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saba: 7; Freiburg Automatic in Not...

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Jochen Amend
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10.Dec.06 15:29

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Werte Sammlerkollegen,
da nun die Abende kalt und lang sind und ich schon etwas mehr in Sachen Radiotechnik, dank einiger RM Mitglieder (Danke besonders an Peter, Claus und Henning) erlernt habe, wage ich mich nun an mein Freiburg 7.  Hier einmal einige Fotos, damit ihr Euch ein Bild von der Sachlage machen könnt.


Zigarettenfolie als Schmelzsicherung... ui ui ui!





Ein erster hochgegangener Kondensator...




Und Rost...





...Rost...





...Rost...




...Rost. Soweit das Auge blickt!



Eike Grund hat einen ganz tollen Bericht zur Restauration der Automatik  zum Gerät gepostet. Auch sein Buch "Radios der 50ger" besitze ich.  Aber ob sich in meinem Fall das noch reparieren lässt? Oder sollte ich hier rigoros Ersatzteile einbauen und die rostigen Teile entsorgen?
In diesem Fall bin ich wirklich dankbar für jede Hilfe und jedweden Tip. Ich dachte sogar schon darüber nach, das Chassis in die Hände eines Fachmannes zu geben, (Herr Riethmüller?) da das hier meinen Horizont doch schon stark übersteigt.

Einen schönen und ruhigen 2. Advent,
Jochen

This article was edited 10.Dec.06 15:31 by Jochen Amend .

Henning Oelkers
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10.Dec.06 23:22

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2
 

Hallo, Jochen,

das sieht doch nach einer schönen Herausforderung für Dich aus.

Bitte das Gerät nicht einfach so einschalten! ( Das weisst Du sicher, aber andere lesen ja auch mit ).

Das Gerät wurde feucht gelagert, darüber besteht wohl kein Zweifel. Die Eisenkerne der Trafos und Motoren haben sicher nur oberflächlich Rost. Entscheidender dürfte sein, ob die Wicklungen der Trafos und Motoren einwandfrei sind. Ich weiss nicht, seit wann das Gerät trocken gelagert wird, aber gefährlich dürfte Restfeuchte in den Wicklungen sein.

Wenn Du das Gerät gerade erst bekommen hast, würde ich nichts überstürzen.

Ich meine jedoch, das Du dir das Erfolgserlebnis nicht nehmen lassen solltest. Man kann sicher schön restaurierte Geräte kaufen. Zu diesem Exemplar jedoch, wenn es denn erstmal fertig ist, und sei der Weg auch noch so steinig, wirst Du eine besondere Beziehung entwickeln.

Die Technik ist nicht ohne, aber bestens dokumentiert. Ersatzteile sollten kein unlösbares Problem sein. Deshalb meine Meinung: Selber machen, gern bin ich Dir behilflich

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,

Henning

Rüdiger Walz
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10.Dec.06 23:27

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3

Hallo Herr Amend,

eine Ferndiagnose ist natürlich schwierig, aber was auf Ihren Bildern als Rost zu sehen ist, würde ich nicht als tragisch bezeichnen. Wenn das Gehäuse noch brauchbar ist, sollten Sie das Gerät auf keinen Fall ausschlachten. Wenn nicht Sie selbst, so hat bestimmt jemand anderes Spaß daran.

Ich empfehle als erstes eine gründliche Reinigung des Chassis, Transformator und Motor mit Pinsel und Staubsauger, dann sieht das schon viel besser aus.

Die Kerne der Transformatoren und Motoren bestehen aus einer leicht rostenden Eisenlegierung und da die Farbe durch termische Belastung reißt und abblättert, sind das die ersten Teile, die Rostansatz zeigen. Zum Schluß der Instandsetzung können Sie sie wieder mit schwarzer Farbe überstreichen.

Grüsse

Rüdiger Walz

Jochen Amend
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11.Dec.06 07:33

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Hallo Henning, hallo Herr Walz,

vielen Dank für Ihre Antworten! Das Gerät ist seit November 2004 in meinem Besitz und seitdem trocken gelagert. Davor stand es Jahrelang in einer Waschküche!
Vom Gehäuse her ist es noch fast wie neu, abgesehen von einer tiefen Furniermacke oben mittig. Aber sonst keine Risse im Lack. Erstaunlich gut also.



und nach den ersten Reinigungsarbeiten mit Pinsel und Staubsauger habe ich wieder etwas mehr Hoffnung:








Als nächstes will ich den hartnäckigen Verschmutzungen mit Pinsel, lauwarmem Wasser und Seife an den Kragen. Aber nur ganz leich feucht und immer gleich mit Küchentuchfetzen abtrocknen.

Für den Rost, bzw. dagegen, werde ich mit einer kleinen Messingdrahtbürste dem großen Trafo einmal zu leibe Rücken und hinterher mit Rostumwandler das weiterrosten verhindern. Oder spricht grundsätzlich etwas gegen diese Substanz? Was gibt es besseres?

Ich möchte gerne diesen Thread weiterführen, bis das Gerät wieder spielt (oder ich eingeliefert wurde...) ;O)  Dann können sich alle Mitglieder hier daran halten und Fehler die ich gemacht habe vermeiden und vom Wissen der Fachleute profitieren.

