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loewe-opta: Restaurationsversuch > Never give up!!! ;O)

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Jochen Amend
Jochen Amend
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31.May.06 11:11
 
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Liebe Radiofreunde,

hier nun, wie in einem vorherigen Threat bereits von mir angekündigt, mein zweites Restaurationsobjekt. Auch diesmal ein Meteor, allerdings ein 1781W.

Zur Ansicht erst mal die Bilder vom Zustand, wie ich es bei Ebay für 1€ ersteigerte.




Das Radio war mit Resten von Aufklebern geradezu zutapeziert. Als wäre das nicht schon genug, überzog eine klebrige Substanz das ganze Gerät. Wie Honig. Das Schlimmste waren aber die Fehlstellen im Furnier, wie zum Beispiel hier dieses Schraubenloch.



Nach dem Öffnen steigerte sich meine Freude über das Radio keineswegs. Allerdings sollte man genau nachsehen, was alles so darin herumliegt. Hier zum Beispiel ein Stück Furnier, welches ich später an der richtigen Stelle wieder einsetzen konnte.



Der Netztrafo zeigte sich stark von Rost befallen.



Hier ist eine Messingdrahtbürste, etwas größer als eine Zahnbürste, das richtige Werkzeug. Anschließend das Blechpaket zwei mal mit Rostumwandler streichen.

Danach die Lautsprecher ausbauen und entstauben. Wie man hier deutlich sieht, befindet sich eine millimeterdicke Staubschicht auf der Membrane. Beim ersten Ton verteilt sich dieser Staub sofort in der ganzen Umgebung. Also, gut auspinseln. Am besten im Freien an einem windigen Tag!



Dann müssen die Zierleisten runter. Dafür zuerst die Leisten am Boden des Gerätes mit einem flachen Schraubendreher aus den Nägeln hebeln. Das geht eigentlich ganz leicht.






Die Messingleisten muss man dann ganz vorsichtig der Länge nach, mit einem dünnen Schraubendreher aus ihrer Nut hebeln.

Nun kann man sich der Säuberung und Entlackung widmen. Hierfür nahm ich Aceton Spray. Das hat den Vorteil, rückstandslos zu verdunsten. Abbeizmittel mit Lackresten müssen mit viel Verdünnung abgewaschen und die Reste treu den Gesetzestexten entsorgt  werden.







Auch lösten sich nicht nur die Aufkleber, der ganze Klarlack war dann auch sehr leicht zu entfernen.



Das Ergebnis nach der Behandlung mit Aceton.



Jetzt musste die restliche Lackierung runter und die Messingzierleisten poliert werden, wie ich in meinem anderen Restaurationsbericht bereits beschrieben habe.



Befreit von alter Farbe werden auch die Furnierschäden deutlich.



Hier der Platz für das "Fundstück" im Gerät.



Um das Furnier wieder herzustellen, muss man erst wissen, welche Holzart man hier vor sich hat. Hier hilft wieder ein hervorragender Beitrag von Herrn Martin Renz.

Danach ist Feinarbeit angesagt. Ich benutze einen alten Trick um die Furnierstücke passgenau auszuschneiden. Einfach ein Blatt Papier drüberlegen und mit einem Bleistift schraffieren.



Dann das Papier mit Klebeband auf dem neuen Furnier befestigen und mit einem Einwegskalpell oder Cuttermesser ausschneiden.



Es ist erstaunlich, wie genau passend man die Fehlstücke hinbekommt. Nun noch mit Holzleim einkleben und auf die Höhe der Gehäuseoberfläche abschleifen. Beizen und lackieren habe ich von einem Fachmann machen lassen. Hier das Ergebnis.



Dann nun noch die Endmontage der gereinigten Innereien...



 (Das Bild hat was...)

Und fertig ist ein schmuckes Gerät!





Also, kein Gerät sollte aufgegeben werden, egal in welchem Zustand man es bekommt. Es ist immer etwas zu machen. Sollten noch Fragen auftauchen, bin ich gerne bereit diese zu beantworten.

Grüße,

Jochen Amend

Jochen Amend
Jochen Amend
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02.Aug.13 22:17

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Hallo verehrte Mitleser,

auch hier nochmal ein Eindruck nach über 6 Jahren nach der Restauration. Das Hauptproblem hier sind die widerborstigen Zierleisten. Ich bekomme sie nicht gescheit in ihre Nut zurück... Also... bitte vorsicht, wenn jemand die Zierleisten aushebeln möchte. Das Aushebeln bewirkt eine Verformung der Leisten. Somit wollen sie nicht dauerhaft in ihren angestammten Platz zurück... ärgerlich...
Sonst ist alles bestens an diesem Gerät.

Beste Grüße,

Jochen
 

  
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