aus seiner Sammlung verkauft. Das Gerät hat lange gestanden (ca. 20 Jahre), sicher verpackt in einem Karton. „Es spielt nicht, aber die Röhren sind noch brauchbar, von mir als Gut geprüft“ gab mir der Sammlerkollege zu verstehen beim Verhandeln um den Verkaufspreis. Wir haben uns auf einen beiderseits fairen Preis geeinigt.
 
Mich interessiert das Gerät hauptsächlich aus folgenden Gründen:
1) Weil es das Erste in Deutschland hergestellte Gerät für Allstrom ist und in den Spannungsstufen
    einstellbar, die damals in Deutschlands Netzen verwendet wurden (110, 127, 140, 160, 220, 250).
2) Weil es ein Gerät ist, welches mit der WG33 ausgestattet ist.
3) Weil es ein Audion-Empfänger aus dieser Zeit ist mit den drei Wellenbereichen L, M, K.
4) Weil die Chance besteht, dass ich das Gerät auch tatsächlich zum Spielen bringen kann.
5) Weil das Gerät in meine kleine Sammlung passt.
 
Bevor ich überhaupt etwas an dem Gerät instandsetze, erstelle ich eine detaillierte technische Analyse, in welchem Zustand sich das Gerät befindet und was man tun müsste, um es in den Zustand „Spielt“ zu bringen.
Eins meiner Hauptinteressen beim Sammeln von Rundfunkgeräten ist, dass ich es tatsächlich auch so wie unsere „Altvorderen“ nutzen kann. Neben dem technischen Interesse interessiert mich bei den älteren Geräten auch, welchen Klang sie haben, d. h. welchen Musikgenuss sie in den Ohren unserer Vorfahren erzeugt haben.
Allerdings soll eine Instandsetzung keine entscheidenden Veränderungen am Erscheinungsbild innen und außen hervorrufen, also möglichst viel vom Originalzustand muss erhalten bleiben.
 
Ergebnisse der Analyse:
 
Allgemein
1) Äußerlich ist das Gerät in einem guten Zustand. Es gibt leichte Spuren einer Holzrestauration.
2) Die beiden Röhren (WG33, NG24) sind elektrisch in einem brauchbaren Zustand.
3) Innen ist das Gerät in einem sauberen Zustand, wahrscheinlich wegen der guten Lagerung.
4) Folgende Dinge sind verändert:
   a) Der Tonregler ist komplett mit Verdrahtung und Bauteilen entfernt.
   b) Der Zweitlautsprecher-Anschluß ist nicht sekundär, sondern Primär angeschlossen.
   c) Es gibt Spuren vom Einbau eines Gerätes (Löcher von Holzschrauben, Spuren einer
      zusätzlichen Verdrahtung), welches aber wieder entfernt ist.
  d) In der Rückwand sind zusätzliche Durchbrüche vorhanden.
  e) Der Netzschalter wurde erneuert.
  f) Der Regler von 10 Ohm, der parallel zur Skalenlampe geschaltet ist und mit dem Netzschalter   mechanisch verbunden sein muss, ist mit dem Auswechseln des defekten Netzschalters entfernt worden.
 
Technische Mängel
A) Die eingesetzte Sicherung hat einen Wert von 4A T.
B) Zwei Leistungswiderstände im Heizkreis sind defekt (230 Ohm/12W und 400 Ohm/20W).
C) Der bereits bei einer früheren Reparatur ersetzte Netzschalter ist defekt.
D) Die Skalenlampe ist defekt. Dadurch ist der Heizkreis unterbrochen.
E) Die beiden Elektrolytkondensatoren sind nicht mehr brauchbar.
F) Ein Anschluß zur Kurzwellenspule hat sich gelöst.
 
Die Punkte A und F lassen sich einfach lösen.
Eine korrekte Sicherung wird eingesetzt. Allerdings zeigt mir der eingesetzte Wert von 4A, dass es hier wahrscheinlich Probleme in der Stromversorgung geben wird.
Der Anschluss zur Kurzwellenspule wird angelötet.
 
