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Excello 53W

Excello 53W; Körting-Radio; (ID = 35443) Radio
 
Excello 53W; Körting-Radio; (ID = 1020676) Radio
 
Excello 53W; Körting-Radio; (ID = 1020677) Radio
 
Excello 53W; Körting-Radio; (ID = 1466039) Radio
Excello 53W; Körting-Radio; (ID = 826626) Radio Excello 53W; Körting-Radio; (ID = 826635) Radio
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Excello 53W; Körting-Radio; (ID = 826626) Radio
Körting-Radio;: Excello 53W [Radio] ID = 826626 769x550
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For model Excello 53W, Körting-Radio; Leipzig, später Grassau
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Körting-Radio; Leipzig, später Grassau
alternative name
 
Dietz & Ritter GmbH, Dr.
Year: 1952/1953 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 7: ECH81 EF41 EAF42 EB41 EM11 EL41 AZ41
Main principle Super-Heterodyne (Super in general); ZF/IF 472/10700 kHz; Reflex
Tuned circuits 7 AM circuit(s)     7 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 127; 220; 240 Volt
Loudspeaker 2 Loudspeakers / Ø 21 cm = 8.3 inch
Power out
from Radiomuseum.org Model: Excello 53W - Körting-Radio; Leipzig, später
Material Wooden case
Shape Tablemodel, low profile (big size).
Dimensions (WHD) 560 x 364 x 240 mm / 22 x 14.3 x 9.4 inch
Notes

Bandbreite regelbar. Achtung: Spartransformator!

3-stufige FM-ZF-Verstärkung mit 3 Einzelkreisen und dem Ratiofilter.

Die ZF-Röhre EF41 wird in Reflexschaltung bei AM als erste und bei UKW/FM als 2. NF-Stufe verwendet. Bei FM wird die NF ab Ratiodetektor in der EM11 vorverstärkt.

Net weight (2.2 lb = 1 kg) 10.3 kg / 22 lb 11 oz (22.687 lb)
Price in first year of sale 298.00 DM
Collectors' prices  
Source of data Kat.d.Rundf.GrossH.1952/53 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Literature/Schematics (1) -- Original-techn. papers.
Literature/Schematics (2) Funkschau (Schaltungssammlung Nr. 31)


All listed radios etc. from Körting-Radio; Leipzig, später Grassau
Here you find 721 models, 567 with images and 417 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Körting-Radio;: Excello 53W
Threads: 3 | Posts: 5
Hits: 471     Replies: 0
korting: Excello 53W - gravierender Sicherheitsmangel
Robert Schrödl
09.Apr.18
  1

Im Rahmen der Reparatur eines Körting Excello 53W fiel mir ein gravierender Sicherheitsmangel auf:

Je nach Stellung des Netzsteckers kann die Messing-Zierrosette des Magischen Auges die volle  Netzspannung führen.
Die Zierrosette wurde in der Bohrung der Schallwand mit umgebogenen Blechlaschen befestigt. Diese Blechlaschen sind zu lang und berühren auf der Geräteinnenseite die Alu-Führungshülse der Anzeigeröhre EM11. Die Führungshülse ist leitfähig mit der Gerätemasse verbunden. Vermutlich dient sie auch als Abschirmung, da die EM11 beim Excello auch als NF-Vorverstärker eingesetzt wird.

Da das Gerät lediglich mit einem Spartransformator ausgerüstet ist, besteht keine galvanische Trennung. Das Chassis und damit leider auch die Zierrosette kann die volle Netzspannung führen. 


Ich habe das Problem bei meinem Gerät durch Kürzen der Blechlaschen behoben.
Ein dem aktuellen Regelwerk entsprechend elektrisch sicheres Gerät habe ich dennoch nicht. Aber diesen Anforderungen wird wohl kaum ein Gerät aus den 50er Jahren gerecht.

Das beigefügte Foto zeigt die bereits gekürzten drei Blechlaschen.  

 

 

 

 

 

 

 

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Hits: 634     Replies: 2
korting: Körting Excello 53W - Reparaturbericht
Robert Schrödl
09.Apr.18
  1

Als "Anfängerprojekt" wählte ich aus meiner kleinen Sammlung dieses Gerät aus.
Vor etwa 40 Jahren rettete ich es als Jugendlicher das Radio vom Sperrmüll.
Bereits damals stellte ich fest, dass UKW-Sender nur ganz leise hörbar waren und die übrigen Wellenbereiche einwandfrei funktionierten. Da meine damaligen Reparaturversuche damit endeten, dass das Gerät überhaupt nicht mehr funktionierte landete es unrestauriert im Regal.

Nachdem ich jetzt die Elkos formiert und die Teerkondensatoren vorsorglich getauscht hatte fiel mir bei der ersten Inbetriebnahme, natürlich am Trenntrafo, sofort auf, dass der Glühfaden der AZ41 durchgebrannt war. Mit einer als  "getestet und gut" angebotenen AZ41 funktionierte das Radio wieder so, wie ich es damals vorgefunden habe, also mit ganz leiser UKW-NF. Allerdings liegt die Anodenspannung mit 210V deutlich unter den im Plan angegebenen Werten. Da die Stromaufnahme mit 55mA m. E. normal ist, gehe ich davon aus, dass die AZ41 eher schwach ist.

