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Wildbad 7

Wildbad 7; SABA; Villingen (ID = 10489) Radio
 
Wildbad 7; SABA; Villingen (ID = 1428056) Radio
 
Wildbad 7; SABA; Villingen (ID = 1428064) Radio
 
Wildbad 7; SABA; Villingen (ID = 1428062) Radio
Wildbad 7; SABA; Villingen (ID = 214970) Radio Wildbad 7; SABA; Villingen (ID = 214971) Radio
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Wildbad 7; SABA; Villingen (ID = 214970) Radio
SABA; Villingen: Wildbad 7 [Radio] ID = 214970 933x621
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For model Wildbad 7, SABA; Villingen:
Wildbad7
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  SABA; Villingen
Brand
 
Schwer & Söhne, GmbH
Year: 1956/1957 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 8: EC92 EC92 ECH81 EBF89 EM80 EABC80 EL84 EZ80
Main principle Superheterodyne (common); ZF/IF 460/6500 kHz
Tuned circuits 6 AM circuit(s)     9 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 125; 150; 220 Volt
Loudspeaker 3 Loudspeakers
Power out 4 W (unknown quality)
from Radiomuseum.org Model: Wildbad 7 - SABA; Villingen
Material Wooden case
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 550 x 370 x 270 mm / 21.7 x 14.6 x 10.6 inch
Notes

Drehbare Ferritantenne.

Das Handbuch des Rundfunk- und Fernseh-Grosshandels 1956/57 nennt abweichend eine Ausgangsleistung von 5 Watt.

Net weight (2.2 lb = 1 kg) 13 kg / 28 lb 10.1 oz (28.634 lb)
Price in first year of sale 359.00 DM
External source of data Erb
Source of data HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1956/57
Mentioned in -- Original-techn. papers.


All listed radios etc. from SABA; Villingen
Here you find 1613 models, 1456 with images and 1114 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
SABA; Villingen: Wildbad 7
Threads: 4 | Posts: 16
Hits: 1764     Replies: 5
saba: Saba Wildbad7 UKW-Problem
Stefan Hammermayer
03.Oct.17
  1

Guten Tag allerseits, 

Mein SABA Wildbad 7 steht nach mühsamer Aufarbeitung zwar fast wieder da wie neu, zeigt aber auf UKW seltsame Effekte.

Beginnend bei 87 MHz ist zuerst alles wie gewohnt. Bei Senderempfang zeigt das mag. Auge an und man hört den Sender klar und deutlich. Aber ab etwa 91 MHz und dann weiter bis zum Skalenende bei 100 MHz bleibt der bei 91 liegende Sender permanent hörbar und überlagert die zwischen 91 und 100 liegenden Sender. Das mag. Auge bleibt dabei permanent auf Vollausschlag. Beim Durchdrehen des Senderwahlknopfes gibt es dann ab und zu noch einen kurzen lauten Brummton, klingt wie eine Interferenz.

So etwas hatte ich ja noch nie und kann habe daher noch keine Idee, was da los sein könnte.

Mechanisch (Skalenseil, Tuner)  bewegt sich alles so, wie es soll, da ist nichts Abnormales zu beobachten.

Technisch hatte ich an dem Radio bisher alle Teerkondensatoren erneuert und den Netzteil-Doppelelko neu formiert. Auf den AM-Bereichen funktioniert alles prächtig.

Wer hat eine Idee, warum da ab 91 bis 100 ein Sender permanent hörbar bleibt und andere Sender überlagert?

Viele Grüsse,

Stefan

Steffen Thies
06.Oct.17
  2

Es findet sicher eine wilde Schwingung statt, die mit dem 91 MHz-Sender die ZF ergibt. Anscheinend sind die Bedingungen für das Anschwingen erst gegeben, wenn auf höhere Frequenz eingestellt ist. Also kommen zunächst die variablen Schaltungsteile in Betracht, aber auch mittelbar beeinflußte. Beispiel: Die Vorspannung des Oszillators und damit seine Stromaufnahme ist frequenzabhängig. Das könnte durch die Beeinflussung der (zusätzlich gefilterten) Betriebsspannung im Kästchen woanders die Schwingung auslösen. Vielleicht können Sie diese mit einem anderen Radio oder Oszi und kurzem Draht als Antenne nachweisen.

