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Gemeinschaftsprojekt MW-Bereich-Modulator

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Rudolf Drabek
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Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Herrn Heigl entstanden. In RMorg sind solche Geräte z.B. als Heimsenderlein gut beschrieben.

Von den Herrn Roschy und Steiner gab es auch wertvolle Inputs per Email. Ziel ist ein Gerät, billig, stabil und nachbausicher mit guten Modulationseigenschaften. Man darf ja solche Geräte besitzen, aber nicht betreiben. Ich möchte speziell darauf hinweisen.

In diesem Thread sind alle Detailschaltungen schon erörtert. Eine weitere Beschreibung ist also nicht von Nöten. Der Frequenzzähler ist ein Teil von diesem Projekt, der nur auf das Display mit 2x8 Zeichen angepasst wurde, das im Moment um nur 0,95 Euro bei Pollin zu haben ist. Der µC kostet ja auch nur <2 Euro. Herr Pius Steiner arbeitet auch an einem Projekt wie hier beschrieben mit DDS mit wesentlich besserer Spezifikation.

Der Aufbau im folgenden Bild ist nur funktionell zu sehen. Eine schöne Lösung folgt von Herrn Heigl, die auch logistische Betrachtungen einschliesst.

Der im Bild sichtbare Schalter ermöglicht es auch die Frequenz ext. zugeführter Signale bis 6 MHz zu messen. Theoretisch bis 8 MHz, aber dann muss der duty-cycle 50% sein. Weiters ist ein RS232 Ausgang vorhanden, der mit 9600 Baud arbeitet und z.B. mit geeigneten vorhandenen PC-Programmen die Frequenz anzeigt. Ein Umschalter für die Modulationsquelle ist in desem Aubau nicht vorgesehen.

Der Modulator hat zwei Ausgänge. Ein Ferritstab mit MW Spule aperiodisch hier angeschlossen, im Bild nicht zu sehen, hat eine  "Reichweite" von max. 2 Meter.

Abschließend das Schaltbild: Wem die Frequenzabweichung , je nach individuellem Quarz zu hoch ist, kann einen kleinen Trimmer // zu C12 hinzufügen. Mit "einpfeifen" ist dann eine sehr genaue Frequenzanzeige zu erzielen.

Die Ausgangsspannung ist max. 1Vpp Ri=2k2 und ändert sich über den MW-Bereich. Natürlich kann die Spezifikation mit mehr Aufwand verbessert werden.

Die Beschreibung von Herrn Heigl folgt mit ev. Änderungen.

Wir sind offen für Fragen und Anregungen. Mir selbst wäre statt des Oszillators ein DDS Generator wie von Pius Steiner gezeigt lieber. Aber dann wäre es nicht mehr so einfach u.a. wegen des größeren Frequenzbereiches. Die 10 Euro für den DDS sind sehr günstig.

This article was edited 17.Oct.14 11:39 by Rudolf Drabek .

Gerhard Heigl
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17.Oct.14 16:01
 
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Beschreibung A-Modulator Oktober 2014
Herr Rudolf Drabek hat den A-Modulator mit der integrierten Frequenzanzeige entwickelt. Mir blieb es vorbehalten das Layout und die Frontgestaltung zu übernehmen. Als Gehäuse wurde das bewährte 2-teilige Halbschalengehäuse, wie es für das Isotest 6 und das Heimsenderlein verwendet wurde, gewählt. Als erstes wurde die Front gestaltet, Buchsen, Schalter, Display und Potenziometer in halbwegs ansprechender Form aufgeteilt. Leider ist Manfred Kröll (Pertschek) nicht mehr unter uns. Er hat damals die Frontfolien von Isotest 6 und Heimsenderlein professionell gestaltet.

