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Vorschaltlampe

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Gerhard Heigl
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06.Nov.03 13:50

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Glühlampenvorschaltgerät mit Komfort: Als Sicherung ist ein Automat empfehlenswert. S1, S2 und S3 sind geeignete Kippschalter, wobei S3 die Lampen überbrückt und das Radio an die volle Netzspannung legt, geschützt nur durch die Sicherung. Das Volt- und Amperemeter müssen Weicheiseninstrumente sein, nur diese sind für Gleich- und Wechselstrom geeignet. Die Instrumente können auch entfallen. K2 ist eine Schukosteckdose. K3 eine alte Steckdose ohne Schutzkontakte, zusammen mit den Buchsen Bu ist man für alle Fälle gerüstet. Wird das Gerät in ein Gehäuse eingebaut, ist auf ausreichende Belüftung zu sorgen, um einen Hitzestau zu vermeiden. Die 15W-Glühlampe muss jedenfalls durch ein Fenster oder Gitter sichtbar sein. Das Gerät kann natürlich durch eine zusätzliche Glühlampe (150W) und Schalter erweitert werden. Beim Zusammenbau ist auf die elektrischen Sicherheitsvorschriften zu achten.

Arbeitsweise: Vor Beginn müssen immer alle Schalter (S1 - S3) ausgeschaltet sein, um die Prüfung mit der 15W-Lampe zu beginnen. Leuchtet die Lampe hell, wird S1 zugeschaltet. Leuchtet nun die Lampe nicht oder nur dunkel, braucht keine weiter Lampe zugeschaltet werden. Leuchtet die Lampe nach zuschalten von S2 immer noch hell, ist mit einem Fehler (Kurzschluss) zu rechnen, der behoben werden muss. Erst wenn man ganz sicher ist, keine Fehler im Gerät zu haben, kann man mit S3 die volle Netzspannung anlegen.

Nicht nur für Radios ist dieses Gerät zu empfehlen. Wicklungen von unbekannten Trafos können damit gefahrlos* ausgemessen werden, ebenso lassen sich kleine E-Motoren oder andere elektrische Kleingeräte überprüfen.

*Unter gefahrlos meine ich nicht die Sicherheit vor Stromschlägen, sondern die Sicherheit dass sich der Prüfling nicht in Schall und Rauch auflöst.

  
Auf Anregung aus dem Buch "RADIOS VON GESTERN" habe ich mir dieses einfache Vorschaltgerät gebaut. 3 Glühlampen 15W, 40W, 100W und die zugehörigen Schalter. Die blanken Buchsen sind nicht nachahmenswert :-(

 

Etwas später folgte dieser Kasten, der schon etwas mehr kann:

2 Vorschaltlampen 15W + 100W

Wechselstrom regelbar mit Leistungspot (besser wäre ein Stelltrafo) von 0 bis 230V

Gleichstrom gesiebt, regelbar von 0 bis 230V/2A max. (Leerlauf ca. 300V)

Die Betriebsarten sind mit den beiden Stufenschalter wählbar

Die Ausgangsspannungen sind an den beiden Steckdosen und Buchsen verfügbar

This article was edited 09.Nov.03 18:51 by Gerhard Heigl .

Gert Buckendahl
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23.Jan.08 15:41

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Hallo , liebe Radiofreunde .

Zum "Hochfahren" der Wechselspannung bei alten Radios oder auch anderen Geräten benutze ich ein Wechselstromgerät der Firma ELV-Elektronik , mit dem man die Wechselspannung in Stufen von 10 V  von 0 Volt auf 300 V hochfahren kann . Möglich macht das ein Ringkerntrenntransformator mit diversen Anzapfungen , die durch eine Schaltelektronik sinnvoll gesteuert werden können . Der Ausgang ist erdfrei und mit  1 Ampere bis zu 300 Watt dauerbelastbar . Strom und Spannung werden in  3 bzw. 4 Stellen angezeigt .

Zu finden ist das Gerät unter :  www.elv.de      In der Rubrik  " FINDEN" gibt man 68-117-09

ein oder sucht nach  AC-PS7002 .  Kostenpunkt : 235 €  wovon der Trenntrafo aber immerhin schon  156 €  ausmacht , so dass der Rest von   79 € für die restliche Elektronik + Gehäuse etc. doch relativ günstig ist .

Ein Wehrmutstropfen bleibt : Das Gerät ist nur als Bausatz erhältlich und erfordert bei sehr engen Lötstellen doch einige Sorgfalt beim Zusammenbau . Belohnt wird man aber durch ein recht universell einsetzbares Wechselstromgerät .

Freundliche Grüße      Gert Buckendahl

 

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This article was edited 23.Jan.08 15:45 by Gert Buckendahl .

