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Radiobasteln mit Kindern, Alternativen zum MW-Detektor

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Hans-Georg Schirmer
Hans-Georg Schirmer
 
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12.Jun.14 16:39

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Hallo allerseits,

mit dem Verstummen der Mittelwellensender (in meiner Naehe: Hamburg-Moorfleet/NDR Info 972 kHz, Abschaltung geplant Anfang 2015) muss ueber einen Nachfolger des Mittelwellen-Detektor- bzw. Dioden-Radios nachgedacht werden. Gleich, ob man oeffentlich zugaengliche Kurse anbietet (wie z.B. im "Sommerspass" fuer Kinder im Freilichtmuseum am Kiekeberg/Hamburg) oder mit seinen Kindern oder Enkeln bastelt.

In meinem Fall geht es konkret darum, eine Alternative fuer 8- bis 12-jaehrige Kinder zu finden, die es bisher gewohnt waren, in 4 bis 5 Stunden "Arbeitszeit" eine Zylinderspule zu wickeln und diese und die uebrige Verkabelung auf einer Brettschaltung mit etwa 10 Reisszwecken als Loetstuetzpunkte zusammenzuloeten.

Es liegt nahe, auf Kurzwelle auszuweichen. Handelsuebliche Bausaetze, wie z.B. das KW-Radio von Conrad, sind bekannt. Probehalber habe ich selber ein Exemplar zusammengebaut. Solche Bausaetze scheiden aber fuer die Altersklasse 8 - 12 aus, weil die nur unvollstaendig entwickelte Feinmotorik nicht ausreicht, die vergleichsweise winzigen Platinen fehlerfrei zu bestuecken und zu verloeten. Die etwa 30 Teile des Radios lassen sich auch nicht ohne Weiteres auf eine der erwaehnten Brettschaltungen mit Reisszwecken-Loetpunkten umsetzen. Man muesste sich zusaetzliche Halterungen fuer Potis, Drehkondensator usw. ausdenken, die im originellen, ausgekluegelten Pappgehaeuse bereits vorgeleistet sind. Bei 30 Teilen (montiert von Kindern) wird auch der Zeitrahmen fuer Montage, Empfangsversuch und ggf. anschliessende Fehlersuche(!) knapp.

Ich habe Versuche mit dem AM-IC "TA 7642" gemacht. Man benoetigt zusaetzlich nur den eigentlichen Schwingkreis, je ca. 2 Kondensatoren und Widerstaende und hat ein fertiges AM-Radio mit Kopf/Ohrhoerer-Ausgang, bei nur 1,5 V Betriebsspannung.  Dieses IC waere ideal, wenn es sich auch fuer KW eignete. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Mit einer beliebigen KW-Spule aus der Bastelkiste (ca. 18 Mikrohenry), habe ich am Tage versucht, jenseits des MW-Bereichs etwas zu empfangen - vergeblich. Es war nur der von MW/LW hinreichend bekannte, hochfrequente Elektrosmog zu hoeren. Ausserdem schlug der ganz oben erwaehnte Ortssender durch.  

Weiss jemand Rat? Danke fuer eine Antwort.

Gruss, Hans-Georg Schirmer  

 

 

Wolfgang Siegmund
Wolfgang Siegmund
 
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12.Jun.14 20:40

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Hallo Herr Schirmer,

laut meinen Unterlagen ist dieser Chip nur bis 3 MHz einsetzbar.

Soll der Empfang nur in einer Varanstaltungshalle stattfinden,

oder sollen die Kinder ihr Werk auch mit nach Hause nehmen?

 

Beste Grüße,

Wolfgang Siegmund

Roland Biesler
 
 
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12.Jun.14 22:34

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Hallo Herr Schirmer,

die IC`s für ein Onechip-KW-Empfänger TA7642 oder MK484, ZN414 gehen leider alle nur bis 3MHz.

aber wie groß stehen die Empfangschanchen bei einem einfachen KW-Detektor wie z.B. dieser hier ?

Bildherkunft (Quellenangabe) von dieser Seite

Habe selbst noch keine Versuche dahingehend gemacht.

VG

Roland Biesler

Hans-Georg Schirmer
Hans-Georg Schirmer
 
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13.Jun.14 10:28

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Zunaechst moechte ich mich fuer die prompten Antworten bedanken. Bei Herrn Stabe, der mir per mail eine Reihe nuetzlicher Quellen zu diesem Problem benannte und bei Ihnen, Herr Siegmund und Herr Biesler.

Die Kinder sollen selbst gebaute, zwar sehr einfache, aber funktionsfaehige Radios mit nach Hause nehmen. Viele machen damit ihre ersten handwerklichen Erfahrungen und daneben hoffen wir, einige von Ihnen dauerhaft fuer unser Hobby, fuer die Technik und die Kultur des Radioempfangs interessieren zu koennen. Die - vorpubertaere - Altersklasse ist bewusst gewaehlt, auch wenn damit die oben erwaehnte Feinmotorik nicht ausgebildet ist und den Schwierigkeitsgrad der Bastelarbeiten noch sehr einschraenkt.

Ich will gern die von Ihnen, Herr Biesler, angegebene KW-Detektorschaltung ausprobieren. Setzt wahrscheinlich eine hohe NF-Verstaerkung voraus (z.B. an der elterlichen Audio-Anlage) und die zu erwartende Selektivitaet ist fraglich. Aber die Kinder sind immer wieder begeistert (so wie wir vor -zig Jahren), wenn sie ueberhaupt etwas mit ihrem selbst gebauten Radio hoeren.

Alternativ werde ich Ihren Lochrasterplatinen-Vorschlag aufgreifen, Herr Stabe, die winzige Platine eines Fertigbausatzes entsorgen, dann jedoch die Bauteile "gestreckt" auf dem groben Rastermass der Lochplatine unterbringen. 

Es bleibt noch etwas Zeit. Immerhin ist die Abschaltung Hamburg-Moorfleet fuer Anfang 2015 nur GEPLANT.

