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LP2_Philips

Information - Help 
ID = 71964
       
Country:
Netherlands
Brand: Philips; Eindhoven (tubes international!); Miniwatt
Tube type:  Triode, vacuum 
Identical to LP2_Philips
Similar Tubes
Normally replaceable-slightly different:
  A410
First Source (s)
08.Jun.1934 : -- Collector info (Sammler)

Base Europe 4-Pin B4 (Eu A, E, 4A) 1914
Was used by Military and/or Government
Filament Vf 4 Volts / If 0.065 Ampere / Direct / Battery =
Description

Type designation of the Czech army, LP = lampa přijímací = receiving lamp (tube).

This tube appears to be similar or idendical to the type A410.

 
Text in other languages (may differ)
Dimensions (WHD)
incl. pins / tip
41 x 90 x mm / 1.61 x 3.54 x inch
Weight 37 g / 1.31 oz
 
_lp2_8_ledng_1935_front.jpg
LP2_Philips: H.G.
Harald Giese

 
1~~14.png
LP2_Philips: Telefunken Werkstattbuch
Wolfgang Bauer

 
ia_ug_kennlinien_lp2.png
LP2_Philips: H.G.
Harald Giese


from Just Qvigstad


Forum contributions about this tube
LP2_Philips
Threads: 1 | Posts: 24
Hits: 5111     Replies: 23
  Ungewöhnliche Röhre: Philips Miniwatt LP2
Harald Giese
06.Mar.16
  1

Im Jahr 1983 habe ich bei einem deutschen Elektronikhändler 2 Röhren gekauft, die unter der Bezeichnung "Spezialtrioden LP2" angeboten wurden. Diese Röhren sind insofern ungewöhnlich, als sie offenbar keinen offiziellen Typ repräsentieren.

Die Kolbendom beider Röhren zeigt zwar die normale Stempelung "Philips-Miniwatt":

Ungewöhnlich ist aber die Größe der Typstempelung LP2 auf der Seite des Röhrenkolbens und die Angabe des Herstellungsdatums:

Während die rechte Röhre eine klare Datumsangabe zeigt: "8.VI.1934", zeigt die linke Röhre beim Monat eine Folge von 5 Buchstaben, die ich nicht eindeutig entziffern kann: 8. ledn? 1935. Der letzte Buchstabe könnte auch der russische Buchstabe "г" in Schreibschrift sein. Leider sind die Glasätzungen sehr schwach und daher schwer zu fotografieren.

Wie das folgende Bild zeigt, ist die Röhre sehr gedrungen gebaut und mit nur 90mm Höhe deutlich kürzer als z.B. eine VALVO A409. Das im rechten Bild gezeigte Elektrodensystem der LP2 hat die übliche Kastenform.

Es stellt sich die Frage, warum diese kurze Bauform gewählt wurde. (i) Geplante Verwendung in einem Militärgerät, wo kompakte Bauform gefragt ist, oder (ii) Einsatz bei höheren Frequenzen, wo sich kürzere Zuleitungslängen zum Elektrodensystem positiv auswirken, oder (iii) Einsatz in einem Gerät, in das Röhren mit der Standardhöhe nicht gepasst hätten? Ein treffendes Beispiel hierfür sind die zwei Versionen der Gleichrichterröhre 506 und 506K ("k" für kurz)

Weiss jemand eine Antwort?

Wolfgang Holtmann
06.Mar.16
  2

Hallo Herr Giese

Ich sehe jetzt erst, dass Sie die LP2 von Philips schon angelegt haben.

Ich gehe davon aus, dass Sie die Heizdaten ihrer Röhren gemessen haben, daher kann keine Übereinstimmung mit dieser vermeintlichen  LP2

bestehen!

MfG

Harald Giese
06.Mar.16
  3

Hallo Herr Holtmann,

sie haben Recht mir Ihrer Annahme, dass ich die Heizungsdaten der Röhre verifiziert habe.

Heizspannung Uf = 4,0 ± 0,01V => Röhre 1 : If = 0,063 A     Röhre 2: If = 0,064 A

Der Einfachheit wegen habe ich in den Röhrendaten If = 0,065 A geschrieben.

Viele Grüße

HG

Wolfgang Holtmann
06.Mar.16
  4

Guten Abend Herr Giese

Sollte sich in den nächsten Tagen hier keine handfeste Erklärung zu dieser sonderbaren Philips Röhre zeigen, habe ich vor, Ihre Frage -mit den Bildern- im NL-Forum über alte Radios zu stellen. Dazu habe ich Ihr Einverständnis nötig.

