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Amigo III (3)

Amigo III ; Schaub und Schaub- (ID = 68608) Radio
 
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Amigo III ; Schaub und Schaub- (ID = 846) Radio
Schaub und Schaub-: Amigo III [Radio] ID = 846 547x525
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For model Amigo III (3), Schaub und Schaub-Lorenz
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Schaub und Schaub-Lorenz
Year: 1953/1954 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 5: DF91 DK92 DF91 DAF91 DL94
Semiconductors (the count is only for transistors) Tr.Gl.=Metal-rectif.
Main principle Superhet with RF-stage; ZF/IF 472 kHz
Tuned circuits 6 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave and Short Wave.
Details
Power type and voltage Line / Batteries (any type) / AC/DC 110; 127 or 125; 155 or 160; 220 / 9 & 90 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) - elliptical
Power out
from Radiomuseum.org Model: Amigo III - Schaub und Schaub-Lorenz
Material Bakelite case
Shape Portable set > 8 inch (also usable without mains)
Dimensions (WHD) 300 x 210 x 130 mm / 11.8 x 8.3 x 5.1 inch
Notes

Der Amigo 3 (steht im VRG-Kalalog 1953/54 Seite 172 mit lateinisch 3) von Schaub ist den anderen Amigo-Modellen sehr ähnlich weswegen beim Hochladen von Bildern genau auf die Typenbezeichnung zu achten ist.

Siehe auch Lorenz Weekend 53 mit identischem Chassis.

Net weight (2.2 lb = 1 kg) 5.3 kg / 11 lb 10.8 oz (11.674 lb)
Price in first year of sale 230.00 DM
Source of data Kat.d.Rundf.GrossH.1953/54 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Literature/Schematics (1) -- Original-techn. papers.
Picture reference Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.


All listed radios etc. from Schaub und Schaub-Lorenz
Here you find 961 models, 806 with images and 680 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Schaub und Schaub-: Amigo III
Threads: 2 | Posts: 6
Hits: 1220     Replies: 0
schaub: Amigo III (3)
Marco Habeck
22.Dec.13
  1

Hallo ich möchte etwas berichtigen.

 

Die Umschaltung Batterie und Netzbetrieb, erfolgt nicht über den Gehäuseschalter.  Sondern über einen zusätzlichen Kontakt der durch den Netzstecker betätigt wird. Wenn diese in die Buchse gesteckt wird die sich neben der Spannungsumschaltung befindet.

 

Der Gehäuseschalter dieht also nur der Sicherheit. Ein überbrücken dessen schaltet das Gerät nicht auf Batteriebetrieb um.

 

Dies ist im Schaltplan auch ersichtlich.  Das mit dem Netzstecker zu lösen ist durchaus üblich gewesen.

 
Hits: 1712     Replies: 4
schaub: III; Amigo 3
Medard Rieder
04.Jan.10
  1

Zum Amigo III von Schaub gibt es einige interessante Anmerkungen zu machen:

Betriebsarten Netz / Batterie

Das Gerät kann prinizipiell ab Netz betrieben werden. Dabei werden sowohl Wechsel- als auch Gleichstromnetze berücksichtigt. Intern ist ein grosser Drahtwiderstand mit verschiedenen Abgriffen eingebaut, welche die jeweilige Wchsel- oder Gleichspannung auf etwa 90 Volt hinunterbringt. Im Falle vom Wechselstrom könnte man auch sagen hinuntertransformiert, weil der Drahtwiderstand im weitesten Sinne als eine Art Autotransformator angesehen werden kann. Im Falle von Gleichstromnetzen ist es eine rein ohmsche Spannungsvernichtung sprich Heizung. Nach der Gleichrichtung durch einen Trockengleichrichter mit zwei seriell geschalteten Dioden entstehen so etwas über 90 Volt Gleichspannung. Dies wird mittels eines weiteren Widerstandes auf 7 Volt für die Heizspannung der D-Röhren heruntergebracht. DieHeizungen sind seriell verdrahtet, dies erklärt auch die 9 Volt für die Heizbatterie.

Ein sehr interessantes Detail ist in der Rückwand des Gerätes eingebaut, nämlich eine kleine Schraube. Diese drückt im geschlossenen Zustand des Gerätes auf einen Schalter, welcher das Netzkabel ans Gerät verbindet. Wird die Rückwand geöffnet, wird der Schalter sofort unterbrochen und es besteht keine "Elektroschockgefahr". Diese kleine Schraube hat aber noch einen weitere Funktion: Will man das Gerät in seiner zweiten Betriebsart verwenden, nämlich mit einer AB-Batterie, dann muss die Schraube entfernt werden und somit ist nur noch ein Betrieb ab Batterie möglich. Und es wird ausgeschlossen, dass beide Betriebsarten gleichzeitig auftreten können. Eine Variante wäre, das Gerät mit offener Rückwand zu betreiben. Dies ist möglich und nicht gerade extrem gefährlich, weil die bei Netzbetrieb unter Spannung stehenden Teile (Spannungswahlschraube, Widerstand etc. komplett abgetrennt sind wenn die Schraube in der Rückwand nicht den eingebauten Schalter betätigt.

neue Batterie, alte Batterie

Ein weiteres hoch interessantes Detail besteht darin, dass neben der Spannungswahlschraube auch noch eine kleiner Umschalter alt / neu zu sehen ist. Da die Batterie 9 Volt für die Heizung der D-Röhren bereitstellt, jedoch "nur" 5 deren eingebaut sind, würden grundsätzlich 7.5 Volt genügen. In der Stellung neu wird daher ein 25 Ohm Widerstand eingeschaltet, der die Spannung auf etwas über 7 Volt herunterbringt. Ist die Batterie aber einmal etwas älter und angebraucht, dann wird dieser Widerstand eher kontraproduktiv, weshalb die Stellung alt vorgesehen wurde. In diesem Falle wird die Batterie für die Heizung direkt zu den Heizfäden geschaltet.

