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Musikgerät 97

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Musikgerät 97; Grundig Radio- (ID = 2076823) Radio
Grundig Radio-: Musikgerät 97 [Radio] ID = 2076823 1194x960
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For model Musikgerät 97, Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke)
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke)
alternative name
 
Grundig Portugal || Grundig USA / Lextronix
Year: 1957–1964 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 6: ECC85 ECH81 EF89 EABC80 EM84 EL84
Main principle Super-Heterodyne (Super in general); ZF/IF 460/10700 kHz
Tuned circuits 6 AM circuit(s)     10 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110/220 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) - elliptical
Power out 3 W (unknown quality)
from Radiomuseum.org Model: Musikgerät 97 - Grundig Radio-Vertrieb, RVF,
Material Modern plastics (no Bakelite or Catalin)
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 360 x 210 x 170 mm / 14.2 x 8.3 x 6.7 inch
Notes Das erste "Musikgerät 97" ist das "Hauptmodell" von Grundig Typen 97, begleitet von verschiedenen Exportgeräten und Nachfolgern. Die genaue Typenbezeichnung ist jeweils auf der Rückwand zu erkennen (solange nicht vertauscht wurde). Der Ausgangsübertrager ist ein 9048. 1957 startet man mit 3-W-Endstufe und Höhenregler, Preis als drittgünstigstes Tischgerät 212 DM, Farbe nur "Kunststoff, mittelrot mit elfenbein", von 1958/59 bis 1960/61 mittelrot oder saharagelb oder resedagrün, jeweils mit elfenbein (Front), von 1961/62 bis 1963/64 mittelrot oder saharagelb oder staubgrau, jeweils mit elfenbein (Front).

Bitte bei Bildern immer auch die Rückwand in voller Pixelzahl hochladen - sonst löschen wir u.U. ohne Gegenbericht - zu viele Gerätebilder sind auf falschen Modellen. Vor dem allfälligen Anlegen oder Ändern von Modellen - und vor Bildhochladungen bitte diesen Beitrag lesen. Sie finden da Unterscheidungsmerkmale zu den ca. 12 Modellen.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 5 kg / 11 lb 0.2 oz (11.013 lb)
Price in first year of sale 212.00 DM
Collectors' prices  
External source of data Erb
Source of data HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1957/58
Mentioned in HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1958/59 (Modell 97)
Literature/Schematics (1) HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1959/60 (Modell 97)
Literature/Schematics (2) HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1960/61 (Modell 97a)
Literature/Schematics (3) Handbuch RFP 1963 (Modell 97)
Literature/Schematics (4) Handbuch RFP 1961/62 (Modell 97a)


All listed radios etc. from Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke)
Here you find 5982 models, 5190 with images and 4030 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Grundig Radio-: Musikgerät 97
Threads: 2 | Posts: 12
Hits: 830     Replies: 1
  grundig: Reperaturbericht Grundig 97
Matthias Beyer
25.Apr.18
 
  1

Dieses Grundig 97 Radio habe ich im Jahr 2015 aufwändig restauriert, dabei ist mir nichts erspart geblieben. Vorab muss ich sagen das ich seit 20 Jahren Tetraplegiker bin durch ein Bruch des 5. Halswirpels. Deshalb kann ich meine Finger nicht mehr bewegen und habe auch kein Gefühl darin. Seit 2005 habe ich mir nach und nach mühsam das Handwerk was ich früher schon gemacht habe mit meinen gelähmten Fingern umzusetzen. Zahlreiche Hilfsmittel habe ich gebaut und viel Geschick erworben. Die Restauration hat dadurch nur 4 Wochen gedauert. So sah das Radio vorher aus.

Hier habe ich das Radio bereits auseinandergebaut. Das Chassis habe ich so gut es ging gereinigt. Es war mit einem schmierigen schwarzen Film überzogen. Das Foto mit diesem verdreckten Zustand habe ich vergessen zu machen, aber da wusste ich noch nicht ob ich das Radio mal restaurieren werde.
 
