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Instandsetzung Siemens Schatulle H42

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Olaf Krischer
Olaf Krischer
 
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30.Apr.09 15:28

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Hallo zusammen,

ich hatte gestern das Glück eine fast vollständige Siemens Schatulle H42 aus einem Kellerfund zu bekommen.

Und nun dachte ich mir wage ich mich mal an meine erste Instandsetzung eines Röhrenradios.

Bis auf die fehlende Rückwand ist das Gerät komplett .

Leider hat es wohl sehr sehr feucht gestanden. Alle Zierelemente haben schlimmen Grünspan und Korrosion angesetzt. Der Oberflächenlack bröselt fast von alleine ab, und das darunterliegende Furnier ist zwar trocken, aber deutlich gequollen. Die Bespannstoffe sind unbeschädigt, allerdings sehr sehr schmutzig. ( Mal schauen,wie ich die abbekomme und reinigen kann )

Das Innenleben ist erstaunlicherwiese recht gut beisammen. Also habe ich mal einen Funktionstest gewagt.

Bis auf die Skalenlampen zeigen alle Röhre Leben. Nach der bekannten Warmlaufphase brachte es im UKW Bereich einige Sender ( wenn auch in Minderer Qualität, keinerlei externe Antennen angeschlossen etc., nur den internen Dipol hinten angeklemmt ). Die Lautstärke liess sich Angemessen regeln, zeigte allerdings ab 60% deutlichste Verzerrungen. Auf KW, MW , LW wurden kaum Sender gefunden, wenn dann in grausamer Qualität.

Ich denke aber, dies könnte eventuell an der fehlenden Rückwand liegen, denn die Zierstreifen aus Metall rings um das Gerät sind mit dünnen Drähten verbunden und mit so einer Art Kontaktfläche versehen, welche gegen die Rückwand drücken sollte. Daher hab ich bisher noch keinen Plan, was hier wie und wo angeschlossen wird.

Die EM80 bleibt bis auf einen sehr sehr dünnen grünen mittleren Strich bei allen Einstellungen/Sendern dunkel. Beim Ausbau der EM80 stellte sich heraus, daß fast das gesamte Gettermaterial fehlt. Bis auf einen wirklich ganz dünnen kleinen braunen Klecks. Da ich keine EM80 zu Hand habe, habe ich eine "neue" russische 6E1P getestet. Sie leuchtet zwar wesentlich heller, zeigt aber auch nur diesen winzigen grünen Mittelstrich.

Die EL84 hat ein tiefschwarzes Getter mit Ausfransungen am Rand, genauso wie die EABC80. Bei der ECH81 ist auch so gut wie kein Getter mehr erkennbar. Nur die EF80, EC92 und EF89 erstrahlen noch mit silbrig glänzendem Getter.

Kurzum auch elektrisch ist hier also einiges im Argen.

Leider habe ich keine ECH81,EABC80 und EL84 im Bestand... naja mal schauen wo ich die finde.

So nun zu meinen Fragen:

- zuerst wollte ich alle Elkos, den Netzgleichrichter und die Koppelkondensatoren der Endstufe   austauschen. Sowie die Entstörkondensatoren nach dem Netzschalter. Auch ein 650Ohm 2W Widerstand im Anodenstromzweig der Vorstufen zeigt leicht braunen Körper und wird erneuert.

bekomme ich bis hierhin  eure Zustimmung, oder sollten es noch mehr Dinge sein ?

- Durch welche Röhre könnte die ECH81 ersetzt werden. Laut Schaltplan 233V/1,7mA

- Die EABC80  wollte ich eventuell durch eine 6T8 ersetzen (hab ich leider auch nicht). Oder  Umsockeln auf andere Röhrentypen. Vielleicht eine 6AG11 compactron.

- Auch bei der EF89 wüsste ich erst mal keinen Austauschtyp. Da scheinen die Meinungen aber Richtung EF183 zu tendieren.

Nach obigen Arbeiten wollte ich dann eine erste Inbetriebnahme vornehmen und die Spannungen und Ströme auf ihre Korrektheit testen.