Wenn nicht die beteiligte Röhre eine Macke hat, würde ich als nächstes auf defekte Abblockungen tippen, einschließlich Durchführungskondensatoren. Stimmt die Betriebsspannung am UKW-Baustein? Sind evtl. Drähte verbogen, so daß eine ungewollte Rückkopplung entstanden ist?

Auf jeden Fall ein fieser Fehler. Ich würde mich deshalb nicht wundern, wenn etwas ganz anderes verrückt spielt, aber ich hoffe doch, daß Sie mit dieser Anregung weiterkommen.

Grüße,

Steffen Thies
 

Stefan Hammermayer
07.Oct.17
  3

sehr geehrte Radiokollegen,

abermals kommt es vorerst völlig anders: Da der Zeitpunkt, zu dem der Radio fertig sein und übergeben werden soll, unerbittlich näherrückt, kommt als schnelle Lösung Plan B in Kraft. Im Stapel der "die brauche ich eigentlich nicht so unbedingt" - Radios steht auch noch ein Freudenstadt 7, der schon mit original-kaputten Teerkondensatoren ganz manierlich spielt. Da komplizierte Reparaturen unter Zeitdruck eher selten zu einem Erfolg führen, stelle ich den Wildbad 7 vorerst zurück und löte mich in überschaubarer Zeit kondensator-kurierenderweise durch den Freudenstadt 7, dann fällt der Anlass, bei dem jemand damit beglückt werden soll, wenigstens nicht auch noch ins Wasser.

Was das komplexe Wildbad-Problem betrifft, erhiehlt ich auf dem Weg per e-mail sehr umfangreiche Hilfestellung durch Herrn Haase, die ich auch meinem Radiofreund Thomas im oberfränkischen Thüringen weitergeleitet habe, den ich seit der Kindheit kenne. Der hat den guten Tips des Herrn Haase eigene Gedanken beigefügt, die ich hierherkopieren möchte:

Zitat1:

 Zum Saba Wildbad kommentiere ich Herrn Haase; ich glaube, er kennt sich sehr gut aus:
- "Ich gehe davon aus, dass die Vorstufe, Rö 102 (EC92), schwingt."
--> ist sehr wahrscheinlich, glaube ich auch. Aber durch die Schwingung der ersten EC92 entsteht an deren Gitter eine negative Spannung und die Stromaufnahme sinkt. Wenn Du mit einem Meßgerät direkt ans Gitter gehst, kann die Schwingung abreißen - oder sich sogar verstärken. An C117 sollten ca 230 V anliegen. Im Normalfall sollten an R102 80V (= R102, 10k * Ia, 8mA) abfallen. An der Anode Rö101 sollten dann 150V (=230V -80V) anliegen. Im Schaltplan steht abweichend 140V, ist aber ok wegen Toleranzen, Meßungenauigkeiten, etc... An C110 ist die gleiche Spannung meßbar, da L104 für Gleichstrom nahezu durchlässig ist. Mißt du dort mehr als 180V, schwingt die Vorstufe, oder Rö101 wäre total verbraucht (dann kann sie aber nicht mehr schwingen).
- "Auch ist es möglich, dass die Rö 102 eine falsche Steilheit hat und das Problem verursacht. Hier wäre eine einfacher Tausch der Röhren untereinander schon mit einer Veränderung verbunden."
-->Dies ist ein guter, einfach durchzuführender Tipp. Erhält die eingetauschte Rö101 weniger Steilheit oder andere innere Kapazitäten, kann das Schwingen wegfallen.
- "Haben Sie die beiden Kondensatoren C117 und C110 getauscht? "
--> haben diese Kondensatoren oder einer davon ihre Kapazität verloren, kann dies zum Schwingen führen. Eine Kapazität -30% dürfte noch nichts auslösen. Hier kannst du andere keramische Kondensatoren paralell anlöten, die alten kannst du drin lassen. Halte die Anschlußdrähte so kurz wie möglich (optimal unter 1,5 cm).
- "Weiter sollte der Saugkreis C118 / L106 geprüft werden, dabei nicht C121 vergessen."
--> Das stimmt, aber an diese für den UKW-Tuner wichtig kritischen Teile würde ich nur zuletzt rangehen, besonders, wenn/weil dann L106 neu abgeglichen werden muß.
- "Wenn das Gerät in meiner Werkstatt wäre, würde ich zunächst mit dem Oszilloskop, oder besser mit dem Spektrumanalysator, unerwünschte Schwingungen in der Vorstufe nachweisen."
-->Das stimmt, aber einen UKW-Tauglichen Oszillografen und oder einen Specki haben weder du, noch ich. Einer steht bei mir schon auf "Halde" zur Reparatur, ich trau mich noch nicht ran, weil die Dinger richtig kompliziert sind.
- einen Tastkopf hätte ich sogar, aber der "sieht" neben der wilden Schwingung auch die Oszillator-Sollschwingung.
-----> ein weiterer Tatverdächtiger wäre L103, und zwar deren Mittelanzapfung: fehlt deren Masseverbindung, kann aus der Neutralisation über C107 schnell eine Rückkopplung werden. Das kannst du einfach mit einem Ohmmeter nachmessen. Ist dies der Fehler, schreibe ihn ruhig ins Forum. C108 sollte auch 14pF haben, aber hier nicht rumlöten, weil eine andere Bauteileanordnung einen Neuabgleich (laut Anleitung nur im Werk möglich) fällig wäre.
- ein "Pfusch-Trick" ist, den Widerstand R102 auf 20k zu vergrößern, und bei Wegfall der Schwingung rückschreitend den Wert wieder zu vermindern, bis die Schwingung wiedereinsetzt. Dann den nächstgrößeren Wert einlöten.
Hat alles nichts geholfen, einfach beim nächsten Besuch mitbringen.

