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| Name: |
Philips Radios - Deutschland
(D)
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| Abbreviation: |
philips |
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| Summary: |
1891: Gründung als Société Philips & Co., Eindhoven 1912: N.V. Philips Gloeilampenfabrieken; 1926: Deutsche Philips GmbH, Berlin
später auch Philips Valvo Werke G.m.b.H., Zweigstelle Berlin, Kurfürstenstr. 126
Radios: 1927 (Holland) bzw. international bis jetzt (2003). Radios produziert in Deutschland: 1934 bis ca. 1969.
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| History: |
Aus Radiokatalog Band 1:
1891 gründet Fédérik Philips (1830-1900, Bankier) mit einem Sohn, Gérard Philips (1858-1942) in Holland die Société Philips & Co. Zweck: Produktion und Vertrieb von Glühlampen. Sohn Anton Philips (1874-1951) tritt mit 20 Jahren in das Unternehmen ein und übernimmt bald die kaufmännische Leitung. Die Firma expandiert ins Ausland und firmiert 1912 als AG zur N.V. Philips’ Gloeilampenfabrieken.
Mitte 1916 beschäftigt Philips 3700 Personen. Dr. Gilles Holst steht einem modernen Laboratorium vor. Ab 1917 beginnt die Produktion von Radioröhren. Siehe dazu [1-73]. Röntgenröhren kommen ins Programm, und B.D.H. Tellegen entwickelt 1926 die wichtige Pentode.
Philips beginnt als grosse Röhrenherstellerin erst 1927 mit der Produktion von Radios, aber dann direkt mit «Schirmgitter-Lichtnetzempfängern», dem modernsten Konzept. Trotz spätem Einstieg: Das Unternehmen kann 1932 den Verkauf des millionsten Radios feiern.
1926 entsteht die Deutsche Philips GmbH in Berlin W35. Auf dem Röhrensektor fasst Philips in Deutschland durch eine Kooperation mit C.H.F. Müller, Hamburg, Fuss. 1927 kann sie die Firma in Hamburg erwerben und 1932 deren Tochtergesellschaft Valvo.
In Deutschland darf Philips erst ab 1934 [507-70 = 1935] Radios bauen und Radio-Importe sind ihr bis dann verwehrt. Allerdings kann Philips Zusatzgeräte wie Lautsprecher und Netzanoden früher in Deutschland vermarkten. Und: Erstes Radioprogramm in Deutschland bilden «Paladin 5 und 20», die Lorenz für Philips 1929 baut. Trotz patentrechtlichen Abgaben an Telefunken kann letztere bzw. der Verband diese Radiofabrikation rasch unterbinden.
Gemäss [6-142] verlässt «Aachen-Super W» 1934 als erstes offizielles Gerät die Werkstätte in Hamburg. Es ist eine Variante des 521A bzw. 522A aus dem Ausland. Ab 1935 folgen Zweikreiser «Hamburg», «Aachen» und die «Aachen-Super». Zumindest Letztere stammen aus der neuen Betriebsstätte in Aachen.
1936 löst Philips das Problem der Gleichstrom- und Wechselstromnetze auf eigene Weise mittels speziellem Netztrafo und zukaufbarem Wechselrichter. Der Trafo arbeitet mit einander entgegengesetzt geschalteten primären Wicklungshälften, die der bei Gleichstromspeisung vorgeschaltete thermisch-magnetische Wechselrichter abwechslungsweise mit Spannung versorgt. In Deutschland kommt dieses Prinzip erstmals im «Aachen-Super D48 und D49» vor.
«Monoknopf-Modelle» von 1937 erweisen sich als beliebte Neukonstruktion, die aber zwei Jahre später wieder verschwindet. Dafür gibt es in Deutschland ab diesem Zeitpunkt von Philips keine Geradeausempfänger mehr.
In Eindhoven entwickelt Philips 1937 die KW-Bandspreizung und setzt sie in den Spitzengeräten 895X, 915X und 990X erstmals ein.
Anfang 1941 baut Philips mit den Modellen «Philetta 203U und 204U» in Belgien [DRM96] mit den neu entwickelten Schlüsselröhren und miniaturisierten Bauteilen für die Zeit ausserordentlich kleine Heimradios. Das Regime in Deutschland übernimmt diese Entwicklung sofort und lässt sie unter verschiedenen Bezeichnungen durch zahlreiche Firmen nachbauen, wobei die Apparate den Übernamen «Kommissbrot» erhalten.
