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Iris 12 16 GW 301

Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 197611) Television
 
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 64068) Television
 
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 64067) Television
 
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 197541) Television
 
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 197542) Television
 
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 197543) Television
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 151167) Television Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 151168) Television
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 209384) Television Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 64066) Television
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 209383) Television Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 209385) Television
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 336758) Television Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 1042528) Television
Iris 12 16 GW 301; Stern-Radio Staßfurt (ID = 151167) Television
Stern-Radio Staßfurt: Iris 12 16 GW 301 [Television] ID = 151167 400x345
For model Iris 12 16 GW 301, Stern-Radio Staßfurt, VEB, RFT (Ostd.) - vorm. Staßfurter (Stassfurter)...:
Front
 
Country:  Germany
Manufacturer/Brand:  Stern-Radio Staßfurt, VEB, RFT (Ostd.) - vorm. Staßfurter (Stassfurter)...
alternative name
Fernsehgerätewerk Staßfurt
Year: 1957 Type: Television Receiver (TV)
Valves / Tubes 16: ECC81 PCF82 EF80 PL83 ECC82 PL81 PY81 DY86 PABC80 PL84 PCL82 B30M2
Principle Super-Heterodyne (Super in general)
Wave bands Wave Bands given in the notes.
Details
Power type and voltage AC/DC-set / 220 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil)
Power out 3 W
from Radiomuseum.org Model: Iris 12 16 GW 301 - Stern-Radio Staßfurt, VEB, RFT
Material Wooden case
Shape Tablemodel, with any shape - general.
Dimensions (WHD) 510 x 450 x 455 mm / 20.1 x 17.7 x 17.9 inch
Notes Einige Röhren mehrfach vorhanden, bei der 17 Zoll-Ausführung EY86 und B43M1 statt DY86 und B30M2. VHF-Bereiche.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 26.5 kg / 58 lb 5.9 oz (58.37 lb)
Collectors' prices 7 Collector prices (for members Radiomuseum.org)  
External source of data TV-Schaltungssammlung Werner Zimmerman
Source of data Radiokatalog Band 2, Ernst Erb

Model page created by Andreas Hahn. See "Data change" for further contributors.

All listed radios etc. from Stern-Radio Staßfurt, VEB, RFT (Ostd.) - vorm. Staßfurter (Stassfurter)...
Here you find 334 models, 231 with images and 211 with schematics.

 


Forum contributions about this model
Stern-Radio Staßfurt: Iris 12 16 GW 301
Threads: 2 | Posts: 22
Hits: 3309     Replies: 0
stern-stas: 12; Iris keine Hochspannung
André Bassin
16.Mar.06
  1 Seit fast 2 Monaten sitzte ich Abend für Abend an diesem Fernsehgerät, um es wieder
in Betrieb zu nehmen.

Alte Teerkondensatoren sind gewechselt.
Alle Becherelkos sind mit neuen gefüllt.
Einen Ton kann ich schon empfangen.
Der Helligkeitsregler steuert auch die Spannung an der Bildröhre.

Hochspannung=0
Bei erster Inbetriebnahme hatte ich den Boosterkondensator noch nicht getauscht.
Nach ca.2 Min. fing der 350 Ohm Widerstand, der vom Siebelko zum Boosterkondensator führt,
an zu qualmen. ( Auf Schaltplan Anschluß IV )
Durch tausch des Booster Cs war dieses Problem gelöst.

An den Anodenkappen der PL81, PY81 und DY86 stehen 214Volt
Alle 3 gleiche Spannung.
Zwischen den Kappenanschlüssen der PL81 und der PY81 messe ich 24 Ohm (bei abgezogenen Kappen - also nur die Spule)

Ein Tausch der 3 Röhren brachte keine Änderung.

Am Gitter der PL81 messe ich 0Volt.
Sollte dort nicht eine Minus-Spannung zu messen sein?
Kondensatoren PL81 zur Anode der ECC82 sind ok.

Gitter 2 der Bildröhre hat 210Volt.

Da der Vorbesitzter auch schon unterm Chassis am Wüten war, mußte ich erst mal sicherstellen,
dass alle Drähte am richtigen Ort sind.
Ich mailte zu Michael Schmiedecke, der ebenfalls mal ein Problem mit senem "Iris" hatte
und dieses im Forum zur Sprache brachte.
Er schickte mir Fotos von der Unterseite des Chassis.
So konnte ich wenigstens vergleichen.                          (Danke nochmal dafür!)