Zu B) Die Leistungswiderstände müssen ersetzt werden, wenn man das Gerät mit heute üblicher Netzspannung betreiben will.
 
 
Bild1: Leistungswiderstände
 
Zu Punkt C) Reparatur des Netzschalters
 
Der Schalter gibt beim Schalten keinen elektrischen Durchgang mehr.
Da man hier nicht noch mehr kaputt machen kann, habe ich den Schalter geöffnet durch Ausbohren von zwei Nieten. Das dann sichtbare Innenleben ist mechanisch noch völlig intakt. Lediglich die Kontaktwalze ist völlig verharzt und gibt deshalb keinen Kontakt mehr. Nach Reinigen der Kontaktwalze und etwas mühsamen Zusammenbau des Schalters, funktioniert er wieder einwandfrei. Die Nietung habe ich durch zwei M2,5 Schrauben ersetzt.
 
 
Bild2: Netzschalter geöffnet
 
 
Bild3: Netzschalter zusammengebaut
 
Zu D) Skalenlampe
 
 
Bild4: Skalenlampe
 
Laut Unterlagen hat die Skalenlampe die Werte 8 Volt / 0,18 Ampere oder 12 Volt / 0,25Ampere.
Beide Lampen werden heute wohl nicht mehr zu erhalten sein. Ich habe eine Lampe gewählt mit den Daten 12 Volt / 0,1 Ampere. Parallel dazu habe ich einen Widerstand von 120 Ohm / 2 Watt geschaltet. Eine Möglichkeit währe noch, zwei 12 Volt / 0,1 Ampere Lampen parallel zu schalten. Das ist mir aber mechanisch zu aufwändig.
 
Zu Punk E) Elektrolyt-Kondensator
 
Beide Elektrolyt Kondensatoren sind mit dem Datum 9 / 33 versehen, also noch von der Orginalbestückung!
 
Messung der Kapazität vor weiteren Untersuchungen
Soll: 8 Mikro Farad       Ist: 0,3 Mikro Farad
Soll: 15 Mikro Farad      Ist: 14,2 Mikro Farad
 
 
Bild5: Kondensatoren
 
 
Beide Kondensatoren habe ich dann über einen geeigneten Vorwiderstand formiert, stufenweise  bis zur der auf den Kondensatoren angegebenen Spitzenspannung. Dauer ca. 1 Stunde.
 
Messung der Kapazität nach dem Formieren
Soll: 8 Mikro Farad       Ist: 1,3 Mikro Farad
Soll: 15 Mikro Farad      Ist: 14,8 Mikro Farad
 
Eine Messung der Leckströme ergibt die im Bild dargestellten Werte
 
 
 
 
Bild6: Leckströme
 
 
Bewertung:
Beide Kondensatoren sind für den Betrieb mit 230 Volt Nennspannung ungeeignet.
Der 8 Mikro Farad Kondensator ist wegen Fehlen der Nennkapazität völlig unbrauchbar.
Der 15 Mikro Farad Kondensator wäre bis 180 Volt Gleichspannung noch einsetzbar.
 
Alle Elko-Tests konnte ich ohne Ausbau der Elkos vornehmen. Die Anschlüsse für die Tests sind elektrisch zugänglich (Anschlußpunkte: Röhrensockel, Stromart-Umschaltung, Netzeinspeisung).
 
Überprüfung aller übrigen Kondensatoren und Widerstände im Gerät
Diese Überprüfung ist sehr positiv ausgefallen, weil alle Werte in etwa im Bereich der im Schaltbild angegebenen Werte sind. Es brauchen ja nicht so viele Bauelemente überprüft werden, weil bei den Loewe-Mehrfachröhren ja einige Bauelemente bereits in der Röhre enthalten sind.
 