Es ist ja eine Röhre, welche höchstwahrscheinlich in den Niederlanden fabriziert wurde. Vielleicht bringt uns das einer Lösung näher?

MfG

 

Harald Giese
07.Mar.16
  5

Hallo Herr Holtmann,

es freut mich zu sehen wieviel Beachtung diese kleine Röhre findet!

Wie Sie bereits bemerkten, hat der Kollege Günther Stabe nun ebenfalls Bilder seiner LP2 hochgeladen. Auf Herrn Stabes Röhre befindet sich ein Aufkleber der handschriftlich in einer Sprache beschriftet ist, die man identifizieren könnte. Vielleicht erlaubt das auch Rückschlüsse. Er erwähnt auch, dass beim Ätzcode noch die Zeichenfolge "brez. 1935" erkennbar ist.

Recherchiert man im Internet nach den keywords "Philips Miniwatt LP2", so findet man ebenfalls ein Foto der LP2, zwar mit falschen Angabene zu Heizung und Funktion, aber ebenfalls mit der Bemerkung, dass der seitliche Ätzcode die Zeichenfolge "brez. 1935" zeigt.

Selbstverständlich dürfen Sie meine Bilder zur weiteren Klärung der Röhrenidentität in anderen Foren verwenden.

Wolfgang Holtmann
07.Mar.16
  6

Heute Abend hat mir unser Mitglied Ralf Birkenkampf einen wertvollen Hinweis übermittelt:


Die Notiz auf der LP2 von Herrn Stabe ist in tschechischer Sprache geschrieben.

Wir haben sicherlich mehrere Leser (Herr Lill z.B.) hier im RM, die uns das bitte übersetzen können.

březen ( brez. 1935 )  = März 1935

Eventuell per e-mail....

Vielen Dank

 

Harald Giese
08.Mar.16
  7

Habe gerade im tschechischen Dictionaire nachgeschaut und gefunden dass Januar auf tschechisch "leden" heisst. In Beugungsformen der Wortes entfällt das zweite "e" ( => "ledn") und es wird eine Endung hinzugefügt. In slawischen Sprachen wird bei Datumsangaben der Monat meist in den Genitiv gesetzt, z.B. "ledna". Ich gehe davon aus, dass das im Tschechischen ebenso gehandhabt wird. Kann das bitte jemand bestätigen?

Damit wäre dann jedenfalls auch die Datumsangabe auf der linken Röhre in Post #1 geklärt: 8.Januar 1935.

Wolfgang Lill
10.Mar.16
  8

Habe ihre Frage an Herrn Josef Jonasek weitergegeben: Ich kann entziffern; Station nr. -212, eingesetzte Pos Nr.4 Dann könnte der Name des Bearbeiters folgen und das Datum ....14.3.1936  ? aber da bin ich mir nicht sicher

 

Wolfgang Holtmann
10.Mar.16
  9

Zunächst unseren Dank an Herrn Lill für die Übersetzung.

Es sieht so aus, dass diese LP2 kommerziell verwendet wurde. Ich denke da an staatliche Einstellungen wie die PTT usw.


Nun habe ich hier eine schwergewichtige, tschechische "Röhrenbibel" aus Prag, wo etwa 12500 Typen zu finden sind! Leider ist eine LP2 mit 4 Volt Heizung nicht dabei... Merkwürdig, nicht wahr?

Die Daten der LP2 und LP2/C von OSRAM und GECOVALVE werden sehrwohl aufgeführt, aber das sind die schon bekannten 2 Volt Röhren, die nicht vergleichbar mit der hier vorgestellten LP2 sind.

MfG

 

 

 

Harald Giese
11.Mar.16
  10

Vielen Dank Herr Holtmann für Ihre "Sherlock Holmes" Arbeit. Ich hoffe, es gab einen Index, damit sie nicht das ganze Buch durcharbeiten mussten! Wenn die Röhre nicht einmal in diesem tschechischen Werk zu finden ist, sieht die Sache ja finster aus. Ich weiss zugegebenermassen wenig über die Produktionsstätten von PHILIPS in den dreißiger Jahren. Gab es denn überhaupt eine Produktion im Ausland? Das ging mir so durch den Kopf, als Herr Roschy beim Hochladen des neuen Röhrentyps vermutete, dass es sich um eine Experimentalröhre handele.