Günter Denoth
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23.Jan.08 16:36

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Diese Geräte (Regel - Trenntrafo) sind eine wirklich sehr feine Erfindung! Ich habe auch ein älteres Modell in der Werkstatt, das bei der Reparatur unverzichtbar ist! Noch vor Inbetriebnahme empfiehlt es sich aber denoch das Radiogerät im Trockentest durchzutesten (Isolierungsbruch Netzkabel, Windungsschluss Netztrafo, Siebelko begutachten...).
Dann steht der Freude einer ausführlichen Prüfung (fast) nichts mehr im Wege.
P.S.: Herrn Heigls Methode halte ich auch sehr angebracht, vorallem für sehr einfach nachbaubar! Ich glaube früher war diese Methode der Prüfung mittels Vorschaltlampe auch Standard in den Radiowerkstätten...
Danke für die ausführliche Erklärung samt Schaltplänen

LG aus Innsbruck

Günter Denoth

This article was edited 23.Jan.08 16:37 by Günter Denoth .

Wolfgang Eckardt
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23.Jan.08 21:24

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In alten Radio-Werkstätten waren Adapter mit Vorschaltlampen weit verbreitet. Ich erhielt so etwas aus einer Auflösung:

Links (unten = VERB.) konnte man dann auch das funktionstüchtige Gerät anschließen und in der oberen Steckdose ein Amperemeter (=AMP.) zur Messung.

Ich nutze diesen Adapter heute noch.....

Wolfgang Eckardt

Gerhard Heigl
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24.Jan.08 10:08

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Ich bin ein Befürworter der Vorschaltlampe. Nie würde ich ein altes Radio oder sonst ein älteres elektrisches Gerät bei Erstbetrieb oder Reparatur ohne Vorschaltlampe ans Netz nehmen. Manche schwören auf den Regeltrafo. Nachteil eines Trafos, er gibt immer das Letzte her, das heisst bei Kurzschluss im Prüfling, liefert der Trafo auch den möglichen Kurzschlussstrom und der kann beträchtlich und gefährlich (für Bauteile) sein. Bei einer Vorschaltlampe hingegen wird der maximale Strom durch die Leistung der Lampe beschränkt. Günstig wirkt sich auch das Kaltleiterverhalten von Metallfadenlampen aus.

Maximaler Strom bei 230V-Lampen:

15W………………ca. 60mA

15 + 40W…………ca. 240mA

15 + 40 + 100W…..ca. 640mA

Noch einige Hinweise zur Vorschaltlampe:

Eine 230V/15W Lampe beginnt bei ca. 20V sichtbar zu glühen. Ein gut sichtbares Rotglühen bei ca. 30V. Das heisst, der Verbraucher (Prüfling) wird dann nur mehr mit 210 bzw. 190V betrieben. Bei Röhrenradios bewirkt dies eine Unterheizung der Röhren und die Funktion kann beeinträchtigt werden. Auf längere Zeit ist dies schädlich für die Röhren, daher ist die Vorschaltlampe wie auch der Regeltrafo, nur zur Überprüfung und kurzzeitigen Betrieb geeignet.

Eine perfekte Kombination ergibt ein Regel-Trenntrafo und zuschaltbare Vorschaltlampen im Primärkreis des Trafos. Netztrennung für Personenschutz und Überlastungsschutz für Bauteile. Die Lampe dämpft auch den Einschaltstromstoss des Trafos.

Themen über die Vorschaltlampe im Forum:

Vorschaltlampe?

Einschaltstrom

Anlasswiderstände

Konrad Birkner † 12.08.2014
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24.Jan.08 10:53

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Nichts gegen Vorschaltlampen.

Ich möchte nur erwähnen, dass ich ein anderes Verfahren anwende: Regeltrafo mit vorgeschaltetem Wattmeter. Damit lassen sich auch quantitative Vergleiche anstellen, mit der Bewertung der Helligkeit ist das schwierig.

Ein Amperemeter tut es natürlich auch.

Aber: jeder nach seiner Fasson!

Peter Steffen
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24.Jan.08 14:08

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Hallo Zusammen.

Auch ich wende das Verfahren von Konrad an.

Die Vorschaltlampe verwende ich, bei einem kurzen Testlauf, wo ich die Anzeige nicht ständig unter Kontrolle habe. So kann nichts kaputt gehen.

Grüsse Peter

Dietmar Rudolph
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Das Lampenbrett

Den "Trick" mit der Vorschaltlampe hatte mir ein Elektriker schon in den '50er Jahren verraten. Und bis in die '80er Jahre war es bei mir der Standard, ein unbekanntes Gerät (z.B. ein Radio) über die Vorschaltlampen zu testen.