 
Bild12: Bauelemente unter der WG33
 
Vorgehensweise nach der Analyse – Kontrollierte Inbetriebnahme
 
Bevor ich ein Gerät einschalte, betreibe ich es – soweit wie möglich – mit externen Netzgeräten. So habe ich die Möglichkeit, die Kontrolle über das Schaltungsverhalten zu haben und die Schaltung (das Gerät) kontrollierter betreiben zu können.
 
 
Inbetriebnahme des Heizstromkreises
 
Die beiden defekten Widerstände werden durch intakte Widerstände ersetzt. Über einen Regel-Trenntrafo wird die Betriebsspannung von 220 Volt langsam hochgedreht. Dabei wird der Strom und die Spannungen an beiden Röhrenheizern gemessen. Bei 220 Volt ergeben sich die Nenndaten nach den Röhrendatenblatt-Angaben.
 
 
Bild7: Spannungswähler
 
Inbetriebnahme der Gleichspannungsversorgung mit einem externen Gleichstrom-Netzgerät
 
Wie bei der Messung der Leckströme der Elkos schon bekannt, kann die Betriebsspannung – aus Sicht der Elkos – bis auf max. 180 Volt hochgefahren werden.
Beim Hochfahren der Gleichspannung (Einspeisungspunkt Sicherungshalter und Netzeinspeisung) werden an den Messpunkten 1, 2 und 3 je ein Spannungsmesser angeschaltet und beim Hochfahren die Spannung beobachtet. Natürlich wird auch der Strom gemessen.
So wird verhindert, dass beim Hochfahren der Betriebsspannung Defekte in der Schaltung durch Überlastung oder Kurzschlüsse auftreten. Beim Auftreten unerklärbarer Messwerte wird vorher nach deren Ursachen gesucht.
Ab 60 Volt Betriebsspannung tritt Empfang auf. Der Betriebsstrom ist unter 2 mA. Beim Hochdrehen der Betriebsspannung bis auf 180 Volt steigt der Strom linear an. Die Lautstärke wird dabei etwas höher. Dies habe ich in Verbindung mit der Mehrfachröhre auch so erwartet. Oberhalb von 180 Volt steigt auf Grund des Elkos der Leckstrom schnell stark an. Hier ist also die Grenze einer möglichen Betriebsspannung.
 
Bei diesem Test ist die Röhre 24NG nicht eingesetzt. Der Heizer der 24NG ist durch einen Widerstand 220 Ohm / 10 Watt simuliert. Dadurch wird eine Entkopplung von Heizkreis und Gleichstromkreis ohne einen Eingriff in die Schaltung erreicht.
 
Reinigen und Ölen von Achsen
Damit die Betätigungselemente leichter laufen, reinige ich sie vorsichtig zunächst von verhärteten Fetten (Ballistrol, anschließend mit Waschbenzin) und gebe anschließend einen kleinen Tropfen Öl in die jeweilige Achse für:
Wellenschalter, Drehko und Drehkoantrieb, Rückkopplung und Spulenschwenker.
Damit man an die entsprechenden Stellen herankommt, verwende ich Spritzen mit langen Kanülen.
Die Reinigungsflüssigkeiten entferne ich nach einer Einwirkungszeit mit Alkohol (sanft Ausblasen).
 
 
Bild8: Werkzeuge Reinigen / Ölen
 

 
Bild9: Skalentrieb frontal
 
 
Bild10: Skalentrieb Aufsicht
 
Meine Entscheidung zum Betrieb des Gerätes
 
Ich betreibe das Gerät mit 110 Volt Wechselspannung über einen entsprechenden Trenntrafo. Die Gleichrichterröhre 24NG setze ich auf den Steckplatz für 150 …250 Volt. Dadurch bleibt die Gleichstrom-Betriebsspannung sicher unter 180 Volt, weil auf diesem Steckplatz keine Spannungsverdopplung erfolgt. Bei 110 Volt Netzspannung beträgt die Betriebsspannung dann intern ca. 140 Volt.
Da beim Betrieb mit 110V Wechselspannung die beiden defekten Leistungswiderstände im Heizkreis nicht benötigt werden, kann ich die probeweise eingelöteten Widerstände wieder entfernen.
 