Harald Giese
12.Mar.16
  11

Das RM Mitglied Thomas Schnitzenbaumer hat mir gestern mitgeteilt, dass er den handgeschriebenen Text auf Herrn Stabes LP2 seinem tschechischen Kollegen vorgelegt hat und dass dieser die Übersetzung von Herrn Lill in post #8 i.W. bestätigt hat:

>>>>Station Nr. 212

eingesetzte Röhre Platz 4

Prag 4.5.1936

<<<<<<<

Soweit sind wir mal. Jetzt warten wir mit Spannung auf das Resultat von Herrn Holtmanns Recherche bei den Radiokollegen in NL.

Jacob Roschy
12.Mar.16
  12

Philips unterhielt viele Produktionsstätten im Ausland, auch schon in den 1930er Jahren. Oft handelt es sich dabei um aufgekaufte Firmen, die dann sowohl unter dem Namen Philips wie auch unter eigenem Namen Röhren verkauften, z. B. Valvo in Deutschland, Mullard in GB, Dario in Frankreich, Triotron in Österreich.

Oft wurden diese Tochterfirmen mit vorgefertigten Teilen beliefert, die vor Ort zu kompletten Röhren endgefertigt wurden.

Welche Firmen in mehr oder weniger großer Abhängigkeit eine Zusammenarbeit mit Philips unterhielten, kann man gut in der Philips tube code list unter dem Titel „4. Factory symbols“ erkennen.

M. f. G. J. R.

 

Josef Jonasek
13.Mar.16
 
  13


Liebe Freunde, es gibt keine Röhre LP2 - wenigstens was die Typenbezeichnung betrifft.

Diese Buchstaben  LP hat die tschechische Armee benutzt, und die bedeuten kurz lampa přijímací (Empfangsröhre). Das hat mir vor Jahren ein Zeitzeuge erklärt.

Und ich denke, diese“ LPx“ (vielleicht auch LVx - siehe unten) könnte  natürlich nicht nur ein bestimmter Typ tragen, sondern auch dessen Equivalente.  In meiner Sammlung habe ich nämlich auch eine LP2. Es ist auch eine Triode. Ätzung ist Marconi, typ kaum entzifferbar – ich lese MW, die Ziffer könnte eine 4 sein, aber in der tschechischen „Bibel“ (Brudna, Poustka) sowohl in RM gibt es keine MW4.

Interessant ist auch ein Text darunter, ebenfalls eine Ätzung: ČS. výrobek (Tschechoslowakisches Produkt).  Leider gibt es kein Datum. Die Zusammenarbeit mit Marconi existierte damals, hauptsächlich bei Senderöhren-produktion. Es könnten also auch diese Röhren für die Armee in der Tschechoslowakei produziert werden (= meine Vermutung).


Die von den Kollegen schon oben entzifferte Bezeichnung von Monaten ("ledna" und "března") ist richtig,die Handbeschriftung lautet:
Station Nr. 212
Röhren Nr. Position 4
In Betrieb 14/….1936 (V použ. = Kürzel für: v použití – also nicht Prag)

Diese „einfache“ LP Bezeichnung war wohl für weniger geschulte Bedienung der Geräte bestimmt, wie es später auch in der „Nachkriegsarmee“ war.


Wenn sie  nämlich neuere (tschechische)  Röhren  mit (sehr oft aber ohne) die richtige Typenbezeichnung finden, die mit EP…oder EV… markiert sind, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Röhren der Tschechoslowakischen Armee. EP heißt elektronka přijímací (Bedeutung wie LP, weil wir statt lampa jetzt das Wort elektronka benutzen), EV ist dann elektronka vysílací (Senderöhre, früher könnte es also LV sein, solche Röhre habe ich aber noch nicht gesehen).


Hier einige Typen, die Kollege Pulchart in der Zeitschrift Radiojournal 72/2011 erwähnt hat. 
EP 201  1L33
EP 202  1F33
EP 203  1H33
EP 221  3L31
EP 251  6F32
EV 301  RL15A

Attachments

Harald Giese
14.Mar.16
  14

Lieber Herr Jonasek,

recht herzlichen Dank für Ihre ausführliche Erklärung. Das Rätsel um die Röhrenbezeichnung konnte nun durch Ihre Hilfe gelöst werden.

