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Melodia 619 dunkel

Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 44007) Radio
 
Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 44008) Radio
Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 419775) Radio Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 589755) Radio
Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 589756) Radio Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 87884) Radio
Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 419777) Radio Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 419778) Radio
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Melodia 619; Graetz, Altena (ID = 419775) Radio
Graetz, Altena: Melodia 619 [Radio] ID = 419775 933x579
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For model Melodia 619 dunkel, Graetz, Altena (Westfalen)
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Graetz, Altena (Westfalen)
Year: 1958/1959 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 6: ECC85 ECH81 EF89 EABC80 EM34 EL84
Main principle Superheterodyne (common); ZF/IF 460/6750 kHz
Tuned circuits 6 AM circuit(s)     10 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 127; 150; 220/240 Volt
Loudspeaker 4 Loudspeakers
Power out
from Radiomuseum.org Model: Melodia 619 [dunkel] - Graetz, Altena Westfalen
Material Wooden case
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 645 x 365 x 270 mm / 25.4 x 14.4 x 10.6 inch
Notes   Ferritantenne schaltbar.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 14 kg / 30 lb 13.4 oz (30.837 lb)
Price in first year of sale 398.00 DM
External source of data Erb
Source of data HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1958/59


All listed radios etc. from Graetz, Altena (Westfalen)
Here you find 754 models, 668 with images and 581 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Graetz, Altena: Melodia 619
Threads: 2 | Posts: 17
Hits: 2529     Replies: 7
Graetz: Lautes Geräusch und Brandgeruch
Carsten Diesing
16.Jun.10
  1

Hallo liebe Radiofreunde,

ich habe hier einen Patienten liegen, bei dem ich Ihre Hilfe gebrauchen könnte. Es handelt sich um einen Graetz Melodia 619. Den habe ich vor einiger Zeit bei Ebay geschossen und beim Einschalten spielte er zunächst sehr leise und kratzig mit schlechtem Empfang. Als ich dann eine der Tasten des Klangregisters gedrückt habe (weiss nicht mehr welche), gab das Radio plötzlich ein lautes schreiendes Geräusch von sich und gab eine kleine Rauchwolke von sich. Ich habe es schnell ausgeschalten. Eine Inspektion des Innenlebens ergab:

- Ein Widerstand direkt an Pin 4 des Oktalsockels, mit dem die beiden 3er-Tastensätze auf der Front angeschlossen werden, ist verkohlt (das war wohl das Rauchzeichen). Im schaltplan ist dieser mit 318 betitelt.

- besagter Oktalsockel hat Schmauchspuren, also muss da wohl auch ein Funken übergesprungen sein

- die Widerstandsbahn des Bass-Reglers hat jetzt ein Loch

- weiterhin sieht Bauteil 401 ziemlich verkohlt aus, aber da die Schrift noch zu erahnen ist, würde ich bei diesem vermuten, daß er nicht schnell abgebrannt ist sondern nur zu heiß geworden. Könnte also eventuell schon vorher so ausgesehen haben....

Ansonsten ist optisch nichts weiter zu erkennen. Ich habe nun den Schaltplan studiert und versucht herauszufinden, ob eventuell ein Kurzschluss vorlag weil irgend ein Koppelkondensator durchgeschlagen ist und ich beim Betätigen des Klangregisters diesen über das Basspoti 317 und Widerstand 318 gegen Masse kurzgeschlossen habe. Jedoch ist da weit und breit kein Kondensator der in Frage käme. Kann mir jemand helfen bei der Fehlersuche?

Vielen Dank im Voraus

Carsten

Carsten Diesing
16.Jun.10
  2

Hallo nochmal,

hat keiner eine Idee? Ich wollte den Graetz morgen eigentlich fertig bekommen, habe heute auch alle Papierkondensatoren getauscht. Nur bevor ich nicht weiss, warum dieser Widerstand und das Poti abgeraucht sind, habe ich kein gutes Gefühl dabei darauf zu hoffen, das defekte Bauteil war bei den ersetzten dabei (:

Viele Grüße

Carsten

Jens Dehne
16.Jun.10
  3

Hallo Carsten,

 

Sie beschäftigen sich mit - alte Radios, hauptsächlich aus den 50er und 60er Jahren - Röhrenverstärker - Instrumentalverstärker auf Röhrenbasis - alte Lautsprecher – so sagt Ihr Profil; aber mehr zeigt Ihr Profil leider nicht – bitte geben Sie doch ein paar Angaben hinzu!