Soweit Herr Haase und mein Radiofreund Thomas.

Zitat1 Ende.

Weiters war auch Herr Roose sehr hilfsbereit:

Zitat2:

zu der Anfrage im Forum zum Fehler am Radio Saba Wildbad 7 Folgendes: Bei der Eingangsfrequenz von 91MHz schwingt die selbstschwingende Mischstufe (zweite EC92) bei 101,7MHz. Eine Schwingung dieser Frequenz wird anscheinend beim Weiterdrehen der Senderabstimmung weiter irgendwo erzeugt, so dass der Sender bei 91MHz weiterhin auf 10,7MHz umgesetzt wird. Vielleicht wird die 101,7MHz Schwingung in der HF Vorstufe (erste EC92) erzeugt dadurch, dass sie beim Hochdrehen der Abstimmung bei 91MHz angeregt wird und weiter schwingt. Ob diese Vermutung richtig ist, ließe sich wohl am Abblockkondensator C113 (3nF, keramisch?) mit einer Spannungsmessung erkennen. Im Bereich des korrekten Betriebs (87-91Mhz) sollte sich hier m.E.  eine kleine negative Spannung ( - 0,5 …-2V ?) zeigen, die sich bei Abstimmung auf einen Sender vielleicht jeweils etwas ändert.  Wenn die Eingangsstufe tatsächlich schwingt, erwarte ich da eine etwas negativere Spannung, die im höheren Abstimmbereich etwa konstant bleibt. Warum die Eingangsstufe schwingen sollte? Ist der C113 (3nF in Ordnung? Vielleicht können Sie einmal einen keramischen Kondensator ähnlicher Größe parallel schalten.

Soweit für Heute, ich hoffe meine Ausführungen sind verständlich und bin gern bereit für Rückfragen und gespannt, wie sich dieser knifflige Fehler aufklären lässt.

Zitat2 Ende.

Leider bin ich momentan dienstlich extrem eingespannt und kann die durchaus umfangreichen Fehlermöglichkeiten vorerst nicht abarbeiten.

Daher muss als schnelle Lösung Plan B in Kraft treten, statt des bockigen Wildbad wird bald ein Freudenstadt ein neues Heim finden. Im November habe ich etwas Urlaub, das wird dann der richtige Zeitpunkt sein, um die Wildbad-Vorschläge konsequent abzuarbeiten.

