Comedia 1115
Graetz, Altena (Westfalen)
- Country
- Germany
- Manufacturer / Brand
- Graetz, Altena (Westfalen)
- Year
- 1962/1963
- Category
- Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
- Radiomuseum.org ID
- 24273
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- Number of Tubes
- 6
- Number of Transistors
- Semiconductors
- B250C75
- Main principle
- Superheterodyne (common); ZF/IF 460/6750 kHz
- Tuned circuits
- 6 AM circuit(s) 10 FM circuit(s)
- Wave bands
- Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
- Power type and voltage
- Alternating Current supply (AC) / 110; 127; 150; 220 Volt
- Loudspeaker
- 3 Loudspeakers
- Power out
- 4 W (unknown quality)
- Material
- Wooden case
- from Radiomuseum.org
- Model: Comedia 1115 - Graetz, Altena Westfalen
- Shape
- Tablemodel with Push Buttons.
- Dimensions (WHD)
- 640 x 275 x 225 mm / 25.2 x 10.8 x 8.9 inch
- Notes
- abschaltbare Ferritantenne.
- Net weight (2.2 lb = 1 kg)
- 8 kg / 17 lb 9.9 oz (17.621 lb)
- Price in first year of sale
- 368.00 DM
- External source of data
- Erb
- Source of data
- Handbuch VDRG 1962/1963
- Other Models
-
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Reparatur und Abgleich
Zunächst wurde die übliche Kondensatorkur durchgeführt. Alle roten ERO‑Kondensatoren waren defekt und mussten ersetzt werden. Die dunkelgelben, kunstharzvergossenen Kondensatoren des Typs ERO FOL II zeigten keine Alterungserscheinungen und konnten im Gerät verbleiben. Der Becher‑Siebelko wurde mit neuen Kondensatoren neu bestückt. Auch der Degradierte Selengleichrichter wurde zerlegt; die Selenplättchen wurden entfernt und durch vier 1N4007‑Dioden ersetzt, jeweils in Serie mit einem 68Ω Widerstand. Anschliessend konnte das Gerät über einen Regeltrafo in Betrieb genommen werden. Bei einer Netzspannung von 220 V stimmen alle Messwerte gemäss Schaltplan gut mit der Realität überein. Sämtliche Röhren scheinen somit in gutem Zustand zu sein.
Allerdings war die Empfangsleistung auf UKW zunächst nicht zufriedenstellend, sodass ein Abgleich erforderlich wurde.
Der UKW‑Empfangsteil weist als Besonderheit eine dreifache Abstimmung auf. Der übliche zweifache Drehkondensator befindet sich im UKW‑Kästchen; zusätzlich verstellt ein separater Seilzug das Variometer für den Eingangskreis (siehe Bild).

Das Röhrchen, in dem sich der Ferritkern bewegt, besitzt für die Umlenkung des Seilzugs eine trompetenförmige Öffnung. Dort hatte sich im Laufe der Zeit eine Kerbe gebildet, die den Seilzug blockierte. Mit etwas Silikonöl ließ sich das Problem vorübergehend beheben.
Nach einem Abgleich gemäss Anleitung war der Empfang deutlich verbessert, und das Gerät läuft nun wieder wie neu. Abschliessend musste die Netzspannung an die heutigen Gegebenheiten angepasst werden. Ein Vorwiderstand von 75Ω 5W in der Netzzuleitung reduziert die Eingangsspannung von 235 V auf etwa 220 V (siehe Bild).

Einbau Bluetooth‑Modul
Eingebaut und konfiguriert wurde das Modul KCX_BT_EMITTER_V1.7. Weitere Informationen dazu findet man hier (bitte anklicken).

Das Radio besitzt eine TA‑Taste (Tonabnehmer), mit der der Bluetooth‑Betrieb eingeschaltet werden soll. Leider wird durch diese Taste weder die Abstimmanzeige noch der Empfangsteil abgeschaltet. Ohne grössere Eingriffe in das Radio vornehmen zu müssen, kann das Bluetooth‑Modul daher nur über die NF‑Umschaltung aktiviert werden. Dazu bietet sich der Kontakt K4/K5 (siehe Radioschema) an, der beim Umschalten auf TA‑Betrieb das NF‑Signal vom Demodulator gegen Masse kurzschliesst.


Lediglich die Verbindung im Radio zwischen Kontakt B2 und K5 musste unterbrochen und ein 47‑nF‑Kondensator eingefügt werden.

Im Normalbetrieb entsteht durch den Widerstand R1 (5,1 MΩ) und die Widerstände R303 in Serie mit R304 im Radio eine Spannung am Gate von Q1 von etwa 15 V – 5 V = +10 V. Dadurch bleibt das Bluetooth‑Modul stromlos. Wird TA eingeschaltet, schliesst Kontakt K5 die Spannung kurz, und am Gate von Q1 erscheint eine Spannung von –5 V, wodurch das Modul aktiviert wird. Der Tiefpass aus C3 und R2 blockiert die NF‑Spannung am Gate von Q1.
Der Transistor Q2 verstärkt die Ausgangsspannung des Moduls um den Faktor 5 auf den für den TA‑Eingang erforderlichen Signalpegel.
Verbunden über Bluetooth mit einem Smartphone spielt das Radio nun jedes beliebige Tonsignal mit der typischen Klangcharakteristik des Geräts ab.
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Beat Sager, 05.Oct.26