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Radiomann: Kosmos-Baukasten Radiomann von W. Fröhlich

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Ernst Erb
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Der Kosmos-Baukasten Radiomann hat über Generationen Leute bei Ihrer Berufswahl stark beeinflusst - dies nicht nur im deutschsprachigen Raum. Einen Elektro-Baukasten hat der Kosmos-Verlag seit den 20er Jahren herausgebracht. Der Baukasten Radiomann kam 1934 - zumindest unter dem Namen Radiomann.

Schon immer haben mich auch diese Radiobaukästen interessiert. Als Jugendlicher lag der Radiomann aber nicht «drin». So ist es nicht verwunderlich, dass ich mir viel später einen aus den Vorkriegsjahren mit Holzschachtel und einen Elektrobaukasten (von 1927?) mit schwarzem Holz angesammelt habe - inkl. Verschiedenen späteren Radiomann-Baukästen und anderen Elektrobaukasten oder Radiobaukästen.

Da zumindest ein Mitglied gemäss Fotos im privaten Bereich ebenfalls Radiomann sammelt, möchte ich erreichen, das wir zuerst eine vollständige Liste der Modelle Radiomann von Kosmos erstellen, wofür wir dann je ein «Modell» pro Neuausgabe von Radiomann erstellen, so dass das Mitglied und andere seine Radiobaukästen Radiomann - und später auch andere - dort vorstellen kann.

Es gibt verschiedene Sites, die sich mit dem Thema befassen, wobei daran besonders zwei Radiomuseum-Mitglieder gearbeitet haben. Diese habe ich per E-Mail angefragt, ob sie Artikel zum Gebrauch etc. von Radiomann beisteuern könnten. Hier kann ich nur einige Zeilen aus «Radios von gestern» bringen, die aber nur meinem Wissensstand von 1984 entsprechen. Ich lade Sie gerne ein, sich hier zu melden, wenn Sie ein Team bilden möchten - entweder als Benutzer/Sammler oder als Einbringer von Texten dazu. Dem Thema "Radiomann und andere Baukästen" habe ich ein Board unter «Texte» eröffnet.

Jetzt wenigstens einige Zeilen zu Radiomann
Den Radiomann-Baukasten von Kosmos entwickelt Wilhelm Fröhlich (Lehrer) ab 1920 (geb. Buch, Schweiz 1892-1969 Kreuzlingen, Schweiz) neben anderen Baukästen. Die Frankh'sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart bringt mit ihrer Lehrmittelabteilung 1921 oder 1922 den ersten Experimentierkasten Elektro auf den Markt, Radiomann wird von 1934 bis 1971 in 23 deutschen Versionen herausgegeben [FG8858]. Siehe auch FG Nr. 139.

1936 prämiert die Weltausstellung den Baukasten mit einer Goldmedaille. 1957 erhält Fröhlich von der Universität Bern den Ehrendoktor [638858]. Später erhält er noch andere Preise, was die Bedeutung von Radiomann unterstreicht.

Ein Beispiel von anderen Radiobaukästen
Ein Zwei- und ein Dreiröhrengerät steht in den Vitrinen von Radiomuseum Luzern. Die haben folgenden Ursprung:
Ernst Hirschi legt 1924 bei der Buchdruckerei Emil Rüegg in Zürich ein Büchlein mit dem Titel «Der Selbstbau von Radio-Empfangs-Apparaten für Jedermann» auf. Die Vorschläge sind abgestimmt auf Bauteile, die bei Radio-House in Zürich beziehbar sind. Es handelt sich um Radiofee-Baukästen für einen Detektor-Apparat bis zu einem 3-Röhren-Empfänger. Der Katalog vom Mai 1924 enthält zahlreiche Einzelteile und die Materialliste für den Radiofee-Baukasten Nr. 1, 3, 5 und 7. Hersteller und Engroshaus scheint gemäss Inserat in [293] die Firma Richard Veesenmeyer in Zürich zu sein. Sie wirbt für «1- bis 4-Lampen-Apparate Radiofee» und «4- bis 6-Lampen-Apparate Super Radiola».