Herzliche Gruesse                                                                                                                      Hans-Georg Schirmer

 

Pius Steiner
 
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07.Jul.14 16:55

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Es ist heute tatsächlich schwierig geworden, Kinder mit einem selbst gebauten Radio erfolgreich für die Technik zu interessieren. Da ich „meine“ Kinder“ auch gerne mit der Radiotechnik konfrontieren würde sprang ich auf den Zug auf und nahm mit Herrn Schirmer Kontakt auf. Er hat mir dann gleich einen Schaltungsvorschlag von Herrn Heigl zukommen lassen, dessen Aufbau ich so spannend fand, dass ich ihn auf einer Lochrasterplatte aufbauen musste. Das Ergebnis hat mich wirklich erfreut. Mit einem 5m Draht aus dem Fenster geworfen (das Gebäude hat eine Metallfassade), konnte ich gleich auf Anhieb etliche Stationen empfangen und bin nun überzeugt, damit die Kinder erreichen zu können.
Die Kinder im Alter ab 8 Jahren die ich zuweilen betreue, haben noch nicht die notwendige Fähigkeit, eine Schaltung auf einer Lochrasterplatine aufzubauen, weshalb ich mich an eine Leiterplatte für die Schaltung machte. Mein Ziel ist es, eine grössere Stückzahl davon produzieren zu lassen, die mit Lötstopplack und Bestückungsdruck versehen ist. Damit wird der Aufbau zum Kinderspiel und der Erfolg wird sicherlich nicht ausbleiben. Bei älteren Kindern wäre auch die eigene Herstellung der Platine machbar, was ich persönlich wegen den Chemikalien umgehen möchte.

Die Schaltung von Herrn Heigl ist so genial einfach aufgebaut, dass es zu keinen Materialbeschaffungsproblemen kommt und der Preis für die Bauteile ist äusserst gering (ohne Platine  < 5 Euro). Den Drehkondensator hat Herr Heigl mit einem Transistor als Kapazitätsdiode ersetzt, was zwar den Einstellbereich reduziert aber gleichzeitig den teuren Drehko erübrigt hat.

Im Augenblick schätze ich, dass ich die Platine für weniger als  6.-- Euro produzieren lassen könnte.

In meiner ersten Platinenversion, hatte ich Lötösen für den Kopfhöreranschluss vorgesehen und anstelle von Potis benutzte ich Trimmer. Da ich aber davon ausgehe, dass die Kinder heute alle bereits einen Kopfhörer besitzen, entschloss ich mich, eine 3.5mm Klinkenbuchse auf die Platine zu legen und die Trimmer ersetzte ich mit 2 Potentiometer  von Alps ( 90 Cent das Stück).  Die Spule für den Rückkopplungs-empfänger wickelte ich auf eine 7mm Kunststoff Distanzhülse. Zwei 1mm Bohrungen am Ende der Hülse vereinfachen das Wickeln und die Fixierung des Lackdrahtes. 38 Wdg mit einem 0.4mm Lackdraht ermöglicht den Empfang von ca. 6-7.2 Mhz.

Meine weitere Vorgehensweise:

  1. Produktion einer kleinen Menge Platinen (ca10) damit sichergestellt ist, dass ich keine Fehler gemacht habe (Bohrungen etc). Ca 5 Platinen werde ich in einem vorgezogenen Projekt mit 3-4 Kindern zusammen aufbauen, damit ich mögliche Hinweise in der Aufbauanleitung berücksichtigen kann
  2. Erstellen einer Schritt für Schritt Aufbauanleitung mit Bildern der Platine und der Beschaffungsliste.
  3. Produktionsauftrag für die Platinen (100 oder mehr)
  4. Vielleicht wäre ein anschliessendes Dokument nützlich, das für die Betreuer Tips bei der Unterstützung der Kinder abgibt (aber soweit bin ich noch nicht).

Das Projekt (Unterlagen, Platine) soll für alle Interessierten frei und im Sinne der Jugendarbeit  frei zur Verfügung stehen. Herr Heigl hat mir dazu freundlicherweise seine Einwilligung gegeben. Es ist vorallem sein Vorschlag und seine Leistung, die ich hier benutzen darf.
Ganz herzlichen Dank.


Selbstverständlich wird meinerseits kein Gewinn oder Ertrag generiert.

Interessenten (Platinen) melden sich bitte per Mail bei mir.

Hier noch das Schema und ein Bild meines Prototypen. Ich habe für die Transistoren den BC 327 verwendet, da ich davon genügend besitze.

mein 2. Protoyp (geätzte Platine)

Hans-Werner Ellerbrock
 
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09.Jul.14 19:37

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Guten Tag Herr Schirmer!

Erstmal: Toll, dass Sie diese Bastelangebote mit Kindern durchführen. Spaß hat der Betreuer, Spaß haben die Kinder....und es ist ja möglich, dass aus diesen jungen Menschen eines Tages  Funk-Experten werden.

 

Nun zwei Vorschläge zu Ihrer Frage

1.) Sie bleiben beim MW-Detektor und stellen im Raum einen modulierten HF-Generator auf.
Dann bleibt zwar alles beim Alten, aber die Kinder können zu Hause nichts mehr empfangen.

2.) Da KW-Empfang tagsüber mit einfachen Schaltungen kaum möglich ist, UKW-Sender aber mit genügender Feldstärke vor Ort verfügbar sind, ein Verweis auf eine Pendler-Schaltung, die Herr
Holtmann vorgestellt hat.

Einfacher UKW-Pendler

Es wäre m.E. mal einen Versuch wert. Vielleicht kann auch der Transistorteil vorgefertigt werden, und die Kinder ergänzen den Schwingkreis.

Es ist auch einen Versuch wert, nach Funktion der Schaltung z.B. Bauteile wie C4 und C5 der Reihe nach weg zu lassen. U.U. ist die Funktion auch so vereinfacht möglich.

 

This article was edited 09.Jul.14 22:17 by Hans-Werner Ellerbrock .

Hans-Georg Schirmer
Hans-Georg Schirmer
 
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11.Jul.14 11:08

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Vielen Dank, Herr Ellerbrock, fuer diese Anregung. Ich habe bisher die von Herrn Steiner vorgestellte Schaltung Herrn Heigls favorisiert - Platinenherstellung (preisguenstiger bei hoeheren Stueckzahlen) ist  wegen der sehr unterschiedlichen Nachfrage nach diesen Bastelkursen noch offen. Aber ich will gern einmal auch diese der bewaehrten Schaltungen Herrn Holtmanns ausprobieren. Bisher habe ich vor UKW-Basteleien immer eine heilige Scheu empfunden, aber na ja, 1969 hatte es auch schon einmal fuer einen UKW-Oszillator (als Nachbarn-Stoersender) mit AF 118 gereicht.

Herzliche Gruesse, Hans-Georg Schirmer

Hans-Werner Ellerbrock
 
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12.Jul.14 00:01

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Guten Abend Herr Schirmer!

Nun hat mich das Thema einfacher UKW-Empfänger gepackt. Ich bin auf Gesamtkosten von ca. 6.-€ gekommen.

