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Villingen 12 (Nord)

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For model Villingen 12 (Nord), SABA; Villingen:
Unrestauriert
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  SABA; Villingen
Brand
 
Schwer & Söhne, GmbH
Year: 1962/1963 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 6: ECC85 ECH81 EF89 EABC80 EM84 EL95
Semiconductors (the count is only for transistors) E250C85
Main principle Superheterodyne (common); ZF/IF 460/6750 kHz
Tuned circuits 6 AM circuit(s)     9 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 120/220 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) - elliptical
Power out 2.5 W (unknown quality)
from Radiomuseum.org Model: Villingen 12 - SABA; Villingen
Material Wooden case
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 450 x 270 x 225 mm / 17.7 x 10.6 x 8.9 inch
Notes

2 Ausführungen:
Villingen 12, Gehäuse dunkel;
Villingen 12 Nord, Gehäuse hell.

Net weight (2.2 lb = 1 kg) 7.3 kg / 16 lb 1.3 oz (16.079 lb)
Price in first year of sale 319.00 DM
External source of data Erb
Source of data Handbuch VDRG 1962/1963
Literature/Schematics (1) -- Original-techn. papers.


All listed radios etc. from SABA; Villingen
Here you find 1565 models, 1429 with images and 1057 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
SABA; Villingen: Villingen 12
Threads: 1 | Posts: 2
Hits: 2108     Replies: 1
saba: 12; Villingen Reparaturerfahrungen
Harald Pohlmann
01.Oct.06
  1

Als ich das Gerät bekam, war das Gehäuse durch Feuchtigkeit stark in Mitleidenschaft gezogen und aus dem Lautsprecher würde, laut Vorbesitzer, nur noch Brummen kommen.

Der Leim in verschiedenen Saba Gehäusen muss wohl ein guter Nährboden für Schimmelpilz sein; nicht zum ersten mal fand ich im Innern einen dicken weißen Belag  ähnlich wie auf Camembert oder Brie Käse. Das äußere Furnier war an der Unterkante von den Seitenteilen los gegangen und stand nach außen ab, aber der Klavierlack hielt es bis auf ein kleines fehlendes Stück noch größflächig zusammen.

Nach Ausbau des kompletten Innenlebens habe ich das Gehäuse Spülbürste und Brause von Staub und Schimmel befreit. Um Lack und Fugen nachhaltig zu schädigen ist eine kurzzeitige Dusche nicht ausreichend, wenn das Gehäuse nach dem Waschen schnell wieder abgetrocknet wird. Unter das Furnier habe ich Weißleim eingespritzt und das ganze dann mit Steinen beschwert. Um eine gleichmäßige Oberfläche, gerade bei gewölbten Gehäusen zu bekommen, empfiehlt sich als Unterlage geschlossenporiger Polyäthylen-Schaum z.B. aus Verpackungen. Er ist weich genug, um der Gehäusekrümmung zu folgen, aber auch steif um den Druck auf eine größere Fläche gleichmäßig zu verteilen und er nimmt keinen Leim an so dass er nicht am Gehäuse festklebt. Das fehlende Furnierstück habe ich aus einem passenden Holzstreifen entsprechend der Maserungsrichtung ausgeschnitten. Den richtigen Farbton habe ich mit Beize und Acrylfarbe nachgestellt. Ein zu hoher Rotanteil in Holz oder Beize läßt sich gut mit einer Spur Grün neutralisieren. Der Ton geht dann mehr in Richtung graubraun.

Der Lautsprecherstoff ist gut abzulösen und umproblematisch waschbar. Dazu die Schallwand  einmal komplett abbrausen, auch auf der Rückseite, dann gibt es keine Wasserflecken und anschließend gut abtropfen lassen. Im Stoff ist jetzt genügend Feuchtigkeit um den Kleber aufzuweichen und ein vorsichtiges Abziehen zu ermöglichen. Das 'Saba' Schildchen ist mit zwei angeschweißten Spitzen durch den Stoff in der Schallwand verankert, läßt sich aber vorsichtig abhebeln. Der Stoff wurde, mit Textilwaschmittel im Waschbecken eingeweicht, über Nacht wieder wie neu. Zum Aufkleben eignet sich gut der 'Pritt Stift' von Henkel. Er wird gleichmäßig auf die Schallwand aufgetragen und der noch nicht ganz trockene Stoff aufgelegt. Mit etwas Restfeuchtigkeit ist der Stoff noch nicht stark geschrumpft und passt recht gut, außerdem lässt er sich auf dem Klebstoff gut korrigieren. Pritt ist für kleinere Reparaturen an weichen oberflächen mein Favorit, de er frisch aufgetragen schon eine hohe Klebkraft hat und die zähe Masse Stoffe oder Papier nicht durchweicht. Auch trocken gewordene Aufkleber oder Gewebeklebeband frische ich damit auf.

Bei der Montage der Frontblende ist darauf zu achten, dass an einigen Laschen Unterlegscheiben aus Pertinax in unterschiedlicher Dicke sitzen um Abstände zum Gehäuse auszugleichen.

Das Chassis sah bis auf einige Roststellen sehr gut aus und war auch scheinbar nicht verbastelt. Einige frische Lötstellen unter der EL95 hielt ich für eine sauber ausgeführte Reparaturarbeit.  Das Antriebsseil für den UKW Tuner war gerissen. Anhand der Service Unterlagen dürfte das Anfertigen und Auflegen eine neuen Seils nicht schwierig sein. Das Seil soll eine Länge von 670 mm haben und hat laut Zeichnung drei Umschlingungen auf der Antriebswelle. Damit ist es aber zu kurz, so dass nicht beide Ösen in das FM-Seilrad passen; bei zwei Umschlingungen stimmt die Länge.

