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Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061 Ua 2,5 - 500 V

Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 52889) Equipment
 
Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 107876) Equipment
 
Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 409391) Equipment
 
Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 711093) Equipment
Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 2331574) Equipment Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 1277033) Equipment
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Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 1625798) Equipment Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 321985) Equipment
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Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061; Funke, Max, Weida/Th (ID = 2331574) Equipment
Funke, Max, Weida/Th: Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061 [Equipment] ID = 2331574 756x1037
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For model Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061 Ua 2,5 - 500 V, Funke, Max, Weida/Thür. (Ostd.) (D) später Adenau
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Funke, Max, Weida/Thür. (Ostd.) (D) später Adenau
alternative name
 
Prüfgerätewerk Weida, VEB || WETRON Weida, VEB; Weida, ;(Ostd.) (D) ex Funke
Brand
Bittorf & Funke
Year: 1955–1969 ? Category: Service- or Lab Equipment
Valves / Tubes 2: AZ12 GZ34
Wave bands - without
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110-240 Volt
Loudspeaker - - No sound reproduction output.
Power out
from Radiomuseum.org Model: Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061 [Ua 2,5 - 500 V] - Funke, Max, Weida/Thür. Ostd.
Material Wooden case
Shape Tablemodel, with any shape - general.
Dimensions (WHD) 545 x 245 x 460 mm / 21.5 x 9.6 x 18.1 inch
Notes Fertigung dieser Serie ab 21.12.1954 beginnend mit Seriennummer 27061. Spätere Varianten waren anstelle der Gleichrichterröhren mit Halbleitern bestückt. Röhrenmessgerät zur Kennlinienaufnahme, Ermittlung von Steilheit, Durchgriff und Verlustfaktor. Gegenüber Vorgängermodellen nun feiner unterteilte Instrumenten -Messbereiche für Ug1 und Ug2. Außerdem ist eine Umschaltung zur Strommessung an G1 und G2 hinzugekommen.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 24 kg / 52 lb 13.8 oz (52.863 lb)
Price in first year of sale 960.00 DM
Collectors' prices  
External source of data Iven Müller
Source of data Radiokatalog Band 2, Ernst Erb

Model page created by Iven Müller. See "Data change" for further contributors.



All listed radios etc. from Funke, Max, Weida/Thür. (Ostd.) (D) später Adenau
Here you find 67 models, 65 with images and 35 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
Funke, Max, Weida/Th: Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061
Threads: 11 | Posts: 35
Hits: 1038     Replies: 4
  funke: Funke W20 Röhrenmessgerät: Ausfall eines wichtigen Schalters
Hans RODT
23.Sep.18
 
  1

Dieser Bericht bezieht sich auf ein Röhrenmessgerät Funke W20 in Bundeswehrausführung (olivgrünes Gehäuse, versenkte Verschlüsse). Das Gerät  wurde 1963 gefertigt und trägt die Seriennummer 28157 (Abb. 1).

Das Gerät hat 3 Messinstrumente. Das rechte Instrument erlaubt unter anderem die Messung der Anodenspannung und der Schirmgitterspannung (G2) der zu untersuchenden Röhre. Die Umschaltung zwischen beiden Spannungen erfolgt mit einem Kippschalter, der über dem rechten Instrument auf der linken Seite positioniert ist (Abb. 2, gelber Pfeil).

Bei der Messung einer Pentode konnte beim Versuch, von Anodenspannung auf Schirmgitterspannung umzuschalten, plötzlich kein Druckpunkt im Schalter mehr gespürt werden und eine Schalterfunktion war nicht mehr erzielbar. Das Funke W20 wurde sofort ausgeschaltet und vom Netz genommen.

Fehleranalyse

Das Funke W20 Gerät wurde aufgestellt und die Rückwand abgenommen. Eine Übersicht der Lageverhältnisse zeigt Abb. 3.

Die Rückseite des rechten Messinstruments befindet sich auf dem Bild oben links. Eine Detailansicht ist in Abb. 4 dargestellt. An rechten unteren Ecke der Instrumentenrückseite sitzt teilweise verdeckt der betroffene Schalter (gelber Pfeil).

Nach vorsichtigen Zurückbiegen des über dem Schalter verlaufenden Kabelbaums war zu erkennen, dass sich die Schalterdeckplatte und das Schaltergehäuse mit den Kontakten voneinander getrennt hatten.

Mit etwas Mühe war es möglich, die Schalterzuleitungen abzulöten und das Schaltergehäuse herauszuziehen. Die Lage und die Farbe der Zuleitungen müssen vor dem Ablöten unbedingt dokumentiert werden, da man die Funktion des Schalters verstehen muss, um ihn durch ein Bauteil mit gleicher Funktion zu ersetzen.

Die mit dem Bedienungspanel des Funke W 20 Geräts verschraubte Deckplatte des Schalters war schwieriger zu entfernen. Der Schraubring war mit dem Gewinde des Schalterdeckels verbacken. Beim Versuch des Abschraubens zerbröckelte das Gewinde und der Rest des Schalterdeckels ließ sich von der Verdrahtungsseite herausziehen.

Bei der Inspektion der Schalterteile zeigt die folgende Situation:  Der Schalterdeckel verfügt über zwei rechtwinklig abstehende Ösen. Das Schaltergehäuse war ursprünglich mit durch diese Ösen laufende Messingnieten am Deckel fixiert. Beim Material des Schalterdeckels handelte es sich erkennbar um Zinkdruckguss. Beide Ösen waren gebrochen und eine Verbindung des Schaltergehäuses mit dem Deckel war damit nicht mehr gegeben. (Abb. 5, Abb. 6).

Für diesen Defekt sind vermutlich mehrere Ursachen verantwortlich. Einmal ist Zinkdruckguss ein problematisches Material. Es gibt viele Berichte über den Zerfall von Zinkdruckguss. Ich selbst habe einen Torn.E.b, Baujahr Ende 44, mit einem Chassis aus Zinkdruckguss, der in vielen Bereichen aufgebläht und teilweise zerfallen ist. Bekannt sind auch Berichte (z.B. A, B) über Drehkondensatoren mit Zinkdruckgussteilen, die verzogen oder gebrochen sind.  In unserem Fall ist das Gewinde des Schalterdeckels beim Versuch, den Schraubring abzuschrauben, krümelig zerfallen.

Ursache des Zerfalls ist eine innerkristalline Korrosion, bedingt durch schädliche Beimengungen zur Zinklegierung (zum Beispiel Cd, Pb, Sn). Dadurch kommt es im Druckgussteil an den Korngrenzen zu  Ausscheidungen. Diese führen zu Korngrenzschädigungen und schwächen das Druckgussteil in erheblichem Maße, es kommt zu Aufblähungen, Rissbildungen und Brüchen. (1, 2). Seit Ende der 50er Jahre hat man versucht, das Problem durch besser überwachte Legierungen zu beherrschen, schlechtes Zinkdruckgussmaterial wurde aber bis in die 60er Jahre verwendet. Eine problematische Legierung ist vermutlich auch hier die Ursache für die Brüche im Schalter. Dazu kommt, dass durch die Vernietung des Zinkdruckguss-Schalterdeckels mit Messingnieten die Gefahr der Kontaktkorrosion bestand, vor allem, wenn Feuchtigkeit eingewirkt hat.

