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Freiburg Automatic 7

Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 10084) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 10085) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 10087) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 12948) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 12949) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 10086) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 1398984) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 12950) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 12951) Radio
 
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 1398972) Radio
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 2088169) Radio Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 2905) Radio
Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 673898) Radio Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 39502) Radio
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Freiburg Automatic 7; SABA; Villingen (ID = 2088169) Radio
SABA; Villingen: Freiburg Automatic 7 [Radio] ID = 2088169 1200x778
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For model Freiburg Automatic 7, SABA; Villingen
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  SABA; Villingen
Brand
 
Schwer & Söhne, GmbH
Year: 1956/1957 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 12: EC92 EC92 ECH81 EF89 EM71 EBF89 EF86 EC92 EABC80 ECL80 EL84 EL84
Main principle Super-Heterodyne (Super in general); ZF/IF 460/10700 kHz
Tuned circuits 10 AM circuit(s)     13 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details Radio Control (+Remote Wire etc)
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 125; 150; 220; 240 Volt
Loudspeaker 4 Loudspeakers
Power out 12 W (unknown quality)
from Radiomuseum.org Model: Freiburg Automatic 7 - SABA; Villingen
Material Wooden case
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 683 x 428 x 307 mm / 26.9 x 16.9 x 12.1 inch
Notes Der Freiburg Automatic 7 hat einen Anschluss für die Draht-Fernsteuerung, also auch eine motorische Abstimmung. Der Freiburg Automatic ist das Flaggschiff von SABA..
Abgleich (auch Steuerfilter)
Alignment (also automatic filter)
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 21.8 kg / 48 lb 0.3 oz (48.018 lb)
Price in first year of sale 699.00 DM
Collectors' prices  
Source of data HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1956/57 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Mentioned in Radio und Fernsehen 16/57
Picture reference Das Gerät ist im Doppelband "Historische Radios" von Günther Abele abgebildet.
Documents about this model
  Freiburg Automatic 7 1306 KB


All listed radios etc. from SABA; Villingen
Here you find 1553 models, 1413 with images and 1041 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
SABA; Villingen: Freiburg Automatic 7
Threads: 19 | Posts: 118
Hits: 1260     Replies: 0
saba: 7; Freiburg Automatic Saba
Edmond Stefancu
10.Mar.15
  1 Bei der Restauration dieses Gerätes ist mir folgendes Fehlerbild aufgefallen. Nach Austausch aller üblichen Kondensatoren und dem darauffolgenden Testlauf stellte sich ein 50hz Netzbrumm von 3Vss am Lautsprecherausgang ein. Mit dem abschwächen des Tiefenreglers nahm auch der Brumm ab. Nach langer Suche stellte sich heraus, dass P4 1,5Mohm altersbedingt unterbrochen war.
 
Hits: 2694     Replies: 2
saba: 7; Freiburg Automatic
Andreas Peukert
04.Jun.08
  1

Hallo verehrtes Forum,

nachdem ich mehrere verschiedene SABA-Suchlaufgeräte erfolgreich instandgesetzt habe (mit perfektem Suchlauf) wollte ich mich jetzt auch mal an den SABA-Freiburg-Automatic 7 wagen. Ich habe die erforderlichen, bekannten Vorarbeiten, wie kompletten Teerkondensatorwechsel, incl. am Suchlaufmotor vorgenommen. Nach diesen Arbeiten habe ich einen schönen kräftigen Empfang auf allen Bereichen. Nach dem Austausch der Röhren ECL 80 und EABC 80 lief auch die Automatic so leidlich. Die Scharfabstimmung arbeitet gut. Man kann mittels Abgleichbesteck die Senderabstimmung rechts- und linksrum drehen lassen. Die Empfindlichkeit des Steuerfilters habe ich über die Meßbuchse, wie auch bei meinen anderen Suchlaufmodellen, über ein Analog-Multimeter nachabgeglichen. Allerdings habe ich das Problem, dass beim Betätigen der Suchlaufwippe ein Sender gefunden wird (die Wippe löst aus). Allerdings wird der Sender anschließend nicht genügend scharf abgestimmt, wie ich es bei meinen anderen SABAS gewöhnt bin. Drehe ich jetzt ganz wenig den Sender nach, so wird dieser sofort von der Scharfabstimmung nachgestimmt. Auch hält die Automatic nur bei den  kräftigsten UKW-Sendern an. Die schwachen werden übergangen, obwohl bei manuellem Drehen auch hier ein kräftiger Widerstand nach links und rechts zu bemerken ist.  Der UKW-Empfang ist aber sehr gut. Ich kann auch sehr klar entferntere Sender empfangen. Nachdem ich mir die unter dem SABA-Freiburg 7 vorhandenen Berichte durchgelesen habe, möchte ich die Kollegen bitten, falls Sie mir hier weiter helfen können , mir evtl. einige Tips für die Nachbesserung zu geben. Nachdem ich jetzt zwei Tage an der Automatik gewerkelt habe, und alle Möglichkeiten, die ich kenne vergeblich ausgeschöpft habe,   wäre ich Ihnen dafür sehr dankbar. Abschließend der Hinweis, dass ich alle 4 Spulen auf 1 Kiloohm gemessen habe. Für die Motorkondensatoren wurden natürlich die identischen Werte verwendet.   

Viele Grüße und danke im Voraus

Andreas Peukert

Als Nachtrag möchte ich heute  noch anmerken, dass der Suchlauf im Bereich der Mittelwelle völlig korrekt arbeitet.

Andreas Peukert
06.Jun.08
  2

Hallo wertes Forum,

nachdem ich mehrmals den Reparaturbericht von Herrn Amend durchgegangen bin, war ich mir doch nicht mehr so sicher, ob der Suchlaufmotor den erforderlichen leichten Lauf hat. Einen anderen Fehler habe ich mir jetzt nicht mehr erklären können. Ich habe mich nun doch entschlossen, den Motor und das Getriebe zu zerlegen, reinigen und zu ölen. Auf diese Arbeiten brauche ich jetzt nicht weiter eingehen, weil in dem Reparaturbericht von Herrn Amend alles ausführlich beschrieben ist. Ich war doch erstaunt, wieviel verharztes Öl auf den Achsen und in den  Zahnradlagern und an der Achse und in dem Lager von der Motortrommel war. Nachdem ich die Ölrückstände gründlich entfernt hatte, habe ich die Laufteile sorgfältig mit wenig Nähmaschinenöl versehen. Die Trommel in dem Motor hatte einen wesentlichen leichteren Lauf als vorher. Nach der Montage des Motors liefen die Zahnräder im Getriebe immer noch etwas schwer. Ich habe nun die Justierschrauben der Zahnräder zum Motor etwas gelöst und die Zahnräder ganz vorsichtig ausgerichtet. Ich war nach Vollendung dieser  Arbeiten erstaunt, wie sich der Lauf der Abstimmautomatic geändert hat. Ich habe anschließend noch das große Abstimmrad vom UKW-Teil von der Achse genommen und diese gründlich gereinigt. Auch hier war verharztes Öl vorhanden. Nun war der Leichtlauf im UKW-Bereich perfekt. Nach dem Anlöten der Motoranschlüsse habe ich das Gerät in Betrieb genommen. Der Suchlauf läuft perfekt! Die Rüttelfunktion des Motors ist bereits sehr kräftig geworden. Nach Betätigen der Suchlaufwippe hat der Motor wesentlich mehr Schwung und die Automatische Scharfabstimmung kann jetzt die Sender perfekt einstellen Es ist also wirklich angeraten, wenn alle Kondensatoren ersetzt worden sind und danach der Suchlauf immer noch nicht perfekt funktioniert, den Motor und seine Anbauteile zu zerlegen und komplett zu reinigen und zu ölen. Wenn man den Sendersuchlauf manuell bedient, merkt man nicht immer, ob alles so leicht gängig ist, wie es für eine einwandfreie Funktion erforderlich ist. Ich habe übrigens die Diode im Gitterkreis der EABC 80-Triode ersetzt, weil die Spannungswerte nicht mehr ganz mit den im Schaltbild angegebenen übereinstimmten. Danach löst die Suchlaufwippe auch bei schwächeren sendern aus. Auch sollte man unterschiedliche EABC 80 ausprobieren. Ich hatte eine fabrikneue verwendet, habe aber festgestellt, dass die vorher im Gerät befindliche, gebrauchte besser arbeitet. So nach und nach habe ich jetzt einen schönen SABA-Freiburg Automatic 7. Ich muß jetzt nur noch einen Fehler im Sparache-Musik-Schalter finden. Hier findet keine Umschaltung statt. Beim Betätigen der Taste ist in der Umschaltmechanik nur ein ganz leises Knacken zu hören. Aber hierzu demnächst mehr.

Viele Grüße

Andreas Peukert

Andreas Peukert
08.Jun.08
  3

Nach einer ausgiebeigen Nachtschicht ist nun die Arbeit am Freiburg 7 erfolgreich erledigt. Die Freude am schönen Ton war bald nach Tausch der alten EL 84 durch zwei nagelneue getrübt. Der Ton war plötzlich weg. Beim Blick auf den Kathodenwiderstand der beiden Tonröhren konnte ich eine Schädigung des Widerstandes erkennen. Dieser war völlig verbrannt. Durch den davor befindlichen Eko konnte man die Schädigung nicht sehen. Nach Tausch des Widerstandes und des Elkos war der Ton perfekt. Nun ging das Sprache-Musik-Relais immer noch nicht. Aber dieser Fehler war sehr einfach. Am Sprache-Umschalter war die Plastiknase abgebrochen. Ich habe die Vorrichtung durch einen Pertinaxstreifen in Verbindung mit einer isolierten Schraube zur Betätigung des Kontaktes ersetzt. Also ist auch noch das letzte Problem gelöst. Nun noch der UKW-Abgleich. Das Gerät ist jetzt hochempfindlich!  Nun habe ich noch einige Schönheitsreparaturen am Gehäuse vorgenommen. Das Gerät steht jetzt bereits bei mir im Wohnzimmer, spielt sehr gut und erstrahlt im alten Glanz . Im Abhang habe ich mal zwei Bilder des Gerätes eingestellt.

Viele Grüße an alle Kollegen

        Andreas Peukert                                                                                                                 

Attachments

 
Hits: 6552     Replies: 3
saba: 7; Freiburg Automatic Netzschalter Relais schnar
Axel Harten
31.Jul.07
  1

Hallo!

Das Freiburg Automatic 7 besitzt als Netzschalter ein bistabiles Relais, welches durch betätigen der EIN/AUS Taste mit Spannung versorgt wird. In dem mir vorliegenden Fall ist das Relais überdeutlich zu hören (nur beim Betätigen der EIN/AUS Taste) und gibt ein lautes Schnarren von sich. Ist das normal oder der Hinweis auf einen Defekt?

Axel Harten.

 

Axel Harten
01.Aug.07
  2

Guet Tag!

Unser rm.org Kollege Herr Werner Hauf schrieb mir, das es sich bei dem Relais um ein mit Wechselspannung versorgtes  (separater Trafo) Bauteil handelt, welches durchaus o.g. Geräusch von sich geben kann. Das wäre kein Grund zur Sorge.

Axel Harten.

Jochen Amend
02.Aug.07
  3

Hallo Herr Harten,

bei meinem Gerät ist das gleiche, recht laute Ein- und Ausschaltgeräusch zu vernehmen. Ein deutliches Schnarren und das "KLACK" beim Kontaktieren des Relais. Meiner Meinung nach ist das nichts ungewöhnliches. Auch konnte ich keine Funkenbildung an den Kontakten sehen...

Gruß,

Jochen Amend

Axel Harten
02.Aug.07
  4

Hallo Herr Amend!

Ihre Bestätigung des Schaltgeräusches beruhigt mich. Somit wäre auch diese Eigenart des Gerätes geklärt, oder bestehen noch Einwände?

Grüße,

Axel Harten.

 
Hits: 1651     Replies: 0
saba: 7; Freiburg Automatic
Lars-G. Lundelin
02.Mar.07
  1 ’Allo ’Allo radio freaks! A discrete question whether there is anyone having for sale or knowing where to get the ”remote control unit” for the SABA Friburg 7. Well, you can live without this gadget but it would be nice to get this master piece in it’s original state with all it’s features. Of course this is a matter of price knowing that it will be doubled when taking in account the transportation costs today. Best regards Lars-G.
 
Hits: 7604     Replies: 11
saba: 7; Freiburg Automatic in Not...2
Jochen Amend
04.Feb.07
  1 So, hier nun die entscheidenden Massnahmen, die die Automatik, wie im ersten Thread angekündigt, wieder zum Laufen gebracht haben:
  • Wechsel der alten Kondensatoren C132 und C135
  • Neue EABC80
  • Neue ECL80
  • Penibles Reinigen aller Kontakte
  • Demontage, Zerlegung und Reinigung des Motors
Hier die Schritte der Motordemontage:

1) Zuerst genaue Kennzeichnung der elektrischen Anschlüsse



2) Das Lösen der drei Befestigungsschrauben am Chassis







Um das Herunterfallen der Schrauben zu verhindern, habe ich immer einen sehr starken Magneten am Schraubendreher hängen!

3) Das Getriebe.



4) Den Sicherungsring von der Welle ziehen, Scheibe abnehmen.



5) Der Läufer. Deutliche Partikelbildung. Das hat den sauberen Lauf verhindert.



6) Das Säubern der Spalte. Normalerweise kann man weiter demontieren. An meinem Motor war aber alles fest. Deswegen habe ich 600er Schleifpapier genommen.





Hinterher natürlich sehr gut ausblasen!!! Da darf nichts mehr lose im Motor zurückbleiben!!!!
Beim Zusammenbau noch ein kleines Tüpfelchen Fett auf die Lager und Alles war wieder wunderbar gängig! Man merkt gleich, dass der Rotor beim Andrehen mit der Hand schön lange und frei nachläuft. Sollte er nach 5 Sekunden wieder stehen bleiben, sind weitere Reinigungsmassnahmen zu empfehlen!
Als Nächstes möchte ich an dem Radio die UKW wieder zu Laufen bringen.
Weitere Berichte folgen!
Viele Grüße,
Jochen

EDIT: Zur reparatur der Kupplung ist HIER ein toller Beitrag zu finden!!!
Rüdiger Walz
04.Feb.07
  2

Hallo Herr Amend,

beispielhaftes Vorgehen und vor allem beispielhafte Darstellung für das rm.org ! Ich brauchte bisher noch keinen Motor zerlegen, aber Ihre Bilder werden mir im Fall des Falles helfen.