Aus Sicherheitsgründen habe ich ein Schild am Gerät angehängt mit dem Hinweis:
 
Achtung – Gerät auf 110 Volt eingestellt.
Nur mit 110 Volt über einen Trenntrafo betreiben!!
 
Für den Netzanschluß werde ich ein Kabel vorbereiten, welches an dem Steckerende einen US-Stecker hat.
 
 
Bild11: Steckplatz Gleichrichter
 
Die in mehreren Beiträgen hier im Forum schon geäußerte Vermutung, dass der Elko in der Spannungsverdoppler-Schaltung von 8 Mikro Farad in seiner Polarität falsch in den Schaltungen eingezeichnet ist, kann ich auf Grund meiner Analysen bestätigen. Der negative Pol des Elkos ist definitiv am Netzanschluß angeschlossen und der positive Pol am Anschluß K1/A2 des Sockels der 24NG in der Position für 110 / 127 Volt.
 
 
Bild13: Schaltung aktuell, Ausschnitt Verdopplerschaltung
 
 
Bewertung des Hörerlebnisses
 
Der Betrieb des Gerätes ist problemlos. Wer sich mit der Bedienung z.B. von Volksempfängern (Audion) auskennt, wird sofort zurecht kommen.
Als Antenne habe ich einen ca. 5 Meter langen Draht, verlegt auf einem Holzschrank in meiner Werkstatt. Als Erde verwende ich die Heizung.
Zum direkten Vergleich habe ich einen Volksempfänger (VE301 Wn Dyn) und einen moderneren Röhrensuper (Schaub Transatlantik 55) daneben gestellt.
 
Meine Eindrücke:
 
Ortssender
Auf Mittelwelle ist der Musikgenuss beim Gerät Edda deutlich besser als z.B. beim VE301. Zwischen dem Transatlantik und dem Edda ist kein Unterschied.
Beim Ortssender (Stuttgart) muß ich die Antenne auf den unempfindlicheren Eingang stecken, damit die Lautstärke sich auf Zimmerlautstärke herabsetzen lässt.
 
Fernsender
Die Trennschärfe beim Edda ist mit der beim VE301 vergleichbar. Hier ist der Schaub Transatlantik natürlich deutlich besser. Auf Kurzwelle sind beim Edda die Grenzen der Trennschärfe deutlich zu hören. Hier muss man die Rückkopplung stark anziehen, um bei manchen Sendern, die eng beieinander liegen, noch eine ausreichende Trennschärfe erreichen zu können.
 
 
Zum Abschluss
 
Mir ist es gelungen, den Edda zum Leben zu erwecken ohne etwas entscheidendes am Gerät zu verändern. Der Betrieb mit 110V Wechselstrom ist eine Alternative, die mich vor zu großen Veränderungen am Gerät bewahrt hat. Es hätten sonst die Elektrolytkondensatoren gewechselt werden müssen bzw. in den alten Kondensator-Gehäusen heutige Kondensatoren eingebaut werden müssen. Auch Leistungswiderstände hätten erneuert werden müssen. Auf die Alterung des Elkos muss ich achten und werde in bestimmten Abständen das Gerät immer mal wieder einschalten, um den Elko fit zu halten und um zu überprüfen, ob sich der Leckstrom entscheidend erhöht.
 
Ein Punkt ist noch offen: Der Netzschalter mit dem Potentiometer zum Hochfahren des Heizkreises, damit die Skalenlampe nicht durchbrennt.
Wer kann mir etwas über den Netzschalter mit dem Potentiometer sagen? Wer hat ein Photo von diesem Teil? Für eine Information bzw. einem Foto bin ich dankbar.
 