(Bin aber leider bis Donnerstag beruflich unterwegs, also ab 14.12.2006 wieder online)

Herzliche Grüße,
Jochen

This article was edited 12.Dec.06 07:59 by Jochen Amend .

Jochen Amend
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14.Dec.06 18:30

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5 Folgende E-Mails habe ich von fachkundigen RM Freunden erhalten und möchte diese Reparaturhinweise hier für alle dokumentieren.
Ganz , ganz herzlichen Dank dafür!!!


Hallo Jochen,
ich habe Dir ja schon von meinen schlechten Erfahrungen bezüglich den Saba Trafos berichtet. Mir sind aufgrund defekter Isolation schon mehrere Saba-Trafos regelrecht abgebrannt. Deshalb bitte ich Dich, bei diesem Gerät mit äußerster Vorsicht zur Sache zu gehen und vor dem ersten Einschalten unbedingt eine korrekte Sicherung einzusetzen und den Netztrafo am besten erst einmal ganz alleine und nach Möglichkeit langsam(!!!!) hochzufahren. Du kannst auch anstatt der Sicherung eine 25-40W Glühbirne (je weniger, desto besser!) einschleifen. Diese sollte auf keinen Fall leuchten. Sonst ist der Trafo hin! Beim Einschalten solltest Du genau beobachten, was geschieht. Gibt der Trafo Rauchzeichen ist er zwar hin, aber das ist kein Weltuntergang. Ein neuer Netztrafo sollte sich schnell finden lassen (vielleicht habe ich auch noch einen) oder er kann ggf. neu bewickelt werden.
Damit solltest Du erst einmal anfangen können. Die weiteren Schritte sind Dir ja bekannt... ;-)
Gruß Peter Z.
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Habe leider keine Schreibrechte, deshalb als Mail.

Wasser und Seife würde ich generell ausschließen!
Pinsel und Spiritus sind da besser geeignet. Löst die Fettreste und Schmutz
besser und schadet in der Regel nicht.
Plastikteile (Tastatur, Seilräder etc), sind auch mit Fensterputzmittel gut
zu reinigen, ebenso die Scheibe.

Die Knöfe abmontieren, Schrauben und Muttern rausholen und mit Wasser und
Spülmittel reinigen.

Beim Bearbeiten mit Messigbürste mindestens gleichzeitig Staubsauger laufen
lassen, damit keine abgeriebenen groben Schmutz-Rost-Partikel in die
empindlichen Getriebeteile und Motorenlager gelangen.

Azeton nicht verwenden, da löst sich die Silberbronze des Chassis.

Viel Spaß
Gruß
Peter J.

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Hallo, Jochen,
 
die aktuellen Bilder sehen doch gar nicht schlecht aus! Den Ausbau der Trafos halte ich entgegen vorheriger Meinung nicht für notwendig, da teilweise der Lack noch erhalten ist.
 
folgende wichtige Hinweise noch:
 
Bei Saba sind die Pertinax-Röhrenfassungen und die Pertinaxteile der Schalter berühmt-berüchtigt. Das Pertinax ist porös, und nimmt jede Art von Feuchtigkeit (Flüssigkeit) auf, insbesondere gern Kontaktspray oder Wasser. Anschliessend sind Kriechströme und Spannungsüberschläge ein Problem, das man nur schwer in den Griff bekommt.
 
Deshalb bitte vorsichtig mit Wasser! Bitte unbedingt die Röhrenfassungen mit z.B. Tesakrepp abkleben, wenn Du dem Rost zu Leibe rückst! Eingedrungene Eisenspäne (und sonstiger hineingefallener Schmutz )können ernsthafte Probleme bereiten.
 
Die Wellenschalterkontaktleisten lassen sich nach vorne herausnehmen. Im Skalenhintergrund gibt es einen mit Schrauben befestigten Deckel. Nach dessen Abnahme sind die Kontaktleisten zugänglich.
 
Das erste Einschalten sollte unbedingt unter Verwendung einer Vorschaltlampe vorgenommen werden. ( ca 60W ) . Dazu sollten die Röhren eingesetzt sein. Durch die Belastung durch die Röhrenheizung ergibt sich ein langsamer Spannungsanstieg der Anodenspannung. Ich würde erwarten, dass sich die Anodenspannung bis über 150 Volt aufbaut.
 
Wenn ja, können Stück für Stück die Röhren herausgenommen werden( die beiden EL84 gleichzeitig! ). Dadurch sinkt die Heizkreisbelastung, und die Anodenspannung steigt an. Dadurch erreicht man, das die Elkos sich wieder langsam an Spannung gewöhnen ( Formiert werden ) . Sind alle Röhren heraus, würde ich erwarten, das die Skalenlampen mit üblicher Helligkeit leuchten, die Anodenspannung über 250 Volt liegt
 
An der Helligkeit der Vorschaltlampe kann man immer die Stromaufnahme abschätzen.
 
Wenn Fragen sind, stehe ich gern telefonisch zur Verfügung.
 