Ein Kenner sieht auch die beiden Kondensatoren auf dem NF- Übertrager die nicht original sind. Bei der Ferritantenne waren auch drei Drähte abgerissen.
 
Der goldene Lack war an einigen Stellen verschlissen und hatte sogar Roststellen. Das sieht man auf den nachfolgenden Fotos besser.
 
 
 
Hier habe ich die Glasskala mal abgeschraubt um mal nachzusehen wie es dahinter aussieht. Rechts sieht man die Tasten. Fast jede Taste hatte Risse.
Wenn ich auf UKW umgeschaltet habe drehte sich gar nichts. Der Drehkondensator in der UKW- Box war fest und hatte sich schon von der Befestigung gelockert und das Skalenseil fing an sich aufzutrotteln.
Der Lautstärke und der Klangregler konnte ich kaum drehen so fest waren diese beiden.
Es funktionierte nichts, nur die Röhren glühten. Nach dem Durchmessen stellte ich fest das alle Papierkondensatoren ihre Werte nach oben verändert haben und ein Kondensator davon taub war. Ebenfalls waren unter der EL84 (NF-  Verstärker Endpentode) der Elko 2µF (C58) und der Elko 5µF (C54) vom Radiodetektor taub. Der Trockengleichrichter (B250 C75) lieferte nicht mehr genug Gleichspannung. Der 5nF Durchführungs- Kondensator der UKW Box war auch zerbrochen.
 
Weil das Radio in so einem schlechten Zustand war, habe ich mich dazu entschlossen es zu Restaurieren.
 
 
 
 
Hier auf den Fotos habe ich alle abschraubbaren Komponenten abgelötet und abgebaut. Hier sieht man deutlich die schmierige Verschmutzung wie das ganze Chassis vor meiner ersten Reinigung aussah.
 
 
 
Hier montiere ich die kaputten Tasten ab. Weil ich nicht zufassen kann, habe ich mir was einfallen lassen. Da habe ich einfach ein Holzbrettchen auf das Chassis gelegt und die Rundzange unter die jeweilige Taste geklemmt. Dann habe ich mit einem Lötkolben die jeweilige Tastenstange erhitzt und durch das Eigengewicht der Zange zog es die Taste von der Stange ab.
 
 
 
Hier habe ich das Chassis nach einer gründlichen Reinigung abgeklebt und alle Dinge die ich nicht abmontieren konnte umwickelt. Auch die beiden Filter habe ich umwickelt. Unten die Füße der Filter konnte ich nicht abkleben, weil dort hauchdünne Drähte sind. Diese würden nach dem Ablösen des Klebebandes abreißen. Diesen offenen Bereich habe ich mit einem kleinen Pinsel gründlich mit Vaseline eingepinselt. Für das Abkleben habe ich 3 Tage gebraucht.
 
 
 
Hier sieht man das fertig lackierte Chassis. Zum lackieren habe ich Felgengold verwendet. Diesen Lack habe ich 2x aufgetragen. Nach dem trocknen habe ich 2 Schichten matten Klarlack aufgetragen. Die Vaseline war auch vergoldet worden. Diese konnte ich nun vollständig mit einem Pinsel wieder abtragen. Alles was dahinter ist hat die Vaseline geschützt.
 
 
 
Hier mache ich den Abstimmkondensator in der UKW- Box wieder gangbar. Da habe ich die lötspitze ca. 5 Minuten auf die Achse gehalten. Die Verharzung des alten Öles ist durch die Hitze flüssig geworden und ich konnte das Rad wieder drehen. Unter ständigen hin und her drehen, habe ich von hinten auf die Achse bei den Zahnrädern Waschbenzin darauf geträufelt. Das habe ich so lange gemacht bis sich der Drehkondensator Widerstandslos drehen ließ. Danach habe ich den Drehkondensator etwas geölt und wieder festgelötet. Den zerbrochenen 5nF Durchführungskondensator habe ich gegen einen Neuen ausgetaucht.
 