 
G. Eisenbarth

 

 
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loewe opta EDDA: fehlerhafte Schaltpläne
Konrad Birkner † 12.08.2014
03.Jan.05
  1

Nach ausführlichen Diskussionen und eingehenden Recherchen wurde das im nachstehenden Thread aufgezeigte Problem der unstimmigen Schaltbilder durch entsprechende Vermerke zum Gerät bzw. in den Unterlagen geklärt.
Auf eine Korrektur wurde bewusst verzichtet, um erneute Ladeversuche der fehlerhaften Schaltbilder zu vermeiden.

KoBi

 
Hits: 4778     Replies: 11
loewe-opta: GL; Edda - wozu die Gleichrichterröhre?
J. H.
30.Dec.04
  1 Hallo,

ich scanne gerade ein altes Empfänger Vade-Mecum. Dabei ist mir beim Modell Edda GL die Gleichrichterröhre aufgefallen. Wozu diente diese, hat man tatsächlich (wie ich vermute) eine teure Gleichrichterröhre zum reinen Verpolungsschutz eingesetzt - war also das Gleichstromnetz nicht mechanisch gegen Verpolung geschützt?


Gruß Jürgen Heisig

P.S.: die Schaltung im RM scheint mir nicht ganz die richtige zu sein ??
Dirk Becker
30.Dec.04
  2 Hmm. Es handelt sich um ein Allstrom-Modell auch wenn die Bezeichnung nicht ganz passend dazu ist. Loewe war damals (neben Graetz) der einzige Hersteller, der Allstromgeräte fertigte. Loewe benutzte dazu die eigenentwickelten Röhren, Graetz Röhren der 180mA-Serie (was Telefunken nicht ganz passte, die 180mA-Serie war eigentlich nur für Gleichstromheizung vorgesehen).
In einigen Geräten (so auch im Edda GL hier laut vorliegender Schaltung auf dem Modell) benutzte Loewe sogar eine Spannungsverdopplung um aus 110Volt Wechsel eine Ausreichend hohe Anodenspannung zu gewinnen. Deshalb das auch etwas ungewöhnliche Schaltbild.
Btw.: So lange Gleichstromgeräte keine Elkos beinhalten macht eine Veroplung nichts, die Geräte funktionieren nur nicht ;-).

Gruß

Dirk Becker
J. H.
30.Dec.04
  3 Hallo Herr Becker,

vielen Dank für die schnelle Antwort. OK, wieder dazugelernt ;-)
Man muss also bei der Bezeichnung "G" eigentlich immer erst die Schaltung (bzw. den Aufbau) ansehen um zu erkennen, ob es sich um ein reines Gleichstrom- oder Allstromgerät handelt...
Das mit der Spannungsverdopplung kommt mir trotzdem etwas merkwürdig vor. Wenn ich mal von 110V ausgehe, habe ich doch beim Gleichstromnetz eben diese 110V, bei einem Wechselstromnetz dagegen 110V * Wurzel2, also ca. 150V zur Verfügung, bei Spannungsverdopplung entsprechend mehr - klar dass die Spannung bei Belastung noch etwas zusammenbricht, aber doch niemals auf 110V ??
Die unter dem Modell abgelegte Schaltung ist für mich sehr verwirrend. Bei Gleichstrom scheint die Anodenspannung völlig unabhängig von der Wahl der Betriebsspannung zu sein, diese wirkt sich nur auf die Heizung aus ??? Na und über den Wechselspannungbetrieb rede ich gar nicht erst - die Spannungsverdopplung ist so umständlich gezeichnet, dass es kaum zu durchschauen ist. Das musste ich mir erst mal extra herauszeichnen, um es überhaupt zu verstehen (wobei immer noch Fragen bleiben)

Gruß Jürgen Heisig
Konrad Birkner † 12.08.2014
30.Dec.04
  4 Wo bitte ist hier eine Spannungsverdopplung ??

