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Vanguard 614 Nr. 845.501–893.900

Vanguard 614; Minerva-Radio (ID = 798012) Radio
 
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Vanguard 614; Minerva-Radio (ID = 3912) Radio
Minerva-Radio: Vanguard 614 [Radio] ID = 3912 900x477
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For model Vanguard 614 Nr. 845.501–893.900, Minerva-Radio (Radiola-Radioapparate und Bestandteile W. Wohleber & Co) ; Wien:
Minerva Vanguard
 
Country:  Austria
Manufacturer / Brand:  Minerva-Radio (Radiola-Radioapparate und Bestandteile W. Wohleber & Co) ; Wien
Year: 1961/1962 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 1: EM87
Semiconductors (the count is only for transistors) 9: AF114 AF115 AF116 AF116 AF116 OA79 OA79 OA79 OA79 OC75 OC75 OC74 2SB83
Main principle Superheterodyne (common); ZF/IF 461/10700 kHz
Tuned circuits 8 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 170-240 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) - elliptical
Power out
from Radiomuseum.org Model: Vanguard 614 [Nr. 845.501–893.900] - Minerva-Radio Radiola-
Material Wooden case
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 540 x 270 x 165 mm / 21.3 x 10.6 x 6.5 inch
Notes Einfache Adaptierungsmöglichkeit für Betrieb an einem 12-V-Akku.
Edelholzgehäuse hochglanz oder matt.
2 Ausführungen: Nr.: 845.501–852.700 und ab Nr.: 852.701–893.900, siehe Schaltpläne.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 7 kg / 15 lb 6.7 oz (15.419 lb)
Price in first year of sale 2'165.00 ATS
External source of data E. Erb 3-907007-36-0
Source of data -- Original-techn. papers. / Radiokatalog Band 2, Ernst Erb


All listed radios etc. from Minerva-Radio (Radiola-Radioapparate und Bestandteile W. Wohleber & Co) ; Wien
Here you find 627 models, 558 with images and 447 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
Minerva-Radio: Vanguard 614
Threads: 3 | Posts: 8
Hits: 851     Replies: 5
minerva: Reparatur Minerva Vanguard
Rudolf Drabek
01.Oct.19
  1

Zu dem bisherigen Beitrag ein Reparaturbericht, da die Tonqualität im Vergleich zum B5W32AT nochmals angestellt werden sollte.

Das Gerät, Chassis 857020, hatte drei Fehler:

1. Der Selen Netzgleichrichter war nicht mehr in der Lage die geplante Speisespannung zu bringen. Abhilfe 4x 1N4007 direkt am Grätzgleichrichter anlöten. Speisespannung nun wie geplant. Die Elkos waren mit einer Restwelligkeit < 1Vss ausreichend.

2. Die Speisespannung für das UKW Unit war nur 4V. R70 hatte statt 330 Ω durch Alterung nun 600 Ω. Nach Tausch war die Speisespannung noch immer nicht 6 V. Die restlichen Arbeitspunkte stimmten.  An sich wurden auch Massewiderstände von Morganite verwendet die stärker altern im Vergleich zu Schichtwiderständen. Wie Vitrom Widerstände altern ist mir unbekannt.

3. Der Mischtransistor AF115 hatte den bekannten Fehler mit Zinnbrücken im Transistor, an dem die ganze Serie von OC169 über AF114 bis AF117 leidet. Lösung: erhitzen des Transistors mit dem Lötkolben. Der Fehler war kurzzeitig weg, trat aber weing später wieder auf, was durch längeres erhitzen letztlich zum Erfolg führte. Beim B5W32AT auch dieser Fehler an anderer Stelle, aber siehe den noch ausständigen Reparaturbericht.

Danach spielte das Gerät einwandfrei und ist noch immer o.k.. 

Ein Neuabgleich wurde nicht durchgeführt. Die UKW Skala ist um etwa 2 MHz verschoben. Die AM Bereichsskalen stimmen noch.

Bemerkungen:

1. Die Sicherheit des Gerätes entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Lamellensicherungen sollten eigentlich schon in den 60ern verboten sein. Die Netzleitungen führen ins Tastenaggregat und haben keine Sicherung wie 0,4 mm Isolationsstärke als auch der Sicherheitsabstand ist geringer als 4 mm. Ebenso fehlt eine Bruchentlastung der Leitungen im Fehlerfall.

2. Der Klangeindruck ist noch immer besser als das Konkurrenzgerät Philips B5W32AT. Ich werde das noch analysieren, da ich auch extra meinen B5W32AT repariert habe. Die Schaltung der Vanguard NF-Endstufe hat keine Gegenkopplung und der Lautsprecher hat eine stark ausgeprägte Eigenresonanzstelle. Da von der Treiberstufe für die Endstufe Stromsteuerung vorliegt und die Ib / Ic Kennlinie hicht ganz linear ist treten bei Vollaussteuerung Verzerrungen auf von einigen Prozent auf, die aber bei Zimmerlautstärke kaum ins Gewicht fallen mit < 1%.

Beide Geräte haben für mich historischen Wert. Da untechnische Eigenschaften ein Bericht an anderer Stelle.

 

Joe Sousa
04.Oct.19
  2

Hallo Herr Drabek,

vielen Dank für den Bericht. Sie haben interessante Neuigkeiten darin mitgeteilt.