Aus eigener Jugend-Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass die einfachen Schaltungen immer auf Anhieb funktionierten.

Warum nicht den Transistorteil der Schaltung vor-fertigen und den Schwingkreis und Ohrhöreranschluss an die Kinder abgeben.

M.E. wäre das einen Versuch wert. Ist eine 3-Transistor-Schaltung für 6-8 Jährige vielleicht doch zu anspruchsvoll?????

Weil.... UKW-Sender sind meist gut zu empfangen und das unabhängig von der Tageszeit.

Viel Erfolg wünscht

Hans-W.Ellerbrock

This article was edited 12.Jul.14 00:03 by Hans-Werner Ellerbrock .

Jochen Bauer
Jochen Bauer
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12.Jul.14 10:13

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UKW Pendelempfänger sollten auf jeden Fall hinter einer HF Vorstufe betrieben werden. Nicht weil sonst die Signalstärke zu gering ist sondern um zu verhindern, dass die Schwingungen des Pendlers auf der Empfangsfrequenz über die Antenne abgestrahlt werden. Wie Herr Holtmann schon in seinem oben zitierten Beitrag treffend bemerkte: "Ein Pendelempfänger ist eine Dreckschleuder!".

Im UKW Bereich mit Wellenlängen von ca. 3m haben sie nun insbesondere das Problem, das selbst ein einfaches Stück Draht von ca. 75cm Länge als Antenne schon auf Resonanz sein kann und damit natürlich sehr effektiv abstrahlt. Wenn dieses Gerät in Betrieb ist, dürften sich Störungen im UKW Empfang auch deutlich außerhalb des Hauses bemerkbar machen.

Dazu kommt noch, dass der UKW Bereich mit 87.5 MHz bis 108MHz von zwei kritischen Bereichen
flankiert wird. Auf ca. 84-87 MHz finden sie einen BOS (Behörden und Organisationen mit
Sicherheitsaufgaben) Bereich, umgangssprachlich auch Polizeifunk genannt. Direkt oberhalb des
UKW Rundfunkbandes schließt sich ein Bereich an, der für Kommunikation und Navigation im Luftverkehr verwendet wird. Frequenzabweichungen der Geräte nach oben und unten sind also, was die abgestrahlten Störungen angeht, noch deutlich kritischer. Sie können also nicht einfach mit Spule und Kondensator solange "herumspielen" bis sie UKW Sender empfangen können sondern sollten den Frequenzbereich, den das jeweilige Selbstbaugerät abdeckt, mit einem entsprechenden Frequenzmesser vorher genau prüfen.

Aber wie gesagt, am besten verwendet man eine HF Vorstufe mit geringer Rückwirkung und schirmt
die Pendelschaltung entsprechend ab. Aber das erhöht natürlich den Aufwand wieder auf ein ggf.
für das Projekt problematisches Niveau.

Gruß Jochen Bauer

 

Roland Biesler
 
 
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12.Jul.14 10:46

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Die Idee, das mit einem Pendelempfänger zu realisieren, geht mir auch schon eine
Weile durch den Kopf.
Ein Pendelaudion für Kurzwelle lässt sich mit wenig Bauteilen aufbauen.
Dazu habe ich auf ein Steckbrett einen KW-Pendler aufgebaut und verschiedene
Empfangsversuche im Bereich 2-20 MHz gemacht.
Bin es ja gewohnt in unserem Gebiet tagsüber nur noch den Bayern-Sender auf 801kHz
auf Mittelwelle zu empfangen aber mit diesem kleinen Pendler waren sofort ein paar
lautstarke Sender auf KW empfangbar.
Je nach Auslegung des Schwingkreises sind Frequenzen von 2-20 MHz gut zu empfangen.
Mit einem Ferritstab waren 8-10 Wdg. und ein Drehko bis 200pF als Schwingkreis optimal.
Die Ankopplung der Antenne erfolgte induktiv über eine Wicklung von ca. 4Windungen.
Selbstverständlich lässt sich die Antenne auch kapazitiv mit einem Kondensator (ca.
100-500pF) am Kollektor des Transistors einkoppeln.
Die Mitkopplung des Pendlers erfolgt über den Kondensator von ca. 10-20pF vom Emitter
zum Kollektor des BF198.
Die Pendelfrequenz liegt oberhalb des Hörbereichs und wird durch den Kondensator 10nF
und dem Widerstand 22kOhm im Emitter des BF198 bestimmt.
Reste der HF wird mit der Drossel von ca. 8-10mH gefiltert.
Bei der Trennschärfe darf man sich nicht zu viel erwarten aber es waren bei diesem
Aufbau aber auf Anhieb drei bis vier Sender hörbar.
Als Lautsprecher in meinem Versuchsaufbau diente ein kleiner Piezzo-Lautsprecher aus
einem Siemens DECT-Telefon.
Die NF am Ausgang kann man entweder mit einer weiteren Transitorstufe noch einmal
verstärken und an einen niederohmigen Lautsprecher geben oder einfach statt dem
4,7kOhm Widerstand im Kollektor des BC237 einen Hochohmigen (2 kOhm) Kopfhörer
einsetzen.
Selbstverständlich ist es auch möglich das NF-Signal einfach an den AUX-Eingang einer
Heimanlage oder der Soundkarte eines PC einzuspeisen.
Die Schaltung lässt sich mit nur 15 Bauteilen aufbauen.
Die Bilder im Anhang zeigen den Versuchsaufbau, ein paar Messungen mit dem
Oszilloskop und die Schaltung dazu.

Der Versuchsaufbau:

Der Versuchsaufbau

Signal am Emiiter des BF198 bei 30% Modulation (1kHz):

 

Signal (NF) am Kollektor des BC237:

Hier noch der Schalplan:

Nun Viel Spaß beim Experimentieren auf Kurzwelle.

Editiert um Schaltplan wegen der Lesbarkeit noch als Anlage beizufügen:

Attachments:

This article was edited 12.Jul.14 10:50 by Roland Biesler .

Hans-Werner Ellerbrock
 
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12.Jul.14 11:01

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Guten Tag Herr Bauer!

Danke für Ihre Hinweise in Bezug auf Störstrahlung. Jeder Fachmann weiss das und wird es auch bei der Inbetriebnahme berücksichtigen. Gerade bei dem Betrieb der Geräte durch die Kinder ausserhalb des Werkraumes muss die Abstrahlung verhindert bzw minimiert werden.

Herrn Schirmer geht es aber erst einmal dankenswerter Weise darum, mit 8-12jährigen Kindern ein einfaches Empfangsgerät zu bauen. An diesen Kenntnis- und handwerklichen Entwicklungsstand sollten wir uns bei den Vorschlägen orientieren.