Radiobaukästen allgemein
Die 20er Jahre sind die Jahre des «Radiofiebers», des «Radiosports», also praktisch einer «Volksbewegung». Eigenbau war Trumpf und tatsächlich gab es Jahre, in denen mehr Eigenbauten als von der Industrie hergestellte Rundfunkempfänger entstanden. Auch die Experimentier-Baukästen haben da ihren Ursprung. Bekanntheit erlangten die Produkte der Firmen Ehrenfeld, Frankfurt; Kosmos, Stuttgart; Radio Bauer, Berlin etc.

Zudem stellen folgende Firmen Experimentiergeräte und Baukästen her: W.A. Birgfeld, Berlin W (Radiobaukasten nach Dr. Nesper); Dr. Erich F. Huth GmbH, Berlin SW; M. Reinhardt & Co, GmbH, Berlin-Köpenick; Radiosonanz GmbH, Berlin W; Dr. Georg Seibt, Berlin-Schöneberg.

This article was edited 07.Jan.04 14:04 by Ernst Erb .

Ernst Erb
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Verschiedentlich - eigentlich öfters - schreiben mir Neumitglieder, dass sie mit dem Radiomann früh angefangen haben in die Welt der Radios einzusteigen. Nun suche ich Radiomann-Sammler, die mithelfen, das unter Texte angelegte Board zu beleben. Ich frage verschiedene Autoren, ob sie ihren Beitrag bei uns veröffentlichen - und wo dazu nur die Zeit fehlt, möchte ich gerne offerieren, dass ein Mitglied von RMorg diese für den betreffenden hochladet bzw. ins WYSIWYG eingibt.

Die vier Radiomann-Baukästen-Modelle sind schon mit Fotos belegt - ein Sammler hat seine Modelle leider noch auf den privaten Seiten untergebracht, statt beim "Modell". Das wird sich ändern. Vor allem wollen wir dort alle Ausgaben aufführen und beschreiben. Wir haben eine dürftige «Firmen-Beschreibung», die wir vervollständigen wollen. Die «gültigen Beiträge» wollen wir bei «Texte» unterbringen. Dort werden sie nicht von weiteren Texten «heruntergespült».
Jetzt warte ich also auf Radiomänner ... Die etwas zum Baukasten beitragen wollen.

EE 19.Okt.2011:
Ist alles seit langem geschehen, doch blieben die nun ins Leere führenden Links in Beiträgen, was ich jetzt ersetze durch:

Weitere Beiträge zum Thema 'KOSMOS-Radiomann':

Zu den einzelnen Auflagen von 'KOSMOS-Radiomann': Artikel über die Zeit vor Radiomann (bis 1934), Beitrag für Radiomann von 1934 bis 1940 und für Radiomann von 1942 bis 1959.

This article was edited 19.Oct.11 14:02 by Ernst Erb .

Ernst Erb
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31.Dec.03 12:13

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Mein Aufruf hier hat keine Antwort gebracht, was etwas erstaunlich ist. So habe ich die Mitglieder Wolfgang Holtmann (NL) und Paul Gantner (CH) angefragt, ob sie mithelfen, das Board über die Radiobaukästen Radiomann systematisch zu beleben. Erste, für Radiomann wichtige Artikel sind von den beiden Mitgliedern realisiert worden:
http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_thread.cfm?board_id=13560

Dazu habe ich mit Unterstützung von den beiden "Radiomännern" auch die verschiedenen Ausgaben von Radiomann als Modell belegt und da auch die "richtigen" Röhren eingetragen. Hier ebenfalls ein Muster:
http://www.radiomuseum.org/dsp_modell.cfm?model_id=30835
Sie können aber auch einfach "Radiomann" in die Suchzeile eingeben, um den Überblick zu erhalten.