- Das Holzgehäuse wollte ich komplett mit Schmirgel abschleifen und denn neu Lasieren und Lacken.

- Wie ich allerdings die Zierleisten und Gitter zerstörungsfrei runterbekomme ist mir noch ein Rätsel. Die scheinen sehr sehr fest zu sitzen.

- Die Rückwand möchte ich durch eine einfache Pappelholzplatte ersetzen. ( Originalität ist mir nicht so wichtig. Spass soll es machen, und nacher Musik )

Und da ich unsicher war, ob mein Weg sinnvoll gangbar ist, wollte ich erst mal die Profis fragen.

Danke

einen schönen Tag noch

Gruss O.K

 

 

 

 

Henning Oelkers
Henning Oelkers
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30.Apr.09 17:32

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Hallo, Herr Krischer,

zu Ihrem Vorhaben einige Anmerkungen:

Röhrenbestückung: Sie sollten unbedingt die Röhrentypen verwenden, die für das Gerät vorgesehen sind. Alle Röhren sind (zumindest gebraucht ) noch zu bekommen! Allein das optische aussehen der Röhre ( des Getters )sagt nichts über Ihre Funktionsfähigkeit ( Ausnahme: Die Getterschicht hat sich in weisses Pulver verwandelt )Durch Verwendung anderer Röhrentypen verändern Sie die Schaltung und Betriebsparameter. Wenn wie derzeit das Radio schon so nicht vernünftig läuft, holen Sie sich damit weitere Fehlerquellen herein. Ich möchte davon abraten!

Auch der pauschale Tausch aller Kondensatoren ist nicht immer notwendig. 

Zur Inbetriebnahme genügt es, die Koppelkondensatoren der Endröhren zu ersetzen. Dann sollten Sie den Betriebsstrom der Gesamtanodenspannung prüfen. Je nachdem, wie das ausfällt, können Sie dann mit der Fehlersuche in logischen Schritten beginnen.

Bitte unbedingt die Netzsicherung durch eine neue ersetzen ( alte Sicherungen lösen machmal bei Überstrom nicht aus )

Sie können auch eine Vorschaltlampe verwenden ( 100 Watt Glühlampe in Reihe zur Netzversorgung ), dann kann eigentlich nicht viel schiefgehen.

Bitte achten Sie auf ihre Sicherheit!!

Viel Erfolg,

Henning Oelkers 

 

Martin Renz
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01.May.09 01:32

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Hallo Herr Krischer,

von mir noch ein paar Worte zur Restaurierung des Gehäuses:

vom Abschmirgeln des Lackes rate ich ab. Zum einen ist die Gefahr groß, dass das dünne Furnier (0,3-0,6mm) durchgeschliffen wird, zum anderen würden Sie dabei die Beize (Farbe) mit entfernen, mit der das Furnier wahrscheinlich vor dem Lackieren behandelt wurde. Nehmen Sie lieber einen Abbeizer (in Deutschland leider immer schwerer zu bekommen) oder eine scharfe Nitroverdünnung oder Aceton. So bleibt die Farbe erhalten. Ein Beispiel habe ich hier dokumentiert.

ich wünsche viel Erfolg

Martin Renz

Olaf Krischer
Olaf Krischer
 
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03.May.09 15:03

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Hallo zusammen,

so die Instandsetzung des Innenlebens ist nun nahezu vollzogen. Und was soll ich sagen..... es waren doch einige unerwartete und interessante Fehler vorhanden.

Dabei habe ich zu meiner eigenen Sicherheit das Radio über einen Trenntrafo betrieben.

Aber bevor es richtig losging... Spannungswahlschalter des Radios kontrolliert, und dann auf 250V gestellt. Ja hmm. und da der Lötkolben grad schön warm war hab ich schnell den alten Netzgleichrichter und die Abblockkondensatoren getauscht + (wie angeraten) die Netzsicherung.

Dann noch den haupt Ladeelko kurz nachgemessen.32µ sollte er haben 25µ hab ich gemessen, naja bissel wenig, also schnell noch nen 47µ 400V parallel danebengelötet. ( Es stecken 3x32µ in einem Alublechtopf ) Die anderen beiden fand ich ok ( für den Anfang ).