Die Bienenkorb-Glimmlampe links ist immer im Kreis, auch wenn die Schalter auf "aus" stehen. Damit läßt sich ein Eindruck über die Isolation des Gerätes (im ausgeschalteten Zustand) gewinnen.

Damit die Phase immer an der richtigen Klemme der Steckdose ankommt, ist vor den Glühlampen eine Signal-Glimmlampe angeordnet, die bei korrekter Polung des Netzsteckers leuchtet. (Die Signal-Glimmlampe ist zwischen Phase und Schutzleiter geschaltet, wodurch natürlich ein paar Mikroampere im Schutzleiter fließen.)

Die Fassungen für die Glühlampen sind (zweckentfremdede) Fassungen für frühere Sicherungs-Patronen.

Der Test beginnt immer mit der schwächsten Glühlampe (15W). Je nach Größe des Gerätes und der Helligkeit der 15W Lampe werden die weiteren Lampen zu geschaltet. 

Falls die Lampen sehr hell aufleuchten, ist etwas "faul" im getesteten Gerät. Der Test wird dann wiederholt mit gezogenen Röhren, speziell der Gleichrichter-Röhre - sofern vorhanden.

Nach relativ kurzer Zeit gewinnt man genügend Erfahrung, um mit dieser Methode den Zustand eines Radios beurteilen zu können. 

Der Regel-Trenntrafo

Etwas luxeriöser als das Lampenbrett ist ein Regel-Trenntrafo. Dieser sollte nach Möglichkeit mit einem Amperemeter ausgestattet sein, mit dem auch sehr kleine Wechselstöme gemessen werden können.

Das logartihmisch anzeigende Amperemeter für kleine Wechselströme wurde hier in einem RFT TST 280/1 nachgerüstet. Das originale Amperemeter für Wechselspannung (Dreheiseninstrument) rechts oben ist im Bereich unterhalb von 0,3 A viel zu unempfindlich um damit die Stromaufnahme eines Radios beurteilen zu können. 

(Den TST 280/1 gab es in einer früheren Ausführung auch mit 2 Steckdosen, was aber bezüglich der "Netztrennung" problematisch ist, wenn damit z.B. 2 Allstrom-Geräte oder solche mit unterschiedlichen Verbindungen zwischen den Leitungen und dem Gehäuse betrieben werden.)

In den späteren Modellen des TST 280/1 wurde die (nicht mehr zulässige) 2. Steckdose durch eine Blindplatte ersetzt. Hier ist eine BNC Buchse eingebaut, die gestattet, den Verlauf des aufgenommenen Stromes des angeschlossenen Gerätes zu oszilloskopieren. Hierbei allerdings "nur" den reinen Wechsel-Anteil, im Unterschied zu einer Strom-Messung mit einem Hall-Element. Für die meisten Anwendungen ist das jedoch ausreichend.

Ergänzend ist an der Ausgangs-Steckdose nun auch noch ein Wattmeter angeschlossen, so daß man nicht nur die Scheinleistung, sondern auch noch die Wirkleistung des angeschlossen Gerätes messen kann.

MfG DR

Gerhard Heigl
Gerhard Heigl
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10.Mar.18 17:15

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Vergleich Regeltrafo – Vorschaltlampe

Als Versuchsobjekt eine angenommene Schaltung mit einem 100 Ohm-Widerstand in Serie mit einem „kranken“ Kondensator 0,1µF/250V.

Diese R-C-Kombination ans 230V-Netz gelegt.

Was passiert: Der Kondensator schlägt durch, ein Strom von 2,3A fliesst durch den Widerstand. Entweder explodiert der Kondensator, oder der Widerstand wird augenblicklich zerstört.

Diese R-C-Kombination mit dem Regeltrafo langsam hochfahren.

Was passiert: Der Kondensator schlägt angenommen bei einer Spannung von 180V durch. Ein Strom von maximal 1,8A (abhängig von der Leistung des Regeltrafos) fliesst durch den 100Ω Widerstand. Es ist ungewiss ob der Kondensator explodiert oder der sterbende Widerstand den Stromkreis unterbricht. Das Ganze bleibt weitgehend unbemerkt wenn nicht ein Amperemeter eingeschliffen ist. Aber auch ein schneller Griff zum Ausschalter wird eine Zerstörung des Widerstandes nicht verhindern können.

Diese R-C-Kombination über die Vorschaltlampe 15W betreiben.

Was passiert: Der Kondensator schlägt durch. Ein Strom von maximal 60mA fliesst durch den Widerstand. Die Lampe leuchtet hell auf und es passiert weiters nichts.

Diese R-C-Kombination über Vorschaltlampen 15W + 40W + 100W = 155W betreiben.