Jetzt geht es darum, die Unterschiede der verschiedenen Auflagen zu finden und zu beschreiben. Einen Anfang habe ich versucht. Herr Holtmann hat je die Beschreibung für Auflage 4, 8, 10, 11, 13, 20 und 22. Auflage 8 für Radiomann habe ich von mir hoch geladen.

Hier unser Aufruf: Wer hat Anleitungshefte der weiteren Auflagen? Ich möchte zumindest die Titelseite, die Seite mit der Auflage-Angabe und die Bestückungsseite sowie die letzte Seite als "technische Unterlage" (also wie ein Schlatbild) pro Auflage Radiomann hochladen - oder noch lieber vom Besitzer hochladen lassen.

Wer ist interessiert, eine ganze Anleitung ausdrucken zu können? Bitte um Angabe der Auflage. Das ist schnell gesagt, denn wie soll man wissen, um welche Auflage es sich um den Baukasten Radiomann ohne Anleitung handelt? Da kann man jetzt immerhin bald zumindest pro Radiomann-Auflagengruppe unterscheiden.

Etwas in eigener Sache: Ich habe die beiden Baukästen "Elektro" und "Radio" von Kosmos in Holztruhe vorgestellt, doch habe ich kein Anleitungsheft und hätte gerne eine Kopie, um den Inhalt zu überprüfen - und Seiten daraus ebenfalls zu veröffentlichen.

Hier noch der Dank an die beiden Radiomänner, die trotz Zeitdruck geholfen haben. Wenn Sie sehr sicher sind über die Auflage, dann laden Sie bitte ein Bild Ihres Kastens Radiomann hoch. Bitte Masse in der Bildlegende geben. Wenn der Inhalt stimmt - und nur dann - bitte auch den Inhalt zeigen. Danke. Bei meinem Baukasten RADIO scheint der Hufeisenmagnet ein Fremdartikel zu sein.

This article was edited 07.Jan.04 13:57 by Ernst Erb .

Wolfgang Holtmann
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03.Jan.04 09:41

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Ich möchte an dieser Stelle, weil auch für Nichtmitglieder sichtbar, den Aufruf wiederholen:

Wir suchen Besitzer der noch nicht genannten Anleitungshefte zu den Experimentierkästen.

Ich stelle gerne meine E-Mail Adresse zu Verfügung!:

holt4711 ("at") hotmail.com (können Sie auch aus meinem Profil holen)

Ausser den bereits durch Herrn Erb erwähnten Seiten, interessieren uns besonders die von Kosmos(!) vorgeschlagenen Röhrentypen aus der Zeit vor 1953 (8. Auflage). In der mir vorliegenden 4. Ausgabe von 1940 sind verschiedene Typen namentlich genannt:

Der Text in der 8., 10. und 11.Ausgabe (siehe unten) ist dagegen freibleibend gehalten. Das hängt wohl mit den besonderen Umständen der damaligen Zeit zusammen, wie: unsichere Liefermöglichkeiten und Übergang zur DM 300(N). Letztere ist die mit den vertauschten Gittern, von Radio-Record!

Mit dem allgemeinen Begriff: "Doppelgitterröhre", kann eine Raumladegitter- und eine Schutzgitterröhre gemeint sein! Beide Gattungen (Tetroden) sind ja im RADIOMANN brauchbar.

Wer also noch die fehlenden Ausgaben finden kann, bitte mal auf Seite 2 unterhalb der Teileliste schau'n und per E-mail die hier gezeigten Mustertexte entweder bestätigen, oder bei inhaltlichen Abweichungen, diese übermitteln. Bitte RADIOMANN unter Betreff angeben.

Unseren herzlichen Dank im voraus !

Wolfgang Holtmann      

This article was edited 06.Jan.04 18:30 by Wolfgang Holtmann .

Felix Schaffhauser
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In der Beilage schicke ich Ihnen auszugsweise einige Seiten aus dem Heft zum Experimentierkasten aus dem Jahr 1929. Bis auf das Bild auf dem Kastendeckel dürfte Inhalt und Versuchsbeschreibung übereinstimmen. Aus der Aufstellung auf Seite 66 ersieht man den Inhalt des Kastens; der Hufeisenmagnet gehört also sicher nicht zur original-Ausrüstung, der Rest dürfte ziemlich komplett sein.