Grüsse

Rüdiger Walz

Marc Goeritz
04.Feb.07
  3 Ich kann mich Herrn Walz nur anschließen, da haben Sie gute Arbeit geleistet. Die Bilder sind sehr hilfreich. Für die Leuten, die den ersten Thread zu diesem Gerät nicht gelesen haben, hiern noch ein Hinweis. Die Zahräder, die mit einer Feder gegeneinander verspannt sind (auf dem Bild zu Punkt 3, Getriebe, sehr gut zu erkennen), müssen bei der Montage wider verspannt werden. Dazu sollte man sich vor dem Zerlegen die Position der "Zahnradhälften" zueinander merken, damit man ungefär die ursprüngliche Spannung wieder herstellen kann. Zu Große Spannung würde höheren Verschleiß bewirken. Zu geringe Spannung bewirkt Zahnflankenspiel, was die Automatik unpräziser macht.
Marc Goeritz
Jochen Amend
18.Feb.07
  4 Einen wunderschönen guten Abend an alle Sammler!
Heute habe ich es endlich geschafft, die UKW wieder zu erwecken. Nachdem ich 12 Kondensatoren gewechselt hatte, stimmten meine Spannungen wieder ziemlich. Plus/Minus ein Paar volt. Aber... UKW war schwach... es war kaum was zu hören. Zu messen gab es eigentlich nichts mehr. Ich hatte mein Multimeter schon überall mal drangehalten. Auch hatte ich den Beitrag von Eike Grund zu Grunde liegen.
(Sollte übrigens jeder Nicht-Fachmann auswendig lernen!!!)
Also was tun... UKW Kästchen nochmal auf und einfach mal an den Schrauben gedreht. Eine umdrehung rein, zwei raus und wieder auf alte Position bringen... Plötzlich hatte ich besseren Empfang. Viel besseren!!!

ACHTUNG!!! HIER SIND GEFÄHRLICHE SPANNUNGEN!!!!


 

Aus den vorher zwei ganz ganz schwachen Sendern, sind nun acht stark zu empfangende Sender geworden. (Ruhig ein wenig spielen, bis subjektiv der beste Empfang da ist) Allerdings ist der Empfang noch etwas verzerrt/verrauscht. Auch reagiert die EM71 nicht, was sie auf MW/LW und KW hervorragent tut. Auch die Automatik stoppt auf diesen drei Bändern und regelt bis zum optimalen Signal nach.
Wer kann hier noch einen Tip einbringen?
Gerne auch per E-Mail, wer keine Antwortrechte hat.
Viele Grüße,
Jochen
Hans-Dieter Haase † 5.2.18
19.Feb.07
  5

Hallo Herr Amend

mit dem Neutralisationstrimmer im UKW-Teil hatte ich beim Meersburg Automatik 8 auch schon Probleme. Hier nachzulesen.

http://www.radiomuseum.org/forum/saba_8_meersburg_automatic_reparaturbericht.html

Gruß

Hans-Dieter Haase

Jochen Amend
19.Feb.07
  6

Hallo Herr Haase,

ein seht guter Bericht, der hierzu perfekt passt!
Wie haben Sie das Problem mit den Trimmern gelöst? Das Fehlerbild deckt sich mit meinem. Leichtes Klopfen beeinflusst den Empfang deutlich!

Grüße,

Jochen Amend

Hans-Dieter Haase † 5.2.18
19.Feb.07
  7

Hallo Herr Amend,

bei mir war nur der Neutralisationstrimmer betroffen (auf Ihrem Bild der rechte). Ein wenig Kontaktreiniger mit einem feinen Pinsel auf die Spindel aufgetragen und die Spindel ein paar Mal hin und her gedreht hat genügt. Bitte mit dem Kontaktreiniger nicht sprühen, damit der Hartpapierkörper des Trimmers nicht geschädigt wird, was bei Kontaktreinigern nicht immer auszuschließen ist.
Das Gerät läuft nunmehr seit einigen Monaten fast täglich ohne irgendwelche Probleme.

Gruß
Hans-Dieter Haase

Jochen Amend
19.Feb.07
  8 Peter Zöllner machte mich auf diesen Kondensator aufmerksam:



Der Austausch brachte eine geringfügige Verbesserung auf UKW. Danke dafür, Peter.
Grüße,
Jochen
Marc Goeritz
19.Feb.07
  9 Beide Teile des Reparaturberichtes sind vorbildlich. Trotzdem möchte ich hier noch eine Warnung anbringen. Mann sollte niemals an Abgleichtrimmern drehen, wenn man nicht genau weiß,was man tut. Um ein Radio abzugleichen, braucht man die richtigen Meßgeräte und einiges an Erfahrung. Wenn man sich die Stellung des Neutralisationstrimmers merkt, ist dieser Sonderfall eine Außname. Bei Trimmkondensatoren können Kontaktprobleme auftreten, hier ist das beschriebene Vorgehen richtig, wenn alle anderen Fehlerquellen ausgeschlossen sind. Es ist nur sehr wichtig, sich die genaue Stellung zu markieren (Umdrehungen bis zum Anschlag zählen nicht vergessen). Von Abgleichkernen in Spulen sollte man aber auf jeden Fall die Finger lassen. Zum Einen gibt es hier keine Kontakte, die Probleme verursachen können, zum Anderen sind die Kerne sehr empfindlich und brechen sehr leicht. Dann kann man nur frei nach Heinz Erhardt sagen "Das Radio ist verstimmt, ich frag mich nur worüber" (im Originalwitz war´s ein Klavier).
Mit freundlichen Grüßen
Marc Goeritz
Jochen Amend
02.Mar.07
  10 Hallo Herr Göritz, hallo liebe Kollegen,

...das Radio war verstimmt... und wie! Sie haben vollkommen Recht gehabt, lieber Herr Göritz! 
Nun gut, ich habe das Glück, dass ein ausgesprochener Fachmann und Mitglied des RM.org ganz in meiner Nähe wohnt und schon des Öfteren bei mir zum Helfen, Basteln und Klönen da war.

An dieser Stelle: Herzlichen Dank, Claus Marker!!!

Er machte mich dann auch auf den schwächelnden Gleichrichter des Saba aufmerksam. Zunächst versuchshalber diese Schaltung mit 4 Dioden 1N5406:



Natürlich ist diese "frei fliegende Verdrahtung" lebensgefährlich. Deswegen ist hier äusserste Vorsicht angesagt !!!
Nachdem die Verbesserung der Spannungen erwiesen war, baute ich ein sicheres Gehäuse hierfür:



Danach machte sich Claus daran, die "Verstimmung" des Radios nach Gehör zu beseitigen, was auch hervorragend gelang. Bei nächster Gelegenheit will er noch einmal mit einem Messsender nachstimmen.
Was auch noch störend war, waren die kaum vorhandenen Bässe und ein "PLOPP" beim durchdrehen des Tiefenreglers. Dieser Kondensator war dran schuld:



Im Chassis explizid ER:



Aber der Klang in den Tiefen ist immer noch verbesserungswürdig. Deswegen werde ich noch die Restlichen Kondensatoren in der Schaltung ersetzen. Und vor allen dingen den Kondensator, der als AÜ-Killer gilt:



In Natura sitzt er recht versteckt etwas unter einer Lötleiste, aber er ist anhand seiner 1000pF eindeutig zu identifizieren:



Das müssten zunächst einmal die gefährlichen und hörbaren Kondensatoren gewesen sein. Lieber 10 zu viel ersetzt, als einen zu wenig! Auch möchte ich einmal erwähnen, dass ich nicht sofort ALLE Teerkondensatoren auf einmal beseitigen will. Lieber nach dem Prinzip:
Einen erneuern und sehen, was sich verändert hat. Dann den Nächsten... u.s.w.!
Ich hoffe damit weiterhin Mut zu entfachen, den Lötkolben in die Steckdose zu stecken und zu Restaurieren.
Vor allen den technisch weniger versierten oder erfahrenen viel Freude am Hobby und gutes Gelingen, und den Fachleuten noch viel Spass mit uns Laien...;O) Wir brauchen Euch!
In diesem Sinne bis zur nächsten Fortführung dieses Beitrages,

Jochen

Jochen Amend
16.Mar.07
  11 Hallo liebe Radiofreunde,

mit diesem Post und den beiden Bildern möchte ich diesen Thread beenden. Das Radio ist fertig! Nun muss lediglich UKW noch fertig abgeglichen werden, was ich aber leider (noch) nicht beherrsche. Claus Marker hat mir auch hier seine Hilfe angeboten. Vielen Dank, Claus! Und auch vielen Dank allen fleissigen Mitdenkern und Helfern. Es hat mir richtig spass gemacht. Und, wie Henning Oelkers anfangs schrieb:

"...wenn es erst mal fertig ist.... wirst du eine besondere Beziehung entwickeln"

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!








Mit den besten Wünschen an Alle,
Jochen
Hans-Dieter Haase † 5.2.18
16.Mar.07
  12

Hallo Herr Amend,

herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Werk. Jetzt fehlen zur kompletten Vollendung nur noch die Messingzierkappen auf den beiden Knöpfen, aber das ist ein übliches Problem, das ich bei meinem Meersburg Automatik 8 auch hatte.

Gruß Hans-Dieter Haase

 
Hits: 4286     Replies: 10
saba: 7; Freiburg Automatic
Lars-G. Lundelin
15.Dec.06
  1 Hello Radio Friends! Searching for dial lamps and button lamps (7V/300mA and 8,5V/150mA) for my SABA Freiburg 7 Automatic. Anyone who knows where to find these? Best Regards Lars-G. Lundelin
Bruno Gandolfo-Canepa
15.Dec.06
  2

Hello Lars,

You can look at  E10 and E5.5 

Regards, Bruno.

Maitiu Standun
15.Dec.06
  3 hi lars , try bddijk[A*T]home.nl       for knobs , speaker  cloths , dials , backs , etc etc , tell him maitiu sent u , regards maitiu.
Lars-G. Lundelin
15.Dec.06
  4 Hello Bruno and Maitiu! So easy, so near to find them, but as usual I used the wrong search criteria. My appreciation for your fast reply and I’ll certainly will refer to your names in my order. Best Christmas Greetings to You and a Happy New Year. Lars-G.
Burkhard Hasselmeier
16.Dec.06
  5 The original lamps were rated 8.5V ; 150mA and were operated at 6.3V.
By the way, they are shock resistant !
If really someone should install these 12V / 50mA sold on eBay, he'll see.... nothing !
Maybe, a weak red glow under the respective button.
No, that makes no sense at all.
There's a 'Saba- Maniac'  in Hamburg (he didn't sign up with rm.org) who - after trying this and that and virtually anything- found a company where he simply ordered new ones - they made these, especially for him. It wasn't that cheap like those on eBay; but the price remained reasonable. Don't ask for details right now; but if you wish more on that, let me know. I'm gonna call him, if necessary.

By the way, I solved that problem by scrapping Sabas. There are a lot in poor condition which can be considered subject to become parted out. Even if these radios were placed in the rain for months, the bulbs remain good. The lamps below the Long wave, short wave or phono buttons usually are like new.
Burkhard Hasselmeier
10.Jan.07
  6 Found here : www.reichelt.de
Search that site for L1061 and you'll find a bulb rated 6V ; 0.1A ; based E5.5 The price may be considered almost inafforadable : 64 Cents each.....
I'd recommend to add a series resistor to get the bulb finally glowing at the same color temperature like the original ones do. Probably something around 10Ohms. That way, the replacements should last - but they'll glow a bit less bright than the original ones. Does anyone know about another (better) replacement ?
Dennis Daly
20.Jan.07
  7 Burkhard,
 Thank you very much for that link to resource.
 Only two spare lamps  remaining here!

 Kind Regards,
  Dennis Daly (USA)
Burkhard Hasselmeier
21.Jan.07
  8 Hello Dennis !
Since you're residing in the U.S., in your place, I'd prefer to search for similar bulbs at www.mouser.com or www.bulbs.com or www.1000bulbs.com, etc.
Sure, Reichelt will also deliver those bulbs right to your home's doorstep - but there's a minimum order volume for oversees shipments - EUR 150, as far as I remember...
If you want some of these bulbs, let me know.
I could order some  and forward these to your address.
(By the way, I'd have to pay sth around 35cents each... the more you purchase at Reichelt, the lower the prices)
Omer Suleimanagich
21.Jan.07
  9

I just experianced this myself, when I attempted to place an order.

I was about to order 20 Osram 2306's (Lämpchen T5 (T1-1/2) Glassockel 6-7V / 30mA
Verpackungsgewicht: 0.0004kg), and the equivalent bulb rated at 0,080A,  for my Grundig RTV 650.

If you you can help me with this, I would be glad to Pay Pal you in advance.

 

 

Dennis Daly
22.Jan.07
  10 Thank you Burkhard, for the kind offer to forward a few of these lampchen to me.
 I now, as of today, have only one used original lamp from Saba remaining here for spares.
 I will e-mail you, about address,payment,etc., if you will be so kind to make a small packet for me. Also, to extend my offer to send you some early U.S. radio parts I might have for spares- if you wish.

 I have attempted to find something  close to the Saba original E 5.5 mm screw base "lampchen" in the U.S. bulb specialty stores.
So far, my search in the USA  has found only the type nr. #342.
 This type with E5.5 "Edison" screw base, 6V, but with only .04a filament current, which means it is not necessary for any undesirable modification of the Saba fassung (socket) to use this as ersatz (replacement.)

 The one possible problem is that the luminance (light output) is less than the original type with .15 amp filament.
One nice fact...The type 342 has rating for 10K stunden leben  (service life.)

 Shown below is the light output difference from original Saba tastenlamp teil nr. 3501-308-000  and the available-to-U.S.A. type nr. 342 replacement (ersatz) type.
 I attempt here a shortened link to see for yourself.

 Lampchen

 Not so perfect, to be sure, and only a second choice for my preference, but it was better than nothing for the time before knowing of your nice lamp source!

 Kind Regards,
  D.Daly

 

 
Burkhard Hasselmeier
23.Jan.07
  11 Hello Omer,
please send me an email !
You'll become a note in my respective file ;-)
This is what I already wrote for s.o. else :
'' ...let me first order those bulbs - that'll take some time since I'll combine it with other orders to save on shipping and will reduce several other costs.
You're not in a hurry, am I right ?
(If you'd need these 'tomorrow', I'd order right now...)
Using PayPal globally results in enormous losses, especially when converting US currency to EUR... not a good idea. Especially when transferring small amounts.
I'll let you know when I have those bulbs. Well hidden cash in a letter is always fine..... ''
Kind regards,
Burkhard
 
Hits: 10375     Replies: 23
saba: 7; Freiburg Automatic in Not...
Jochen Amend
10.Dec.06
  1 Werte Sammlerkollegen,
da nun die Abende kalt und lang sind und ich schon etwas mehr in Sachen Radiotechnik, dank einiger RM Mitglieder (Danke besonders an Peter, Claus und Henning) erlernt habe, wage ich mich nun an mein Freiburg 7.  Hier einmal einige Fotos, damit ihr Euch ein Bild von der Sachlage machen könnt.


Zigarettenfolie als Schmelzsicherung... ui ui ui!





Ein erster hochgegangener Kondensator...




Und Rost...





...Rost...





...Rost...




...Rost. Soweit das Auge blickt!



Eike Grund hat einen ganz tollen Bericht zur Restauration der Automatik  zum Gerät gepostet. Auch sein Buch "Radios der 50ger" besitze ich.  Aber ob sich in meinem Fall das noch reparieren lässt? Oder sollte ich hier rigoros Ersatzteile einbauen und die rostigen Teile entsorgen?
In diesem Fall bin ich wirklich dankbar für jede Hilfe und jedweden Tip. Ich dachte sogar schon darüber nach, das Chassis in die Hände eines Fachmannes zu geben, (Herr Riethmüller?) da das hier meinen Horizont doch schon stark übersteigt.

