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funke: Funke W18 - Frage zur Prüfkarte für AZ11

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Manfred Kröll † 2.9.2013
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23.Apr.09 18:20

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Schönen guten Abend!

In einem Thread aus dem Jahr 2003 bin ich auf etwas gestoßen, was mir schon seit längerem Kopfzerbrechen bereitet hat.

Wenn ich  AZ11 mit dem W18 und der dazugehörigen Prüfkarte prüfe zeigen alle Systeme zu niedrige Werte - bezogen auf Vergeichsprüfungen mit anderen Geräten.

Kann es sein, dass die Prüfkarte falsch berechnet wurde? Erst wenn ich mit Ua100V~ anstatt der gelochten Ua 60V~ prüfe habe ich zu meinen Vergleichsprüfungen passende Werte.

Wie Herr Roschy bereits in dem besagten Thread ausgeführt hat sind ja alle (fast) gleichen Röhren mit 100V~ zu prüfen - nur die AZ11 nicht?

Hat jemand damit ähnliche Erfahrungen gemacht?

viele grüsse,

der fred

 

p.s. hier der link zum nachlesen im post 5: www.radiomuseum.org/forum/funke_w19_roehrenpruefgeraet_funke_w19_und_tuecken_geloest.html

Jacob Roschy
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! 

Hallo Fred,

ich kann nur wiederholen, was ich damals schon sagte / schrieb.

Wenn man von einer Röhre RGN1064, AZ1, AZ11 oder AZ31 den Sockel entfernt und einen anderen dranbaut, kann man jede beliebige andere Röhre aus dieser Reihe bauen.

Elektrisch gesehen, handelt es sich um gleiche Röhren, die auch alle gleichwertig zu prüfen sind, also in diesem Fall mit 100 V.

Wo dies nicht der Fall war, habe ich die Prüfkarte entsprechend umgelocht, so dass für alle Röhren dieser Reihe gleiche Bedingungen herrschen. Auch die RGN1054 prüfe ich nur mit der RGN1064-Karte.

Funke baute zwar Röhrenprüfgeräte, aber von Röhren hatten die keine Ahnung. Bei so vielen Fehlern und Ungereimtheiten wie bei den Funke Prüfgeräte + Karten, sagt man normalerweise nur als Spruch, dass man darüber ein Buch schreiben könnte - hier wurde es wahr, dieses Buch gibt es wirklich.

Hobbygrüße,

Jacob

Manfred Kröll † 2.9.2013
Manfred Kröll † 2.9.2013
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26.Apr.09 00:12

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hallo Jacob,

danke für diese wichtige Information, ich denke dass ich langsam von Funke genug habe und werde mich wohl demnächst auch von diesem W18 trennen, weches mir eh so viel Arbeit und Kopfweh bereitet hat :-).

Ich habe heute schon wieder ein Telefunken Röhrenprüfgerät bekommen, ein unlängst verstorbener Techniker hat dafür alle Adapter und Einstelldaten für Nachkriegsröhren erstellt, das ist ein ganzer Ordner und eine Kiste voll. Ich bin zur Zeit am digitalisieren dieser Datensätze - das ist Arbeit aus Jahrzehnten erzählten mir die Erben - und das glaube ich auch.

Das Ding kann Röhren prüfen von denen das W18 nur träumen kann. Hier wird sogar auf Dinge Rücksicht genommen wie beispielsweise bei ECH81 TFK ab 10/1964 mit höherer Anodenverlustleistung und höherer Mischsteilheit als die älteren Exemplare - es gibt deshalb verschiedene Prüfdaten. Das habe ich vorher noch nie irgendwo gesehen.

Für mich persönlich sage ich nun wirklich bald Funke ade...  und bleibe bei meinem guten alten Neuberger W252 Röhrenmessgerät und diesem Telefunken.  Das ist einfach erhlicher.

Leider ist es halt so, dass die meisten Kunden diesen Funke Prüfkarten mit "Gut" mehr Glauben schenken als einem Ergebnis in mA unter Einhaltung der Betriebsdaten. Schade, denn wirtschaftlich gesehen muss ich das leider (noch) berücksichtigen.

Vielen Dank nochmal und schöne Grüsse,

Fred

 

 

 

This article was edited 26.Apr.09 00:13 by Manfred Kröll † 2.9.2013 .

  
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