 
 
 
Hier sieht man den Transformator. Die angebauten Metalteile der Halterung, sowie das Plattenpaket waren angerostet. Die Halterung habe ich abgebaut und mit einer Messingbürste gründlich gereinigt. Danach habe ich diese mit Stahlwolle gründlich poliert. Das Plattenpaket habe ich mit schwarzer matter Farbe neu lackiert und alles wieder zusammengebaut.
 
 
 
 
 
Hier sieht man den defekten Gleichrichter. Der wurde mit parallel angelöteten Gleichrichterdioden überbrückt. Den habe ich komplett auseinandergenommen und habe innen die 4 Gleichrichterdioden eingelötet. Nach dem Zusammenbau sah und funktionierte er wie neu.
 
 
Hier habe ich das ausgebaute Potentiometer für die Lautstärke und dem Klang. Das habe ich ebenfalls mit Hitze wieder gangbar gemacht. Anschließend habe ich es wie hier auf dem Foto über Nacht in einem vollen Behälter Waschbenzin gestellt und abgedeckt damit das Benzin nicht verfliegt. Am nächsten Tag war das Waschbenzin braun und das Potentiometer ließ sich widerstandslos drehen. Natürlich hatte ich das Potentiometer vor dem Einbau durchgemessen ob es noch funktioniert. Mit den heutigen Potentiometern würde ich das nicht machen, weil sich das Material des Wiederstandes auflösen könnte.
 
 
 
Nun ging es an den Zusammenbau. Alle Anbauteile hatte ich gründlich gereinigt. Der Drehkondensator für Lang, Mittel und Kurzwelle war auch schwergängig zu drehen. Diesen habe ich ebenfalls mit Waschbenzin gründlich gereinigt.
 
 
 
Nun waren ja alle Papierkondensatoren defekt. Das Papier war auch brüchig geworden. Normalerweise erhalte ich die Kondensatorhülsen und mache neue Kondensatoren in die alten Hüllen hinein. Hier war mir das nicht möglich, weil das Papier zerbröselt. Also habe ich die Kondensatorhülsen neu gebaut. Am PC habe ich für jede originale Größe der Kondensatoren die Banderolen nachgezeichnet. Ich habe die Farbe heller gemacht. Die originalen Banderolen waren vergilbt. Bei einem Kondensator konnte ich an einer kleinen Ecke sehen wie die Farbe mal ursprünglich aussah.
 
 
 
 
 
 
Hier habe ich die Bilder der neuen Kondensatoren. Als Papier habe ich selbstklebendes mattes Fotopapier genommen. Die Röhrchen sind verschiedenstarke Trinkhalme und die großen Hülsen sind aus Plastikrohr.
Die neuen kleinen Kondensatoren habe ich in die Hülsen eingeführt und die Enden mit Papier oder zugeschnittene Schwämme verschlossen. Dann habe ich diese in eine Vorrichtung gestellt und mit elfenbeinfarbenem Acryl vergossen.
 

Hier habe ich alle Kondensatoren wieder an ihrem originalen Platz eingelötet und genauso angeordnet wie vorher. Ich hatte mir vorher ein Foto von dem Chassis gemacht und habe mich genau daran orientiert. Auch das Potentiometer ist wieder an seinem Platz. Die anderen zu tauschenden Bauteile hatte ich im gleichen Originalzustand da gehabt.

Hier sieht man die Drehknöpfe. Diese habe ich im Ultraschallbad mit Kunststoffreiniger 10 Minuten gereinigt. Anschließend habe ich die Messingteile mit Stahlwolle aufpoliert.
 
Danach habe ich die beiden neuen Skalenseile angebracht. Diese Arbeit hat mich fast überfordert. Da hat schon jemand mit gesunden Händen Probleme.
 