Gruß aus Berlin,
Henning
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Bevor Du arbeit in den Netztrafo steckst: Löte ALLE(!!!!!!!!) sekundären Kabel ab (Heizung, Hochspannung, etc), isoliere sie und klemme dann anstatt der Sicherung eine Glühbirne dran. Dann an die 240V Wicklung anschließen und einschalten, am besten irgendwie langsam hochdrehen (hast Du nicht einen Stelltrafo?).
Wenn der Trafo dann abraucht haste nicht unnötig Arbeit investiert. Diese Trafos sind ein echtes Sicherheitsrisiko!!! Ich würde ihn, wenn er dann wieoben beschrieben läuft mindestens 1h unter ständiger Beobachtung(!) laufen lassen. Wenn er dann noch ok ist, am besten die Wicklungen mit Lack tränken! Sicher ist sicher.... Besonders bei DEM Zustand!
Gruß Peter Z.

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So macht das reparieren spass und dieses ist auch der Sinn und Zweck vom Radiomuseum.org

Grüße,
Jochen Amend

This article was edited 17.Dec.06 09:29 by Jochen Amend .

Rüdiger Walz
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16.Dec.06 14:43

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6

Hallo Herr Amend,

Sie haben ja nun schon einige Antworten erhalten. Bezüglich Wasser und Pinsel habe ich keine Bedenken, solange Sie dafür Sorge tragen, dass das Wasser nicht an Spulen oder Trafos kommt. Im Extremfall habe ich Radiochassis mit einer Hochdruck-Munddusche gereinigt. Das funktioniert vor allem bei verharzten und verschmutzten Drehkondensatoren gut (Küchenradios). Allerdings Achtung ! Siehe oben ! Ich habe empfindliche Teile mit Frischhaltefolie und Plastikbeuteln abgeklebt. Grundsätzlich hinterher gut abtrocknen bzw. trocknen lassen.

Brennspiritus ist ein gutes Reinigungsmittel, da er Farben und Kunststoffe nur selten angreift (ausprobieren), ggf mit Wasser verdünnen. Auch verursacht er bei Polystyrol im Gegensatz zu Pril o.ä. keine Spannungsrisskorrosion. Falls man Petroleum verwendet läßt sich der manchmal entstehende weiße Belag nach dem Wegtrocknen durch Zufügen eines Tropfens Öl zum Reinigungsmittel vermeiden.

Von Rostumwandler rate ich ab, da er in die Papierisolation der Kernlamellen des Trafos dringt und dort langfristig Schaden anrichten kann. Entfernen des losen Rostes mit der Messingbürste genügt. Anschließen mit schwarzer Lackfarbe überstreichen. Hält bei mir seit bis zu 30 Jahren, sofern Sie das Gerät nicht wieder in die Waschküche zurückbringen ;-).

Grüsse

Rüdiger Walz

 

 

This article was edited 17.Dec.06 17:13 by Rüdiger Walz .

Marc Goeritz
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16.Dec.06 19:15

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   7 Der Vorschlag mit der Vorschaltlampe ist in jendem Fall Sinvoll. Trotzdem sollte man die Elkos im Netzteil vorher formieren,wie es unter
www.radiomuseum.org/forum/elkos_neu_formieren.html
 beschrieben ist.  Dabei unbedingt auf die richtige Polarität achten, Diode und Elko müssen genau wie in der Zeichnung gezeigt angeschlossen werden. Es sei denn Sie mögen Knalleffekte ;-) . Beim Formieren müssen die Elkos vom Gerät mindestens mit den Plusleitungen getrennt werden. Besser ist es die Elkos ganz auszubauen, beim (nicht empfehlenswerten) Arbeiten ohne Trenntrafo ist dies sogar unverzichtlich, da sonst das gesamte Chassis unter Spannung stehen kann. Mit den formierten Elkos sollte dann das Gerät trotzdem mit Vorschaltlampe in Betrieb genommen werden, so wird zu hohe Stromaufname durch andere Fehler verhindert. Bei einem so feucht gelagerten Gerät werden mit sehr großer Warscheinlichkeit nach wenigen Betriebsminuten einige Papierkondensatoren durch einem Schluß bzw. sehr hohen Leckstrom auf sich aufmerksam machen.
Zur Demontage der Tasten möchte ich für meinen Artikel Werbung machen, damit geht´s zwar nicht perfekt, aber viel leichter als ohne diese kleine Selbstbauwerkzeug.
www.radiomuseum.org/forum/demontage_der_tasten_von_saba_radios.html
Noch ein Hinweis, die Koppelkondensatoren zu den Endröhren sollten auf jeden Fall gewechselt werden.
Viel Spaß beim Restaurieren
Marc Goeritz
Jochen Amend
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16.Dec.06 19:54

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   8 Hallo Herr Goeritz,
vielen Dank für Ihren Beitrag! Knalleffekt ist nett gesagt! ;O) Man wird deutlich wacher danach!