Ich werde, wenn die Bilder meines Kastens vorliegen, diese am entsprechenden Ort noch hochladen.

Felix Schaffhauser

Attachments:

This article was edited 07.Jan.04 12:53 by Felix Schaffhauser .

Wolfgang Holtmann
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10.Jan.04 12:57

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Es wurden gestern und heute -von Paul Gantner und von mir- 4 neue Artikel hinzugefügt!

Siehe:

 http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_thread.cfm?board_id=13560

 

 

Werner Kassenbrock
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11.Jan.04 12:18

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Eine schöne Darstellung mit vielen Bildern und den Anleitungsheften findet man unter:

http://www.mypage.bluewin.ch/Schule-Walenstadt/kurzbeitraege/radiomann2.htm

 

Felix Schaffhauser
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Hier noch die Auslegeordnung der Teile meines Kosmos-Baukastens Elektro aus dem Jahr 1929. Dieser ist bis auf das andere Bild auf dem Deckel inhaltlich so ziemlich (bzw. vollständig) identisch mit der Auflage aus dem Jahr 1927:

Die Numerierung entspricht dem Teileverzeichnis im Anleitungsheft Seite 66 (siehe meinen Beitrag in diesem Thread).

Falls sinnvoll werde ich diese Unterlagen im RM.org in einem neuen Modelleintrag hochladen, sonst ev. unter dem schon vorhandenen Eintrag id = 30852 

Der angefügrte Link zum Bild weist eine Irreführung auf (Vertippfehler; bitte um Entschuldigung!), es handelt sich um die Auflage 10.

Attachments:

This article was edited 14.Jan.04 12:36 by Felix Schaffhauser .

Wolfgang Holtmann
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20.Jan.04 00:24

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In der Zwischenzeit wurden folgende Beiträge hinzugefügt:

-- Die Versuche ohne Röhre,

-- Die Versuche mit Röhre,

-- Welche Empfangsbereiche mit dem RADIOMANN ?

Siehe:  

http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_thread.cfm?board_id=13560

 

This article was edited 20.Jan.04 07:34 by Wolfgang Holtmann .

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23.Jan.04 18:50

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Heute wurde obiger Artikel hinzugefügt.

Es werden Verbesserungsvorschläge für die Sendeversuche mit dem RADIOMANN gemacht, mit folgenden Röhren:

-- RE 074d

-- RE 084 (bei Ub = 27 Volt)

-- DM 300(N)

-- EF 98

Der Schaltungsvorschlag mit der EF 98 wäre auch als kleiner MW-Sender für unser Radio-Hobby denkbar. Als Modulationsquelle ist u.a. ein tragbarer CD-Player möglich.

Siehe:

http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=20219

 

This article was edited 23.Jan.04 19:01 by Wolfgang Holtmann .

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08.Feb.04 14:35

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Heute wurde obiger Artikel hinzugefügt.

Bietet die Möglichkeit, um die nicht mehr so einfach zu beschaffenen RADIOMANN-Röhren   RE 074d, oder DM 300(N) zu ersetzen.

Siehe:

http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=21057

 

 

Felix Schaffhauser
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10.Feb.04 12:29

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Herr Holtmann spricht mir "aus dem Herzen". Es braucht nicht unbedingt eine der (beinahe magischen) Doppelgitterröhren, um den Radiomann zu betreiben! Der Grund für diese Röhren war damals ja nur die Möglichkeit des Betriebes bei kleinen Anodenspannungen. Es gibt nun aber eine ganze Reihe von Röhren, die sich ebenfalls eignen. Viele Röhren, ausgelegt für höhere Anodenströme, die mit Heizströmen so um 100 mA und mehr, eine relativ grosse Heizleistung haben, erzeugen genügend Elektronenemission um besonders bei kleinen Anodenspannungen eine Raumladung im Kathoden-Gitter-raum zu bilden. Das reicht dann  für ein ausreichendes Anodenstromverhalten. Neuere Röhren haben zudem den Vorteil grösserer Steilheiten, was sich ja direkt auf die Verstärkung auswirkt. Damit will ich nicht unbedingt sagen, dass die neuen Röhren die Lösung sind---es gilt ja das "Erscheinungsbild" zu wahren! Aber darüber später, es gibt da schon Methoden, die ich gerne weitergebe.