Auf jeden Fall lässt sich schon feststellen, dass die beteiligten EC92 wohl unschuldig sind. Ein Durchtauschen mit anderen Gebrauchten Röhren oder auch ganz neue hatte keinerlei Veränderung zur Folge.

Es bleibt dabei: Aus Wildbad wird Freudenstadt, und sobald es beim Wildbad Fortschritte gibt, werde ich es hier verlauten lassen.

Bis dahin nochmals ein grosses Dankeschön an die Ratgeber und herzliche Grüsse

Stefan Hammermayer

 

 

Bernhard Nagel
07.Oct.17
  4

Möglicherweise schwingt die Vorstufe bei bestimmter Einstellung der Abstimmung und "zieht" damit den eigentlichen Oszillator der selbstschwingenden Mischstufe mit. Das kann eine Folge von früheren Manipulationen an den Abgleichtrimmern sein falls kein Bauteildefekt vorliegt, beliebt war mit dem UKW-Radio den Polizeifunk abhören zu können ...  Ein Neuabgleich des UKW-Mischteils könnte das Problem lösen.

Kontrolle und Abgleich der Neutralisierung:

  1. Anodenspannungszuführung der Vorstufe auftrennen. Hierzu am Mischteil-Kästchen die Brücke "B" auftrennen. Nun müsste der Empfang deutlich schwächer sein (die Vorstufe verstärkt ja nicht mehr sondern lässt über die Röhrenkapazitäten und den Neutro-Trimmer etwas HF zur Mischstufe durch), dafür müssten die Sender "auf den richtigen Stellen" der Skala liegen sofern der Oszillator nicht verstellt wurde.
  2. Starken Sender in der Gegend von 92...93 MHz einstellen (oder mod. Messsender verwenden). Zunächst den Trimmer C109 (Anodenkreis der ersten EC92) auf max. Spannung am Ratioelko eingestellen. Dann mit dem Neutro-Trimmer C107 auf kleinstes Signal im Lautsprecher oder kleinste Spannung am Ratioelko einstellen. Achtung: Neutro-Trimmer ist HF-seitig "floatend", hat also keinen Massepunkt! Daher hier ausschliesslich mit Isolierwerkzeug einstellen. Die Einstellung am besten mit der Vorstufen-EC92 machen die im Gerät verbleiben soll.
  3. Anodenspannungsbrücke wieder schliessen. Kontrolle, ob Empfang nun normal möglich ist. Es empfiehlt sich anschliessend ein kompletter Neuabgleich des UKW-Mischteils (UKW-Aufsatz) nach  Abgleichvorschrift.

Abgleichpunkte UKW-Aufsatz Saba Wildbad 7

Warum kann die Vorstufe überhaupt ins Schwingen geraten? Sie arbeitet in Kathodenbasischaltung und benötigt zwingend eine Neutralisierung der Rückwirkung (Gitter-Anodenkapazität der EC92) die besonders Triodenverstärkern eigen ist. Das Prinzip beruht auf dem einer abgeglichenen Brückenschaltung.

Zum Weiterlesen: Neutralisation und Die UKW-Vorstufe mit Trioden

Stefan Hammermayer
26.Nov.17
  5

Guten Morgen allerseits,

 

seit wenigen Tagen ist der Saba Wildbad entgültig gezähmt und daher an dieser Stelle der abschliessende Reparaturbericht angesagt.

Fehler 1, der auf UKW ab etwa 92 durchgehend bis 100 MHz ständig durchhörbare, bei 91/92 liegende Sender blieb durch einen Fehler meinerseits unentdeckt.

Als nach Kondensatorkur und einem ersten Ausprobieren an einer 40-Watt-Glühbirne als Vorschaltsicherung alles ok und kurzschlussfrei erschien, folgte der erste Versuch an voller Netzspannung und das Radio spielte augenblicklich auf den AM –Bereichen Lang- Mittel –Kurzwelle mit gutem Empfang.

Jedoch war meine Kombination aus Bequemlichkeit und Zeitnot aufgrund bevorstehendem Dienst unglücklich, denn ich verzichtete darauf, auch die diversen Betriebsspannungen zu messen.