Das Funke W20 hat 4 Kippschalter ähnlicher Bauart. Allerdings dürfte der betroffene Schalter zur Umschaltung zwischen Anodenspannung und Schirmgitterspannung der am meisten betätigte Kippschalter des Geräts sein, so dass die häufige Inanspruchnahme des vorgeschädigten Schalters letztendlich den Abbruch ausgelöst hat.

Da es sich in diesem Fall um einen Defekt handelt, der sicher auch auf anderen vergleichbaren Funke W20 Geräten auftreten kann, soll nachfolgend eine Reparaturmöglichkeit im Detail beschrieben werden.

Überlegungen zum Schalterersatz

Die Reparaturfreundlichkeit der Funke Röhrenprüf- und Messgeräte ist gleichermaßen bekannt wie berüchtigt. Bei weitergehenden Eingriffen besteht die Gefahr, zusätzliche Schäden zu verursachen. Daher sollten alle weiteren Maßnahmen nach Möglichkeit so erfolgen, dass keine Demontage anderer Bauteile erforderlich war. Vor allem auf einen Ausbau des empfindlichen Messinstruments mit vielen Anschlüssen sollte verzichtet werden. Es war klar, dass aufgrund der Beschädigungen eine Reparatur des Schalters selbst unmöglich war. Auf die Funktion des Schalters konnte andererseits nicht verzichtet werden, wenn auf dem Funke W20 Gerät weiterhin die Möglichkeit zur Messung von Mehrgitteröhren gegeben sein sollte.

Nach Möglichkeit sollte der Ersatz des Schalters so erfolgen, dass der äußere optische Eindruck auf dem Bedienungspanel weitgehend der ursprünglichen Ausführung glich.

Auf der anderen Seite sollte ein Schalter eingebaut werden, der elektrisch betriebssicher und mechanisch stabil war, da das Gerät weiter als Messgerät eingesetzt werden sollte.  Benötigt wurde ein Schalter, der in beiden Schalterstellungen zwei unabhängige Stromkreise einschalten konnte. Ein optisch mit dem Originalschalter vergleichbarer Schalter konnte nicht aufgespürt werden. Als Ersatz wurden 3 Schalter in die engere Wahl genommen: Ein Schalter, der sich als ein vermutlicher Fernostnachbau eines klassischen Marquardt Models präsentierte (A) und zwei Schalter aus laufender Produktion Miyama (B) und Eledis (C). Die beiden ersten Schalter wurden von Reichelt, der letzte von Distrelec bezogen (Abb 7).

Der Schalter A, der optisch eigentlich noch in die Zeit des Originalschalters gepasst hätte, schied aber aus zwei Gründen aus. Er war deutlich voluminöser als das Original und wäre ohne weitere Demontagemaßnahmen nicht einbaubar gewesen. Zum anderen hatte das Einbaugewinde nicht die Maße des Originals, die 12 x 0,75 mm betragen, sondern war etwas größer (Zollmaß ?). Das hätte eine Erweiterung der Bohrung im Bedienungspanel des Funke W20 Geräts erfordert und auch die originale Ringmutter hätte nicht mehr verwendet werden können.

Schalter B und C waren 4 x Umschalter. Letztlich wurde der Schalter C gewählt, weil dieser für 250 V (Prüfspannung 1500V) spezifiziert war, während der Schalter B nur für 125 V ausgelegt war.

Reparatur des Schalters

Zuerst musste der Ersatzschalter modifiziert werden, damit er von der Seite des Bedienungspanels betrachtet optisch weitgehend dem Originalzustand entsprach. Der Ersatz-Schalter hatte ein Einbaugewinde von etwa 6 mm. Bei Bürklin kann ein Schalter bezogen werden, der ein gleiches Einbaugewinde wie der Originalschalter hat. Beim ersteren kann der Schalterdeckel durch Lösen von 2 Schrauben abgetrennt werden. Von diesem Schraubgewinde des Schalterdeckels wurden etwa 2 mm abgeschliffen. Da die Grundflächen dieses Schalterdeckels und des Ersatzschalters ähnliche Maße haben, kann der abgeschliffene Schalterdeckel über das Gewinde des Ersatz-Schalters gestülpt und mit 2 K Kleber darauf fixiert werden (Abb. 8, Abb. 9).

Um auch noch den Schalterknebel dem Original anzupassen, wurde über diesen eine passende Aderendhülse gestülpt und mit 2 K Kleber befestigt. Die Aderenthülse sollte am Ende halbkugelig mit 2 K Kleber ausfüllt werden. Nunmehr entsprach der angepasste Schalter von der Sicht auf das Bedienungspanel weitgehend dem Originalzustand.

Der modifizierte Ersatz-Schalter musste nun in das Röhrenmessgerät eingebaut werden. Wie bereits erwähnt, ist die Dokumentation der zuführenden Leitungen des defekten Schalters sehr wichtig, da später eine Verfolgung der Leitungen durch die verschachtelten Kabelbäume de facto unmöglich ist. Alle Schalterkontakte sind über Leitungen mit jeweils unterschiedlicher Kabelfarbe angeschlossen, mit einer Ausnahme, Kontakt 4 und Kontakt 7 sind über blaue Kabel angeschlossen, die nicht verwechselt werden dürfen (Abb. 10).

Nach dem Ablöten der alten Schalterkontakte muss der Ersatzschalter wie in Abb. 10 dargestellt, mit den abgelöteten Leitungen verbunden werden. Wegen der räumlichen Enge und einer anderen Schaltergeometrie ist es aber nicht möglich, den neuen Schalter einzubauen und dann die Leitungen nach dem Schaltschema anzulöten. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, an dem Ersatz-Schalter vor Einbau Leitungen gleicher Kabelfarbe anzulöten (Abb. 9) und danach den Ersatz-Schalter einzubauen. Dann können die Leitungen des Funke W20 Geräts via Pig-Tail-Prinzip mit den Leitungen des Ersatz-Schalters nach dem Schema in Abb. 10 verlötet werden. Die Lötstellen werden mit Schrumpfschlauch isoliert. Vor dem endgültigen Einbau muss noch geprüft werden, ob die Richtung des umgelegten Schalters der Beschriftung des Bedienungspanels entspricht (Ua links, Ug2 rechts).  Stimmt die Richtung, kann der Ersatz-Schalter mit dem Originalschraubring festgezogen werden. Abb. 11 zeigt die endgültige Verdrahtung nach Einbau des Ersatzschalters.

Abb. 12 zeigt einen Ausschnitt des Bedienungspanels nach erfolgter Reparatur.

Zusammenfassung

Der Ausfall des Schalters mit Bruch von zwei Befestigungsösen wurde vermutlich durch innere Korrosion der Zinkdruckgusslegierung des Schalterdeckels ausgelöst.

Die Reparatur des Umschalters Anodenspannung / Schirmgitterspannung ist ohne weitergehende Demontage des Röhrenmessgeräts Funke W20 möglich.

Durch Wahl eines geeigneten Schalters kann eine betriebssichere Funktion wieder hergestellt werden.

Auch eine optisch weitgehend am Original orientierte Restauration ist erzielbar.

Referenzen

Zur Vermeidung externer Links werden externe Informationen hier nur als Text angegeben.