Auch ich bekam mal den Radiomann (11. Auflage), natürlich ohne Röhre (späteres Schenk-Potential!), hatte dann auch nie eine (und werde wohl auch nie eine solche haben!). Für mich war deshalb der Ersatz immer eine Frage und ich habe mich intensiv damit beschäftigt.

Zahlreiche Röhren wurden ausgemessen, adaptiert und geprüft. Aber darüber später. Hier nur noch meine Messungen der Kennlinen der RE 084k. Diese (fabrikneu) weist zwar nicht die fantastische Steilheit des Exemplares von Herrn Holtmann auf, entspricht aber mit den ca. 1.4 mA/V  recht gut den Werksangaben. Wie man sieht, dürften dabei Anodenspannungswerte bis hinunter auf  15 Volt noch brauchbare Resultate erzielen!

Euer Felix Schaffhauser

Beilage Bild 1: Original-Ug/ia Diagramm mit eingezeichneter Messkurve für Ua=25 Volt

            Bild 2: Kennlinienschar ia/Ua  RE 084k für kleine Spannungen.

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10.Feb.04 22:44

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Vielen Dank Herr Schaffhauser,

für Ihre Reaktion. Ich freue mich, dass wir "auf der selben Wellenlänge" liegen.

Toll auch, dass Sie sich die Mühe gemacht haben und ebenfalls die Kennlinie Ihrer RE 084 aufgezeichnet haben. Was mir sofort auffiel, der Unterschied gegenüber meiner ist zu groß, um mit Fertigungsabweichungen, Verschleiß usw. erklärt werden zu können. Sowas lässt mir keine Ruhe! Habe daher nochmal Punkt für Punkt meine RE 084 durchgemessen und siehe da, das Ergebnis kommt recht genau mit Ihrem überein! Nur bei mir wurde die Einteilung auf der X-Achse (-Ug) nicht richtig übertragen. Ich habe das inzwischen angepasst!

Dazu will ich meine Messmethode mit dem Eigenbau-Kennlinienschreiber kurz erläutern:

Im obenstehenden Prinzip-Schaltbild sieht man, dass der Anodenstrom als Spannungsabfall am Rm (hier 2 kOhm) gemessen wird und auf den Vertikaleingang (inverted) eines Oszillografen gegeben wird. Die sich sinusförmig ändernde Gitterspannung -überlagert mit einer entsprechenden konstanten neg. Vorspannung- wird gleichzeitig auf den Horizontaleingang gegeben. Alles gleichspannungsgekoppelt! Damit ist keine Sägezahn-Ansteuerung notwendig, was die Sache sehr vereinfacht.

Da ein Messwiderstand in der Anodenleitung liegt, ist die Anodenspannung nicht 100% konstant, was für eine statische Kennlinienaufnahme Bedingung ist. Andererseits, bei den hier  geringen Anodenströmen, ist die Verfälschung durch den 2 kOhm Widerstand gering. Nebenbei: bei Endröhren kann man den Rm sogar auf 10 Ohm verkleinern!

Wichtig ist anzumerken, dass bei direkt geheizten Batterie-Röhren, die Kennlinien bei Minus- Anodenspannungsquelle an Minus-Heizfadenende aufgenommen werden. Weil ich davon abgewichen bin, habe ich einen Vermerk hinzugefügt.