Was passiert: Der Kondensator schlägt durch. Ein Strom von ca. 600mA fliesst über den Widerstand. Die Lampen leuchten hell auf. Dies ist das Signal den Stromkreis zu unterbrechen bevor der überlastete 100Ω Widerstand abraucht.

Wenn ich ein altes Radio bekommen habe wurde es bedenkenlos als erstes über die Vorschaltlampe in Betrieb genommen. Man bekommt sofort einen groben Überblick über den Zustand des Radios ohne einen Schaden befürchten zu müssen. Diese Methode habe ich schon hunderte Male bei meinen neu erworbenen alten Netzradios angewendet ohne einen Schaden zu verursachen. Nicht ohne Grund war die Vorschaltlampe in den alten E-Werkstätten präsent. In ihrer Schutzwirkung ist und bleibt sie unerreicht.

Der Test eines funktionierenden Allstromradios mittels Vorschaltlampe.

Das Radio wird über die 15W Lampe in Betrieb genommen. Die 15W Lampe leuchtet hell. Die 40W Lampe wird zugeschaltet, die Helligkeit der Lampen verringert sich etwas. Die Röhrenheizungen beginnen zu glühen, damit verringert sich die Helligkeit der Lampen weiter weil der Heizfadenwiderstand steigt. Nach einiger Zeit wenn Anodenstrom zu fliessen beginnt erhöht sich die Helligkeit der Lampen wiederum. Die 100W Lampe kann zugeschaltet werden und das Radio beginnt zu spielen.

Besonders für Anfänger geeignet, die Sammlerbibel von Ernst Erb RADIOS VON GESTERN
mit einer Vielzahl von Themen über alte Radios und deren Behandlung.
Zum Beispiel: hier

Steffen Thies
 
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15.Mar.18 21:35

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Herr Heigl,

mich brauchen Sie nicht überzeugen. Die Vorschaltlampe ist trotz aller Einfachheit effektiver als ein Regeltrafo. Den habe ich mittlerweile zwar auch, aber wenn er in zweifelhaften Fällen zum Einsatz kommt, immer mit Lampe! Sein Hauptzweck ist ein anderer.

Ein weiterer Vorteil der Lampe ist übrigens, daß man damit auch Geräte testen kann, die nicht mit reduzierter Spannung betrieben werden dürfen wie z. B. Schaltnetzteile, Sparlampen und "neuere" Fernseher. Für Notfälle habe ich eine dicke mit 200 W...

 

Seit einigen Jahren besitzt auch die zentrale Schalteinrichtung für meine Radiosammlung einen "Softstart" per Lampe. Solange man den Einschalttaster drückt, ist eine Vorschaltlampe im Stromkreis. Verhält die sich normal, bis das vorher ausgewählte Radio spielt, kann man den Taster loslassen und die Lampe wird überbrückt. Täte sie das nicht, schaltet man ohne die Brückung ab. Bisher war's noch nicht nötig, aber ich finde es recht beruhigend so.

Grüße,

Steffen Thies
 

Hans RODT
Hans RODT
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21.Mar.18 16:55

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Hallo,

Die Vorschaltlampe in allen Variationen ist sicher eine einfache und wirkungsvolle Methode, um Kurzschlüsse bei der Inbetriebnahme  alter Rundfunkgeräte zu erkennen.

 

Ich selbst gehe einen Weg, der sich am Prinzip von Herrn Birkner und Herrn Rudolph orientiert hat und moderne Bausteine zur Anwendung bringt.

Ich habe die Prüf- und Messeinrichtung hier im Detail im Radiomuseum und in der Funkgeschichte Nr. 232 beschrieben.


 

Es konnte an Hand verschiedener Beispiele gezeigt werden, dass mit der beschriebenen Versorgungs- und Messeinrichtung eine schonende und sichere Inbetriebnahme alter Radios möglich ist. Unter Verwendung einer Stelleinheit sowie des digitalen Bausteins PZEM-021 und des Magnetstromsensors T60404-N4646-X66282 konnte die Applikation einer stufenlos steigenden Spannung ohne Erdpotential mit folgender digitaler Messung des Wechselstroms und der Leistung mit Darstellung am Oszilloskop realisiert werden.

Kurzschlüsse, die überraschend während der Messung zu Stande kommen könnten, werden durch entsprechend dimensionierte Sicherungen im Primar und Sekundärkreis aufgefangen.

Gerade vor Tagen konnte ich beim Hochfahren der Spannung an einen alten restaurierten Loewe-Superhet früh einen zu großen Strom identifizieren, der sich bei nachfolgenden Einzelmessungen als Windungs-Kurzschluss  in der Hochspannungssekundärwicklung des Netztrafos erklären ließ.

 

Grüße,

 

Hans Rodt

  
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