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History of the radio manufacturer Mende - Radio H. Mende & Co. GmbH, Dresden


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Name: Mende - Radio H. Mende & Co. GmbH, Dresden    (D)    
Abbreviation: mende  
Products: tubes model-types  
Summary: In der zweiten Hälfte der 30er Jahre ist Mende eine der grössten Radiohersteller Deutschlands und überholt vor dem Krieg sogar SABA.

1923: Radio H. Mende & Co. GmbH, Dresden;
1926 (mur kurz): Marketing durch Magnaphon Radio GmbH;
1933: Rechtsform KG;
Radios: 1924 bis 1944, danach siehe Nordmende. Exportiert nach verschiedenen Ländern. Importeur in der Schweiz: Seyffer + Co. AG, Zürich.



 
History: Aus "Radios von gestern" (Seite 222):
"Unter dem Namen Mende existiert eine Gleichrichterröhre G1054, die der RGN1054 nicht entspricht.

Aus Radiokatalog Band 1:

Am 1. November 1923 gründen Hermann Mende und Rudolf Müller die Radio H. Mende & Co. (GmbH), Dresden [RP0179]. Die Firma produziert ursprünglich die sogenannte «Dreikantklemme», was noch aus dem Signet ersichtlich ist [673301], und Elektroartikel aus Pressstoff, bald aber auch Detektor-Empfänger.

1925 tritt Martin Mende (MM) als Verkaufsleiter in die Firma seines Onkels ein. MM erhält die Prokura, wird Gesellschafter und nach einigen Jahren Geschäftsleiter. Die Firma steigt mit 3000 Mitarbeitern zu einer der grössten ihrer Art in Deutschland auf.

1925 produziert Mende 2000 Geräte. Interessant ist der Zusatz im Markenzeichen «System Günther»: Ulrich Günther kommt von Koch & Sterzel, Dresden, wo er am 16.2.1924 das Patent DRP 414018 für «Audionempfänger mit gleichbleibender Dämpfung» registrieren liess. Er entwickelt Geräte (wahrscheinlich ab E45 von 1927), lässt einige Erfindungen patentieren und arbeitet als technischer Direktor. Mende’s Vertriebsgesellschaft «Magnaphon Radio GmbH» übernimmt Patente von Günther [639181].

Für den Absatz sorgt während kurzer Zeit das Mende-Unternehmen Magnaphon Radio GmbH.

Mit dem Modell 100 bringt Mende 1930 als Besonderheit eine Umschaltmöglichkeit als Schirmgitter- oder Kraftaudion. Als Schirmgitteraudion weist das Gerät eine besonders grosse Verstärkung auf und in der Nähe eines Grosssenders bringt die Schirmgitter-Kraftaudion-Schaltung eine grössere Trennschärfe und gleichzeitig eine weiter verbesserte Wiedergabequalität [663022].

1931 baut Mende 111'000 Empfänger. 1932 kann Mende gemäss [DRM96] die Radioabteilung samt einiger Arbeitskräfte von Koch & Sterzel übernehmen, da diese Grossfirma ihre Radiofertigung einstellt. Grund zu diesem Entscheid bei Koch & Sterzel sollen bedeutende finanzielle Einbussen wegen störanfälliger Kondensatoren und kalter Lötstellen, vor allem bei einer grossen Lieferung in die Schweiz, gewesen sein. Einen weiteren Grund haben wohl teure Radiopatent-Streitigkeiten geliefert.

1933 gelten die Modelle der «Weltklasse» mit LMK als Empfänger mit besten KW-Eigenschaften und Mende preist den «Super 1934» mit der hohen ZF von 1648 kHz als Zukunftstypen des deutschen Qualitätssupers [663318]. Argumente: Es entstehen keine Pfeifausstrahlungen auf dem Rundfunkband, der Apparat bringt auch den Ortssender nur an einer Stelle der Skala, also «ohne» Spiegelfrequenzen und er zeigt «absolute Rauschfreiheit».