Nach dem Krieg entsteht in Wetzlar eine neue Apparatefabrik, in der zunächst der Super D78a in einer Stückzahl von 50 Geräten pro Tag [FT8406] und später die «Philetta 1949» sowie der Allstromsuper BD396U in Produktion gehen.
Das Aachener Werk fabriziert nun vor allem Glühlampen. Zudem errichtet Philips direkt nach dem Krieg in Berlin eine Fabrik für Radios und Oszilloskope (z.B. GM3152), Philips-Electro-Special-GmbH.
1948 baut Philips in Berlin den D200W mit Bandspreizung in gleicher Ausführung wie den RW4E aus Wetzlar [DRM94]. Die Spezialgerätefabrik der Philips-Valvo-Werke in Hamburg befasst sich mit dem Messgeräteprogramm (z.B. Philoskop) und fertigt ab Mai 1949 den bekannten Ladegleichrichter, später den Messsender GM 2884/20 [664905].
1950 baut Philips mit «Capella» das Spitzengerät des deutschen Marktes [225008]. Heimradios stellt Philips in Deutschland nur bis Ende der 60er Jahre her.
Bevor das Land aus der Typenbezeichnung hervorgeht, ist es schwer möglich, ein Gerät einer der zahlreichen Fabrikationsstätten zuzuweisen. Philips hat Geräte auch gleichzeitig an verschiedenen Orten gebaut. Weil bei Sammlern öfters anzutreffen, finden Sie hier auch einige frühe Modelle aus dem Stammwerk von Philips. Unter Schweiz und Österreich finden Sie im Band 2 dieses Kataloges weitere, z.T. auch wieder internationale Typen.
Einen Welterfolg erzielt Philips mit der Tonband-Kassette, die ihren Siegszug 1963 antritt. Danach kann sich Philips mit dem überlegenen System «Video 2000» gegen die japanische Konkurrenz nicht durchsetzen - erst wieder durch eine Kooperation mit Sony mit der CD (Compact-Disk).
Übrigens: Philips war mit ihren zahlreichen, in wichtigen Ländern angesiedelten Fabrikationsstätten über Jahrzehnte die weltgrösste Radioherstellerin. Sie ist auch heute, um die Jahrtausendwende, die einzige europäische Firma, die in der Unterhaltungselektronik den japanischen Riesen Paroli bieten kann.
Aussagen der Modell-Nummer bzw. Typen-Bezeichnung:
Bis 1931 verwendet Philips für Radioprodukte ausser Röhren vierstellige Nummern [1-74].
1932 bis 1945 folgen dreistellige Zahlen, denen ein Buchstabe für die Speisespannung folgt. Den Produkten aus anderen Ländern als Holland stellt Philips (oft) einen Buchstaben voran.
1946 bis 1955 (teilweise erst ab 1959) wendet Philips ein Codifizierungsschema für Radios an, das an erster Stelle die Art des Gerätes ausweist, gefolgt vom Herstellerland, einer dreistelligen Zahl mit Preisklasse, letzte Jahresziffer erstes Modelljahr und fortlaufende Ziffer, gefolgt von der Art der Spannungsversorgung.
Daran anschliessend kommen nicht die Modell-Nummer tangierende Aussagen. Allerdings finden sich in Deutschland bis Ende der 40er Jahre zahlreiche Geräte, die von dieser Regel abweichen.
Der erste Buchstabe sagt aus:
B = Tischradio
F = Standmodell
H = Tischmodell mit Plattenspieler
L = Reiseradio
N = Autoradio.
Danach folgt das Land, z.B. D für Deutschland, A für Austria und CH für die Schweiz. Eine Ausnahme zu bekannten Abkürzungen findet sich für Holland - mit X.
Die mittlere Ziffer sagt dem Sammler das Modelljahr aus.
Der Buchstabe hinter der Ziffer bedeutet:
A = Wechselstrom
B = Batterie
U = Allstrom
V = Akkus
Z = Akku/Netz
AB =Wechselstrom/Batterie
AU ="Vorbereitet für Wechselrichter" oder "Mit Wechselrichter"
Kombinationen mit T bedeuten Transistorenbestückung.
1956 bis 1965 stellt das Unternehmen zwecks Unterscheidung des Jahrzehnts die Preisklasse zwischen die ersten Buchstaben [Retro-Phonia Juli/August 1997, Nr. 14].