Grad an diesem Chassis sind einige "faule Zähne"; wie im obigen Bild zu sehen. (der kleine Vulkan hinterm Skalenglas)
Ich möchte ebenfalls noch besonders auf IhrenBeitrag mit dem Tastenausbauwerkzeug aufmerksam machen. Der ist sehr hilfreich. Einige Tasten in meinem Chassis wackeln wie Milchzähne bei einem 11 Jährigen. Da muss ich auch dran. Momentan kämpfe ich gegen den festsitzenden Schmutz. Ich werden dann die Tage Bericht erstatten, wie sich Wasser mit Quick'n'Brite und wie sich Spiritus verhält.
Liebe Freunde, weiter so. Ich denke, das hatte Herr Erb ebenfalls im sinn, als er das RM aus der Taufe hob. Gegenseitige Hilfe! Und die brauche ich!!!
Beste Grüße,
Jochen
Jochen Amend
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23.Dec.06 10:49

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   9
Hier mal ein Bild der  Entrostung:



sieht schon besser aus:




Ich wünsche allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Jochen
Jochen Amend
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23.Dec.06 15:41

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   10 Zwei Reinigungsmittel nahm ich zur Hilfe:

1) Spiritus. Löst Lack an ist aber gut bei hartnäckigen Fettverschmutzungen.
2) Warmes Wasser und Quick'n'Brite. Löst sehr schonend alle anderen Verschmutzungen.



Die "Sprenkel" auf dem chassis sind kleinste Rostbildungen.









Nach Trocknung aller Farberneuerungen gehts an die Technik. Es sieht wieder wesentlich besser aus!

Auch die Detailsäuberung nicht vernachlässigen:






alles in Allem war ich jetzt knapp 5 Stunden mit entrosten, streichen und säubern beschäftigt. Ich denke, mehr muss nicht und geht auch kaum.

Viele Grüße,
Jochen

This article was edited 23.Dec.06 15:47 by Jochen Amend .

Jochen Amend
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28.Dec.06 13:38

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   11 Nachdem ich mir nun die Arbeit gemacht und alle Kontakte mit Spiritus und Kontaktreiniger gesäubert habe, kann ich eine Grundfunktion des Chassis schon einmal vermelden.

Hier einmal ein paar Kontakte, die man nicht so leicht findet. Dazu muss der Deckel auf der Vorderseite des Chassis entfernt werden:




Die Kontakte für das Ein/Ausschaltrelais am Ein/Ausschalter:




Hier die Kontakte der Automatik:








Nachdem ich dann wie in vorangegangenen Posts von helfenden Radiofreunden beschrieben und angeraten, mit einem Stelltrafo und einer 25 Watt Vorschaltlampe den Netztrafo auf seine elektrische Tauglichkeit geprüft habe, habe ich mich getraut den ersten Versuch des einschaltens zu wagen. Alle augenscheinlich defekten Kondensatoren habe ich natürlich ebenfalls vorher ausgetauscht.

Hier die Bilder.










Ein Lämpchen für die Tastenbeleuchtung ist defekt. (Wo kann ich so eines bekommen?)

HIER DIE PASSENDE ANTWORT ZUR FRAGE:
Hallo Herr Amend !
In Posting Nr. 11 suchen Sie eine Tastenlampe. Die Dinger sind ein
Problem - hier auch schon behandelt :
http://www.radiomuseum.org/forum/saba_7_freiburg_automatic4.html#post128272
Leider keine einfache Lösung - aber sparen Sie sich den Aufwand mit
eBay.....
Lösung gerade gefunden :
Viel besser : www.reichelt.de
Bestellen Sie dort das Lämpchen L1061 für satte 64cent, das ist 6V/100mA
E5.5 und setzen Sie einen passenden Vorwiderstand, bis die
Farbtemperatur mit den anderen übereinstimmt. Sie ist dann nur etwas
dunkler.
Herzliche Grüße !
Burkhard Hasselmeier


10 Minuten unter Beobachtung und mit Betätigen aller Stationstasten hab ich das Gerät unter Spannung gehalten. Nun kann ich mich an die Automatik machen.

FRAGE: Was muss ich zum Thema Schmierung der Getriebe beachten?

Wer nicht direkt hier antworten darf, bitte einfach eine Mail zu mir
jmndamend[A*T]t-online.de
und ich werde fachlich qualifizierte Antworten hier hineinstellen.

Allen einen guten Rutsch und ein tolles Feuerwerk. Aber nicht beim Restaurieren! ;O)
Herzlichst,
Jochen Amend

This article was edited 14.Jan.07 07:57 by Jochen Amend .

Marc Goeritz
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28.Dec.06 22:52