(1)  Initiative Zink: Unter „www initiative-zink.de/service/faq/                                                              faq-zinkdruckguss/korrosionsverhalten“,                                                                                             abgerufen am23.09.2018

(2) Wenk, Lothar: “www bdguss.de/fileadmin/content_bdguss/                                                       BDG-Service/Infothek/Sonderpublikationen/Int._Druckgusstag/                                                       14._Druckgusstag/Sicherheit_und_ Qualitaet_von_                                                                 Zinkdruckguss.pdf”,                                                                                                                         abgerufen am 23.09.2018

Andreas Steinmetz
25.Sep.18
  2

Danke, ein sehr hilfreicher Bericht!

Vielleicht interessiert noch Folgendes:

  1. Die Schalter mit den Bestandteilen aus dem sehr problematischen Zinkdruckguss gab es erst in den späteren W20-Serien. In meinem Gerät mit niedrigerer Seriennummer (275**) sind original genau die allgemein sehr bekannten Schalter eingebaut, die im obigen Artikel mit "Schalter A" bezeichnet wurden. Die funktionieren auch heute nach jahrzehntelangem Dauergebrauch immer noch einwandfrei.
  2. Vor ca. 25 Jahren habe ich mal bei einem der späteren W20-Geräte (Seriennummer 282**) die beiden Zinkdruckguss-Schalter über dem rechten Instrument ersetzen müssen. Dabei habe ich die oben genannten "Schalter A" benutzt (allerdings als Original und nicht als Nachbau), denn die haben genau die erforderlichen Kontakte. (Man kann keine handelsüblichen, zweipoligen Umschalter verwenden; es werden Schalter mit je zwei komplett getrennten Schließern und Öffnern benötigt.) Kaum zu glauben, aber die "Schalter A" passen tatsächlich genau in den Platz unter der Pertinaxplatte stramm hinein, was nach dem in 1. Geschriebenen allerdings auch nicht verwunderlich ist. Montiert mit den original dazugehörenden Ringmuttern, passen sie auch optisch sehr gut zu den originalen Zinkdruckguss-Schaltern. Die zentralen Montagebohrungen musste ich nicht erweitern. Mag sein, dass das bei einem Nachbau-Schalter anders ist. Ein besonderes Augenmerk gilt dem elektrischen Anschluss der neuen Schalter. Man sollte sich die Schaltung schon im Vorfeld ganz genau überlegen und die Pinbelegung der Schalter so optimieren, dass die kürzesten Drähte nicht gerade an die am weitesten entfernten Schalterklemmen zu liegen kommen. Dann ist ein Verlängern der originalen Anschlussdrähte i.A. nicht erforderlich. Zugegeben: Der Schalter-Ersatz ist wirklich nichts für Anfänger; er hat mich damals sehr viel Nerven und Fingerspitzengefühl gekostet! Freiwillig würde ich das heute wohl nicht noch einmal machen. Gottseidank mussten die beiden Schalter über dem linken Instrument bis heute nicht ersetzt werden, da sie ja so gut wie nie umgeschaltet werden müssen. Ich traue mich auch kaum, sie überhaupt zu berühren, denn wenn die mal defekt gehen und ausgewechselt werden müssen, dann muss man fast das gesamte W20 zerlegen...
Hans RODT
26.Sep.18
  3

Sehr geehrter Herr Steinmetz,

 

vielen Dank für die wertvolle Info.

 

Ich habe noch ein zweites Funke W20 Röhrenmessgerät mit der Seriennummer 28659. Das Gerät ist bereits mit Brückengleichrichtern statt Röhren ausgestattet und könnte eines der letzten gebauten Geräte sein. Leider ist auch dieses Gerät mit Schaltern der Zinkdruckguss-Serie ausgestattet. Ich muss daher zukünftig auf nicht angenehme Überraschungen gefasst sein.

 

Die Tatsache, dass  der Schalter-Nachbau (A) nicht die klassischen Gewindemaße 12 x 0,75 mm hat, hat bei mir Verwunderung ausgelöst. Der Durchmesser ist um 0,7 mm größer und die Gewindesteigung ist ebenfalls größer. Möglicherweise ist das Gewindemaß 0,5 Zoll (siehe auch das Vergleichsbild).

 

 

Der Unterschied zum Originalschalter wird offensichtlich, wenn man bei der Reparatur versucht, das Gewinde des Nachbauschalters durch die Bohrung des Bedienungspanels zu stecken, es wäre eine deutliche Erweiterung nötig, da die Bohrung exakt ohne Spielraum auf den Originalschalter zugeschnitten ist. Die lokalen Raumprobleme, die notwendige Erweiterung der Bohrung und die Unmöglichkeit, den Originalschraubring zu verwenden, haben mich dann vom Einbau dieses Schalters abgehalten.

 

Mit besten Grüßen

 

Hans Rodt

Hans RODT
11.Oct.18
  4

Hinweis zur Beschaffung eines geeigneten Schalters (Marquardt 0133.0501)

 

Herr Claudio Mussner hat mich informiert, dass zurzeit bei Ebay auch noch Original-Marquardt- Schalter angeboten werden. Diese Original-Marquardt-Schalter verfügen über das Gewinde 12 x 0,75mm und nicht über das größere Gewinde des Marquardt-Nachbaus. Die ersteren sind daher mit dem Gewinde des Funke-Schalters kompatibel. Sie sind auch erkennbar an der gelblich-glänzenden Oberfläche des Schalterdeckels, während die Oberfläche des Nachbaus silberglänzend erscheint.

 

 

Ebay Art.Nr. : 132535798658

Marquardt  0133.0501   Kippschalter Netzschalter 2A 250V (2 Öffner, 2 Schließer)

Preis 9,95 €

 

Hans Rodt

Andreas Steinmetz
11.Oct.18
  5

Danke für den Tipp!

 
Hits: 429     Replies: 0
  funke: Funke W20: Ein unbekannter Vertriebsweg und Einsatzbereich
Hans RODT
27.Oct.18
 
  1

Funke W20 Röhrenmessgerät: Ein unbekannter Vertriebsweg und Einsatzbereich

Die Technik der Röhrenmessgeräte Funke W20 wurde in mehreren Berichten hier im Radiomuseum, von Kurt Schmid (1), im Buch „Röhrenhistorie“ von W. Scharschmidt (2) und u.a. auf der Web-Seite „Jogis-Röhrenbude“ (3) im Detail beschrieben. Im Gegensatz dazu ist über die Vertriebswege und über die Einsatzbereiche und –orte dieser Geräte wenig bekannt.

Zu den letzteren soll nachfolgend ein interessanter Ablauf beschrieben werden. Das in diesem Zusammenhang verfolgte Funke W20 Röhrenmessgerät war eine olivfarbene Militärausführung mit versenkten Verschlüssen, wie sie schon von den Ausführungen des Röhrenprüfgeräts Funke W19s bekannt ist. Die Seriennummer war Nr. 28157. Das Gerät wurde hier bereits in einem anderen Zusammenhang beschrieben. Aus Markierungen, die auf verschiedenen Bauteilen aufgedruckt waren, kann ein Herstellungsdatum um 1963 angenommen werden.

Auf diesem Gerät war oberhalb des Drehprüfschalters ein Wartungsaufkleber angebracht (Abb. 1, Abb. 2).