Ich würde mich freuen, wenn unsere Aktiven nun einige Schaltungsvorschläge erproben täten. Warum nicht mit ihren eigenen kleinen Kindern.  Der KW-Detektor ist interessant, aber reicht seine Empfindlichkeit, um tagsüber 1-2 Sender zu hören?

Schaffen wir es tatsächlich, einen einfachen Pendler für max. 6€ incl. Blockbatterie zu bauen. Bekommt ein 8-Jähriger das auch hin?

MW-Detektor mit späterer NF-Stufe oder HF-Vorstufe, es gibt bestimmt noch weitere Schaltungsideen.

Auf diese Weise gewinnen wir Erfahrungen, die Herrn Schirmer bestimmt weiterhelfen.

Es bringt ihn m.E. überhaupt nicht weiter, wenn wir ihm immer umfangreichere Schaltungen vorschlagen. Die Kinder sollen es schliesslich realisieren.

Ich würde mich über viele weitere Vorschläge an Herrn Schirmer sehr freuen. Mich selbst hat´s übrigens auch gepackt. Habe schon einige alte Spulen, Drehkondensatoren und Germanium-Dioden herausgesucht.

This article was edited 12.Jul.14 11:37 by Hans-Werner Ellerbrock .

Pius Steiner
 
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12.Jul.14 12:55

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Herr Schirmer hat mit seiner Frage den Reiz am Tüfteln angefacht, was man an den vielen eingegangen Hinweisen im diesen Thread unschwer sehen kann. Und einige von Euch haben begonnen mit den unterschiedlichen Schaltungen zu experimentieren und der Spass dahinter lässt sich rauslesen. Genau solche Ergebnisse möchte Herr Schirmer und auch ich bei der Motivierung der Kinder erreichen. Was bei den grossen Jungs funktioniert müsste doch auch bei den Kleineren funktionieren.

Seit bald 4 Jahren arbeite ich an jeweils 2 Nachmitttagen der Woche mit Kindern (ab 9Jahren) zusammen, um sie in ihren Projektideen zu unterstützen. Die Interessen der Kinder bewegen sich von „dabei sein wollen“ bis zu wirklich grossen Projekten. Nicht das Lernen wie in der Schule ist angesagt, sondern das Ausprobieren eigener Ideen, mit Erfolg und Scheitern, mit Verbessern und eher selten auch dem Aufgeben. Kinder stecken übrigens Misserfolge wesentlich lockerer weg als wir Erwachsenen (woher kommt das wohl?).

Damit die Kinder aber zu uns kommen (Tüftellabor Einstein), braucht es einen Türöffner und dazu führen wir unterschiedlich Kurse durch, um mit einem Stups den Spass und die Neugierde der Kinder zu wecken. Dazu braucht man kleine Projekte, die sicher zum Erfolg führen und möglichst ohne viel Vorwissen in 2-4h abgeschlossen sind. In solchen Kursen sind nicht alle Kinder gleich alt und schon gar nicht mit ähnlichen Fähigkeiten ausgerüstet. Deshalb ist es unabdingbar, einen einfachen Aufbau, mit nicht zu vielen unterschiedlichen Bauelementen zu haben. Projekte, z.B: einen Multivibrator mit LED‘s  in der Nageltechnik umgesetzt, zeigt dann deutlich die Schwierigkeiten des Tuns. Es muss geübt sein, wie man kleine Nägel ins Holzbrett rammt, wie man lötet, ohne dass alles versengt wird oder dass eine Zeichnung (Schema) auch Details enthält, die wichtig zu erkennen sind (vergessene Verbindungen). Meine eigene Erkenntnis aus meiner Arbeit mit den Kindern ist meine verzerrte Erinnerung an meine Jugendzeit. Ich war nicht so gut, wie es mir meine Erinnerung vorgaukelt, auch ich musste zuerst lernen, Werkzeug richtig benutzen und das Interesse wissen zu wollen, wie etwas funktioniert kam erst viel später. In erster Linie war der Drang etwas zu schaffen, etwas das ich vor dem Einschlafen nochmals ansehen konnte. Mein Gewinn aus dem Tun sind aber die glänzenden Augen der Kinder, wenn sie etwas geschaffen haben, und die daraus gewonnene Motivation, gleich weiter machen zu wollen. Und ich habe gelernt den Kindern ganz genau zuzuhören, wenn sie mir ihre Idee erklären müssen. Nur zu oft stellte es sich für mich heraus, dass das Kind seine Idee nicht genau in Worte fassen konnte, und ich viel zu schnell aufgab.

Eigentlich wollte ich Euch damit nur ermutigen mit Kindern zu arbeiten. Tut es bitte, wenn ihr die Möglichkeit und die Lust dazu habt. Man(n) kann nur gewinnen.

Nun aber wieder zum Empfänger von Herrn Heigl.
Eine Platine mit Lötstopplack und Bestückungsdruck ist eine wichtige Voraussetzung, wenn die Kinder noch nie „etwas elektronisches“ gebaut haben.

Bevor es ans Löten auf der Platine geht, werden Lötversuche geübt. Hier zeigen sich dann die unterschiedlichen Fähigkeiten in der Feinmotorik (alles wird durch Übung besser).

Es müssen genügend Helfer anwesend sein, damit es nicht zu längeren Kreativpausen kommt. Langeweile hindert!

Das Material sollte identisch sein, wenn man mehrere Kinder mit weniger erfahrenen Coach’s betreut. Andernfalls reibt man sich mit Erklären auf und hat für das Ganze zu wenig Zeit.

Einige Geräte müssen dann vielleicht auch repariert werden und dann ist man dankbar, wenn nicht zu viele unterschiedliche Werte benutzt wurden.

Aus diesen Gründen hat mich die Schaltung von Herrn Heigl überzeugt. Bei den Widerständen werden lediglich 2 versch. Werte verwendet. Alle Transistoren sind vom gleichen Typ. Einen identischen Drehkondensator in grösseren Stückzahlen beschaffen fällt weg. Es muss lediglich eine nicht sehr anspruchsvolle Spule gewickelt werden (so wird es nicht langweilig für die Kinder). Gerade das Wickeln der Spule ist eine schöne Erfahrung für die Kinder (einfach nur rumwickeln?).
Und, auch dieser Empfänger strahlt, was ein Vor- und ein Nachteil sein kann. Die von Herrn Bauer angesprochene Störstrahlung würde mich im UKW Bereich auch mehr beängstigen als im KW Bereich. Ich persönlich hoffe, dass ein Kind dann auf die Idee kommt, dass die Schaltung ja auch ein Sender ist, wenn ich ihm zeige, wie man mit einem beigestellten KW Empfänger, die Empfangsfrequenzen bestimmen kann.
Im 49m Band ist tagsüber nicht viel zu holen, aber im Bereich von 9 Mhz geht es auch tagsüber recht gut. Und, die fehlenden Sender am Tag werden Motivation sein, das Gerät auch abends und in der Nacht auszuprobieren.