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   12 Da haben Sie sich ja richtig ins Zeug gelegt. Das glänzt ja wie neu!
Wenn der Suchlaufmotor mechanisch Probleme macht oder zu laut läuft, kann mann die gesamte Motormechanik zerlegen. Der Anker des Motors läuft in zwei Lagern. Diese sollte man gründlich reinigen und dann mit je einem Tropfen 90-er Getriebeöl schmieren. Die Zahnräder sollte man nicht ölen, sondern nur fetten. Ich bin mir nicht sicher, ob der Kunststoff ölresistent ist, und möchte das auch nicht ausprobieren.  Eine winzige Schraubendreherspitze Fett reicht hier völlig aus. Beim Zusammenbau muß man lediglich beachten, daß die beiden mit einer Feder verspannten Zahnräder wieder auf Spannung gebracht werden, damit in der Mechanik kein Spiel entsteht. Die Motorlager lassen sich nur im zerlegten  Zustand  schmieren, die Zahnräder schmiert man am besten erst, wenn alles wieder zusammengebaut ist. 
Noch ein wichtiger Hinweis, die Bandfiltergehäuse sollten möchlichst kurze Zeit offen bleiben. Während die Filter offen sind, sollte man sehr vorsichtig arbeiten, da an den Filtern sehr dünne Drähte angelötet sind. Diese Drähte sind so dünn, daß man sie kaum sieht und leicht abreißt. Genauso sollte man bei allen Arbeiten am Chassis den Drehkondensator ganz eindrehen, bei den wenigsten Radios ist der Drehko so gut geschützt wie bei diesem SABA. Wenn die Platten eines Drehkos einmal verbogen sind, ist es kam möglich diese wieder so zu justiern, daß sich alle Drehkos auf der Ache im Gleichlauf befinden. Uns so ein Dreko ist schneller beschädigt, als man denkt, ich sprech da aus Erfahrung :-o
Grüße
Marc Goeritz

This article was edited 28.Dec.06 23:06 by Marc Goeritz .

Jochen Amend
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29.Dec.06 20:41

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   13 Nachdem ich die Röhren auf meinem RPG 64 geprüft habe, habe ich sie an ihre alte Arbeitsstätte zurückimplantiert. Lediglich die EF86 ist unbrauchbar. Aber die guten Röhren erglimmen in altem Glanz:








Die EM71 reagiert mit zuckenden Ausschlägen auf MW:


Nun bin ich am Überlegen, ob ich das Chassis zur Probe ins Gehäuse zurückschiebe und an seine Lautsprecher anklemme... Wie gesagt, die Automatik ist noch nicht groß geprüft und das Skalenseil auf UKW wird bald reissen... Aber es kribbelt unwahrscheinlich in den Fingern... ;O)

Viele Grüße in die Runde,
Jochen
Jochen Amend
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02.Jan.07 16:34

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   14 Liebe Kollegen,
ich hoffe, Ihr seid alle gut im neuen Jahr gelandet! Ich bin gleich wieder frischen Mutes ans Saba gegangen und habe folgendes an der Automatik festgestellt:



Der Motor will gerne anlaufen, ist aber recht kraftlos. Könnt Ihr etwas mit diesen spannungen anfangen? die 58V/90V sind einmal mit halb (58) und einmal mit ganz durchgedrückter (90) Steuerwippe gemessen.
Beim händischen Tunen (ohne Netzstecker) geht es rechts herum recht leicht, links herum geringfügig schwerer. Dummerweis greift die Kupplung so gut wie gar nicht mehr, sodass der Skalenzeiger sich nicht vom Fleck bewegt.
Viele Grüße,
Jochen
Henning Oelkers
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02.Jan.07 18:05

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   15
 

Hallo, Jochen.

auch Dir ein gutes neues! Du siehst, mein Ratschlag von ganz oben war bis hierhin richtig.

Wenn die Motorkondensatoren noch die alten sind, (sieht zumindest so aus ): Diese müssen genau die vorgesehenen Werte haben! Wenn nicht, ist der Ferraris Motor nicht in Resonanz, und kann deshalb nicht ( vernünftig ) laufen.

Es wäre ein ausgesprochen seltenes Ereignis, wenn ausgerechnet diese Kondensatoren noch in Ordnung sind.  

Bei Ersatz unbedingt auf die Spannungsfestigkeit achten.

Viel Erfolg,

wünscht Henning

PS: Bitte Gerät nicht ohne angeschlossene Lautsprecher oder Lastwiderstand betreiben!

 

This article was edited 02.Jan.07 18:07 by Henning Oelkers .

Jochen Amend
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02.Jan.07 18:23

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   16

Ja, bisher war alles perfekt! Prima und vielen Dank!
Die beiden Kondensatoren (500Volt Spannungsfest) tausche ich dann wohl besser aus... wie gesagt, der Motor tut so, als wolle er... Die 315V auf dem C135 sind laut Plan zu hoch. Da dürften nur 265V anliegen. Aber ich finde im Plan keine passenden Spannungen für den C 132... Hast Du da Erfahrung?
Das Chassis hatte ich jetzt schon einige Minuten ohne Last in Betrieb... was kann da schlimmstenfalls passieren?
Viele Grüße,
Jochen

Hier noch eine Mail, die zum Thema betreiben ohne Last kam:

Hallo Herr Amend !
ALLE Röhrenendstufen sollten NIEMALS ohne Last betrieben werden !
Sonst riskiert man den Ausgangstrafo. Daher der Hinweis von Herr Oelkers
auch für Ihren Freiburg.
Und unbedingt auch die Motor-Cs wechseln, egal, wie sie sich messen.
Oder wollen Sie einen Satz verbrannter Saba-Motoren ?
Herzliche Grüße !
Burkhard H.