Der Iris ist mein einziger alter Fernseher und er macht sich toll unter den Radios.
Alle Radios spielen.
Nun kann es ja nicht sein, dass dieser schöne Apparat ewig schweigen soll.

Leider bin ich kein Fachmann, so dass ich keine Oszilloskop-Messungen oder dergleichen durchführen kann.
Der Schaltplan ist für mich auch nicht ohne.
Zur Verfügung habe ich ein Multimeter Volt, Ohm, Kapazität.
Um mich ein wenig vorm Lichtnetz zu schützen, verwende ich einen Personenschutzschalter.

Hoffe, das ist kein hoffnungsloser Fall!
Gruß,
Andre Bassin



Henning Oelkers
16.Mar.06
  2 Hallo, Herr Bassin,

zumindest die Ursache lässt sich finden. Allerdings ist dazu ein Oszilloskop sehr hilfreich.

Haben Sie eins, oder können Sie sich eines leihen? Ein einfaches genügt völlig!

Da am Steuergitter PL81 keine negative Spannung messbar ist, läuft wahrscheinlich der Zeilenoszillator davor nicht. Der erzeugt eine wechselspannung mit 15625 Hz .

Die Spannungen um die ECC82 herum sollten geprüft werden.

Wichtig: Um eine Überlastung der PL81 zu vermeiden, sollte der 4k Widerstand am Schirmgitter aufgetrennt werden.

Wenn dann der Oszillator läuft, kann versuchsweise der 4 k Widerstand am Schirmgitter PL81 wieder angeschlossen werden. bitte die Boosterspannung kontrollieren, die sollte nicht zu hoch werden.

Bitte berichten Sie über Messergebnisse, ich beobachte weiter, und melde mich wieder.

viel Erfolg bis dahin,

Henning Oelkers
André Bassin
17.Mar.06
  3 Hallo Herr Oelkers,
danke für Ihre Hilfe.
Mit meinem Multimeter ist es möglich KHz zu messen.
Bestimmt etwas ungenau, aber es geht.
Hoffentlich reicht das erstmal aus.
 
Direkt am Gitter1 der PL81 messe ich 15000 Hz.
Spannung 0 Volt.
Gitter2 230 Volt.
Anodenkappe 214 Volt.


ECC82------System welches zur PL81 führt :     ( System 1  ? )

Anode 170 Volt.
Gitter  0 Volt.
Kathode 0 Volt

ECC82-----System welches zur PCL82 führt :     ( System 2  ? )

Anode 210 Volt.
Gitter  0 Volt.
Kathode 18 Volt.

Bin spät von der Arbeit gekommen, so dass ich heute nur kurz zum Messen kam.
Wie könnte ich jetzt fortfahren ?
Gruß,
Andre Bassin

Henning Oelkers
17.Mar.06
  4 Hallo, Herr Bassin,

Sie hatten gemessen:

Direkt am Gitter1 der PL81 messe ich 15000 Hz.
Spannung 0 Volt.
Gitter2 230 Volt.
Anodenkappe 214 Volt.


eine Messung wäre noch wichtig: Wie groß ist die Spannung an G1 PL81 im Wechselspannungsbereich.

Da Sie eine Frequenz messen können, sollte der Oszillator prinzipiell laufen, ob die Amplitude reicht, werden wir sehen.

Nach den Messwerten an der PL81 sieht es mir danach aus, dass die PL81 defekt ist ( sonst müsste die Schirmgitterspannung deutlich geringer sein ) . Hatten Sie gegen eine neue getauscht, oder ist sicher das sie funktionsfähig ist?

Gruß aus Berlin,

Henning Oelkers
André Bassin
18.Mar.06
  5 Hallo Herr Oelkers,
Ihre Vorraussage mit der defekten PL81 war gut.

Von der Bildröhre kommen 2 Kabel, die am Hochspannungsteil verbunden werden.
Glaube sie führen zu den Ablenktrafos.
Da war eine Ader kaum sichtbar lose.

Angelötet und eingeschaltet - nichts passiert.
PL81 getauscht - Ergebnis :
 


Mehr passiert allerdings nicht.

Der Ton ist nun aber nicht mehr da!