Die Ia/Ug Kennlinien werden fotografiert und dann mit dem Programm "Paint" nachbearbeitet, dh. die Farben umgekehrt und die Achsen mit den Einteilungen angebracht. Weil ich (noch) keinen Oszillografen mit beleuchteten Innenraster besitze, kann bei dieser zeitraubenden Prozedur schonmal was schief laufen.

Grüsse aus NL

    

This article was edited 10.Feb.04 23:05 by Wolfgang Holtmann .

Felix Schaffhauser
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11.Feb.04 13:43

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Lieber Herr Holtmann,
besten Dank für Ihre Erklärungen. Ich bin froh, dass unsere Methoden zum gleichen Ergebnis führen. Ich denke, Ihre Anordnung ist recht elegant und das Ergebnis mit dem richtigen Anodenwiderstand auch sehr praxisnah. Meine Messungen habe ich punktuell mit einem FUNKE Röhren Mess-und Prüfgerät vorgenommen, was auch gleich erlaubt, den Zustand der Röhre mit dem Herstellersoll zu vergleichen. (Es handelt sich also um sog. statische Messwerte). Auch hier muss man sich bewusst sein, dass infolge der Wechstromheizung des Prüflings sich Ug auf Heizfadenmitte (und nicht wie üblich auf das neg. Heizfadenende) bezieht. Diesen Unterschied kann man aber leicht durch Parallelverschiebung der Kennlinie ia/Ug berücksichtigen, wie ich im obenstehenden Forums-Beitrag im Diagramm der RE 84 eingezeichnet habe. Soweit sind unsere Resultate also gut übereinstimmend und somit eine gute Basis für Vergleiche.

Im Texte-Forum habe ich unter Radiomann Ersatzröhren auch noch die aufgenommenen Kennlinien der Lautsprecherröhre RE 134 hochgeladen. Diese Röhre weist bei den kleinen angenommenen Betriebsspannungen immerhin noch beachtliche Anodenströme und auch eine gute Steilheit auf und muss deshalb in unseren Betrachtungen betreffend Ersatz für die Doppelgitterröhren mit berücksichtigt werden.

mit besten Grüssen

Felix Schaffhauser

 

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Unter diesem Titel wurde heute ein Beitrag zu den Radiomännern hochgeladen.

Dieser ersetzt den ursprünglich vorgesehenen Titel "Empfangsverbesserungen im RADIOMANN".

Siehe:

http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=22106

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06.Jan.05 00:36

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Durch einen glücklichen Zufall ist in Sachen Röhrenempfehlungen für den RADIOMANN der Vorkriegszeit, neue Information an's Tageslicht gekommen.

Stefan Schmitz aus Schiffweiler, besser bekannt als "Drehko-Stefan", ist neulich in den Besitz eines Anleitungsheftchen von 1938 (3.Auflage) gekommen.
Hierin ist auf Seite 4 unten, die DM300 (alte Ausführung!) als alternative Röhre für die Verwendung in den Ländern außerhalb Deutschlands vorgeschlagen.

Mit seiner freundlichen Unterstützung habe ich den Textauszug in:
"Die Röhren im RADIOMANN Teil 1" eingefügt.
http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=18244

Ebenso habe ich auf Grund dieser neuen Erkenntnis, eine gewisse Textanpassung vorgenommen.

Wir wiederholen unseren Aufruf:
Informationen aus den Anleitungsheftchen von 1934 und 1942 (1. und 5. Auflage), sowie die frühen Nachkriegsausgaben von 1947 und 1950 ( 6. und 7. Auflage) sind noch sehr gefragt!

This article was edited 06.Jan.05 22:34 by Wolfgang Holtmann .

Jürgen Stichling
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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   17 Auch hier schon der Hinweis auf Seite 4 auf die RE 074D oder Valvo U 409D und im Ausland die DM 300. Ebenso schon die im Thread "Die Röhren im RADIOMANN Teil I" wiedergegebene Passage aus Versuch 61 im selben Wortlaut.
Wolfgang Holtmann
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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   18 ... sind hier beschrieben: (2. Posting)
http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=20730


Interessantes Detail: Diese wurden nicht von Wilhelm Fröhlich entwickelt!