Als Verpolschutz bei = ist die Gleichr.röhre auch wegen der Elkos (gepolt lt. Schaltbild) nötig. Einen mechanischen Verpolschutz gab es m.W. für Gleichstrominstallationen bei uns nie. es waren immer die Stecker mit 19mm Abstand und 4mm Durchmesser im Einsatz.

J. H.
30.Dec.04
  5 Hallo Herr Birkner,

eigentlich sehe ich das auch so - die Antwort von Herrn Becker bezog sich allerdings auf die im RM beim Modell hinterlegte Schaltung. Und dort ist tatsächlich so etwas wie eine Spannungsverdopplung zu erkennen - wobei ich mittlerweile ziemlich sicher bin, dass der 8 Mikrofarad-Kondensator dort verpolt ist ;-)

Gruß Jürgen Heisig
Dirk Becker
30.Dec.04
  6 Hallo Herr Birkner!

Nicht in diesem Schaltplan hier im ersten Post, aber schauen Sie mal in den Lange Nowisch (siehe Modell, leider etwas miese Qualität) oder in des Schaltplan auf dem Modell. Dort hat der Edda 2 Gleichrichterröhren. Vielleicht gibt es das Gerät auch in zwei verschiedenen Ausführungen. Ein reines Gleichstromgerät hätte auch keine hochkapazitiven Elkos benötigt.

Gruß

Dirk Becker


P.S.: Bevor es noch jemand anderes tut: Ich scanne meinen Lange-Plan und lade ihn hoch als Ersatz für den mit der schlechten Qualität.
Konrad Birkner † 12.08.2014
30.Dec.04
  7 Ja, das Vademecum hat es sich hier etwas zu einfach gemacht! Ich habe auch die Lange-Nowisch Bände, wollte aber hier aufmerksam machen.
In Wahrheit ist es wohl so: bei Gleichstrombetrieb entfällt der Gleichrichter und die überschüssige Heizspannung wird vom 230 Ohm Wid. übernommen (0.18A x 230 Ohm = 41,4V ~ 40v der 24NG).

Aber: wenn das Schaltbild eine 24NG darstellen soll, dann ist die Sockelschaltung falsch!
Oben passt schaltbildmässig eine CY2 hinein bei 220V~; Dieses Rohr hat aber 0,2A Heizstrom und gehört zur Alternativbestückung mit dem Hilfschassis mit CF7 und CL4.
CY2 mit WG33 ist schlichter Unsinn!

Bei 110V~ kommt eine Gleichrichterröhre in die untere Fassung als Verdoppler. Allerdings wäre eine dem Sockel entsprechende CY2 falsch beschaltet, weil das eine System unwirksam wäre (A-K verbunden). Die  Zuführungen entsprächen einer 24NG, wenn diese einen Topfsockel hätte; hat sie aber nicht!
Das Problem: bei der 24NG stehen in der Sockelschaltung A und K jeweils übereinander, während bei der CY2 A und K diametral gegenüber stehen.

Fazit: Wie so oft, kann man sich weder auf die eine noch die andere Quelle verlassen. Beide Werke wurden in einer Notzeit verfasst, als kaum Originalunterlagen zur Verfügung standen. Beide Werke strotzen nur so von Fehlern, sind aber (leider) die einzigen einigermassen umfassenden Nachschlagewerke ihrer Art für deutsche Vorkriegs- (und einige frühe Nachkriegs-) geräte.
Im vorliegenden Fall sind sie beide irreführend, weil einerseits fehlerhaft und andererseits unvollständig (die Sache mit dem Hilfschassis).

Wer macht sich verdient und räumt diese Mißlichkeit wenigstens im RMorg auf ? Ich helfe gern ! Anruf genügt. (siehe Profil).

KoBi
Gerald Gauert
30.Dec.04
  8 Hallo Herr Birkner,

Schaltung "edda_gl_scha" und Beschreibung "edda_gl_besch" auf der Modellseite entsprechen exakt der Karteikarte aus der Schwandt-Schaltungssammlung. Somit sind diese Unterlagen bereits vor Kriegsausbruch und nicht in der "Notzeit" erstellt worden.