So blieb unentdeckt, dass alles viel zu niedrig war, weil die Gleichrichterröhre EZ 80 völlig verbraucht war und so schwach, dass sie auf einem Funke W 20 den Zeiger des Messinstruments kaum mehr bewegen konnte. Für L-M-K hat es wohl irgendwie noch gereicht, aber für UKW nicht. Bessere EZ 80 eingesteckt und dieser Fehler war vom Tisch.

Fehler 2, das mag. Auge permanent auf Vollausschlag und auf UKW starkes Rauschen und die Sender unklar und verrauscht, war kein Fehler des Radios.

Da mein Radiofreund Thomas in Thüringen in seinem Messgerätefundus auch einen Spektrums-Analyser hat, wurde damit festgestellt, dass in seinem Haus eine breitbandige Elektrosmog-Störung herrscht, die den UKW-Bereich komplett überdeckt.

Beim Überlegen, was das sein könnte, blieben am Ende nur noch moderne Energiesparlampen oder Billig-Schaltnetzteile übrig. Und siehe da, nach Abschalten aller brennenden Lampen und Stillsetzen aller Steckernetzteile war die Störung weg. Letztlich war es eine LED-Sparbirne aus dem Sonderangebot eines Lebensmitteldiscounters. Durch Ein- und ausschalten konnte die Störung beliebig erzeugt und beseitigt werden.

Kurzum: Licht aus und das Radio funktionierte einwandfrei. Mit Zimmerbeleuchtung brachte der breitbandige Störnebel das mag. Auge permanent auf Vollausschlag, denn ob es ein Störsignal oder ein Sender ist, was da hereinkommt, kann das Radio ja nicht unterscheiden.

Da ich bei mir zu Hause keine LED-Birne des betreffenden Herstellers in Gebrauch habe, sie bei der gleichen Supermarktkette aber auch in meinem Wohnort verkauft wurden, vermute ich, dass dieselbe Störung bei mir zu Hause aus einer Nachbarwohnung kam.

 

Somit kann ich dieses Projekt abschliessen, das Radio steht seit gestern bei der neuen Besitzerin in Nürnberg und bereichert das dortige Wohnzimmer.

 

Herzlichen Dank an alle Helfer in diesem Forum. Dass es letztlich wieder einmal völlig anders kam, konnte ja vorab niemand ahnen.

Radioreparieren durch Licht aus im Wohnzimmer wird aber wohl eher eine Ausnahme bleiben. 

Einen schönen Sonntag noch an alle

Dietmar Rudolph
03.Dec.17
  6

Eine Störung im UKW-Bereich durch eine spezielle Art von Glühlampen (mit besonders langen Glühfäden) wird in "UKW-Störungen durch Glühlampen"  beschrieben. Dabei ist interessant, wie man schließlich diesem Effekt auf die Spur gekommen ist.

Diese Art von Glühlampen gibt es nun nicht mehr zu kaufen. Um so schlimmer ist es, daß nun eine gewisse Sorte von LED Lampen ebenfalls entsprechende Störungen erzeugt. Störungen durch LED-Lampen müßte nicht sein, wenn an der zugehörigen Elektronik nicht "gespart" würde!
Besonders preiswerte LED-Lampen können eben in diesem Sinne auch "Schrott" sein.

MfG DR

 
Hits: 1452     Replies: 3
saba: Saba Wildbad kein Ton
Dieter Grundt
14.Apr.17
  1

Sehr geehrte Radiofreunde,

ich habe bei meinem Saba Wildbad 7

schon einige Kondensatoren getauscht und auch den Ladeelko 50uf + 50 uf,

womit das anfängliche Brummen mittelweile behoben ist. Nur es kommt kein Ton.

Nun meine Frage: Am 2 kOhm Widestand ) siehe Foto ) fehlt der schwarze Kondensator
bzw. Widestand ´. Dieser wurde wohl mal vom Vorgänger entfernt o.ä.

Welchen Weert hat dieses Bauteil ? Über Hilfe wäre ich sehr dankbar.

MfG und Frohe Ostergrüße

Dieter Grundt

 

 

 

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Andreas Peukert
15.Apr.17
  2

Hallo Herr Grundt,

leider ist Ihr Bild wenig hilfreich, da zu klein.