 

Ich möchte gerne helfen, weiß aber noch nicht so recht, wie ich anfangen soll...

 

Versuchen Sie doch mal den Stromlaufplan zu verwenden. Wenn man logisch an diesen Effekt herangeht, dann muss in Ihrem Gerät ja ein erheblicher Strom geflossen sein, um einen Wiederstand von 1k (R 318) zu verkohlen. Wenn Sie die Pins der Novalfassung / Novalstecker des Steckverbinders zu den beiden Schaltergruppen betrachten, sehen Sie, dass Pin 5 und 6 Anodenspannung schaltet.

Ein Schluss im Kabelbaum durch Quetschung könnte den von Ihnen beobachteten Effekt bewirken...

Das Bauteil 401 ist ein Widerstand von 1kOhm, welcher in Reihe in der Siebkombination besagter Anodenspannung liegt. Eine Überlastung durch zu hohen Stromfluss lässt auch diesen leiden....

 

Ich hoffe, diese Idee hilft Ihnen weiter!

 

Viele Grüße aus Erfurt!   Jens Dehne

Henning Oelkers
16.Jun.10
  4

Hallo,

Diese Graetz Geräte haben einen Schalter "MA" mit dem das Magische Auge abgeschaltet werden kann. Dieser Schalter führt direkt 250 Volt Gleichspannung, und wenn über Isolationsfehler ein Überschlag zum Anschluss des R 317 stattfindet, passiert genau das: R 317 wird überlastet, und ebenso dass Poti.

Ich hoffe, das hilft weiter...

Mit freundlichen Grüßen,

Henning Oelkers

Carsten Diesing
17.Jun.10
  5

Hallo,

vielen Dank für Ihre Antworten. Daran hatte ich tatsächlich noch gar nicht gedacht. Der Novalstecker war ja zwischen Pin4 und 5 verkohlt, es ist also möglich, daß hier ein Funken übergesprungen ist. Eventuell durch Verschmutzung des Steckers? Den Kabelbaum werde ich auch nochmal checken. Ich schließe auch nicht aus, daß schonmal jemand am Gerät herumgebastelt hat. Bisher habe ich zwar nur sehen können, daß sich schonmal jemand an den Lautsprecherkabeln vergangen hat, aber man weiss ja nie... Mich hatte vorhin beim Herausnehmen des Chassis aus dem Gehäuse gewundert, daß fein alle Kabel am Novalstecker enden und somit Plug&Play-fähig sind .... bis auf eines! Ein gelbes Kabel ist direkt mit dem Sockel des magischen Auges verbunden. Wenn ich mir den Schaltplan so anschaue, wäre es möglich, daß dieses Kabel eigentlich an Pin5 gehört.

Ich werde berichten, sobald ich den Fehler gefunden habe! Danke nochmals

Mit freundlichem Gruß

Carsten

P.S.: Herr Dehne: Ich bin mit den Funktionen des RM's nicht so recht vertraut, finde es teilweise auch schwierig zu handhaben. Welche Informationen würden Sie sich denn noch wünschen? Eventuell eine Aufstellung der Geräte in meinem Besitz? Es fürfen Wünsche geäußert werden (:

Michael Seiffert
17.Jun.10
  6

Hallo Herr Diesing!

Herr Dehne möchet von Ihnen wissen, über welche Kenntnisse oder gegebenenfalls Qualifikationen im Bereich Rundfunktechnik / Elektronik Sie verfügen und ob Sie ein Anfänger oder schon erfahrener Sammler / Bastler auf diesem Gebiet sind. Auch ist es sehr hilfreich mitzuteilen, welche Messmittel zur Verfügunmg stehen und ob der Umgang damit beherrscht wird.