Beim Anlegen der Netzspannung leuchtete das magische Band und aus dem Lautsprecher kam ein Brummton, der mit Aufdrehen der Lautstärke intensiver wurde. Empfang war auf keinem Band möglich. Die Tonblenden reagierten auch indem der Brumm schriller oder dumpfer wurde, aber beim Rechtsanschlag des Höhenreglers gab es einen heftigen Knacks vermeintlich aus dem Lautsprecher. Beim genauen Hinhören und nochmaligem Drehen knallte es unter dem Regler. (Kurzschluss?). Am Anschlag war eine Brandstelle in der Schleifbahn, die bei der Reinigung zuvor noch nicht dagewesen war. In der Schaltung geht diese Stelle über einen Kondensator zur Anodenspannung der EL95. Der Kondensator war aber noch gut, und die Sicherung direkt vor der Anode auch. Bei genauerer Untersuchung waren in einer vergangenen Reparatur auf der Platine die Zuleitungen zur Anode und zum Schirmgitter aufgetrennt und wieder zugelötet worden. Dabei war ein Kurzschuss entstanden, der Schirmgitter und rechten Potianschuss miteinander verband. Da der Schleifer des Potis auf Masse liegt, wurde beim Endanschlag das Netzteil dann direkt kurzgeschlossen.

Interessanterweise ist beim Vorgänger der Schaden nicht aufgetreten, denn die Schieber, die auf der Skala die Einstellung von Höhen und Bässen anzeigen, waren gegenseitig vertauscht, und so konnte der Höhenregler vorher nicht weit aufgedreht werden.

Nach Beseitigung des Schadens ging es an die eigentliche Fehlersuche. Die Endstufe arbeitete,  bekam aber kein Signal. Ein Herausnehmen der EF89 und Einspeisung eines ZF Signals brachte keinen Erfolg. Das Bandfilter war in Ordnung, denn nach Herausnehmen der EABC80 war die ZF an den entsprechenden Pins in der Fassung messbar.  Beim Einspeisen von NF sowohl am Demodulatorausgang als auch am NF-Eingang war ein ganz schwaches Signal vorhanden, das am Lautstärkepoti verandert werden konnte.  Der Eingang des Lautstärke-Potis hatte einen mehr oder weniger starken Masseschluss. Als Ursache fand ich einen kleinen direkt am Poti angelöteten Kondensator (C 403 im Schaltbild). Eines seiner Beinchen drückte an das Potigehäuse und verursachte einen Schluss.

Nun war auf AM wieder Empfang da, aber UKW war immer noch tot. Beim Messen der Betriebsspannung am Tuner kam dann doch kurz ein Sender rein; der Empfang war allerdings sehr klopfempfindlich. Austausch der ECC85 und Reinigung der Fassungskontakte brachte keine Besserung. Ebenso ließ sich der Wackler nicht durch abklopfen der einzelnen Kontaktfedern der Röhrenfassung im Tuner orten. Nach einem Nachlöten der Fassungskontakte war der Schaden jedoch behoben.

Das Chassis ist jetzt wieder voll einsatzfähig, jedoch gab es beim Einbau noch zwei Besonderheiten. Da der Lautsprecher sehr groß ist, sollte er außerhalb des Gehäuses zusammen mit der Schallwand montiert werden. Ein nachträglicher Einbau ist etwas umständlich. Um das Chassis am Boden festzuschrauben, muss unterhalb des Netztrafos eine kürzere Schraube genommen werden, weil dort der NF Übertrager direkt über dem Schraubloch sitzt.

Grüße, Harald Pohlmann

Robert Latzel
01.Oct.06
  2

Hallo Herr Pohlmann,

die Schimmelspuren an den Leimnähten lassen sich folgendermaßen erklären:
Weißer Holzleim etwa (andere Leime arbeiten offenbar ähnlich) stellt eine insgesamt gesehen, saure Masse dar. Damit lässt sich die Holzfaser gut anlösen und dann - durch weitere chem. Prozesse - miteinander verbinden. Z.B. Pinsel aus Metall, bzw eisenhaltige Metallteile rosten daher bei längerem Kontakt mit Weißleim. Diese saure Masse - so sie nicht ausreichend neutralisiert wird - bildet den idealen Nährboden für Schimmel. Feuchtigkeit sowie mangelnde Luftzufuhr begünstigen das Schimmelpilzwachstum ebenfalls, die Holzart sowie deren Feuchtigkeit während der Verarbeitung, aber auch bei der Lagerung sind ebenfalls Wachstumsfaktoren. Um Schimmel wirksam auf Dauer zu bekämpfen, ist eine Desinfektion, sowie die Neutralisation der Säure notwendig. Damit verändert sich der Nährboden. Auch entsprechende, dann andauernde Trockenheit ist hierfür vonnöten. So kann ein erneutes Aufkommen der Schimmelpilze - die übrigens als krebsfördernd gelten - verhindert werden. Nachkontrollen der Pilzbehandlung sollten ab und zu vorgenommen werden. Die Schallwandstoffe sind übrigens ab einem gewissen Befallstadium kaum noch zu retten - sie verfärben sich dann nämlich irreversibel.
Hoffentlich haben Sie nach der vielen Arbeit - bei gründlicher Behandlung dankt er es Ihnen sicherlich - auch viel Freude an Ihrem Saba.

Dies wünscht Ihnen
R. Latzel

 
SABA; Villingen: Villingen 12
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