Schauen Sie doch bitte mal auf das Schaltbild. Es wird sich um den Widerstand R39 handeln. Wenn dort der Kondensator C64 fehlen sollte, ist das trotzdem nicht der Grund für den Tonausfall. Aber Sie können dort sehen, dass es ein Kondensator von 25nf oder 0,025 µf zur Masse gelötet sein muss.

Haben Sie ein Multimeter verfügbar? Sonst ist die Fehlersuche schwierig. Allerdings möchte ich Sie bitten mal die Röhrenfassung der EL84 von unten unter die Lupe zu nehmen. Der Pin6 ist der Anodenanschluß der EL84. Hier geht ein 500 pf-Kondensator zur Masse. Bitte entfernen Sie diesen ersatzlos. Es passiert oft, dass diese Kondensatoren durchgeschlagen sind und der Tontrafo somit  zwischen der vollen Spannung und an Masse liegt, was das Brummen erklären könnte.

Bitte prüfen sie wie beschrieben und informieren Sie uns hier weiter.

Viele Grüße und nette Osterwünsche

           Andreas Peukert 

Dieter Grundt
17.Apr.17
  3

Hallo Herr Peukert,

habe Ihre Tipps angewandt, aber das hat leider den Fehler noch nicht behoben.

Die Röhre EBF89 muss ich auch erst einmal tauschen, scheinen die Dioden defekt zu sein.

Ich hoffe ja nicht, dass der Ausgangsübertrager einen Kurzschluss hat....

Werde weiter forschen und berichten..

MFG

Dieter Grundt

 

Andreas Peukert
18.Apr.17
  4

Hallo Herr Grundt,

also an den Dioden der EBF89 wird besagter Fehler garantiert nicht liegen. Um zu prüfen, ob der Fehler tatsächlich in der Endstufe liegt, schalten Sie das Gerät doch mal auf TA. Dann drehen sie den Lautstärkenregler voll auf. Sie gehen mit einer blanken Schraubenzieherklinge auf den Leiter der TA-Buchse.  Mit einem Finger die Klinge berühren. Nun müßte ein sehr lauter Brummton hörbar sein.  Sollte hier nichts hörbar sein, so muß man den Fehler weiter hinten, also in der Endstufe (EL84) suchen. 

Hier müßten Sie dann den Pin 2 - dort liegt ein 1 Kiloohm Widerstand - ebenfalls mit der blanken Schraubenzieher Klinge berühren. Falls hier auch kein Brummen hörbar ist, müssen wir uns der Endstufe weiter zuwenden. Bitte berichten Sie!

Viele Grüße

Andreas Peukert

 
Hits: 4904     Replies: 4
saba: Wildbad 7, Trafo heiß
Günther Volz
09.Jun.06
  1 Liebe Sammlerkollegen,

ich habe bei meinem Gerät nach ca. dreistündigem Dauerbetrieb festgestellt, daß der Netztrafo sowohl an Wicklung als auch am Blechkern starke Wärme entwickelt (haptisch sehr unangenehm/heiß). Ansonsten zeigt das Radio keinerlei Auffälligkeiten. Die netzseitige Stromaufnahme beträgt genau 300 mA (im Gegensatz zu den Angaben im SP, dort sind sogar 350 mA genannt, was wiederum auch in Widerspruch zu dem Aufdruck auf der Rückwand steht ("Leistungsaufnahme ca. 52 Watt").

Die Leitungsaufnahme meines Gerätes beträgt P = U x I = 220 V (gemessen) x 0.3 A = 66 Watt.

Ist das nun normal? Sind die Angaben auf der Rückwand/im SP falsch? Ist der Trafo gefährdet?

Vielen Dank für Hinweise

Günther Volz
Andreas Steinmetz
09.Jun.06
  2 Hallo Herr Volz,

um es vorwegzunehmen: Vermutlich ist bei Ihrem Gerät alles in Ordnung. Aber Ihre Rechnung ist streng genommen so vereinfacht nicht ganz richtig. Die tatsächlich aufgenommene Leistung (Wirkleistung) ist immer niedriger als das Produkt U x I (Scheinleistung), ganz abgesehen davon, daß es entscheidend ist, mit welchem Meßgerätetyp man den Strom I mißt (Stichworte: Quadratischer bzw. arithmetischer Mittelwert, Formfaktor, Oberwellen usw.). Geben Sie doch mal "Erwärmung Netztrafo" in unsere Suchfunktion ein (natürlich ohne die Gänsefüßchen), und Sie werden einen interessanten Thraed zu diesem Thema finden.