Die nächste Aufgabe war ein Layout zu erstellen. Rudi hat bei Pollin ein äusserst günstiges Display entdeckt das wir verwenden wollten. Das Display hat aber einen gravierenden Nachteil: das integrierte Flachkabel ist sehr kurz. 2 Möglichkeiten hätten sich ergeben. Das Kabel entfernen und durch längere Drähte ersetzen, oder einen Subprint für die Flachkabelbefestigung verwenden. Beide Möglichkeiten sind wegen aufwändigen und schwierigen Löt- und Bastelarbeiten verworfen worden. Nun haben wir uns auf ein Display von Reichelt geeinigt. Dieses ist zwar ein vielfaches teurer aber problemlos zu verarbeiten.
Mein erster Layoutentwurf hat vorgesehen dass alle Bedienelemente und Buchsen im Gehäuse eingebaut sind und mit Drähten mit dem Print verbunden werden. Dies hätte einen Kabelsalat ergeben. So habe ich mich entschlossen Schalter, Display und Potis am Print direkt unterzubringen, dann müssen nur mehr wenige Drähte (4) von den Buchsen mit dem Print verbunden werden.

Da nun der Platz für Schalter, Display und Potis am Print schon vorgegeben ist, war es für mich schon eine grosse Herausforderung die übrigen Bauteile am Print mit möglichst kurzer Leitungsführung und möglichst wenigen Brücken zu platzieren.
Weil noch ein wenig Platz am Print übrig war, habe ich eine Netzspeisung für Langzeitbetrieb vorgesehen. Nur der kleine Netztrafo hat am Print keinen fixen Platz mehr.


Was mir noch Kopfzerbrechen macht ist die schlechte Verfügbarkeit von passenden Drehkondensatoren, sie sollten eine Fläche von 20 x 20mm nicht wesentlich überschreiten. Gut geeignet wären die kleinen japanischen Drehkos wie sie früher in die MW-Pocketradios eingebaut wurden. Zur Frequenzwahl würde ich aber Kapazitätsdioden z.B. BB112 bevorzugen. Auch diese sind eine aussterbende Spezies. Eine Anfrage bezüglich Verfügbarkeit bei Oppermann blieb bisher unbeantwortet.
Liebe Kollegen, gute Ideen und Vorschläge sind willkommen. All das Gezeigte sind nur vorläufige Ergebnisse.

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Tim Küpper
 
 
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17.Oct.14 23:25

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Hervorragend, wie weit und gut das Projekt schon gediehen ist. Herzlichen Dank an alle Beteiligten! Ich möchte die fachliche Diskussion auch nicht weiter stören, sondern nur als Anwender hinzufügen: Es bleiben keine Wünsche offen. Das Design, die Anordnung der Bedienelemente/Anschlüsse und die Funktionen (auch die regelbare Signalstärke des Ausgangssignals) gefallen mir sehr gut. Alles ist übersichtlich angeordnet und schnell und einfach zu bedienen. Das ist wieder Heiglsche Handschrift! Auch der Batteriebetrieb per 9V-Block bzw. wahlweise mit externem Netzteil gefällt mir sehr. Eines möchte ich noch hinzufügen: Falls möglich sollte der Frequenzbereich bis 1730-1750 kHz gehen, da es ja einige MW Radio z. B. aus den USA gibt, die bis dorthin reichen.

Ein schönes Wochenende wünscht Tim Küpper.

 

This article was edited 17.Oct.14 23:27 by Tim Küpper .

Rudolf Drabek
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18.Oct.14 14:26

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In der Schaltung Beitrag #1 ist C12, s.o. Frequenzkalibration und auch sonst wenig zu lesen. Die Ferritantenne  // zu R14 schalten. Deshalb das Schaltbild als Anhang.

Bei Schalter S1 MW und Ext vertauschen. Gerhard machte mich darauf aufmerksam.

Der Kollektor und Basiswiderstand von Q3 geht nach +5V. Ein Schreibfehler von mir.

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This article was edited 18.Oct.14 19:08 by Rudolf Drabek .