 
 
Hier sieht man die Tastatur. Die originalen Tasten waren nicht mehr gut wegen den Rissen. Ich wollte diese auch nicht überlackieren. Da habe ich mir ein Nachfolgermodell von Grundig gekauft. Es ist das Modell 2140 mit Holzgehäuse. Das Radio habe ich billig erworben, weil unter anderen auch das Holzgehäuse kaputt war. Da habe ich die Tasten auf die gleiche Weise abmontiert, gereinigt und an meinem Grundig 97 angebracht. Danach musste ich alle Tasten auf die gleiche Höhe bringen.
 
 
 
 
 
 
 
Hier sieht man das fertige Chassis von allen Seiten. Die Kappen der beiden Filter und die Abdeckung der UKW Box habe ich neu mit Alulack besprüht. Selbst die Beschriftung an diesen Kappen habe ich wieder angebracht. Da habe ich Buchstaben zum aufrubbeln genommen und anschließend mit mattem Klarlack überlackiert. Dieses habe ich im Übrigen bei allen Bauteilen gemacht eine Aufschrift hatten, auch beim Chassis.
 
Auch die beiden Anschlussdrähte mit den Spiralen zum Lautsprecher habe ich neu hergestellt. Bei den originalen Drähten waren jeweils die Spiralen auseinandergezogen und ich konnte diese nicht wieder zusammenbringen.
 
Nun war das Chassis fertig und ich habe es ausprobiert. Es hat auf Anhieb funktioniert, aber nach einer Weile ging das UKW weg und kam wieder in unbestimmten Abständen. Ich habe alles getan was man tun kann. Es waren keine messbaren Fehler da. Alle Bauteile waren in Ordnung, auch die Röhren und die Tastaturschalter. Es war zum verzweifeln. Nach der vielen Arbeit war ich total kaputt und zum Schluss genervt. Ich habe das Radio zu Seite gestellt und mal was anderes gemacht.
 
Eines Tages habe ich das Radio mir wieder vor genommen und alles ausprobiert was ich mir inzwischen zusammenüberlegt hatte. Es hat sich nichts geändert. Als es dunkel war, habe ich das Radio eingeschaltet und unter der ECH81 glimmte es zwischen den Stiften. Das war nicht immer. Wenn das Glimmen weg war funktionierte alles, war es da ging der Empfang weg.

Hier sieht man neben den Filtern die ECH81. Die Fassung war nicht mehr zu retten. Es hat sich oben und zwischen den Laken Zunder oder wie man das nennt gebildet. Ich habe erst oben zwischen den beiden Kontakten die schwarze Schicht weggekratzt und mit Sekundenlein aufgefüllt. Es brachte nichts, es glimmt ab und zu zwischen den Laken weiter. Es sind die beiden Kontakte zur Anode und Heizung der Röhre. Ich musste die ganze Fassung auslöten und die Befestigungsnieten aufbohren. Die neue Fassung habe ich wieder mit neuen Nieten angebracht und alles wieder daran gelötet. Das hat ganz schön Arbeit gemacht.
Danach funktionierte das Radio.

Hier ist das Radio fertig. Den Lautsprecherstoff musste ich reinigen. Da waren Flecke drauf wie man am ersten Bild ganz oben sieht. Dabei musste ich ganz vorsichtig sein. Diese Radios haben fast alle die gleiche Krankheit. Der Lautsprecherstoff trottelt über der Skalenscheibe bei dem Grundig- Schriftzug auf. Zum reinigen habe ich Vanish Oxi Fleckenentferner genommen. Das habe ich verdünnt und nur ganz vorsichtig mit etlichen Wattestäbchen den Stoff gereinigt. Bei sowas muss man ganz vorsichtig sein, weil die dünnen Fäden schnell zerreißen können und der Stoff noch mehr auftrottelt.
Das Gehäuse habe ich mit Kunststoffreiniger gereinigt und anschließend mit Autopolitur aufpoliert.
 
Mach 4 Wochen war ich fertig.