Zum Schluss noch meinen Dank an alle die hier kreativ ihren Beitrag geleistet haben. So macht es Spass und die Ideen werden uns nicht ausgehen.

herzlichen Gruss

Pius

Zum Abschluss noch ein Bild von der Arbeit eines talentierten Jungs, den ich seit Anfang betreue.
Das obere Gerät ist ein Labornetzteil aus Teilen eines von mir gebauten alten Gerätes. Das untere Gerät ist ein Funktionsgenerator mit dem von mir im RM veröffentlichten Frequenzzähler. Im Augenblick arbeitet der 13 Jährige an einer Arduino basierten Schalteinheit (Webserver) und lernt fleissig C. Täglicher Mail- und Telefonverkehr, was sich lohnt.


 

Pius Steiner
 
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13.Jul.14 18:49

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Heute habe ich verschiedene Spulen für das KW-Radio ohne Drehko ausprobiert und die abgedeckten Frequenzen dazu notiert. Die Spule ist gemäss dem Vorschlag auf eine 7mm Durchmesser Distanzhülse mit einer Drahtstärke 0.4mm gewickelt. Alle Versuche machte ich mit einer 5m Wurfantenne.

Windungen von
(MHz)
bis
(MHz)
42 5.54 6.4
40 5.7 6.7
38 5.8 6.8
36 6.0 7.0
34 6.2 7.2
32 6.0 7.6 *
30 6.7 7.8
27 7.2 8.2
25 7.8 9.0
23 8.1 9.4
21 8.5 9.8 **

* unter dieser Windungszahl ist die Schwingung schnell abgerissen. Durch Auftrennen der LED wird der Arbeitspunkt verändert und die Schaltung funktioniert wieder. Die Einstellung der Rückkopplung ist dann etwas schwieriger, aber machbar.

** Dies war die kleinste noch brauchbare Induktivität und es zeigte sich heute um 17h, dass in diesem Bereich unzählige Stationen zu empfangen sind.

Im 40m Band hörte ich CW und SSB Stationen. Mit einem Grid-Dipper an der Seite schafft man es nach langem ausprobieren, den fehlenden SSB Träger zu adieren, aber stabil bleibt das natürlich nicht.

Nach meinen Ferien werde ich die Platine in Produktion geben.

herzlichen Gruss
Pius

 

Im RM sind schon einige Artikel über die unterschiedlichsten Einfach-Radios besprochen worden. Es lohnt sich im RM zu suchen! Hier eine Zusammenstellung, was ich in Kürze gefunden habe:

Einfaches Kurzwellenradio, diente als Basis für die Schaltung


Basteln mit MK484
ab Post 10 UKW Zwerg Praktiker 1971
Post 12 Kurzwellen Transistor Audion

Hier wurde ein ganz ähnliches Thema besprochen
unter anderem ein Audion von Hr. B. Kainka

Nachwuchs-Bausätze

Detektor

Reflex-Audion nach dem Vorschlag von Günther Stabe
Und das UKW Radio mit dem TDA7000
Hier ein paar Vorschläge für Kurwellenradios von Johann Nussbaum
 

This article was edited 13.Jul.14 18:52 by Pius Steiner .

Hans-Georg Schirmer
Hans-Georg Schirmer
 
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30.Aug.14 11:05

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Am (bisherigen) Ende dieses threads moechte ich mich noch einmal bei allen Beteiligten bedanken, insbesondere bei Herrn Heigl, der die letztlich verwendete, mehrfach verbesserte Grundschaltung zur Verfuegung stellte und bei Herrn Steiner, der Schaltung und Layout ueberarbeitete und die Beschaffung der fertigen Platinen organisierte. Letztere in professioneller Qualitaet, fertig gebohrt, mit Bauteilaufdruck, vergoldeten Loetaugen - und das alles zu einem Preis, den auch die sparsamen bis geizigen Budgetverwalter der Bastelkursanbieter zusammen mit den uebrigen Kosten tragen koennen.  

Damit ist eine Basis fuer die Nachfolge der kuenftig nicht mehr anzubietenden MW-Detektorschaltungen geschaffen. Ich haette das allein nicht gekonnt.  

Hans-Georg Schirmer

 

Pius Steiner
 
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30.Aug.14 11:34

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Es freut mich, Herr Schirmer, dass Ihnen das kleine Projekt gefällt. Offen ist nun noch eine vernünftige Beschreibung für den Zusammenbau des Radio. Meine Begeisterung für die Arbeiten von Herrn Heigl kann ich nur erneut betonen.
Anbei noch ein Bild der bestückten Platine.

 

Das Gerät, so hoffe ich, soll den Kindern die ich betreue Anregung zu weiteren Versuchen und Erweiterungen geben.

  • Ändern der Spulen
  • vielleicht die Spulen steck- schaltbar zu gestalten
  • Ergänzen mit einem Drehko
  • Ergänzen mit einem Audioverstärker (obwohl das Hören mit dem Kopfhörer auch seine Reize hat)
  • Und nicht zuletzt kann man mit unterschiedlichen Antennen seine Erfahrungen machen.
  • Betrieb an Solarzellen

Sobald ich mehr Erfahrungen für den Zusammenbau mit Kindern habe, werde ich wieder darüber berichten. Ein erster Test mit 3-4 Kindern erfolgt noch im September, wobei 2 Jungs sich bereits gemeldet haben und bereits begeistert an meinem Prototypen geschraubt haben.


Im Augenblick habe ich noch genug Platinen, falls sich jemand mit seinen Enkeln einen erfolgreichen Bastelnachmittag gönnen möchte.


 

 

Attachments:

Hans-Georg Schirmer
Hans-Georg Schirmer
 
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30.Aug.14 14:41

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Hallo Herr Steiner,

nicht alle im Handel verfuegbaren Mini-Potentiometer und Klinkenbuchsen haben das erforderliche Rastermass fuer die Platine. Waeren Sie so nett, hier die jeweilige Bezugsquelle fuer diese beiden, von Ihnen verwendeten Bauelemente anzugeben?