Andreas Steinmetz 
Mario Spitzer
09.Jun.06
  3 Sehr geehrter Herr Volz,

bitte bedenken Sie, die derzeitige Netzspannung beträgt keine 220V, sondern 230V und mehr.

Ähnlich verhielt es sich bei meinem Stradivari IV, ich dachte zuerst der Sendersuchlauf (welcher einwandfrei läuft) nimmt zuviel Strom und setzte ihn probeweise außer Betrieb, bis mir das mit der erhöhten Netzspannung einfiel. Bei mir im Büro habe ich kürzlich 235V gemessen.

Der Trafo lässt sich auf 240V umschalten und läuft so wieder normal.

Wenn Ihr Trafo nicht auf 240V einstellbar ist, schauen Sie mal bei Ebay nach einem Stelltrafo für alte Fernsehgeräte, zB. "Konstanze", die dürften preiswert zu beschaffen sein.

Ich würde auf jeden Fall den Gleichrichter und die Kondensatoren im Netzteil überprüfen.

Eine weitere, selten vermutete Ursache könnte eine falsch bestückte Skalenbeleuchtung sein. Ich bekam mal ein Radio in dem KFZ Sofitten vorhanden waren (die gab es auch mit 6V), welche natürlich eine viel zu große Stromaufnahme haben.

Gruß aus Berlin

Mario Spitzer
Karl-Heinz Bradtmöller
09.Jun.06
  4 Hallo Herr Volz,
eine sehr unangenehme Folge auch alternder Trafos/Wicklungen ist das Nachlassen der zu übertragenden Leistung. (Verrostete Bleche etc.)
Zunächst würde ich an Ihrer Stelle einmal alle Spannungen auch der Sekundärwicklungen des Trafos überprüfen nicht im Leerlauf, sondern bei Nominalbetrieb nach einer gewissen Einlaufzeit.
Wenn hier die Spannungen im Toleranzbereich liegen, kämen IMHO erst die höheren Netzspannungs(-wärme-)verluste in Betracht.
Die älteren Geräte weisen zwar in der Regel eine höhere Toleranz in Bezug auf Netzspannungsschwankungen auf, so daß ich eher auf einen fehlerhaften Netztrafo tippe.
Aber:
Ein ähnliches Problem hatte ich mit einer AEG-Bimbinette. Dieses Gerät lief etwa eine Stunde problemlos, bis der Strom für die UKW-Teil-Röhren nicht mehr ausreichte und der Empfang immer leiser wurde, bis er letztlich völlig zusammenbrach.
Das Problem war sowohl in den defekten UKW-Doppeltrioden als auch im Netztrafo zu suchen.
Hier war vom Konstrukteur entgegen obiger Behauptung am Trafo aus Platzgründen gespart worden. Ein Austausch brachte Abhilfe.

Noch etwas:
Ein heißer Netztrafo altert schneller und es könnte zu ernsthaften Isolationsproblemen kommen, wenn ein Windungsschluß durch Überhitzung entsteht. Der Hitzestau in der Primärwicklung, die sich wohl im Innern des Wickelkörpers befindet, dürfte noch größer sein. Daher sollten Sie auch diesen Sicherheitsaspekt berücksichtigen. Es sind mir schon Trafos durchgebrannt, die sich nach außen hin kaum wärmer als normal anfühlten. Modernde Trafos haben zu diesem Zweck auch noch eine Thermosicherung direkt am Wickelkörper. Bei sattem Kurzschluß reagiert diese aber auch oft zu spät. Einmal hatte ich einen Kurzschluß an einer der Heizwicklungen.
Innerhalb von wenigen Sekunden blähte sich der Wickelkörper auf. (Grundig-Tonbandgerät).
Mit diesen Dingen ist nicht zu spaßen.

Herzlichst,
Ihr K.-H. B.