 

 

 

 

 

 

 

Matthias Beyer
26.Apr.18
  2

Wer sich dafür interessiert wie jemand mit gelähmten Fingern sowas bewerkstelligen kann, der kann sich dazu ein Video von mir anschauen. Einen Direktlink darf ich hier nicht anbringen. Wenn man bei Youtube die Begriffe „Drehorgel Tetraplegie Teil 1“ eingibt, kommt man auf dieses Video. Es besteht aus 4 Teilen, die auch als Link der Videobeschreibung stehen.

Gruß

Matthias Beyer

 
Hits: 2046     Replies: 9
grundig: 97; Musikgerät
Matthias Beyer
09.Jul.14
  1

Hallo,

ich habe folgendes Problem.

Nach dem einschalten sind die Sender auf UKW schach bis auf wenige laute Sender und alle verrauscht. Die Röhren sind allen in Ordnung, die habe ich in einm anderen Radio getestet. Alle Papierkondnsatoren habe ich erneuert. Nach ca. 5 Minuten wird das Radio plötzlich laut und die Sender sind klar zu empfangen. Ich weis im Moment nich wo ich noch suchen müsste. Kann der Fehler im UKW- Tuner sein?

Gruß

Matthias Beyer

Hans M. Knoll
09.Jul.14
  2

Hallo Herr Beyer.

Wenn es bei UKW rauscht, liegt der Fehler grundsätzlich an / in der UKW-Box oder Antenne.

Nach langen Jahren versagt bei einem  Rosenthal Drahtwiderstand  (150 Ohm R29) der Kontakt vom Draht zu Kappe.

Der Draht ist nicht lötbar, nur gequetscht, das setzt aus.

Lesen Sie mal  hier

gruss knoll

 

EDIT:  der R29 sitzt oben/aussen auf der BOX,  bei der Antennenspule

Matthias Beyer
10.Jul.14
  3

Hallo Herr Knoll,

danke für die Antwort!

Ich hatte in meinem Anliegen vergessen zu erwähnen das dieser Widerstand in Ordnung ist. Ich hatte schon im Forum über diesen Fehler gelesen.

In der UKW- Box ist die Keramikdurchführung gebrochen. Durch diese führt die Spannungsversorgung vom R27 zur Anode der ECC 85. Dadurch ist dieser Widerstand schwarz geworden aber funktioniert noch. Ich habe diese Keramikduchführung ausgelötet und erst Mal mit einem dick isolierten Draht ersetzt. Das Ergebnis ist immer noch wie vorher. Der Effekt wie gestern, wo das Radio plötzlich nach paar Minuten laut und klar spielte tritt nicht mehr auf. Nun weis ich leider nicht, ob diese Kabeldurchführung aus Keramik wegen der Abschirmung wichtig ist und auch so wieder eingebaut werden muss. Ich weis auch nicht die genaue Bezeichnung von dieser Kabeldurchführung. Vielleicht ist das die Ursache.

Haben Sie oder jemand anderes schon Mal das gleiche Problem gehabt, vielleicht an einem anderen Modell von Grundig mit ähnlichem Schaltungsaufbau.

Beste Grüße

Matthias Beyer

Hans M. Knoll
11.Jul.14
  4

Hallo Herr Beyer

Machen Sie ein Photo als png oder jpg, von der Stelle des Durchführungs-Kondensator.

Kann auch als Mail an mich gehen, ich zeige dann das Ergebnis hier.

Dort will ich Ihnen  einzeichnen was Sie tun koennen.

Ich habe das ganze RMorg nach Bildern abgesucht, kann kein passendes finden.

knoll

Hans M. Knoll
11.Jul.14
  5

Hallo Herr Beyer

 Zwei Fehler kann ich jetzt erkennen.  Der eine,

ein Durchführungs- Kondensator 5nF, 350 bis 500v= mit Kurzschluss und zerstört.  Ein Fehler der nach ca. 60 Jahren häufiger zu finden ist. Den ersetzen Sie mit einer Scheibe 4,7nF 350V= oder 500v=  Nach Skizze einlöten.