Ich war der Ansicht, dass sich an Hand dieses Aufklebers Hinweise auf den Einsatzort des Geräts ergeben müssten. Die Annahme allerdings, dass das Gerät bei der Deutschen Bundeswehr zum Einsatz kam, war nicht zutreffend. Eine Suche im Internet nach einer Dienststelle BAMF endete immer mit Angaben zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, was als Einsatzort kaum vorstellbar war.  Bei weiterer Suche ergab sich noch ein Hinweis auf das Schweizer Bundesamt für Militärflugplätze, einer ehemaligen Unterhaltsorganisation der Schweizer Luftwaffe. Ein weiterer Zusammenhang dieser Organisation mit dem Röhrenmessgerät Funke W20 ließ sich im Internet trotz ausgedehnter Suche nicht ermitteln. Ich habe dann bei einer weiteren Recherche im Radiomuseum finden können, dass unser Schweizer Mitglied Herr Schaffhauser bei dem damaligen BAMF-Betrieb Buochs und dessen Nachfolgebetrieb SF, bzw. RUAG Aerospace beschäftigt war. Im Weiteren hat mir Herr Schaffhauser sehr geholfen, den Einsatzbereich meines und weiterer vergleichbarer Röhrenmessgeräte aufzuklären. Es hat sich der folgende historische Zusammenhang ergeben:

Ende der 50er Jahre wurde von der Schweizer Regierung beschlossen, ein neues Jagdflugzeug anzuschaffen. 1959 schlugen die militärischen und technischen Fachleute des damaligen Eidgenössischen Militärdepartements die Beschaffung von 100 Mirage-III-Kampfflugzeugen der Firma Dassault vor. Der Schweizer Bundesrat entschied sich für die Mirage III und beantragte 1961 die Beschaffung von 100 Maschinen, deren Zelle und Triebwerk in der Schweiz in Lizenz gebaut werden sollten. Als erstes Exemplar wurde 1962 eine französische Mirage III gekauft, mit der Waffeneinsatzerprobungen stattfanden. 1964 folgten aus Frankreich zwei Doppelsitzer IIIBS für die Ausbildung und Schulung der zukünftigen Mirage-Piloten.

Die nötigen technischen Anpassungen für die in Lizenz produzierte Version Mirage IIIS (u. a. der Einbau amerikanischer Taran-Elektronik) und der erhöhte Aufwand der Lizenzproduktion selbst führten jedoch zu massiven Kostenüberschreitungen. Die erhebliche Kritik an der Beschaffung durch eine Untersuchungskommission führte zu personellen Konsequenzen mehrerer Verantwortlicher und die Zahl der produzierten Jets musste auf 57 reduziert werden.

1961 wurde der Luftfahrtbetrieb der Schweizer Luftwaffe mit Flugplatz in Buochs Fachstelle für die Mirage IIIs Flugzeuge und war damit auch zukünftig für den Unterhalt der Maschinen zuständig. In den Militärflugzeugen war eine Fülle von Elektronik (Sprechfunk, Navigation mit Radar, Waffenelektronik) verbaut, die zu der damaligen Zeit noch mit einer großen Zahl Elektronenröhren ausgestattet war. Im Rahmen der Wartung dieser Ausstattung wurden eine Reihe von Röhrenmessgeräten Funke W20 direkt beschafft und eingesetzt. Diese Geräte waren wohl nie bei der Deutschen Bundeswehr in Gebrauch. Die Funke Geräte verfügten offensichtlich über die notwendigen Subminiatur-Röhren- und Nuvistorfassungen und Adapter, die für diesen Bereich der Wartungsaufgaben notwendig waren. Die für die Fachstelle in Buochs verantwortliche Organisation war die Direktion für Militärflugplätze DMP, die 1968 in Abteilung für Militärflugplätze AMF und 1979 in Bundesamt für Militärflugplätze BAMF umbenannt wurde, ohne dass sich wesentliche Änderungen der Aufgabenstellungen ergaben.

Und hier komme ich wieder auf den Aufkleber auf meinem Funke W 20 zurück. Offensichtlich handelt es sich dabei um einen Aufkleber zur regelmäßigen Kontrolle und Kalibrierung (2-Jahresperiode ?) des Röhrenmessgeräts, das im Rahmen der Wartung der Elektronik der Mirage IIIs Flugzeuge in Buochs eingesetzt war. Die letzte Kontrolle des Geräts hat wohl 1982 stattgefunden.

Wichtig war der Hinweis von Herrn Schaffhauser, dass die Röhrenprüfgeräte auf dem Deckel mit einer schwarzen Kennzeichnung 7F/W-95- und einer Folgenummer versehen waren.  Das weist auf Bodenmaterial des Flugzeuges Mirage hin. Diese Kennzeichnung war auf meinem Gerät oberflächlich entfernt, bei seitlicher Betrachtung ist aber die Bezeichnung 7F/W-95-604 deutlich zu erkennen (Abb. 3).

Herr Schaffhauser hat mir ein weiteres Bild  der Kennzeichnung (Abb. 4) zur Verfügung gestellt.

Damit war  der letzte Beleg für den Einsatzbereich meines Geräts erbracht.

Über den weiteren Weg meines Geräts konnte ich nicht mehr viel erfahren. Wahrscheinlich wurde das Gerät im Rahmen des Rückbaus der Schweizer Luftwaffeneinrichtungen nach Ende des kalten Krieges ausgemustert und kam über diesen Weg in die Hände der BAMF-Angestellten, bzw. des Surplus-Markts.

Die letzten Mirage IIIs Flugzeuge wurden 1999 stillgelegt.

Referenzen

(1)   Schmid, Kurt, Geliebt und gehasst: Das Funke W 20, Funkgeschichte 231,39-47, 2017

(2)   Scharschmidt, Wolfgang, Röhrenhistorie Band 3, Max Funke und seine Röhrenprüfgeräte   211-  248 , Funk Verlag Hein Verlag 2009

(3)  www jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/ Roe-Pruefer/Funke-W20/W20.htm, abgerufen am 27.10.2018

Ausführliche Referenzen zur Schweizer Historie kann ich bei Bedarf gerne zur Verfügung stellen.

 
Hits: 427     Replies: 4
Funke W20: UG2-Poti defekt / Ersatzbeschaffung
Andreas Koehler
13.Sep.19
  1

Hallo,

vor kurzem habe ich mir ein W20 gekauft. Es sieht alles ganz gut aus, nur das Drahtpoti für UG2 ist fest und lässt sich nicht bewegen. Hat noch jemand eines zu verkaufen? Könnt Ihr mir ein heute verfügbares empfehlen? Und vor allem: wieviel Watt muß das Poti haben? So richtig billig sind die ja nicht gerade...

Danke für Eure Hilfe.

Andreas Steinmetz
14.Sep.19
  2

Ich hatte mir vor langer Zeit notiert, welche Potis in meinem W20 original eingebaut sind:

  1. für UA: 2kΩ, 100W, Rosenthal, Kohleschleifer, Ø≈85mm
  2. für UG2: 10kΩ, 20W, ähnlich Rosenthal, Kohleschleifer, Ø≈43mm
  3. für UG1: 5kΩ, ≈5W, Preh Multiohm 5, geschlossen, Ø≈43mm

Es mag sein, dass sich die eingesetzten Bauformen und Fabrikate im Laufe der Bauzeit des W20 auch mal geändert haben, aber ich denke, meine Notizen dürften trotzdem weiterhelfen. Noch einige wichtige Bemerkungen:

  1. Die angegebenen Poti-Durchmesser sind kritisch und sollten aus Platzgründen keinesfalls überschritten werden, sonst passen die Potis nicht rein!
  2. Die Poti-Achsen liegen bei 6mm Durchmesser, glaube ich zumindest. Beim UA-Poti könnten es auch 8mm sein. Bitte ggf. bei abgenommenen Drehknöpfen nachmessen!
  3. Die angegebenen Belastbarkeiten sind z.T. erheblich höher als die Werte, die sich rechnerisch aus dem Querstrom ergeben. Trotzdem müssen die Potis so hoch ausgelegt werden, denn zum Querstrom kommt ja noch der Laststrom hinzu. Außerdem darf nicht jede kleine Überlast gleich zum Durchbrennen des Poti-Drahtes führen.