Jochen Bauer
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18.Oct.14 17:24

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Hallo Herr Drabek , Herr Heigl

Das modulierte HF Signal muss ja irgendwie in den Empfänger kommen und hier ist wahrscheinlich
der direkte Anschluß an den Antennen- und Erdeingang über eine künstliche Antenne (z.B. 150pF in Serie mit 200-300Ω) das Mittel der Wahl. Damit die künstliche Antenne vom Modulator entkoppelt ist und diesen nicht negativ beeinflußt und auch die Ausgangsimpedanz des Modulators nicht in die künstliche Antenne eingeht könnte hinter den Modulator noch eine Treiberstufe (z.B. Emitterfolger) mit einer niedrigen Ausgangsimpedanz geschaltet werden.

Ggf. sollte bei dieser Methode der Ankopplung über eine künstliche Antenne  auch die Regelung der Ausgangsamplitude zu kleinen Werten hin (0-100mV) noch durch eine Feineinstellung ergänzt werden.

Eine Induktionsschleife bzw. Rahmenantenne zur induktiven Ankopplung an Empfänger mit Ferritantenne kann dann über einen Widerstand als Strombegrenzer aperiodisch an den Ausgang der Treiberstufe angeschlossen werden.

Gruß Jochen Bauer

 

Rudolf Drabek
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18.Oct.14 18:23

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Für Geräte mit Ferritantenne geht es wie beschrieben. 2m Reichweite sollte ja genug sein. 1m rauschfrei. Ich will ohnehin lt. ihrem Beitrag in RMorg die Feldstärke nachrechnen. Bei 1 m ist es sicher noch etwa 1mV/m. Aber mir kommt vor, dass es schneller abnimmt als erwartet. Irgendwo hab ich für die Spaltfunktion des Kopfes im VCR einen Abfall mit 55 dB/lambda  in Erinnerung. Aber ob die Länge des Ferritstabes hier auch mitspielt weiss ich nicht. Aber da steigen meine Mathefähigkeiten aus.

Ob Gerhard eine Ausgangstufe noch unterbringen kann, wird er entscheiden. Der Stromverbrauch liegt jetzt bei 16 mA. Für einen 9V Block schon viel denke ich.

LG Rudi D.

This article was edited 19.Oct.14 10:17 by Rudolf Drabek .

Gerhard Heigl
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19.Oct.14 17:36

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Herr Scheida hat den Vorschlag gemacht, eine Cinch- oder Stereobuchse statt der 4mm Buchsen einzubauen. Die Stereobuchse wird wohl die bessere Wahl sein. Die Änderung des Frontschildes und des Layout ist kein Problem.
Herr Küpper spricht von einer externen Speisung mit Netzteil. Ich hatte einen internen Netztrafo vorgesehen, der aber noch keinen fixen Platz hat. Vielleich wäre doch eine Buchse für ein externes Netzteil günstiger. Dann könnte mit Gleich- oder Wechselspannung von 12 bis 20V gespeist werden, ohne Rücksicht auf Polarität (der Gleichrichter ist am Print).
Der Vorschlag von Herrn Bauer bringt mehr Komfort ist aber am bestehenden Konzept nicht umsetzbar. Am Print ist praktisch kein Platz und für eine Feinregelung mit einem zusätzlichen Pot ist das vorgesehene Gehäuse zu klein. Ein grösseres Gehäuse und ein grösserer Print wären Voraussetzung.
Auch ich habe Versuche in Punkto Reichweite gemacht: Ein kleiner Transistorportable (Minerva Mirella) neben den Print gestellt hat tadellosen Empfang. Mit einem 0,5m Draht am HF-Ausgang ca. 1m Reichweite. Den HF-Ausgang an die Langdrahtantenne (ca.10m) angeschlossen vergrössert die Reichweite auf ca. 8m durch einige Mauern hindurch. Natürlich nur ganz kurz getestet, ist ja verboten.
 