Einen schönen und ruhigen 2. Advent,
Jochen
Henning Oelkers
10.Dec.06
  2

Hallo, Jochen,

das sieht doch nach einer schönen Herausforderung für Dich aus.

Bitte das Gerät nicht einfach so einschalten! ( Das weisst Du sicher, aber andere lesen ja auch mit ).

Das Gerät wurde feucht gelagert, darüber besteht wohl kein Zweifel. Die Eisenkerne der Trafos und Motoren haben sicher nur oberflächlich Rost. Entscheidender dürfte sein, ob die Wicklungen der Trafos und Motoren einwandfrei sind. Ich weiss nicht, seit wann das Gerät trocken gelagert wird, aber gefährlich dürfte Restfeuchte in den Wicklungen sein.

Wenn Du das Gerät gerade erst bekommen hast, würde ich nichts überstürzen.

Ich meine jedoch, das Du dir das Erfolgserlebnis nicht nehmen lassen solltest. Man kann sicher schön restaurierte Geräte kaufen. Zu diesem Exemplar jedoch, wenn es denn erstmal fertig ist, und sei der Weg auch noch so steinig, wirst Du eine besondere Beziehung entwickeln.

Die Technik ist nicht ohne, aber bestens dokumentiert. Ersatzteile sollten kein unlösbares Problem sein. Deshalb meine Meinung: Selber machen, gern bin ich Dir behilflich

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,

Henning

Rüdiger Walz
10.Dec.06
  3

Hallo Herr Amend,

eine Ferndiagnose ist natürlich schwierig, aber was auf Ihren Bildern als Rost zu sehen ist, würde ich nicht als tragisch bezeichnen. Wenn das Gehäuse noch brauchbar ist, sollten Sie das Gerät auf keinen Fall ausschlachten. Wenn nicht Sie selbst, so hat bestimmt jemand anderes Spaß daran.

Ich empfehle als erstes eine gründliche Reinigung des Chassis, Transformator und Motor mit Pinsel und Staubsauger, dann sieht das schon viel besser aus.

Die Kerne der Transformatoren und Motoren bestehen aus einer leicht rostenden Eisenlegierung und da die Farbe durch termische Belastung reißt und abblättert, sind das die ersten Teile, die Rostansatz zeigen. Zum Schluß der Instandsetzung können Sie sie wieder mit schwarzer Farbe überstreichen.

Grüsse

Rüdiger Walz

Jochen Amend
11.Dec.06
  4 Hallo Henning, hallo Herr Walz,

vielen Dank für Ihre Antworten! Das Gerät ist seit November 2004 in meinem Besitz und seitdem trocken gelagert. Davor stand es Jahrelang in einer Waschküche!
Vom Gehäuse her ist es noch fast wie neu, abgesehen von einer tiefen Furniermacke oben mittig. Aber sonst keine Risse im Lack. Erstaunlich gut also.



und nach den ersten Reinigungsarbeiten mit Pinsel und Staubsauger habe ich wieder etwas mehr Hoffnung:








Als nächstes will ich den hartnäckigen Verschmutzungen mit Pinsel, lauwarmem Wasser und Seife an den Kragen. Aber nur ganz leich feucht und immer gleich mit Küchentuchfetzen abtrocknen.

Für den Rost, bzw. dagegen, werde ich mit einer kleinen Messingdrahtbürste dem großen Trafo einmal zu leibe Rücken und hinterher mit Rostumwandler das weiterrosten verhindern. Oder spricht grundsätzlich etwas gegen diese Substanz? Was gibt es besseres?

Ich möchte gerne diesen Thread weiterführen, bis das Gerät wieder spielt (oder ich eingeliefert wurde...) ;O)  Dann können sich alle Mitglieder hier daran halten und Fehler die ich gemacht habe vermeiden und vom Wissen der Fachleute profitieren.

(Bin aber leider bis Donnerstag beruflich unterwegs, also ab 14.12.2006 wieder online)

Herzliche Grüße,
Jochen
Jochen Amend
14.Dec.06
  5 Folgende E-Mails habe ich von fachkundigen RM Freunden erhalten und möchte diese Reparaturhinweise hier für alle dokumentieren.
Ganz , ganz herzlichen Dank dafür!!!


Hallo Jochen,
ich habe Dir ja schon von meinen schlechten Erfahrungen bezüglich den Saba Trafos berichtet. Mir sind aufgrund defekter Isolation schon mehrere Saba-Trafos regelrecht abgebrannt. Deshalb bitte ich Dich, bei diesem Gerät mit äußerster Vorsicht zur Sache zu gehen und vor dem ersten Einschalten unbedingt eine korrekte Sicherung einzusetzen und den Netztrafo am besten erst einmal ganz alleine und nach Möglichkeit langsam(!!!!) hochzufahren. Du kannst auch anstatt der Sicherung eine 25-40W Glühbirne (je weniger, desto besser!) einschleifen. Diese sollte auf keinen Fall leuchten. Sonst ist der Trafo hin! Beim Einschalten solltest Du genau beobachten, was geschieht. Gibt der Trafo Rauchzeichen ist er zwar hin, aber das ist kein Weltuntergang. Ein neuer Netztrafo sollte sich schnell finden lassen (vielleicht habe ich auch noch einen) oder er kann ggf. neu bewickelt werden.
Damit solltest Du erst einmal anfangen können. Die weiteren Schritte sind Dir ja bekannt... ;-)
Gruß Peter Z.
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Habe leider keine Schreibrechte, deshalb als Mail.

Wasser und Seife würde ich generell ausschließen!
Pinsel und Spiritus sind da besser geeignet. Löst die Fettreste und Schmutz
besser und schadet in der Regel nicht.
Plastikteile (Tastatur, Seilräder etc), sind auch mit Fensterputzmittel gut
zu reinigen, ebenso die Scheibe.

Die Knöfe abmontieren, Schrauben und Muttern rausholen und mit Wasser und
Spülmittel reinigen.

Beim Bearbeiten mit Messigbürste mindestens gleichzeitig Staubsauger laufen
lassen, damit keine abgeriebenen groben Schmutz-Rost-Partikel in die
empindlichen Getriebeteile und Motorenlager gelangen.

Azeton nicht verwenden, da löst sich die Silberbronze des Chassis.

Viel Spaß
Gruß
Peter J.

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Hallo, Jochen,
 
die aktuellen Bilder sehen doch gar nicht schlecht aus! Den Ausbau der Trafos halte ich entgegen vorheriger Meinung nicht für notwendig, da teilweise der Lack noch erhalten ist.
 
folgende wichtige Hinweise noch:
 
Bei Saba sind die Pertinax-Röhrenfassungen und die Pertinaxteile der Schalter berühmt-berüchtigt. Das Pertinax ist porös, und nimmt jede Art von Feuchtigkeit (Flüssigkeit) auf, insbesondere gern Kontaktspray oder Wasser. Anschliessend sind Kriechströme und Spannungsüberschläge ein Problem, das man nur schwer in den Griff bekommt.
 
Deshalb bitte vorsichtig mit Wasser! Bitte unbedingt die Röhrenfassungen mit z.B. Tesakrepp abkleben, wenn Du dem Rost zu Leibe rückst! Eingedrungene Eisenspäne (und sonstiger hineingefallener Schmutz )können ernsthafte Probleme bereiten.
 
Die Wellenschalterkontaktleisten lassen sich nach vorne herausnehmen. Im Skalenhintergrund gibt es einen mit Schrauben befestigten Deckel. Nach dessen Abnahme sind die Kontaktleisten zugänglich.
 
Das erste Einschalten sollte unbedingt unter Verwendung einer Vorschaltlampe vorgenommen werden. ( ca 60W ) . Dazu sollten die Röhren eingesetzt sein. Durch die Belastung durch die Röhrenheizung ergibt sich ein langsamer Spannungsanstieg der Anodenspannung. Ich würde erwarten, dass sich die Anodenspannung bis über 150 Volt aufbaut.
 
Wenn ja, können Stück für Stück die Röhren herausgenommen werden( die beiden EL84 gleichzeitig! ). Dadurch sinkt die Heizkreisbelastung, und die Anodenspannung steigt an. Dadurch erreicht man, das die Elkos sich wieder langsam an Spannung gewöhnen ( Formiert werden ) . Sind alle Röhren heraus, würde ich erwarten, das die Skalenlampen mit üblicher Helligkeit leuchten, die Anodenspannung über 250 Volt liegt
 
An der Helligkeit der Vorschaltlampe kann man immer die Stromaufnahme abschätzen.
 
Wenn Fragen sind, stehe ich gern telefonisch zur Verfügung.
 
Gruß aus Berlin,
Henning
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Bevor Du arbeit in den Netztrafo steckst: Löte ALLE(!!!!!!!!) sekundären Kabel ab (Heizung, Hochspannung, etc), isoliere sie und klemme dann anstatt der Sicherung eine Glühbirne dran. Dann an die 240V Wicklung anschließen und einschalten, am besten irgendwie langsam hochdrehen (hast Du nicht einen Stelltrafo?).
Wenn der Trafo dann abraucht haste nicht unnötig Arbeit investiert. Diese Trafos sind ein echtes Sicherheitsrisiko!!! Ich würde ihn, wenn er dann wieoben beschrieben läuft mindestens 1h unter ständiger Beobachtung(!) laufen lassen. Wenn er dann noch ok ist, am besten die Wicklungen mit Lack tränken! Sicher ist sicher.... Besonders bei DEM Zustand!
Gruß Peter Z.

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So macht das reparieren spass und dieses ist auch der Sinn und Zweck vom Radiomuseum.org

Grüße,
Jochen Amend

Rüdiger Walz
16.Dec.06
  6

Hallo Herr Amend,

Sie haben ja nun schon einige Antworten erhalten. Bezüglich Wasser und Pinsel habe ich keine Bedenken, solange Sie dafür Sorge tragen, dass das Wasser nicht an Spulen oder Trafos kommt. Im Extremfall habe ich Radiochassis mit einer Hochdruck-Munddusche gereinigt. Das funktioniert vor allem bei verharzten und verschmutzten Drehkondensatoren gut (Küchenradios). Allerdings Achtung ! Siehe oben ! Ich habe empfindliche Teile mit Frischhaltefolie und Plastikbeuteln abgeklebt. Grundsätzlich hinterher gut abtrocknen bzw. trocknen lassen.

Brennspiritus ist ein gutes Reinigungsmittel, da er Farben und Kunststoffe nur selten angreift (ausprobieren), ggf mit Wasser verdünnen. Auch verursacht er bei Polystyrol im Gegensatz zu Pril o.ä. keine Spannungsrisskorrosion. Falls man Petroleum verwendet läßt sich der manchmal entstehende weiße Belag nach dem Wegtrocknen durch Zufügen eines Tropfens Öl zum Reinigungsmittel vermeiden.

Von Rostumwandler rate ich ab, da er in die Papierisolation der Kernlamellen des Trafos dringt und dort langfristig Schaden anrichten kann. Entfernen des losen Rostes mit der Messingbürste genügt. Anschließen mit schwarzer Lackfarbe überstreichen. Hält bei mir seit bis zu 30 Jahren, sofern Sie das Gerät nicht wieder in die Waschküche zurückbringen ;-).

Grüsse

Rüdiger Walz

 

 

Marc Goeritz
16.Dec.06
  7 Der Vorschlag mit der Vorschaltlampe ist in jendem Fall Sinvoll. Trotzdem sollte man die Elkos im Netzteil vorher formieren,wie es unter
www.radiomuseum.org/forum/elkos_neu_formieren.html
 beschrieben ist.  Dabei unbedingt auf die richtige Polarität achten, Diode und Elko müssen genau wie in der Zeichnung gezeigt angeschlossen werden. Es sei denn Sie mögen Knalleffekte ;-) . Beim Formieren müssen die Elkos vom Gerät mindestens mit den Plusleitungen getrennt werden. Besser ist es die Elkos ganz auszubauen, beim (nicht empfehlenswerten) Arbeiten ohne Trenntrafo ist dies sogar unverzichtlich, da sonst das gesamte Chassis unter Spannung stehen kann. Mit den formierten Elkos sollte dann das Gerät trotzdem mit Vorschaltlampe in Betrieb genommen werden, so wird zu hohe Stromaufname durch andere Fehler verhindert. Bei einem so feucht gelagerten Gerät werden mit sehr großer Warscheinlichkeit nach wenigen Betriebsminuten einige Papierkondensatoren durch einem Schluß bzw. sehr hohen Leckstrom auf sich aufmerksam machen.
Zur Demontage der Tasten möchte ich für meinen Artikel Werbung machen, damit geht´s zwar nicht perfekt, aber viel leichter als ohne diese kleine Selbstbauwerkzeug.
www.radiomuseum.org/forum/demontage_der_tasten_von_saba_radios.html
Noch ein Hinweis, die Koppelkondensatoren zu den Endröhren sollten auf jeden Fall gewechselt werden.
Viel Spaß beim Restaurieren
Marc Goeritz
Jochen Amend
16.Dec.06
  8 Hallo Herr Goeritz,
vielen Dank für Ihren Beitrag! Knalleffekt ist nett gesagt! ;O) Man wird deutlich wacher danach!



Grad an diesem Chassis sind einige "faule Zähne"; wie im obigen Bild zu sehen. (der kleine Vulkan hinterm Skalenglas)
Ich möchte ebenfalls noch besonders auf IhrenBeitrag mit dem Tastenausbauwerkzeug aufmerksam machen. Der ist sehr hilfreich. Einige Tasten in meinem Chassis wackeln wie Milchzähne bei einem 11 Jährigen. Da muss ich auch dran. Momentan kämpfe ich gegen den festsitzenden Schmutz. Ich werden dann die Tage Bericht erstatten, wie sich Wasser mit Quick'n'Brite und wie sich Spiritus verhält.
Liebe Freunde, weiter so. Ich denke, das hatte Herr Erb ebenfalls im sinn, als er das RM aus der Taufe hob. Gegenseitige Hilfe! Und die brauche ich!!!
Beste Grüße,
Jochen
Jochen Amend
23.Dec.06
  9
Hier mal ein Bild der  Entrostung:



sieht schon besser aus:




Ich wünsche allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Jochen
Jochen Amend
23.Dec.06
  10 Zwei Reinigungsmittel nahm ich zur Hilfe:

1) Spiritus. Löst Lack an ist aber gut bei hartnäckigen Fettverschmutzungen.
2) Warmes Wasser und Quick'n'Brite. Löst sehr schonend alle anderen Verschmutzungen.



Die "Sprenkel" auf dem chassis sind kleinste Rostbildungen.









Nach Trocknung aller Farberneuerungen gehts an die Technik. Es sieht wieder wesentlich besser aus!

Auch die Detailsäuberung nicht vernachlässigen:






alles in Allem war ich jetzt knapp 5 Stunden mit entrosten, streichen und säubern beschäftigt. Ich denke, mehr muss nicht und geht auch kaum.