Nun stellt sich natürlich die Frage, um welche PHILIPS-MINIWATT-Röhre es sich denn ursprünglich gehandelt hatte, damit man sie hier in RM an der richtigen Stelle einordnen kann. Ich denke nicht, dass die Stempelung auf der Röhrenoberseite hinsichtlich des Röhrentyps weiterhilft: ≡(2.)H und ≡(23.)H. Das sind wohl nur Datumskodierungen? Wenn man diese aber entschlüsseln könnte, könnte man die Suche einengen - denn man hat ja auch die Heizdaten, die Steilheit, den Verstärkugsfaktor und die Abmessungen der Röhren. Die Spezialisten für PHILIPS-Röhren würden da bestimmt fündig werden. Der Kolege Holtmann kennt da bestimmt jemand.

MfG Harald Giese

Josef Jonasek
14.Mar.16
  15

Hier könnte mein Äquivalent, auch eine LP 2, ein wenig helfen, es musste doch an gleicher Stelle in gleichem Gerät (kriegs)sicher funktionieren. Aber in Röhren kenne ich mich nicht sehr viel aus (und gar nicht von Marconi). Es hat vier "Beinchen", also ist es eine Triode, Glaskoben 50 mm hoch, Durchmesser cca 41 mm, Bakelit mit Glas 74 -75 mm (ohne Beine).  Beine „federnd“ (also nicht „halbiert“).

Vielleicht kann jemand noch helfen mit Beurteilung von deren Typ. Ich habe die Ätzung noch mit Spiritus gereinigt: MW bleibt ziemlich gut sichtbar. Der Buchstabe darunter blieb unscharf, aber jetzt scheint es auch als c oder e aus (kleingeschrieben und vielleicht mit Schrägstrich??? – darum  habe ich 4 angegeben). Gibt es eine ähnliche Marconi Röhre MW x? Leider könnte ich keine besseren Fotos machen.

MfG J. Jonasek

Jacob Roschy
14.Mar.16
  16

Hallo Herr Giese,

das kann nun nicht all zu schwierig sein. Man muss nur nach Philips- Röhren suchen, die mit den hier gefundenen Daten übereinstimmen.

Wegen den Heizdaten müssen sie mit A4 beginnen und wegen dem gefundenen µ = 11 sollten die Zahlen dahinter in dieser Gegend liegen.

Die Typen A409A410, und A410N wären hier die nächsten Kandidaten. Welche von diesen es nun genau ist, wird sich aufgrund der Toleranzen nur schwer festlegen lassen.

M. f. G. J. R.

Harald Giese
14.Mar.16
  17

Liebe Kollegen,

angeregt durch den Zweifel eines Kollegen im NL-Radioforum habe ich die Röhrenmaße noch einmal kontrolliert. Dabei habe ich festgestellt, dass mir beim Bild des Größenvergleichs im post#1 ein kleiner Fehler unterlaufen ist: Die rechte Röhre im Bild war keine VALVO A409 sondern eine VALVO A408. Ich bitte, das Versehen zu entschuldigen! Nachfolgend ein nunmehr korrektes Foto mit einem Größenvergleich meiner beiden LP2_PHILIPS mit einer A409 von PHILIPS und einer A408 von VALVO.

Die nun genauer mit einer Schiebelehre gemessenen Größen sind:

LP2/1: 87mm, LP2/2: 89mm, A409 PHILIPS: 93,5mm, A408 VALVO: 95,5mm.

Die Maße beziehen sich auf die Gesamtlängen inclusive Stifte. Natürlich sind die Längenmessungen nicht genauer als ± 0,5mm, da die Lötungen unterschiedlich dick auftragen.

Bisjetzt konnte ich keine A4... Röhre finden , die so kurz ist wie die LP2. Das liegt natürlich auch daran, dass häufig keine Längenangaben gemacht werden und daß man aus den Fotos kaum Schlüsse auf die Dimensionen ziehen kann.

 

 

 

Wolfgang Holtmann
16.Mar.16
  18

Nochmal zurückschauend,

Herr Giese hatte 1983 zwei Röhren LP2 in einer Notverpackung von einem Händler erworben. Wenn ich davon ausgehe, dass das NOS, d.h. ein ungebrauchter Restbestand der tschecho-slowakischen Armee war, dann könnten die von ihm aufgenommenen Ia/ Ug Kennlinien zum Vergleich mit den von Philips propagierten hergenommen werden.

Weiterhin darf ich annehmen, dass seine beiden LP2 keine großen Unterschiede bei der Messung zeigten, also als repräsentativ anzusehen sind. Selbstverständlich muss man die Fertigungstoleranzen berücksichtigen....