Ab 1966 verwendet der Konzern z.T. einen 12stelligen Code (ZZBBZZZ/ZZB), wobei der erste Buchstabe das Fertigungsjahrzehnt aussagt, nämlich: R = 1966-75;A = 1976-85; D = 1986-95.
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Some models:
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| [rmxhdet-en] |
Further details for this radio
manufacturer by the members (rmfiorg):
| Auszug aus einer Philips-Preisliste aus dem Jahr 1930 (07.11.2008) Eckhard Kull 443/0 |
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Die beiliegenden Auszüge aus einer Philips-Preisliste für Deutschland aus dem Jahr 1930 belegen, dass die Firma Philips Lorenz Radiogeräte bestückt mit Philuips Gleichrichterröhren in Deutschland vertrieben hat.
Dies dürfte für Sammler von Interesse sein, wenn Lorenzgeräte mit Philipsröhren Gleichrichterröhren auftauchen. Es kann sich dann durchaus um Originalröhrenbestückung handeln.
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| Die frühen Jahre der Deutschen Philips GmbH (11.02.2008) Franz Born 1294/0 |
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Bericht von 2001: 75 Jahre Philips Deutschland, Graf von Westap war von 1932 bis 1955 Geschäftsführer der Deutsche Philips GmbH (DPG)
Die frühen Jahre der Philips Aktivitäten in Deutschland waren eng verbunden mit dem Namen eines Mannes: Theodor Graf von Westarp. 1890 in Altona geboren, erlebte Graf von Westarp als Marineoffizier auf dem Kreuzer »Derfflinger« die Schlacht im Skagerrak. 1922 startete er seine Laufbahn in der Einkaufsabteilung der Hamburger Röntgenröhrenfabrik C.H.F. Müller (»Röntgenmüller«). Es schloss sich eine heutzutage kaum vorstellbare Karriere an. Zwei Jahre nach seinem Start wechselte Graf Westarp als Verkaufsleiter in die neue, von der Röntgenröhrenfabrik ausgegliederte Radioröhrenfabrik, die spätere »Valvo«.
Alle Aktivitäten unter dem Dach der DPG
C.H.F Müller, durch Nachkriegs- und Inflationszeit geschwächt, suchte und fand mit dem niederländischen Unternehmen Philips einen starken Partner. 1927 wurde C.H.F Müller als neue Tochterfirma übernommen, blieb aber als Aktiengesellschaft rechtlich selbstständig. 1932 wurden alle Aktivitäten des Konzerns in Deutschland in der DPG zusammen gefasst. Graf Westarp, der bereits seine Fähigkeiten als Verkaufsleiter und anschließend als Geschäfts-Führer der Radioröhrenfabrik unter Beweis gestellt hatte, wurde erster Geschäftsführer der Deutschen Philips GmbH (DPG).Das Erfolgsgeheimnis des »Grafen«, wie er von Mitarbeitern mit Hochachtung genannt wunde, lag in seiner Persönlichkeit begründet. Graf Westarp war nicht das, was man sich landläufig unter einem kalt rechnenden Manager vorstellt.
»Sommersprossen sind keine Gesichtspunkte«
Er war ein universell gebildeter un... More...
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| Philips Fernsehgerätefabrik - Krefeld 1973 (05.02.2008) Franz Born 1194/0 |
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Philips Fernsehgeräte -Fabrik Krefeld (Artikel von 1973)
Mehr als zwei Fernsehjahrzehnte liegen zwischen diesen Aufnahmen: oben der „Starkasten", erstes Philips Tischgerät einer langen Schwarzweißfernsehempfänger-Reihe, deren neuestes Modell der „Raffael-Junior" mit dem Eurochassis E1 ist (unten). Der Wandel macht sich nicht nur in der äußeren Gestaltung bemerkbar, sondern ist in noch stärkerem Maße von der technischen Entwicklung geprägt... More...
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| Philips Apparatefabrik Wetzlar 1950 (01.02.2008) Franz Born 1385/1 |
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Vor 50 Jahren in Wetzlar (Artikel aus dem Jahr 2000)
Gebäude Nord fertiggestellt: Mehr Fließbänder, mehr Beschäftigte
Das damalige Philips-Valvo-Werk in Wetzlar nahm am 4.September 1950 das neue Gebäude Nord in Betrieb.
Nach kriegsbedingten Zwangsverlagerungen von Aachen und Thüringen war in einem Gebäude in der Bühlsbachstraße unter schwierige... More...
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