Viele Grüße,
Jochen
Jochen Amend
28.Dec.06
  11 Nachdem ich mir nun die Arbeit gemacht und alle Kontakte mit Spiritus und Kontaktreiniger gesäubert habe, kann ich eine Grundfunktion des Chassis schon einmal vermelden.

Hier einmal ein paar Kontakte, die man nicht so leicht findet. Dazu muss der Deckel auf der Vorderseite des Chassis entfernt werden:




Die Kontakte für das Ein/Ausschaltrelais am Ein/Ausschalter:




Hier die Kontakte der Automatik:








Nachdem ich dann wie in vorangegangenen Posts von helfenden Radiofreunden beschrieben und angeraten, mit einem Stelltrafo und einer 25 Watt Vorschaltlampe den Netztrafo auf seine elektrische Tauglichkeit geprüft habe, habe ich mich getraut den ersten Versuch des einschaltens zu wagen. Alle augenscheinlich defekten Kondensatoren habe ich natürlich ebenfalls vorher ausgetauscht.

Hier die Bilder.










Ein Lämpchen für die Tastenbeleuchtung ist defekt. (Wo kann ich so eines bekommen?)

HIER DIE PASSENDE ANTWORT ZUR FRAGE:
Hallo Herr Amend !
In Posting Nr. 11 suchen Sie eine Tastenlampe. Die Dinger sind ein
Problem - hier auch schon behandelt :
http://www.radiomuseum.org/forum/saba_7_freiburg_automatic4.html#post128272
Leider keine einfache Lösung - aber sparen Sie sich den Aufwand mit
eBay.....
Lösung gerade gefunden :
Viel besser : www.reichelt.de
Bestellen Sie dort das Lämpchen L1061 für satte 64cent, das ist 6V/100mA
E5.5 und setzen Sie einen passenden Vorwiderstand, bis die
Farbtemperatur mit den anderen übereinstimmt. Sie ist dann nur etwas
dunkler.
Herzliche Grüße !
Burkhard Hasselmeier


10 Minuten unter Beobachtung und mit Betätigen aller Stationstasten hab ich das Gerät unter Spannung gehalten. Nun kann ich mich an die Automatik machen.

FRAGE: Was muss ich zum Thema Schmierung der Getriebe beachten?

Wer nicht direkt hier antworten darf, bitte einfach eine Mail zu mir
jmndamend[A*T]t-online.de
und ich werde fachlich qualifizierte Antworten hier hineinstellen.

Allen einen guten Rutsch und ein tolles Feuerwerk. Aber nicht beim Restaurieren! ;O)
Herzlichst,
Jochen Amend
Marc Goeritz
28.Dec.06
  12 Da haben Sie sich ja richtig ins Zeug gelegt. Das glänzt ja wie neu!
Wenn der Suchlaufmotor mechanisch Probleme macht oder zu laut läuft, kann mann die gesamte Motormechanik zerlegen. Der Anker des Motors läuft in zwei Lagern. Diese sollte man gründlich reinigen und dann mit je einem Tropfen 90-er Getriebeöl schmieren. Die Zahnräder sollte man nicht ölen, sondern nur fetten. Ich bin mir nicht sicher, ob der Kunststoff ölresistent ist, und möchte das auch nicht ausprobieren.  Eine winzige Schraubendreherspitze Fett reicht hier völlig aus. Beim Zusammenbau muß man lediglich beachten, daß die beiden mit einer Feder verspannten Zahnräder wieder auf Spannung gebracht werden, damit in der Mechanik kein Spiel entsteht. Die Motorlager lassen sich nur im zerlegten  Zustand  schmieren, die Zahnräder schmiert man am besten erst, wenn alles wieder zusammengebaut ist. 
Noch ein wichtiger Hinweis, die Bandfiltergehäuse sollten möchlichst kurze Zeit offen bleiben. Während die Filter offen sind, sollte man sehr vorsichtig arbeiten, da an den Filtern sehr dünne Drähte angelötet sind. Diese Drähte sind so dünn, daß man sie kaum sieht und leicht abreißt. Genauso sollte man bei allen Arbeiten am Chassis den Drehkondensator ganz eindrehen, bei den wenigsten Radios ist der Drehko so gut geschützt wie bei diesem SABA. Wenn die Platten eines Drehkos einmal verbogen sind, ist es kam möglich diese wieder so zu justiern, daß sich alle Drehkos auf der Ache im Gleichlauf befinden. Uns so ein Dreko ist schneller beschädigt, als man denkt, ich sprech da aus Erfahrung :-o
Grüße
Marc Goeritz
Jochen Amend
29.Dec.06
  13 Nachdem ich die Röhren auf meinem RPG 64 geprüft habe, habe ich sie an ihre alte Arbeitsstätte zurückimplantiert. Lediglich die EF86 ist unbrauchbar. Aber die guten Röhren erglimmen in altem Glanz:








Die EM71 reagiert mit zuckenden Ausschlägen auf MW:


Nun bin ich am Überlegen, ob ich das Chassis zur Probe ins Gehäuse zurückschiebe und an seine Lautsprecher anklemme... Wie gesagt, die Automatik ist noch nicht groß geprüft und das Skalenseil auf UKW wird bald reissen... Aber es kribbelt unwahrscheinlich in den Fingern... ;O)

Viele Grüße in die Runde,
Jochen
Jochen Amend
02.Jan.07
  14 Liebe Kollegen,
ich hoffe, Ihr seid alle gut im neuen Jahr gelandet! Ich bin gleich wieder frischen Mutes ans Saba gegangen und habe folgendes an der Automatik festgestellt:



Der Motor will gerne anlaufen, ist aber recht kraftlos. Könnt Ihr etwas mit diesen spannungen anfangen? die 58V/90V sind einmal mit halb (58) und einmal mit ganz durchgedrückter (90) Steuerwippe gemessen.
Beim händischen Tunen (ohne Netzstecker) geht es rechts herum recht leicht, links herum geringfügig schwerer. Dummerweis greift die Kupplung so gut wie gar nicht mehr, sodass der Skalenzeiger sich nicht vom Fleck bewegt.
Viele Grüße,
Jochen
Henning Oelkers
02.Jan.07
  15

Hallo, Jochen.

auch Dir ein gutes neues! Du siehst, mein Ratschlag von ganz oben war bis hierhin richtig.

Wenn die Motorkondensatoren noch die alten sind, (sieht zumindest so aus ): Diese müssen genau die vorgesehenen Werte haben! Wenn nicht, ist der Ferraris Motor nicht in Resonanz, und kann deshalb nicht ( vernünftig ) laufen.

Es wäre ein ausgesprochen seltenes Ereignis, wenn ausgerechnet diese Kondensatoren noch in Ordnung sind.  

Bei Ersatz unbedingt auf die Spannungsfestigkeit achten.

Viel Erfolg,

wünscht Henning

PS: Bitte Gerät nicht ohne angeschlossene Lautsprecher oder Lastwiderstand betreiben!

 

Jochen Amend
02.Jan.07
  16

Ja, bisher war alles perfekt! Prima und vielen Dank!
Die beiden Kondensatoren (500Volt Spannungsfest) tausche ich dann wohl besser aus... wie gesagt, der Motor tut so, als wolle er... Die 315V auf dem C135 sind laut Plan zu hoch. Da dürften nur 265V anliegen. Aber ich finde im Plan keine passenden Spannungen für den C 132... Hast Du da Erfahrung?
Das Chassis hatte ich jetzt schon einige Minuten ohne Last in Betrieb... was kann da schlimmstenfalls passieren?
Viele Grüße,
Jochen

Hier noch eine Mail, die zum Thema betreiben ohne Last kam:

Hallo Herr Amend !
ALLE Röhrenendstufen sollten NIEMALS ohne Last betrieben werden !
Sonst riskiert man den Ausgangstrafo. Daher der Hinweis von Herr Oelkers
auch für Ihren Freiburg.
Und unbedingt auch die Motor-Cs wechseln, egal, wie sie sich messen.
Oder wollen Sie einen Satz verbrannter Saba-Motoren ?
Herzliche Grüße !
Burkhard H.

Noch ein wichtiger Hinweis:

... da fällt mir noch was ein : Beim 6, 7, 8, 9 ist parallel zu einer Endrö (A-K) ein kleiner C, 500pf bis 1nF. Da klein, kann er übersehen werden. Wenn der ausfällt, dann ist der AÜ auch schneller Toast, als man abschalten kann.... Also sollte man sicher sein, den nicht zu übersehen. Der ist übrigens eigentlich genau dazu da, um die Folgen eines lastlosen Betriebes zu vermeiden, also den Trafo zu schützen....
Es gibt auch noch die Variante mit Kathodengegenkopplung, klanglich viel besser, aber das hier ist ja Radio und nicht HiFi. Damit kann man auch Atr schützen - aber ausprobieren sollte man das trotzdem nicht. Den Airbag im Auto testet man ja auch nicht am Brückenpfeiler ;-)
Herzliche Grüße !
Burkhard H.

Marc Goeritz
03.Jan.07
  17

Hallo

Für eine einwandfreie Funktion des Suchlaufes sind folgende Punkte von besonderer wichtigkeit:

1 Zustand der ECL 80,  diese muß auf dem Pentodensystem noch hohe Emission haben.

2 Zustand der EABC80. Das ist auf dem Funke nicht unbedingt meßbar. Ich hatte eine EABC80,

    die im Funke Traumwerte zeigte und trotzdem streikte der Suchlauf mit dieser Röhre.

3  Die bereits von Herrn Oelkers angesprochenen Kondensatoren.

4  Die leichtgängigkeit des Motors und des Getriebes.

5 Der (abgleich)Zustand des Filters IV

Wenn der Motor einmal ausgebaut ist, ist alles halb so kompliziert. Wichtig ist, daß an der Kupplung, die den Motor mit der "Abstimmwelle" verbindet ein Masseband montiert sein kann. Zumindest bei späteren Freiburgmodellen gibt es das. Dieses Masseband ist mit einem kleinen Schräubchen befestigt. Wenn man es übersieht, reißt es beim Wegnehmen des Motors leicht ab. Beim Zerlegen des Motors selbst gibt es dann noch eine Falle. Eines der beiden Zahräder ist radial halbiert. Die beiden Zahnradhälften sind mit einer Feder gegeneinander verspannt. Durch diese Maßname wird das Zahnflankenspiel eleminiert. Beim Auseinandernehmen diese Zahnrades kann die Feder fliegen gehen. Beim Zusammenbau sollte man zwischen die Zahnradhälften einen Hauch Fett geben, und die Feder ungefär so stark spannen, wie diese vorher gespannt war ( eventuell Position der Zahnradhälften markieren). Macht man dann noch Fotos, wie alles zusammengehört, sollte auch diese Hürde zu meistern sein. Das Zerlegen, Reinigen und Zusammenbauen nimmt zwar beim ersten mal relativ viel Zeit in Anspruch, ist aber kein Hexenwerk. Falls auf einer Welle z.B. die Welle des Ankers dünne Scheibchen stecken, müssen diese wieder in exakt der Selben Anzahl pro Seite eingebaut werden. Diese Distanzscheiben bestimmen das Axialspiel und die Lage der Teile.

Die durchrutschende Kupplung für die AM/FM Umschaltung kann mit Moosgummiplatten neu belegt werden. Wenn es bei Ihnen in der Nähe kein Spezialgeschät für Gummiartikel gibt, tuen es zur Not auch Moosgummireifen für Modellautos. Diese sind aber relativ teuer und haben nur geringe ebene Flächen, die sich als Belag eignen. Vor der Demontage der Kupplung sollte die Position dieser Duplexkupplung auf der Welle markiert werden.

Viel Spaß beim weiteren Vorgehen  insbesondere beim Auflegen der Beiden Skalenzüge ;-))

wünscht

Marc Goeritz

 

Jochen Amend
04.Jan.07
  18

Hallo Herr Göritz,

mit Ihren Reparaturtips sollte ich den Motor zerlegen und wieder zusammenbauen können. Vielen Dank! Ich werde auf alle Fälle jeden Schritt per Foto dokumentieren und hier mit einbringen.
Die genannten Röhren werde ich auf alle Fälle gegen andere zur Probe austauschen. Die Kondensatoren werde ich auch vorsorglich wechseln. Wenn diese Geschichte wieder läuft, gehts an den Empfang. Ein bischen hab ich schon auf allen Bändern, ist aber noch sehr verzerrt und schwächelt.
Die Skalenseile... ohja... bei einigen Freudenstadtmodellen habe ich schon neue Seile aufgezogen. Davor fürchte ich mich eigentlich nicht mehr... ;O)
Allerdings bin ich ab Samstag dem 6. Jänner eine Woche ausser Landes. Da hat dann das Chassis Ruhe vor mir. ;O)
Aber danach gehts weiter und ich werde diesen Thread auch bis zum Ende weiterführen.

Herzliche Grüße in die Runde,

Jochen

Jochen Amend
22.Jan.07
  19 Hallo liebe Radiofreunde,
melde mich wieder zurück! Und zwar mit folgenden Messungen der Kondensatoren C132 (0,4µF) und C135 (0,35µF) Für den Motor des Sendersuchlaufes. Wie sind Eure Meinungen hierzu?

C132: Soll 0,4µF ist 0,38µF




C135: Soll 0,35µF ist 0,343µF




Grüße,
Jochen

Folgende, sehr gute Reparaturhinweise kamen von weiteren Mitgliedern:

Hallo Herr Amend !
Das Problem der alten Cs ist die Isolation und der Verlustwinkel !
Das können Sie so nicht messen !
Genauso könnten Sie auch einen Zollstock nehmen und die Länge
nachmessen; die dürfte auch noch stimmen ;-)
Nur bei ganz primitiven Multimetern, bei deren Kapazitätsmessung der
Verlustwinkel den angezeigten Kapazitätswert (meist nach oben)
beeinflusst, stellt man gelegentlich fest, dass besonders schlechte Cs
mit einem zu hohen Kap.Wert angezeigt werden. Diese messen einfach den
Blindwiderstand bei einer bestimmten Frequenz; und aus diesem Blindwid.
wird dann ein (niedrigerer) Scheinwiderstand, der stattdessen
fälschlicherweise angezeigt wird. Die rein kapazitive Komponente aber
bleibt schließlich in aller Regel erhalten, da ja niemand die Beläge
kleiner gemacht oder ihren Abstand zueinander geändert hat. Die
Kapazität könnte sich somit nur durch Änderung der
Dielektrizitätskonstante des Dielektrikums ändern.
Herzliche Grüße !
Burkhard H.

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Hallo Jochen,

hätte noch eine sichere Prüfweise für die C´s auf meinem Funke W19 gibt es die
Kondensatoren Prüfkarten.

Hier wird mit 250V- Prüfspannung gearbeitet.

Ich wechsle diese Kondensatoren immer aus, aber um die Ästhetik zu bewahren,
kaufe ich im Baumarkt immer ein Plastik Rohr(ca.24mm Durchmesser),
das den selben Durchmesser wie die C´s hat. Dann nehme ich einen 0,4µF/400~
von Pollin, und setze diesen da ein und fülle das Rohr mit dem Kondensator,
mit einer Mischung aus Epoxidharz und schwarzem Mixol aus.