Ich habe den Schaltplan oberflächlich geschaut. Die Vorstufe des UKV-Teils ist mit einem AF106 in Emitterbasis gestaltet. Der Eingang und der Ausgang haben parallel Resonanzkreise. Diese Kreise haben den üblichen hohen Impedanz. Doch sieht man kein Neutralisierungsweg. Wie kann diese Stufe ohne Schwingungen arbeiten?

Mit freundlichen Grüßen,

Joe

Rudolf Drabek
05.Oct.19
  3

Danke für die Frage, die ich leider nicht beantworten kann. Datenblätter vom AF106 habe ich nicht gefunden, aber die komplexe Steilheit wird wohl schon um die 100 MHz geringer sein und die Antenne bedämpft ja den Eingangskreis beträchtlich. Mein Beitrag bezieht sich auf Type 614, wo noch die klassische Schaltung im UKW Unit vorliegt, mit der Vorstufe in Basisschaltung. Hier das Detail der Type 624.

Im folgenden Detail ist sehr geschickt der Auskopplungskondensator aus dem AMZF Filter als Entkopplung für die FMZF Ankopplung verwendet worden. Ebenso ungewöhlich die Neutralisation mit 1 pF, aber effektiv. 

Weiters die Gewinnung der Steuerspannung für die EM87, bei AM wird ja diese vom Kopf des letzten ZF-Filters ausgekoppelt, was durch die geringe Speisespannung des ZF-Teiles  notwendig ist. Hochachtung in allen Belangen! Weiss vielleicht jemand im RMorg den Namen des Entwicklers bei Minerva Wien?

Ebenfalls freundliche Grüße Rudi

 

Dietmar Rudolph
05.Oct.19
  4

"Datenblätter vom AF106 habe ich nicht gefunden" ???

Die kompletten Datenblätter zum AF106 sind beim AF106 in den "Thumbnails" zu finden. Die Scans entsprechen exakt den 10 Seiten aus dem Telefunken Handbuch "Halbleiter; Standard-Typen, 1967" von S. 231 bis S.241.

MfG DR

 

 

Rudolf Drabek
05.Oct.19
  5

Danke, ist wohl etwas schlecht zu lesen. Habe eine AF106.pdf  gefunden.  

ad Hr. Souza: Die Abschätzung der Stabilität der AF106 Vorstufe wird etwas dauern. Das UKW Unit vom B1X42A habe ich zwar entwickelt, aber erst in der Pension nachgerechnet, finde die Datei aber im Moment nicht um mir die Neuberechnung des Kollektrorkreises zu ersparen. Der Eingangskreis ist ja fast ident. Die Ankopplung via 15 pf an den Eingangsleitwert Real/Blindanteil des AF106, eingestellt auf 2mA,  wird wohl nicht genau sein, da ich das Übersetzungsverhältnis des Eingansfilters nicht kenne. Werde aber die Betriebsgüte niedrig ansetzen, um die Antennenenergie nicht unnötig abzuschwächen, was auch für die Stabilität günstig ist.

Freundliche Grüße R. Drabek

Rudolf Drabek
07.Oct.19
  6

Hallo Hr. Souza

Nach genauerer Analyse des Schaltbildes des UKW-Units, Schaltung im Thread Beitrag Nr. 3, sieht man, dass nur eine Dipolantenne Signale einkoppeln kann. Eine einfache Wurfantenne mit 75 cm, wie sie üblicherweise mitgeliefert wurde, hat kein Gegengewicht. Es fehlt offensichtlich eine Mittelanzapfung an der Einkoppelseite des Eingangsfilters.

Derzeit bin ich auf der Suche nach einem LT-Spice model des AF106, werde es aber mit einem BC547, oder BF494  versuchen, kann nicht so weit falsch sein. Werde verschiedene Annahmen durchrechnen.

rgds R. Drabek 

Den Schaltbildfehler  werde ich dem Admin melden, da auch eine AM-Antenne nichts bewirken kann.

 
Hits: 1399     Replies: 0
minerva: 624; Vanguard
Rudolf Drabek
22.Mar.13
  1

Diese Gerät haben die kommerziellen Herren als Vergleichsgerät zu unserem B5W32AT bei Hörtests herangezogen.

Ich hab ja den B5W32AT el. entwickelt. Der NF-Teil war schon fertg, ich habe nur den HF-Teil layoutet und serienreif gemacht. Es war meine erste selbständige Entwicklung, übrigens der Entwicklungsort war Wien. Minerva war ja auch Standort Wien..

Das Minervagerät hatte einen sehr guten Klang. Viel Holz und ein größerer Lautsprecher als das Philipsgerät. Wir haben es nie ganz schlagen können, obwohl wir ein Doppelpot zur Lautstärkeregelung verwendeten um eine möglichst lautstärkegerechte Frequenzanpassung zu erreichen.

Es war recht nervig bis die technisch kommerziellen Leute zufrieden waren.

Das Minervagerät hatte echt einen schönen Klang.

 
Hits: 1574     Replies: 0
minerva: 614; Vanguard
Erich Dorninger
04.Aug.09
  1

Hallo Mitglieder,

ich habe einen Vanguard bekommen, der beim ersten Einschaltversuch sehr laut brummte, so laut, daß ich sofort auschaltete.

Der Grund dafür waren die beiden Siebelkos.

Nach  dem Tausch  spielt der Apparat wieder normal.Eventuell gehören noch weitere Kondensatoren ausgewechselt.

Herzlicher Gruß von Erich Dorninger

 
Minerva-Radio: Vanguard 614
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