Habe ich nur sehr kurzzeitig am Netz gehabt, um keine weiteren Schäden anzurichten.
PL81 :
Schirmgitter hat nun 184 Volt.
Gitter1 hat -24Volt.

Schirmgitter der Bildröhre hat 470Volt.

Was schlagen Sie vor?
Gruß,
Andre Bassin
Henning Oelkers
18.Mar.06
  6 Hallo, Herr Bassin,

das, was Sie jetzt sehen, ist das vertikal nicht ausgesteuerte Bildraster. Deshalb ist zunächst die Schaltung rund um Rö 15 ( PCL 82 ) in Verdacht. (Vertikalablenkung)

Hier läuft das Triodensystem als Sperrschwinger, und erzeugt eine Sägezahnspannung mit etwa 50 Hz, die in dem Pentodensystem verstärkt wird, und über einen Trafo die Vertikal Ablenkspulen ansteuert.

Die davor liegende ECC82 ist im Moment unwichtig, weil der Sperrschwinger immer läuft.

Bitte regeln Sie die Helligkeit während der Fehlersuche soweit als möglich zurück, so dass Sie den Strich gerade noch sehen.

Ich werde weiter beobachten. Viel Erfolg weiterhin!

Henning Oelkers
André Bassin
18.Mar.06
  7 Hallo,
nachdem ich alles nochmal ordentlich nachgelötet habe, sieht das Bild wie folgt aus :



Die Linie hat von horizontal zu vertikal gewechselt.
Ton ist auch wieder da.
Kontrastregler reagiert auf Bild und Ton.

Könnte es mit der rückseitig liegenden Einstellschraube zusammenhängen?
Direkt am Hals der Bildröhre, meine ich.
Glaube gelesen zu haben, dass es sich um die "Kathodenfalle" handelt.
Auf dem Glaskolben befindet sich ein roter Pfeil.
Das Schiebestück wird mit einer kleinen Rändelschraube arritiert.
Das Teil ist ziemlich lose. Die Markierungen sind jedoch übereinanderliegend.
Gruß,
Andre Bassin
Henning Oelkers
18.Mar.06
  8 Hallo, Herr Bassin,

das Bild eines senkrechten Striches ist sehr selten: Die horizontalen Ablenkspulen ( die den Strahl von links nach rechts auslenken ) hängen direkt am Zeilentrafo, wenn der nicht läuft gibt es keine Hochspannung.

Bitte prüfen Sie zunächst, ob die am Zeilentrafo angeschlossenen horizontalen Ablenkspulen korrekt angeschlossen sind.

Des weiteren sollte geprüft werden, ob die Vertikalablenkstufe arbeitet. Dazu den Regler W79 "Bildhöhe" zurückdrehen, wird der Strich kürzer, läuft die Vertikalablenkung. Dann muss dieser Strich auf dem Bildschirm senkrecht verlaufen! Dann sind definitiv die Horizontalablenkspulen stromlos, also irgendwo eine Unterbrechung vom Zeilentrafo dahin.

Sie sollten zusätzlich prüfen, ob die 50 Hz Sägezahnspannung ( Strom ) in der Vertikalstufe erzeugt werden. Ersatzweise können Sie 3 bis 6 Volt Wechselspannung von einem normalen Netztrafo einspeisen, und beobachten, was Sie sehen.

Henning Oelkers

 
André Bassin
18.Mar.06
  9 Hier kommen nun die gemessenen Spannungen an der PCL82 :

Henning Oelkers
18.Mar.06
  10 Hallo, Herr Bassin,

habe erst gerade Ihre Spannungsdaten von der PCL 82 gesehen. Kathode Triode und Kathode Pentode sollten laut Schaltplan verbunden sein, und ich vermute, die 0V an Pin stimmen nicht.

Die negative Gitterspannung der Pentode deutet darauf hin, das die Vertikalablenkstufe läuft.

Also tatsächlich irgendwas in der Verkabelung der Ablenkspulen??

Bitte unbedingt darauf achten, dass kein Strich einbrennt, und erst recht kein Punkt!!