Die Banderole von den C´s lässt sich leicht ablösen, wenn man diese für eine
Weile auf die Heizung legt.


Ich hoffe das ich weiterhelfen konnte!


Noch einen schönen Abend


Henning Oelkers
22.Jan.07
  20

Hallo, Jochen,

ich rate dazu, diese trotzdem zu tauschen! Das Messgerät misst mit einigen Volt, wenn nicht nur gar Millivolt. Im Gerät werden sie jedoch mit mehreren 100 Volt betrieben, dazu fliesst noch ein durchaus merklicher Wechselstrom. Ob sich die Kondensatoren dann auch langfristig so verhalten, wie sie sollen, ist fraglich.

Deshalb unbedingt ersetzen! Bitte Werte genau einhalten, für 0,4 µF z. B. 0,22µF und 0,18µF parallel schalten, für 0,35µ z.B. 2 Stück 0,18µF, oder 0,33µF und 0,022µF. Bitte unbedingt die erforderliche Spannungsfestigkeit beachten!

Viel Erfolg!

Gruß aus Berlin,

Henning

Jochen Amend
01.Feb.07
  21

Liebe Sammlerfreunde,
nachdem ich sehr stark beruflich eingespannt war, nun hier die Fortsetzung meiner Bemühungen. Die beiden Kondensatoren habe ich ausgelötet und zunächst provisorisch folgende Schaltung eingelötet:
Anstatt dem 0,4  µF, 370V~ habe ich 2x 0,22µF 600V~ parallel, und
anstatt dem 0,35µF, 500V~ habe ich 2x 0,68µF 400V (gleichsp.) in Reihe eingelötet.
Der Automatikmotor tat das Gleiche wie mit den alten Originalen. Nämlich er tat als wolle er. Wenn ich manuell gegen die Automatik drehe, merke ich, dass der Motor dagegenhält. Auch läuft er mit manueller Hilfe langsam an.
Der Einsatz einer nagelneuen EABC 80 und einer nagelneuen ECH 81 brachte auch keinen Unterschied. Stromlos dreht sich der Abstimmknopf schön leicht.
Zu erwähnen sei noch, dass ich auf UKW noch keinen Empfang habe...
Ach... und das Skalenseil ist nun endlich (!) gerissen und ich konnte gleich ein neues aufziehen!



Viele Grüße,
Jochen

 

Habe einen Fehler gemacht:

 

Hallo !
ECL80 mal gegen eine NEUE ersetzen .... warum ECH81 ?
Die Penthode ist gerne platt.
Grüße !
Burkhard

Jochen Amend
02.Feb.07
  22 So, ich habe mal eine neue ECL80 eingesetzt. Es ergab eine geringfügige Verbesserung. Aber so richtig dreht der Motor noch nicht. Weiss jemand die Spannungen, wie von mir in Post 14 gefragt? Was könnte ich noch versuchen?
Sämtliche Lager von Skalenseilrädern habe ich mit einer Nadelspitze Nähmaschinenöl leichtgängig gemacht. Eventuell doch den Motor zerlegen? (habe ich mir bisher erspart..)
Viele Grüße,
Jochen
Jochen Amend
02.Feb.07
  23

Hallo !
Schade, das wäre so schön einfach gewesen...
Was passiert denn bei Betätigen der Wippe/Schiebetaste vorn über die
Suchlaufposition hinaus, also beim motorischen Schnellauf ?
Dreht der Motor dann kräftig links- und rechtsherum ?
Das sollte funktionieren. Ansonsten würde ich mir den Kontaktsatz und
auch mal die Endschalter genauestens ansehen. Alle Kontakte wirklich mit
Ohmmeter nachmessen.
Es gab mal einen Freiburg, dessen Ferritantenne penetrant absolut nicht
funktionierte. Der Schalter schaltete mechanisch einwandfrei - aber
nachgemessen, gab es keinerlei Kontakt ! Wer kommt denn schon auf
soetwas ? Ein nachträgliches Einlöten der eigentlichen Kontakte in die
Messingzungen beseitigte diesen Fehler. Die Kontakte der Suchlaufwippe
sehen ähnlich aus....
Herzliche Grüße !

Burkhard

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hi burkhard,

danke dir für deine antwort! also, es passiert folgendes:
beim normalen
suchlauf ist nur ein drehen zu erahnen. und das ruckweise.
beim durchdrücken des sendersuchlaufes gehts "links herum"
einigermassen gut.
also läuft der motor vom rechten anschlag aus gesehen an,
ruckelt aber unterwegs. von links nach rechts über die skala
gehts etwas holpriger. er dreht einigermassen normal an,
bleibt dann aber hängen. wenn ich etwas nachhelfe,
kommt er wieder auf touren, bleibt aber gleich darauf
wieder etwas hängen. interessant ist, dass bei jedem
neuen versuch sich die gängigkeit anders verhält.
mal besser und mal schlechter. ich tippe fast wirklich
auf mechanische blockade in einem lager. mit einer alten
injektionsspritze hab ich alles drehbare leicht und
vorsichtig mit harzfreiem nähmaschinenöl geölt.
auch das brachte eine leichte verbesserung.

mit den besten grüßen

jochen

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Ja, es kann sein, dass die Lagerschilde nicht  exakt positioniert sind oder Rostkrümel dazwischen sind. 
Dann klebt der Anker am Stator - aber nur bei vorhandenem Magnetfeld, dreht also leicht,
wenn stromlos !
Ansonsten könnte 'ruckelig' auch auf schlechte Kontakte deuten - schwanken die Spannungen stark
beim Ruckeln ? Dann Kontakte untersuchen, ansonsten wirklich mal Motor zerlegen.
Bei Montage in's Licht halten. Es muss exakt ringförmiger Lichtspalt zwischen Anker & Stator
sichtbar sein.
Grüße !
Burkhard

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servus burkhard,
die kontakte hab ich gerade noch einmal allesamt abgerieben und
gemessen. die sind gut. danach hab ich die spannungen beim schnellen
suchlauf gemessen. diese schwankt zwischen 118 und 122 volt wenns
ruckelt. also okay denke ich. was mich noch stutzig macht sind die 315V
(mittlerweile 345V) wie in meinem post 14 beschrieben. laut plan dürften
da aber nur 265V anliegen... . das ist wohl der
stator/bzw.erregerwicklung... (stimmt das?)
(die90V sind mittlerweile auch auf 122V gestiegen!)  
auf alle fälle hab ich den motor jetzt zur genauen analyse abgebaut.

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Sind die Spannungen vielleicht einfach seit dem Wechsel der Cs höher ? Das könnte gut sein.
Die eine Wicklg bekommt auch mit einer guten ECL 80 mehr als mit einer schwachen.
Wenn die nach dem C-Tausch noch wie vorher waren aber jetzt erst plötzlich höher sind,
dann  mal die anderen Spannungen (Heizg., Anode) im Radio messen, sind die auch höher ?
Dann sollte man mal Netztrafo & Umgebung genau besichtigen - wird der wärmer als vorher ?
Vorsicht - wenn Teil der Primärseite durch zB verbogene Lötlasche am Spannungswähler
kurzgeschlossen, könnte das passieren - aber dann ist der Trafo auch ganz schnell beschädigt.
Grüße !
Burkhard

Jochen Amend
04.Feb.07
  24
Hallo liebes Forum,
ERFOLGSMELDUNG!!!
Die Automatik läuft wieder! Ich werde dazu einen Thread mit dem Namen
saba: 7;Freiburg Automatik in Not...2
eröffnen und verlinken.
Hintergrund ist der, damit dieser Threat nicht zu lange wird und auch Modembenutzer noch einigermassen komfortabel sich hier einlesen können. Der neue Thread ist in Arbeiz.
Bis hierher ein herzliches Dankeschön an alle fleissigen Helfer!!!

Jochen
 
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saba: Saba Freiburg 7-Relais defekt ?
Rainer Bogenschütz
25.Nov.06
  1

Liebe Radiofreunde !

Ich habe ein Problem mit meinem Saba Freiburg 7"automatic".

Seit einiger Zeit habe ich bemerkt das beim Umschalten auf einen anderen Wellenbereich anscheinend das Netzschalterrelais nicht mehr hält, und somit das Radio nicht mehr läuft. Dabei ist das typische Geräusch des Relais zu hören. Das heißt es kommt kein Empfang mehr, die Beleuchtung funktioniert aber. Durch nochmaliges Betätigen der Ein-Aus Taste habe ich dann wieder Empfang und das Geräusch war weg.

Nun ist es so das das Relais die ganze Zeit dieses Geräusch erzeugt, also wie wenn es irgendwie hängen würde. Mit der Ein -Aus Taste konnte ich das Gerät nicht mehr abschalten. Ich mußte den Netzstecker ziehen. Wenn ich den Netzstecker wieder einstecke habe ich dieses Relaisgeräusch dauernd und die Beleuchtung tut. Bei nochmaligem Einstecken kommt das Geräusch aber ohne Beleuchtung. Dann wieder mit Beleuchtung.

Also bei jedem Einstecken wechselnd einmal mit Skalenbeleuchtung und einmal ohne.

Ist hier das Relais kaputt oder gibt es eine andere Erklärung.

Ich hoffe einer von Euch kann mir weiterhelfen.

Viele Grüße Rainer Bogenschütz

 

Martin Renz
25.Nov.06
  2 Hallo Herr Bogenschütz,

haben Sie überprüft, ob die beiden Kontakte des Einschalters Dauerkontakt haben? Dies ist mir einmal bei einem Freiburg 100 passiert, die Symptome waren ähnlich. Der ruhende Kontakt muss dann lediglich etwas nach hinten verbogen werden.
Rainer Bogenschütz
25.Nov.06
  3

Hallo Herr Renz !

Danke für die schnelle Antwort.

Nein, das habe ich noch nicht. Werde mich heute Mittag mal an die Arbeit machen.

Gruß R.Bogenschütz

Rainer Bogenschütz
25.Nov.06
  4

Hallo Herr Renz !

Recht herzlich möchte ich mich für ihren Tipp mit dem Einschaltkontakt bedanken.

Tatsächlich waren die beiden Kontaktzungen zusammen.

Nachdem ich die untere Zunge etwas nach unten gebogen hatte, war mein Freiburg wieder Top in Schuß.

Nochmals Danke

 
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saba: Freiburg Automatic 7 Fernbedienung
Jochen Amend
31.Oct.06
  1

Hallo liebe Radiofreunde,

zum Modell Freiburg 7 Automatic ist unter "Mehr Bilder" eine Fernbedienung für dieses Gerät abgebildet. Ist das wirklich die richtige? Oder gab es verschiedene Fernbedienungen??

Wer könnte mir hier aus meiner Ahnungslosigkeit heraushelfen???

Gruß,

Jochen

Jürgen Stichling
31.Oct.06
  2 Hallo Jochen,

  1. Ich gehe davon aus, dass das Bild die "richtige" Fernbedienung zeigt.
  2. Die Frage ist sehr unkonkret. Besser Sie sagen, welche Infos Ihnen vorliegen, z.B. andere Farbe, andere Form, andere Knöpfe oder fügen ein Bild ein. Danach kann man mehr sagen. Der Hintergrund Ihrer Frage könnte ja auch die FB eines anderen Freiburg Modells sein (die beiden Vorgänger haben jeweils eine ganz andere, bei späteren Modellen gibt es bei gleichem/ähnlichem Design Änderungen der Funktionen)

Viele Grüße
Jürgen
Lars Brötje
01.Nov.06
  3

Hallo Herr Amend,

ein ähnliches Thema wurde hier schon behandelt: Saba Freiburg 7 Fernbedienung

Möglicherweise ist damit Ihre Frage schon geklärt.

Viele Grüße

Lars Brötje

Jochen Amend
01.Nov.06
  4 Hallo Herr Brötje,
vielen Dank! Das hilft mir schon sehr weiter!!!
Beste Grüße,
Jochen Amend
 
Hits: 1957     Replies: 0
saba: Abstimmungsanzeige Saba Freiburg 7
Rainer Bogenschütz
03.Oct.06
  1

Hallo liebe Radiofreunde !

Ich habe einen Saba Freiburg 7 , welcher auch tadellos funktioniert.

Das einzige was mich stört ist , das sich die neue Abstimmungsanzeigeröhre (EM 71)

auch bei den stärksten einfallenden Sendern im unteren Bereich (auf 18.00 Uhr) einfach nicht ganz schließen will.

Gibt es vielleicht irgendwelche Hauptursachen, welche für diesen Fehler in Frage kommen.

mit freundlichen Grüßen R.Bogenschütz

 
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saba: 7; Freiburg Automatic
Wolfgang Romeyke
04.Jul.06
  1 Grüß Gott,ich habe eine Frage an den (oder die?) Automatic Spezialisten: bei meinem Gerät arbeitet die Automatic bei UKW nicht richtig: beim Suchlauf zu niedrigen Frequenzen hin bleibt der Antrieb nur bei enigen Sendern stehen, ohne daß das Halterelais im Anodenkreis der EABC 80 abfällt und der Sender hörbar wird. Bringt man die Schaltwippe per Hand in die Ruhelage, wird ein Sender, scharfgestellt, hörbar.In Richtung zu den höheren Frequenzen arbeitet die Automatic einwandfrei. Verstelle ich den Sender bei eingeschalteter Automatic per Hand, scheint mir die aufzuwendende Kraft für beide Richtungen gleich groß zu sein. Ansonsten bin ich mit dem Gerät nach dem üblichen Kondensator - und einigen Röhrenwechsel sowie Neuabgleich sehr zufrieden. Jetzt habe ich nochmals alle Bauteile um die ECL 80 und EABC 80 kontrolliert und ggfs. ausgewechselt - ohne Erfolg. Versuchsweise habe ich sogar eine ECL 82 eingesetzt, um einen höheren Strom durch den Motor zu bekommen, das brachte aber fast nichts. Da scheint mir irgendein Phasenfehler vorzuliegen, den ich aber nicht erkennen kann. Ich besitze zwar einen Abgleichsender und Oszi, weiß aber leider nicht, an welcher Stelle ich welches Bild erhalten sollte. Ist hier ein SABA Spezialist noch nicht in Urlaub, der mir bitte weiterhelfen könnte? Viele Grüße aus dem Pfaffenwinkel!  Wolfgang
Eike Grund
05.Jul.06
  2

Hallo Wolfgang,
die einfachste Erklärung wäre diese: Der Suchlauf stoppt nicht bei zu geringer Feldstärke des Senders. Was sagt dein Magisches Auge dazu? Fallen die Stationen, die überfahren werden, mit geringerer Feldstärke ein?  
Gruß, Eike

Karl-Heinz Bradtmöller
06.Jul.06
  3 Hallo Herr Grund,
diese Idee hatte ich auch schon. Nur, was in der Beschreibung von Herrn Romeyke auffällt, ist, daß eine deutliche  Abstimm-Richtungsbeeinflussung gegeben ist. Das kann nicht alleine mit dem Sender-Pegel zu tun haben. Dies ist eindeutig ein Fehler im Gerät selbst. Ich tippe auf Asymmetrien in der Ratio-Demodulatorkennlinie, die ist dann eventuell nicht mehr ideal S-förmig. Oder in der Motorsteuerung.
Da ich dieses Gerät bei einem Bekannten mal gesehen habe, aber sonst nicht weiter kenne, kann ich hier leider keinen absolut kompetenten Rat geben. Es gibt nur eine Möglichkeit, den Suchlauf zu testen: Halten Sie mal den Abstimmknopf vorsichtig fest beim Suchlauf und versuchen Sie die, die "Kraft" zu spüren, die auf das Skalenseil wirkt. Ist dies in beiden Abstimmrichtungen rein gefühlsmäßig gleich, fällt die Motor-Skalenseil-Mechanik als Fehlerquelle aus.
Bitte diesen Test mit äußerster Feinfühligkeit vornehmen!
Sie schreiben zwar schon, daß die Kraft zum Verstellen eines eingestellten Senders bei eingeschalteter Automatik  gleich sei, jedoch mal ausprobieren, ob beim Verstellen des Abstimmknopfes um ein klein wenig, der Sender wieder "scharfgezogen" wird. Und dies jeweils in beiden Richtungen. Das müßte dann, wenn der Ratio-Detektor-Abgleich stimmt, mit demselben Effekt möglich sein. Ist dies der Fall und trotzdem ein Stoppen in beiden Richtungen beim Sendersuchlauf unterschiedlich, wird die Fehlersuche etwas komplizierter.