Aus vorhandenen Beständen hatte ich mir das Poti für UG1 seinerzeit als Ersatzteil zur Seite gelegt. Die anderen Potis musste ich mir bei Schuricht/Bremen für relativ viel Geld extra beschaffen:

  1. für UA: KRAH-RWI D85/100W 2K2
  2. für UG2: KRAH-RWI D40/20W 10K

Die Ersatz-Potis haben allerdings keinen Kohleschleifer, und es kann sein, dass beim Einbau geringfügige Anpassungen der Befestigungen erforderlich sind. Ob die Potis überhaupt noch lieferbar sind, kann ich ohne Recherche nicht sagen.

Andreas Koehler
15.Sep.19
  3

Hallo Herr Steinmetz,

das sind doch mal brauchbare Angaben :-) Danke.

Wie schon geschrieben: die mechanische Größe (speziell der Durchmesser) ist beim UG1 am kritischsten. 45 mm ø dürften das Maximum sein.

Ich sehe im Moment folgende lieferbare Typen verfügbar, die zumindes nach Anpassung (Befestigung, Achslänge u.ä.) funktionieren sollten:

Übersicht
UA2 kΩ100 W
UG15 kΩ5 W
UG210 kΩ20 W

Hersteller: KRAH Elektronische Bauelemente GmbH

D85/100W 2K2 10%(K)
h...s://widap-ec.com/d85-100w-2k2-10-k-100146.html
Bestellnummer 100146, 107,94 €

D32/10W 4K7 10%(K)
h...s://widap-ec.com/d32-10w-4k7-10-k-100109.html
Bestellnummer 100109, 58,35 €

D40/20W 10K 10%(K)
h...s://widap-ec.com/d40-20w-10k-10-k-100113.html
Bestellnummer 100113, 67,16 €

Hersteller: Widap AG

DP170 2K2 5%(J)
h...s://widap-ec.com/dp170-2k2-5-j-170039.html
Bestellnummer 170039, 160,36 €

Widap liste keine 4,7k in 10W

DP20 10K 5%(J)
h...s://widap-ec.com/dp20-10k-5-j-170155.html
Bestellnummer 170155, 110,12 €

Bei näherer Betrachtung stellte sich auch das UG1-Poti, selbst nach WD40-Behandlung, als sehr schwergängig heraus. Das wird teuer... :-(

Aber wie kommt man am besten an das UG1 ran? Das wird wohl eine längere Abendbeschäftigung.

Andreas Steinmetz
15.Sep.19
  4

Vielleicht schauen Sie sich den Schaltplan nochmal genau an: Entsprechend allen mir bekannten W20-Schaltplänen liegt am UG1-Poti nur in der 100V-Stellung die maximale Spannung an, nämlich ca. 100V. Selbst wenn diese Spannung höher, z.B. 120V, sein sollte, wäre ein 5W-Poti immer ausreichend. Rein platzmäßig würde ein 10W-Poti aber auch gut hineinpassen. Die UG1-Spannung wird aus einer separaten Trafowicklung gewonnen; irgendeine Verbindung bzw. Abhängigkeit zu UG2 bzw. UA gibt es außer der gemeinsamen Masseleitung nicht.

Gibt es denn außer dem Austausch der festsitzenden Potis keine Lösung, die vorhandenen Achsen wieder dauerhaft gängig zu machen? Ganz ähnliche Probleme bei Achsen von normalen Lautstärke-Potis oder Drehkos sind hier schon öfter erfolgreich behoben und die Verfahren entsprechend beschrieben worden (z.B. Hitze, Sprühöl usw.). Vielleicht benutzen Sie mal die RMorg-Suchfunktion.

Hinweise zum Ausbau der Potis kann ich Ihnen im Moment aus Zeit- und Platzgründen leider nicht geben. Nach meinen bisherigen Erfahrungen allein beim Ersatz der W20-Kippschalter würde ich mich nicht wundern, wenn Sie das W20 sehr weitgehend demontieren müssen. Vielleicht gibt es hier im RMorg ja jemanden, der mitliest und konkretere Tipps geben kann.

Was ich noch vergaß: Schuricht heißt heute Distrelec. Auf Anhieb habe ich die Hochlastpotis dort aber nicht wiedergefunden. Fa. Buerklin hingegen hat die Potis der Fa. KRAH im Sortiment. Die Preise sind ähnlich wie bei Ihren Fundstellen.

Nebenbei: Bei mir ist im Original für das UA-Poti doch eines mit 2,2kΩ (und nicht wie oben und im Schaltplan mit 2kΩ angegeben) eingesetzt. Aber Toleranzen in dieser Größenordung spielen im W20 sowieso keine Rolle.

Andreas Koehler
15.Sep.19
  5

Ja, sorry. UG1 und UG2 vewechselt :-)
Wurde korrigiert. Danke.

Vielleicht helfen die Artikelnummern anderen Foristen mit gleichem Problem.

 
Hits: 1044     Replies: 3
funke: Röhrenprüfgerät W20
Arpad Roth † 27.3.17
10.Mar.17
  1

Das Röhrenprüfgerät hat einen NF-Ausgang, vermutlich für hochohmige Kopfhörer.

Meine Frage:
Kennt jemand die Impedanz vom NF-Ausgang?

Bitte um Hilfe.
MfG. Arpad Roth


 

Bernhard Nagel
10.Mar.17
  2

Hallo Arpad,

der NF-Übertrager (als Trennübertrager ausgebildet) ist sekundärseitig an Anschluss 4+5 mit 1700 Ω angegeben (wohl Gleichstrom-Widerstand), das würde bestens zu den bekannten magnetischen Kofhörern mit 2000 - 4000 Ω Widerstand passen.

NF-Übertrager des Funke W20 zum Kopfhörer-Anschluss

Die Impedanz wiederum ist abhängig von der zu messenden Röhre und des gewählten Anodenstrombereichs. Primärseitig gibt es eine unterteilte Wicklung 50 Ω (zw. 1-2, für Anodenströme 50, 100, 250 mA) und 550 Ω gesamt zwischen 1-3 für Ströme von 0,25...25 mA.

Am besten misst man die Impedanz für eine bestimmte Röhre (z.B. EL84) im Betriebsfall/Arbeitspunkt mit einem Z-Meter "rückwärts" in den Anschlussbuchsen für den Kopfhörer. Dazu muss der Schaltkontakt "K" geschlossen sein, in Stellung 13+14 des Prüfschalters ist das der Fall.

Arpad Roth † 27.3.17
11.Mar.17
  3

Hallo Bernhard,

herzlichen Danke für die exzellente Beschreibung meiner Frage.

Da ein Lautsprecher als Simbol gezeigt wird, war mir die Impedanz des NF-Ausganges unklar.
Eine weitere Frage zum Kurzschlußstecker habe ich von H.T. Schmied einen Hinweis (zur Strommessung extern) bekommen. Offen ist dabei noch welcher Strom gemessen wird - Anodenstrom der zu prüfenden Röhre?

Herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Frage, auch an Roland Biesler.
MfG. Arpad Roth


 

Hans RODT
12.Mar.17
  4

Hallo Herr Roth,

die zwei Kurzschluss-Stecker auf der rechten Seite sind zur Bestimmung des Stroms der Röhrenheizung und des Kathodenstroms bestimmt. Eine Beschreibung findet sich in der Betriebsanleitung des Funke W20.

Ich habe das Röhrenmessgerät und kann bei Bedarf einen Scan der Bedienungsanleitung zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Rodt

Hier einen Auszug aus der Bedienungsanleitung des Funke W20.

 
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funke: W20; Röhrenprüfgerät , Ausführung mit 2mal AZ12
Manfred Rathgeb
12.Jun.12
  1

Die Beiträge der Herren Zylka und Hippenstiel darf ich an Hand meines W20 ( Gerätenummer 27035 , Prüfstempel im Inneren des Gehäuses 2.6.54  , Sammlerpreise ebayD 31.8.09) ergänzen :

1) Eine Lüftungsöffnung ist nicht vorhanden . Bei Betrieb mit End-/ Gleichrichterröhren wird der Anodenspannungspoti ziemlich warm , weshalb ich mit einem Lüfter die Warmluft nach unten ( ! ) und bei abmontiertem Bodendeckel und 3cm Aufständerung somit nach außen absauge . Dauerbetrieb ist jetzt uneingeschränkt möglich .

2) Der Spannungsvorwahlschalter ist eingerichtet für 10 , 50 , 250 , <500 , 500 V .

3) Keine Umschaltung zur Messung von Ig1 und Ig2 .

4) Ein Schalter für die Polaritätsumkehr von G1 ist vorhanden .

5) Beide Haupttrafos sind metrisch gleich groß .

Auf nicht wenigen Prüfkarten sind die für W19 geltenden Werte überstempelt und an W20 angepaßt . Im blauen Begleitbuch sind neben dem später ergänzten Röhrenverzeichnis zwei leicht unterschiedliche Schaltpläne-  jeweils mit2 x AZ12 -  eingeheftet , und zwar vom 1.12.1953 ( Zeichnung 5320 ) und vom 20.5.1954 ( Zeichnung 5401 ) . Beide habe ich hochgeladen . Welchen Wert der  von der Firma Funke eingebaute Anodenspannungspoti hatte , läßt sich nicht mehr nachvollziehen , da bereits der Vorbesizer einen  neuen mit 2300Ohm eingebaut hatte . Sein abgewetzter und an an vielen Stellen unterbrochene Draht war die Ursache für den vom Verkäufer angegebenen Wackler im Ia - Anzeigeinstrument . Dieser Poti wurde von mir durch 2200 Ohm ( 60VA ) ersetzt und die Netzspannung auf 240V eingestellt in Serie mit einem NTC . 250V Prüfspannung ist damit aber bei Last nicht mehr ganz erreichbar , bei der Bandbreite der Röhrenwerte aber meist tolerierbar . 

 
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funke: Funke W 20 Ausführung mit 2 x AZ 12
Wolfram Zylka
24.Jul.11
  1

Funke W 20 Ausführung mit 2 x AZ 12

 

Welcher Kenner der Materie kann etwas zu dieser Ausführung? (Im Augenblick im bekannten Auktionshaus 220802066744) Neben der anderen Röhrenbestückung scheint auch das fordere Bedienfeld anders zu sein, als bei den im RM gelisteten Modellen. Vielleicht hat jemand Unterlagen zu diesem Gerät. Das erwähnte Gerät wird erheblich zu teuer offeriert, aber aus historischer Sicht interessant.

Freue mich auf Ihr Wissen

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Zylka

Mark Hippenstiel
25.Jul.11
  2

Hallo Herr Zylka,

die nachfolgenden Informationen zu Seriennummern und Produktionsdaten stammen aus dem Buch von Wolfgang Scharschmidt.

Die Produktion des W20 startete mit der Seriennummer 27000 im Jahre 1953. Dieses seltene Exemplar ist somit das 13. Gerät von 30 Stück der ersten Serie. Danach wurden erste Veränderungen vorgenommen.

Auffällige Unterschiede zu späteren Geräten:

1) Es fehlt das Lüftungsgitter

2) Es gibt keine Spannungsvorwahl für die Anodenspannung, lediglich einen Kippschalter für die Meßgerätumschaltung.

3) Es gibt keine Umschaltung zur Messung von Ig1 und Ig2

4) Es gibt keine Polaritätsumkehr für G1

5) der Anodenspannungstrafo ist wesentlich kleiner als in späteren Modellen

Der Besitzer  hat mir bereitwillig Auskunft erteilt, einer Nutzung der Fotos für RMorg hat er aber leider nicht zugestimmt. Man sollte da noch einen Versuch starten.


 

Wolfram Zylka
25.Jul.11
  3

Herzlichen Dank Herr Scholz, für die ausführliche Antwort. Vielleicht gelingt es die Erlaubnis zum  Laden der Bilder zu bekommen.

Freundliche Grüße

Wolfram Zylka

 
Hits: 2358     Replies: 0
funke: W20 (W 20); Röhrenprüfgerät
Georg Kniffki † 2015
07.Sep.07
  1 Werte Mitglieder,
da ich bisher auf mein Ersatzteil-Gesuch (Nockenschalter für Funke W 20) keine Antwort erhielt, wende ich mich nunmehr an die Funke-Experten mit der Frage: Ist dieser Schalter identisch mit dem aus dem Funke W 19 ? Denn für dieses Modell werden bei eBay einige defekte Geräte als Ersatzteilspender angeboten und ich würde dann versuchen, solch ein Gerät zu ersteigern.

Vielen Dank im voraus.
G. Kniffki
 
Hits: 2107     Replies: 2
funke: W20 (W 20); Röhrenprüfgerät, Fehler im Schaltbil
Reiner Scholz
21.Mar.07
  1 Das Schaltbild Zeichnungs Nr. 6000 vom 1.1. 1960 enthält einen Fehler in der Kennzeichnung der Trafoanschlüsse (Trafo 48456)
Die Anschlussnummerierungen 1 und 2 müssen gegen 14 und 15 untereinander getauscht werden.
Alle anderen Schaltbilder, so auch das am Modell hinterlegte Nr. 6245 sind korrekt.
Mark Hippenstiel
29.Mar.07
  2

Herr Heimberg bat mich, seinen Beitrag zu veröffentlichen:



Hallo Herr Scholz und alle anderen,

leider steht in meinem Schaltplan keine Typenbezeichnung von dem Brückengleichrichter,
auf dem in meinem Gerät eingebautem kann ich nur die Nummer 2162 ablesen.
MfG.
D.Heimberg

Reiner Scholz
29.Mar.07
  3 Herzlichen Dank fürs Nachschauen. Auf meinem Gleichrichter kann ich zusätzlich noch die Buchstaben "SAF" (fest eingeprägt)  und in weisser Schrift 9017 und darunter 91 ablesen.
Ich habe nun auf Empfehlung einen  Typ B380 C1500 eingebaut.
 
Hits: 1527     Replies: 0
funke: W20 (W 20); Röhrenprüfgerät, Brückengleichrichte
Reiner Scholz
21.Mar.07
  1 In der Spannungsversorgung gibt es in Nähe der AZ 12 einen kleinen schwarzen Brückengleichrichter.
An diesem ist mir eine der 4 Lötfahnen abgebrochen. Bruchstelle fast schon im Gehäuse, also ganz schwer zu löten. Ich suche Ersatz. Wer kann mir bitte helfen, anhand des Schaltbildes die richtige Type zu finden.
 