Jochen Bauer
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19.Oct.14 22:02

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Hallo Herr Drabek

Das magnetische Nahfeld einer Ferritantenne im "Sendebetrieb" fällt genau so wie das magnetische Nahfeld einer Rahmenantenne ohne Ferritkern für Entfernungen r, die deutlich größer als die Dimension der Antenne sind in sehr guter Näherung mit 1/r3 ab, unabhängig von der Länge des Ferritstabes. 

Die absolute Stärke des magnetischen Nahfeldes (genauer: Die magnetische Flußdichte B) hängt dagegen sehr wohl von der Länge des Ferritstabes ab. Die Stärke des magnetischen Nahfeldes (im Vergleich zur selben Spule ohne Ferritstab) wird durch den Ferritstab um den Faktor der effektiven magnetischen Permeabilität µe des Ferritstabes vervielfacht. Die effektive magnetische Permeabilität ist allerdings meistens wesentlich kleiner als die magnetische Permeabilitätszahl des verwendeten Materials und hängt ganz wesentlich vom Verhältnis von Länge zu Durchmesser des Ferritstabes ab. Auch die Länge, auf der der Stab bewickelt ist spielt dabei eine Rolle. In der Literatur (und auch im Internet) finden sich eine ganze Reihe von mehr oder weniger groben Näherungsformeln zur Berechnung der effektiven magnetischen Permeabilität. Eine typische Größenordnung für kurze Ferritstäbe (Länge/Durchmesser z.B. 5:1) ist z.B. µe=20.
 
Da die Berechnung der effektiven magnetischen Permeabilität meistens mit einem relativ großen Fehler behaftet ist, sollten zur Erzeugung magnetischer Nahfelder mit berechenbarer Stärke daher am besten Induktionsschleifen oder Rahmenantennen ohne Kern verwendet werden.

Nebenbei: Die ungewollt von der Ferritantenne abgestrahlte Leistung im Fernfeld vervielfacht sich
durch den Ferritkern um (µe)2. Das liegt daran, dass die abgestrahlte Leistung proportional zum
Quadrat der elektrischen bzw. magnetischen Feldstärke im Fernfeld ist.

Gruß Jochen Bauer

Hartmut Kohl
Hartmut Kohl
 
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19.Oct.14 23:38

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Hallo Herr Haigl, werte Mitwirkende des Gemeinschaftsprojektes,

zu Post 2  kleine Foliendrekos mit 6mm-Achse gibt es beim Funkamateur-Leserservice (funkamateur.de)Freecall 0800-7373800   Typ:FD-60+140pf, Maße:20,2*20,2*11mm ohne Knopf, mit 10mm langer Achse, Durchmesser:6mm für Spannzangenknöpfe geeignet, 2,90Euro Stückpreis, bei 10Stück=25Euro.

zu Post 6   für die mobile Stromversorgung ist ein wiederaufladbarer Ni-MH 9Volt Block mit 200mAh oder größer als Lithiumausführung mit 350mAh für stolze 9,99Euro bei (Voelkner.de) in Verbindung mit einer ext. Ladebuchse, durchaus eine gangbare Lösung. Wobei ich die Variante mit internem Netzteil besser finde.

viele Grüße Hartmut Kohl

Rudolf Drabek
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20.Oct.14 13:42

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S.g. Herr Bauer

Ich habe bei anderen Gelegenheiten Werte, je nach Bauform, zwischen 20 bis max. 50 gemessen. Der Abfall mit der 3. Potenz dürfte gut passen. Danke!

LG Rudi D.