Es grüßt,
Ihr K.-H.B.
Wolfgang Romeyke
06.Jul.06
  4 Hallo Eike / Herr Bradtmöller,
vielen Dank für die Antworten. Die Senderfeldstärke fällt meines Erachtens aus, da der Sender in der "anderen" Richtung einwandfrei gefunden wird. Die Scharfabstimmung funktioniert in beiden Richtungen gut, was ich durch leichtes Verdrehen des Abstimmknopfes getestet habe; nach dem Loslassen wurde sofort exakt nachgestimmt. An welchem Punkt soll ich den Oszi anschließen, um die S - Form der Ratiokurve zu prüfen? Mein Abgleichsender (AS 2 von H&B Grundig) hat keine Anzeige des Wobbelhubs; ist der besonders kritisch? mfg  Wolfgang Romeyke
Karl-Heinz Bradtmöller
07.Jul.06
  5 Hallo Herr Romeyke,
so, wie Sie es schildern, liegt der Fehler etwas komplizierter gelagert.
Wenn Sie es als kleinen Schönheitsfehler betrachten möchten, und die anderen Funktionen nicht beeiträchtigt sind, sowie die Klangqualität nicht irgendwie darunter leidet, würde ich von einem Nachgleich vorerst abraten.
(Fehlerbeschreibung:"Das Gerät integriert nicht richtig in beiden Richtungen die Feldstärkefunktion.")

Leider keine bessere Nachricht,
trotzdem beste Grüße, Ihr K.-H. B.

P.S.: Hatte mal einen Görler-Selbstbautuner, dieser besaß 2 Meßinstrumente, eines für Ratio-Mitte und eines für Feldstärke.
Hier zeigte die Nadel für Feldstärke beim Rausdrehen des Senders, wenn also Ratio-Mitte verstellt war, noch einen Zuwachs an. (Immer in eine Richtung.)
Dasselbe oder ein ähnliches Problem liegt hier wohl vor.
Also, der Kreis oder die Einheit, die die Feldstärke mißt, muß nachgeglichen werden, wenn die Ratio-Mitte und der ZF-Verstärker sonst "steht".

Eike Grund
07.Jul.06
  6 Hallo Herr Bradtmöller, hallo Wolfgang,
mein Hinweis war Unsinn, ich habe zu flüchtig gelesen. Weil aber die Rückstellkraft der Automatic in beiden Richtungen gleich ist, sollte dem Diskriminator nicht zuviel fehlen. Die Spannung, die zum Abfall des Relais führt, ist (soweit ich das kapiert habe) nur von der Amplitude, also Feldstärke des Senders abhängig und das Maximum scheint ja in der Mitte zu liegen. Wolfgang, Du solltest die negative Spannung bei Senderdurchgang am Steuergitter der Relaisröhre bei rechts und Linkslauf prüfen, die sollte in beiden Fällen gleich und negativ genug - sein.
Für Phasenfehler wäre noch C139 und der anliegende 10K- Widerstand zu prüfen.
Mir fiel noch ein, dass ich mal auf Probleme bei der Justage des Steuerrelais gestoßen bin. Der Anker "klebt" durch Magnetisierung. Die Justage muss sehr exakt eine in beiden Richtungen gleiche Kraft auf den Anker gewährleisten. Die Steuerwippe ist auch für Überraschungen gut.
Viele Grüße, Eike Grund
Wolfgang Romeyke
10.Jul.06
  7 Hallo Eike, vielen Dank für den Tip. Ich habe mit der Antwort ein paar Tage gewartet, da ich noch auf weitere Tips gehofft hatte. Noch eine Frage zum Abgleich mittels Wobbelgenerator und Oszi: wo sind die optimalen Meßpunkte? Ist die Verwendung eines 1: 10 Meßkopfes sinnvoll oder besser Ankopplung über einen Kondensator oder dierekt? Inzwischen habe ich das Gerät wieder in die Reparatur - Warteschlange eingereiht und mich einem SABA Freiburg W II zugewendet; da geht es um Einiges einfacher zu. Was mich hier wundert ist, daß 3 Röhren innerhalb eines Jahres bei wenig Nutzung mehr oder weniger ausgefallen sind. Sie liegen jetzt so um 30 - 40 % Emmission; beim Einbau waren es über 100 %. mfg  Wolfgang.
Eike Grund
13.Jul.06
  8 Hallo Wolfgang, bzgl. des Wobbelns siehe bitte Seite 149 im Buch, Ratioelko ablöten nicht vergessen. der Tastkopf wird direkt angeschlossen.
Das mit den Röhren wundert mich, hast Du evtl. Billigmarken gekauft?
MfG, Eike
 
Hits: 3081     Replies: 0
saba: 7; Freiburg Automatic
Eike Grund
04.May.06
  1

Reparaturmaßnahmen zur SABA Automatic Steuerung

 
Hits: 1722     Replies: 0
saba: 7; Freiburg Automatic
Rainer Bogenschütz
18.Apr.06
  1 Hallo liebe Radiofreunde ,

suche für meinen Saba Freiburg 7 immer noch vergeblich nach den Drehknöpfen für die Senderwahl bzw. Lautstärkeregelung. Weiß vielleicht jemand eine Adresse außer Ebay, wo ich eventuell solche Knöpfe bekommen kann.

mit freundlichen Radiogrüssen

Rainer Bogenschütz
 
Hits: 4083     Replies: 2
saba: Bez.Fernbedienung Freiburg 7
Rainer Bogenschütz
05.Mar.06
  1 Hallo liebe Radiofreunde !

Ich suche immer noch eine Kabelfernbedienung für meinen Saba Freiburg 7.
Nun werden ab und zu bei Ebay welche angeboten , welche meistens aber für spätere Nachfolgermodelle sind. Kann mir jemand sagen wie die exakte Bezeichnung der originalen Fernbedienung des Saba-Freiburg 7-automatic lautet.

Vielen Dank
Lars Brötje
07.Mar.06
  2 Hallo Herr Bogenschütz,

die Bezeichnung für die Fernbedienung zum Saba Freiburg 7 bis Freiburg 9 ist Fernsteuerung 2007.
Da diese Bezeichnung jedoch nicht aufgedruckt ist und teilweise bei ebay auch Saba Fernbedienungen unter falschem Namen angeboten werden, können Sie beim Modell Freiburg 8 hier im rm.org ein Bild finden, beim Modell Freiburg 9 eine Original Werbeanzeige zur 2007, und, wichtig zum Vergleich, beim Freiburg 125 ein Bild der für den Freiburg 7 nicht geeigneten RS125. 

Viele Grüße

Lars Brötje
Rainer Bogenschütz
08.Mar.06
  3 Hallo Herr Brötje !

Danke für Ihre Antwort.
Jetzt kann ich gezielter suchen.

mfG

R.Bogenschütz
 
Hits: 5016     Replies: 4
SABA Freiburg 7 motor problem
Serge Roch
01.Mar.06
  1 Dear Members,

After a SABA Meersburg 7 in perfect working condition, I just bought a Freiburg 7 from the same seller. Before shipping, the radio was checked and everything was working nice.

Unfortunately, when I received and pluged the Radio, I noticed that the automatic search was not working. 
 
To be more precised :

The motor vibrates as usual in automatic position.
When I move manually the tuning knob, it remains in the choosen poisition, on or between stations.
When I push right or left the search button, the squelch is activated, but the motor refuses to move.
The magnetic coil of the searching command does not work, when I push the search button.
All the capacitors and tubes have been repalced, and I have controlled a lot of contacts which seem good.

I have the feeling that it's a really stupid thing to be checked or repaired, but I still did not find it...

Has somebody an idea regarding my problem ?

Thank you in advance for help.

Serge Roch
Ernst Erb
01.Mar.06
  2 Dear Serge
There have been some articles about SABA automatic motor problems, but maybe they are in German or they don't help you. Anyway: If you select SABA and put the start year to say 1953 you see the hitlist with many SABA automatics. If you find an "F" on a line you click the model and on the model page below you then can see the one or different forum texts to the model.

Example in English is on this SABA Bodensee-Automatic 3DS model. It is therefore adviseable to post from the model and not from the board Tipps and Tricks. Then one can find such articles later. But nevermind, the moderator will change if it proceeds positively.

Can you look up also your model and perhaps - Google-translate some of the articles there regarding your problem (e.g. motor capacitors)? You find also repair tips on Freiburg Automatic 7 in the "technical documents" (sch4) - but it is in German.

Good luck!

In case you don't get good technical answers here please tell me later and I will translate your post for you to be seen by more members.
Serge Roch
01.Mar.06
  3 Dear Ernst,

Thank you so much for your message, and your help.
I will do so and keep you informed.

In the meantime, if a SABA specialist located in Switzerland comes at your ears, do not hesitate !

Kindest regards,
Serge
Serge Roch
02.Mar.06
  4 Dear Ernst,

The miracle has happened.
After hours of searches, a technician not involved in SABA but very clever has found the solution to my motor problem.

Two resistors in relation with the EABC80 tube were in body contact, which caused a short cut.

As usual in such a situation, only an empirical and lucky investigation (touching and shaking a lot of components) permitted to find the origin of this short cut.

No need to say that I'm more than happy. It confirms what I already wrote : this was a real stupid thing. 

Thank you again for your help.

Serge



Ernst Erb
03.Mar.06
  5 Dear Serge
Yes, this is a typical error after a set having been shaken by a transport.
In this case it seems that you did not do some voltage checking or resistor checking "around" the motor schematic. This is always necessary to asset a problem correctly and in a way that others can help. Well, in this case you were lucky and I'm glad you managed it.

I just looked up your collection but found only one set. Hopefully you will be able to bring in some models which are in your posession but which are not yet in the database. It is simple after clicking "Create new entries" on the Search Page. We try to get more american models and to complete the ones we list which often have very little data :-(

The way is to go to the model and then to click "Add information to model". The blue info buttons also tell you how to proceed in case of uncertainy.
Have a good time.
 
Hits: 3399     Replies: 3
saba: Saba Freiburg 7 automatic -Kabelfernbedienung
Rainer Bogenschütz
17.Feb.06
  1 Hallo liebe Radiofreunde!

Bei Ebay wird eine Kabelfernbedienung RS125 für Freiburgmodelle ab Modell "Freiburg 12"
angeboten. Könnte diese Fernbedienung nicht vielleicht auch an einem Freiburg 7 funktionieren, oder ist dies absolut bautechnisch nicht möglich.

Danke für Eure Hilfe

Rainer Bogenschütz
Marc Goeritz
17.Feb.06
  2 Hallo
Nach einem Vergleich der Schaltbilder beider Fernsteuerungen bin ich zu der Ansicht gekommen, daß ein Umbau theoretisch möglich wäre. Umgekehrt geht das nicht, weil die 125 Fernsteuerung einen Kontaktsatz mehr hat, der beim 7-ner Suchlauf nicht verwendet wird. Prinzipiell müßte man nur den Draht von Pin 19 oder von Pin 22 des Stecker auf Pin 21 umlöten. Dann Kann mit der Taste "Musik /Sprache" auf Sprache und mit der Taste UKW (Pin 22) oder der Taste MW (pin 19) auf Musik umgestellt werden. Ohne dieses Umlöten sollte alles Funktionieren mit der Ausnahme, daß mit der Musik/Sprache Taste nur auf Sprache umgestellt werden kann. Auf Musik kann man ohne Umbau nicht mehr zurückschalten. Ob SABA zwischenzeitlich den Stecker abgeändert hat weis ich leider nicht. Ich habe weder eine 7-ner noch eine 125-er Fernbedienung.
Auch wenn dier Umbau kein Problem ist und alles funktionieren sollte rate ich trotzdem von einem Umbau ab. Bei ebay wird sicher auch mal wieder eine Fernbedienung zum Freiburg 7 auftauchen.
mit freundlichen Grüßen
Marc Goeritz
Rainer Bogenschütz
18.Feb.06
  3 Hallo Marc !
Danke für deine ausführliche Erläuterung.
Ich denke ich werde deinen Rat befolgen, und warten bis die geeignete Originalfernbedienung für den Freiburg 7 im Ebay auftaucht.Alles andere wäre nur Bastelei. Leider sind die Dinger ziemlich rar und begeehrt.

Vielen Dank für deine Mühe

Gruß Rainer Bogenschütz
Lars Brötje
18.Feb.06
  4 Hallo Herr Bogenschütz,

wahrscheinlich war es nur ein Tippfehler, aber die Fernbedienung RS125 ist nicht erst mit dem Freiburg 12, sondern mit allen Röhren-Freiburg ab Nr. 125 einsetzbar.

Viele Grüße
Lars Brötje
 
Hits: 5098     Replies: 25
saba: SABA Freiburg 7 Automatic
H. P.
25.Nov.03
  1

Hallo zusammen,

habe seit Jahren ein Problem mit meinem Saba Freiburg. Dieses Problem tritt nur sehr selten einmal auf, meistens in der ersten halben Stunde des Betriebs. Und zwar wird das Radio dann unvermittelt leiser, aber nicht schlagartig, sondern es dauert ca 8 bis 10 Sekunden, ehe der Ton komplett weg ist. Dann kann man die Lautsärke auch auf max. drehen, ohne wirklich etwas zu hören. Es dauert dann so 30 bis 120 Sekunden bis der Ton wiederkommt, auch dies dauert dann wieder einige Sekunden, bis die eingestellte Lautstärke wieder erreicht ist.

