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UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9

UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9; Lorenz; Berlin, (ID = 352734) Radio UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9; Lorenz; Berlin, (ID = 352735) Radio
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UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9; Lorenz; Berlin, (ID = 352734) Radio
Lorenz; Berlin,: UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9 [Radio] ID = 352734 933x677
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Für Modell UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9, Lorenz; Berlin, Zuffenhausen u.a.:
Drehknöpfe nicht original.
 
Land:  Deutschland / Germany
Hersteller / Marke:  Lorenz; Berlin, Zuffenhausen u.a.
Marke
 
SEL
Jahr: 1949 Kategorie: Rundfunkempfänger (Radio - oder Tuner nach WW2)
Röhren 11: EF12spez. EF14 EF12spez. EF14 EF14 EF14 EF12 EB11 EF12 EL12 EZ4
Schaltplan gesucht
Hauptprinzip Super mit HF-Vorstufe; ZF/IF 10700 kHz; 2 NF-Stufe(n)
Anzahl Kreise 12 Kreis(e) FM
Wellenbereiche UKW-Gerät bzw. FM (keine weiteren Bänder).
Spezialitäten
Betriebsart / Volt Wechselstromspeisung / 110; 125; 155; 220; 240 Volt
Lautsprecher 2 Lautsprecher
Belastbarkeit / Leistung
von Radiomuseum.org Modell: UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9 - Lorenz; Berlin, Zuffenhausen u
Material Gerät mit Holzgehäuse
Form Tischgerät-gross, - Querformat (breiter als hoch oder quadratisch).
Abmessungen (BHT) 610 x 405 x 295 mm / 24 x 15.9 x 11.6 inch
Bemerkung

Der Lorenz UKW-Empfänger mit der Braunbuch-Bezeichnung B-CE 5,
Lorenz Typschlüssel 1SP9, wurde als Abhör- und Kontrollempfänger bei den Runkfunkanstalten wie dem NWDR eingesetzt.

Empfangsbereich 87 ... 100 MHz. Dreifach-Abstimmung mit Lecherleitungskreisen.
Abstimm-Mittenanzeige mit Drehspulinstrument.
Betriebsart Demodulator von FM auf AM umschaltbar.

Mit identischer Technik als UKW-Überwachungsempfänger bekannt.

Nettogewicht 22.6 kg / 49 lb 12.5 oz (49.78 lb)

Modellseite von Bernhard Nagel angelegt. Siehe bei "Änderungsvorschlag" für weitere Mitarbeit.



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Hier finden Sie 710 Modelle, davon 562 mit Bildern und 340 mit Schaltbildern.



 


Forumsbeiträge zum Modell
Lorenz; Berlin,: UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9
Threads: 1 | Posts: 1
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Lorenz 1SP9; UKW-Empfänger der ersten Stunde
Bernhard Nagel
10.Aug.07
  1
Erst kürzlich habe ich von der Existenz dieses Modells LORENZ 1SP9 erfahren, ein Empfänger aus der Frühzeit des (deutschen) UKW-Rundfunks. Die Konstruktion genügte durchaus professionellen Ansprüchen, es wurde mit den damaligen Mitteln und verfügbaren Bauteilen in Kleinserie ein UKW-Spezialempfänger realisiert. In dieser Ausführung mag der Empfänger anfangs konkurrenzlos gewesen sein, der Telefunken 9H99 wurde erst Anfang 1950 vorgestellt.
 Meinem Wunsch nach einer Dokumentation des Gerätes für das RM wurde seitens des Eigentümers gern zugestimmt.

Eine kurze Analyse der Funktion und des Aufbaus:
Die HF-Vorstufe arbeitet in Kathodenbasisschaltung unter Verwendung einer EF12spez., bei dieser Röhre ist der Stahlkolben (Abschirmung) aus HF-technischen Gründen an einen getrennten Sockelstift gelegt. Der Eingangskreis wird wie der Anodenkreis und der Oszillator unter Verwendung eines 3-fach-Lecherleitungskreises abgestimmt. Der getrennte Oszillator arbeitet ebenfalls mit einer EF12spez., er schwingt 10,7MHz unterhalb des Empfangsbereiches. Die Mischstufe enthält die Röhre EF14, die vom Zwischenkreis kommende Empfangsfrequenz wird an das Steuergitter geführt. Die Oszillatorschwingung wird an der Kathode eingekoppelt.

Es folgt ein 3-stufiger Bandfilter-gekoppelter ZF-Verstärker mit 3x EF14, über einem Einzelkreis angekoppelt folgt eine Begrenzerstufe (Röhre EF12) und der Phasendiskriminator (FM-Demodulator, Modulationswandler) mit der Röhre EB11. Die (besser) geeignete EAA11 stand zur Konstuktionszeit des Apparates noch nicht zur Verfügung. Der Demodulator lässt sich an der Rückseite auf die Betriebsart FM oder AM schalten. Zur genauen Abstimmung auf Sendermitte ist ein Drehspulinstrument mit Mittenanzeige in der Schallwand eingebaut.