Ich beobachte weiter

Henning Oelkers
André Bassin
18.Mar.06
  11 Hallo Herr Oelkers,
nein, beide Kathoden haben 21 Volt.
Die Ablenkkabel wurden von meinem Vorgänger getrennt und ohne Stecker wieder zusammengelötet.
Ich habe nichts verändert, außer sie nachzulöten und etwas zu isolieren.
Jetzt kommen 2 Kabel von der Bildröhre mit jeweils 2 Adern.
Kann ich die probehalber tauschen, oder wäre der Fernseher dadurch in Gefahr?
Wenn ich vertausche, sollte ich bestimmt darauf achten, dass die mittlere Ader (Seele)
auch mit einer Mittleren verbunden wird, oder?
Kann ich die Kabel problemlos anfassen?
Gruß,
Andre Bassin

PS. Vertikalablenkung läuft.
Beide rückseitigen Potis (Bildlinearität und Bildhöhe) wirken in die gleiche Richtung
(nach oben und unten).
Henning Oelkers
19.Mar.06
  12 Hallo, Herr Bassin,

bitte niemals irgendetwas in laufenden Fernsehgeräten anfassen! Die Boosterspannung beträgt üblicherweise 500 - 800 Volt, diese ist den Spannungen an der Horizontalablenkspule überlagert!

Jetzt, da wir wissen, dass die Vertikalablenkung läuft, kommt nicht mehr viel in Frage:

Die Horizontalablenkspulen sind direkt am Zeilentrafo angeschlossen. Bitte zuerst die Ablenkspulen auf Durchgang prüfen. Werte zwischen 10 und 50 Ohm sollten OK sein. Alle weiteren Bauteile ( L30 und Li ) und die Kabel auf Durchgang prüfen. Ggf Kabel austauschen ( ersatzweise genügt einfaches kabel )

Dann prüfen, ob tatsächlich eine Verbindung zu Zeilentrafo Pin 3 und ( einem der Pins 5, 7, 8 ) besteht. Der gezeigte Umschalter schaltet die Bildbreite um. Das kann ein tatsächlicher Schalter sein, oder eine Lötbrücke, oder eine Schraublasche o.ä.

Wenn alles nichts hilft, bitte die Ablenkspulen direkt an die Zeilentrafoanschlüsse 3 und 5 anschliessen, und sehen was passiert.

Übrigens: Die Ablenklspulen für Vertikal und Horizontal sind elektrisch völlig getrennt. Allerdings sind Sie gemeinsam im Ablenksystem eingebaut. 

Ich hoffe, das hilft etwas weiter.

Gruiß aus Berlin,

Henning Oelkers
André Bassin
19.Mar.06
  13 Hallo Herr Oelkers,

wir haben ein spitzen Ergebnis : )

Tatsächlich wurden die Kabel der horizontalen Ablenkung vertauscht.
Hatte heute wenig Zeit und habe erst vor einer Stunde nachsehen können.


Aber nun erst mal das Bild :
(Fernseher steht noch Kopf)


Sind bestimmt noch einige Einstellungen nötig,
aber ich warte damit erst mal auf einen UHF Konverter.
Im Moment ist eine Zimmerverstärkerantenne bei der Arbeit.
Das Ausgangs-Signal ist ziemlich stark und leider nicht regelbar.


Es war eine großartige Leistung von Ihnen, einen Anfänger wie mich so weit
fortschreiten zu lassen!-------Vielen, vilelen Dank!

Zeitgleich erhielt ich viele Mails von Herrn Mario Spitzer, der mir ebenfalls eine
sehr große Hilfe war. --------Nochmals danke, Mario!

Es war heute ein großartiger Tag (viel erlebt).
Ein Bild auf dem alten "Iris" ist der krönende Abschluß : )

Für evtl. noch erforderliche Einstellungen, mache ich einen neuen Threat auf, damit
dieser nicht so lang wird und überschaubar bleibt.

Gruß,
Andre Bassin


André Bassin
20.Mar.06
  14 Noch ein wenig nachjustiert-es lässt sich sehen.
Hier die Eindrücke des jetzigen Standes : (  bitte bedenken, Fotos sind stark bearbeitet )