Als erste Maßnahme habe ich alle Röhren entfernt und Sie dann systematisch dazugesteckt, um so jeden Funktionsblock ( Eingangsstufe, Bandfilter , Regelstufe, Endstufe ) einzeln begutachten  zu können.

Angefangen habe ich bei der Endstufe. Bestehend aus einer Trioden (EABC80) Vorstufe und einer Pentoden Endstufe mit EL84. Ansich nix besonderes. Aufgefallen ist mir aber folgendes zur näheren Untersuchung, beziehungswiese für mögliche Fehlerquellen: 

.Triode der EABC80: Gittervorspannung über 10M durch Anlaufstrom. ( R´s altern gern )

- teilweise Frequenzabhänige Lautsträrkeeinstellung über Poti mit Abgriff ( Kondensator Probleme )

- frequenzabhänige stromgegenkopplung vom Übertrager her ( Kondensator Probleme )

- passive Klanregelnetzwerk zwischen Vor und Endstufe ( Kondensator Probleme )

Aber wie ich im ersten Post bereits geschrieben hatte, klang die Endstufe wirklich grauselig und verzerrte relativ schnell. Das musste ja einen Grund haben. Also noch mal schnell ein Signal extern in den Diodenanschluss gefüttert (wozu sind die Anschlüssen denn sonst da ) und den Klängen gelauscht, welche nun aus dem Lautsprecher schwangen... und naja aus einem ABBA wurde schrabba . Pfui

Also hab ich die angebenen Spannungen und Ströme für die Arbeitspunkte der Röhren  gemessen. Die EL84 war unauffällig, wohingegen die EABC80 etwas aus dem Ruder lief. Und da bei mir keiner irgendwo hinrudert ohne mich vorher zu fragen hab ich einfach mal den Gitterwiderstand von 10Meg und den Koppelkondensator von 10nF gegen etwas neuere Modelle getauscht. Auch den 1µ Siebelko am 100K Vorwiderstand zur Anodenspannungsversorgung habe ich mal mitgetauscht. Dann   nachgemessen. Der 10meg hatte noch 8meg, naja nich ganz so schlimm. Der 10nF Kopplekondensator ( Wickel im Glasrohr mit Teer verkleistert und Banderole drum ) machte mir allerdings Sorgen.... nur noch 4,4nF.... viel zu wenig also. Optisch sah er gut aus... jedenfalls viel besser als manch andere Teerbomben, die hier noch schlummerten.

 ( Übrigens gibts im Anhand den Schaltplan und auch Übersichtsbilder etc. )

Also hab ich kurzerhand alle Kondensatoren im Endstufenbereich getauscht. Und was ich nun gemessen ( extra messgerät für Kondensatoren von DC bis 200KhZ ) habe, hatte ich nichteinmal ansatzweise erwartet. Keiner dieser Teerkondensatoren hatte auch nur annähernd seine Aufgedruckte Kapazität. Die Abweichungen lagen im Bereich von +-50% bis zu +1000% !!!! Wobei ich die Abweichung von +1000% nach oben hin besonders Interessant fand. Dieser in der Stromgegenkopplung vom Übertrager her befindliche ( Siemens 0,25µF 250V ) Kondensator hatte  2,15µF ! 

Der baugleiche ( Siemens 0,25µF 250V ) Kondensator unterhalb des Lautstäkepotis brachte es auf 0,31µF. Also noch im akzeptablen Toleranzbereich.

Gibt es Erklärungen für solch eine Kapazitätssteigerung ? Gerne stelle ich diese Exemplare auch zur weiteren Untersuchung zur Verfügung, falls es jemand genauer wissen möchte.

Nach diesem Eingriff spielt die Endstufe so wie sie sollte.