Hits: 4638     Replies: 7
funke: FUNKE W20, Defekt im zentralen Ia-Meßinstrument?
Wilhelm Meyerhoff
03.Apr.06
  1 Hallo liebe Radiogemeinde,

ich schlage mich mit folgendem Problem herum:

Vor einiger Zeit konnte ich ein sehr gut erhaltenes Funke W20 der Uni Tübingen erstehen (BJ 1969, Halbleitergleichrichter). Es funktionierte für eine gewisse Zeit zunächst alles normal. Neuerdings zeigt das zentrale Hauptmeßinstrument (Ia) bei allen Messungen nur noch ca. 1/10 des tatsächlichen Wertes, selbst bei direkten Messungen mit den entsprechenden Prüfkarten für Strom und Spannung bei ausgeschaltetem Gerät. Der Fehler trat das erste Mal bei der Messung einer 6SL7 oder 6SN7 auf. Ich muß dazu sagen, daß ich aufgrund meiner Ausbildung schon "vom Fach" bin. Bevor ich jetzt allerdings selbst anfange, das Meßinstrument auseinanderzunehmen, hoffe ich über diesen Kontakt jemand zu finden, der Erfahrung mit diesen Feinarbeiten hat und ggf. sogar den Fehler kennt und/oder behoben hat. Alle Spannungen lassen sich ordnungsgemäß einstellen, alle Stromversorgungswiderstände und -elkos sind i.O. Die Spannungen an den Prüfröhren sind vorhanden, die Ströme fließen auch (Ia kann m.E. auch anstelle der RK-Brücke gemessen werden). Ich würde mich freuen, wenn jemand weitere Infos zu dem Problem hätte.

Schönen Gruß aus Bremen
Wilhelm Meyerhoff

Andreas Steinmetz
03.Apr.06
  2 Hallo Herr Meyerhoff,

vor längerer Zeit habe ich mich auch mit meinem W20-Meßwerk befassen müssen und kann hier einiges, wenn auch nur aus der Erinnerung heraus, beitragen. Die Meßwerke des W20 neigen (leider recht häufig!) zu folgenden Standardfehlern:

1. Verschlissene Lagerspitzen bzw. -buchsen. Als Folge geht der Zeiger schwergängig, und das Meßergebnis ist erst gültig, wenn man das Instrument mehrfach beklopft hat. Eine dauerhafte Abhilfe ist kaum möglich.
2. Meßwerkdejustierung, besonders infolge von Deformierungen der tragenden Zinkdruckguß-Teile. Dadurch geht ebenfalls der Zeiger schwergängig, oder er stößt sogar irgendwo an und klemmt. Besonders anfällig sind in dieser Hinsicht gerade die letzten Bauserien, bei denen auch die Kippschalter für Ug1, Ug2 usw. das Zinkdruckguß-Problem haben. Eine dauerhafte Abhilfe ist kaum möglich.
3. Schlechte Kalibrierung in allen Meßbereichen. Das Meßwerk selbst wird mit einem magnetischen Nebenschluß kalibriert, der dazu an korrekter Stelle festgeklebt wird. Leider löst sich der Kleber im Laufe der Zeit, und die Kalibrierung ist dahin. Außerdem gibt es ein Trimmpoti im Meßwerk-Gehäuse, mit dem bei vorher korrekt eingestellter Instrumentenempfindlichkeit die Gesamtkalibration für alle Meßbereiche durchgeführt wird. Reparieren lassen sich diese Fehler recht gut.

Die in Ihrem Fall geschilderte Abweichung ist ungewöhnlich hoch. Vermutlich werden Sie nicht weiterkommen, ohne das Meßwerk auszubauen und soweit "freizulegen", daß Sie weitere Untersuchungen machen können. Wichtig ist dabei, alle abgelöteten Kabel eindeutig zu markieren.


Andreas Steinmetz
Olaf Antpöhler
03.Apr.06
  3 Hallo Herr Meyerhoff,

ich habe mal ein paar Bilder vom ausgebauten Messwerk gemacht. Sie können einmal die Widerstandsdrähte sehen und auch die Zeigermechanik. Unten am Zeiger befindet sich die Einstellschraube und die Kontermutter. Ich hoffe das hilft ein wenig zur Rep.





Bitte sehr vorsichtig mit der Mechanik und vor allem mit dem Zeiger. Eine unachtsame Bewegung und man kann das Messwerk nicht mehr retten. Sie müssen ein wenig ausprobieren, bei welcher Einstellung der Zeiger noch leichtgängig ist, aber eben nicht zu locker.

Viele Grüße
OA
Andreas Steinmetz
03.Apr.06
  4 Hallo Herr Antpöhler,

prima Bilder! Die helfen bestimmt weiter. Da Sie das Meßwerk ja ausgebaut vor sich liegen haben, könnten Sie vielleicht noch ein Bild vom magnetischen Nebenschluß machen? Das ist das keilförmige, gebogene Blech, welches parallel zum Luftspalt liegt. Es ist auf dem ersten Bild zu erkennen, wenn man weiß, wie es aussieht.


Andreas Steinmetz
Olaf Antpöhler
03.Apr.06
  5 Hallo Herr Steinmetz,

leider ist das Messwerk und auch das Prüfgerät schon wieder zusammengebaut und funktioniert einwandfrei. Die Bilder waren nicht von heute sondern sind von meiner letzten Rep. In der Tat ist diese alte Mechanik nicht unproblematisch, ich musste auch einmal nachbessern. Der Lohn ist aber ein voll funktionierendes Prüfgerät.

Viele Grüße
OA
Andreas Steinmetz
04.Apr.06
  6 Hallo Herr Antpöhler,

na gut, dann müssen wir eben auf Ihr erstes Bild zurückgreifen: Am unteren Rand des Bildes ist die Drehspule zu sehen. Es gibt zwei Luftspalte: einen oberhalb der Spule, den anderen unterhalb. Um diesen letzteren geht es, denn er wird durch ein gebogenes, keilförmiges Blech teilweise magnetisch überbrückt. Der Blechstreifen ist, wie am unteren Bildrand zu erkennen, angeklebt. Leider löst sich dieser Kleber im Laufe der Zeit und läßt so eine Dejustierung des Nebenschlusses zu. Dadurch stimmt die Gesamtempfindlichkeit des Instrumentes nicht mehr, was wohl oft ein Grund für die doch recht häufig zu beobachtenden Anzeige-Toleranzen bei den W20-Geräten ist. Ich muß mal in meinen Aufzeichnungen nachsehen, auf welche Empfindlichkeit das Instrument mit Hilfe der Position des Blechstreifens eingestellt werden muß, damit auch die darauf abgestimmte Shunt- und Vorwiderstandskette richtig funktioniert. Auswendig weiß ich das nicht mehr...


Andreas Steinmetz
Wilhelm Meyerhoff
04.Apr.06
  7 Hallo Herr Steinmetz, hallo Herr Antpöhler,

vielen Dank für die wertvollen Hinweise. Ich werde mich in kürze an die Untersuchung/Reparatur wagen und anschließend Bescheid geben, was dabei herausgekommen ist.