Das Radio war vor zwei Monaten bei einem Radio- und Fernsehhtechniker, der sich mit Saba-Automatics gut auskennt, zur Generalüberholung. Bei ihm ist das Problem selbstverständlich nicht aufgetreten (na klar, Vorführeffekt !). Alle gemessenen Spannungen waren OK.

Es klingt ungefähr so wie die Stummschaltung, die man durch teilweises Durchdrücken der AN/AUS-Taste erreicht. Das Radio benutze ich übrigens mit Fernbedienung. 

Ich vermute nun, daß eine Röhre getauscht werden muß. Aber welche ? Da ich von dieser hochkarätigen Automatic keine Ahnung habe, bitte ich hier um einen Tipp.

Gruß

Holger Pflug

 

 

 

Werner Schaffner
25.Nov.03
  2

Hallo Herr Pflug,

ich kenne die Schaltung etwas von einem Freiburg 125. Sollte es wirklich die Stummschaltung sein, könnte man das am Steuergitter der NF Vorstufe messen. Sie wird aber nicht direkt durch die Motorautomatik gestetz, sondern durch die Kontakte der Schalter im Radio oder in der Fernsteuerung. Nur mit diesen Schaltern wird die Stummschaltung gesetzt, bis sie beim Erreichen eines starken Senders wieder zurückgesetzt wird. Die justierung dieser Kontakte ist wichtig für den zuverlässigen Betrieb der Automatik. Um das Problem einzugrenzen würde ich die Fernsteuerung einmal weglassen, und auch beobachten ob der Effekt auch nur beim Betrieb der NF Stufe auftaucht.

Übrigens: Wenn Sie Leute kennen, die solche Schaltungen reparieren und einstellen können, wäre deren Name und Adresse eventuell auch für andere Mitglieder interessant.

Viel Spass beim weiteren Vorgehen. Beim Beobachten des Verhaltens haben Sie ja wunderbare Unterhaltung mit dem Röhrenklang.

 

Werner

Günther Hellauer
28.Nov.03
  3

Hallo zusammen,

ein Vorschlag zur Behebung des Problems: Wie lange dauert es denn nach Betätigung der Suchlauftaste am Gerät oder der FB bis das Gerät wieder auf volle Lautstärke kommt? Im Maximalfall darf dies 2 Sekunden sein. Das Problem ist folgendes: Alle noch so versierten Rundfunk(fach)werkstätten, wenn sie auch auf Röhrengeräte eingearbeitet sind, tauschen zum sicheren Betrieb eines Gerätes meist nur Hochvolt oder Koppelkondensatoren aus. Die Freiburgs (vornehmlich die Geräte bis zur Serie 100) haben aber leider die SABA-eigenen Papierkondensatoren (Glasröhrchen mit lolafarbenem Etikett und 125 Volt Prüfspannung) welche auch im Niedervoltbetrieb manchmal enormen Leckstrom ziehen können. Gerade zwei solcher Prachtexemplare befinden sich in der Stummschaltung (2x 50nF, links unter der Pertinax-Lötleiste am Chassis neben dem Sprache-Musik-Relais). Es kann durchaus passieren, dass einer (oder beide) kurzzeitig zu hohen Leckstrom ziehen (kann beim Einschalten oder unmittelbar danach geschehen) und das Radio fast stumm schalten. Ähnlich dem Vorgang beim Suchlauf. An der FB liegt dies nicht. Die hat mit dem Betrieb des Gerätes gar nichts zu tun; in ihr sind nur die gleichen Wippenelemente wie am Gerät selbst, verlängert durch Kabel. Es dürfte keinen Unterschied machen, ob sie angeschlossen ist oder nicht.

Nichts für ungut wenn ich manchmal Rundfunkfachwerkstätten etwas hart angehe. Es geht um Gewinnoptimierung, d.h. auch das Prinzip der Wirtschaftlichkeit muss gewahrt werden. Eine komplette Revision eines Freiburgs kostet ein kleines Vermögen; eine Reparatur ist meist billig. Zudem gibt es wenige Experten auf dem Gebiet.

Noch ein Tipp: Zum "Dauerbetrieb" unbedingt alle 3 (!) Motorbetriebskondensatoren gegen identische Werte (!) austauschen lassen. Zwar ist der Freiburg-Motor (und der Meersburg) der 7er Serie einer der robustesten, dennoch werden des der Gleichrichter und der Trafo danken, wenn nicht zu hoher Anodenstrom fließen muss!

Was war's

Günther

H. P.
22.Jun.04
  4

Hallo zusammen,

bin heute nochmals an dieses Radio, mit dem mich wegen seiner Komplexität und Fehleranzahl fast eine Art Haßliebe verbindet, rangemacht. Der Fehler mit der Stummschaltung besteht nämlich noch immer.

Ich hatte bereits vorher die von Herrn Hellauer erwähnten C´s in der Stummschaltung getauscht, vorsichtshalber auch die beiden kleinen Elkos 2uF, die dabeistehen.

Das Merkwürdige ist, daß die Anodenspannung der EF86 viel zu hoch ist. 114 V min. bei Hörbetrieb und bis zu 200 V max. bei Bedienen der Abstimmung. Sie sinkt nie auf die angegebenen 70 V. Auch die Spannung beim Gitter 2 liegt zu hoch: 67 V bei Hörbetrieb und 76 Volt bei Abstimmung.

Beim selbstständigen Leiserwerden steigen die Spannungen dann auch auf diese Werte, wohlgemerkt ohne Betätigung der Abstimmung.

Da auch das Gitter 2 der EBF89 auch vom Speisepunkt 3 versorgt wird, habe ich da auch nachgemessen: 76 V statt der angegeben 40 V.

Hat jemand eine Idee, was ich noch probieren könnte ?

Holger Pflug 

Hans Kamann
22.Jun.04
  5 Wenn die anodenspannung zu hoch ist, kann es nur an einem zu geringen anodenstrom liegen. Der Fehler sollte in der ansteuerung der EF86 gesucht und gefunden werden.
Andreas Steinmetz
23.Jun.04
  6

Guten Abend,

ich habe vor einiger Zeit einen Freiburg 11 restauriert und bin auf zwei unerwartete Fehler gestoßen. 1. Pertinaxbrand an Röhrenfassungen und im Tastenaggregat. Diese Fehler scheinen Serienfehler zu sein. 2. Nach ewigem Suchen stellten sich die beiden (!) EF86 als Ursache für unregelmäßige Kracherscheinungen und extreme Unstabilitäten heraus, und zwar eindeutig! Ich konnte es selber kaum glauben, und der Fehler war auch nicht mit einem Röhrenprüfgerät zu verifizieren. Aber als ich die beiden Telefunken-Röhren gegen zwei Valvos austauschte, war der Spuk augenblicklich vorbei. Ich halte wenig von Pauschalurteilen, aber die Werkstatt-Fachleute sagten schon immer das, was die High-Ender heute gar nicht gerne hören wollen: Telefunken muß nicht unbedingt das beste Fabrikat sein!
Ich bin gespannt, ob Sie das nach dem Test an Ihrem Gerät bestätigen können...

Andreas Steinmetz

H. P.
23.Jun.04
  7

Hallo Herr Steinmetz,

die EF86 hatte ich auch schon im Verdacht (ist eine Valvo), leider habe ich keine hier herumliegen, die kommt ja doch eher selten vor. Muß also mal eine besorgen.

Aber finden Sie es nicht auch seltsam, daß die EBF89, die vom selben Speisepunkt versorgt wird, auch zuviel bekommt ?

Hallo Herr Kamann,

was meinen Sie genau ? Die vor den Gittern stehenden R´s und C´s ?

Gruß

Holger Pflug

Hans Kamann
25.Jun.04
  8

Hallo Herr Pflug,

ich würde das wie folgt machen: den Gitterkondensator an G1 der EF86 einseitig ablöten, das Gitter erhält nunmehr keine NF Ansteuerung mehr. Dort müssten Sie jetzt ca. -1 bis ca. 0V messen können. Wen Sie mit der Prüfspitze auf das Gitter kommen, haben Sie dann ein lautes Brummen ? Ist das der Fall, sollte Ihre Suche in die entgegengesetzte Richtung gehen.

Ist kein Brummen zu hören würde ich mit dem Voltmeter ( Wechselstrom, 200V Messbereich ) zwischen G1 der EF86 und der Heizung "messen". Dies führt dazu, dass Sie die 50Hz auf das G1 übertragen ( via Voltmeter). Hören Sie jetzt ein Brummen ? Es geht auch mit einem 100k Widerstand. Ich habe bisher immer dazu die Netzspannung benutzt, in einem kürzlichen Thread hatte Herr Knoll einen Vorschlag mit der Heizspannung gemacht, ist m.E. ungefährlicher.

Ist immer noch nichts zu hören müssen Sie hinter der EF86 suchen, ich würde jetzt das gleiche an der EC92 machen, die treibt ja die Endstufe. Also C87 einseitig auslöten und das Gleiche machen. Was passiert ?

Gruss

 

H. P.
25.Jun.04
  9

Hallo Herr Kamann,

ich habe mal genau nachvollzogen, was Sie geschrieben haben. Der Test an der EF86 führt zu markerschütterndem Brummen. Ich habe es auch bei der EC92 probiert. Auch hier brummt es, aber nicht so laut.

Das Symptom tritt ja auch nur selten auf: das Radio wird leiser, ohne daß ich irgendwas mache. Daß es die Stummschaltung ist, sehe ich schon daran, daß die Anodenspannung der EF86 noch weiter, nämlich bis knapp über 200 Volt steigt, wenn die Lautstärke absäuft. Genau dasselbe passiert auch, wenn ich die Automatic-Abstimmung antippe. Sie sinkt aber nicht bis auf die 70 Volt aus dem Schaltplan ab, sondern nur auf Werte um 110 Volt, mal mehr, mal weniger. Ich habe mal eine andere EF86 (gebraucht) eingebaut, dann ist es etwas weniger.

Und noch andere Spannungen sind echt merkwürdig:

Gitter2 der EBF89: 76 statt 40 Volt

Anode der EC92: 158 statt 136 Volt

Speisepunkt im Schaltplan vor Anode der EF86: 194 statt 182 Volt

Anode der ECL80 (Pin1): 196 statt 175 Volt.

Können Sie damit was anfangen ?

Gruß H.Pflug

 

 

Andreas Steinmetz
25.Jun.04
  10

Hallo Herr Pflug,

aus Zeitgründen kann ich mich hier leider nicht voll einklinken, und bekannterweise verderben ja zu viele Köche auch den Brei. Aber nach dem Gesagten haben wir es hier offensichtlich mit zwei Unstimmigkeiten zu tun, die vermutlich aber nichts miteinander zu tun haben.
1. Die zu hoch gemessenen Spannungen treten ja auch dann auf, wenn das Gerät ordnungsgemäß arbeitet. Deshalb würde ich diese Tatsachen zunächst nicht weiter verfolgen. Gründe dafür könnten neben Bauteileveränderungen und schwachen Röhren auch ganz einfach Meßfehler sein, die z.B. durch Verwendung eines hochohmigen Digitalmultimeters anstelle des vorgeschriebenen Meßgerätes mit Innenwiderstand 20kOhm/V automatisch entstehen können. Interessant wäre aber die Kontrolle der im Netzteil an der Automatik-Hilfswicklung erzeugten negativen Vorspannungen. Der zugehörige Gleichrichter Gr.2 (Selen) ist bei Saba mitunter defekt. Sollte er z.B. durch Ihren Restaurator durch eine Si-Diode (ohne notwendigen Reihenwiderstand) ersetzt worden sein, dann sind alle Vorspannungen zu groß, und alle Röhren, die davon im Arbeitspunkt eingestellt werden, ziehen zu wenig Strom. Aber überbewerten darf man den Effekt auch nicht.
2. Der entscheidende Hinweis für den Fehlerfall ist das Zurückgehen des Anodenstromes der EF86, als ob man das im Automatikbetrieb absichtlich machen würde. Also muß dann nach Ihren Meßwertangaben die Gittervorspannung zu stark negativ geworden sein. Wenn die EF86 als Ursache ausgeschlossen ist, dann sind hauptsächlich alle Bauteile zu kontrollieren, die die Sperrspannung aufbauen und letztlich über R64 einspeisen. Auch Schaltkontakte sowie die Kondensatoren C80 und C115 könnten in Frage kommen. Durch das vorübergehende Abklemmen z.B. von R63 oder R64 könnte man den Fehler leicht einkreisen.

Tschüß

Andreas Steinmetz

H. P.
28.Jun.04
  11

Hallo Herr Steinmetz

Zu 1) Der winzige Selengleichrichter ist tatsächlich noch original. Die Spannungen nach der Hilfswicklung habe ich wie folgt gemessen: -17,1 Volt statt -16 Volt am ersten Elko, -9,2 Volt statt -7,5 Volt am zweiten Elko und -1,5 Volt statt -1,1 Volt nach dem 500 K. Die letzten beiden Werte scheinen mir etwas zu hoch, sollte ich die 25 K und 500 K mal tauschen ? Ich habe die Werte auch mit einem alten Analogvoltmeter mit 20KOhm/Volt nachgeprüft, da ändert sich nichts.

Zu 2) Nachdem ich die EF86 mal durch eine andere (ebenfalls gebrauchte) ersetzt hatte, sank die Spannung an der Anode bis auf etwa 100 Volt ab. Den C80 mit 25n habe ich mal ausgetauscht (war so ein lilafarbiger Papierkondensator-SABA !), der hatte mittleweile knapp über 40n und einen deutlichen Feinschluss, auch dies zeigte das Analoginstrument deutlicher an, als das Digitalmultimeter. Den C115 habe ich als Prophylaxe auch mal getauscht, auch wenn ich nicht kapiert habe, was der dabei macht.

Seitdem ist der Fehler nicht mehr aufgetreten, habe inzwischen über 3 Stunden mit dem Ding gehört. (Meine Frau guckt Fußball, auch Tschechien-Dänemark) und ich bastle, verkehrte Welt ?

Auf jeden Fall prüfen will ich auch noch die Schaltkontakte S12 und S13, die ja für die Stummschaltung verantwortlich sind. Vielleicht gibt es auch hier einen kleinen Schluss. Und die EF86 will ich auch ersetzen. Wenn ich beides gemacht habe, schreibe ich weiter.

Danke und Grüße

Holger Pflug

H. P.
02.Jul.04
  12

Hallo allseits !

So, das Problem mit der Stummschaltung ist behoben. Die Schaltkontakte sind gereinigt. Der Fehler ist nich mehr aufgetreten, ich denke, der C80 war der Übeltäter. Das Radio spielt jetzt richtig gut. Ich habe es gestern geschlagene 5 Stunden laufen lassen, bis selbst das Holzgehäuse warm wurde (Griechenland-Tschechien stilecht auf MW, weil keine erreichbarer Sender es auf UKW übertrug)....perfekt...DENKSTE !

Denn kaum hatte ich das Gerät abgeschaltet, ergab sich im Lautsprecher ein ganz leiser Brumm, nur hörbar über den dicken Baßlautsprecher. Meine Frau hörte das, ich nicht sofort, erst bei direktem Kontakt mit der Schallwand. Ein Brumm bei ausgeschaltetem Radio ? Der ging auch nach einigen Minuten nicht weg, so daß ich sicherheitshalber den Netzstecker gezogen habe. 