Herr Roschy hat schon ein paar Typen genannt: A409A410, und A410N

Nun habe ich die Kennlinien der ersten beiden bei Frank Philipse gefunden und mit der von Herrn Giese aufgenommenen verglichen:


Die Philips A410 ist da in guter Annäherung mit der LP2 zu sehen!

Die Kurven der A409 dagegen, weichen stark ab. Hier ist bei Ua = 100V und  Ug = 0V,  der Ia ca. 8mA!

Bei der A410N konnte ich keine Kennlinien finden. In einer Tabelle findet man die Angaben:

Ua = 150V und Ug -9V,  Ia ca. 6mA, also viel zu hoch.

MfG

 

 

Harald Giese
17.Mar.16
  19

Hallo Herr Holtmann

vielen Dank für Ihre Nachforschungen! Sie habe Recht mit Ihrer Annahme, dass die LP2- Röhren 1983 als NOS-Ware angeboten wurden. Da die Röhren nur kurzzeitig zu Testzwecken benutzt wurden, kann man erwarten, dass ihre elektrischen Daten noch mehr oder weniger neuen Röhren entsprechen. Berücksichtigt man die Fabrikationsstreuungen, so entsprechen die Daten der LP2 wirklich recht gut denen der A410. Wie man an den zur Röhre hochgeladenen Bildern erkennt, wurde sie in vielen verschieden Ausführungsformen gefertigt - offenbar auch mit einem sehr kurzen Glaskolben.

Dank an alle, die zur Klärung des Mysteriums beigetragen haben!

MfG,

Harald Giese

Josef Jonasek
30.Mar.16
  20

Hier noch die Gesamtlänge meiner LP 2 (kein Philips, sondern Marconi MW x /siehe mein Beitrag oben/): ebenfalls 89 – 89,5 mm. 

Harald Giese
01.Apr.16
  21

Vielen Dank, Herr Jonasek, für die Nachmessung der Länge Ihrer LP2. Die Länge stimmt also mit meinen LP2 Röhren im Rahmen der normalen Toleranzen überein - obwohl die Röhren von zwei unterschiedlichen Herstellern kamen.

Mich bewegt immer noch die Frage, warum man hier als standardmäßige " lampa přijímací " so kurze Röhren genommen hat. Offensichtlich steckten sie in einem sehr gedrängten Aufbau und längere Röhren passten dort nicht hinein.

Hat denn vielleicht jemand ein tschechisches Militärfunkgerät aus dieser Zeit?  Das ist wahrscheinlich eine etwas spitzfindige Frage, aber es würde doch das Bild abrunden, wenn man ein Gerät sähe, in dem solche Röhren steckten... oder wurde in RM.org bereits so ein Gerätemodell angelegt und ich habe es nur nicht gefunden?

Josef Jonasek
10.Apr.16
  22

Ich habe auf dem Web weitere Angaben über Marconi Röhren gesucht, die in Frage kommen könnten. Dabei habe ich festgestellt, dass MW  kein Röhrentyp, sondern ein Teil des Logos von Marconi‘s Wireless Telegraph Company ist!!

Attachments

Wolfgang Holtmann
08.Jan.18
  23

Beim Durchstöbern der Schriftenreihe RADIOBOTE von 2014,
bin ich auf einen Artikel von Werner Thote gestoßen, der ein tchechisches Militärfunkgerät Type RP7-V6 beschreibt.
Die deutsche Bezeichnung war Torn Fu. Ger. RO 31 und zeigt im Empfangsteil drei Trioden vom Typ LP2.

Damit hat die Recherche einen befriedigenden Abschluss gefunden...

MfG

Harald Giese
09.Jan.18
  24

Hallo Herr Holtmann,

vielen Dank für Ihren wertvollen Hinweis. Schön, dass man nun auch ein Gerät identifiziert hat, indem die LP2 Röhren eingesetzt wurden. Inzwischen habe ich noch 2 weitere Röhren dieses Typs gefunden. Diese stammen vom Hersteller MARCONI, der ja oben auch schon angesprochen wurde.

Oben auf dem Röhrendom tragen die beiden Röhren einen Stempel: P 

So sehen die Röhren aus:

 

 

 

Sehr schlecht zu photographieren sind die Datumsstempel der beiden Röhren: 7.VI.1938 und 30.IX.1937, aber letzteren kann man auf dem Photo erahnen.

 

 
LP2_Philips
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