Also war nun die EF89 an der Reihe. Rein damit und nachgemessen. Hmm keine Spur ven den gewünschten 226V Anodenspanung bei 8mA. Viel zu wenig. Komisch komisch. Auch gab es unterschiedliche blubbergeräusche im Lautspecher bei annäherung an den Bereich der EF89. Weiterhin fällt der schön gebräunte 60K Widerstand auf, sowie ein 0,01µF Kondensator, bei dem der Teer aus dem Röhrchen quillt. ( siehe Bild ). Auch ein 1Kohm Widerstand daneben sieht irgendwie komisch aus. Also raus mit den Bauteilen und nachgemessen. Und was soll ich sagen... die nächste Überraschung. Der 0,01µF Kondensator entpuppte sich als 1,6Kohm Widerstand und der 1K Anodenwiderstand war hochohmig. Der Anodenstrom kroch also über den 60K SchirmgitterWiderstand und dann über den zum 1,6KOhm mutierten Kondensator. Auch der Gitterableitwiderstand zeigte Schwächen.

 

Nach Austausch dieser Bauteile stellte sich im Bereich der EF89 der gewünschte Arbeitspunkt ein.

Da ich bis jetzt nur schlechte Erfahrungen mit dieser Sorte Widerstand und Kondensator  ( Bild ) gemacht habe, habe ich einfach alle Kondensatoren und Widerstände dieser Typen im gesamten Radio getauscht. Sowie auch alle Elkos.

Nun wollte ichs wissen, und hab die restlichen Röhren bestückt. Schnell deren AP gemessen, alles OK, dann ein Stück Draht als Antenne in die Buchse gestopft und am Senderknopf gefummelt....

..... und siehe da es spielt..... 

 mal den neuen Satz Röhren abwarten denke da sind noch klangliche Verbesserungen drin.

Nur die EM80 zeigt immer noch kein Leben. Auch eine "neue" 6E1P zeigt das gleiche ( natürlich hellere ) Bild. Aber warum nur .... Regelspannung gemessen -3V ..... da müsste doch was anzeigen. Doch noch ein Problem mit den Dioden der EABC80 oder der EF89.... kann doch nich sein....

Ich fummel so lieblos am Sockel der EM80 rum, und da fällt mir was auf .....  Da ist ja noch so ein Typ Widerstand mit dem du vorher schon schlechte Erfahrungen hattest.... hat sich aber gut versteckt. Gut... ausgelötet nachgemessen... nix... Aha so eine Sau... Kurz in den Schaltplan gelunzt. 1Meg soll der haben. Ach nee is mir etwas viel. 500K reingelötet. Spannung drauf...

...... es spielt... sogar mit Anzeige ... :-)

gut die EM80 ist Ende ihres Lebens. Extrem Leuchtschwach, aber es Bewegt sich noch was.

Auch das Getter neigt sich dem Ende.

 

und da ich es schön Bunt haben wollte, habe ich alles reingelötet was an brauchbaren Kondensatoren auffindbar war. Somit ist eine schöne bunte Kiste entstanden.

 

Melde mich mit einem Bericht zum Gehäuse

schönen Tag noch

Olaf

Bildbreite korrigiert (max. Breite 560 Pixel !!!) und Beitrag zum Modell verschoben.
Wolfgang Bauer

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This article was edited 04.May.09 12:24 by Wolfgang Bauer .

Olaf Krischer
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04.May.09 14:21

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Huhu,

 

eine Sache ist mir noch Aufgefallen. Bei vielen älteren Radios kommt eine SE Endstufe zum Einsatz ( siehe Bild ). Dabei wird der volle Betriebsstrom des Radios durch den Übertrager geschickt. Etwa die Hälfte davon bildet oft den Anodenruhestrom der Endstufe. Die beiden Ströme fliessen aber innerhalb des Übertrager in entgegengesetzter Richtung.

Ihre Funktion ist also die Gleichstromvorbelastung des A-Transformators herabzusetzen. Was ja eigentlich eine wunderbare Sache ist.

Daher nun meine Frage: Warum wird dieser "Schaltungskniff" bei den meisten heute noch zu erwerbenden SE Ausgangsübertragern nicht mehr angewandt ?  So viel teurer in der Herstellung kann es ja nun wirklich nicht sein.

Oder habe ich die positiven Eigenschaften überbewertet ?