Wie haben hier im RM Mitglieder mit den unterschiedlichtsen Voraussetzungen, vom Entwicklungsingenieur über den über viele Jahre praktischer Tätigkeit erfahrenen Rundfunktechniker/Meister bis zum Autodidakten und Neueinsteiger.

Da kann man viel besser und schneller helfen, wenn man weis wo man ansetzen muß und was als bereits bekannt vorauszusetzen ist.

 

M.Seiffert

 

 

 

Carsten Diesing
17.Jun.10
  7

Hallo Herr Seiffert,

ich habe mein Profil aktualisiert und hoffe, daß die Informationen jetzt ausreichend sind?

Viele Grüße

Carsten Diesing

Carsten Diesing
17.Jun.10
  8

Hallo Radiofans,

ich verkünde freudig, daß der Fehler behoben ist. Es lag am Novalstecker, der den Kabelbaum der beiden Tastensätze auf der Front mit dem Chassis verbindet. Da muss wohl ein Funken übergesprungen sein oder sowas, jedenfalls war der Stecker genau zwischen den Pins verkohlt und das Pertinax teilweise weggebrannt. Ließ sich zwar nicht mit dem Multimeter nachweisen (trotzdem hochohmig), aber ein Tausch des Steckers sowie der abgebrannten Teil und eine allgemeine Kondensatorkur haben Wrkung gezeigt und das Gerät spielt wieder. Es ist noch etwas empfangsschwach, aber darum kümmere ich mich später. Vorerst versuche ich am neuen Basspoti die Achse des alten Basspotis zu befestigen, damit die optische Anzeige wieder funktioniert und ich auch den Potiknopf wieder aufstecken kann.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Jens Dehne, Henning Oelkers und Giovanni Cucuzzella, die mit hier und per Mail geholfen haben!

Viele Grüße

Carsten Diesing

 
Hits: 5323     Replies: 8
graetz: ZF weshalb 10,7 MHz oder 6,75 MHZ ?
Jens Dehne
22.Feb.04
  1

Hallo Radiofreunde,

weshalb wurde statt der oft üblichen FM-ZF 10,7 MHz auch bei einigen Modellen 6,75 MHz bevorzugt?

Manche Hersteller wie SABA bauten ihre Super häufig mit ZF - Frequenz von 6,75 MHz, hier bei GRAETZ ist es aber eine Ausnahme, wo mag der Sinn dieser Abweichung liegen ?

Für Antworten bedanke ich mich im Voraus

Jens Dehne

Dirk Becker
22.Feb.04
  2 Es handelte sich um eine preispolitische Entscheidung. Die niedrige ZF wurde vor allem bei preisgünstigeren Geräten verwendet. Erstens haben die ZF-Verstärker(röhren) eine höhere Verstärkung bei niedrigeren Frequenzen und zweitens konnten Filter auf niedrigeren Frequenzen mit einer höheren Güte und somit einer besseren Selektion mit weniger Kreisen hergestellt werden. Man erkauft sich diese Vorteile mit einer schlechteren Robustheit gegenüber Spiegelfrequenzen.
Ich bin mir auch ziemlich sicher genau darüber einen Artikel in einer Funkschau Mitte der 50er gelseen zu haben, vielleicht kann ein Mitglied auch einfach ebendiesen Artikel hier posten. Ich kann ihn nicht vor Anfang März scannen.

Gruß

Dirk Becker
Peter von Bechen † 15.7.19
08.Apr.04
  3

Hallo,

inzwischen habe ich den Artikel in der Funkschau gefunden.

Schulze, H.: UKW-Empfänger mit neuer Zwischenfrequenz.  Funkschau 1955, Heft 13, Seiten 267 und 268.

Gruß

Peterv von Bechen

Dirk Becker
08.Apr.04
  4 Wenn mir niemand zuvor kommt, steht der Artikel nächste Woche hier ;-).