Gerhard Heigl
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20.Oct.14 15:19

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Ich habe mit dem Kapazitätsmessgerät die verwendeten Transistoren TP251 ausgemessen. Am Bild sind die Messwerte eingetragen:


Bild 1 zeigt die Messwerte zwischen E und B = 19pF, B und C = 24pF, E und C = 11pF.
Bild 2 zeigt die Werte zwischen B und verbundenen E und C. Diese Schaltung wurde auch als Ersatz für den Drehkondensator beim Kurzwellenaudion angewendet. Der Transistor wird als Kapazitätsdiode verwendet. Was dort gewollt ist, stellt sich beim A-Modulator als unerwünschter Effekt heraus.
Bild 3 zeigt einen Ausschnitt vom HF-Oszillator. Wird der Oszillator ohne den erforderlichen Kondensator betrieben, wird eine Frequenz von 1,84MHz erzeugt. Es wirkt nämlich die imaginäre Kapazität C1 von den Transistoren und den Leiterbahnen gebildet. Nach der Schwingkreisformel, gegeben durch 133µH und 1,84MHz ergibt sich für C1 ein Wert von ca. 56pF. Wenn nun ein Drehkondensator oder eine Kapazitätsdiode parallel geschaltet wird, addieren sich deren Anfangswerte (ca. 20pF) dazu und schon kann die geforderte höchste Frequenz von 1,75MHz nicht mehr erreicht werden. Eine Möglichkeit wäre die Induktivität zu verkleinern. Aber damit wird das Problem nicht behoben sondern nur verschoben. Dann kann mit der grössten Kapazität der C-Diode (BB112) von 470pF die geforderte tiefste Frequenz von 520kHz nicht erreicht werden. Mit einem kleinen Drehkondensator 150pF sowieso unmöglich.
Heute habe ich die Antwort von "Funkamateur" über die verfügbare Menge BB112 erhalten: "Es sind genügend vorhanden" Was verstehen die unter genügend?

Gerhard Heigl
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26.Oct.14 16:13

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Änderungen am A-Modulator.
Auf Grund der in Post 11 geschilderten Probleme mit den schädlichen Kapazitäten der Transistoren und Leiterbahnen habe ich am Steckbrett den HF-Oszillator und Treiberstufe auf engstem Raum aufgebaut um eben diese Kapazitäten gering zu halten. Den Schwingkreis bildete ein 500pF Drehko und eine 150µH Festinduktivität. Leider änderte sich die Amlitudenhöhe (Ausgangsspannung in Vss) nach der Treiberstufe T3 frequenzabhängig ziemlich stark. Eine Lösung dieses Problems ist mir nicht eingefallen. Nun habe ich im Internet nach einer anderen Oszillatorschaltung gesucht und bin auch fündig geworden.
Am Steckbrett aufgebaut hat sich herausgestellt, dass diese, von mir leicht abgeänderte Schaltung einen sehr schönen Sinus auch in weitem Spannungsbereich von 1,5V bis 12V liefert. Die Treiberstufe T3 wurde wiederum aus dem Schwingkreis ausgekoppelt und die frequenzabhängige Amplitudenhöhe ist leider geblieben. Nach einigen herumexperimentieren habe ich herausgefunden, dass eine Kopplung an die Basis von T2 eine wesentlich geringere Änderung zur Folge hat. Leider ist die daraus gewonnene Ampitude sehr klein, daher musste T3 als Verstärker eingesetzt werden. Durch eine Gegenkopplung mit 22pF ändert sich die Ausgangsspannung an T3 nur mehr minimal über den gesamten Frequenzbereich.