Gruss Olaf

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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05.May.09 11:31

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Hallo Herr Krischer.

Haben Sie irgendwelche Werte oder eine Vorstellung wie gross die Kompensation der DC- Vormagnetisierung ist ?

Als Hilfe habe ich hier Daten eines GRUNDIG Trafos eingestellt.

Wie Sie sehen koennen, ist das Verhaeltniss der beiden Wicklungen 3700 zu 150.Wdg.

Die Stroeme 33 zu 23 (17)  mA.

 

 


Mir ist nur bekannt, dass grundsaetzlich zur Vermeidung des negativen Enflusses der Magnetisierung auf die Induktivitaet mit einem Luftspalt (Pressspan oder Folien)

im E I Schnitt gemacht wurde oder noch wird. 

Mich und das Forum sicher auch, wird Ihre Antwort interessieren.

Gruss Knoll

 

This article was edited 05.May.09 11:57 by Hans M. Knoll .

Dietmar Rudolph † 6.1.22
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05.May.09 12:04

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Theoretisch oder im Prinzip könnte mit einer solchen Schaltung eine Kompensation der Magnetisierung erfolgen. Aber ob das damit auch beabsichtigt ist, läßt sich leicht überprüfen, wenn Zahlenwerte eingesetzt werden. Mit dem Beispiel des Grundig-Ausgangsübertrager ergibt sich:

33mA*3700 = 122,1 A-Windungen bzw. 23mA*150 = 3,45 A-Windungen.

Damit ist keine Gleichmagnetisierung zu kompensieren. Aber der Gedanke an eine Kompensation ist durchaus richtig! Bloß was wird kompensiert? Nun, es ist die Brummspannung, die nach der Gleichrichtung entsteht.

Durch diese Kompensation lassen sich die erforderlichen Siebmittel im Netzteil reduzieren. Dies war insbesondere bei den Notradios nach WW2 ein wichtiger Punkt, wie es in einem Aufsatz im Radio-Technischen Almanach von 1947 beschrieben ist.

Andere Maßnahmen zur Brummkompensation sind die "Hum Bucking Coil", eine Zusatz-Wicklung im Lautsprecher.

MfG DR

Joe Sousa
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27.Dec.09 07:51

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Bitte folgen Sie Pentode Plate Hum in englischer Sprache.
Grüße,
-Joe

Ernst Erb
Ernst Erb
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27.Dec.09 15:49

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Lieber Joe
Schon habe ich mich ertappt, dass ich Dir hier auf Englisch erklärt habe, warum ich diese Art von Unterstützung ausgezeichnet finde mit dem Link zu einem Beitrag in englischer Sprache. Das habe ich aber gerade vor dem Absenden gelöscht ;-)

Auf Deine Weise findet man direkt Englisch auf dem entsprechenden Modell. So (oder anders) können Gäste und Mitglieder, die auch Englisch lesen können, auf Deinen Beitrag stossen. Wäre der Text aber hier in englischer Sprache, würden Gäste und Mitglieder aber wohl öfters nicht so lange nach unten scrollen, wenn sie auf Grund von in englischer Sprache gesuchten Wörtern darauf gekommen wären, da sie nur Deutsch sehen ... Erst ganz zuletzt ...

Etwas muss ich aber doch erwähnen: Ich habe hier nur geschrieben, damit dieser Beitrag nun eine Art Antwort bekommt, denn Du hast bei Deiner Wahl "Frage" eingestellt. Das heisst: Dieser Beitrag hier würde nach 6 Tagen vom Modell verschwinden - und nur noch Mitglieder könnten ihn (im "Talk") sehen. Das Fragezeichen als Auswahl sollte also nur spärlich verwendet werden, wo man auf eine Antwort hoffen darf oder sie unbedingt will.

Diese spezielle und automatische Behandlung von Frage-Posts erlaubt Antworten von allen Mitgliedern, wenn nach 6 Tagen keine von einem Redakteur kam. Man muss nur die Posts oberhalb des Striches auf der Hauptseite des Forums beachten. Das wird zuwenig getan! Die gute Absicht genügt da eben nicht alleine.

  
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