Der NF-Verstärker ist 2-stufig mit einer EF12 und einer EL12 aufgebaut, die Endstufe arbeitet auf eine Isophon Hoch-Tieftonkombination. Die Frequenzaufteilung zwischen den Lautsprechern wird durch getrennte Ausgangsübertrager realisiert, wobei der HT-Übertrager über einen Kondensator an die Anode der EL12 geschaltet ist (Frequenzweiche). Zur akustischen Anpassung an die Gegebenheiten des Abhörraumes können die tiefen wie hohen Tonfrequenzanteile jeweils 5dB gegenüber den Mittellagen angehoben werden.

Einsatz eines solch technisch anspruchsvollen Gerätes aus der UKW-Gründungszeit dürften die Rundfunkanstalten (Funkhaus) oder auch Senderstandorte gewesen sein, leider ergaben meine Recherchen hierzu keine konkreten Hinweise. Selbst im 1955 veröffentlichten Buch "75 Jahre Lorenz" ist der Empfänger nicht erwähnt... Die Zeitschriften Funktechnik sowie Funkschau der Jahrgänge 1949 und 1950 waren ebenfalls unergiebig.

Wer kann weitere Einzelheiten zu diesem Empfänger nennen, hat evtl. Schaltung oder Beschreibung in seinem Archiv?
Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung "1SP9"? In meiner Sammlung befindet sich ein Lorenz Fernsehgerät mit der Bezeichnung 1SP83LSt , das lässt einen gemeinsamen Bezeichnungsschlüssel vermuten.

Grüße,
Bernhard Nagel


Erst kürzlich habe ich von der Existenz dieses Modells LORENZ 1SP9 erfahren, ein Empfänger aus der Frühzeit des (deutschen) UKW-Rundfunks. Die Konstruktion genügte durchaus professionellen Ansprüchen, es wurde mit den damaligen Mitteln und verfügbaren Bauteilen in Kleinserie ein UKW-Spezialempfänger realisiert. In dieser Ausführung mag der Empfänger anfangs konkurrenzlos gewesen sein, der Telefunken UKW-Spezialsuper 9H99WU wurde November 1949 vorgestellt.
 Meinem Wunsch nach einer Dokumentation des Gerätes für das RM wurde seitens des Eigentümers gern zugestimmt.

Eine kurze Analyse der Funktion und des Aufbaus:
Die HF-Vorstufe arbeitet in Kathodenbasisschaltung unter Verwendung einer EF12spez., bei dieser Röhre ist der Stahlkolben (Abschirmung) aus HF-technischen Gründen an einen getrennten Sockelstift gelegt. Der Eingangskreis wird wie der Anodenkreis und der Oszillator unter Verwendung eines 3-fach-Lecherleitungskreises abgestimmt. Der getrennte Oszillator arbeitet ebenfalls mit einer EF12spez., er schwingt 10,7MHz unterhalb des Empfangsbereiches. Die Mischstufe enthält die Röhre EF14, die vom Zwischenkreis kommende Empfangsfrequenz wird an das Steuergitter geführt. Die Oszillatorschwingung wird an der Kathode eingekoppelt.

Es folgt ein 3-stufiger Bandfilter-gekoppelter ZF-Verstärker mit 3x EF14, über einem Einzelkreis angekoppelt folgt eine Begrenzerstufe (Röhre EF12) und der Phasendiskriminator (FM-Demodulator, Modulationswandler) mit der Röhre EB11. Die (besser) geeignete EAA11 stand zur Konstuktionszeit des Apparates noch nicht zur Verfügung. Der Demodulator lässt sich an der Rückseite auf die Betriebsart FM oder AM schalten. Zur genauen Abstimmung auf Sendermitte ist ein Drehspulinstrument mit Mittenanzeige in der Schallwand eingebaut.

Der NF-Verstärker ist 2-stufig mit einer EF12 und einer EL12 aufgebaut, die Endstufe arbeitet auf eine Isophon Hoch-Tieftonkombination. Die Frequenzaufteilung zwischen den Lautsprechern wird durch getrennte Ausgangsübertrager realisiert, wobei der HT-Übertrager über einen Kondensator an die Anode der EL12 geschaltet ist (Frequenzweiche). Zur akustischen Anpassung an die Gegebenheiten des Abhörraumes können die tiefen wie hohen Tonfrequenzanteile jeweils 5dB gegenüber den Mittellagen angehoben werden.

Einsatz eines solch technisch anspruchsvollen Gerätes aus der UKW-Gründungszeit dürften die Rundfunkanstalten (Funkhaus) oder auch Senderstandorte gewesen sein, leider ergaben meine Recherchen hierzu keine konkreten Hinweise. Selbst im 1955 veröffentlichten Buch "75 Jahre Lorenz" ist der Empfänger nicht erwähnt... Die Zeitschriften Funktechnik sowie Funkschau der Jahrgänge 1949 und 1950 waren ebenfalls unergiebig.

Das Chassis des UKW-Kontrollempfängers wurde auch im Lorenz Überwachungsempfänger (Ballempfänger) eingesetzt.

Wer kann weitere Einzelheiten zu diesem Empfänger nennen, hat evtl. Schaltung oder Beschreibung in seinem Archiv?
Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung "1SP9"? In meiner Sammlung befindet sich ein Lorenz Fernsehgerät mit der Bezeichnung 1SP83LSt , das lässt einen gemeinsamen Bezeichnungsschlüssel vermuten.

Grüße,
Bernhard Nagel

 
Lorenz; Berlin,: UKW-Kontrollempfänger B-CE 5 1SP9
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