Vielen Dank im Voraus!

Gruss, Hans-Georg Schirmer

 

Pius Steiner
 
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30.Aug.14 15:26

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Natürlich, Herr Schirmer

dies ist genau der Teil der Arbeit, der noch nicht abgeschlossen ist: z.B: Stückliste

Fürs Erste einmal die Bauteile, die infolge der Bohrungen auf der Platine passen müssen:
mein Lieferant ist Reichelt.de

R8, R9   10k Poti           RK09K111-LIN10K    --.90 
Klinkenbuchse 3.5mm    EBS 35                    --.27
 

Die restlichen Bauteile sollten kein Problem sein.
Das Schema, Bestückungsplan und die Stückliste ist im Anhang beigefügt.

 

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Michael Mehnert
 
 
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30.Aug.14 17:45

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Hallo Herr Steiner,

aus meiner "Bastelzeit" mit meinen eigenen aber auch fremden Kindern sind mir diese Druckknopfanschlüsse der 9V-Batterien in keiner guten Erinnerung. Zu leicht ist die Batterien verpolt an die Anschlüsse gedrückt worden, um dann zu sehen, dass es nicht passt. So ist bei uns manche Schaltung beim ersten Einschalten schon zerstört worden. Ich habe daraufhin immer eine Diode in Durchlassrichtung in die Batteriezuleitung eingesetzt.

Gruß

Michael Mehnert

Pius Steiner
 
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30.Aug.14 18:19

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Vielen Dank für Ihren Hinweis Herr Mehnert.

Da ich diese Geräte mit den Kindern begleitet zusammen baue, kann ich auch solche Hinweise abgeben. Eine Diode mit ihren 0.7V würde die Lautstärke  des Gerätchens leider merklich verringern.

Die Kinder müssen ja auch wissen, dass die Elkos gepolt sind, wie man richtig lötet, in welcher Reihenfolge die Bestückung erfolgen soll, etc. Dazu sind wir Erwachsenen da. Da ich persönlich bei allen Kindern ein funktionierendes Gerät erhalten möchte, wird die eine oder andere Reparatur sicherlich auftauchen und dazu bin ich jeweils vorbereitet (Ersatzteile, Messgeräte).

Aber diese Clips haben bei diesen tiefen Preisen leider noch andere Tücken. Zum einen sind die Anschlusslitzen viel zu dünn und brechen gerne ab. Weiter hatte ich schon den Fall, dass im Clips ein Draht abgebrochen oder nie richtig kontaktiert wurde. Mit diesen Dingen muss ich leben.

Gruss
Pius

 

 

Stefan Hübner
Stefan Hübner
 
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31.Aug.14 12:04

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Ich freue mich über die Teilnahme an diesem schönen Vorhaben.
Eine Verpolung dürfte bei dieser Schaltung ja nur dem 220u am Eingang gefährlich werden, der Rest scheint mir hochohmig genug um keinen Schaden zu nehmen.

Statt der Si-Diode könnte man vielleicht noch eine 1A-Schottky nehmen, die bei der zu erwartenden Stromaufnahme sicher nicht viel mehr als 0,2-0,3V Abfall hervorrufen würde.

Herr Schirmer, Glückwunsch zu der Aktion und Herr Steiner, zu Ihrer Aktivität und dem 13-Jährigen, den Sie betreuen. Ich muss da spontan an meine Anfänge zurückdenken, meine immer noch im Einsatz befindliche Weller WTCP-S hat einen Datumsstempel von 1989, da war ich selbst gerade mal 12 und hatte das Glück, bereits mit 9 Jahren einen Bastler getroffen zu haben, der mich mit Bauteilen und Informationen versorgt hat, von denen ich sonst nur hätte träumen können. Das hat sich so bezahlt gemacht, dass er mich in Elektronikfragen heute alles fragen kann und ich ihn in mechanischen Dingen, weil er diese Richtung eingeschlagen hat.

Mitunter würde ich auch Spaß daran haben, begeisterten Elektroniknachwuchs mit Rat und Bauteil zu versorgen, aber mit einer Gruppe würde ich mich glaube ich schwer tun - das Interesse und die Beharrlichkeit, wenn es doch mal Probleme zu lösen gibt, dürften sehr unterschiedlich sein, das war schon zu meiner Oberstufenzeit, als ich Arbeitsgruppen in der Schule angeboten habe, der Fall.

Und wenn ich heute in Foren lese, mit welchem Anspruchsdenken und welchen Voraussetzungen (Microcontroller, CNC-Fräse, Speicheroszilloskop müssen schon sein bevor der Transistor und OPV verstanden wurden) einige Jugendliche heute basteln, wüsste ich wirklich nicht mehr weiter.

Viel Erfolg mit dem kleinen Empfänger!

Viele Grüße

Stefan Hübner

This article was edited 31.Aug.14 12:05 by Stefan Hübner .

Hans-Georg Schirmer
Hans-Georg Schirmer
 
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31.Aug.14 17:11

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Es gehoert eigentlich nicht mehr zum eigentlichen Thema dieses threads aber ich wuerde gern Ihnen, Herr Huebner, und allen anderen Interessierten durchaus Mut machen, Gelegenheiten zu nutzen, um mit Kindern zu basteln. Die Altersgrenzen fuer die Teilnehmer(innen) unsere eintaegigen Kurse haben wir bewusst auf etwa 8 bis 12 Jahre festgelegt. Versuche, die Altersgrenze nach oben, also in die Pubertaet, zu verlagern, verliefen in der Vergangenheit eher unerfreulich. Da traten mangelndes Interesse und Disziplinlosigkeiten einerseits, utopische Erwartungen von der Leistungsfaehigkeit der kleinen Geraete andererseits auf. Das mag normal sein, wir koennen uns alle daran erinnern, einmal 14 Jahre alt gewesen zu sein. Juenger als 8 Jahre sollten die Kinder nach unseren Erfahrungen wegen der noch mangelhaft ausgebildeten Feinmotorik nicht sein.  

Natuerlich sind immer einige Kinder nur deshalb in den Kursen, weil ihre kulturbeflissenen Eltern sie hergeschickt haben, aber die meisten Jungen und Maedchen wollen selbst etwas tun. Diese Neigung wollen wir unterstuetzen und die Gelegenheit nutzen, sie fuer die Kultur des Radios und des Funkwesens zu interessieren. In Merkblaettern fuer die Eltern, in denen wir u.a. die Bedienung der Geraete erklaeren und auf die elektrischen Gefahren (Antenne im Freien) hinweisen, erwaehnen wir auch  die Existenz des RM und der GFGF.