Vor einigen Tagen sind die bestellten Kapazitätsdioden BB112 angekommen. Der Schwingkreis wurde sofort für den Einsatz der BB112 geändert, aber die Enttäuschung war gross, der Sinus verzerrt und verbogen. Umfangreiche Experimente waren wieder angesagt. Letztendlich hat der Dämpfungswiderstand 10k parallel zum Schwingkreis zum Erfolg geführt.
Als nächstes werde ich noch eine Platine, diesmal ohne Masseflächen herstellen, in der Hoffnung dadurch die schädlichen Kapazitäten der Leiterbahnen zu verringern. Dann wird sich auch herausstellen ob die „Schreibtischschaltung“ am Steckbrett auch praxistauglich ist. Versuchsaufbauten am Steckbrett haben den Vorteil rasch aufgebaut zu sein und zur Optimierung ein einfacher Bauteiltausch möglich ist, ohne dass Lötrückstände an den Bauteilen verbleiben und diese daher immer wieder verwendet werden können. Als Nachteil ist ein völlig anderes Verhalten als am Print möglich, besonders HF-Schaltungen können davon betroffen sein.

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Gerhard Heigl
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11.Nov.14 10:19
 
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Nun möchte ich den 2. Prototypen des A-Modulators vorstellen. Der 1. Prototyp, bestückt mit dem günstigen Display von Pollin, wurde wegen zu kompliziertem Aufbau nicht weiter entwickelt.
Der hier zur Sprache kommende Prototyp ist mit einem Steck-Display für den Frequenzzähler bestückt.
Der von Rudi entwickelte Frequenzzähler ist eine feine Sache. Die Anzeige erfolgt in Hertz und der Bereich reicht von Null bis 6 MHz. Per Umschalter (S3) kann die interne Frequenz des A-Modulators angezeigt werden als auch eine externe Frequenz gemessen werden. Um den externen Frequenzeingang auch für höhere Spannungen, wie sie bei Röhrenradios vorkommen können, verwendbar zu machen musste eine Sicherheitsschaltung für den Eingang gefunden werden. Der Transistor T9 verstärkt das Eingangssignal. Die Basis von T9 wurde ursprünglich mit 2 antiparallelen LED's gegen Überspannung gesichert. Als Eingangswiderstand wurden 100kΩ gewählt. Und schon begannen die Schwierigkeiten: Während bei niedrigen Frequenzen bis 10kHz Eingangssignale von 0,4Vss für eine Anzeige reichten, waren für eine Frequenz von 1MHz 10Vss notwendig. Es hat sich herausgestellt, dass die beiden LED's eine Kapazität von 70pF haben, die bei höheren Frequenzen wie ein Shunt wirkt. Der Tausch gegen 4 Si-Dioden 4148 (5pF) brachte eine merkbare Verbesserung. Erst ein Kondensator 1,5nF parallel zum 100kΩ Eingangswiderstand war die Lösung. Es wäre interessant zu wissen ob auch ein normaler Widerstand (kein drahtgewickelter) bei höheren Frequenzen als Drossel wirkt.
Ein weiteres Problem ist die frequenzabhängige Amplitudenhöhe des HF-Oszillators. Am grössten ist der Unterschied am Schwingkreis (MP1). Nicht so gross ist der Unterschied an der Basis von T2. Das Signal an dieser Stelle ist sehr schwach und muss mit der Treiberstufe T3 auf einen brauchbaren Wert verstärkt werden.
Der besonders heikle Teil der HF-Oszillator + Treiberstufe wurden am Steckbrett aufgebaut um die günstigsten Bauteilwerte durch einfaches Umstecken der Bauteile herauszufinden. Durch die Speisespannung aus einem regelbaren Netzgerät konnte auch die Alterung einer 9V-Batterie simuliert werden. Der A-Modulator arbeitet im Bereich von 6 bis 9V zufriedenstellend, unter 6V lässt die Leistung stark nach und das Display beginnt zu verlöschen. Ein Nachteil soll nicht unerwähnt bleiben, bei sinkender Batteriespannung wird die höchste Frequenz nicht mehr erreicht. Ein Tribut an die spannungsabhängige Kapazitätsdiode BB112.
   
