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VCL11 (VCL11)

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Hans M. Knoll
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Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, oder angenommen, die Röhre VCL11 sei exklusiv fuer den Deuschen Kleinempfaenger DKE 38 GW entwickelt worden.

Aus der Diskussion mit Joe Sousa aus USA, ergab sich die Notwendigkeit diesen Fehler oder Irrweg aufzuklaeren.

Als Anlage einen Bericht von L. Ratheiser von Telefunken wo diese Roehre entwickelt wurde..

Im Mittelteil kann man  sehen, es ist nicht nur der DKE38 GW betroffen.

Das Applikations- Schaltbild  zeigt eine abweichende Technik , z.B. die Gittervorspannung als Spannungsabfall in der Katode und nicht als "halbautomatische" in der Minusleitung.

Knoll

Anlage ist durchsuchbar.

 

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This article was edited 23.Aug.10 20:47 by Hans M. Knoll .

Georg Richter
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23.Aug.10 23:34

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Die VCL11 ist auch zu finden in diesen Modellen vor 1945:

VE-ähnlich (Schaltbilder soweit vorhanden nicht geprüft):

Der Aufbau der VCL11 (Bild Ratheiser)

aus "Radio-Röhren ..." von Herbert G. Mende, RPB 18/19, 2. Auflage 1952.

Beste Grüsse,

GR

 

 

Wolfgang Eckardt
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Ich gehe auch davon aus, dass die VCL nicht nur speziell (exklusiv) für den DKE 1938 entwickelt wurde. Vergleicht man aber die Textpassagen in verschiedenen Ausgaben des "Ratheiser", so kann man schon bei etwas oberflächlicher Lesart zu der Meinung gelangen, dass es nur um den DKE 1938 geht.

In dem Textbeispiel von Herrn Knoll (5. Aufl. 1942) heißt es noch recht eindeutig, "... in erster Linie für den ‘Deutschen Kleinempfänger' ", also auch für andere Empfänger. Unterstrichen wird dies noch durch das Schaltungsbeispiel.  In der nächsten Ausgabe von 1949 fehlt ein Schaltbild und es geht nur noch um einen "... sehr sparsam arbeitenden Kleinempfänger (Einkreis-Zweiröhren-Empfänger) ...." (siehe Kopie).
Leider verleitet dieser Text dazu, voreilig auf den wohl bekanntesten Kleinempfänger mit VCL11, den DKE 1938, zu schließen. Ja, leider, aber dem ist wohl doch nicht so. 

Wolfgang Eckardt 

Konrad Birkner † 12.08.2014
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Ich bin anderer Meinung, die ich hier zu bedenken bitte

VCL11 und VY2 wurden m.W. als erstes im DKE eingesetzt und zwar in Großserie. Es klingt doch sehr unwahrscheinlich, dass dieser Röhrensatz einfach als allgemeines Angebot an die Industrie geschaffen wurde.
Warum hat Telefunken als Radiofirma nicht selbst zunächst exklusiv davon Gebrauch gemacht? Warum erscheinen andere Einsatzbeispiele erst deutlich später?

Derartige Neuentwicklungen wurden in der Regel im Hinblick auf breite Verwendung (also Umsatz) oder eigenen technischen Vorteil (Marktvorsprung) gemacht. Ein anderer Anstoß wäre ein Entwicklungsauftrag.
Meines Erachtens dürfte es sich um einen solchen handeln. Ich bin der Ansicht, dass im Hinblick auf einen besonders billigen Volksempfänger, den späteren DKE, das Entwicklungsprojekt gestartet wurde.
Das schließt die anderweitige Verwendung dieser Röhren ja nicht aus, wie etliche Beispiele zeigen. Aber: in 1938 gab es offenbar noch kein Gerät welches davon Gebrauch machte. Das setzte nur vereinzelt und zögerlich ein. Und was dann ab 1940 an nicht-DKEs entstand, lässt sich aus der damaligen leichteren Verfügbarkeit der in Stückzahlen produzierten Röhren erklären, zumal für den Spargedanken nichts vergleichbares greifbar war.

Dass die DKE-Schaltung Schwächen aufweist, ließ sich bald feststellen und es war leicht hier hinterher Verbesserungen vorzuschlagen (Ratheiser).

Meine Schlussfolgerung: Die fraglichen Röhren wurden im Hinblick auf einen ebenfalls erst zu schaffenden DKE entwickelt. Das bedeutet nicht exklusiv, also weiteren Einsatz ausschließend.
"Zunächst speziell für einen Kleinempfänger (evtl.DKE) entwickelt" ist wohl zutreffender.

Das zeitliche Zusammenfallen von Röhren und Gerät bedeutet doch, dass weder ein Röhrensatz vorhanden war, der für das Gerät verwendet werden konnte, noch dass ein weitgehend entwickeltes Gerät einen passenden Röhrensatz brauchte.

Mit freundlichem Gruß,
KoBi

This article was edited 28.Aug.10 21:15 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

  
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