Noch ein wichtiger Hinweis:

... da fällt mir noch was ein : Beim 6, 7, 8, 9 ist parallel zu einer Endrö (A-K) ein kleiner C, 500pf bis 1nF. Da klein, kann er übersehen werden. Wenn der ausfällt, dann ist der AÜ auch schneller Toast, als man abschalten kann.... Also sollte man sicher sein, den nicht zu übersehen. Der ist übrigens eigentlich genau dazu da, um die Folgen eines lastlosen Betriebes zu vermeiden, also den Trafo zu schützen....
Es gibt auch noch die Variante mit Kathodengegenkopplung, klanglich viel besser, aber das hier ist ja Radio und nicht HiFi. Damit kann man auch Atr schützen - aber ausprobieren sollte man das trotzdem nicht. Den Airbag im Auto testet man ja auch nicht am Brückenpfeiler ;-)
Herzliche Grüße !
Burkhard H.

This article was edited 05.Jan.07 08:36 by Jochen Amend .

Marc Goeritz
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03.Jan.07 22:46

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Hallo

Für eine einwandfreie Funktion des Suchlaufes sind folgende Punkte von besonderer wichtigkeit:

1 Zustand der ECL 80,  diese muß auf dem Pentodensystem noch hohe Emission haben.

2 Zustand der EABC80. Das ist auf dem Funke nicht unbedingt meßbar. Ich hatte eine EABC80,

    die im Funke Traumwerte zeigte und trotzdem streikte der Suchlauf mit dieser Röhre.

3  Die bereits von Herrn Oelkers angesprochenen Kondensatoren.

4  Die leichtgängigkeit des Motors und des Getriebes.

5 Der (abgleich)Zustand des Filters IV

Wenn der Motor einmal ausgebaut ist, ist alles halb so kompliziert. Wichtig ist, daß an der Kupplung, die den Motor mit der "Abstimmwelle" verbindet ein Masseband montiert sein kann. Zumindest bei späteren Freiburgmodellen gibt es das. Dieses Masseband ist mit einem kleinen Schräubchen befestigt. Wenn man es übersieht, reißt es beim Wegnehmen des Motors leicht ab. Beim Zerlegen des Motors selbst gibt es dann noch eine Falle. Eines der beiden Zahräder ist radial halbiert. Die beiden Zahnradhälften sind mit einer Feder gegeneinander verspannt. Durch diese Maßname wird das Zahnflankenspiel eleminiert. Beim Auseinandernehmen diese Zahnrades kann die Feder fliegen gehen. Beim Zusammenbau sollte man zwischen die Zahnradhälften einen Hauch Fett geben, und die Feder ungefär so stark spannen, wie diese vorher gespannt war ( eventuell Position der Zahnradhälften markieren). Macht man dann noch Fotos, wie alles zusammengehört, sollte auch diese Hürde zu meistern sein. Das Zerlegen, Reinigen und Zusammenbauen nimmt zwar beim ersten mal relativ viel Zeit in Anspruch, ist aber kein Hexenwerk. Falls auf einer Welle z.B. die Welle des Ankers dünne Scheibchen stecken, müssen diese wieder in exakt der Selben Anzahl pro Seite eingebaut werden. Diese Distanzscheiben bestimmen das Axialspiel und die Lage der Teile.

Die durchrutschende Kupplung für die AM/FM Umschaltung kann mit Moosgummiplatten neu belegt werden. Wenn es bei Ihnen in der Nähe kein Spezialgeschät für Gummiartikel gibt, tuen es zur Not auch Moosgummireifen für Modellautos. Diese sind aber relativ teuer und haben nur geringe ebene Flächen, die sich als Belag eignen. Vor der Demontage der Kupplung sollte die Position dieser Duplexkupplung auf der Welle markiert werden.

Viel Spaß beim weiteren Vorgehen  insbesondere beim Auflegen der Beiden Skalenzüge ;-))

wünscht

Marc Goeritz

 

This article was edited 03.Jan.07 23:21 by Marc Goeritz .

Jochen Amend
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04.Jan.07 07:54

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   18

Hallo Herr Göritz,

mit Ihren Reparaturtips sollte ich den Motor zerlegen und wieder zusammenbauen können. Vielen Dank! Ich werde auf alle Fälle jeden Schritt per Foto dokumentieren und hier mit einbringen.
Die genannten Röhren werde ich auf alle Fälle gegen andere zur Probe austauschen. Die Kondensatoren werde ich auch vorsorglich wechseln. Wenn diese Geschichte wieder läuft, gehts an den Empfang. Ein bischen hab ich schon auf allen Bändern, ist aber noch sehr verzerrt und schwächelt.
Die Skalenseile... ohja... bei einigen Freudenstadtmodellen habe ich schon neue Seile aufgezogen. Davor fürchte ich mich eigentlich nicht mehr... ;O)
Allerdings bin ich ab Samstag dem 6. Jänner eine Woche ausser Landes. Da hat dann das Chassis Ruhe vor mir. ;O)
Aber danach gehts weiter und ich werde diesen Thread auch bis zum Ende weiterführen.

Herzliche Grüße in die Runde,

Jochen

Jochen Amend
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22.Jan.07 16:03

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   19 Hallo liebe Radiofreunde,
melde mich wieder zurück! Und zwar mit folgenden Messungen der Kondensatoren C132 (0,4µF) und C135 (0,35µF) Für den Motor des Sendersuchlaufes. Wie sind Eure Meinungen hierzu?