Schönen Gruß

Wilhelm Meyerhoff
Andreas Steinmetz
05.Apr.06
  8 Liebe Kollegen,

inzwischen habe ich meine alten Aufzeichnungen und Berechnungen vorliegen. Das Instrument enthält Parallel- und Serienwiderstände für folgende Bereiche: 0,25 mA, 1 mA, 2,5 mA, 5 mA, 10 mA, 25 mA, 50 mA, 100 mA, 250 mA, 10 V, 150 V, 250 V. Nach dem Ausmessen der Widerstände ergibt sich durch Berechnung, daß das Meßwerk eine Empfindlichkeit von etwas besser als 100 µA für Vollausschlag haben muß. 100 µA ist definitiv zu unempfindlch! An meinem Exemplar stellte ich damals eine Empfindlichkeit von 86,5 µA (ohne magnetischen Nebenschluß) bis vmtl. über 100 µA (mit vollem Nebenschluß) fest.

Um letztlich die beste mittlere Gesamt-Genauigkeit, über alle Bereiche gesehen, zu erreichen, kann ich folgendes, leider iteratives, Vorgehen empfehlen:
1. Das Instrument muß sich zum Abgleich in waagerechter Lage befinden, mechanisch einwandfrei sein und Zimmertemperatur angenommen haben. Fremde Metallteile sollten sich nicht in Meßwerk-Nähe befinden.
2. Zunächst stellt man für alle Meßbereiche bei Vollausschlag die jeweilig vorhandene Genauigkeit durch Vergleich mit einem Präzisions-Meßgerät fest. So fallen grobere Fehler bei den Parallel- und Serienwiderstandsketten sofort auf, welche natürlich zunächst behoben werden müssen.
3. Dann justiert man das Meßwerk durch Verschieben des keilförmigen Nebenschlusses auf 94 µA Empfindlichkeit. Von diesem Wert sollte nicht sonderlich abgewichen werden; 95 µA geht aber sicherlich auch noch. Andernfalls kann man beim folgenden Trimmpotiabgleich nicht erreichen, daß der korrekte Abgleichpunkt für die Strombereiche mit dem der Spannungsbereiche übereinstimmt. Das Nebenschluß-Blech würde ich jetzt noch nicht festkleben.
4. Derjenige Bereich, der nach Punkt 2. etwa in der Mitte aller Toleranzen lag, wird benutzt, um das Instrument mit Hilfe des zur Meßspule in Serie liegenden Trimmerpotis bei Vollausschlag auf Null Toleranz abzugleichen. Bei mir war das der 50 mA-Bereich.
5. Kontrolle aller Meßbereiche. Auch die beiden Spannungsbereiche sollten stimmen, obwohl sie bei den Röhrenmessungen nicht verwendet werden. Bei tendenziellen Abweichungen zwischen den Strom-und Spannungsbereichen sollte man wieder zu Punkt 3. zurückgehen, eine etwas andere Meßwerkempfindlichkeit einstellen und die Punkte 4. und 5. wiederholen. Hat man dann die richtige Nebenschluß-Einstellung gefunden, klebt man das Blech fest und gleicht nochmals endgültig nach den Punkten 4. und 5. ab.

Ob diese Prozedur einer eventuellen Werksvorschrift entspricht oder dieser sogar widerspricht, weiß ich nicht, aber immerhin konnte ich damit eine max. Abweichung des Instrumentes von +- 1% über alle Bereiche erreichen. Wer es nicht ganz so genau machen will, bei dem reicht es sicherlich auch aus, den Abgleichprozeß einmalig mit einer Meßwerkempfindlichkeit von 94 oder 95 µA bei einem mittleren Strombereich, z.B. 50 mA, durchzuführen.

Für Herrn Meyerhoff mag noch interessant sein, daß meine Drehspule einen Ohmschen Widerstand von 471,5 Ohm bei Zimmertemperatur hatte. Bleibt zu hoffen, daß seine überaus hohen Toleranzen nicht auf einen Spulendefekt zurückzuführen sind. Sollte Bedarf bestehen, kann ich auch gerne noch die gemessenen Werte aller Meßwiderstände angeben.


Andreas Steinmetz


Nachtrag 11:50 Uhr:
Auf den Bildern von Herrn Antpöhler ist zu erkennen, daß es wohl auch Ausführungen ohne die Spannungsbereiche 150 V bzw. 250 V gibt. Oder stammt das abgebildete Instrument vielleicht doch nicht vom W20? Auf dem zweiten Bild kann man sehen, daß an der linken Pertinaxseite nur ein einziger Lötstützpunkt vorhanden ist; bei mir sind es drei. Auf dem ersten Bild schließlich ist zu sehen, daß ein gewickelter Drahtwiderstand in Reihe mit der Drehspule liegt. Bei mir befindet sich dort stattdessen das Trimmpoti. Hat man also kein Trimmpoti zur Verfügung, dann vereinfacht sich die Abgleichprozedur sehr, indem man nur einmalig mit dem Nebenschluß-Blech abgleicht, z.B. im 50 mA-Bereich.
 
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funke: W20; Röhrenprüfgerät: Fehler auf Karte 83
Michael Schlör
25.Jul.05
  1 Hallo,
zufällig bin ich auf einen Fehler in der Kartei zum W20 gestoßen:
Karte 83 (ABC1), BETRIEBSDATEN: EBL1 / EBF2 sind ALLE völlig daneben!!
Kann hier die Diodenmessung im Sinne der ABC1 Parameter überhaupt angewandt werden?
Die Karte trägt das Datum 7/57, vielleicht sind spätere Ausgaben korrigiert?!

Grüße,
Michael Schlör
Konrad Birkner † 12.08.2014
26.Jul.05
  2 Die Messung der Duodioden ist m.E. identisch vom Prinzip her. Sie funktioniert auch beim W18 und RPG4/3, wo die Prüfkarten wohl i.O. sind (83 mit 4V u. 222 mit 6V Heizspg.). Bei Ua = 10V~ wird 0,5 - 1 mA erwartet.

Welche Daten sind beim W20 daneben und inwiefern?
Gruss
KoBi
Michael Schlör
26.Jul.05
  3 Hallo Herr Birkner,

linke obere Ecke der Karte 83 findet man bei dieser meiner Karte:
BETRIEBSDATEN: EBL1.....EBF2
.............................Uf.......4V....4V (!!)
...............................If......0,65..2,4A
.......................Ua.,max 200..200V
..........................Ia..max 0.8..0,8A (!!!)

Ja, das ist kein Tippfehler meinerseits! (!) = Kommentar meinerseits
Heute hat mir Robert Sarbell folgende mail geschickt:

>YMichael,

>I agree with you completely. . . . . the error is also on karte 83 for my Funke W19 >tubes data. The issue date of the W19 Beriebsdaten karte is also 7.57

>mfG,
>Robert Sarbell
>US member
>NB: Forum Moderator has not provided "Reply" yet.

Ich habe auch eine ältere Ausgabe der W19 Karten vorliegen (7.53), da ist alles in Ordnung: (ABC1 ABL1 mit den richtigen Daten)

Auch in der GFGF Schrift Bd.14:" Das Funke-Röhrenmessgerät W19" fand ich zu dieser Karte keinen Fehlerhinweis. Ich denke, ich habe ihn nicht übersehen!?


Grüße,
Michael Schlör
 
Funke, Max, Weida/Th: Röhrenprüfgerät W20 - S/N ab 27061
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