Gruß

Dirk Becker
Hans M. Knoll
09.Apr.04
  5

Hallo Herr Becker,

wenn  es jeder so machen wuerde, dann  wuerden nicht zwei das gleiche tun, und  einer nicht immer umsonst!  Ich wollte das auch schon oefters machen, weil mir vorher schon oft einer zuvorkam. Bis ich fertig war, stand schon was da.

Jetzt weis ich, ich muss nichts tun ausser frohe Ostern wuenschen!

Gruss von Hans M. Knoll

Dirk Becker
13.Apr.04
  6 Anbei wie versprochen der hochinteressante Funkischau-Artikel. Ich hatte mich auch immer gefragt, weshalb z.B. Saba von der ECC85 wieder auf 2x EC92 zurückgekommen ist. Die Antwort findet sich im Text ;-).

Gruß, Viel Spass beim Lesen

Dirk Becker

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Jens Dehne
13.Apr.04
  7

Es ist doch immer wieder schön, hier im Forum Antworten auf unsere Fragen zu bekommen.

Vielen Dank an die Mitwirkenden !

Viel Spaß an der Radiotechnik und Grüße

Jens Dehne

Hans M. Knoll
12.Jan.09
  8

Hallo Freunde,

 

hier habe ich endlich, DOCH,  auch was dazu gesagt.

Die dazu wichtige Information zu Schaub-Lorenz war damals noch heftig in der Diskussion.

Alles andere haben die Kollegen gesagt und mein Text ( noch ohne Schaub-Lorenz) blieb im PC liegen.

knoll

Dietmar Rudolph
13.Jan.09
  9

Im Artikel der Funkschau in Post 6 wird gesagt, daß die ZF Filter auf 6,75 MHz überkritisch gekoppelt werden könne, wodurch sich eine geringere Bandbreite von 110 KHZ erreichen läßt. Dies wird als vorteilhaft dargestellt.

Durch überkritische Kopplung erhält man aber nicht nur einen "welligen" Amplitudengang des Filters, sondern  auch eine stärker gekrümmte Phase und demzufolge keine gleichmäßige Gruppen-Laufzeit innerhalb des Durchlaßbereichs.

Bei FM ist aber gerade eine konstante Gruppen-Laufzeit wichtig, wenn man die Verzerrungen minimieren will.

Eine konstante Amplitude ist dagegen zweitrangig, vorausgesetzt, der Amplitudenbegrenzer ist in der Lage, jegliche Schwankungen der Amplitude "abzuschneiden". Das ist im übrigen auch der Grund, weshalb die "Echostörungen" z.B. im mobilen Empfang, die zu starken Amplitudenschwankungen des Empfangssignals führen, meist keine Rolle spielen.

Die Anforderungen an ein FM-Filter unterscheiden sich von denen, die an ein AM-Filter (für Audiosignale) gestellt werden.

  • FM-Filter: Gauß-förmiger Amplitudengang & lineare Phase d.h. konstante Gruppenlaufzeit
  • AM-Filter: (möglichst) rechteckförmiger Amplitudengang; hingegen ist der Phasengang weitestgehend unkritisch.   

Bedenkt man allerdings den Stand der Technik als der Artikel 1955 erschien, relativiert sich die vorgetragene Kritik:
Stereo und RDS waren in weiter Ferne und man konnte deshalb mit geringeren ZF--Bandbreiten auskommen.
Die NF-Verstärker erfüllten noch nicht die HIFI-Norm, so daß die Klirrprodukte infolge der Welligkeit der ZF-Filter (bezüglich der Gruppen-Laufzeit) nicht auffielen.
Allerdings war der UKW-Bereich auch nicht so vollgestopft wie heute, so daß die Frage der Selektion m.E. damals kaum so kritisch gewesen sein kann, daß 110  KHz notwendig waren. ("Gutes Marketing" ist es, einen Nachteil als Vorteil zu verkaufen.)
 

MfG DR

 
Graetz, Altena: Melodia 619
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