1933 verändert sich die Firma in eine Kommanditgesellschaft; Günther ist einer der Kommanditäre. Er bleibt dem Unternehmen bis zum Ende des Krieges treu und begibt sich darauf in die USA [639181]. Mende bestimmt während einiger Jahre die Modellnummern gemäss dem Endverkaufspreis. 1934 wirbt Mende für die «Grosssicht-Propellerskala mit Lichtspalt-Optik».

Am 21.10.37 feiert Mende den Millionsten Rundfunk-Empfänger, wobei die Produktion von 1937 200'000 Geräte umfasst. Einige Modelle (z.B. 8-Röhren-Super) finden Absatz in Italien, England und Skandinavien [664905]. Nahezu alle Bauteile wie Chassis, Spulensätze, Wellenschalter, Kondensatoren, Drehteile, Abschirmungen, HF-Eisenkerne, Gehäuse etc. stellt Mende im eigenen Werk her.

1938 ist jeder dritte in Deutschland gebaute 2-Kreis-3-Röhrenempfänger ein Mende. Die Jahresproduktion beträgt rund 250'000 Geräte bei einer Belegschaft von ca. 3000 Personen auf einem Gelände von 50'000 qm. Die Firma entwickelt spezielle Geräte für die Tropen [664905].

Mende hat in der ersten Hälfte der 30er Jahre einen Marktanteil von rund 10% [503] und liegt damit knapp hinter Saba an dritter Stelle. In den letzten drei Vorkriegsjahren erreicht das Unternehmen die zweite Position hinter Telefunken bzw. den ersten Platz unter den Bauerlaubnisnehmern.

Im Juni 1945 demontiert die russische Besatzungsmacht das Werk und transportiert alles inkl. Rohmaterial nach Russland.

Mende in Ostdeutschland:

Als VEB Funkwerk Dresden (FWD) überführt die sowjetische Militärverwaltung am 1.7.48 das Unternehmen in einen volkseigenen Betrieb (VEB). Martin Mende liefert etwa um dieselbe Zeit in Bremen seine neuen Geräte unter Nordmende aus. VEB Funkwerk Dresden fabriziert bis 1968 oder 1970 Rundfunkempfänger und existiert 1989 (Wende) mit einer Belegschaft von 3800 Personen.

     

Some models:
Ctry  Year  Name  1st Tube  Notes
32  DW48     Elektrodynamischer Lautsprecher Mende DW48.
Feldspule 12000 Ohm, Felderregung 300 Vol... 
31 / 32 200GL   RENS1820  Rhrensatz unsicher. 
45  01   REN904   
47  04   UCH11   
30  Elektro-Schalldose E.V. 20     Elektrischer Tonabnehmer fr 78 rpm Schallplatten mit Stahlnadel. Montage auf herkmmliche G... 
30  Elektro-Schalldose E.V. 10     Elektrischer Tonabnehmer fr 78 rpm Schallplatten mit Stahlnadel. Zum Anschlu an Verstrker ... 
39  Katodenstrahloszillograph KSD1   EE50  Frequenzbereich des Verstrkers: 10Hz bis 100kHz. 
35  M215 (M 215)     sehr hnlich wie Mende 215W. 
38  MS 298W (MS298W)   ACH1   
31  E38GL (E 38 GL)   RE034  Hat firmenmig keine Rckwand! 
31  E38WL (E 38 WL)   REN1104   
46  Tongenerator   RV12P4000  Aufgebaut aus alten Wehrmachtsteilen, 0 - 500 Hz umschaltbar auf 0 - 10 kHz, frontseitig a... 

[rmxhdet-en]

Further details for this radio manufacturer by the members (rmfiorg):

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tbn_d_mende_151wl_logo2.jpg tbn_d_mende_m156_logo.jpg tbn_d_mende_192w_logo.jpg tbn_d_mende_192w_logo2.jpg tbn_mendesuper275.jpg
tbn_mende.jpg tbn_tbn_mende.jpg tbn_mende_glasschild_rm1.jpg tbn_d_mende_1935_werbeschild_.jpg

 
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