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Information / Radiohistory for Italy

Texts for Italy

Aus "Radios von gestern" (von 1989) ab Seite 179:
Ich hatte keine besondere Recherche unternommen. Wer vervollständigt?

Anfang 1924 existiert ein einziger Club, der Radio-Club d'Italia in Rom, der die Monatszeitschrift L'Audion herausgibt. Ab 27.8.24 konzentrieren sich die Rundfunk-Aktivitäten Italiens in der Unione Radiofonica Italiana (URI). Am 6.9.24 erfolgt die erste offizielle Emission [149] aus Rom. Bald darauf beginnt man in Mailand zu senden und es folgen die Rundfunkstationen Neapel, Genua, Turin. Das Netz funktioniert unter der Ente Italiano Audizioni Radiofoniche (EIAR), die aus der URI entsteht [281]. Die EIAR publiziert ab 1927 die Zeitschrift Radiorario, die sich später Radiocorriere nennt. Mehr den Radio-Amateuren sind die Zeitschriften Radiogiornale (ARI), Radio per tutti, L'antenna, Radiofonia und La Radio (Marconi) gewidmet. Die Radiotelevisione Italiana (RAI), also die staatliche Rundfunkorganisation, zeigte in den 80er Jahren an verschiedenen Orten ihre Sammlung alter Rundfunkgeräte und unterhält in Turin ein Museum.

Die Firma Marconi gründet die erste Radiofabrik in Genua. Sie baut in der ersten Zeit für Regierungsstellen Apparate, die nach den englischen Modellen in Italien entstehen. Eine weitere frühe Marke stammt aus der 1877 gegründeten Telefonfabrik der Gebrüder Gerosa in Mailand; Western Electric (Italiana) übernimmt die Firma, die später Face-Standard heisst. Die Firma Soc. Brevetti Arturo Perego baut ab 1902 Telefone und später Radios Marke Radioarpa. Verschiedene weitere Mailänder Firmen stellen frühzeitig Radios her, wie Allocchio und Bacchini oder SAFAR, welche beide nach dem Zweiten Weltkrieg schliessen. SITI - eine Firma, die nach Siemens-Patenten Telefonapparate herstellt - hat frühzeitig Erfolg. Der Betrieb firmiert später mit Western Electric Italia zu Face Standard. SITI-Apparate der 20er Jahre sind heute sehr gesucht. Zamburlini importiert Baltic-Geräte und Siemens Italien Radios von Telefunken. Es entstehen Telefunken-Geräte mit speziellen Gehäusen. Ab 1920 baut Ercole Marelli elektrische Geräte für Autos und ab 1929 in der Tochtergesellschaft Radiomarelli Rundfunkgeräte. Sie fallen durch ihr Design auf. 1932 gründet ein Heimkehrer aus den USA (Mr. John) die Firma Geloso, die bald durch technisch aussergewöhnliche Empfänger hervorsticht. Stromversorgungsgeräte machen die Firma Hensenberger bekannt. Batterien stellen die Gebrüder Pagani und die Firma Messaco, sowie Superpila in Florenz her. In der Nähe von Mailand (Saronno) stellt FIMI vor allem in den 30er Jahren (z.B. Telesinto 1936) gute Empfänger her. In Bologna erwirbt sich der Radio-Amateur Ducati durch den Bau von Spitzengeräten frühzeitig einen Namen. Er erreicht als Amateur schon 1924 auf 5-m-Wellenlänge Neuseeland und die USA. In den 30er und 40er Jahren glänzt Ducati durch das spezielle Design seiner Apparate.

Auch in anderen Regionen Italiens erhalten nach und nach einige Radiohersteller Bekanntheit. In Rom: Salvadori, Tatò, Siriec. In Turin: Becchio und Callegaris, Olivieri und Glisenti, Peressuti. In Florenz: Zappulli. In Neapel: Aurienna und Giambrocono. In Palermo: SAICE. Ab den 30er Jahren gibt es unzählige weitere Firmen. Zenith Radio stellt als erste Firma in Italien (Monza) Röhren her. Den Betrieb übernimmt später Philips. 1920 gründet Ing. Aurelio Beltrami in Mailand ein Röhrenlabor (Röhrenregenerierung) und arbeitet eng mit Zenith zusammen. Radiomarelli (mit Ing. Quintavalle) gründet die Röhrenfabrik FIVRE, die vor allem US-Röhrentypen produziert.

Pictures for Italy

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