Die Wettervorhersage zum Frühlingsanfang








 
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Bitte um Hilfe bei der Reparatur eines Fernseh-Oldies Iris 1
Michael Schmiedecke
30.Oct.05
  1 Hallo,

ich besitze einen Iris12, den ich gerne zum Laufen bringen möchte. Einen Screenshot findet man hier: http://www.78record.de/funkbild/fehler.jpg oder auch als Anlage. Als Signalquelle dient hier ein Videorecorder, der über einen UHF-Konverter an den Antenneneingang angeschlossen ist. Die Bandlaufanzeige sollte am unteren Bildrand sichtbar sein, wird jedoch in die Bildmitte geklappt. Das Selbe gilt natürlich auch für die unteren Bildanteile. Das Bild ist sozusagen doppelt. Ich vermute den Fehler in der Vertikalablenkung, bin aber kein Fernsehexperte. Als Meßgeräte stehen mir ein sehr gutes Digitalmultimeter und ein sehr altes Oszilloskop zur Verfügung und natürlich der Schaltplan. Ich habe alle zugänglichen Kondensatoren mit dem Kapazitätsmeßteil des Multimeters geprüft und einige erneuert, sowie die Widerstände geprüft. Die PCL82 und die PCF82 probeweise getauscht (allerdings gegen gebrauchte Röhren) - ohne Erfolg. Die Einstellregler und Bedienregler sind ebnfalls geprüft.

Im Voraus schon mal vielen Dank für die Hilfe.
Henning Oelkers
30.Oct.05
  2 Sehr geehrter Herr Schmiedecke,

gern will ich Ihnen behilflich sein. Vorab jedoch ein wichtiger Hinweis:

Das Gerät ist NICHT Netzgetrennt. Bitte achten Sie auf Ihre Sicherheit! Verwenden Sie einen Trenntrafo!

Um den Fehler einzukreisen, sollte zunächst folgendes geprüft werden:
- Läuft der sog. Bildkippgenerator mit 50Hz? Mit Oszilloskop prüfen, ggf. mit Regler Bildfrequenz einstellen.
- Wie hoch ist die Kathodenspannung der PCL82?
- Probeweise Bildhöhe kleiner einstellen, und berichten was passiert. (Bild wird kleiner, und die Verzerrung verschwindet / verschwindet teilweise? )
- Probeweise Regler Bildlinearität verstellen. Lässt sich eine Verbesserung erzielen?
- Probeweise Poti W82 verstellen. Verbesserung möglich?
- Probeweise C66 Elko 100 µF an Kathode PCL82 durch neuen ersetzen. Verbesserung?
- Probeweise C104, Elko 50µF ( Netzteil ) tauschen. Verbesserung?

Bitte beschreiben Sie ihre Beobachtungen möglichst präzise. Bitte ggf Bilder.

Bildschirmfotos am besten mit Testbild ( Kreise mit 5, 10, 15, 20 und 25 cm Durchmesser mit dickem Filzstift auf Papier, das Ganze mit Videokamera mehre Minuten aufnehmen ).

Viel Erfolg erstmal, ich werde weiter beobachten.

Gruß aus Berlin,

Henning Oelkers
Michael Schmiedecke
03.Nov.05
  3 Hallo Herr Oelkers,

ich konnte zwar noch nicht alle Schritte abarbeiten, da mein altersschwaches Oszilloskop keine stehenden Bilder mehr zustandebringt (stand 15 Jahre unbenutzt herum) und mir noch ein 50 µF Kondensator zum Prüfen des Netzteiles fehlt.





Hier jetzt das empfohlene Testbild.
Die Bildfrequenz konnte ich mit dem Oszi nicht prüfen, bekomme aber ein besseres Gerät am Wochenende.
Die Kathodenspannung der PCL82 beträgt 13 V - schwankt aber um ca. 0,2 V
Verändere ich die Bildhöhe, kommt die Synchronisation zeitweise aus dem Tritt und das Bild scheint zu rotieren: d.h. der Bandvorratsanzeiger wandert nach oben oder unten. Das Bild als Ganzes sieht aber immer gleich aus - als wenn es um einen Zylinder gelgt wäre.
Verstellen des Poti W82 bringt außer einem Zittern in der Bildhöhe, die übrigens maximal so hoch wie auf dem Foto ist, nichts.
Ersetzen des C66 brachte keine Änderung.
C104 konnte ich noch nicht ersetzen, konnte aber mit dem Oszi keine Welligkeit feststellen.
Mit dem Regler für Bildlinearität konnte keine wesentliche Veränderung erreicht werden.