Die weitere Störungsanalyse gestaltete für mich aufgrund einiger für Anfänger irreführender Besonderheiten ziemlich schwierig. Um es gleich vorweg zu nehmen: Letztlich waren die beiden Anodenwiderstände auf dem Sockel der Anzeigeröhre EM11 defekt. Die Röhre wird nur im UKW-Betrieb zusätzlich als NF-Vorverstärker eingesetzt. Der NF-Verstärker funktionierte in den anderen Wellenbereichen einwandfrei, weshalb sich meine Störungsanalyse auf den UKW-HF-Teil konzentrierte. Auch hier fiel ich erst mal über einen Stolperstein: Ich konnte die Funktion des Oszillators nicht feststellen. Aber müsste er nicht schwingen, wenn ich ganz leise UKW-Sender im Lautsprecher höre?
Mit dem Oszilloskop konnte ich schließlich feststellen, dass der Oszillator nicht um 10,7 MHz über, sondern unter der Empfangsfrequenz schwingte, also hier in Deutschland im BOS-Frequenzband (Feuerwehr und Rettungsdienste).
Nachdem ich mir die für Anfänger sehr guten Bücher von Hr. Eike Grund und etliche Forumsbeiträge hier auf RM.org zu Gemüte führte, gelang es mir schließlich, die UKW-NF bis zum Gitter der Anzeigeröhre zu verfolgen und den Fehler aufzuspüren.

Das Gerät funktioniert jetzt wieder zufriedenstellend. Nachdem das Maximum der Anzeigeröhre beim Abstimmen des Senders zwischen zwei Lautstärkemaxima liegt, wäre vermutlich noch ein Abgleich erforderlich. Auch das würde ich gerne machen, aber so weit bin ich noch nicht.

Beim Zusammenbau des Gerätes fiel mir mit meinem geschulten Blick als Elektromeister noch ein gravierender Sicherheitsmangel auf: Die Befestigungslaschen der Messingrosette des Magischen Auges sind zu lang und berühren innen die Alu-Führungshülse der EM11. Diese ist wiederum leitfähig mit der Gerätemasse verbunden. Da das Gerät mit einem Spartransformator ausgerüstet ist, besteht die Gefahr, dass die Rosette die volle Netzwechselspannung führt. Ich denke, dass diese Information hier im Reparaturbericht untergeht. Daher werde ich in einem eigenen Forumsbeitrag darauf nochmal gezielt hinweisen.

 

 

 

 


 

 

 

Bernhard Nagel
09.Apr.18
  2

Hallo Herr Schrödl,

ein guter Reparaturbericht der doch schon über das Wissen eines Anfängers hinausgeht! Dabei ist die Schaltung des Excello alles andere als "gewöhnlich". Denn bei UKW-Empfang sind sogar 3 NF-Stufen vorhanden, nach der Vorverstärkung mit der EM11 und dem Lautstärkeregler folgt die EF41 (ZF-Röhre) die als 2. Funktion noch die NF weiterverstärkt. Eine klassische Reflexschaltung.

Für die leise UKW-Wiedergabe bei Abstimmung auf Maximum der EM11 könnte der 4µF Elko an oder in der Nähe der EB41 verantwortlich sein. Der sogenannte Ratio-Elko (Teil des Ratio-Detektors, ein FM-Demodulator) hat möglicherweise seine Kapazität verloren. Zur Probe einfach einen zweiten Elko 4,7µF 63V dem eingebauten Elko parallel schalten. Wichtig: Pluspol liegt hier auf Masse! Im Schaltungsauszug ist der Elko in rot markiert.

Vielleicht ist der Fehler damit schon beseitigt. Viel Glück!

Bitte laden Sie noch Unteransichten vom Chassis zum Modell, vielen Dank.

Robert Schrödl
11.Apr.18
  3

Hallo Herr Nagel,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Den Ratioelko habe ich mittlerweile auch getauscht. Leider ohne Erfolg. Zudem habe ich die Widerstände rund um den Ratiodetektor geprüft und die EB41 testweise getauscht.

Ich werde meinen Excello weiterhin als Übungsobjekt betrachten und weiterhin damit experimentieren. Nur so kann ich dazu lernen und Erfahrung gewinnen. Derzeit fungiert er als Werkstattradio. Zur Restauration habe ich lohnendere Objekte in meiner kleinen Sammlung.

Eine grundsätzliche Verständnisfrage hätte ich aber doch noch: Ich habe mit dem Oszilloskop die UKW-ZF von der ECH81 bis zum Ratiodetektor verfolgt. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Signal über mehrere ZF-Filter hinweg einen m. E. relativ hohen Anteil der Oszillator-Frequenz enthält. Am Gitter der EF41 habe ich beispielsweise eine Sinuswelle mit 78,8 KHz und 3Vss gemessen. In der Hüllkurve der Oszillatorfrequenz steckt wohl die ZF. Ich denke, das ist richtig so, sonst würde das Gerät nicht funktionieren. Nach zwei ZF-Filtern hätte ich aber hier einen eher untergeordneten Frequenzanteil der Oszillator-Frequenz erwartet.

Beste Grüße

Robert Schrödl

 
Hits: 1487     Replies: 0
korting: 53W (53 W); Excello
Rudolf Bengesser
11.Jul.09
  1

 

Für Diejenigen, die diese Geräte reparieren heißt das Lebensgefahr, wenn ohne Trenntrafo gearbeitet wird. Zwischen Bord- und Stromnetz besteht keine galvanische Trennung!

 Offenbar nicht das einzige Gerät, das die ECH 81 für die UKW-Abstimmung verwendet.

 
Körting-Radio;: Excello 53W
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