P.S.: Noch ein Beispiel:
Ein Philips-Kasettenrecorder der ersten Generation wurde an einem Original-Netzteil betrieben.
Ich wunderte mich hier immer über ein stärkeres Netzbrummen bei Wiedergabe und Aufnahme.
Da alles schön isoliert war, auch das Original-Mikrophon, die DIN-Stecker etc. konnte ich nicht ahnen, daß der Trafo einen Windungsschluß zwischen Primär- und Sekundärseite hatte.
Nur per Zufall fand ich das raus. Man hätte also einen tödlichen elektrischen Schlag bekommen können, obwohl das Gerät in seiner Funktion bis auf das lästige Brummen in keinster Weise beeinträchtigt war. Fazit: Am besten die Leckströme mal messen.
Ein fabrikneues Tonbandgerät mit Originalzubehör sollte im Meßprotokoll dies übrigens folgendermaßen dokumentiert haben, bevor es das Werk verläßt:
Isolationswiderstand: 300 MOhm, Ableitstrom: 0,03 mA.
Grenzwerte für Ausschuß: kleiner als 2 MOhm; größer als 3,5 mA

Besondere Vorsicht ist auch bei Betrieb von Batterie-Geräten im Badezimmer etc. mit einem Netzteil geboten, vor allem, wenn es nicht das Original-Netzteil ist.
Die Isolation von externen Steckernetzteilen ist teilweise so schlecht, daß es an den Primärwicklungsanschlüssen gelegentlich zu Spannungsüberschlägen kommen kann vor allem bei feuchter Umgebung und nebeligem Wetter. Gute oder bessere Netzteile erkennt man schon daran, daß sie noch ein extra Gehäusekompartiment zwischen der Netzseite und der übrigen Schaltung aufweisen, und das Platinenlayout großräumig die Netz- und Sekundärseite distanziert. Am besten geeignet sind Trafos, die die Primär-Anschlüsse mit längeren gut isolierten Drahtenden direkt vom Wickelkörper auf die Sicherung bzw. Netzsteckeranschlüsse führen, so daß auch im Fehlerfalle (mechanische Beschädigung durch Herunterfallen) von vorne herein keine Kontaktgabe mit der Sekundärseite gegeben ist.
Interessanterweise haben Geräte aus Fernost gerade hier oft vorbildliche Trafos. Liegt wohl auch daran, daß diese Geräte ihre "Tropentauglichkeit", sprich Funktionstüchtigkeit auch in feuchterer Umgebung, unter Beweis stellen müssen. Geräte aus Amerika sind da oft viel schlecher isoliert, weil wohl davon ausgegangen wird, daß sie hauptsächlich an der dortigen niedrigeren 110V-Netzspannung arbeiten. - Dies nur am Rande -

Günther Volz
10.Jun.06
  5 Guten Abend,

da ich momentan etwas in Eile bin, möchte ich Ihnen jedoch kurz antworten und mich für Ihre bisherigen Ausführungen bedanken.

@ Herr Spitzer: die Netzspannung habe ich gemessen (220 Volt eff.), Gerät hat eine in Einweg geschaltete EZ80, Skalenlampen ok.

Ich habe das Gerät nochmals eingehend und nach allen Regeln der "Radioten-Kunst" geprüft, es hat keine weiterten Auffälligkeiten, sämtliche U- und I-Werte entsprechen denen im SP. Leckstromneuralgische C's wurden bereits vorher sicherheitshalber getauscht.

Nach dreistündigem Dauerbetrieb ergab sich an der heißesten Stelle des NT eine Temperatur von 68° - 70° C (Sowohl Wicklung als auch Kern). Im Vergleich dazu betrug die mit dem selben Labor-Quecksilberthermometer gemessene Temperatur am Kolben der EL84 über 140° C. Dies nur zur Info.

Für heute viel Radiogrüße

Günther Volz

PS: Sorry, an cos Phi hatte ich überhaupt nicht gedacht...
 
Hits: 2729     Replies: 0
saba: Technische Unterlagen Wildbad 7
Ernst Erb
23.Jan.03
  1

Die weiteren technischen Unterlagen finden Sie beim technisch gleichen Modell 7M:

http://www.radiomuseum.org/dsp_modell.cfm?model_id=20630

 
SABA; Villingen: Wildbad 7
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