Viele Grüße

M. Schmiedecke

Henning Oelkers
04.Nov.05
  4 Hallo, Herr Schmiedecke,

für das weitere systematische Vorgehen würde ich folgendes empfehlen:

1. Um festzustellen, ob der Fehler in der Vertikalablenkung ( Generator und Endstufe ) , oder davor ( Synchrontrennstufe ( ECC82 )) liegt, trennen Sie bitte C60 ( 32 pF, Anode ECC82 ) einseitig. Danach sollte sich die Bildfrequenz auf 50 Hz einstellen lassen. Das Bild wird jedoch wegen fehlender Synchronimpulse langsam durchlaufen. Wenn 50 Hz nicht erreichbar sind, versuchen Sie bitte, die minimale und maximale Frequenz zu ermitteln ( dazu beide Bildfrequenzregler verstellen ( W74 und W75 ).

2. Für die Bilddarstellung benötigt die Ablenkspule einen sägezahnförmigen STROM , unabhängig davon, wie die Spannung aussieht. Das kann man prüfen, indem ein Widerstand 0,5 Ohm in die Leitung zur Ablenkspule eingeschleift wird ( Bitte unbedingt kontaktsicher anschliessen! ). Die Spannung über dem Widerstand sollte dann dem dargestellten Oszillogramm entsprechen. Die Endstufe ist jedoch auf 50Hz ausgelegt, wenn die Generatorfrequenz abweicht, wirkt sich das hier stark aus.

3. Wenn bei 50 Hz der Strom nicht sägezahnförmig ist, sollte geprüft werden, ob sich durch verstellen der Bildhöhe ( verringern ) die Sägezahnform erreichen lässt.

Bitte berichten Sie über Ergebnisse. Versuchen Sie bitte, das Oszillogramm des Ablenkstromes zu fotografieren.  

Sobald weitere Ergebnisse vorliegen geht's weiter.

Gruß aus Berlin,

Henning Oelkers
Michael Schmiedecke
05.Nov.05
  5 Hallo Herr Oelkers,

bin so vorgegangen, wie vorgeschlagen. Habe dann aber festgestellt, daß für C61 statt 0,1 µF 0,047µF montiert war. Parrallel habe ich noch C62 durch ein Neuteil ersetzt. C61 war aber die Ursache für die Störung. Ist ja wohl ein die Frequenz bestimmendes RC-Glied. Danach eine entscheidende Besserung. Es sind sicherlich noch Feineinstellungen nötig, auch habe ich den Schalter zum Einstellen der Bildbreite noch nicht gefunden, aber es sieht schon gut aus. Was kann gegen die hellen Streifen im oberen Teil des Bildes getan werden? 



Schon mal ganz großen Dank

M. Schmiedecke

Nachtrag: Wissen Sie oder weiß jemand Anderes, wo ich die Abdeckung für den Käfig des Zeilentrafos und eine Rückwand herbekommen kann?
Henning Oelkers
05.Nov.05
  6 Hallo, Herr Schmiedecke,

das sieht doch schon mal deutlich besser aus.

Das Problem mit den Streifen im oberen Bildteil lässt sich erst beurteilen, wenn die Bildgeometrie vollständig stimmt.

Dazu ist evtl ein etwas modifiziertes Testbild von Vorteil: Es sollten weitere Kreise vorhanden sein, die ganz bis zum Bildrand reichen. Damit soll dann die obere Randlinearität eingestellt werden ( ca. die obersten 2 - 3 cm des sichtbaren Bildes ) . Zur Einstellung ist ein großer Spiegel, in ca 2 Metern in gleicher Höhe vorm Gerät positioniert, und so ausgerichtet, das das Bild während der Einstellung beobachtet werden kann, von Vorteil.

Wenn die Einstellung stimmt, sollte ein normales Fernsehbild empfangen werden. Dann die Helligkeit so einstellen, dass schwarze Bildstellen gerade schwarz werden, dunkelgraue aber dunkelgrau bleiben. Kontrast nicht zu hoch einstellen. Dann prüfen, ob die Streifen noch störend vorhanden sind. Wunder an Helligkeit und Kontrast sollte man nicht erwarten.


Die Streifenbildung kann einmal an zu hoch eingestellter Helligkeit liegen, oder auch in altersbedingt schlechterer Steuerbarkeit der Bildröhre. Die Bildaustastung wird von der Zusatzwicklung des Bildkippausgangstrafos, über C67 zum Steuergitter ( Wehnelt ) der Bildröhre geleitet. Es sind 36Vss angegeben, was sicherlich eher knapp bemessen ist. Allerdings ist dieses Signal abhängig von korrekter Einstellung der Bildablenkung. Deshalb zuerst wie o.a. einstellen.