Herzliche Gruesse

Hans-Georg Schirmer                  

Pius Steiner
 
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Am vergangenen Wochenende baute ich wieder einmal das in diesem Thread besprochene KW Radio von Herrn Heigl mit Kindern auf. Da ich mir nicht sicher sein konnte, ob ich an der Arbeitsumgebung dann auch irgendwelche Sender empfangen kann, entschloss ich mich, das DDS Heimsenderlein mitzunehmen.

Ein weiteres Problem könnten die unterschiedlich gewickelten Spulen sein und manch ein Jugendlicher will dann auch wissen, auf welchen Frequenzen das Radio empfangen kann.
So versuchte ich den Anschluss meines kleinen F-Counter’s um die Empfangsfrequenz des Radios zu bestimmen. Den Zähler schloss ich über dem R2 des Radio’s an. An dieser Stelle ist die Verstimmung der Empfangsfrequenz am geringsten und die Amplitude ist meist gross genug, dass der Zähler die Frequenz anzeigen kann.

Das Bild zeigt meinen Testaufbau der drei Eigenbau Geräte. Leicht zu erkennen, der Anschluss des Frequenzzählers am Radio. Der DDS Generator steht im Bild nahe am Radio. Die Signalstärke über die Antenne des DDS Generators (weisses Kabel, ca 30cm kurz) ist bei diesem kurzen Abstand zu hoch und dient in erster Linie der Anschauung.

Ich hoffe, dass man auf dem Bild die beiden angezeigten Frequenzen sehen kann. Der F-Counter zeigt 6.1999MHz an und der DDS Generator ist auf 6.2000 MHz eingestellt. Die AM Modulation des DDS Generators ist auf intern gestellt. Ohne AM ist das Abstimmen des Radios auf den Träger alleine etwas schwieriger.

Am Samstag brauchten wir dann unseren Test Generator nicht, da wir bereits Nachmittags um 15h mindestens 2 starke Sender empfangen konnten. Ich plante das Ende des Zusammenbaus auf ca 18h, weil um diese Zeit Radio Peking oft mit einer deutschsprachigen Sendung startet. Alle drei Teilnehmer schafften den Zusammenbau des Radio's problemlos. Ein kleinerer Junge hatte zwar drei Transistoren verkehrt herum eingelötet, erkannte aber seinen Irrtum selbst und die Korrektur war dann schnell erledigt. Um 18h konnten wir, mit lediglich 5m Litze, die wir aus dem Fenster hängten, mehere Stationen. Ein Junge begann sie zu zählen ....

Nach einigen Hinweisen, was man nun zu Hause am Gerät noch erweitern kann, entliess ich sie zum Kurzwellenhören.

Mir selber hat der Nachmittgag Spass gemacht. Und da der Zusammenbau in ca 1.5h erledigt gewesen wäre, machten wir als Einleitung zuerst einige einfache Versuche:

Bleiben die Elektronen wirklich da stehen wo sie waren?
Mit einem HV Speisung luden wir ein Kabel (120pF) auf und liessen mit dem Kabel alleine dann einen kleinen Funken knistern.

Eine Polwenderschaltung zeigte, dass eine Lampe, die in Serie mit einem Kondesator geschaltet ist erst dann leuchtet, wenn man wiederholt die Pole vertauscht.
Schliesslich noch eine Spule mit in Serie, damit wir meine Behauptung, dass hier bereits Radiowellen erzeugt werden, auch überprüft werden konnte. Ein mitgbrachtes Radio liessen wir krachen und es war ganz logisch, dass ein Junge dann ausprobieren musste, wie weit man das Kracken noch hören konnte.

Nun hoffe ich, dass der zählende Junge es dann zu Hause noch schaffte.

Macht es, wenn Ihr die Gelegenheit habt, Kindern die Technik näher zu bringen.

 

This article was edited 16.Mar.15 14:46 by Pius Steiner .

Hans-Georg Schirmer
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Es schliesst sich nun der Kreis seit meiner ersten Anfrage im Juni des vergangenen Jahres. Die sparsamen Mittelverwalter einer kulturellen Traegereinrichtung (hier: des Kinderlabors eines Museums am Rande Hamburgs) hatten dem Bau des Kurzwellenradios fuer 12 Kinder zugestimmt, und zusammen mit einer professionellen Museumspaedagogin fand die Veranstaltung vor einer Woche statt. 

Um es vorweg zu nehmen: Es war ein Erfolg, von 12 Schaltungen funktionierten 9 auf Anhieb; die Fehler der uebrigen drei beruhten auf schlechten Loetstellen und konnten teilweise noch vor Ort gefunden und behoben werden. Man bedenke aber: Es waren acht- bis zwoelfjaehrige Kinder! Mehr als die Haelfte uebrigens Maedchen.  

Mit einer gewissen Eigenmaechtigkeit, fuer die wir die "Vaeter" der Schaltung, Herrn Heigl und Herrn Steiner um Verstaendnis bitten, haben wir Gesamtschaltung ein wenig modifiziert. Den feinmotorischen Faehigkeiten der Kinder angepasst, haben wir die Spule - vergleichsweise riesig - freitragend als Luftspule aus blankem Kupferdraht wickeln lassen. Der jeweils 1,5 m lange Draht stammt aus den 1,5 qmm Adern eines Installationskabels. Den als Kapazitaetsdiode geschalteten Transistor haben wir im Hinblick auf ein groesseres Frequenz-Variationsverhaeltnis durch einen selbst gebauten Schiebekondensator (Pappe, Alufolie, Klebeband als Isolation/Dieelektrikum) ersetzt. Auf dem Foto liegt rechts der aufgeklappte "Stator". Man beachte den, sagen wir, "exponentiellen" Zuschnitt (nach Gefuehl!), um ein wenig Frequenzlinearitaet zu erzielen. Mit der abgebildeten Spule wird der Bereich ca. 6 - 12 MHz abgedeckt. Auch tagsueber mit ca. 8 m Zimmerantenne Empfang mindestens eines lautstarken Senders.  

Unser Dank fuer die bewaehrte, nun auch von uns praktisch erprobte Schaltung, geht an Sie, Herr Heigl und Herr Steiner - und an dieser Stelle auch noch einmal an den Vorstand der GFGF, fuer die 2014 bewilligte Foerderung der Arbeit mit Kindern, die fuer die Beschaffung von Werkzeug verwendet wurde.