Der zweite Fehler.  der 27pf „rot“ = Tk N75 wichtig wegen Thermodrift.

Dieser ist wie es auch nach Jahren auftritt, von dem Kleber der sich chemisch verändert hat, zerfressen! Das war wahrscheinlich der Fehler #1  Wenn der 5nF nicht mehr, auch nicht mit einem Rest, vorhanden ist,  wird der HF-Kreis Vorstufe verstimmt und bedämpft.

Der 5nF legt die Drossel HF-mässig an Masse, und entkoppelt den Widerstand von der HF.

Fehlt er, liegt die Drossel nicht mehr mit ihrem L parallel zum HF -Kreis der ist verstimmt und vom 1kohm bedämpft.

Die Spule „blau“ bei eingedrehtem Drehko und UKW auf beste Anzeige am Mag. Auge abgleichen. Das ist nicht mehr original. Das dazu. Wir werden sehen.

 knoll

Matthias Beyer
27.Jul.14
  6

Hallo zusammen,

habe den Fehler gefunden! Der c38 = 20pF war die Ursache.

Dieser ist nicht defekt, sondern extrem verschmutzt. Durch die langen Anschlussdrähte lag er direkt am Spulenkörper an. Die Vorderseite war sauber wie auf dem Foto, aber die Rückseite zwischen Spulenkörper und Kondensator hat sich eine klebriche Schicht gebildet. Diese Schicht hat zudem den Kondensator hochohmig werden lassen. Dieser Effekt war auch zeitweilig verschwunden. Dadurch das dieser Kondensator regelrecht an der Spule klebte, war die schwarze Schicht in ihrem gesamten Umfang nicht sichtbar.


Vielleicht stand das Radio früher erst jahrelang in einer Küche und später lange Zeit in einer Werkstatt. Wenn dort Metall verarbeitet wurde, könnten sich durch Schleifarbeiten winzigste metallische Staubteile gebildet haben die dann nach und nach in das Radio gezogen sind. Diese blieben dann auf dem klebrichen Küchendreck kleben. Nur eine Theorie.

Ein kleiner Fehler mit großer Wirkung, wer hätte das gedacht.

Gruß

Matthias Beyer

Hans M. Knoll
27.Jul.14
  7

Damit die Leser mitdenken können, das original Photo ( vom Poster) mit dem  der Vorgang begann. 

Das C- 38 hat lange Beine und bildet einen Absorptionskreis für die hohen Störstahlungs-Frequenzen.

engl.  Trap  Wenn sich die Beine berühren, ist die UKW - Antenne kurzgeschlossen.

 

knoll

Attachments

Matthias Beyer
28.Jul.14
  8

Hallo Herr Knoll,

danke für die Erläuterung!

Den Durchführungskondensator habe ich gegen einen neuen Durchführungskondensator ersetzt. Ihre vorgeschlagene Ausführung wäre genau so gut gewesen. Den C40- Kondensator habe ich wieder in der richtigen Position fixiert. Den C38- Kondensator habe ich gereinigt wieder an die richtige Position gebracht.

Gruß

Matthias Beyer

Hans M. Knoll
28.Jul.14
  9

Hallo Herr Beyer.

Geht jetzt alles ?

 

Gruss Knoll

Matthias Beyer
28.Jul.14
  10

Hallo Herr Knoll,

nach dem ich noch den schwehrgängigen Abstimmdrehkondensator ausgebaut gereinigt und wieder eingebaut hatte, folgte die Reperatur der Rutschkupplung. Glücklicherweise ist der Belag noch gut. Der Vorbesitzer wollte es mit Öl versuchen und alles wurde schlimmer. Nach einer gründlichen entfettung  und neujustierung ist die Reperatur abgeschlossen.

Gruß

Matthias Beyer

 
Grundig Radio-: Musikgerät 97
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