Außerdem wirkt sich der in der Bildaustastlücke übertragene Viedotext nachteilig aus, vor Einführung von Videotext war das Bildsignal dort "Dunkel" .



Viel Erfolg
 Henning Oelkers



Michael Schmiedecke
08.Nov.05
  7 Hallo Herr Oelkers,

mit der Bildlinearität habe ich noch Probleme. Der oberste Teil des Bildes ist stark zusammengedrückt und scheinbar umgeklappt. Mit beiden Poti's läßt sich das nicht korrigieren. Mit dem hellen Bildrücklauf habe ich mich noch nicht weiter beschäftigt. Könnte ja vielleicht auch damit zusammenhängen. Ein neues Testbild habe ich noch nicht, aber am "normalen" Fernsehbild ist der Fehler gut feststellbar. Ich habe jetzt ein brauchbares Oszi und hier die Signale verglichen. (Spannungen mit dem Oszi messen kann ich leider noch nicht - mir fehlt hier einiges Wissen) Hier das Signal an der Kathode der PCL82. Sieht doch deutlich anders aus als im Schaltplan. Was hat das zu bedeuten? Den 50 µF Elko der Spannungsversorgung hatte ich mittlerweile ausgetauscht, hat aber nichts geändert. Wenn ich einenpassenden Widerstand aufgetrieben habe, werde ich Oszillogramme des Ablenkstroms herstellen.




 
Jetzt noch die Bilder der Ablenkströme. Links vertikale Ablenkung, der "Sägezahn" ist nicht linear, was die Bildverzerrungen erklärt, rechts horizontal ist in Ordnung.
Was ist noch zu tun?

Viele Grüße

M. Schmiedecke
Henning Oelkers
09.Nov.05
  8 Hallo, Herr Schmiedecke,
erfreulicherweise gibt es mittlerweile eine Abgleichanweisung. Daraus ergeben  sich folgende Hinweise:
- Regler W86 soll die Bildlinearität gesamt einstellen. Bei der Einstellung sollte insbesondere der mittlere und untere Bildbereich beachtet werden.
- Regler W82 soll die obere Linearität einstellen.
- Achtung: Die Regler beeinflussen sich u. U. stark gegenseitig. Die Einstellung sollte bei verringerter Bildhöhe eingestellt werden. ( ca. 1/2 bis 3/4 der erforderlichen Bildhöhe, um übersteuerung und daraus resultierende Verformung zu vermeiden ) Sie können auch versuchen,
 den Ablenkstrom am Oszilloskop zu beobachten, und auf beste Geradlinigkeit der Flanke abgleichen. Dabei den AC-DC Schalter am Oszilloskop auf DC stellen!


Messen Sie bitte auch den Widerstand an der Kathode der PCL82. Dieser kann wie in der Anleitung angegeben, verstellt werden, falls durch Röhrenalterung erforderlich. Sie können auch versuchen, den mal um ca 20% kleiner oder größer  zu stellen, um zu sehen, ob das was bringt. Wenn nicht, bitte wieder zurückstellen!

Wichtig zu wissen wäre:
- lässt sich eine gute Sägezahnform (Ablenkstrom) bei geringer Bildhöhe einstellen, und wird diese erst bei größerer  Bildhöhe schlechter?
- wurden evtl Bauteile durch andere Werte ersetzt?

Jetzt ist Ihre Geduld etwas gefragt, denn Bildlinearität ist manchmal einfach, manchmal auch schwierig. Alles wirkt sich gegenseitig aus. Es ist auch immer noch möglich, dass die PCL82 schwach ist, und die andere, die Sie haben, auch.


Folgende kurze Hinweise zu Messung von Spannungen: Wechselspannungen werden als Vss gemessen ( Spitze-Spitze ). Dazu Kästchen abzählen, und mit der Einstellung Volts/Div verrechnen. 1 Kästchen = 1 Div, bei Schalterstellung 5 V/Div und 3 Kästchen = 15 Vss, wenn ein 10:1 Teilertastkopf verwendet wird, ergibt sich 150Vss. Evtl vorhandene variable Regler müssen dabei auf Anschlag stehen.

Ich werde weiter beobachten,

Gruß,

Henning Oelkers
 
Stern-Radio Staßfurt: Iris 12 16 GW 301
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