Radio-Katalog, Röhren, Halbleiter etc.
Liebenröhre_Telefunk
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Land:
Deutschland / Germany
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| Identisch mit |
Liebenröhre_Telefunk
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| Ähnliche |
Austauschbar, kleine Unterschiede mögl.
Liebenröhre_AEGgross
Sockel anders:
Liebenröhre
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| Erste
Serie |
Oct.1912
Saga of the Vacuum Tube, Tyne Seite 235
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| Erste Quelle(n) |
20.Dec.1910 : Saga of the Vacuum Tube, Tyne Seite 237, Fig. 12-4.
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| Sockel |
Telefunken-3-stift-1Buchse (1912)
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| Heizung |
Direkt / Batterieheizung = |
| Beschreibung |
Die Geschichte zu dieser Röhre beginnt mit der Patentanmeldung vom Dezember 1910 DRP249142 von Robert von Lieben und seinen Mitarbeitern unter Nennung Entwicklungen von deForest. Von Lieben war also über die Entwicklungen in USA zu diesem Zeitpunkt informiert.
Davor hatte Robert von Lieben ab 1906 vergeblich und mit einem ganz anderen Ansatz (Ablenkung von Kathodenstrahlen) versucht, eine Verstärkerröhre zu bauen. Er musste jenes Projekt entnervt aufgeben. Im August 1911 zeigt von Lieben die neue Röhre mit dem Gitter einer Gruppe von Unternehmen, die dann das sogenannte Lieben-Konsortium bildeten. Dieses Konsortium hielt die Patentrechte der Arbeitsgruppe von Liebens und verteidigten sie gegen ausländische Unternehmen, die die DeForest Patente hielten.
Liebens Mitarbeiter behaupteten später stets (von Lieben starb bereits 1913) in diesen Patentprozessen das Gitter unabhängig von DeForest erfunden zu haben. Tatsache ist, dass das Patent von 1910 erstmals eine Gittervorspannung erwähnt. Der gesamte Patentbesitz basierend auf von Lieben und Nachfolgern bei AEG und Telefunken erlauben es Telefunken in den 20er Jahren sich gegen die RCA zu behaupten. Resultat ist eine Aufteilung des Röhrenmarktes. Daher findet man in Deutschland nur wenige ausländische Röhren aus den 10er und 20er Jahren. Das "Unternehmen Lieben-Röhre" startet 1. März 1912, doch vergehen einige Monate, bis man bei AEG erste Röhren in Serie herstellen kann. Leider hat sich die Arbeitsgruppe zu lange in gasgefüllte Röhren "verbissen", so dass z.B. in den USA schon Hochvakuumröhren im praktischen Telefoneinsatz waren, als 1914 die Lieben-Röhre mit einem Temperatur-Käfig (DRP293460) einigermaßen stabil gehalten in den regulären Einsatz kam. Siehe Tyne Seite 235.
Man glaubte lange, dass ein gewisser Gasgehalt für die effektive Arbeit der Röhre notwendig sei. Die Röhre wurde mit positiver Gittervorspannung betrieben. Die beste Einstellung liegt meist am Punkt, wo der blau ionisierte Quecksilberdampf etwa einen bis zwei cm über dem Gitter beginnt. Daher hatten manche Exemplare eine im Glas eingeätzte mm-Skala am Gitter. Zur Optimierung der Leistung mußte unter Umständen das Natrium-Amalgam-Stück (Quecksilber-Natrium Legierung) im seitlich angebrachten Röhrchen unten am Kolben leicht erhitzt werden. Dadurch stieg der Quecksilberdampfdruck in der Röhre wieder an. Man benutzte Natrium-Amalgam um einen definierten Dampfdruck zu erhalten, zudem ist Natriumamalgam fest und verbleibt im seitlichen Ansatz. Spätere Lieben-Röhren haben ein Gitter aus Draht statt des gelochten Aluminiumbleches. Beide Varianten gibt es auch als "kleine Lieben-Röhre" mit ca. 19 cm Bauhöhe.
Man operierte noch mit weiteren Versuchskonstruktionen, bis man endlich ca. 1914 auf Vakuum-Röhren (EVN 94) statt Quecksilber-gasgefüllte hinüberschwenkte (Rukop, Pirani Telefunken). Damit stand mit der Röhre EVN 94 wohl die erste in Serie erstellte deutsche Vakuum-Röhre im Einsatz. ( A. Meißner, Jahrbuch der drahtlosen Telegraphie und Telephonie, 1919, S. 5) Der Aufbau ist ähnlich der deForest-Röhre.
Text in anderer
Sprache (evtl. verschieden)
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Abmessungen (BHT) inkl. Stifte/Spitzli |
105 x 307 x 105 mm / 4.13 x 12.09 x 4.13 inch |
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Just Qvigstad
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Anzahl Modelle bei Radiomuseum.org
bestückt:5
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[rmxtube-ge, noindex]
| Datenkonformität |
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