Hans-Georg Schirmer

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Gerhard Heigl
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Guten Tag Herr Schirmer,

ich gratuliere zum erfolgreichen Abschluss dieser Bastelrunde für Jugendliche. Besonders gefreut hat mich Ihre Anpassung der Schaltung und des Aufbaus an die Erfordernisse der mehr oder weniger ungeübten Kinder in Sachen Elektronik. Besonders ein sichtbarer oder wie hier ein hörbarer Erfolg kann zu dauerhaften Interesse an diesem Hobby führen.

MfG. G.Heigl

Pius Steiner
 
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16.Nov.15 09:57

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Lieber Herr Schirmer

meine Gratulation für Ihre erfolgreiche Veranstaltung. Es ist im Sinne des Ausprobierens, dass Schaltungen zur Anpassung an die Bedürfnisse verändert werden. Aufzuzeigen, dass ein Vorschlag durch eigene Kreativität verbessert werden kann, ist das Fieber des Tüftlers.
Ziel erreicht
und ich hoffe dass die Jugendlichen dann zu Hause weiter damit experimentieren.

Sollten Sie schriftliche Aufbauanleitungen, Beschreibungen der Modifikationen haben, dann würde ich mich freuen, diese hier einsehen zu können.

herzliche Grüsse
Pius

Hans-Georg Schirmer
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16.Nov.15 17:31

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Vielen Dank, Herr Heigl und Herr Steiner fuer Ihre freundlichen Worte.

Gern komme ich Ihrer Bitte, Herr Steiner, nach Veroeffentlichung von Aufbauanleitungen usw. nach. In der Anlage finden Sie eine Zeichnung fuer die Endmontage der Platine mit den diversen Anschlussdraehten, der Batterie incl. Schalter, den Antennen- und Erdbuchsen und des Schiebekondensators als jpg-Datei. Der Kontakt des beidseitig mit Alufolie beklebten "Rotors" (also des beweglichen Teils) erfolgt mit einer Bueroklammer. Um Handempfindlichkeit zu reduzieren, ist ein Stueck Folie ausgespart, als "Griff". Der bewegliche Teil ist ganz mit transparentem Klebeband umhuellt.

Fuer die Platinenbestueckung und Loetanleitung haben wir den Kindern ein weiteres, vorbereitetes Blatt ausgehaendigt, das haette ich auch gern hier angehaengt, es geht aber nicht (genauer: ich kann es nicht), wohl, weil das eine Word-Datei mit eingebetteten Fotos ist. Ich versuche, Ihnen beiden (und auf Wunsch auch anderen Interessierten) das als mail-Anhang zu schicken.

Auch fuer 2016 gibt es schon eine Anfrage von einem anderen Museum. Danach koennte mein Vorrat an den von Ihnen, Herr Steiner, beschafften Platinen zur Neige gegangen sein. Darf ich Sie dann per mail noch einmal wegen weiterer Platinen ansprechen? Meine Kenntnisse sowohl des Designs wie auch der Beschaffung/der Auftragsvergabe halten sich leider sehr in Grenzen.

Herzliche Gruesse, Hans-Georg Schirmer

Edit.: Herr Steiner hat freundlicherweise die "Platinenbestueckung" zur pdf-Datei gemacht, sie ist jetzt hier ergaenzt.  

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This article was edited 16.Nov.15 19:35 by Hans-Georg Schirmer .

Pius Steiner
 
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Liebe Interessierte

da sich der Bestand an Platinen zum Kinderprojekt KW-Radio sowohl bei mir wie auch bei Herrn Schirmer dem Ende zu neigt (100 Stück habe ich produziert) und ich weitere Anfragen zu neuen Angeboten erhalten habe, entschloss ich mich eine Neuauflage zu starten. Durch eine Auflage von 200 Stück und der Wahl eines anderen Produzenten konnte der Preis nochmals reduziert werden. Damit könnte ich Interessierten einzelne Platinen zum Preis von Euro 1,50 zuzüglich Porto wieder liefern.

herzliche Grüsse
Pius



Scan der neuen Platine (Ober- Unterseite)

Steffen Thies
 
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25.Sep.16 21:50

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Hallo Herr Schirmer,

Ihre Änderung mit dem Schiebekondensator und der "Universalspule" gefällt mir. Können Sie bitte hier eine Skizze des Kondensators - es genügen eigentlich die Außenabmessungen - und die Spulendaten anfügen (Durchmesser und Windungszahl). Das interessiert sicher auch andere.

Diese Bastelarbeiten machen das Ganze nochmal interessanter und begreifbarer, sehr schön!

 

Vielen Dank,

Steffen Thies
 

Hans-Georg Schirmer
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28.Sep.16 20:28

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Hallo Herr Thies,

nachfolgend finden Sie ein paar Angaben zu dem verwendeten Schwingkreis.

Die Spule besteht aus 1,5 m einer einzelnen Ader eines Standard-Installationskabels. Querschnitt: 1,5 Quadratmillimeter. Den Draht habe ich auf einen zufaellig vorhandenen Holzkern von 30 mm Durchmesser gewickelt - eng Windung an Windung. Nach Loslassen "springt" die Spule durch die eigene Federkraft auf einen etwas groesseren Durchmesser mit nun etwa 11 bis 12 Windungen. Vorsichtig kann man sie etwas auseinanderziehen, um Windungsschluss zu vermeiden. Das war's.

Der "Stator" des Schiebekondensators besteht aus symmetrisch gefalteter Pappe, auf den zuvor Alu-Folie geklebt wurde. Beachten Sie den gefuehlt-logarithmischen Zuschnitt des Belags (es kommt nicht so genau darauf an; mit den angegebenen Massen - auch des beweglichen Teils - kommt man auf durchaus erwuenschte einige -zig pF bis etwa 200 pF). Der Schaltdraht ist auf der Innenseite mit zwei Hohlnieten auf der Folie befestigt.  

Der bewegliche Teil ist ein rechteckiges Stueck Pappe, ebenfalls mit Folie beklebt und mit angenieteter Litze versehen (fruehere Versuche mit Bueroklammer zur Kontaktgabe). Ringsherum ist transparentes Paketband zur Isolation (gegenueber dem "Stator") aufgeklebt. 

Hans-Georg Schirmer

 

 

 

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Steffen Thies
 
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29.Sep.16 21:18

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Sehr schön! Damit komme ich klar.

Grüße an alle Beteiligten,

Steffen Thies

Wir fangen trotzdem mit dem Detektor an, ich habe schöne Erde und die Dachrinne als Antenne. Da muß doch was gehen. Dieses Radio wird Stufe 2. 
 

  
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