Die einzelnen Modelle werden in Kürze angelegt. Dort sind auch Bilder der fertigen Geräte, sowie Angaben über die Inhalte der Kästen zu finden.

Uns fehlen noch Bilder der Experimentierkästen selber. Wer hat Radio-Zeitschriften aus den frühen 20er Jahren. Dort könnten diese als Inserate zu finden sein.

Ich will mich noch für die freundliche Unterstützung bei Herrn Paul Heußner und Wolfgang Eckardt bedanken.  

This article was edited 18.Jan.05 18:30 by Wolfgang Holtmann .

Gerhard Heigl
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Vor Kurzem wurde ein Kosmos Baukasten Radio auf ebay versteigert Nr. 230164305447. Der Holzkasten hat die Masse BHT 510 x 60 x 270mm. Der Baukasten ist für 224 Versuche ausgelegt und mit der Röhre RE074d bestückt. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Typ im RM.org angelegt ist. Zur Sicherheit habe ich die Bilder kopiert.
Wolfgang Holtmann
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29.Aug.07 22:35

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Danke Herr Heigl,
für die Aufmerksamkeit!

Nach dem Deckelbild zu urteilen, kann  es sich um die 3. (1938) oder 4. (1944) Auflage des
"Baukasten Radiotechnik" von Kosmos handeln. Dieser ist bereits angelegt und ist hier zu finden.

Die Bilder von Ebay sind neu für uns!

MfG

Wolfgang Holtmann
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29.Aug.07 22:56

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Es fällt mir auf,
dass nur 224 Versuche in der bei Ebay verkauften Version vermeldet sind!
In der 3. Auflage hingegen wird jedoch von 264 Versuchen gesprochen.

Könnte es sich um die 4. Auflage handeln, wo vielleicht aus kriegsbedingten Umständen einige Versuche weggelassen wurden? Materialknappheit?
Diese Auflage ist noch nicht im RM angelegt.

MfG

Ernst Erb
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30.Aug.07 07:47

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Auch ich bin dieser unsicheren Meinung ;-)
Jedenfalls: Die Bilder sind interessant, auch wenn wohl fremde Bauteile darin vorkommen (bitte in Bildlegende vermerken, wo Sie auch dieser Ansicht sind, denn ich kann mich täuschen).

Wir sollten die 4. Auflage einfach mal anlegen und im Text schreiben, dass wir das nur vermuten. Irgendwann wird uns jemand korrigieren können.

Eine wichtige Botschaft für die Modell-Admins war auch schon: Unvollständige Modelle sind dort gewünscht, wo das Mitglied nciht mehr weiss. Nich ganz gesicherte Daten sind dort gewünscht, wo explizit erwähnt ist, in was die Unsicherheit besteht!

Ist es Ihnen, lieber Herr Heigl möglich, den Verkäufer zu bitten, eine Anfrage an den Käufer weiter zu leiten, damit wir mehr über das Modell zumindest fotografisch erfahren können?

Wolfgang Holtmann
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30.Aug.07 11:51

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Habe soeben die 4. Auflage angelegt. Darf ich Herrn Heigl bitten, die Bilder hochzuladen.

Unter Bemerkungen stehen unsere Unsicherheiten formuliert.
Ein Anleitungsheft zu dieser Auflage kann diese wegnehmen.

Natürlich habe ich mich auf der hervorragenden Homepage von Herrn Paul Gantner informiert.
Dort wird die 2. Auflage (1935) mit 224 Versuchen angeführt. Das ist aber nachweisbar nicht korrekt.

Im RM ist das Anleitungsheft zur 2. Auflage dokumentiert. Es wird deutlich von 264 Versuchen geschrieben!

MfG

Gerhard Heigl
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30.Aug.07 12:05

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Ich habe den Verkäufer des Baukastens angeschrieben, mit der Bitte das Schreiben an den neuen Besitzer weiter zu leiten. Wenn eine Reaktion erfolgt, melde ich mich wieder.
  
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