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Weitverkehrsröhre (Poströhre)
Mit der BF wurde erstmalig das deutsche Fernsprechnetz systematisch ausgebaut. An ihr wurden die Erfahrungen gesammelt, auf denen die weitere Entwicklung der späteren Fernsprechröhren beruhen. Die wichtigste Forderung, die man an eine Fernsprechröhe stellen musste, ist die Betreibssicherheit. Die BF erreichte bereits eine mittlere Lebensdauer von 2500 Stunden. Das bedeutete, dass in einem Amt mit 100 Röhren bei einem täglich 8stündigen Dauerbetrieb durchschnittlich jeden dritten Tag eine BF ersetzt werden musste.
Für die Nachfolgertypen der BF wurde dann eine konkrete Mindestbrenndauer angestrebt bzw. definiert. Nach dieser Mindestbrenndauer wurden Röhren routinemäßig ersetzt, wodurch eine deutliche Reduzierung unerwünschter Gesprächsunterbrechungen durch plötzlichen Röhrenausfall erreicht wurde.
Bei der Nachfolgertype BO wurde bereits eine Verdreifachung der Lebensdauer auf 7500 Stunden erreicht.
[Nach "Entwicklung der Siemens Fernsprechröhre" von C. Nebel]
Daten laut Siemens Zeitschrift 1922 (2. Jg.), 5./6. Heft, Seite 282ff:
Heizstrom: 1,1 A
Heizspannung: 3,5 V
Anodenspannung: 220 V
Gitterspannung: -6 V
Anodenstrom: 3 mA
Emission: 8 mA
Durchgriff: 7%
Steilheit: 0,5 mA/V
Innerer Widerstand: 30 kOhm
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