C132: Soll 0,4µF ist 0,38µF




C135: Soll 0,35µF ist 0,343µF




Grüße,
Jochen

Folgende, sehr gute Reparaturhinweise kamen von weiteren Mitgliedern:

Hallo Herr Amend !
Das Problem der alten Cs ist die Isolation und der Verlustwinkel !
Das können Sie so nicht messen !
Genauso könnten Sie auch einen Zollstock nehmen und die Länge
nachmessen; die dürfte auch noch stimmen ;-)
Nur bei ganz primitiven Multimetern, bei deren Kapazitätsmessung der
Verlustwinkel den angezeigten Kapazitätswert (meist nach oben)
beeinflusst, stellt man gelegentlich fest, dass besonders schlechte Cs
mit einem zu hohen Kap.Wert angezeigt werden. Diese messen einfach den
Blindwiderstand bei einer bestimmten Frequenz; und aus diesem Blindwid.
wird dann ein (niedrigerer) Scheinwiderstand, der stattdessen
fälschlicherweise angezeigt wird. Die rein kapazitive Komponente aber
bleibt schließlich in aller Regel erhalten, da ja niemand die Beläge
kleiner gemacht oder ihren Abstand zueinander geändert hat. Die
Kapazität könnte sich somit nur durch Änderung der
Dielektrizitätskonstante des Dielektrikums ändern.
Herzliche Grüße !
Burkhard H.

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Hallo Jochen,

hätte noch eine sichere Prüfweise für die C´s auf meinem Funke W19 gibt es die
Kondensatoren Prüfkarten.

Hier wird mit 250V- Prüfspannung gearbeitet.

Ich wechsle diese Kondensatoren immer aus, aber um die Ästhetik zu bewahren,
kaufe ich im Baumarkt immer ein Plastik Rohr(ca.24mm Durchmesser),
das den selben Durchmesser wie die C´s hat. Dann nehme ich einen 0,4µF/400~
von Pollin, und setze diesen da ein und fülle das Rohr mit dem Kondensator,
mit einer Mischung aus Epoxidharz und schwarzem Mixol aus.

Die Banderole von den C´s lässt sich leicht ablösen, wenn man diese für eine
Weile auf die Heizung legt.


Ich hoffe das ich weiterhelfen konnte!


Noch einen schönen Abend


This article was edited 24.Jan.07 17:06 by Jochen Amend .

Henning Oelkers
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22.Jan.07 17:54

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Hallo, Jochen,

ich rate dazu, diese trotzdem zu tauschen! Das Messgerät misst mit einigen Volt, wenn nicht nur gar Millivolt. Im Gerät werden sie jedoch mit mehreren 100 Volt betrieben, dazu fliesst noch ein durchaus merklicher Wechselstrom. Ob sich die Kondensatoren dann auch langfristig so verhalten, wie sie sollen, ist fraglich.

Deshalb unbedingt ersetzen! Bitte Werte genau einhalten, für 0,4 µF z. B. 0,22µF und 0,18µF parallel schalten, für 0,35µ z.B. 2 Stück 0,18µF, oder 0,33µF und 0,022µF. Bitte unbedingt die erforderliche Spannungsfestigkeit beachten!

Viel Erfolg!

Gruß aus Berlin,

Henning

Jochen Amend
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01.Feb.07 21:59

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Liebe Sammlerfreunde,
nachdem ich sehr stark beruflich eingespannt war, nun hier die Fortsetzung meiner Bemühungen. Die beiden Kondensatoren habe ich ausgelötet und zunächst provisorisch folgende Schaltung eingelötet:
Anstatt dem 0,4  µF, 370V~ habe ich 2x 0,22µF 600V~ parallel, und
anstatt dem 0,35µF, 500V~ habe ich 2x 0,68µF 400V (gleichsp.) in Reihe eingelötet.
Der Automatikmotor tat das Gleiche wie mit den alten Originalen. Nämlich er tat als wolle er. Wenn ich manuell gegen die Automatik drehe, merke ich, dass der Motor dagegenhält. Auch läuft er mit manueller Hilfe langsam an.
Der Einsatz einer nagelneuen EABC 80 und einer nagelneuen ECH 81 brachte auch keinen Unterschied. Stromlos dreht sich der Abstimmknopf schön leicht.
Zu erwähnen sei noch, dass ich auf UKW noch keinen Empfang habe...
Ach... und das Skalenseil ist nun endlich (!) gerissen und ich konnte gleich ein neues aufziehen!



Viele Grüße,
Jochen

 

Habe einen Fehler gemacht:

 

Hallo !
ECL80 mal gegen eine NEUE ersetzen .... warum ECH81 ?
Die Penthode ist gerne platt.
Grüße !
Burkhard

This article was edited 02.Feb.07 07:02 by Jochen Amend .