Warum 5 Röhren

Normalerweise haben Kofferradios mit Batterieröhren eher 4 Röhren und nicht 5. Im Amigo wurde aber eine zusätzliche DF91 verbaut. Diese ist in den Stellungen MW und LW als Vorverstärker aktiv und hilft der eher leistungsschwachen, in der Rückwand des Gerätes eingebauten Loopantenne die eh dürftigen RF Signale etwas auf Vordermann zu bringen. Und hat usätzlich den Effekt, dass das Gerät ziemlich selektiv wird. Und hilft bei der Unterdrückung von Spielgelfrequenzen bei Leistungsstarken Ortssendern. und nichtzu guter Letzt ist die eingebaute AGC wirklich sehr leistungsfähig. Die Hand am Lautstärkeregler hat bei der Sendersuche Ferien. Im Falle von Kurzwellen ist der Vorverstärker nicht aktiv. Warum ist aus meiner Sicht nicht ganz einfach zu erklären, könnte aber etwas damit zu tun haben dass die, man muss beinahe sagen damaligen KW Sender bereits in Wellenlängenbereichen arbeiteten, die mit einer Teleskopantenne (wovon auch eine eingebaut ist) hinreichend empfangen werden konnten. Ausserdem arbeiteten diese mit ordentlichen Sendeleistungen und weil die ZF von 470 KHz nicht gerade riesig ist, macht es Sinn, den Vorverstärker auszuschalten, weil man dann weniger Probleme mit Spiegelfrequenzen einfängt.

Fazit

Schon alleine die Stromversorgung dieses Gerätes stellt mechanisch und elektrisch ein kleines Meisterwerk dar. Und man kann spüren, wie die Radio-Ingenieure der damaligen Zeit wirklich noch so richtig Bescheid wussten über den Bau von Geräten, welche Wellenlängen von 2 Kilometern bis 16 Metern gleichmässig beherrschen konnten. und das mit einem Minimum an Beiteilen. Wirklich stark! Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Batterien für diese Geräte nur noch durch Eigenarbeit beschafft werden können. Naja, immerhin liegt auf meiner Werkbank ein D-Röhrenfähiges Zerhackerprojekt auf...

 

 

Joe Sousa
05.Jan.10
  2

Hallo Herr Rieder.
Vielen Dank für den interessanten Artikel.

Bitte folgen Sie Ersatz-Akkus in englischer Sprache.

Vielleicht können Sie dazu beitragen neue Batterie Ideen.

Grüße,
-Joe

Hans-Dieter Haase † 5.2.18
05.Jan.10
  3

Hallo Herr Rieder,

vielen Dank für Ihren interessanten Artikel.

In einem Punkt muss ich aber widersprechen. Sie schreiben:

 "Im Falle vom Wechselstrom könnte man auch sagen hinuntertransformiert, weil der Drahtwiderstand im weitesten Sinne als eine Art Autotransformator angesehen werden kann. Im Falle von Gleichstromnetzen ist es eine rein ohmsche Spannungsvernichtung sprich Heizung."

Ein Widerstand besitzt keine Induktivität (außer seiner hier zu vernachlässigenden sehr geringen Eigeninduktivität), kann somit auch nicht als Transformator wirken, auch nicht im weitesten Sinn. Er entwickelt bei Wechselstrom die gleiche Verlustwärme wie bei Gleichstrom. So ist u.a. auch der Effektivwert des Wechselstromes definiert.

MfG HDH

 

Medard Rieder
05.Jan.10
  4

Lieber Herr Haase,

Danke für Ihre Berichtigung. Sie haben natürlich vollkommen Recht. Ich habe wohl ein wenig zu stark meine Phantasie walten lassen, als ich das geschrieben habe... Wenn Sie es wünschen, werde ich den Text ändern.

Man kann es übrigens auch riechen, wenn man das Gerät ab dem Netz betreibt. Der Geruch ist der typische "heisser Widerstand" Geruch. Aber auch hier haben die Ingenieure an alles gedacht: In der oberen Kante der Rückwand des Gerätes sind links und rechts zwei kleine Aussparungen eingearbeitet. Und die haben eine doppelte Funktion: Einerseits ermöglichen Sie ein einfaches Öffnen der Rückwand. Andererseits lassen Sie die vom Widerstand respektive von den Röhren erwärmte Luft entweichen. Ich wiederhole mich, aber diese Ingenieure waren einfach genial.

Lieben Gruss

/medard

Hans-Dieter Haase † 5.2.18
05.Jan.10
  5

Lieber Herr Rieder,

bitte den Text nicht ändern, sonst sind die Folgeposts unsinnig. Es ist ja jetzt korrigiert. Schlimmer wäre es gewesen, wenn hier in einem öffentlichen Board etwas gestanden hätte, was technisch nicht korrekt ist.

Grüße

Hans-Dieter Haase

 
Schaub und Schaub-: Amigo III
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