Erst beim endgültigen Einbau in das Gehäuse kam auch der Netzbetrieb zum Einsatz.
Der Umschalter S1 ist in Stellung „Netz“ der Ausschalter für den 9V-Block. Eine eventuell interessante Betriebsart ergibt sich bei Verwendung eines 9V-Akkus, dieser kann bei angeschlossenem Netzkabel und Schalterstellung „Bat.“ bequem aufgeladen werden. Eine Überladung ist durch den Spannungsregler 7809 nicht zu befürchten.
 
Der Print wurde in das Gehäuse des ursprünglich geplanten Prototyp 1 eingebaut. Der für das Pollin-Display vorgesehene Ausschnitt ist zu gross und die beiden Buchsen NF-Eingang werden durch eine Stereobuchse ersetzt. Auch das Frontschild entspricht nicht der neuesten Version (rechtes Bild).
Die Gehäusemasse des A-Modulators betragen 124 x 70 x 52mm.

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Tim Küpper
 
 
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Ich freue mich sehr, wie schnell das schon beinahe fertige Gerät gediehen ist. Das Design gefällt mir sehr gut und die Funktionen lassen aus meiner Sicht für den breiten Alltagsgebrauch keine Wünsche offen. Ein herzliches Dankeschön bis hierhin an alle Beteiligten!

Herzliche Grüße

 

Heinrich Stummer
Heinrich Stummer
 
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22.Feb.15 12:13

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Da ein kleiner Frequenzzähler für diverse Heimsenderleinprojekte sehr nützlich ist, habe ich einen kleinen Print dafür entworfen. Auch wenn es in der Bucht von Händlern aus China kleine Frequenzzähler gibt, hat der Selbstbau durchaus seine Berechtigung. Die Schaltung dafür siehe Schaltplan von R.Drabek 11.Okt. Als Anzeige ist der EA DIPS082-HN von Reichelt vorgesehen. Die Software für den Prozessor hat Rudi zur Verfügung gestellt - Nochmals vielen Dank an Rudi dafür. Das Hexfile kann hier runtergeladen werden. Der Attiny ist mit den Fuses für einen ext. Oszillator zu brennen. Siehe auch die Beschreibung dafür im ZipArchiv.  Es gibt zwei Versionen einmal mit der RS232 Option und einmal ohne. Im Allgemeinen wird man die Version ohne RS323 verwenden. Ansonsten Beschreibung siehe Thread. Auch ein Danke an Hr. Heigl für die Anleihe an das ursprüngliche Printlayout.

 

Ansicht Bestückungsplan Version ohne RS232

Der Frequenzzähler funktioniert bis 3,5MHz

In den Anlagen Bestückungspläne für beide Versionen. Printvorlage als PDF gespiegelt, geeignet für die Tonertransfermethode.

Viel Erfolg beim Nachbau.

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This article was edited 22.Feb.15 19:50 by Heinrich Stummer .

Heinrich Stummer
Heinrich Stummer
 
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27.Feb.15 14:45

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Von Rudi bekam ich den Hinweis, dass der Frequenzzähler eigentlich bis ca. 6.2Mhz funktionieren sollte. Das Problem liegt seiner Meinung nach am Arbeitspunkt des Eingangstransistors BC547. Am Kollektor sollten 2V DC anliegen. Ich hatte nur ca. 150mV.  Der Vorschlag von Rudi stellt nun eine Kollektorspannung von 2V mit einem BC547 B  sicher. Evtl. mit den Widerstandwerten an der Basis des BC547 einstellen, sollte ein gr. Abweichung bestehen.(Bei einem Transistor mit anderer Stromberstärkung). Hier werden  270K und 820K verwendet.

 

Mit der Änderung funktioniert nun der Zähler bis über 6.2Mhz . Eingangssignal Sinus mit 650mVpp . Nochmals vielen Dank an Rudi.

Den Print habe ich nun für die Version ohne RS232 Option angepasst. Falls Bedarf an der Version mit dem  RS232 Ausgang besteht, kann ich das Layout dafür gerne nachliefern.

Viel Freude am Nachbau.

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