Was kann das noch sein ? Ich will heute mal mit dem Voltmeter an der Zusatzlautsprecherbuchse messen, ob sich da eine Wechselspannung ergibt. Wenn ja, wo könnte die herkommen ?

Gruß

Holger Pflug

Michael Seiffert
02.Jul.04
  13

Der Trafo 2 im Netzteil, der zur Versorgung des Einschaltrelais dient, hängt primärseitig immer am Netz, wenn ich die Schaltung richtig lese. Der" Netzschalter" des Gerätes schaltet die Sekundärspannung dieses Trafos auf das Relais was dann zieht und den Trafo1 mit Strom versorgt. Der Brumm könnte daher rühren als rein akustische Kopplung, also Gehäuseresonanz. Mal vorsichtig den Kopf hinten reinstecken und lauschen. Wenn der Brumm von dem Kernpaket herrührt, macht das nichts. Ist das aber nicht die Ursache, müsste man dem Übel wohl messtechnisch auf den Grund gehen.

M . Seiffert

H. P.
04.Jul.04
  14

Hallo Herr Seiffert,

zunächst vielen Dank für Ihre Antwort, die mir wieder mal zeigt, wie ungemein aufwendig dieses Radio hergestellt wurde. Allein, leider ist dies nicht der Fehler. Ich habe folgendes gemacht, um das abzutesten: an die Buchsen für den Zusatzlautsprecher habe ich einen solchen angeschlossen, und dann den dafür an der Rückwand vorhandenen Schalter umgelegt. Damit hörte der Gehäuselautsprecher mit dem Brummen auf und der Zusatzlautspecher begann damit. Also muß es sich doch um einen elektronischen Fehler handeln. Überdies hatte ich vorher die 4 Chassisschrauben um je 2 Windungen gelöst, um Chassis und Gehäuse stärker voneinander zu entkoppeln.

Langsam macht das Gerät graue Haare, ach was, habe eh´ nicht mehr viele...

Gruß aus Nettetal

Holger Pflug

Michael Seiffert
04.Jul.04
  15

Überprüfen Sie doch bitte, ob nach dem Ausschalten der Trafo1 wirklich stromlos ist. Der Netzschalter, der mit Hilfe des Trafo2 das Einschaltrelais mit Strom versorgt, ist nämlich mit dem Stummschaltkontakt gekoppelt. Nicht, daß Sie beim vermeintlichen Ausschalten das Gerät über S12 nur stummschalten weil das Relais L46 hängt und Tr1 unter Strom bleibt und somit das ganze Gerät noch unter Spannung steht. Dann hören sie natürlich noch einen geringen Restbrumm im Lp nach dem Stummschalten.

Viel mehr Möglichkeiten gibt es eigentlich nicht. Das Gerät steckt doch mit dem Antenneneingang nicht etwa an einer Gemeinschaftsantennanlage, da können durch Erdschleifen uä. die tollsten Effekte auftreten.

M. Seiffert

H. P.
21.Oct.04
  16 Hallo Herr Seifert, hallo Forum,

bitte um Entschuldigung, daß ich in dieser Sache länger nichts mehr von mir hören ließ, aber das Radio steht nicht in meiner Sammlung, sondern in einem Wohnraum, sodaß ich es nicht beliebig oft öffnen kann.

Also, das Relais L46 zieht und öffnet anstandslos. Wenn es öffnet, sinkt die Spannung am Plus-Ausgang des Gleichrichters auch wie erwartbar nach etwa 2 Minuten auf 0 ab. Das gerät ist dann also tatsächlich ohne Spannung.

Dennoch ist der Brumm im Lautsprecher weiter da. Ich habe mal am Zusatzlautssprecherausgang gemessen. Da ergibt sich bei Betrieb eine Wechselspannung von minimal 4,5 mVAC bei zugedrehtem Lautstärkeregler, bei AUS noch 1,5 mV und erst beim Herausziehen des Netzsteckers sinkt die Spannung sofort auf 0,0 Volt ab.

Was nun ?

Viele Grüße aus Nettetal nach Leipzig

Holger Pflug

Michael Seiffert
22.Oct.04
  17 Hallo Herr Pflug!

Da werden wir den Fehler wohl langsam einkreisen müssen. Zuerst alle ev. Anschlüsse wie Außenantenne, Fernbedienung, ev. Erdanschluß entfernen. Bringt das nicht, geht es weiter mit dem Netzanschluß, hat das Gerät bei der Generalüberholung  etwa ein neues 3 adriges Netzkabel mit Schukostecker bekommen? Was passiert, wenn die Netzsicherung ( Si1/2) entfernt ist, ist dann Ruhe oder ist der Brumm noch da?
Wenn die Sachen geklärt sind, sehen wir weiter.
Grüsse!
M. Seiffert
H. P.
22.Oct.04
  18 Hallo Herr Seiffert,

vielen Dank für Ihre Hilfe

Also, das Chassis liegt jetzt bar aller Anschlüsse vor mir auf dem Arbeitstisch. Die Netzleitung ist in der Tat mal erneuert worden, allerdings mit einem üblichen 2-adrigen Kabel. Ein Schukostecker ist trotzdem dran.

Mit entfernter Sicherung ist der Brumm tatsächlich weg, ich habe dann mit isolierter Zange die Sicherung an den Halter gebracht, und prompt war er wieder da. Es ist dabei zu beobachten, daß beim Einsetzen der Sicherung in den Halter winzigste Fünkchen zwischen Halter und Röhrchen springen. Können Sie damit was anfangen ?

Gruß

Holger Pflug

Michael Seiffert
22.Oct.04
  19 Messen Sie mal am dicken Netztrafo zwischen Anfang und Ende der Primärwicklung, also Ausgang Spannungswahlschalter und trafoseitiges Ende der Netzsicherung, da darf bei Stellung Aus (Rel. L46 nicht gezogen) keine Netzspannung liegen. Wenn doch ev. Kriechstrom über Spannungswahlschalter und oder Relaiskontakt. Auch C97 5nF und C96 5nF mit Feinschluß kommen in Frage. Sie können auch mal den Netzstecker ziehen und zwischen dem Sicherungshalter netzseitig bei entfernter Sicherung und den Kontakten des Netzsteckers mit dem Ohmmeter messen, da darf keine Verbindung sein, auch nicht hochohmig.
H. P.
23.Oct.04
  20 Hallo Herr Seiffert,

die beiden Kondensatoren hat schon ein Vorbesitzer entfernt, und keine neuen eingesetzt. Ich habe nun die Verdrahtung an der Platine hinter dem Trafo1 genau angesehen und dabei festgestellt, daß die dem Schaltplan hier bei rm.org nicht enstpricht. Außerdem funktioniert auch UKW jetzt aus irgendeinem Grunde nicht mehr, weswegen ich das Gerät jetzt zu einem Saba-Experten in der Bekanntschaft geben werde. Das ist für einen Amateurbastler denn doch zuviel. Wenn ich die Fehlerursache(n) kenne, werde ich es hier hereinschreiben.

Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe.

Holger Pflug
Michael Seiffert
23.Oct.04
  21 Hallo Herr Pflug!

Ist kein Thema, ich respektiere Ihre Entscheidung, das Gerät in die Hände eines fachlich versierten Radiofreundes zu geben. Das ist allemal besser, als wenn jemand seine Grenzen nicht kennt und durch falsch verstandenen Eifer dann mehr Schaden als Nutzen entsteht. Ein solches Beispiel hatten wir ja leider schon hier im RM.
Wenn es sich machen läßt, schauen Sie doch Ihrem Bekannten bei der Reparatur über die Schulter, dann haben Sie mehr davon. Erstens ein hoffentlich bald spielendes Radio und zweitens was dazugelernt bei der Fehlersuche.
Lassen Sie sich trotzdem nicht entmutigen, vor einem solch komplexen Gerät zu kapitulieren, ist für einen "Amateurbastler" wirklich keine Schande!

Freundliche Grüsse!
M. Seiffert
H. P.
27.Oct.04
  22 Hallo Herr Seiffert,

war nun also beim Radiotechniker und habe das Gerät vorgeführt. Der hat für die Fehlersuche auch über eine Stunde gebraucht, ihn aber dann doch gefunden:
Die Trafos 2, 1 und 3 sind alle übereinander gebaut, 2 und 1 über dem Chassisblech, 3 darunter. Da sie gleichgerichtete Magnetfelder haben, streut der Tr2 über Tr1 in Tr3 einen Brummton ein, der dann auch im LS erscheint. Nimmt man Tr2 ab und hält ihn waagerecht statt senkrecht, ist der Brumm weg.

Da wäre ich nie und nimmer alleine drauf gekommen, ist ja auch mehr ein elektromagnetischer als ein elektronischer Fehler.
 
Nach allem ist das Radio jetzt hoffentlich defektfrei, hoffen´wer´s Beste !

Holger Pflug
Michael Seiffert
27.Oct.04
  23 Das ist für ein Industriegerät wirklich ein nicht alltäglicher Fehler. Es wäre nun mal interessant zu wissen, ob das ein prinzipieller konstruktiver Mangel ist. Dann müßten ja alle Freiburgs dies Macke haben, was ich nicht glauben kann. Sicherlich ist die räumliche Nähe des Ausgangstrafos zum Netzteil nicht gerade glücklich gewählt.
Vielleicht melden sich mal andere Besitzer eines Freiburg Automatik, ob sie das gleiche berichten können.
Jedenfalls erst mal schönen Dank für die Schilderung der Fehlerursache, da wäre ich von hier aus, ohne das Gerät vor mir zu haben ,auch nicht so ohne weiteres draufgekommen.

M. Seiffert
Karlheinz Fischer
27.Oct.04
  24 Mein Freiburg Automatik 7 hat keinen solchen (Brumm),könnte nicht der Trafo von H.Pflug einen Schluß haben,das er ziemlich stark streut?

Mfg K.H. Fischer
H. P.
28.Oct.04
  25 Hallo Herr Seiffert, hallo Herr Fischer,

tja, ich habe auch sehr gestaunt, als der gute Mann von einem Konstruktionsfehler sprach, und das bei Saba ! Es reicht allerdings schon, den Tr2 loszuschrauben und wenige Millimeter auf der Montageplatte zu verschieben, um den "Brummbär zu töten". An einen Schluß im Trafo glaube ich eher nicht, der hat im Ruhezustand eine Stromaufnahme von etwa 15mA, ein Vergleichsgerät gleichen Typs hatte ebensoviel. Ich habe noch ein Schrottgerät hier stehen, da werde ich wohl den Tr2 mal ausbauen und in mein Stammgerät einsetzen, mal gucken, ob das was ändert. (Im Prinzip ist diese Schaltung ja ein Vorläufer der heute soviel gescholtenen Standby-Funktion moderner Geräte.)

Die Tatsache aber, daß der Experte auch ungefähr 75 Minuten gebraucht hat, hat mein Selbstbewußtsein wieder ein kleines Stück gehoben......lach.

Holger Pflug 
Karlheinz Fischer
28.Oct.04
  26 Hallo Herr Pflug
Mir ist gerade noch eingefallen,ich hatte früher auch einmal an einem  Röhrenradio das Problem mit einem Brumm der vom Netztrafo aus ging.Habe  mit einem Abschirmblech das gut mit Masse(Chassi) zu verbinden ist den Fehler wegbekommen.Vieleicht hilft das Ihnen auch!

Mfg K.H. Fischer
 
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saba: Suchlauf
Marc Goeritz
30.Mar.03
  1 Bei den Schaltpänen zum Freiburg 125 ist eine weitere Reparaturanleitung für den Motorsuchlauf. Dort ist vor allem der Steuermotor besser beschrieben.
 
Hits: 3500     Replies: 3
saba: Reparaturtipp
Marc Goeritz
26.Mar.03
  1 Wenn der Suchlaufmotor nicht mehr richtig "durchzieh",sind die Motorkondensatoren meist die Schuldigen. In der unter Schaltpläne abgelegten Reparaturanleitung zum Suchlauf sind das die Kondensatoren C135 und C132. Durch Alterung verändert sich die Kapazität dieser Bauteile. Vor allem C135, der für eine 90 Grad Phasenverschiebung verantwortlich ist, kommt dann seiner Aufgabe nicht mehr nach. Ein Tausch dieser Kondensatoren und eventuell eine neue ECL80 wirken meist ware Wunder. Bei den Kondensatoren muß unbedingt darauf geachtet werden, daß sie mindestens die Spannugsfestigkeit der originalen haben!
Reinhard Ziegler
15.Dec.04
  2 Sollte bei einem schwachen Suchlaufmotor auch das Wechseln der Cs 132 und 135 sowie der Röhre ECL 80 nicht helfen so kann eine "Motorwäsche" wie in meinem Fall den Fehler beheben:
Mit drei Schräubchen ist der Motor vom Getriebe entfernt. Ein Sprengring und zwei kleine Pertinax-Scheibchen sichern die Rotorwelle, die sich dann in Richtung Getriebe ausziehen lässt (vorsicht, innen ist noch ein Pertinaxscheibchen auf der Welle).
Dieser "Becherrotor" bewegt sich in einem dünnen Luftspalt zwischen Statorwicklung (aussen) und Permanentstator (innen). Flugrost in diesem Spalt sowie verharztes Fett und Rost auf der Rotorwelle wurden entfernt, die Welle aufpoliert neu gefettet und wieder zusammengebaut. Das Motörchen schnurrt wie am ersten Tag.

Gruß

Reinhard Ziegler
Werner Hauf
19.Dec.04
  3 Der Motor muß grundsätzlich zerlegt, gereinigt und neu geölt werden. Bei der Beschaffung der Motorkondensatoren mit der sehr hohen Spannungsfestigkeit gibt es sicher Probleme. Man kann sich aber behelfen, wenn man  mehrere Kondensatoren in Reihe schaltet. Ich nehme zum Beispiel 3,3 uF, 350 V und soviel in Reihe, daß ich auf den entsprechenden Wert komme, die Spannungsfestigkeit ist dann mehr als ausreichend. Wenn der Motor trotz allen guten und richtigen Meßwerte nicht richtig laufen will, sollte man die Wicklungen auf Windungsschluß überprüfen. Da der Suchlaufmotor bei langer Betriebsdauer auch bei ordnungsgemäßem Betrieb doch sehr warm (mehr als handwarm) wird ist ein Windungsschluß nicht ausgeschlossen. Über dieses Problem bin ich schon des öfteren gestolpert.
Wolfgang Bauer
19.Dec.04
  4 Ich gebe die Formeln zur Berechnung von in Serie geschaltenen Kondensatoren zu diesem Beitrag dazu, dann braucht man nur rechnen und nicht probieren.

Bei 2 Kondensatoren in Serie:
Cges = (C1 x C2) : (C1 + C2)

Bei mehreren Kondensatoren in Serie:
1:Cges = (1:C1) + (1:C2) + (1:C3) + ......

MfG. Wolfgang Bauer
 
SABA; Villingen: Freiburg Automatic 7
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