Gruß Gerald Gauert
Konrad Birkner † 12.08.2014
31.Dec.04
  9 Hallo Herr Gauert,

leider habe/kenne ich die Schwandt-Sammlung nicht.
Ich ging vom Ausgabedatum Vademecum und Lange-Nowisch 1948/49 aus. Man lernt eben nie aus. Im Fall Edda war offensichtlich schon die Quelle nicht ganz sauber.

Die Polarität des 8µF Elkos ist m.E. falsch, da hat H.Heisig recht. Das kommt aber nur bei 110V~ zum Tragen.

Ehe noch weitere "falsche" Schaltpläne (wenn auch schöner) hochgeladen werden, fände ich es besser, einen korrekten Schaltplan auszuarbeiten, der auf alle Betriebsmöglichkeiten eingeht: 110/220Volt, =/~, Loewe/C-Röhren. Vor allem fehlt die Erklärung, wie das mit den C-Röhren ist.
Ich nehme an, dass Loewe eine (spätere) Variante mit C-Röhren herausgab, oder dies ein späterer (halboffizieller?) Umbau war.
Sollte sich hier eine Variante herausstellen, wäre diese anzulegen.

Gruss

KoBi
Dirk Becker
31.Dec.04
  10 Ich werde mich um eine Richtigstellung (soweit möglich) in Absprache mit Herrn Birkner bemühen (telefonisch). Außerdem werde ich eine kurze Beschreibung der bei Loewe verwendeten Villard-Verdopplerschaltung erstellen. Wenn man die Schaltung umzeichnet versteht man sie recht einfach. Wichtig ist auch, dass immer nur eine der beiden Gleichrichterfassungen mit einer Röhre bestückt ist! Der 8uF Elko ist bei Schwandt und Lange definitiv falsch gezeichnet, bei Lange ist außerdem wie Herr Birkner bemerkte eine Anode vertauscht. Da hat sicher der eine vom anderen abgezeichnet. Ich habe hier original Schaltungsunterlagen von Loewe zum Gildemeister GW, dort ist das Netzteil weitestgehend gleich wie beim Edda.

Gruß aus München

Dirk Becker
J. H.
31.Dec.04
  11 Hallo Herr Becker,

der Hinweis, dass immer nur eine Gleichrichterröhre gesteckt ist war für mich entscheidend. Jetz verstehe ich auch die Funktion der Verdopplerschaltung vollständig - Danke!

Gruß Jürgen Heisig
Konrad Birkner † 12.08.2014
03.Jan.05
  12 Danke Herr Becker,

ich habe inzwischen die Sache mit den Schaltbildern geklärt und die Modellseite entsprechend ergänzt.
Die dort befindlichen Schaltungen wurden/werden auch durch Warnhinweise ergänzt. Die Bearbeitung hat H.Wiesmüller übernommen.
Von einer Berichtigung der Schaltbilder wurde Abstand genommen, weil sonst früher oder später wieder "abweichende" Exemplare hochgeladen würden.

Eine gute Idee, die Verdopplerschaltung zu beschreiben. Vielleich auch gleich extrapolieren auf allgemeine Vervielfacherschaltung, wie sie auch des öfteren Anwendung fand, z.B.Verdreifachung bei SABA Telerama oder R&S Polyskop I+II.

Viel Erfolg!

KoBi


P.S.: diese Verdopplerschaltung hat Loewe oft verwendet, z.B. bei den Modellen Botschafter GW, Bürgermeister GW, Gildemeister GW, Patrizier GW, Ratsherr GW, Strommeister GW, 137 GW, 138 GW, 139 GW, 237 GW, 240 GW, 537 GW, 539 GW, 540 GW, 638 GW, 739 GW, 838 GW und 2739 GW. Mit der EDDA immerhin 19 Modelle, wie SchenkVademecum und Lange-Nowisch zu berichten wissen!
 
Loewe-Opta;: Edda GL
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