Jochen Amend
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02.Feb.07 17:15

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   22 So, ich habe mal eine neue ECL80 eingesetzt. Es ergab eine geringfügige Verbesserung. Aber so richtig dreht der Motor noch nicht. Weiss jemand die Spannungen, wie von mir in Post 14 gefragt? Was könnte ich noch versuchen?
Sämtliche Lager von Skalenseilrädern habe ich mit einer Nadelspitze Nähmaschinenöl leichtgängig gemacht. Eventuell doch den Motor zerlegen? (habe ich mir bisher erspart..)
Viele Grüße,
Jochen
Jochen Amend
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02.Feb.07 20:45

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Hallo !
Schade, das wäre so schön einfach gewesen...
Was passiert denn bei Betätigen der Wippe/Schiebetaste vorn über die
Suchlaufposition hinaus, also beim motorischen Schnellauf ?
Dreht der Motor dann kräftig links- und rechtsherum ?
Das sollte funktionieren. Ansonsten würde ich mir den Kontaktsatz und
auch mal die Endschalter genauestens ansehen. Alle Kontakte wirklich mit
Ohmmeter nachmessen.
Es gab mal einen Freiburg, dessen Ferritantenne penetrant absolut nicht
funktionierte. Der Schalter schaltete mechanisch einwandfrei - aber
nachgemessen, gab es keinerlei Kontakt ! Wer kommt denn schon auf
soetwas ? Ein nachträgliches Einlöten der eigentlichen Kontakte in die
Messingzungen beseitigte diesen Fehler. Die Kontakte der Suchlaufwippe
sehen ähnlich aus....
Herzliche Grüße !

Burkhard

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hi burkhard,

danke dir für deine antwort! also, es passiert folgendes:
beim normalen
suchlauf ist nur ein drehen zu erahnen. und das ruckweise.
beim durchdrücken des sendersuchlaufes gehts "links herum"
einigermassen gut.
also läuft der motor vom rechten anschlag aus gesehen an,
ruckelt aber unterwegs. von links nach rechts über die skala
gehts etwas holpriger. er dreht einigermassen normal an,
bleibt dann aber hängen. wenn ich etwas nachhelfe,
kommt er wieder auf touren, bleibt aber gleich darauf
wieder etwas hängen. interessant ist, dass bei jedem
neuen versuch sich die gängigkeit anders verhält.
mal besser und mal schlechter. ich tippe fast wirklich
auf mechanische blockade in einem lager. mit einer alten
injektionsspritze hab ich alles drehbare leicht und
vorsichtig mit harzfreiem nähmaschinenöl geölt.
auch das brachte eine leichte verbesserung.

mit den besten grüßen

jochen

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Ja, es kann sein, dass die Lagerschilde nicht  exakt positioniert sind oder Rostkrümel dazwischen sind. 
Dann klebt der Anker am Stator - aber nur bei vorhandenem Magnetfeld, dreht also leicht,
wenn stromlos !
Ansonsten könnte 'ruckelig' auch auf schlechte Kontakte deuten - schwanken die Spannungen stark
beim Ruckeln ? Dann Kontakte untersuchen, ansonsten wirklich mal Motor zerlegen.
Bei Montage in's Licht halten. Es muss exakt ringförmiger Lichtspalt zwischen Anker & Stator
sichtbar sein.
Grüße !
Burkhard

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servus burkhard,
die kontakte hab ich gerade noch einmal allesamt abgerieben und
gemessen. die sind gut. danach hab ich die spannungen beim schnellen
suchlauf gemessen. diese schwankt zwischen 118 und 122 volt wenns
ruckelt. also okay denke ich. was mich noch stutzig macht sind die 315V
(mittlerweile 345V) wie in meinem post 14 beschrieben. laut plan dürften
da aber nur 265V anliegen... . das ist wohl der
stator/bzw.erregerwicklung... (stimmt das?)
(die90V sind mittlerweile auch auf 122V gestiegen!)  
auf alle fälle hab ich den motor jetzt zur genauen analyse abgebaut.

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Sind die Spannungen vielleicht einfach seit dem Wechsel der Cs höher ? Das könnte gut sein.
Die eine Wicklg bekommt auch mit einer guten ECL 80 mehr als mit einer schwachen.
Wenn die nach dem C-Tausch noch wie vorher waren aber jetzt erst plötzlich höher sind,
dann  mal die anderen Spannungen (Heizg., Anode) im Radio messen, sind die auch höher ?
Dann sollte man mal Netztrafo & Umgebung genau besichtigen - wird der wärmer als vorher ?
Vorsicht - wenn Teil der Primärseite durch zB verbogene Lötlasche am Spannungswähler
kurzgeschlossen, könnte das passieren - aber dann ist der Trafo auch ganz schnell beschädigt.
Grüße !
Burkhard

This article was edited 04.Feb.07 11:02 by Jochen Amend .

Jochen Amend
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04.Feb.07 11:08

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Hallo liebes Forum,
ERFOLGSMELDUNG!!!
Die Automatik läuft wieder! Ich werde dazu einen Thread mit dem Namen
saba: 7;Freiburg Automatik in Not...2
eröffnen und verlinken.
Hintergrund ist der, damit dieser Threat nicht zu lange wird und auch Modembenutzer noch einigermassen komfortabel sich hier einlesen können. Der neue Thread ist in Arbeiz.
Bis hierher ein herzliches Dankeschön an alle fleissigen Helfer!!!

Jochen

This article was edited 04.Feb.07 11:29 by Jochen Amend .

  
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